Kameras Sigma

Sigma: Vorerst keine Vollformat-DSLM mit Foveon-Sensor

Alles zurück auf Anfang: Sigma muss mit der Entwicklung der spiegellosen Vollformatkamera mit Foveon-Sensor komplett von vorne beginnen.

Simga: Vollformatkamera mit Foveon-Sensor

Der Zusammenschluss von Panasonic, Sigma und Leica zur „L-Mount-Allianz“ war eine der spannendsten Ankündigungen der photokina 2018. Auch war bei einigen die Vorfreude groß, als Sigma eine Vollformat-DSLM mit einem 60,9 Megapixel Foveon-Sensor in Aussicht gestellt hatte. Ursprünglich sollte diese Kamera 2019 auf den Markt kommen, zwischenzeitlich wurde das Erscheinungsdatum dann auf 2020 verschoben, siehe Artikel hier.

Entwicklung der Kamera muss von vorne beginnen

Nun kündigt Sigma aber in einer offiziellen Pressemitteilung an, dass die neue L-Mount-Kamera mit Foveon-Vollformatsensor definitiv nicht im Jahr 2020 auf den Markt kommen wird. Und es kommt noch schlimmer: Sigma muss mit der Entwicklung der Kamera und insbesondere der Entwicklung des neuen Foveon X3 Sensors komplett von vorne beginnen. Einen konkreten Zeitplan könne das Unternehmen derzeit nicht vorlegen, doch es ist natürlich klar, dass es Jahre dauern wird, bis die Kamera bereit für die Markteinführung ist.

Schade! Eine Vollformatkamera mit einem neu entwickelten Foveon-Sensor hätte sich in einigen Punkten sicherlich von der breiten Masse abheben können und hätte auch das gesamte L-Mount-System für die Kunden attraktiver gemacht. So heißt es nun warten und hoffen, dass die Entwicklung von Sigmas neuer Kamera früher oder später nicht sogar ganz gestrichen wird.

via: DPReview

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

5 Kommentare

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  • Zu spät für den Foveon Sensor!

    Das Thema hat sich mit Einführung des Pixel-Shift Modus erledigt. Da kommt bestimmt nichts neueres hinterher. Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Shift Modus jedes einzelne RGB Pixel mit der korrekten Farbtiefe und Luminanz versorgt und zwar ohne Stativ gemütlich aus der Hand.

    Mittlerweile hat sich die Bild verarbeitende Software in den Kameras wesentlich weiterentwickelt.

    CMOS Sensoren sind einfach eine preiswerte und zuverlässige Sache geworden. Da müsste schon ein ordentlicher Qualitätssprung bei einem neuen Sensor passieren das die wenigen Produzenten ihren Herstellungsablauf umstellen würden.

    Gucke ich in die Kamera Hardware Runde kann ich keinen schlechten Sensor finden, höchstens unterschiedliche Prioritäten bei den Anwendungen.

    Selbst Sensoren aus DSLR Zeiten sind immer noch sehr gut verwendbar, vielleicht mit kleineren Schwächen im oberen und unteren Grenzbereich aber sonst ist immer alles im grünen Bereich.

    Sigma hat richtig reagiert! Ein Kostenfaktor weniger!

    Mit der fp haben sie eine Modul Kamera mit L- Bajonett auf den Markt gebracht. In diese Richtung sind noch viele andere Möglichkeiten offen. Denke ich an die L- Allianz und den Monochrome Sensor aus der Leica in einer Sigma fp läuft mir das Wasser im Munde zusammen.

  • Ich glaube, dass diese Kamera niemals das Tageslicht erblicken wird.
    Mit Grund dafür dürfte Sigmas FP sein, die sich wahrscheinlich erneut als Flop herausgestellt hat, weil sie einfach zu exotisch ist. Sie ist zu klein für professionelle Fotografen und richtet sich somit eher an Filmemacher, die sie auf einem Rig verbauen.
    Dazu kommt, dass die Foveon Technik langsam obsolet wird, da heutzutage die Auflösung immer mehr gesteigert wird und daher eine höhere Pro-Pixel Auflösung keinen Sinn macht, zusätzlich stehen neue Technologien wie Quad-Pixel Sensoren in den Startlöchern.

    Heute also noch einen Sensor rauszubringen, der bis ISO 800 eine tolle Farbauflösung bietet, aber schon bei ISO 1600 mehr rauscht wie eine aktuelle Kamera auf 6400 ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

    Vermutlich hat Sigma nach ihrer FP gemerkt, dass sie sich nicht noch so ein Experiment, das im Flop endet, leisten können.

  • Ich mache mir auch so meine Gedanken.
    Heute ist die Bildqualität so gut das eigentlich jegliche Neuentwicklung kaum besser sein kann.
    Wozu soll der Hersteller noch neues entwickeln. Gut, es gibt da das eine oder andere Versserungsdetail welches aber im Endeffekt am Bild nichts ausmacht. Alles andere ist Marketing.
    Wo noch was geht ist die Bedienfreundlichkeit und die Mitnehmqualität.
    Eine Spiegellose braucht Top-Optiken, für den Massenverkauf( Umsatz ) ist es nötig leichte Objektive herzustellen welche nicht unbedingt die Lichtstärkenweltmeister sind. Vielen reicht ein f2,8 oder ( das gab es früher) f 3,5 oder ähnlich. Gerade im Weitwinkel verblüffen mich große Lichtstärken immer wieder. So viel Milchstraßen-Knipser gibt es doch garnicht, oder?