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Aktuelle Quartalszahlen: Sony Top, Nikon Flop

Ein kurzer Blick auf die aktuellen Quartalszahlen der Unternehmen zeigt, dass es bei Sony derzeit sehr gut läuft, bei Nikon allerdings nicht.

Aktuelle Quartalszahlen von Sony und Nikon

In den letzten Tagen haben diverse Hersteller ihre aktuellen Quartalszahlen für die vergangenen Monate publik gemacht. Wie gewöhnlich wurden dabei jede Menge unübersichtliche Tabellen und Statistiken vorgelegt und wer genaue Entwicklungen und Zahlen der verschiedenen Unternehmensbereiche analysieren möchte, der muss sich durch die Präsentationsfolien der Hersteller kämpfen. Wir wollen in diesem Artikel aber zumindest die groben finanziellen Entwicklungen von zwei Unternehmen beleuchten – Sony und Nikon nämlich.

Nikon kämpft mit schwachen Zahlen

Nikons aktuelle Quartalszahlen lesen sich leider nicht wirklich gut. Kurz gesagt: Das Unternehmen schrumpft weiter. Im Vergleich zum Vorjahr gehen die Umsätze um 4,5 Prozent zurück, die Gewinne sogar um 15,2 Prozent. Im Bereich der Kameras schafft es Nikon zwar, die Gewinne leicht zu steigern, doch man verkauft insgesamt weniger Produkte. Die verkauften Stückzahlen gehen um 8 Prozent im Bereich der Kameras mit Wechselobjektiven, um 1,5 Prozent im Bereich der Objektive und im 3 Prozent im Bereich der Kompaktkameras zurück.

Besonders der Rückgang im Bereich der Kameras ist bedenklich und könnte mit den Gesamtentwicklungen des Marktes in Verbindung gebracht werden. DSLMs werden insgesamt nämlich immer beliebter und verkaufen sich besser und besser (siehe zum Beispiel Artikel hier und hier), während sich im Bereich der DSLRs nur wenig tut. Und Nikon hat, wie wir alle wissen, im Bereich der spiegellosen Systemkameras (fast) nichts zu bieten. Das wird sich im Jahr 2018 hoffentlich ändern.

Sony kann Gewinn deutlich steigern

Ganz anders sieht es bei Sony aus. Im Vergleich zum Vorjahr hat Sony im vergangenen Quartal fast 4,5 Mal so viel verdient! Auch die Umsätze konnten um 22 Prozent gesteigert werden. Im Imaging-Bereich ist der Gewinn um 27 Prozent gewachsen, der Umsatz um 16 Prozent. Großen Anteil an den positiven Quartalszahlen hat auch das Sensor-Geschäft, das für Sony nach wie vor hervorragend läuft. Außerdem profitiert Sony von den aktuellen günstigen Wechselkursen, so hat der japanische Yen im Vergleich zum Dollar oder Euro nachgelassen, was sich positiv auf die Zahlen auswirkt.

Quellen: Nikon | DSLRbodies | Photoscala

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

46 Kommentare

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  • Vielleicht sollten die Damen und Herren die bereits eine Nikon D 850 besitzen,diese pfleglich behandeln,weil diese vielleicht Einzelstücke bleiben werden. In ein paar Jahren sind diese eventuell viel wert,in Erinnerung an Nikon und ihr letzter Versuch nicht pleite zu gehen.

  • Da verstehe noch einer Nikon. Sinkende Stückzahlen, was verkaufte Kameras angeht, und trotzdem ist man nicht in der Lage die am Markt geforderten Stückzahlen der D850 liefern zu können. Wenn man anhand der D850 betrachtet, zu was Nikon immer noch in der Lage ist zu „liefern“, dann kann man (zumindest ich) Nikon nur eine erfolgreiche selbständige Zukunft wünschen.

    • Ja wäre wirklich schade um Nikon,vorallem weil durch Konkurrenzlosigkeit CANON auch nicht besser wird… viele potentielle Käufer einer Nikon wird so ein Bericht auch abschrecken und eventuell zu was „sicherem“greifen.

      • Sony ist eine Konkurrenz von Canon.

        Canon muss also was tun, um sich im spiegellosen Segment fest zu etablieren.

        Da Canon aber offensichtlich über ein ingenieurmäßig denkendes Führungspersonal verfügt, wird Canon sicher bald eine Spiegellose Kleinbildkamera bringen, die Sony alt aussehen lässt.

    • hallo Thomas Müller!
      volkommen richtig. Nikon muß sich unbedingt aus der SONY-Sensorenabhängigkeit lösen, sonst verfinstert sich der
      Himmel noch mehr. Der Idealfall wäre, Nikon beginnt mit seiner eigenen Sensorenproduktion. Muß man halt in eine
      zukunftssichere Produktionsstraße investieren. Wird wohl nichts anderes übrig bleiben. Denn die Digitalfotografie
      nimmt erst jetzt so richtig Fahrt auf. Ich als Nikon-fan würde dazu raten. Denn dann kann Nikon die Sensor-Latte
      so hoch legen, wie sie eben können oder wollen.
      Bei den Kompakt-Kameras ist es ganz schlimm. Unzählige Modelle am Markt und eine rauscht mehr als die andere!
      Wer kauft so etwas? Dabei hatte Nikon schon mal eine richtig gute Kompakte am Markt (coolpix-A) mit einem
      APS-C Sensor drinnen, aber außen drauf eine total bescheuerte Fixbrennweite im WW-Format (wenn wenigstens
      ein 27 mm drauf gewesen wäre) dann wäre der Verkauf sicher nicht so abegstürzt. Besser wäre ein lichstarkes
      Standartzoom gewesen a la RX-100. Doch die Verantwortlichen schein dafür zu blöd zu sein.
      Denn diese coolpix-A machte Fotos einer DSLR !!! dank ihres APS-C Sensors! Womit beschäftigte sich Nikon – sie
      eiern mit Mickey-Mouse-Sensoren herum. Was für ein Irrsinn.
      LG Ronny

    • @ Thomas
      Manchmal kann schlechtes Managment einen ganzen Konzern zugrunde richten. Die Manager müssten mit Ihrem Privatvermögen für Ihren angerichteten Schaden haften vielleicht würden sie dann Ihren Geist etwas mehr anstrengen!

      • Genau so erging es Kodak. Erfindet die Digitalkamera für Jedermann und lässt diese verschwinden, um eigene Filmverkäufe nicht zu gefährden. Altes, vekorktes Management, das nur den augenblicklichen Geldverdienst im Kopf hat. Entwicklungsfeindliche Manager gehören entschädigungslos davongejagd.

  • @ Bernd
    ….Vielleicht sollten die Damen und Herren die bereits eine Nikon D 850 besitzen,diese pfleglich behandeln,…
    Hallo Bernd, lies bitte mal den Art: Sony stellt 150MP Sensor vor, von H Göpferich hier im anderen Thraead

    Die Nikon D850 braucht man in einigen Jahren vielleicht gar nicht mehr pfleglich behandeln, denn Sie ist dann im Steinzeitalter angekommen. Ich hatte ja schon geschrieben, das die Fa. Nikon blöd ist: sie stellen eine Traumkanone vor und können nicht liefern. Bis bald Sony deutlich vorbeizieht und kaum noch jemand diese D850 haben will !!
    Sollte Sony den Markt mit 100 MP überfluten, die können dann 8 K Videos, wer will dann noch eine D850, ja vielleicht für 1000 Euro.
    Oder wir erleben einen Run auf Sony, w e i l viele nun endlich 8 K wollen oder 100 MP für die große Fotos, oder für eine Wahnsinnsdynamik oder warum auch immer noch.
    Das kann zum Problem für die anderen werden, falls Sony nicht zu teuer wird.

    • Also ich will weder 8k noch 100MP – braucht viel zu viel Speicherkapazität und zu schnelle Rechner und ist schlicht unnötig. Dann lieber 50MP und dafür massiv besseres Rauschverhalten

    • Also ich denke nicht das es so einen RUN zu Sony geben wird. Ich bin der Meinung das Sony sehr gutes Marketing macht. Da heißt es auf Youtube Videos zur A9 „the world best camera“ und nun wird die A7rIII so betitelt.
      Ziemlich viele Leute stellen dann aber doch sehr schnell fest das die Sony Kameras dann doch nicht das Werk Gottes sind.
      Kommt man von anderen Systemkameras wie Panasonic, Olympus oder Fuji, dann wird man schnell nicht mehr so begeistert sein von den so hochgelobten Sony Kameras. Zu viele Kinderkrankheiten stecken noch in ihr welche andere Hersteller lange beseitigt oder nie gehabt haben.
      Anscheinend hat Sony bei der A9 vieles geändert und verbessert, aber ich habe mit der A7II schon meine Erfahrung gemacht und bin jetzt etwas Sony verdrossen.
      Ich denke das Canon und vor allem Nikon nicht so weit weg sind.
      Wenn Nikon es endlich schafft und auch eine FX-Systemkamera auf den Markt bringt welche die Features der 850er hat und man Nikon FX-DSLR Objektive uneingeschränkt nutzen kann dann kann Sony meiner Meinung nach brausen gehen. Und ganz ehrlich – für wen ist es aktuell kaufentscheidend ob die Kamera 8K Videos und 100MP Fotos kann???

  • Leider werden hier keine absoluten Zahlen genannt so dass eine eine Einordnung nicht möglich ist. Bislang lese ich nichts von Verlusten bei Nikon. Es ist richtig, dass es Nikon nicht gut geht, aber dramatisch würde ich es nicht nennen. Sie müssten halt den Einstiegsbereich mit D3xx und D5xx wieder besser bzw. attraktiver aufstellen und endlich im DSLM Bereich liefern. Das gilt im FF Bereich aber auch für Canon

  • Der japanische Aktien Markt ist etwas besonderes.

    Natürlich werden japanische Aktien international gehandelt. In unserem, dem westlichem System kann man noch herausfinden wer wo beteiligt ist. Im Asiatischen Raum sind Unsummen Geldes aus nicht nachvollziehbaren dubiosen Quellen im Kapitalmarkt unterwegs.

    Dort werden die Entscheidungen oft im Hintergrund und außerhalb des Unternehmens getroffen (siehe den Skandal um Olympus) und der Aufsichtsrat nickt diese nur noch ab.

    Deswegen sind die veröffentlichten Zahlen nur als „Hinweis“ zu sehen in welche Richtung gesteuert wird. Ohne Einblick in die momentanen internen Verhältnisse kann man deswegen keine fundierten Aussagen tätigen.

  • Nikon hat weder bei den kompakten Kameras siehe Coolpix 7800 mit kleinem Chip aber großer Leistung ausgelaufen warum?. (Einziger Nachteil Auslösegeschwindigkeit in Verbindung mit Autofokus) Noch bei der
    Nikon 1einen Nachfolger.Warum nicht?
    Dann gibt es seit Jahren in denen absehbar war, daß mindestens kompakten spiegellosen Kameras die Zukunft im gehobenen Amateurbereich und in Zukunft auch im Profibereich gehören wird,
    kein Angebot!!!!!!

    Wenn Nikon nichts anbietet siehe DL dann kann die Firma auch nichts verkaufen.
    Ich sehe da einige Managmentfehler.
    In unserem Haushalt gibt es eine Nikon 7200 nebst Objektiven eine Canon G15 und neuerdings eine Fuji X30.
    Als Altlasten 2 Nikon Spiegelreflexkameras neben ca. 10 Objektiven (Altglas).
    Ich sehe von Panasonic, von Olympus, von Fuji und Canon Alternativen allerdings würde am besten eine spiegellose Kamera passen mit Anschlussmöglichkeit für die vorhandenen Nikonobjektive im DX Format passen.

    Nicht jeder möchte mit rieseigen Gehäusen und entsprechenden Objektiven die schwer und teuer sind durch die Gegend laufen, vor allem nicht auf Reisen.

    • nicht um den ganzen, es geht schon um den Imaging-Bereich „Im Imaging-Bereich ist der Gewinn um 27 Prozent gewachsen, der Umsatz um 16 Prozent“ 😉

  • ….irgendwo in einer dieser „ Testzeitschriften“ ging es um die fehlende Abblendtaste der Nikon D7500 und dort stand sinngemäß
    „ man benötige diese heutzutage nicht mehr da man ein Bild aufnehmen und dann auf dem Display beurteilen kann ob man auf/ abblendet“
    Also man kann jeden Scheiß auch schön reden…von mir aus kann Nikon das DX Format einstellen ( außer D500) den Verlust der DX Linsen ist auch zu verkraften und dann sollte sich Nikon auf das FX Format konzentrieren.
    Olympus hat zweimal einen radikalen Schnitt gemacht, die restlichen auch nur die Dinos kleben förmlich an ihren Altlasten

    • …wobei Nikon gerade im DX Markt doch mit am kräftigsten mitmischt. Warum sollten Sie diesen Zweig aufgeben? Ich betreibe eine DX für Makro und Tierfotografie und würde mir dieselbe Mittelklassekamera jederzeit wieder kaufen. Das einige, was ich vermisse ist eine AF Korrektur, die ich mit der D7500 auf jeden Fall gehabt hätte. Dafür war meine Kamera rund 350€ billiger und die Bildqualität steht der D7500 in nichts nach.
      Eine Abblendtaste an APS-C halte ich absolut nicht für notwendig und wenn ich die Tiefenschärfe kontrollieren will, mache ich es genau so. Das erste Foto einfach am Monitor etwas genauer betrachten. Dabei kann ich auch gleich den Fokus, die Helligkeit, die Schärfe und den ganzen Rest noch kontrollieren.
      Funktioniert hervorragend und das zweite, dritte, vierte… Bild passt.

      • Bei einer Canon EOS-Mx brauchen Sie keine AF-Korrektur.

        Leihen Sie sich mal eine aus samt EOS-M Objektiven.
        Hinweis: Förderliche Blende (maximale Schärfe) ist 5,6

        Versuchen Sie mal mit einer EOS-Mx einen Fehlfokus zu provozieren.
        Da kann ich Ihnen sagen: Das ist eine echte Herausforderung.

        Größter Nachteil der EOS-Mx: kurze Akkulaufzeit.

      • @Sabrina:
        danke für den Tipp, aber meine Kamera soll da hin fokussieren, wo ich es will. Selbst wenn ich einen Fehlfokus erzwingen will. Zudem rede ich von einer Spiegelreflex mit Phasenautofokus, nicht von einer Spiegellosen mit Kontrastautofokus. Der sitzt im LV meiner Spiegelreflex auch genau.

      • Mimas, die D500 ist die einzige DX Kamera die mich anspricht vielleicht noch die D7200 nur leider die DX Linsen sprechen mich nicht an.
        Ich bin mit der Abblendtaste groß geworden und habe keine Lust die Kamera abzusetzen um auf dem Display zu schauen ob die Schärfentiefe passt 😉

      • @Mikro: ich habe mir zuerst 4 DX Objektive gekauft, bevor ich mir 5 weitere FX Objektive gegönnt habe. Alles Linsen aus dem Hause Nikon, darunter solche Schätze wie das 14-24 F2,8; 200-500 F5,6 oder das 105 F2,8 VR Macro… In der hoffnung auf einen würdigen Nachfolger der D750. Die FX Linsen an DX bieten einige Vorzüge: keine Vignetierung, kaum Verzeichnung, Schärfe bis zum Rand, evtl. der Cropfaktor Stichwort Tele und Makro… Allerdings genau so viele Nachteile: teuer, groß, schwer, die Cropkamera am 14-24mm macht das Teil fast sinnfrei, also nicht immer ein Vorteil… Was mir aber bei allen 5 FX Objektiven an meiner DX Kamera aufgefallen ist: die Belichtung passt nicht. Die Festbrennweiten neigen zur Überbelichtung und die Zoomobjektive neigen zur Unterbelichtung, was meine DX Linsen nicht machen. Das Einzige was ich an den DX Linsen nicht so toll finde, ist der Schärfeverlust zum Rand und die größere Verzeichnung. Ein direkter Vergleich zwischen dem 85er und dem 105er zeigt, die beiden Objektive sind sich im Grunde ebenbürtig. Das 105er ist eben 400€ teurer, macht dafür aber die runderen Streukreise 🙂
        Lange Rede kurzer Sinn: man muss schon ein wahrer Enthusiast sein, um an DX Kameras auschlißlich FX Linsen zu verwenden, denn es ist im Grunde unnötig.

      • @mimas,
        auch ich besaß mal eine Kamera mit Nikon Bajonett und die einzige Linse die ich für das DX Format besessen hatte war das Sigma 10-20mm und mich hatte es damals schon angestunken auf größere und schwerere FX Objektive erwerben zu müssen…
        Heute komme ich zB bei Fuji lückenlos
        preiswert, von 16-230mm
        Normal, von 10-200mm
        Teuer, (demnächst) von 8-140 mm durchgängig f2.8 ( KB Äquivalent 12-210mm) hinzu kommen noch die sehr guten Festbrennweiten.
        Da ich mal davon ausgehe das Nikon nie ihr APS Format „lichtstark“ ausbauen werden so werde ich wohl auch nie wieder Nikon Kunde werden 🙂

  • Als Sonyuser und exNikonuser (aber eher wirklich um Einsteigerbereich) hoffe ich sehr, dass Nikon weiterbesteht und diese Krise überwinden kann. Sie machen schon gute Kameras und ob DSLR immer gleich Dino bedeutet … ich sage nur .. jedem das Seine.

    Für mich als Sonyuser ist schon klar warum Sony seine Gewinnmarge steigern konnte .. schaut man sich mal die teils gepfefferten Preise für Objektive an. Die sind das sicherlich auch Wert, allerdings gibt es keine Alternativen geschweige günstige (neue) APS-C Linsen.

    Für Nikon wäre doch eine Fusion mit Fuji/Olympus/Panasonic vom Vorteil ?

    Grüße

    • @Nico,
      mit Dino meine ich nicht DSLR vs DSLM, sondern die „Lieblosigkeit“ gerade im DX Bereich.
      Schau Dir doch einfach mal die Olympus E3 aus dem Jahre 2006 an, drehbares Klappdisplay also ein Detail welches sich viele Canikonianer heute wünschen. Es dauert bis die Dinos reagieren und manchmal kann es zu Spät sein.
      Da bringt CaNikon für das APS Format ein 17-55 f 2.8 und das wars, dann kommen 20mm Fußzoom und dann greifen Sie lieber Kunde bitte zum 70-200 f 2.8, Sorry das kann sogar Pentax besser. Da muss sich Nikon nicht wundern das manch ein Kunde bei Sigma/ Tamron sein Glas kauft.
      Mich auf jeden Fall reizen die unzähligen „ lichtschwachen“ 18 bis DX Linsen nicht 😉

      • Und wo liegt nun das Problem? Ich fotografiere gerne mit Nikon APS-C (auch FX) und habe ausser einem Tele kein einziges Nikkor mehr, nur noch Objektive von Sigma inkl. sämtlichen Makros. Vorteile: Top-Qualität, USB-Dock für die Feinjustierung des AF (ART-Serie), Anschlusswechselservice und in der CH lebenslange Garantie und ein gratis Service pro Jahr. Da kann Nikon einfach nicht mithalten. Mir ist soeben im Herbsturlaub das zweitletzte Nikkor-Tele abgelegen; AF-Motor defekt, und die Reparatur lohnt sich nicht. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass der Ersatz ein Sigma oder Tamron sein wird (70-200 oder 100-400). Auch Tamron bietet unterdessen eine 10-jährige Garantiezeit an.

  • Seid ihr von allen guten Geistern verlassen?
    Man kann eine Firma auch kaputt reden.
    Diese ganzen Spekulationen sind doch alle an den Haaren heran gezogen.
    Zumal ist es legitim einen Produktionsablauf zu optimieren.
    Wenn der Markt gesättigt ist und sich Kompaktkameras nicht mehr verkaufen lassen, konzentriert man sich auf das Wesentliche – DSLR Kameras.
    Ist in der Marktwirtschaft gang und gebe.
    Ich weis nicht was hier ständig eine Weltuntergangsstimmung herbeigeredet wird.
    Ist das Sinn und Zweck des Betreibers der Seite? Ich hoffe nicht, und sollte entsprechend gegengesteuert – kommentiert werden.
    MfG

    • Ich nenne nur die aktuellen Zahlen und die sind nunmal so wie sie sind. Von meiner Seite wird hier nichts herbeigeredet. Im Gegenteil, habe in anderen Artikeln oft genug erwähnt, dass ich mir sicher bin dass es Nikon noch lange geben wird, wenn sie in Zukunft weiterhin so erstklassige Produkte wie die D850 auf den Markt bringen.

    • Wenn eine Firma ein Produkt anbietet und dann nicht ausreichend „liefern“ kann wird immer spekuliert warum. Da kommen aufgrund der menschlichen Natur manchmal haarsträubende Resultate heraus, das kann einer Firma schon etwas den Ruf ankratzen aber wir sind doch nicht alle so dumm und glauben nur Nikon hat mit Problemen zu kämpfen. Den Kameramassenmarkt wird sich ganz langsam das Smartphone erobern, die Hersteller werden bei der immer kleiner werdenden Schar der Fotofreunde nur noch hochwertigere dadurch teurere Modelle los werden. Das kann man jetzt schon sehen. Meine Kinder und Enkelkinder haben scheinbar von meinen Fotogenen nicht viel mitbekommen, sie werden als künftige Käufer bestimmt ausfallen! Ich glaube da sind wir nicht die einzige Familie?

      • Ja, leider ist das auch bei unserer Familie und der jüngeren Generation so. Ich bin der einzige, der noch mit einer digitalen SLR und manchmal auch mit einer digitalen Kompaktkamera (da ich als einziger in der Familie kein Smartphone, sondern noch ein altes Handy habe) fotografiert. Noch mehr werde ich „belächelt“, wenn ich gelegentlich eine meiner alten analogen Kameras mit Film „ausführe“.

    • Mark hat noch sehr zurückhaltend, nämlich rein faktenbasiert, berichtet. Wenn ein Unternehmen mit seiner Kamerasparte alleine aktuell (ganz zu schweigen von den Jahren zuvor) einen Umsatzrückgang von ca. 30% hat, gleichzeitig von der Schliessung von Fabriken und von Umstrukturierungen berichtet und vom Unternehmen selbst angekündigt wird, dann wird die Krise nicht herbeigeredet, dann ist sie schlicht und einfach tatsächlich vorhanden. Andere reden sogar von „tiefer Krise“:
      https://www.photoscala.de/2017/02/13/nikon-steckt-tief-in-der-krise/
      Das gilt erst recht, wenn es im Gegensatz dazu anderen Herstellern gelingt, sich am Markt zu behaupten, wie beispielsweise Canon, oder sogar, wie Sony, man seine Marktposition ausbauen und verbessern kann. Man kann da nur hoffen, dass das Nikon-Management die Situation realistischer sieht als Sie und die Zeichen ernst nimmt. Es wäre nicht das erste mal, dass ein Unternehmen vom Markt verschwindet, weil man sich ernste Probleme nicht eingesteht und nicht bereit ist, technologisch und wirtschaftlich auf veränderte Marktsituationen zu reagieren.

      • Wie schreibt CANON so schön auf ihrer Webseite : „Das nächste Jahr hat eine ganze Menge zu bieten – vom Erwarteten bis zum Unerwarteten. Sei bereit mit Canon“

        Und ich persönlich wette dass die auch liefern werden! Und bis dahin ist die Nikon D850 eh veraltet.😊

    • Ich bin von Nikon weggegangen, weil ich einerseits nicht mehr bereit war, auf die Vorteile von DSLM zu verzichten.

      Andererseits weigert sich Nikon, im APS-C Bereich ein ordentliches Ultraweitwinkel anzubieten.
      Das 10-24er hat noch nicht mal einen Bildstabilisator.
      Der Preis von 850 Euro ist völlig überzogen.
      Folglich kaufen die Leute Sigma, Tamrom, Tokina und andere.
      Gleichzeitig bringen die eine Festbrenner-Linse nach der anderen für Portraitfotografen heraus.
      Das zeigt auch, wie desolat und völlig am Kunden vorbei die Kamera-Politik von Nikon ist.

      Genauso die Weigerung, DSLMs auf den Markt zu bringen. Das ist ein Totalversagen.
      Nikon fehlt jeglicher Wille zu einer sachbezogenen Angebots-Politik im Bereich Digitalkameras/DSLR.

      Das sind offenkundig keine Fachleute, die das Unternehmen führen.
      Im Gegenteil – Nikon führt sich auf wie ein von einer Heuschrecke aufgekauftes Unternehmen, das lediglich ausgeschlachtet wird.

      Ich habe lange genug gehofft, dass Nikon was anbietet, aber das ist zwecklos, da weiter zu warten.

      Und vor allem sollte man nicht so blöd sein in teure Objektive zu investieren, die einen dann davon abhalten, den überfälligen Wechsel zu einem anderen Anbieter zu gehen.

      Wer teuer kauft, kann nicht zweimal kaufen.

      Wer teuer kauft, kann seinen Fehler nicht korrigieren.

      • @Sabrina
        Auch wer teuer kauft kann seinen Fehler korrigieren – es ist dann eben ein „teuer erkaufter Fehler“.

      • Nikon hat soeben das gewünschte Objektiv auf den Markt gebracht: AF-P 4.5-5.6 10-20mm VR zum Kampfpreis von 370. Es ist allerdings noch anzufügen, dass die neuen AF-P Objektive nur mit den neueren APS-C Kameras kompatibel sind. Nikon weigert sich bisher, den älteren Modellen ein entsprechendes Update zu verpassen. Das neue Weitwinkelobjektiv ist laut „Fototest sehr gut: 86.2 Punkte (Canon 11-22 83.2 Punkte).

        Die Stärke von Nikon (und auch Canon) ist ja auch nicht unbedingt die Portraitfotografie, das können andere Systeme auch, inkl. der natürlich sehr teuren Mittelformatkameras. Die grosse Stärke ist der Bereich Sport und Wildlife, da führt immer noch kein Weg an Nikon/Canon vorbei, am ehesten könnte das noch Sony schaffen, die haben wenigstens ein paar gute Teles im Angebot, bei den übrigen Spiegellosen herrscht da Wüstenklima. Ausserdem sind die AF-Systeme immer noch nicht so gut wie bei den Branchenleadern und kein Aktionfotograf möchte alle paar Minuten den Akku wechseln.

      • @ Rolf Carl

        Mag sein, aber das ist zu spät.
        DSLRs verlieren immer mehr Marktanteile.
        Nikon muss sich auf Spiegellose konzentrieren.
        Und das tun die nicht.
        Wenn Nikon doch mal eine Spiegellose bringen sollte, dann gehen die in einen Markt, der längst von Canon, Sony, Fuji, Olympus und Panasonic besetzt ist.

        Da wird Nikon auf die Schnelle keine hohen Absatzzahlen erreichen können und Verluste machen.

        Ich denke, das Thema Nikon ist gegessen. Neukunden werden die kaum noch gewinnen.

        Und für Kampfpreise sind die wirtschaftlich nicht starkt genung.

      • Sabrina
        Sehe ich eigentlich auch so. Bei der Aktionfotografie werden sie sich noch eine Weile halten können, aber es ist nicht die breite Masse, die sich solch teure Ausrüstungen zulegt. Es ist wie damals von analog zu digital, da hatte Nikon den Umstieg komplett verpasst, konnte sich aber gerade noch reinretten. Jetzt ist es wieder genau gleich beim Umstieg auf spiegellos; das Management ist derart verkrustet, dass sie sich wieder ins abseits manövriert haben. Und der Rückstand ist kaum mehr auszuholen.

        Ich merke auch bei mir selber, dass sich Widerstand regt, noch weiter in Nikon zu investieren. Deshalb habe ich vor, mittelfristig in das Fujisystem einsteigen und das Nikonsystem noch für Makro und Wildlife einzusetzen, bis es den Geist aufgibt. Deshalb habe ich übrigens auch nur noch Sigmaobjektive gekauft, die kann ich bei einem Systemwechsel umrüsten lassen (siehe auch mein Kommentar weiter oben).

      • @ Sabrina
        ….Ich bin von Nikon weggegangen,…
        Ich verstehe Sie nicht so recht, wenn Sie mit Freude Architektur fotografieren;
        Zu Ihrer Nikon hätte ich mir dann ev eine Zeiss Linse gekauft, oder besser noch ein Tilt/Shift von Nikon.
        Das wäre eine einmalige Investition, zugegeben, das kostet etwas mehr Geld als ihre Canon,
        jedoch 1. fast für die Ewigkeit und 2. Ihre Fotos wären zumindest mit Tilt/Shift deutlich besser als jetzt.

        Ich verstehe auch, wenn Ihr Mann da nicht mitspielt…

      • @ Rolf Carl: Ich habe bislang mit Nikon und Sony fotografiert und bin gerade dabei, zu Fujifilm zu wechseln. Ich war anfangs skeptisch und habe ausgiebig getestet. Die Objektive scheinen sehr gut zu sein und die Bedienung hat mich vollends überzeugt. Einfacher kann man innerhalb kürzester Zeit die Einstellungen kaum wechseln. Über die Bildqualität kann ich mir noch kein abschließendes Urteil bilden, aber die spielt definitiv in der oberen Liga. Auf jeden Fall kann ich aber sagen, dass Fotografieren mit dem Fuji-Bedienkonzept einfach noch mehr Spaß macht. Und das ist ein wichtiger Faktor bei einem Hobby.

      • Ich kann Sabrina und Rolf Carl nur zustimmen! Habe seit 2 Jahren nichts mehr in Nikon investiert und bin seither in der Warteschleife auf eine DSLM von Nikon, da ich noch 3 Linsen von Nikon besitze, gutes Glas aber noch nicht stabilisiert (2.8 80-200, 2.8 24-70 und 1.8 85) – was liegt da näher als auf eine DSLM im FX Format mit IBIS zu warten. Aber meine Einschätzung ist, dass Nikon gar mehr nicht in der Lage ist, die entwicklungstechnischen Herausforderungen zu meistern, Sony & Co. haben hier mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren erarbeitet, der ist nicht über Nacht wettzumachen, von den ganzen Patenten zu schweigen, die vielleicht teuer erworben werden müssen um die eine oder andere „Kernfunktion“ von spiegellosen Kameras bieten zu können. Mal ehrlich, wenn Nikon hier was platzieren wollte dann müssten diese Kameras aus dem Stand mit den etablierten Platzhirschen mindestens gleichziehen. Die Abhängigkeit von Sony die Sensoren betreffend versucht man scheinbar nun zu durchschlagen, der 850-er Sensor soll von einem israelischen Hersteller stammen. Aber eine eigene Fab aus dem Boden stampfen für eine eigene Sensor-Produktion wäre schon sehr abwegig und sicher auch nicht zu stemmen. Ich werde jedenfalls dem Treiben noch etwas zuschauen, die a7riii oder eine Fuji X-Tx machen aber schon ordentlich Appetit eines Tages meine 800E zu beerben. Das Thema Akkulaufzeit wird meines Erachtens überbewertet, ich habe seit letztem Jahr eine RX10iii, da komme ich auf Reisen mit 3 Akkus locker über einen Tag. Ich war mit der Kamera gerade 3 Wochen in Südamerika unterwegs und habe meinen Nikon-Bulk keine Sekunde vermisst.

  • Ob spiegellos oder nicht, wird nicht so sehr die Frage sein.
    Wer kauft denn solch teuere Kameras überhaupt ?
    Neben den Profifotografen, mit deren Anzahl Nikon oder Canon nicht alleine im Kamerageschäft überleben können, doch wohl hauptsächlich älterere Hobbiefotografen.
    Ob diese alle eine Kamera mit oder ohne Spiegel, welche immer mehr in der Bedienung einem Smartphone ähneln und mit Funktionen überladen sind, überhaupt noch wollen , wird wohl auch eine Rolle spielen.
    Ich brauche eine bezahlbare Kamera mit guter Bildqualität, ausreichender Akkulaufzeit, übersichtlichen wenigen menuepunkten, ohne integrierte Bildbearbeitung, guter Verarbeitungsqualität, die ein paar jahre hält, ich möchte nicht alle zwei jahre eine neue kamera kaufen , auch keine schwergewichtige mehr , 4 oder 8k video brauche ich auch nicht, da ich nur selten filme. Da wird wohl viel am Markt vorbei entwickelt denke ich ?

    • Es gibt schon noch eine Menge Einsteiger im jüngeren und mittleren Alter. Aber wenn schon Kamera, dann muss die Bildqualität deutlich über der eines Smartphones liegen und damit ist man dann auch schnell im mittleren Preissegment. Für jüngere Käufer sind dann auch häufig Videofunktionen und Technik (Touchscreen etc.) Kaufargumente. Da sind die Spiegellosen ganz gut aufgestellt. Zudem raten viele Fachhändler Neueinsteigern auch nicht mehr zu DSLR sondern direkt zu DSLM, was ich auch fair finde.

      Wenn man im mittleren bis höheren Preissegment investiert, erwarte ich allerdings, dass die Kamera 4-5 Jahre hält und auch dann noch halbwegs auf Stand ist. Die Produktzyklen der Hersteller scheinen mir aber eher darauf ausgelegt, dass man alle 2-3 Jahre eine neue Kamera kauft.

  • Nikon soll sich mehr an DSLR und langerwartene Spiegellose Kameras konzentrieren.
    Die Kompakte Kameras sollen durch neue a la Sony A 6er mit Adapter an Nikon F Objektive ersetzen
    dann macht Nikon sicher wieder Umsatz.