Sonstiges

Schon wieder: Neuer Chef für die photokina

Die photokina bekommt einen neuen Chef. Der 39-jährige Jan-Raphael Spitzhorn löst Fabian Ströter ab, der das Amt erst vor wenigen Monaten übernommen hatte.

Photokina bekommt einen neuen Chef

Eigentlich war Fabian Ströter erst im Mai 2019 Director der photokina geworden, nun gibt er sein Amt allerdings schon wieder ab – aus „persönlichen Gründen“, wie man der offiziellen Pressemitteilung entnehmen kann. Das Ruder wird nun vom 39-jährigen Jan-Raphael Spitzhorn übernommen, der seit einigen Jahren bereits an der photokina mitwirkt und auch die jüngsten Konzeptanpassungen begleitet hat. Spitzhorns Aufgabe wird es unter anderem sein, neue Segmente wie Mobile, Motion und Digital Imaging innerhalb der photokina konsequent weiterzuentwickeln.

Schwierige Zeiten für die Messe

Seit 2017 ist Ströter nun bereits der dritte Chef der photokina. Die größte Fotomesse der Welt befindet sich im Wandel und mit den jüngsten Entwicklungen und der Umstellung auf einen jährlichen Rhythmus waren nicht alle zufrieden. Deshalb wurde die photokina 2019 relativ spontan auch abgesagt, die nächste Messe findet nun (voraussichtlich) im Mai 2020 statt. Große Unternehmen wie Nikon, Olympus und Leica haben allerdings auch für 2020 bereits abgesagt.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

22 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Die Branche der klassischen Kamerahersteller steckt in einer Krise. Wundert mich allerdings auch nicht. Die Preise die inzwischen für das „normale“ Equipment bezahlt werden sollen sind doch völlig durchgeknallt. Kaum einer ist noch bereit 2000-4000€ dafür hinzulegen. Dazu leben wir in einem falschen Land. Dieses Geld muss man für andere Dinge aufbringen. Und für die meisten reicht inzwischen die Qualität eines Smartphones oder einer tollen MFT-Ausrüstung. Nein, das wird so nichts mehr. Vollformat hier, Kleinbildformat da. Wenn schon Cashback Aktionen geschaltet erden müssen, bevor eine Kamera überhaupt in die Öffentlichkeit tritt, sagt das einiges über die Branche aus.

  • Es gibt aber auch nun auch kleinere Veranstatungen wie die Berlin Photo Week, wo sich die Hersteller ‚in kreativer Umgebung‘ präsentieren, die aber auch gekoppelt mit Konferenzen, Ausstellungen und Workshops ist.

  • Ich denke eines der größten Probleme ist das Management selbst.
    Es ist egal welche Messe ich mir anschaue.
    Vor…..“Jahren“ …als das mit den Messen begann, waren die Veranstalter froh um jeden Aussteller.
    Die Standplätze waren günstig, die Auflagen kaum vorhanden.
    Die Aussteller freuten sich über den Kundenkontakt.
    Was habe ich mich, z.b. bei einer Consumenta, durchgefressen!.

    Heute muss das Management Gewinne machen.
    Die BWL-Bürokraten verlieren sich in Auflagen, optimieren der Standflächen und deren Kosten.
    Da wird jeder Stromanschluss oder Toilettengang verrechnet.
    Die Besucher werden schonmal auf dem Parkplatz abgezockt um dann Konzertkartenpreise als Eintritt zu zahlen.
    “ Parkplatzbewirtschaftung“ ist mein persönliches Reitzwort Nr1.
    Parkplätze so weit reduzieren um die verbleibenden Abzuzocken.
    Das ist überall gleich.
    Dies lässt sich auf die grundlegende Denkweise übertragen.

    Ich selbst wurde schon als Aussteller umworben.
    Da wird im Vorfeld festgelegt: Wann darf ich aufbauen, wie lange muss der Stand stehen, wann darf wieder abgebaut werden, wie muss es aussehen, Vorschriftenkatalog für alles, von Entsorgung über Brandschutz bis zum Ersthelfernachweis des Sicherheitsbeauftragten. Und natürlich die Standfläche nach cm2 zu Preisen das dir schlecht wird.
    Ich habe es einfach gelassen.

  • Fotomessen werden ev nicht mehr benötigt ??

    Da ja kaum mehr Kameras verkauft werden, sondern SP, Huawei und co..
    Das vorhandene Kamerazeug reich mehr als genug zum Fotografieren und wer gibt ständig ab 2000€ aufwärts aus ??
    Ich wundere mich nicht mehr. Und wie der Vorschreiber schon bemerkt hat, Parkplatzpreise ? hallo gehts noch ??
    Die Messe sollte mich erst einmal mit einem kostenlosen Würsten locken !!!
    Dann eine kostenlose Tasse Kaffee, wie mittlerweile mein Möbelhändler
    Hier gibt es Kaffe und Kuchen kostenlos bei einer Einladung !!
    Meinetwegen – Messe ade –
    Nicht schade drum.
    Meine Meinung.

  • Wieso ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, eine Onlinemesse zu veranstalten?

    Die Hersteller könnten ihre Produkte mal etwas genauer vorstellen, es kann verglichen werden, es können Fragen gestellt werden usw.

    Ganz schön wären noch Lerninhalte von Topfotografen zu verschieden Themen, oder einfach nur Reiseberichte mit tollen Bildern.

    Und das alles schön gebündelt und übersichtlich auf einer Onlineplattform.

    Vorteil: Keine Parkplatzgebühren, Umweltentlastung, keine teuren Hotelübernachtungen und keine Zeitverluste für die An-/Rückreise.

    Alternativ dazu stelle ich mir kleine lokale Veranstaltungen vor, wie es sie heute schon gibt; gemütlich und übersichtlich, macht einfach mehr Spass als so überlaufene Grossveranstaltungen.

    • @Rolf
      …Wieso ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, eine Onlinemesse zu veranstalten?…

      weil zumindest ich die Sachen anfassen und ausprobieren möchte – das ohne irgendeinen Kaufzwang, einfach aus Interesse an den Dingen und weil man nur so feststellen kann ob das passt oder nicht. Bildchen oder Filmchen angucken und dann glauben etwas zu wollen, also das funktioniert zumindest bei mir nicht. Ich gehe gerne zur Photokina und als Autofreak immer mit Zug. Ist schneller, bequemer und wenn man genau rechnet sogar noch billiger!

      • Joe,

        ich sags ja, es gibt auch kleine Messen und Veranstaltungen. Da kann man die Kameras usw. auch in die Hand nehmen. Auf jeden Fall habe ich selber keine Lust, für so ein Gewühle wie diese Riesenmesse auch noch stundenlang Zug zu fahren.

  • Na ja
    Viele Messen waren doch nichts anderes als der Versuch der Gemeinden, Standortmarketing zu betreiben.
    Danach stehen die Hallen als Investruinen leer. Kein Problem, man kann ja Steuern erheben.

    Dann wollte man Geld damit verdienen.
    Aber die Aussteller wollen eben auch einen Nutzen von so einer Messe haben.

    Am Ende – zumindest in der heutigen Zeit, wo online die Vorinformationen abgefragt werden und man dann im Laden nur noch die Restinfos holt, da wählt man eine Messe aus, um im Gespräch zu bleiben. Die anderen Messen knickt man sich.

    Und gerade Deutschland, wo seit 25 Jahren „Wohlstand durch Armut“ predigt und umsetzt wird, werden die realisierbaren Gewinne immer niedriger.

    Zu DDR-Zeiten gab es mal ein Buch „Der vormundschaftliche Staat“
    In einer Passage wird geschrieben:
    Wenn man den Wasserhahn aufdreht, dann kommt nicht Wasser, sondern ein Zettel, auf dem steht, dass Wasser kommt.

    So muss man sich die heutige Politik vorstellen.
    Da kommt nicht Wohlstand, sondern ein Zettel in Plakatgröße:
    „Deutschland geht es gut wie nie“

    Da kommen auch keine Verbesserungen der Rechtsstaatlichkeit (etwa die Möglichkeit von Sammelklagen für Impfgeschädigte) sondern wiederum eine Plakat-Kampagne:
    „Wir schützen vor Willkür und schwören auf Gerechtigkeit“
    während gleichzeitig im Bundestag der Impfzwang beschlossen wird – rechtsstaatlich wie sie nun mal sind, unsere parlamentarischen Nebeneinkunftsbezieher.
    Was – wenn die Infektions-Impfpräparate mal verunreinigt sind?

    • zu denken das wir in deutschland in armut leben ist schon der brüller schlechthin. du scheinst dich nicht weit ausserhalb deutschlands zu bewegen 😀 da weis man nicht ob man heulen oder lachen soll

    • Hallo Sabrina,

      Du solltest Staatsinteressen von der Politik trennen, die beiden sind leider nicht immer kompatibel. Davon ab, gehe zur Wahl und überzeuge Dein Umfeld davon es auch zu tun!

    • Sabrina, LEIDER hast Du SOOOOO Recht. Aber Politik gehört hier nicht hin 😉
      Und Alfred, Du hast auch Recht, nur es wird nicht so bleiben.
      Sorry, MUSSTE doch mein Senf dazu geben, auch wenn es hier nicht hin gehört 😉

      • Hi Matthias,
        das ist genau die Frage. Deshalb fallen ja auch so viele auf irgendwelche Alternativen für das Land 😉 herein.
        Real gesehen gibt es keine wirklich unterschiedlichen Parteien, und wenn, dann wird die Politik ja schon durch Europa gesteuert wie diese unsägliche Datenschutzverordnung, die in Deutschland sogar noch schlimmer wird da die Politik sie, wie eigentlich vorgesehen, nicht gestaltet.
        Wird mal wieder Zeit für eine APO (erinnert mich irgenwie auch an die alten Objektive mit der gleichen Bezeichnung).

      • Ingo,
        so sieht das nämlich aus. Habe noch nie so viele Politiker gesehen, die ihren Arsch an der Wand halten. Im Gegenzug werden sie allerdings sehr großzügig entschädigt.
        Aber zum Thema Kameratechnik:
        wenn man sich in den Radius eines Wasserwerfers begibt, sollte man schon eine spritzwassergeschützte Kamera dabei haben:-))

  • Der Chefredakteur von Profi Foto fürchtet um das Überleben der photokina.
    Wünscht sich den zwei Jahres Wechsel und den Ausgang des Sommers als Veranstaltungszeit.
    Könnte sein er hat recht.
    Leica etwa hat seinen eigenen Leica-Zirkus in Wetzlar.
    Neuigkeiten werden von allen Herstellern sofort präsentiert.
    Die photokina ist nicht mehr Präsentation von Neuem, eher Treffpunkt der Branche. Oder eben nur ein Dinosaurier und die sind bekanntlich ausgestorben.

  • Für mich kommen nur noch…

    Hausmessen bei den Großhändlern in Frage. Da kann ich mit dem Nahverkehr oder mal mit dem ICE hin, wenn ich mich nicht auskenne leiste ich mir vom Bahnhof aus ein Taxi, das ist stressfreier.

    Vor Ort sind alle wichtigen Hersteller vertreten und ich kann in Ruhe die Dinge in die Hand nehmen, weil ich nicht fahren muss darf es auch mal ein Gläschen Sekt sein, das hebt die sowieso schon gute Stimmung.

    Für mich genau so wichtig sind die Fachgespräche und ich treffe bestimmt Kollegen aus der Zunft. Auf einer photokina ist an den Händlertagen eine Hektik Sondergleichens. Die Vorträge sind zwar recht interessant, aber oft in englischer Sprache, geht zwar auch aber eben nicht so eingängig!

    Die erforderlichen Übernachtungen kosten Unsummen auch wenn man früh gebucht hat. Zum dargereichten Essen fällt mir kein anderer Ausdruck als überteuerter Fraß ein. Toilettenbesuche, besser nicht!! Elend lange Fußwege von Halle zu Halle, nein das ist in Köln nicht kundenfreundlich organisiert.

    Für mich ist der komplette Kölner Messekomplex nicht mehr zeitgemäß und müsste der Abrissbirne weichen. Das geht heute anders!

    • alfred, das stimmt. aber im grunde sind alle größeren messen nicht anders. münchen, nürnberg, köln,… überall läuft man sich die beine in den bauch, bekommt überteuerten miserablen fraß vorgesetzt, …

      sofern ich nicht mehr beruflich dazu gezwungen bin auf messen zu gehen, bleibe ich diesen fern. hausmessen sind da eine willkommene abwechslung. man wird freundlich begrüßt und bewirtet, und es ist immer ein ansprechpartner in der nähe.

  • Nochmal etwas zu den Messen.
    Ich bin heute als Interessierter eigenlich überinformiert.
    Ich kann alles im Netz abrufen.
    Das führt natürlich auch zur Entzauberung der Produkte.
    Früher gab es ein neues Produkt, ich musste es unbedingt haben weil die Werbung tolles versprach.
    Heute testen Onlinetester alles, ich sehe mir das an und stelle fest das ich dies eigentlich nicht brauche.
    Ergebnis ist auch das ich nicht zur Messe muss um mir den entzauberten Artikel anzuschauen.

  • Kein produzierendes Unternehmen kann es sich heute leisten das neue Produkt auf der nächsten Messe in drei Monaten zu präsentieren, weil im vierten Monat schon die ersten Plagiate davon im Umlauf sind.

    Eine Veranstaltung wie eine Messe firmenintern zu organisieren bindet innerhalb des Betriebes wichtiges Personal. Müssen dafür noch „Auflagen“ erfüllt werden wird es nervig. Erledigt ein professionelles Fremdunternehmen diesen Vorgang wird es teuer!

    Dieses notwendige Kapital in eine digitale Firmenpräsentation zu stecken ist sinnvoller und außerdem nachhaltiger als ein kurzer, einmaliger Messeauftritt.

    Gerade für hochwertige professionelle Fotogeräte sind Schulungsangebot in digitaler oder analoger Form (Workshop) viel wichtiger als Messen. Wer wirklich „alles“ aus seinem jeweiligen System holen möchte muss die beste dafür nötige Software und das Wissen wie man damit umgeht besitzen, sonst sind die Ergebnisse zweitklassig.

    Messen waren einmal die Verkaufsförderung schlechthin, diese Zeiten sind lange vorbei, das hat heute ein ordentlicher Internethandel übernommen!

    Wer braucht heute noch eine Messe? Ich bestimmt nicht!

  • Das Messekonzept muss ein anderes werden!

    Alles was die Hardware betrifft kann, muss aber nicht sein. Da haben die Hersteller mittlerweile andere, schnellere, direkte Vertriebswege gefunden.

    Worum geht es bei der photokina eigentlich? Es geht um die Bilder und deren Entstehungsprozess, beziehungsweise die Vermarktung der selben! Es geht darum wie komme ich zum perfekten Endergebnis? Wo werden sie mit was präsentiert? Welche Programme benötige ich dafür? Gibt es Schulungen?

    Bildagenturen mit ihrer Software sehe ich auf der photokina, Spezialisten für die schnelle Datenübertragung, Dienstleister für haptische Bilder usw.

    Welche Fotokiste den schnelleren Autofokus oder weniger Rauschneigung hat kann ich jederzeit im Netz abfragen, dafür brauche ich die photokina nicht!