Objektive Sigma

Sigma: Mindestens zwei neue Objektive zur photokina 2018?

Sigma soll zur photokina 2018 Gerüchten zufolge (mindestens) zwei neue Objektive vorstellen. Und möglicherweise gibt es bald auch gute Neuigkeiten für Fuji Fotografen.

Sigma auf der photokina 2018

Die photokina 2018 rückt immer näher und auch Sigma wird auf der größten Fotomesse der Welt selbstverständlich vertreten sein. Doch was genau kann man von dem Unternehmen in Köln erwarten?

Canonrumors hat kürzlich Informationen erhalten, dass Sigma auf der photokina zwei neue Objektive vorstellen wird, die unter anderem auch mit einem Canon Anschluss auf den Markt kommen werden. Um welche Objektive es sich genau handeln wird, hat Canonrumors Quelle nicht verraten, doch es wird spekuliert, dass Sigma ein 70-200mm f/2.8 OS und ein 70-200mm f/4 OS vorstellen könnte. Damit würde Sigma dann mit Canon gleichziehen, denn der Marktführer hat vor einigen Wochen ebenfalls zwei neue 70-200mm Objektive präsentiert.

300mm f/2.8 und Objektive für Fuji Kameras?

Des Weiteren arbeitet Sigma anscheinend auch an einem 300mm f/2.8 OS Sport, dieses Objektiv wurde in den letzten Monaten angeblich schon in freier Wildbahn getestet. Auch kann man davon ausgehen, dass Sigma vielleicht auch das eine oder andere neue Objektiv für spiegellose Systemkameras präsentieren wird.

In diesem Zusammenhang liefert Fujirumors nun auch ein frisches Gerücht, dem zufolge es Sigma anscheinend in Erwägung zieht, bald auch Objektive für Fujifilm Kameras zu fertigen. Dafür müsste Fuji aber die eigenen Marktanteile noch etwas steigern, sonst lohnt es sich für Sigma wohl nicht. Konkret spricht die anonyme Quelle davon, dass die Verkaufszahlen von Fuji wohl um 20 Prozent gesteigert werden müssten. Das wäre keine einfache Aufgabe für Fujifilm, wobei ja die Präsentation des neuen Flaggschiffs, der Fuji X-T3, kurz bevor steht. Und die Präsentation der X-T3 wird sich sicherlich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

18 Kommentare

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  • SIGMA scheint noch keine durchschaubare Taktik zu haben wie es mit dem Objektiv-Bau weitergeht.
    Das die DSLR Nachfrage spätestens jetzt deutlich zurück gehen wird scheint mir glasklar und das mFT und Fuji ein gutes Sortiment aufgebaut haben ist auch leicht zu erkennen.
    Fuji soll sich um 20% Volumen steigern? Dafür wird wohl keine Luft bleiben u ich bezweifle auch das Fuji wirklich so stark in die Menge will.
    Qualität ist häufig nur in überschaubaren Stückzahlen realisierbar.
    Und wachsen, damit Sigma dann profitiert?
    SIGMA war die letzten Jahre immer ein willkommener Innovator, der sich getraut hat auch exotische Lichtstärke oder Brennweiten anzubieten. Vernachlässigt haben sie den Macro- und Tele-Festbrennweiten-Bereich. Da muss jetzt was kommen, auch mal ein Makro-Zoom bis 1:2 wagen und das modernisierte 2.8/300 mm fehlt schon zu lange – damit könnten Sie jetzt Sony Flügel machen und an Fuji und MFT Nutzer einige verkaufen.

    Bisher haben sie sich immer nach Canon ausgerichtet – das wird so die nächsten Jahre nicht mehr funktionieren.
    Ob Nikon Z ein Hit wird und Sony so schnell weiter wächst und Canon DSLR schnell verliert, weiß keiner.
    Sie sollten aber längst Vollformat-DSLM-Berechnungen in der Pipeline haben, die dann für Sony, Nikon und Canon passen – aber auch das wird dauern, weil ja erst die Bajonette und Marschrichtungen von Can/Nik fest stehen müssen.

    Die Lösung die Objektive für Sony FE zu verlängern ist ja nur kurz gedacht, es müssen neuberechnungen für das neue Auflagemass her.
    Tamron verwendet immer mehr Pentax „Entwürfe“ und lässt bisher ebenfalls keine Taktik erkennen, beide werden es die nächsten Jahre schwer haben.
    Sie haben es verpasst sich gleich in die Sony- und Fuji-Boote zu setzen.
    Ich kaufe heute kein DSLR-Objektiv mehr – es sei denn es könnte einen besonderen Nutzen erfüllen und da fällt mir außer 1.8/135 mm und 1.8/50-100 mm kaum eine Konstruktion ein.

    • Im Telebereich hätte ich mir auch gewünscht, dass von Sigma etwas mehr kommt. Nach dem 500er f4 auch die 400er und 300er f4 oder auch 2.8. Immerhin sind die beiden 70-200er f2.8 und f4 angekündigt, das wird etwas Druck auf die Preisgestaltung von Canikon ausüben.

      Im Makrobereich finde ich, dass Sigma immer noch sehr gut aufgestellt ist. Die 50er und 70er EX sind zwar schon etwas in die Jahre gekommen, schlagen sich aber auch an neueren Sensoren sehr gut. Der Nachfolger des 70ers, ein Objektiv der Art Serie, ist ja inzwischen auf dem Markt. Das 105er gehört im Vergleich mit der Konkurrenz immer noch zu den Besten, und beim sehr guten 150er ist es meiner Meinung nach so, dass Sigma der einzige Hersteller ist, der diese Brennweite überhaupt anbietet. Insbesondere für die Schmetterlingsfotografie (oder andere Kleintiere mit grösserer Fluchtdistanz) ist dieses Objektiv die perfekte Mischung zwischen Brennweite und Gewicht.

      • kommt darauf an
        wie man im Nahbereich arbeitet.
        Klar wenn man das Stativ aufbaut, alles manuell einstellen mag und schön abblendet, braucht Sigma nichts neu zu machen. Da reicht dann ein altes Micro-Nikkor.

        Das 2.8/150 mm ist uralt und das 2.8/105 mm wird vom Canon 2.8/100 mm deklassiert und das gutgemeinte 2.8/180 mm ist so fett und schwer, da sollten die ein Stativ mitliefern.
        Mir fehlen da ein frischer AF, Bildstabi, bessere Mechanik und eben innovative Ideen wie Makro-Zoom, Konverter mit ausdrehbarem Tubus, Beleuchtung eingebaut (Canon), Mikro-Objektiv (Canon) – also da gibt es noch viel, was Sigma heute nicht bietet.

      • Weder baue ich bei der Makrofotografie ein Stativ auf, noch stelle ich manuell scharf (ausser bei feinen Strukturen, da geht es nicht anders) oder blende ab. Normalerweise fotografiere ich von 2.8-5.6 (8).

        Ich weiss nicht, wo du dich informierst, was ich aber sicher weiss ist, dass du weder das 105 2.8 OS noch das 150 2.8 OS jemals in der Hand hattest (ich habe übrigens beide, ebenso das 50er und das 70er). Beide verfügen über HSM und OS vertikal als auch horizontal (also Sport). Die Abbildungsleistung ist bei beiden sehr gut, der AF ist bekanntermassen bei Sigma etwas schwächer, fällt aber in der Praxis nicht ins Gewicht. Nicht umsonst nehmen absolute Topshots der Szene (z.B. R. Jakubowski, Gewinner des prestigeträchtigen BBC Wettbewerbs, Kategorie Pflanzen) gerne das 150 2.8 OS für ihre Makroaufnahmen. Auch ich bin von beiden Makros begeistert. Da ich mit Nikon fotografiere, nützt es mir nicht allzu viel, wenn das Canon noch etwas besser ist. Deswegen kaufe ich mir keine mittelmässige Kamera.

        Ein Makrozoom mit Massstab 1:1 zu bauen, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein. Und dehalb auch kein Thema für engagierte Makrofotografen. AF Beleuchtung ist schon in der Kamera eingebaut, daher im Objektiv überflüssig.

      • Merkwürdig ist, dass jeder Makro-Spezialist, von dem ich gelesen oder gehört,habe, behauptet, dass ernstgemeinte und gut gemachte Makrofotografie nur mit Stativ und manueller Fokussierung vonstatten geht. Alles andere wäre ein NoGo. Ich bin kein ausgewiesener Makrofotograf, habe aber testweise bei einigen Versuchen beim Maßstab 1:1 mit Blende 8 bis 11arge Probleme bekommen, den Fokus richtig zu setzen, da sich die Blume und auch ich mich leicht bewegte, mangels Stativ. Ich glaube nicht, dass ohne Stativ eine wirklich gute Makrofotografie möglich ist. Das mag für jemanden, der alle Objektive hat oder kennt, natürlich so nicht gelten.

      • Robert,
        ob man bei der Makrofotografie ein Stativ benützt, ist Geschmacksache. Ausserdem kommt es auf das Motiv an: Bei Pilzen, Stein- und Eisstrukturen z.B. macht ein Stativ durchaus Sinn. Beim Fotografieren von Blumen, Insekten und anderen Kleintieren hingegen ist das Stativ einfach nur hinderlich und überflüssig. Das ist jetzt Praxiserfahrung und nicht irgendwelche graue Theorie von Youtubemakromöchtegernspezialisten.

        Dein Beispiel mit der Blume gefällt mir, denn wie auch Kleintiere bewegt sie sich (im Wind). Aber leider ist ein Stativ gegen Bewegungsunschärfe machtlos!! Da braucht man eine genügend kurze Verschlusszeit, um die Bewegung einzufrieren. Was die meisten auch nicht wissen ist, dass der Bildstabilisator im Nahbereich nicht so effektiv arbeitet wie in der Teleeinstellung, also muss man auch da noch etwas Reserve einrechnen.

        Nun zum Scharfkriegen der Bilder bei Massstab 1:1 und Blende 8. Hast du schon mal einen Anfänger, der zum ersten Mal auf dem Golfplatz steht, ein Par spielen sehen? Ich nicht, der muss froh sein, wenn er überhaupt den Ball trifft. Bei den ersten 1’000 Makroaufnahmen, die du machst, sind vielleicht ein paar Glückstreffer dabei, nachher wird es langsam besser. Wenn nicht, würde ich etwas anderes Fotografieren, Landschaft z.B.

        Was man oft tut, kann man gut …

      • Hallo Rolf
        Sicher fehlt mir im Makrobereich jede Menge Erfahrung und natürlich verhindert ein Stativ die Bewegung des Motivs nicht, aber zumindest doch meine eigene Bewegung. Aber mir ging es ja nicht um die Bewegungsunschärfe, sondern darum, dass der Blütenkelch immer wieder aus dem Schärfebereich wanderte und es wirklich zu einer Glückssache wurde. Dann verkleinert sich ja auch noch die effektive Blende und die Verschlusszeit verlängert sich. Wenn die (gewollte) Schärfentiefe nur noch bei 1-2mm liegt, dann darf sich halt nichts mehr bewegen. Andernfalls muss man weiter abblenden was dann irgendwann die Beugungsunschärfe steigen lässt. Daher, keine einfache Sache für einen Neuling, wie du schon erkannt hast.

      • Hallo Robert,

        eines muss man sich bewusst sein, wenn man Makro- oder auch Actionfotografie betreibt; die Ausschussquote ist ungleich höher als bei allen anderen Genres. Wenn du bei leichtem Wind 1 oder 2 Aufnahmen von 5 scharf hinkriegst, bist du schon gut unterwegs. Abblenden ist keine gute Idee, das hat man früher gemacht, als noch für Bestimmungsbücher fotografiert wurde. Die meisten Makroaufnahmen werden heutzutage wohl etwa mit Blende 4 – 8 gemacht. Ich persönlich gehe nur sehr selten über Blende 8 hinaus (VF), sondern nehme etwas mehr Abstand, wenn ich mehr Schärfentiefe möchte.

        Es gibt einige Tricks und Varianten, um zu scharfen Makros zu kommen (ein gutes und klares Sucherbild ist dabei unerlässlich):

        – den Blütenstempel mit dem AF-Einzelpunkt fokussieren und wenn das Bild scharf im Sucher erscheint abdrücken. Bei mehreren Versuchen ist fast immer ein Foto dabei, das scharf ist.

        – den Ausschnitt wählen und provisorisch scharfstellen. Dann den AF ausschalten und sich mit der Kamera langsam nähern, bis das Bild scharf erscheint. Dann einzeln oder mit einer kleinen Serie auslösen. Oder: Wenn sich die Blume im Wind bewegt warten, bis der Blütenstempel in die Schärfe kommt. Eine kleine Serie und der Fall ist geritzt.

        – der sich bewegende Blütenstempel kann auch sehr gut mit dem AF-C verfolgt werden. Dies ist in Kombination mit dem Auslösen einer kleinen Serie äusserst erfolgreich.

        Je nach Situation und Windverhältnissen wähle ich die eine oder andere Methode. Damit kommt man fast immer zum Ziel und kann mit etwas Übung dann bald unter mehreren guten Aufnahmen die beste auswählen. Ist der Wind zu stark, kann man die Blumenfotografie vergessen und packt sein Zeug besser ein oder fotografiert etwas anderes (Blumen an Halterungen zu befestigen, wie ich es auch schon gesehen habe, ist nicht so mein Ding).

      • Vielen Dank für deine Tipps. Aber an eine Halterung für die sich bewegende Blume hatte ich tatsächlich auch schon gedacht, allerdings fand ich die Idee auch sehr skurril. Nun bin ich aber beruhigt, dass ein gewisses Mass an Ausschuss vollkommen normal ist.

    • …also erst hatte ich ein 70-300 wo ich aber festgestellt hatte 300mm verwende ich nur für den Affen im Zoo. Danach folgte das 70-200 und auch 200mm nutzte ich selten also landete ich beim Sigma 150/2.8. Ja der AF war im Vergleich zu den anderen langsam ( für mich nebensächlich) aber die Abbildungsleistung war der Hammer 👍

      • Servus Rolf,
        ein Freund war ja damals auch mit Nikon unterwegs, was gut war somit konnte man Objektive tauschen. Ein Motiv, eine Kamera, ein Stativ, gleiche Brennweite…Sigma 150/2.8 vs Nikkor 70-200 ( vom Freund) natürlich keine Nahaufnahme 😂 aber das Sigma brachte Details hervor die beim Nikkor ganz einfach nicht so ausgeprägt waren. Das 150iger war/ ist eine saugeile Linse

      • Hallo Mirko,

        das kann ich mir sehr gut vorstellen. Makros sind schon von Haus aus sehr scharfe Objektive, und das 150er nehme ich auch sehr gerne als Tele für Landschaften (wenn ich nicht zu weit gehen muss damit). Ich habe übrigens in zwei unabhängigen Testberichten etwa folgenden Satz über dieses Makro gelesen: „Der optische Eindruck ist noch einiges besser, als von den Testcharts zu erwarten wäre.“

    • „… Fuji wird wohl kaum die Übertragungsprotokolle an Sigma rausgeben 👀“

      Das tuen Nikon oder Canon auch nicht. Daher heißt es auch Reengineering.

      • mal genau nachlesen was ich meinte…es lohnt sich momentan nicht für Sigma “Aufwand” zu betreiben, aber Danke fûr deine Erklärung….

  • Vielen Dank für diese Informationen! Meines Erachtens ist die Kombination aus 300 mm und Blende f2.8 interessant. Und wer weiß, vielleicht arbeitet ja Sigma bereits an weiteren Teles. Die Entwicklung bei solchen Produkten braucht ja ihre Zeit. Daher finde ich es auch logisch, dass man die zukünftigen Zahlen bei Fuji abwartet.