Samyang hat auf der CP+ 2026 neben spektakulären Mockups auch ein neues 35mm-Objektiv der Prima-Serie gezeigt – fast unbemerkt, aber durchaus spannend.
Samyang hat auf der CP+ 2026 vor allem mit vier spannenden Mockups für Aufsehen gesorgt, insbesondere die Idee eines 20-50mm f/2.0 scheint bei vielen gut anzukommen. Bis diese Objektive in den Handel kommen (so Samyang und Schneider-Kreuznach sich denn überhaupt dafür entscheiden, sie zu entwickeln), wird es aber noch eine ganze Weile dauern.
Ein Objektiv, das der Markteinführung schon deutlich näher ist, ist das neue Samyang AF 35mm f/1.8 P FE. Dieses Objektiv wurde ebenfalls auf der CP+ 2026 gezeigt, ist im Trubel um die Mockups aber fast schon ein bisschen untergegangen. Das 35mm f/1.8 P FE dürfte das bisherige Samyang AF 35mm f/1.8 FE aus dem Jahr 2020 ablösen, das sich als solide und preiswerte Festbrennweite für Sony E-Mount einen guten Ruf erarbeitet hat.
Die Kollegen von Phototrend hatten das AF 35mm f/1.8 P FE in Japan kurz in der Hand und haben ein paar kurze Eindrücke mit uns geteilt:
- Modernisiertes Design mit einem breiteren Fokusring
- USB-C-Anschluss für Firmware-Updates
- AF/MF-Schalter direkt am Gehäuse
- Die Verarbeitung wirkt insgesamt robuster und besser gegen Witterung geschützt als beim Vorgänger
- Der Autofokus soll wohl leiser und schneller arbeiten
Konkrete technische Daten, ein Preis oder ein Datum für die Markteinführung sind im Moment noch nicht bekannt. Grundsätzlich wird das 35mm f/1.8 P aber zur Prima-Reihe von Samyang gehören, die unter anderem das AF 85mm f/1.8 P und AF 16mm f/2.8 P umfasst, die im Sommer 2025 vorgestellt wurden. Das kommende 35mm f/1.8 P scheint diesen beiden Gläsern in Bezug auf Gewicht, Größe und Design sehr ähnlich zu sein.
Zur Orientierung: Das AF 85mm f/1.8 P FE wiegt gerade einmal 272 Gramm, und das neue 35er dürfte sich in einer ähnlichen Gewichtsklasse bewegen. Wer also eine kompakte, lichtstarke Festbrennweite für Sony Vollformat sucht, sollte das 35mm f/1.8 P auf dem Radar haben. Preislich würden wir mit rund 400 Euro rechnen.


Ich kann nur nochmal wiederholen: weil die DDR so rückständig war, hätten wir ein 1,8/35, das erheblich kürzer war als das hier gezeigte, und das mindestens genauso gut funktioniert hat und erheblich billiger war. Ich nutze es immer noch.
Fällt Ihnen was auf?
Na guhd, Du bischt een ganz scheener Diggnischl! Nu deen of Säk’sch bidde: Frieher war alles besser – oder doch nüch?
https://zeissikonveb.de/start/objektive/wechselobjektive-1980er/carl_zeiss_jena/
Diese Webseite würde sich bestimmt auf einen Bericht und Fotos über ein 1,8/35mm Made in GDR freuen.
Dass ein so altes Objektiv kürzer ist, lässt sich ziemlich einfach erklären. Film ist es beinahe egal, in welchem Winkel Licht auftrifft; die chemische Reaktion findet so oder so statt. Digitalen Sensoren ist das nicht egal. Diese können nur den rechtwinklig auftreffenden Anteil (berechnet über die Cosinus-Bedingung) detektieren. Daher haben analoge Objektive an Digitalkameras teilweise eine bedeutend höhere Randabschattung, als dasselbe Objektiv auf einer Filmkamera hatte. Im Umkehrschluss muss das digitale Objektiv deutlich “telezentrischer” und damit größer und schwerer konstruiert werden, damit die Strahlen möglichst bis zum Bildrand so rechtwinklig wie es geht auf den Sensor treffen.
Die größte Fotomesse der Welt aber nur Mist wurde vorgestellt…