Eine FP2 mit mehr Megapixeln lässt auf sich warten. Sigma-Chef Yamaki will keinen Datenblattwerten hinterherlaufen.
Eine hochauflösende Variante der Sigma FP2 ist vorerst nicht geplant. Sigma-Chef Kazuto Yamaki hat einem Nachfolger der fp L bei der Vorstellung der Kamera in der Firmenzentrale eine Absage erteilt, sich aber eine Hintertür offengelassen. Auch für die neue CL-Reihe gibt es noch keine weiteren Brennweiten.
Yamaki sieht bei hoher Auflösung Kompromisse
Hohe Auflösung gehe immer mit Kompromissen einher, sagte Yamaki laut DC.Watch. Ein Modell nur wegen der Datenblattwerte bringe Sigma deshalb derzeit nicht. “Wenn wir etwas schaffen können, das den Nutzern ein gutes Erlebnis bietet, würden wir darüber nachdenken”, so Yamaki.
Yamaki grenzte die FP2 außerdem von der Sigma BF ab. Die BF sei für den unkomplizierten Einsatz gedacht, die fp-Reihe lasse sich dagegen umfangreich erweitern, etwa mit einem Griff für große Objektive. Je nach Situation könne man zwischen beiden wechseln wie zwischen Kleidungsstücken.
Ob dem 50mm f/1.4 CL DG Contemporary weitere Brennweiten folgen, ist offen. Konkrete Pläne gebe es noch nicht, Sigma wolle zunächst die Reaktionen abwarten. Das Objektiv lässt Abbildungsfehler bewusst stehen und bildet dadurch weicher ab als die Art-Serie.
Sigma rückt von maximaler Leistung ab
Die Aussagen passen zu dem, was Yamaki Anfang Oktober in einer Kurzdoku zum Firmenjubiläum erklärt hatte. Sigma habe bislang vor allem von der Technik aus gedacht, dabei brauche die Kundschaft womöglich gar keine Kameras und Objektive mit maximaler Leistung, sondern Produkte, die zu ihrem Leben passen.
Die erste fp hatte im März 2021 mit der fp L noch einen Ableger mit 61 Megapixeln für 2.300 Euro bekommen. Die FP2 mit teilweise gestapeltem 24,5-Megapixel-Sensor kommt am 11. November für 2.199 Euro in den Handel. Das 50mm f/1.4 CL soll im Frühjahr 2027 für L-Mount und Sony E-Mount erscheinen, einen Preis nennt Sigma noch nicht.

