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Panasonic GX9 präsentiert: Kompakte DSLM mit 20 Megapixeln und IBIS

Die Panasonic GX9 ist da! Es handelt sich um eine kompakte DSLM, die 20 Megapixel und einen 5-Achsen-Bildstabilisator zu bieten hat.

Panasonic GX9 mit einigen Verschlechterungen

Nachdem gestern bereits zahlreiche Bilder der Panasonic GX9 geleakt wurden hat Panasonic nicht mehr lange herumgefackelt und die DSLM heute offiziell vorgestellt. Auf dem Papier ist die GX9 natürlich die Nachfolgerin der GX8, die im Juli 2015 als Panasonics Spitzenmodell präsentiert wurde. Doch in Wirklichkeit handelt es sich bei der GX9 eher um eine Art GX90, sprich eine leicht abgespeckte Version, mit der vermutlich der Abstand zum kürzlich vorgestellten Flaggschiff G9 gewahrt werden soll.

Beginnen wir doch gleich mal mit den drei wichtigsten Verschlechterungen im Vergleich zur Vorgängerin: Zum einen lässt sich das Display der GX9 nun nur noch um 80 Grad nach oben und um 45 Grad nach unten klappen. Schwenkbar ist es leider nicht mehr. Zum anderen verzichtet Panasonic bei der GX9 auch auf ein gegen Staub und Spritzwasser abgedichtetes Gehäuse, welches es bei der Vorgängerin noch gab. Außerdem wird auch der Mikrofonanschluss gestrichen.

Sensor, IBIS und neuer Verschluss

Im Inneren der Panasonic GX9 arbeitet ein 20-Megapixel-Sensor im Micro-Four-Thirds-Format. Auf einen Tiefpassfilter verzichtet Panasonic. Der Sensor ist beweglich gelagert, was bis zu vier Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglichen soll. Des Weiteren arbeitet der 5-Achsen-Bildstabilisator auch mit dem Stabilisator entsprechender Objektive zusammen.

Neu im Vergleich zur GX8 ist der elektromagnetische Verschluss, der für besonders vibrationsarme Aufnahmen sorgen soll. Er ist ziemlich kompakt und sorgt so unter anderem dafür, dass die GX9 kleiner und leichter ist als ihre Vorgängerin. In Sachen Serienbildgeschwindigkeit schafft die DSLM neun Bilder pro Sekunde, außerdem sind auch die 4K-Foto-Funktion, die Fokus-Stacking-Funktion sowie eine Blenden und Fokus-Reihenaufnahmefunktion mit von der Partie.

Sucher bleibt eine Besonderheit

Eine Besonderheit der Panasonic GX9 ist und bleibt der elektronische Sucher mit 2,7 Millionen Bildpunkten, der sich um bis zu 90 Grad nach oben klappen lässt. Ergänzt wird er durch ein 3 Zoll großes Touch-Display, welches sich wie bereits erwähnt nach oben und unten klappen lässt. Videos nimmt die GX9 in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde auf, Bluetooth und WiFi sind beide vorhanden.

Die Panasonic GX9 soll im März 2018 in Silber und Schwarz zu einem Preis von knapp 800 Euro auf den Markt kommen. Damit ist sie deutlich günstiger als ihre Vorgängerin, die damals mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 1.200 Euro vorgestellt wurde. Die erwähnten Verschlechterungen machen sich also glücklicherweise auch beim Preis bemerkbar.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

17 Kommentare

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  • Die einzige Kamera mit Klappsucher wird massiv unattraktiver gemacht – auch der Sucher hat nur noch eine 0.7fache statt bisher 0.77fache Vergrösserung, schon sehr enttäuschend das alles 🙁 Sehe dafür den Hype um die G9 nicht – grösser als eine Sony A7R III und doch nur ein Minisensor und die Objektive sind auch nur kleiner, weil sie eine um Crop-Faktor 2 vergrösserte Schärfentiefe haben, respektive sind inzwischen auch nicht mehr wirklich kompakter, wenn ich die Olympus Pro Serie betrachte… Und die höhere Lichtstärke kann ich bei VF einfach mit höherer ISO ausgleichen, wozu also noch MFT?

    • Kann ich dir sagen warum mft.
      Wenn du hauptsächlich wert auf geringes Rauchen bei hohem Iso und riesigen Dynamikumfang legst, verstehe ich dich vollkommen.
      Aber bei allem anderen, ist die G9 nicht wirklich im Nachteil und kostet die Hälfte der A7R III. Wenn das Leica 50-200mm rauskommt hat man ferner mit dem 12-60 und dem 8-18mm + G9 ein Kit mit einem Gewicht von gerade einmal 1800g und das bei einem sehr hochqualitativen Brennweitenbereich von 16-400mm in KB umgerechnet. Ein ähnliches Kit für KB wiegt locker das doppelte.
      Mit dem Olympus 45 1.2 oder Leica 42,5 1.2 bekommt man auch genug schöne Hintergrundunschärfe, wenn es nach mir geht.
      Und die Bedienung der G9 steht endlich auf dem gleichen Level, wie bei einer D850 oder 5D IV.
      Zuletzt kann man auch sehr sehr kleine leichte Lbjektive mitnehmen und so das Gepäck minimieren, wenn gewünscht.
      Und auch wenn der Sensor im Vergleich klein ausfällt, ist er beachtlich gut, sofern man nicht in die Extreme geht.

    • Naja, eigentlich sind die MFT-Objektive kleiner, weil beim MFT ein kleinerer Bildkreis benötigt wird, um den Sensor vollständig auszuleuchten. Und wenn ich mir andere als die Oly Pro-Serie anschaue, dann sind die MFT-Objektve massiv kleiner und leichter als bei Nikon, Canon oder Sony, welche für das Vollformat gerechnet sind. Aber selbst bei der Pro-Serie habe ich Zweifel ob Ihre Behauptung stimmt. ich habe mir beispielhaft das 12-40mm, 2,8 angeschaut. Dieses wiegt 380g und hat eine Länge von 8,4cm und einen Durchmesser von ca 7cm (Filtergewinde 62). Wo finde ich bei bei Canon, Nikon oder Sony ein hervorragendes und lichtstarkes Standardzoom 24-80mm mit diesem Gewicht? Mir ist jedenfalls keines bekannt.

      • Das Problem ist halt eben, dass dieses Objektiv für die Schärfentiefe einem 5.6er Objektiv entspricht. Und die Lichtstärke lässt sich wohl wirklich ohne Qualitätsverlust beim Vollformater über ISO kompensieren, sprich, Sie müssten es mit einem 24-70er f5.6 vergleichen – und sowas „Schwaches“ gibt es bei Vollformat schon gar nicht, respektive es müsste mit einem 4-5.6er Objektiv verglichen werden, die aber in der Tat bei Vollformat oft schlechter sind, aber auch viel günstiger…

      • Der Vergleich mit einem 5,6 24-70 kommt ja erst zum Tragen, wenn ich mit dem Oly-Pro-MFT bei offener Blende mit einem ISO-Wert fotografieren muss, der zum Rauschen führt. Bis dahin – und das sind wohl die allermeisten Situationen, nutze ich einfach die meiner Meinung nach hervorragende BQ dieses Objektivs bei geringem Gewicht und kompakten Abmassen. Wenn mich die etwas geringere Tiefenschärfe/Schärfentiefe stört und ich freistellen möchte, nutze ich eben ein anderes Objektiv mit einer längeren Brennweite und vergrössere den Abstand zum Objekt, insofern habe ich auch mit dem Unterschiede der Schärfentiefe keine Probleme und kann hinsichtlich dieses Effekts ähnliche Ergebnisse wie mit VF erreichen. Zumindest für mich bleibt deshalb der Vorteil, dass ich mit bestimmten Objektiven des MFT-Systems tolle BQ bei geringem Ausrüstungsgewicht erzielen kann. Ein anderer wesentlicher Vorteil ergibt sich aus dem Crop-Faktor, der aus Standard-Teles fast schon Super-Teleobjektive macht. Für 600mm muss ich bei VF tatsächlich einen Riesending mitschleppen, bei MFT sind das nur 300mm mit entsprechend kompakteren und leichteren Werten. Dass das MFT-System keine Low-Light Monster sind und hier APS-C und VF teils deutlich im Vorteil sind, versteht sich für mich von selbst, das möchte ich somit sicherlich nicht abstreiten.

  • Offensichtlich herrscht bei Panasonic eine Konfusionsstrategie.
    Da gibt es eine G-, eine GF-, eine GM-, eine GX- , eine GH-Serie, fehlt nur noch eine GP- für Profis;
    es gibt die GX8 und GX80 und jetzt die GX9, die eigentlich eine GX 80 II ist , usw. usf.

    Was soll das? Mit Innovation hat das nichts zu tun.

    • GM und GF wurden meines Wissens eingestellt, die GMs waren diese phänomenalen Winzigkameras und die GF wurde zu einer GX… G ist glaub so DSLR-Style, GX Messsucherstyle und GH für Video. Aber ist in der Tat immer wieder erstaunlich, welche Konfusionen Firmen mit Typenbezeichnungen machen – da werden Millionen für Marketing ausgegeben, aber die Namensgebung scheint dem Zufall überlassen zu werden… Ist bei Canon und Nikon zum Teil extrem – die 7d ist APS-C, die 6d aber Vollformat, APS-C Kameras sonst aber zwei bis vierstellig, wobei die 80d besser ist als die 77d, die 1d aber besser als die 5d. Etc. etc…

  • mit dem ergebnis würde ich klar zur vorgängerin greifen. der verlust des spritzwasserschutzes ist für mich der größte rückschritt. dann kann man ja gleich bei der gx80 mit guter bildqualität bleiben, die ist vermutlich auch noch kleiner. ich fand die gx8 toll. schade.

  • Sie ist kleiner als die GX8 ( Die GX8 war für mich eine Verschlechterung gegenüber der GX7) und hat ein schwenkbares Display ( finde ich auch besser). Wenn sie jetzt noch wetterfest wäre, dann, aber trotzdem eine tolle Kamera.
    Würde ich mir wohl kaufen, wenn ich die GM5 nicht hätte.

    • Sehe ich genauso. Die GX9 ist der echte Nachfolger für die GX7. Was mir fehlt ist eine bessere Abdichtung, aber das ist bei der Größe und dem Gewicht nur schwer machbar.Für alle die ein größeres und wetterfestes Gehäuse suchen, da gibt es die G9.

  • DPREVIEW hat einen ersten kurzen Merkmalsvergleich zwischen der GX9 und der GX8 sowie einer kompakten Fuji und Sony zusammengestellt.
    https://www.dpreview.com/reviews/panasonic-lumix-dc-gx9
    Was mir dabei auffällt, ist die sehr geringe Anzahl an Bildern, die mit einer Akkuladung machbar sein soll. An anderer Stelle habe ich aber auch von einem schaltbaren Stromsparmodus der GX9 gelesen, mit dem bis zu 900 Bilder möglich sein sollen. Enttäuschend finde ich den Rückschritt bei der Qualität des Suchers, des Displays und das fehlen der Wetterfestigkeit. Positiv wiederum finde ich aber auch, dass in einem Gehäuse ungefähr in der Grösse der kompakten GX80 nun ein schwenkbarer Sucher und ein 20MP Sensor mit weiterhin einem 5-Achsen IBIS verbaut sind. Gegen die Preissenkung im Vergleich zur GX8 habe ich natürlich auch nichts einzuwenden. Angeblich soll bei der GX9 auch der AF verbessert worden sein. Letztendlich hat daniel vermutlich recht, es ist eine Überlegung wert, ob man nicht eher zur GX8 als zur GX9 greift, solange die GX8 noch verfügbar ist. Ob das tatsächlich eine gute Option ist werden sicherlich bald erscheinende Tests und Reviews zeigen.

  • Ich besitze aktuell die GX80 und das einzige, was mir wirklich fehlt ist der Spritzwasserschutz. Ich war gespannt, ob ein Nachfolgemodell mit diesen Eigenschaften vorgestellt wird, allerdings sinkt meine Hoffnung gerade, da ja nicht einmal der große neue Bruder die GX9 dies jetzt hat.
    Meiner Meinung nach hätte man die anders lösen sollen.
    GX80 (alt) –> GX80 (neu) — bekommt Spritzwasserschutz, behält aber den 16MP Sensor und kein Mikroeingang.
    GX8 (alt) –> GX9 (neu) — behält Spritzwasserschutz, behält den 20MP Sensor, bekommt weitere Verbesserungen und um das neue Flagschiff nicht zu verschrecken bekommt sie keinen Mikroeingang mehr.
    Das wäre meiner Meinung nach passender gewesen.

  • Auch in meinen Augen ist die GX9 eine GX80 Mark II. Was ja kein Problem ist, wenn man’s weiß.

    Bei den G-Modellen G7, G8, G9 ist es umgekehrt, da ist ein großer Qualitäts- und Preissprung zu sehen. Panasonic positioniert die Reihen G, GX, GH also neu. Vielleicht bringen sie ja eine wertigere Nachfolgerin der GX8 zu einem deutlich höheren Preis … die würde dann schon mit Fujis X-Pro2 konkurrieren müssen.

    Man darf sich durch die Nomenklatur der Hersteller nicht verrückt machen lassen. Eine Fuji X-E3 ist gegenüber der X-E2 auch ein kleiner Rückschritt, und bei Sony hatten wir das schon mehrfach, so war die A58 keineswegs ein würdiger Nachfolger der A55 und A57, und die A68 ist deutlich schlechter (aber eben auch preiswerter) als die A65.

  • Leider passt der MFT Sensor nicht zu meinem Anforderungsprofil. Trotzdem verfolge ich mit viel Wohlwollen und Interesse das Sortiment dieser Hersteller.

    Wenn ich sehe mit welchem Elan und mit welchen Innovationen in diesem Segment gearbeitet wird, da kann man als Mittel- und Vollformatler neidisch werden. Alleine schon die Erleichterung (im wahrsten Sinn des Wortes) nur die Hälfte an Volumen, Gewicht schleppen zu müssen und weniger als ein Drittel dafür bezahlt zu haben sind verführerisch. Für den normalen User der damit auch noch filmen muss sind diese Gerätschaften ein Muss.