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Sigma: So steht es aktuell um den neuen Foveon-Sensor

Sigma gewährt uns einen Einblick, wie weit man aktuell mit der Entwicklung des neuen Vollformat-Foveon-Sensors ist.

Neuer Foveon-Sensor: Die bisherigen Ereignisse

Es liegt inzwischen schon einige Jahre zurück, dass Sigma die Entwicklung eines neuen Foveon-Sensors im Vollformat angekündigt hat. Im September 2018 ließ der Hersteller verlauten, dass man an einem entsprechenden Sensor arbeitet, der in einer neuen L-Mount-Kamera zum Einsatz kommen solle. Gleichzeitig hatte man auch die sogenannte L-Mount-Allianz mit Panasonic und Leica bekanntgegeben – diese Ankündigungen liegen nun also schon eine ganze Weile zurück.

Ursprünglich hatte Sigma mal geplant, die neue Foveon-Kamera im Jahr 2019 auf den Markt zu bringen. Zwischenzeitlich wurden auch neue Details veröffentlicht, so sollte die Auflösung des Sensors bei 60,9 Megapixeln liegen und es sollte eben die Foveon X3 1:1:1 Technologie mit drei übereinander liegenden Sensorelementen zum Einsatz kommen.

Aus der Veröffentlichung im Jahr 2019 wurde dann aber nichts und 2020 musste Sigma sich dann eingestehen, mit der Entwicklung von Sensor und Kamera nochmal komplett von vorne beginnen zu müssen.

Das ist der aktuelle Stand der Entwicklung

Doch Sigma lässt sich nicht unterkriegen und hält an den Plänen des neuen Foveon-Sensors fest. Nun hat uns das Unternehmen erstmals nach dem Neustart des Projekts Anfang 2020 einen Einblick gewährt, wo man aktuell steht.

Insgesamt bestehe die Entwicklung aus drei verschiedenen Stufen:

  1. Durchführung von Design-Simulationen der neuen dreischichtigen Struktur
  2. Produktion eines ersten Prototypen mit einem kleineren Bildsensor
  3. Produktion eines Prototypen im Vollformat, der dann die Grundlage für die Serienproduktion darstellen soll

Aktuell befindet sich Sigma in Stufe 2. Je nachdem, wie die nächsten Wochen und Monate verlaufen, kann man dann entweder zu Stufe 3 übergehen oder man wird nochmal zu Stufe 1 zurückkehren müssen. Das lässt der Hersteller offen.

Sigma scheint definitiv das Ziel zu verfolgen, eine Kamera mit dem neuen Foveon-Vollformat-Sensor auf den Markt zu bringen. Doch bis die Kamera fertig entwickelt ist – so sie denn überhaupt in die Serienproduktion geht – werden wir uns wohl noch einige Jahre gedulden müssen.

Quelle: Sigma

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Florian Bach

Ich bin froh, dass Sigma den Foveon noch nicht aufgegeben hat und ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommt. Die Bildergebnisse die die jeweiligen Foveon-Sensoren hervorzaubern, sind in meinen Augen einfach nur fantastisch. Auch heute fotografiere ich u.a. noch sehr gerne mit der alten SD9. Wenn ich daran noch den Batteriegriff und das Sigma 105 1.4 anklemme, hat man ein Monster in der Hand. Sowohl vom Material her, als auch von den Bildergebnissen. Aber nur bei ISO 100. Das muss dabei erwähnt werden.

Alfred Proksch

Hallo Florian Bach,

du bist nicht der Einzige der das ausprobiert und für gut befunden hat. Wie du richtig erwähnt hast muss der Fotograf „sauber“ arbeiten.

Heute ist es kein Problem beliebig viele Pixel auf einen Sensor zu packen. Das neue „Zauberwort“ ist Pixelbinning. Durch das gemeinsame Auslesen von mehreren zusammengefassten Pixeln können einige Bild störende Signale vermieden werden. Ein weiter Vorteil ist das damit verschiedene Auflösungen darstellbar sind.

Sigma müsste mit dem Foveon Sensor schon um einiges vorankommen um dem Pixelbinning Paroli zu bieten.

Florian Bach

Hallo Alfred,

was die Foveon-Kameras für mich so besonders machen, sind die Farben. Sie sind ehrlich gesagt fernab der Realität bzw. der technischen Perfektion, aber dass ist genau das was für mich den Reiz ausmacht. Sie heben sich damit so ein wenig von diesem, ich nenne es nun jetzt einfach mal plump, „Bayer-Einheitsbrei“ ab. Aber da ist ja bekanntlich alles Geschmacksache.

Die Auflösung ist mir dabei eigentlich so ziemlich egal. Ich komme auch sehr gut mit den rund 3,4 MP der SD9/SD10, bzw. den 4,6 MP der SD14/SD15 zurecht. Wenn man nicht allzu viel zuschneidet, kann man die Bilder wunderbar für etwas größere Ausdrucke nutzen. 🙂
Aber mit solchen Zahlen holt man nun wirklich keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Zumindest nicht die Masse.

Ich bin wirklich gespannt, was Sigma da auf die Beine stellt. Ich hoffe nur, dass sie wieder ein handliches Gehäuse verwenden. Die FP ist in meinen Augen ein ergonomischer Reinfall.

Maratony

Erstaunlich dass sie daran festhalten. Ich glaube nicht, dass sich die bisherigen Kameras kaufmännisch gelohnt haben. Ich hoffe, dass es nicht nur verkrampfter Optimismus, sondern vielmehr fachliche Überzeugung darin ist.
Schließlich sieht Sigma hierbei ja einen Vorteil gegenüber herkömmlicher Sensoren, welche sich dann in der Praxis auch tatsächlich zeigen sollten.
Bin gespannt.

Florian Bach

Ich denke durch den L-Mount wird sich eine Foveon-Kamera öfter verkaufen als zuvor. Die bisherigen Kameras nutzten ja das SA-Bajonett und viele sahen es wohl nicht ein, in ein weiteres System zu investieren. Durch diese ganzen Adapterlösungen die sich uns heute bieten, wird vllt. der ein oder andere doch mal einen Versuch wagen. Wir werden sehen. 🙂