Kameras Sony

Warum die Sony A6600 eine große Enttäuschung ist

Die A6600 ist Sonys neues Flaggschiff im APS-C-Bereich und in meinen Augen eine große Enttäuschung. Ein Kommentar.

Sony bleibt hinter den eigenen Möglichkeiten zurück

Mit der A6100, der A6400 und der A6600 ist Sonys neues Trio im APS-C-Bereich komplett. Die A6100 stellt eine vergleichsweise günstige Kamera für Einsteiger dar, wer etwas mehr Leistung (wie zum Beispiel einen besseren elektronischen Sucher) benötigt, der kann zur A6400 greifen und für wirklich ambitionierte Fotografen ist die Sony A6600 gedacht. Das ist die Kamera, die Sony auch offiziell als das neue „Flaggschiff“ bezeichnet.

Ehrlich Sony? DAS ist euer neues Flaggschiff?

Versteht mich nicht falsch, die Sony A6600 ist keineswegs eine schlechte Kamera, da bin ich mir absolut sicher. Sonys Real-Time-Autofokus funktioniert fantastisch, die Kamera hat einen 5-Achsen-Bildstabilisator, einen überarbeiteten Griff, der anscheinend wirklich gut in der Hand liegen soll, den aktuell besten Akku im DSLM-Bereich, flotte 11 fps inklusive Autofokus – da sind schon einige wirklich erstklassige Merkmale und wichtige Verbesserungen im Vergleich zur Vorgängerin dabei.

Doch wenn man sich die Kamera genauer anschaut, dann wird eben schnell klar, dass Sony (ein Unternehmen, welches ja explizit für neuste Technik bekannt ist) hier weit hinter den eigenen Möglichkeiten zurückbleibt.

Hohe Erwartungen an die A6600

Bevor ich darauf eingehe, wo genau Sony meiner Meinung nach hinter den eigenen Möglichkeiten zurückbleibt, noch eine kurze Anmerkung: Ich gehe mit der A6600 vor allem deshalb so hart ins Gericht, weil Sony selbst diese Kamera jetzt als das neue APS-C-Flaggschiff bewirbt. Natürlich kann es sein, dass Sony noch eine A7000 in der Mache hat und man die A6600 mit einer A7000 an der Spitze des Lineups mit anderen Augen sehen würde.

Doch im Moment ist die A6600 eben das offizielle APS-C-Flaggschiff, das auch zum „Flaggschiff-Preis“ von stolzen 1.600 Euro verkauft wird. Ob jemals eine A7000 kommen wird, wissen wir nicht. Dementsprechend darf und muss man an die A6600 hohe Erwartungen haben.

Die A6600 will auch professionellen Ansprüchen gerecht werden, was offizielle Pressebilder wie dieses hier unterstreichen. | © Sony

Meine Kritik an der A6600

Ein alter Sensor vom Sensor-Marktführer

Die Sony A6600 arbeitet wieder mit dem gleichen (alten) 24-Megapixel-Sensor, den wir auch schon von anderen Kameras der Serie kennen. Anscheinend ist es dem Unternehmen nicht gelungen, einen fähigen Partner zu finden, der in der Lage ist, erstklassige Sensoren zu bauen… ach Moment mal, Sony ist ja eigentlich selbst der Marktführer in diesem Bereich. Wie kann es da sein, dass das neue Flaggschiff mit einem alten Sensor ausgestattet ist?!

Die Fuji X-T3 und die Fuji X-T30 (die im Übrigen ungefähr halb so viel kostet wie die A6600) arbeiten mit einem erstklassigen 26-Megapixel-Sensor, der höchstwahrscheinlich von Sony gefertigt wird und dem alten 24-Megapixel-Sensor der A6600 teilweise deutlich überlegen ist (weniger Rolling Shutter, 200 Mbit bei 4K anstatt 100 Mbit usw.). Für mich ist es also absolut unverständlich, warum Sony bei der A6600 nicht diesen oder einen anderen neuen Sensor verbaut hat.

Keine 4K-Videos mit 60p

Sonys Einsteiger-Kamera, die A6100, nimmt 4K-Videos in 30p auf – das ist super in dieser Preisklasse, vor allem wenn der Straßenpreis der A6100 mit der Zeit sinkt.

Was nicht so super ist ist die Tatsache, dass das Flaggschiff, die A6600, ebenfalls nur 4K-Videos mit 30p aufnimmt. Und das sogar noch mit leichtem Crop-Faktor. 4K mit 60p? Fehlanzeige. Das ist zu wenig für eine Ende 2019 vorgestelltes Flaggschiff, das mit einer Fuji X-T3 konkurrieren will.

Eine Speicherkarte aus der Steinzeit

Die Serienbildgeschwindigkeit von 11 fps geht soweit eigentlich in Ordnung. Was aber definitiv nicht in Ordnung geht ist die Tatsache, dass die A6600 nur UHS-I-Speicherkarten unterstützt. Dementsprechend lange dauert es, bis der Zwischenspeicher leer ist und alle Bilder auf die Speicherkarten geschrieben sind. UHS-II ist inzwischen absoluter Standard und seit gefühlten 10 Jahren auf dem Markt. Wenn eine Flaggschiff diesen Standard nicht unterstützt, dann ist das in meinen Augen einfach nur peinlich.

Die A6600 will ein Flaggschiff sein – und scheitert

Ich könnte bei ein paar Punkten noch so weiter machen. Der Sucher ist mit seinen 2,4 Millionen Bildpunkten zum Beispiel nicht auf dem allerneusten Stand und das Display lässt sich nicht seitlich aus dem Gehäuse herausklappen wie bei Canon. Das sind alles Punkte, wo Sony weit hinter den eigenen Möglichkeiten zurückbleibt. Aber ich denke ihr versteht schon, worauf ich hinaus will.

Die Sony A6600 ist sicherlich keine schlechte Kamera, aber sie ist eine Kamera, bei der Sony die Handbremse zu sehr angezogen hat. Klar, das hat bestimmt seine Gründe. Vielleicht will man ambitionierte Fotografen unbedingt zu einer Vollformatkamera drängen, oder Sony hat doch noch eine A7000 in der Mache, die dann irgendwann in den nächsten Monaten oder im Jahr 2020 auf den Markt kommen soll.

Aber Sony will bis 2021 Marktführer werden und scheinbar vergisst das Unternehmen dabei, dass die meisten Leute immernoch mit APS-C fotografieren, und nicht mit Vollformat. Und mit einer Kamera wie der A6600 kommt man an Fujifilm eben nicht so schnell vorbei – auch wenn Sonys A6000er Reihe selbstverständlich ihre Stärken hat.

Was denkt ihr über die A6600? Könnt ihr meine Gedanken nachvollziehen oder seid ihr anderer Meinung?

Quelle Bilder: © Sony

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

130 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    • Warum soll man ein 6600 kaufen ? Weil Sony draufsteht ?

      Eine Nikon D500 (obwohl DSLR) ist wesentlich professioneller, griffiger und hat günstige Originalobjektive die sehr gut sind. Das ist APS-C und nicht das Gefummel dieser Sony.
      Alles an der Nikon D500 ist wesentlich besser und man sieht durch den optischen Sucher ohne Probleme bei hellstem Sonnenlicht.

    • Sony hat anscheinend auch gemerkt, dass es weniger lukrativ ist, Milliarden in Entwicklung zu stopfen, die nur in Gänseschritten nach vorne kommt. Besonders bei der momentanen Wirtschaftsflaute.

      In der Sensortechnologie ist meiner Meinung nach das Ende der Fahnenstange schon seit langem erreicht. Nun müssen mal langsam neue Technologien her. Ich denke , dass sich die Hersteller mal bei Smartphone-Technologie etwas abschauen sollten. Automatisches Freistellen, scharfzeichnen und neu beleuchten anhand von Tiefenmasken wäre ein ziemlich großes Ding. Ebenso erweiterte Dynamik durch duale ISOs, für die Canon eigentlich schon den Grundstein hat. Ebenso wäre es möglich bei den neuen Quad-Bayer Sensoren jeweils pro Pixel eine Art ND Filter drüberzulegen und somit in den Highlights and die Dynamik von Film ranzukommen.

  • Man kann ja sagen, was man will, aber Sony hat immerhin brauchbare APS-C-DSLMs im Portfolio. Das kann bisher nicht jeder Hersteller von sich behaupten. Ist also jammern auf höchstem Niveau 😉

  • Als Besitzer einer A6400, die ich auch schon direkt nach der Einführung für 949 euro erwerben durfte, gefällt mir der Startpreis der A6600 rein gar nicht. Dafür ist sie technisch zu weit weg von den großen Schwestern A7iii und A7Riii. Letztere sind im Straßenpreis weit gefallen und kommen der A6600 nun gefährlich nahe. Das Gehäuse einer A6400 ist old-school und outdated. Ok, aber dafür ist sie einigermaßen günstig zu bekommen. Eine A6600 sollte mehr bieten als 5 Achs-Stabi und einen neuen Akku. Da fehlen einfach Bedienräder und ein größeres Gehäuse. Das kann Fuji mit der X-T3 und X-H1 besser. Naja… mal abwarten, ob da noch was kommt. Vermutlich wird Fuji aber bald die X-Pro 3 nachschieben. Dann wird es für Sony wieder eng und eine A6600 ist bestenfalls überteuerte und schnell alternde Elektronik

  • und genau deshalb…
    ist es nicht unwahrscheinlich, dass erst nach der Vorstellung der Alpha 9II irgendwann im Winter eine A7000 auftaucht, dann mit der gleichen Sensor-Technik Exmor RS nur eben mit Halbformat.
    Sony wäre ja dumm, da nicht eine Kamera als Unterstützung für 2500€ zu positionieren wie es Nikon mit D500 – D5 und Canon mit der 7D und 5D auch gemacht haben…

    Ich bin auch enttäuscht von diesen Neuvorstellungen und werde nichts davon kaufen.

    Schon der Sucher der gesamten 6000er Baureihe ist eine Zumutung.
    Und wer sich am Buckel stört, hat eben wenig Erfahrung wie Kameras für jeden Tag und für die gesamte Objektivpalette aussehen sollten.
    Denn erst der Buckel erlaubt mit rechtem oder linkem Auge eine gute Bedienung und trotzdem die Umgebung im Blick zu behalten.
    Das flache Brikett war immer nur ein Design-Versuch, aber kaum eine Kamera für Brennweiten jenseits 75 mm.
    Schlaue Hersteller bieten beides an und überlassen uns Kunden die Wahl.

    • …ich bin zwar selten deiner Meinung aber ich vermute auch da kommt noch was. Vermutlich will man „Abstand“ halten zum zukünftigen Topmodell denn auch Fuji, muss man so sagen, hat sich mit der „technischen Gleichheit“ zwischen XT2 & XH1 verkalkuliert zu Ungunsten der XH1.
      Ansonsten gebe ich Mark recht, das bisher vorgestellte ist nicht der Burner 📸

      • Hi Mirko.
        Ob sich Fuji jetzt verkalkuliert hat, jedenfalls bei den Gehäusen, darüber bin ich mir nicht so sicher.
        Es ist vermutlich einfach etwas groß geraten für einen typischen Fuji-Interessenten. Für APS-C sind die Gehäuse sonst ja auch kleiner.
        Ich denke eher, die X-H1 ist für das 2/200er angedacht. Dafür spricht auch das verstärkte Bajonett. Und wenn du so in den Shops guckst, das Objektiv ist überall verfügbar. Ich glaube nicht, daß dort große Mengen auf Vorrat liegen. Ebenso ist die X-H1 einfach zu groß und vermutlich auch zu nahe an Vollformat-Gehäusen anderer Hersteller kalkuliert. Hat jetzt nicht so viel mit der X-T2 zu tun, die größentechnisch und preislich besser in den Markt passt.

      • @Ingo
        Ich denke auch, dass das Gehäuse der H1 wuchtiger ist, weil es einerseits besonders stabil sein sollte, aber auch wegen des IS, mit dem Fuji noch keine Erfahrung hatte. Das Problem der H1 ist in meinen Augen nicht deren Größe. Die ist zumindest für mich kein Problem. Das Problem der H1 ist die T3, zwar ohne Stabi, dafür aber mit deutlich besserem Videocodec. Die schlug offenbar heftiger ein als Fuji es sich gedacht hat. Ich habe beide Kameras und genieße die H1, wenn ich unstabilisiertes Glas verwende und auch filmen will. Schade, dass sie den tollen Codec der T3 nicht hat. Kommt dann evtl bei der H2. Ich schätze mal, Fuji wird bei der nächsten Generation, wenn sie überhaupt die H-Serie bestehen lassen, diese zeitnäher zur T-Serie mit ähnlichen inneren Werten heraus bringen. Sonst ist immer die merklich schlechter ausgestattete Serie unter Druck aus dem eigenen Haus. Die H1 entspricht halt von den inneren Werten eher noch der T2. Für reine Fotografen ist es aber nahezu egal, welche der drei Kameras sie benutzen. Rein fototechnisch nehmen sie sich nicht viel. Hauptunterschied ist der IS der H1.

      • Ben, Ingo,
        wenn die XT und XH zu 100% gleich wären und sich nur durch die Baugröße/Form unterscheiden würden so würde sich dennoch der Großteil für die XT Serie entscheiden (laut Umfrage bei FujiRumors)

        Ingo, ehrlich gesagt bekommt man die XH1 mittlerweile „hinterher“ geschmissen, ich kenne keine andere Kamera aus dem Hause Fuji die in so kurzer Zeit mit den Preisen gepurzelt ist ( erinnert mich an den Abverkauf der damaligen S5pro)

      • Hi Mirko,
        stimmt, es wurden gleich zwei S5Pro War ein ziemlich innovatives Konzept und hatte mir sehr gut gefallen.
        Ich vermute mal, Fuji wird irgendwann einen Ibis in die X-T einbauen.
        Preislich ist die X-T3 wohl so ziemlich the sweet Spot. Alles was darüber geht ist einfach eher Vollformat, das wird Fuji wohl auch so sehen. Und das zeigt eben auch das überall lieferbare 2/200, APS-C ist eben nicht die gleiche Klasse wie gleichteure 2,8/300 Vollformat-Objektive. Zumindest in den Köpfen der Fotografen.
        Allerdings ist die X-H1 momentan auch ein wenig Paradox auf dem Markt. Ich hatte damit mal ein Wochenende fotografiert. Was nutzt mir eine eher für große Linsen und Sport orientierte Kamera, wenn der Autofokus der der X-T2 ist? Und die preislich dann auch noch über der X-T3 angesiedelt ist. X-T1 und X-T3 haben beiden einen ziemlich schnellen Autofokus, aber nicht bei bewegten Motiven. Und da liegt die Stärke der X-T3.

      • Ach, und noch was.
        Ich möchte einfach nicht diese dämliche Schulter-Display und dafür auf die meistgenutzte Taste verzichten müssen.
        Dann kann ich mir ja auch gleich eine der aufgeblasenen Kameras der anderen Hersteller kaufen.

    • Ich rechne auch noch mit mehr obwohl es strategisch nicht passen würde jetzt die beiden Kameras auf den Markt zu werfen ohne ein wenig durchblicken zu lassen was noch kommen könnte.
      Irgendwas mit a7000/9000 wird vermutlich im Markt einschlagen. Alles andere macht keinen Sinn. Denn für mich ist die a6*** keine Kamera für Profis.

      Ich kann mir vorstellen, merkt euch meine Worte.
      a7000 wird ähnlich wie a7r, also mit Lot of Pixel. <35MP
      a9000 wird ein Performance Monster.

      Das würde beides Sinn machen.

      • gut, aber wieso dann 1600.-€ für so eine „Durchschnittskamera“?
        Da müssen die Preise für eine A7000 ja bei 1990.-€, die für eine A9000 bei 2490.-€ liegen 😳

      • Kann ich mir vorstellen. Wenn wir mal einen Querverweis zur Konkurenz machen. XPro2 kam neu 1800€ 2016. Die D500 kam glaube ich 2400€ neu auch 2016.

        Wenn Sony ambitioniert ist was die Qualität angeht, dann ist der Preis ok, sogar angemessen. Wer weniger ausgeben will nimmt dann die 6***er.
        Obwohl ich natürlich auch finde das 1600€ für die a6600 aber deutlich zu hoch ist. Da wird und muss nachjustiert werden.

  • Die A6600 ist sicher keine schlechte Kamera. Nettes Update. Die meisten Leute werden wahrscheinlich das Potenzial nicht ausschöpfen. (Wie bei anderen Kameras auch).
    Trotzdem bleibt sie unter den Erwartungen. Schade..

    Vielleicht bekommt die Reihe in 2/3 Jahren einen Neustart, weil die Namensgebung für die Zukunft ist jetzt begrenzt, außer bei der A6200.

  • Da Sony zwei neue APS-C Objektive vorgestellt hat (keine Kit-Linsen wie Canon die letzten Jahre), werden die schon einen Plan mit APS-C haben.
    Vielleicht kommt eine A7000 oder A9000 dann nächstes Jahr.

    Ich hab da eher bei Canon bedenken, dass die M-Serie irgendwann eingestellt wird.

    • Wenn, was ich vermute, Nikon mit einem zu EOS-M gleichwertigen APS-C-System um die Ecke kommt, würde diese Systemgröße urplötzlich zum Standard im Amateurbereich. Dann wäre das Thema umsatzmäßig für Sony durch und sie können noch ein Paar Professionals (siehe Bild) beglücken 😉

  • Nach dieser Vorstellung denke ich mir fast, dass Sony Fuji ganz bewusst nicht ans Bein pinkeln wollte. Offensichtlich will man sich gegenseitig nicht allzu weh tun.
    Sony lässt APS-C in Ruhe und Fuji kommt Sony mit dem Mittelformat von oben her nicht so sehr in die Quere. Sie haben ja auch eine gute Zusammenarbeit bei der Sensorherstellung.

    • @ BEN

      wenn man weiß das Fuji mit Samsung und TowerJaz (beide Sensorproduzenten) im Gespräch ist, beziehungsweise gemeinsam an einer neuen Sensorgeneration arbeitet weil sie nicht auf Gedeih und Verderb von Sony abhängig sein wollen glaube ich nicht das Sony in dieser Situation besonders rücksichtsvoll ist.

      Mark Göpferich liegt da mit seinen Vermutungen auf meiner Linie.

      Wenn ich mir das Sony Bild vom angeblichen Profi ansehe, sooo möchte ich mit dem Objektiv nicht arbeiten müssen. Das die A6600 damit funktioniert ist selbstverständlich, wäre auch schlimm wenn nicht.

      Da lobe ich den Mut von Canon die eine neue APS-C DSLR 90D und eine APS-C M6 Mark II mit modernem Sensor gleichzeitig auf den Markt bringen. Der Kunde hat die Wahl.

      Über das A6600 Design lässt sich trefflich streiten, über die ausgelassenen Möglichkeiten nicht.

      • Klar, dass Fuji sich unabhängiger machen will. Sind sie aber bisher nicht. Sie arbeiten gut mit Sony zusammen. In gefühlt jedem Interview beteuern die Fuji-Manager, dass sie Sony nicht gefährlich werden können und wollen.
        Ich könnte mir sogar vorstellen, dass da in den Sensorentwicklungsabteilungen miteinander nachgedacht wird. Aber letzteres ist nur eine Vermutung. Vielleicht bringt Sony ja die A7000, aber dann wird Fuji die H2 auch bringen bzw. gebracht haben. Wahrscheinlich werden die sich nicht viel nehmen. Für Sony ist APS-C offensichtlich kein so attraktives Geschäft, sie wollen den Markt mit FF dominieren. Fuji geht dem aus dem Weg. Dafür bauen sie für die richtigen Freaks das Mittelformat, was aber preislich dem VF noch keinen Druck macht.

      • Ben,
        in einem Interview mit Fuji hörte es sich aber ein wenig anders an 😉 Fuji fragte sich selber ob es so gut war seine Sensorproduktion an Toshiba zu verkaufen, welche später Sony kaufte. Auch erwähnte Fuji das sie erst 0,5 Jahre später Zugriff auf den Sensor haben, bedeutet erst würde eine A7000 kommen und dann die XH2 (falls Sony einen Top APS-C Sensor in der Mache hat) Und bei der Vorstellung der neuen ISOCELL PLUS Sensoren (Samsung/Fuji) lies Fuji durchblicken „ es ist nicht ausgeschlossen ISOCELL PLUS auch für größere Sensorformate zu produzieren“ …kann was heißen muss aber nicht, das Samsung hervorragende APS-C Sensoren liefern kann hatten sie ja vor 5 Jahren bewiesen 😉

      • @
        Mirko
        Ich habe das auch gehört, dass Fuji immer erst etwas später auf die Sonysensoren zugreifen können soll als Sony selbst. Aber dann stellt sich erst recht die Frage: Wo ist bei Sony der 26MPx Sensor der T3 oder der T30 mit besserem Rolling Shutter und 4K 60 P Auslesung? Warum bauen sie ihn nicht in ihr „Flagschiff“ A6600?

      • Ben,
        das weiß ich leider auch nicht und verstehen tue ich es auch nicht 🤔 Ich vermute da kommt noch was oder Sony konzentriert sich wirklich mehr auf das KB Format ???

      • @Mirko
        Ja, ich rechne auch fest damit, dass das noch nicht alles war von Sony. Dennoch, der Sensor ist von Sony, aber Sony ließ hier eindeutig Fuji den Vortritt und ließ sie darauf zugreifen, bevor sie es selbst taten. Mehr noch, sie verbauen ihn auch nichtmal im neuen Topmodell. Das macht schon etwas stutzig und bringt mich halt zu dem Gedanken, dass die sich nicht weh tun wollen. Dass Sony sich auf FF konzentriert hatte ich ja auch geschrieben. Fuji kann und will Sony da auch nicht gefährlich werden. Lediglich, wenn Fuji Mittelformat unter 3000 Euro anbieten würde. Und das in großen Stückzahlen, was wohl eher nicht zu erwarten ist, könnten sie Sony etwas schrecken. Das Ganze sieht für mich im Moment wie eine relativ friedliche Koexistenz aus.

      • Ich glaube hier wird was verwechselt. Klar ist Fuji auf die Sensoren von Sony angewiesen, aber sie könnten sich auch andere Hersteller suchen. Sony macht das hervorragend in der Entwicklung. Aber Fujifilm ist auch ein Kunde von Sony, der wahrscheinlich versucht wird zu halten. Fuji ist ein guter Partner, weil sie gute Kameras machen und Sony so Einnahmen bescheren. Eine Kamera ist mehr als nur der Sensor. Aber Sony konzentriert sich mehr auf das VF.
        Für beide ist es ein Geschäft

      • Also, Nikon lässt ja wohl auch lange schon die Sensoren bei Sony bauen. Allerdings war es bisher so, daß die Vollformat-Sensoren eben nicht später genau so in Sony Vollformat-Kameras erschienen sind. Das war zu großen Teil eine Nikon-Entwicklung, gefertigt bei Sony.
        Ich kann mir vorstellen, daß Fuji auch die Sensoren überwiegend selbst entwickelt hat und dann bei Sony fertigen lässt.
        Eine Sony-Entwicklung erscheint natürlich erst in Sony-Kameras. Ich glaube nicht, daß es Sony-Kameras mit dem Sensor von Fuji geben wird.

      • …so wie wenn es um Objektive der Marke xy geht, dort darf Sigma natürlich nicht fehlen und schon garnicht der Hinweis auf die schwarze Servicekarte 👍

      • Ja, klar, ist ja logisch, eigentlich geht es ja um Fuji, weil Sony ja enttäuscht hat. Wer soll denn sonst noch in die Bresche springen ausser Fuji?? Fällt mir ehrlich gesagt auch nichts ein. Es gibt ja bekanntlich nur Sony und Fuji …

      • @Rolf Carl
        Du kannst gern noch Canon und Nikon einwerfen oder VW und Adidas. Wenns passt, warum nicht?
        Canons neue APS-Cs sind wahrscheinlich auch nicht deutlich schlechter als die Sonys.

      • Der Fuji Vergleich ist hier ausnahmsweise mal gar nicht so Fehl am Platz Rolf, da Fuji mit den eigenen APS-C-Kameras ja der direkte Konkurrent der A6600 ist. Und bitte keine Streitereien…

  • Ich finde es ebenfalls sehr enttäuschend.
    Mal wieder ist man nicht auf die gängigen Probleme wie „Rolling Shutter“ bei Verwendung des elektr. Verschlusses eingegangen. Sehr schade, somit erhält man oft verzogene Bilder. Wer das oft nutzt weis wovon ich spreche. Da ist die Konkurrenz Jahre voraus. Auch das beim Flagschiff die max. schnellste Verschlusszeit 1/4000s beträgt zeigt einfach nur, dass Sony hier nichts dazu gelernt hat. 1/4000s ??? Beim elektr. Verschluss ebenfalls 1/4000s !
    Zum Vergleich: Bei Fuji, Panasonic, Olympus geht 1/32000s in Verwendung des elektr. Verschlusses schon seit ettlichen Jahren.
    Ich selbst hatte die A6500 und später die A6400. Oben genanntes Problem ist einfach ein „NoGo“ für mich, weshalb sie dann auch gehen mussten.
    Inzwischen arbeite ich mit einer Sony A9 (leider die einzige Cam bei dem o.g. Problem nicht auftritt).
    Sehr schade, hätte mir von dem neuen „Flagschiff“ da eindeutig auch mehr erwartet.

  • Das kommt mir vor wie bei Canon, alten Wein (Technik) in neuen Schläuchen (Gehäuse) verkaufen… und den Gewinn maximieren. Was daraus wurde wissen wir ja …

  • – Nikon D 500 –
    damit ist alles gesagt

    Sorry Sonny, so wird das nichts für ambitionierte Leute.
    Ich dachte diesmal, sie bringen einen Brummer, und dann 1600 Euronen ??

    • Du sagst es, Rinde,

      Nikon D500, damit ist alles gesagt, das Beste, was es momentan auf dem Markt gibt. Und dies zum gleichen Preis wie die Sony, die nicht mal ansatzweise einigermassen mithalten kann, oder genauer gesagt deklassiert wird, und dies, obschon die D500 schon etwa 3-4 Jahre auf dem Markt ist.

      Tja, der Vorsprung von Sony hat sich in einen gewaltigen Nachteil verwandelt, anders kann man es nicht ausdrücken.

      • @Rinde, Rolf:
        Korrekt. Die D500 ist die beste APS-C am Markt. Auch die neuen DX-Originalobjektive von Nikon sind günstig und haben eine sehr gute Bildqualität.

      • Maratony,

        richtig, ich meine APS-C, darum geht es ja hier.

        Es ist die beste Allroundmaschine; super schnell, präziser AF, lange Akkulaufzeit, sehr robust, also zunächst mal die perfekte Kamera für Sport- und Wildlife.

        Obschon sie nur 20 MP hat, ist die Bildqualität bei RAW mindestens 10 % besser als bei sämtlichen anderen APS-C Kameras, egal ob mit oder ohne Spiegel (Colorfoto RAW-Test vom letzten Herbst). Die 2. Beste war übrigens die Fuji X-t3.

        Die Ergonomie und Haptik sind sowieso über jeden Zweifel erhaben; ein richtiges Profigerät halt …

      • Ich habe mir mal das Datenblatt anegsehen. Klingt gut, wer im Wildlifebereich tätig ist wird hier seine Freude haben, allerdings fände ich das Sucherbild zu klein für mich. Aber in Anbetracht ihres Alters ist sie sicherlich noch eine gute Kamera. Gerade in Kombination mit einer D5 macht das vermutlich Sinn so was zu haben. Aber ich habe weder das Geld für die Linsen noch für die Kameras. Daher fällt das sowieso nicht in meinen Bereich.
        RAW kann ich demzufolge nicht einschätzen, die Frage hierbei welche Prämissen hier gelten, kann aber sein. Sind beide gute Kameras, daher ist der praktische Unterschied vermutlich eher gering, schätze ich zumindest.

      • Das mit dem Sucherbild finde ich jetzt noch spannend. Ein Profifotograf hat mich mal darauf aufmerksam gemacht, dass das Sucherbild der D500 so gross sei wie ein VF-Sucher. Ich konnte es kaum glauben, obwohl ich immer schon den Eindruck hatte, dass es gross und hell ist. Ich habe darauf die beiden Sucher der D500 und D750 verglichen, und tatsächlich: kaum ein Unterschied!

        Die D500 ist ja speziell für Sport- und Tierfotografen gemacht worden, die kauft niemand, der nur Landschaft fotografiert. Und klar; Laborunterschiede sieht man in der Praxis kaum, da gibt es ausserdem noch andere Kriterien für den Entscheid eines Kamerakaufs.

      • Ich mag das große Sucherbild der XT3. Das ist etwas was ich mir bei meiner XPro2 wünschen würde. Das ist für mich ein großes Manko, gerade wenn es um kontrollierte Bildausschnitte geht.

        Ich kenne auch keine Kritik an der D500. Nikon hat mit seinen Spitzenmodellen nie so viel Erfolg im Image wie Sony und Canon, aber es gibt bei den Boliden auch kaum Kritik. Das finde ich manchmal echt merkwürdig.

      • Sorry, aber hier geht es um Sony, nicht um Nikon. Ist das so schwer zu verstehen????
        Entschuldigt, habe gerade copy/paste für mich entdeckt:)

        Nikon ist bei 20 Jahren Canon Dominanz einfach ein wenig untergegangen. Durch Sony ist es nicht leichter geworden. Es braucht halt Zeit, wieder in den Köpfen anzukommen, sehe Nikon da aber auf einem guten Weg.

      • Es geht hier nicht um CANON. Checks ma 😀

        Ich kenne keine schlechte Nikon Profikamera. Mit Ausnahme vielleicht von den 600ern. Die Frage ist eher nach den eigenen Ambitionenen.

      • Hi Rolf Carl,
        nett, daß du hier die X-T3 kurz erwähnst (smile).
        Nein, ernsthaft, weißt du eigentlich, warum es die D500 überhaupt gibt?
        Nikon hat das Experiment schonmal gewagt, Profitechnik in kleinere und deutlich günstigere Gehäuse zu stecken. Das war, als die D3 auf den Markt kam und kurze Zeit später die D700 mit fast der gleichen Technik. Da haben die Kunden sich dann wirklich für die D700 entschieden, so daß es hier und in kleinerem Maße auch bei der D300s keinen Nachfolger mehr gab. Hat Nikon wohl einfach zuviele Kunden für die D3 gekostet.
        Jetzt hat sich der Markt allerdings verschoben, und es gibt vermutlich eine breitere Basis für gute APS-C Kameras wie die D500, häufig wohl auch gemeinsam mit der D5 gekauft. Gerade als Ergänzung für die Profi-Nikon ist die D500 einfach perfekt.
        Die D850 allerdings ist wirklich eine Ansage, da sie die Vorzüge der D500 (gecroppt) und der D5 (Autofokus) miteinander verbindet. Mal sehen, was da noch kommt.

      • Ingo,

        nee, ich wusste nicht, weshalb es die D500 überhaupt gibt, interessant. Aber ich bin froh, dass es sie gibt.

        Wie du sagst, war es tatsächlich so, dass die Topshots die D500 neben der D5 hatten. Aber eben … hatten. Ein Referenzfotograf von Nikon, der seine Bilder regelmässig und ganzseitig in Fachmagazinen hat, hat, als die D850 auf den Markt kam, die D500 durch das neue VF Flagschiff ersetzt. Der Vorteil der D850 ist, dass du einerseits VF hast, aber durch den internen Crop von 1.2 oder 1.5 auf APS-C runter kannst und immer noch genug Pixel übrig sind. Insofern hast du also vollkommen recht.

  • Ich fotografiere mit zwei NEX-7 (!), hatte auch eine NEX-6, und habe noch eine RX100M2.

    Was ich an den A6x00 wirklich besser finde, ist, dass sie (wie auch meine RX100M2) programmierbar sind. Die NEX-7 ist das nicht. Und IBIS ist auch ein Plus, logisch.

    Aber all den anderen Schnickschnack brauche ich nie.

    Insofern stimme ich zwar im wesentlichen zu, dass einen vor allem der stolze Preis vom Kauf abhalten kann, aber ansonsten ist die ganze A6x00-Serie ganz okay. Jedoch sind die Entwicklungsschritte zugegeben sehr klein. Vielleicht macht Sony das, um Kunden nicht vom Kauf der A7M3 abzuhalten.

    P.S.

    Eine Fujifilm X-T30 kann man mit der A6600 nicht vergleichen, denn sie ist weitgehend aus Plastik und hat nur einen Sucher mit 1.040.000 Bildpunkten, und kein IBIS.

  • Sagt mal ehrlich, momentan fotografiere ich mit dem Handy Huawei p30 pro und jetzt liebäugele ich mit der mittlerweile 829 Euro teuren Sony A7 mit dem Standardobjektiv 🙄 Klar, man Äpfel nicht mit Birnen ver vergleichen, trotzdem möchte ich eure Meinung dazu hören 🙂

    • Lassen Sie die Sony und das P30 Pro parallel laufen auch nachts und fragen Sie sich dann, welche Vorteile Ihnen wichtiger sind und was Ihnen das Wert ist.
      829 Euro teure Sony mit dem Standard-Objektiv ist ein Lock-Angebot.
      Am Ende zahlen Sie sich dann für bessere Objektive dumm und dämlich.

    • Das kann man so nicht beantworten.
      Es kommt drauf an, was Du fotografieren möchtest. Zum Ausprobieren ist das sicher kein schlechtes Angebot, zumal das Kit-Objektiv auch recht gut sein soll. Je nachdem, was Du fotografieren möchtest, stößt Du damit aber auch recht schnell an seine Grenzen. Und dann geht es je nach Objektiv ordentlich ins Geld. Da könnte es helfen, vorab mal einen Warenkorb mit Objektiven zusammenzustellen.
      Die A7 war auch der erste Gehversuch mit relativ vielen Schwächen, die beim Nachfolger größtenteils abgestellt worden sind. Vielleicht lohnt es sich da, auf ein Angebot zu warten und dann 200€ mehr zu bezahlen.
      Wenn es nicht unbedingt KB sein muss, gibt es in dem Preisbereich eventuell auch bessere/ interessantere Alternativen bei APS-C oder MFT.
      Ein Gang in den Fachhandel ist aber letztendlich der sinnvollste Weg, da kannst Du die Kameras in die Hand nehmen und erhältst in der Regel auch eine ordentliche Beratung.

    • Ich kann Dir nur empfehlen, dem Rat von Fleischwolf zu folgen und Dir bei jeder Kameraalternative über die Folgekosten, vor allem durch Objektive, klar zu werden. Zuerst würde ich mich fragen, welches Sensorformat soll es sein und das hängt vor allem von den Motiven ab, die Du haupstächlich fotografieren willst. Was willst Du mit Deinen Fotos machen, willst Du sie ausdrucken, auf grossen Formaten? Sollen auch starke Ausschnittsvergrösserungen möglich sein? Fotografierst Du schnell bewegte Motive und brauchst deshalb einen sehr zuverlässigen und sehr schnellen AF? In diesem Fall würde ich Dir schon einmal von der ersten A7 eher abraten. Sollen Deine Motive oft freigestellt werden? etc etc. Man kann Dir eigentlich nur dann eine Empfehlung abgeben, wenn man mehr über Dein foto-/videografisches Spektrum weiss. Versuche es doch etwas zu beschreiben, für was Du die Kamera einsetzen willst, ich denke, dann wirst Du hier einige Empfehlungen erhalten. Da die aber ganz sicher unterschiedlich ausfallen werden, wirst Du am Ende auch nicht viel schlauer sein, was Du machen sollst 😉

    • Weisst du was, StephanKl?

      Die Videos von Stephan Wiesner sind dermassen amateurhaft, dass sie gar nicht ernst zu nehmen sind.

      Beispiel: Er wollte beweisen, wie treffsicher ein Tele ist, blöderweise war aber auf dem Bild von vorne bis hinten alles scharf. Ja, und jetzt? wie soll da ein Tele unscharf sein? Bei Blende 16 oder 22 wahrscheinlich? Aber wer auf solche Amateurvideos wert legt, bitte schön. Für mich hat der keine Ahnung von anspruchsvoller Fotografie, Punkt!

      • Gerne:

        https://www.stephanwiesner.de/blog/testbericht-tamron-100-400-mm-objektiv-review/

        Beachte: Die Tiere sind aus grosser Distanz fotografiert, was bewirkt, dass nicht nur das Tier selber, sondern auch noch etwas Vorder- und Hintergrund scharf ist. Wo die Schärfe genau ist, lässt sich auf Grund dieses Test nicht beurteilen, oder genauer gesagt, Stephan Wiesner ist schon zufrieden, wenn die Tiere einigermassen scharf sind. So, und nun kommts: Damit geben sich engagierte Tierfotografen nicht zufrieden, die Schärfe soll genau auf dem Auge des Tieres liegen, und zwar knackscharf in der 100 % Ansicht.

        Das Video zeigt auch, dass Tierfotografie nicht zu den bevorzugten Genres von Wiesner gehört. Die Bilder sind absolut laienhaft: Jeder Anfänger weiss heutzutage schon, dass man einen Reiher nicht von oben herab fotografiert, sondern auf Augenhöhe. Und dann das Wild im Wald: inmitten von scharfem Dickicht, von Freistellung keine Spur. Diese Aufnahmen sind auch für einen Teletest noch ziemlich unterirdisch. Ich finde, er sollte es sein lassen.

        Übrigens ist genau dieses Tamron nicht so toll, wie die Tests und die Werbung suggerieren. Und zwar liegt genau der Schärfepunkt nicht immer dort, wo er sein sollte, sondern es besteht eine kleine Streuung. Beim AF-C und schnellen Motiven ist das Tamron dann hoffnungslos überfordert, dies im Gegensatz zum hervorragenden Nikkor 200-500 VR. Leider gehen genau diese Dinge nicht aus dem Video hervor, da sich die Motive nicht bewegen, wie soll man da ein Tele testen, das für die Sport- und Tierfotografie geeignet sein soll (Gemäss Tamron-Werbung)? In meinen Augen ist dieser Test vollkommen unbrauchbar.

        Übrigens habe ich das Tamron 100-400 immer noch, bin aber eben aus erwähnten Gründen nicht restlos zufrieden damit und brauche es vor allem für die Bergfotografie und Steinwild. Dafür ist es wegen dem geringen Gewicht gut geeignet.

  • …aus meiner Sicht, die eines Linksguckers, ist das Fehlen eines Joysticks ein absolutes K.O.-Kriterium.

    Ich habe das Verschieben auf dem Display mal zwei Wochen lang mit einer Canon EOS RP versucht. M.E. nicht zumutbar. Ansonsten hatte mich die preiswerte FF eher positiv überrascht.

    Von der a6600 hätte ich auch einen neuen Sensor erwartet ubd eben den Joystick für ein Flaggschiff.

  • Ich teile die Einschätzung. Nachdem Sony eine „enthusiast“ APSC-Kamera angekündigt hat, wurde daraus zunächst eine moderate Fortentwicklung. Die größere Batterie in einer APSC-Kamera ist aber innovativ und definitiv ein plus, und insoweit bleibt Sony mal wieder Marktführer bei der technischen Fortentwicklung. Wenn Bildqualität und der Stabilisator besser sind als bei der A6500, dann wäre das schon etwas. Insoweit muss man aber erst die Testergebnisse abwarten.
    Im Ergebnis bleibt aber das Gefühl, dass sich Sony bei der A6600 etwas zurückgehalten hat. Vielleicht will man den Abstand zur Vollformat-Serie noch nicht zu sehr verkürzen. Vielleicht aber das Pulver noch nicht ganz verschießen, ehe die Neuerungen der Konkurrenz auf dem Markt sind. Wenn die Testergebnisse gut sind, und der Preis noch sinkt, würde ich bei einem Neukauf die A6600 der A6500 vorziehen.

  • Betreffend APS-C hat sich Sony soeben selber verabschiedet, da gebe ich Mark absolut recht. Das ist einfach nichts! Und sowas möchte sich noch als Marktleader profilieren, der absolute Witz!

    Naja, wer sich ausnehmen lassen will, ist ja schliesslich selber schuld …

  • Wohl wahr, dass Sony bezüglich der 6600 hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt.
    Das haben sie allerdings bei der 6400 (fehlender IBIS) auch praktiziert.
    Rechnet man mit dem Cent dann vielleicht eine 5100 oder 6000?
    Beide noch auf der Sony Site erhältlich.
    Statt einer 6100, die 6400 preislich (Straßenpreis) nicht allzuweit auseinander.
    Aber die 6400, besserer Sucher, besseres Gehäuse, besseres Video usw.
    Wenn’s IBIS, ein Kopfhöreranschluss, ein dickerer Akku, Verbesserungen im Handling usw sein sollen, muss man das nehmen, was Sony einem gönnt, die 6600. Der Sensor soll auch überarbeitet worden sein.
    Ziemlich sicher kommt allerdings eine Super APS-C, die Frage ist nur wann.
    Oder man lehnt sich zurück und genießt sein Panasonic mFT System.

    • Hallo Robin,
      wieso sollte die Videoqualität der 6400 besser sein als die der 6100?
      Möglicherweise ein schnellerer AF? Hätte aber jetzt nicht direkt was mit der Bildqualität zu tun. Ich filme eh oft im manuellen Focus und brauche nicht so einen schnellen AF. Jedenfalls würde ich dafür keinen höheren Aufpreis zahlen wollen. Ich fotografiere und filme mehr Landschaften, Architektur und Innenräume.

      • Also Cat hat es doch mit seinem Kommentar am Anfang ganz gut und wahrscheinlich auch richtig geschrieben; Zitat: “ es ist nicht unwahrscheinlich, dass erst nach der Vorstellung der Alpha 9II irgendwann im Winter eine A7000 auftaucht, dann mit der gleichen Sensor-Technik Exmor RS nur eben mit Halbformat“.
        Jetzt wird halt nochmal versucht Geld zu verdienen.

      • @Florian

        Es ging aber um den Vergleich der 6400 mit der 6100. Ich habe in den Specs zumindest keinen Grund gefunden, warum die 6100 in der Videoqualität schlechter sein sollte als die 6400. Ich wollte nur mal nachfragen, vielleicht hab ich ja was nicht mitgekriegt.

  • Mark hat recht, angesichts dessen, was man von Sony in den letzten Jahren bei VF-DSLMs gewohnt war und was viele deshalb von Sony auch im APS-C erwartet haben, ist die A6600 enttäuschend. Absolut gesehen ist sie aber sicherlich eine sehr gute Kamera, wenn auch von Sony preislich sehr sportlich angesetzt. Ich habe es schon vor einigen Tagen in einem anderen Thread geschrieben, Sony hat sicherlich noch eine APS-C-Entwicklung in der Hinterhand, die der Erwartungshaltung viel näher kommen wird. Wir werden es sehen, aber wer nicht unbedingt jetzt eine neue Sony-APS-C benötigt, der sollte wohl besser noch etwas Geduld mit einer Neuanschaffung haben.

    • Selbst wenn Sony noch eine a7000 oder a9000 in der Hinterhand hat. Was meint ihr denn, für welchen UVP die angeboten wird? Wohl eher Richtung 2000,-€ oder mehr.

      Da ist dann auch wieder das Geschrei groß, dass man sich doch gleich eine alte Vollformat kaufen kann.
      Es kommt halt immer drauf an was man braucht.
      Ich möchte auf jeden Fall den super AF haben, weil ich viel Kinder fotografiere. Was bringt mir da eine A7RII wenn der AF es nicht packt.
      Für Landschaft sieht das wieder anders aus. Da kann man sich das überlegen.

      Und was macht Canon? Die bauen eine M6 II als Nachfolger für die M6 und M5. Wäre es eine M5 II geworden, hätte ich sogar darüber nachgedacht. Aber dieser Aufstecksucher geht halt garnicht. Da waren wohl noch sehr viele auf Lager die jetzt weg müssen. Außerdem gibt es noch immer nur Dunkelzooom im Angebot. Da wird auch kein 2,8er mehr kommen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass die auf Dauer 3 Bajonette bedienen.
      Ich warte jetzt erstmal noch bis die neuen Kameras verfügbar sind und schaue dann welche Spiegellose meine 80D ersetzt/ergänzt.

  • Ich halte – wie ich bereits schon mehrfach geschrieben habe – zwar auch nichts von den neuen 6er Sonys, bzw. von dieser Marketingstrategie, allerdings, wenn all das was ihr für 1’500.-€ in eure Kameras eingebaut haben wollt Realität werden würde, dann bräuchten sie keine A9 oder A7 IV mehr anbieten, denn die würde keiner mehr kaufen oder man müsste die Preise so weit senken, dass man gleich die Kameraproduktion einstellen kann. Ein weiteres Problem ist doch, dass die Bilder – egal mit welcher Kamera – gar nicht mehr besser werden, es geht doch nur noch um einfachere Bedienung. Inzwischen ist man in der Fotografie ja fast so weit wie beim Kochen, man nehme einen Thermomix, schütte die Zutaten hinein, wartet wenige Minuten und das Essen ist fertig. Es gibt tatsächlich Leute die glauben, dass das Kochen ist. Bald ist es bei den Kameras auch so weit.

  • Und als ich ähnliches gestern im anderen Artikel gesagt habe, wurde mir ein psychologische Störung von Hobby-Psychologen vorgehalten. Ich bin ja immer so gemein gegen Sony und mache Sony immer so schlecht und kann nichts gutes an Sony finden, blablabla …

    Mark hat absolut recht. Sony hat diesmal gewaltig danebengehauen und alte Technik in ein neues Gehäuse gepackt. Echt schwach, Sorry.

    • Du machst Sony unter jedem Sony-Beitrag und bei anderen Beiträgen mit den absurdesten Argumenten schlecht und feierst jedesmal dein MFT. Also bitte.
      Und was gutes an Sony von dir hab ich noch nie gelesen. Und ich lese hier schon länger mit, als ich kommentiere.

      Bei dem Thema hier ist Kritik, wie Mark geschrieben hat, absolut berechtigt. Das ist was anderes.

  • Sehe ich genauso.
    Wollte eigentlich meine A6300 in Rente schicken. Bin ich ja noch gut aufgestellt 😅
    Einzig spannende sind die zwei neuen Objektive.

  • Vielleicht besinnt sich Sony nur darauf was am leichtesten und das meiste Geld bringt, wo sie hinpassen. Ihr Mittelding. Viel Enttäuschung liegt wohl in übertriebener Idealisierung dessen was eigentlich nur Umsatz bringen soll. Oder starten den Abstoß der Branche, wo sie grad 5% bei Olympus verkauften, wohl Invest, wo kein Design hängen blieb.

    Sony sah ich nie als Alternative anderer, mehr eine Abwandlung für den Mainstream. Ein Hersteller der Massen, mit Eigenarten die viele immer suchten, anderen nie wirklich fehlten. Für die einen ähnlich interessant wie für andere wertlos.
    Aber was ist so schlimm daran… würde sich beide Seiten verstehen wäre Frieden, würde jeder aus Allem sein Bestes suchen, auch. Wenn Sony nichts ähnliches zu D500 oder M1X liefert, warum nicht gleich diese. Wenn ich kleine Knipsen wie A6xxx mag, warum soll CaNikon selbige nachbauen. Hier gehts mehr um Markenkrieg, den Vorsprung persönlicher Favoriten, was letztlich statt Vielfalt nur Kopien bringt. Wer braucht A7R4 artige bei jedem Hersteller, oder D850 ähnliches überall…nur Egos die Marken vergöttern. Da gehts längst um anderes als mangelhafte Technik. Wechseln wäre heut auch weniger teuer seid es endlose Portale zum Verkauf gibt.

    Niemand sonst macht deswegen einen solchen Tamtam, wie sich kaum jemand wegen einem Fuzzerl Dynamic irgendwelche Prototypen für Unsummen antun dürfte. Es ist mehr Luxusproblem oder Langeweile nicht Gerätemangel, ständig auf neue Bestmarken zu warten. Superbilder, Dokus uvm gibt es seit vielen Jahren.
    Premium wäre wieder was anderes, weit mehr als Sensor oder Fokusleistung, würde auf Sony gar nicht zutreffen. Ich glaube das viele ihr Wunschbild haben welches außerhalb nicht existiert. Was Sony gar nicht erfüllen könnte oder wollte. Keine A7000 oder A7R5 würde Sony zu dem machen, wie sich´s manche einbilden, wie eine EOS-R mit 200MP auch Canon nur für wenige göttlich machen würde…

    Irgendwie fast schon wieder ein lustiges Volk, bestimmt schmunzelt man hinter Vorstandstischen öfters über diese Blüten des Geschäfts. Schönes Wochenende.

  • sicher, daß es der gleiche sensor der alten garde ist? wenn ich mal schaue wie die bildqualität der a6400 ist, warum hat das sony nicht schon früher aus dem sensor herausgeholt?
    was sie spezifikationen betrifft brauche ich nicht mehr. der preis ist allerdings, betrachtet man was es neues gibt, eine frechheit.
    ich bezweifle aber, daß diese kameras genaus so lang auf dem markt bleiben sollen wie ihre „vorgänger“, ohne daß was neues kommt. aber sony sollte das vielleicht jetzt schon mal ins gespräch bringen, bevor die aps-c-kunden gänzlich zu nikon und fuji wechseln.

  • Hi Leute , ich find`s immer lustig wenn man sich über Marken & Marketing fetzt . Die beste Kamera ist genau die ,die einer in der Hand hat , der auch damit umgehen kann . Die meisten Fortschritte in der Entwicklung werden von „Fachjournalisten“ gemmessen ,in nicht nachvollziehbare Punktelisten gepresst um bei der Kundschaft ein „Habenwollen-Syndrom“ auszulösen , ohne zu wissen was Sie eigentlich kaufen. Richtig gute Bilder gibt es von allen Herstellern , schlechte auch . Wenn Sony mit der 6600 einen funktionfähigen & schnellen AF bringt ,ist die Welt doch in Ordnung & zumindest gegenüber einer 6000 die in Weltrkordtempo den Focus versemmelt & vorher bei Vorfocusierversuchen den Akku leerlutscht. In Sachen BQ habe ich vor ein paar Jahren einen kleinen Versuch gemacht , ich habe die A57 mit dem Tamron 17-50 gegen die A7R mit dem FE 2/28 , bei einer morgentlichen Talsperrenrunde antreten lassen . Um mich nicht sinnlos zu frusten ,habe ich mir versprochen das nie wieder zu tun. Als Hobbyknipser & Unsachverständiger konnte ich bei über 3/4 der Fotos, bei Vollbild am 27 Zöller ,der Kamera nicht sicher zuordnen . Später, im Zeitalter des sonytypischen Preisverfalls ,habe habe ich ein Upgrade auf die M2 gemacht , mein Fazit , ein festsitzender Anschluß ,ein toller Bildstabi stehen gewaltigen Dateigrößen gegenüber die in keinem Verhältnis zur BQ-Steigerung stehen , ach ja , die deutliche Steigerung des Dynamikumfanges des Übersensors der M2 habe ich, ohne spezifische Messgeräte zu besitzen , noch nicht finden können ,darum denke ich, ist es sinnbringender in Bearbeitungstechniken zu investieren als in Kameratechnik es sei denn der Ego erlaubt es nicht anders . Denkt einfach daran das ein 6K Monitor nur 10% der Pixel anzeigt die zum Bsp ein Sensor der A7M4 einsammelt. Wünsche Euch mehr Spass beim Fotografieren als beim „Marktfiebern“

  • Wow…hier sind ja einige richtig angepasst. Was juckt es mich wenn Sony oder andere Hersteller Kameras auf den Markt werfen die mir nicht taugen? Ich muss sie doch nicht kaufen. Ich würde mir nie Mittelformat kaufen,der Herr Proksch liebt sie. Ergo,abwarten! Bei der rasanten Entwicklung kommt noch für jeden das passende.

  • Diese Touristenkamera wird wieder ihre Abnehmer finden. Hauptverkaufsargument ist wie immer das schnuckelige Design, behauptet ein Freund, der in einem Fotoladen arbeitet. Wenn die Frau des Kunden dabei, sowieso.
    Übrigens mein Nickname ist nicht zufällig aus Buchstaben zusammengewürfelt, wie hier einer behauptet hat, sondern zu Ehren von Edsger Wybe Dijkstra gewählt.

      • Oh Gott N1User!!!

        Das sind ja mal Argumente Wahnsinn! Das hier nicht nur Hobbyfotografen, sondern auch Freizeitpsychologen ihre Weisheiten von sich geben – echt der Hammer.
        Das muss ich mir merken – also wenn jemand nicht das toll findet was ich jetzt „in“ finde, dann sage ich, ich denke du hast ein Genderproblem! Klasse hast mir das Wochenende gerettet, nachdem ich im Schwarzwaldstadion die absolut überflüssige Niederlage des SC Freiburg gegen Köln miterleben musste. So schlecht hat Freiburg die letzten zwei Jahre nicht gespielt. Nochmals vielen Dank, du hast meine Stimmung wieder aufgehellt!

      • @joe
        Wenn du nächstes Mal im Fotoladen stehst und dir die neueste Canon oder Nikon VF-DSLR zulegen willst und deine Frau besteht darauf, dass du dir eine Sony APS-C-DSLM kaufst – DANN HAST DU EIN GENDERPROBLEM!

    • @edsger
      ich kenne nur Sjoukje Dijkstra, die Eiskunstläuferin. Meine Mutter hat das immer geschaut und als kleiner Bub sass ich dann dabei und fand die damals toll (mit 6)

  • Super Artikel, er liest sich wirklich gut ☺️👍
    Leider muss ich dir in allen Punkten recht geben. Eigentlich hatte ich als Profi-Naturfotograf auf eine A6 oder A7000 im A7* A9* Gehäuse gehofft. Stattdessen bekomme ich eine Kamera im casual Gehäuse 😭😭 der Sucher an der linken Seite treibt mich auch in den blanken Wahnsinn… Grade an nem 500 f4 ist das sehr unnatürlich, also die Position des Suchers. Dazu kommz der langsame Buffer … Sehr sehr enttäuschend

  • ….eigentlich unfassbar in diesem Forum herrscht selten solche Einigkeit….und dann auch noch so sachlich…bin begeistert…
    Wenn ich so die Japans Landkarte betrachte…meine ich diese Hersteller würden sich untereinander absprechen…und dies wird dann nach außen als ein hochstililisierter Konkurrenzkampf verkauft…
    Und doch das hat auch mit den letzten Veröffentlichungen von canon was zu tun…weil diese jetzt in einem ganz anderen Licht erscheinen…
    Ob sich in diesem Kreis überhaupt noch jemand an die samsung nx1 erinnert ?
    Na ja war nicht Japan und ist
    Des natürlichen Todes verstorben…
    Photografix weiter so…!!!

  • Eine neue Kamera gleich nach ihrer Präsentation so zu verreißen, das geht gar nicht!!! Ich bin tief enttäuscht von Mark Göpferich :-((( Er scheint sich dem Nivau hier anzupassen.

    Marktführer wird man dadurch, dass man mehr Fotokameras und Objektive verkauft als die Anderen!
    Seit doch froh, dass sich Sony so verhält, dann haben die anderen Hersteller ihre Nischen.

    • @Trainzspotter

      es kommt immer auf die Motive an welches Niveau ein Kamerasystem haben sollte. Der Fotograf passt sich meistens an!

      Das ist kein Verriss sondern eine Bewertung der gelieferten Fakten und die sind für Kenner, sagen wir es freundlich, eher ernüchternd. Besonders weil die bereits vorhandenen Möglichkeiten nicht genutzt wurden.

      Marktführer? Bei was? Ich kenne einen Marktführer im Edelmetall Schrotthandel. Gegen einen durchschnittlichen normalen Schrotthändler ist er ein Winzling, wer mehr Umsatz macht kann sich jeder denken, wer mehr Profit macht und damit besser verdient ist auch klar.

    • .. sehe nur Tatsachen, verreißen wäre doch wieder anders. Für Ranglisten im Verkauf passt es ohnehin, da ein mittleres Modell die breitere Masse anspricht und mehr Käufer findet. Spezielle Käufer orientieren sich ohnehin nicht danach. Und ja, ich sehe es als Segen das Sony Volkskamera wurde, nur müssten die anderen sich nur weniger danach richten, spezielles eigenes bauen…und dieses Volk sich nicht ständig auch darum kümmern😉.. leider verhindert der Umsatzzwang aber das Meiste.

    • @ Trainzspotter (ist da nicht ein „z“ zu viel?)

      Also was man so im Vorfeld hörte hat die Erwartungen sehr hochgeschraubt, was denn Sony jetzt noch für tolle Dinge bringt, jeden Monat etwas Neues, man hat eine A7SIII aber mindestens eine A7000 erwartet und eine 6100 und 6600 erhalten. Es sollte also ein Elefant gezeugt werden und rausgekommen ist eine Maus, ein Mäuschen. Versteh mich nicht falsch, die neuen Canons sind nicht besser, aber von Sony hat man viel mehr erwartet. Da ist zum Beispiel die Fuji X-T3 die mit Abstand bessere Alternative für alle vier neu erschienenen Sonys und Canons!

  • @ Chef, Zitat:
    „Doch im Moment ist die A6600 eben das offiziell APS-C-Flaggschiff, das auch zum „Flaggschiff-Preis“ von stolzen 1.600 Euro verkauft wird.“

    Sie wird zu dem Preis angeboten. Ob sie letztlich zu dem Preis verkauft wird, bleibt abzuwarten.
    Ich denke: eher nicht.

  • Zitat Artikel:
    „Aber Sony will bis 2021 Marktführer werden und scheinbar vergisst das Unternehmen dabei, dass die meisten Leute immernoch mit APS-C fotografieren, und nicht mit Vollformat.“

    „Immernoch“

    nein – nicht immernoch

    Sondern mit Absicht.
    – Kleiner,
    – leichter,
    – geringere Last auf dem Stativ
    -> kleineres leichteres Stativ mit taschentauglichem Packmaß
    – weniger Schlepperei
    – weniger Probleme in den Randbereichen des Objektivs
    – größere Schärfentiefe
    – günstigere Tele
    – Mehr Alternativen bei der Objektivauswahl
    – geringerer Preis
    – theoretisch auch längere Akkulaufzeit

    Nur mal ein paar Beispiele.

    Die Hersteller sollten sich nicht zu sehr darauf fixieren, dass der Trend bei Kleinbild in den letzten Jahren nicht ganz so steil nach unten gegangen ist, wie bei kleineren Formaten. Das kann sich nämlich schnell ändern.

    Die Leute wollen leicht, gut und bezahlbar.
    Das kann auch eine Kompakte mit dem Tele-Zoom-Objektiv sein, welches das Smartphone nicht bietet.

    Kleinbild kaufen sich eher Leute, die sich Hasselblad nicht leisten können.

    • Vollkommen richtig! Entscheide mich auch bewusst für das APS-C. Geht es nach vielen Youtubern – die diesen Vollformattrend leider zu stark unterstützen und zuwenig an „normale“ Anwender im Privatbereich denken – und den Marketingabteilungen der Firmen, wird einem immer mehr eingeredet, dass dieses System veraltet und minderwertiger ist. Nur wer schwere teure Ausrüstungen des Vollformates kauft ist state of the art. Alles andere ist ein Kompromiss und Abstrich, weil man es sich nicht leisten kann und will…. Klar, ich übertreibe jetzt ein bisserl, aber mir kommt vor, dass ein Bedarf an Vollformat einfach künstlich hochgezüchtet wird, obwohl der überwiegende Großteil der Käufer zu 100% mit APS-C und ohne Qualitätsverluste arbeiten könnten.

      • @Clash

        Ich kaufe nicht wegen Youtubern Vollformat, und wünsche mir viele Megapixel nicht weil irgendjemand irgendetwas erzählt, sondern weil ich gerne Ausschnitte von Bildern mache und viel Landschaft fotografiere. Mittelformat wäre noch besser, aber das ist mir dann doch zu teuer. Was soll denn überhaupt dieses künstliche Aufbauschen von einem Problem das es gar nicht gibt. Für bestimmte Anwendungen ist APS-C besser geeignet, für andere Vollformat und wieder andere Mittelformat. Viele wie Sabrina können mit SP fantastisch leben. Es gibt doch keinen Kaufzwang! Nur Schafe rennen anderen Schafen hinterher.

  • Ihren Gedanken ist nicht viel hinzuzufügen! Sony hat wieder mal gepennt und bleibt weit hinter deren eigenen Möglichkeiten. Alleine die Sensor Geschichte, ist das Peinlichste der Marke Sony, was die 6600 betrifft. Manchmal glaube ich auch das Sony gezielt versucht die Kunden Richtung VV zu schieben und das in kleinen unauffälligen Schritten. Mich ärgert massiv, dass der Blitz weggefallen ist und das die Kamera einen anderen Akku bekommen hat. Nichts gegen mehr Akkuleistung, aber nun muss man neu kaufen. Habe vier Stück für meine 6300 und habe selten mehr wie 3 an einem Tag gebraucht. Die hätte man schön in der 6600 weiterverwenden können. Innovativ wäre gewesen, mittels Adapter, Beide nutzen zu können. Schade Sony.

    • Hallo Fabian,
      kleine Ergänzung zur Akkulaufzeit: Innovativ wäre gewesen, wenn mit dem alten Akkutyp eine deutlich grössere Anzahl an Fotos erzielbar wäre. Mark hat in einem seiner letzten Berichte einen Hersteller genannt, der genau das mit seiner neuesten Kamera geschafft hat. Der fängt übrigens nicht mit „S“ sondern mit „C“ an 😉

    • Also ich finde die Neuerungen gegenüber den Vorgängern auch bescheiden, aber „wieder mal gepennt“ ist doch etwas überzogen. Gepennt haben lange andere.

  • Moin Mark,
    überaus gekonnt auf den Punkt gebracht.
    Sehr gut geschrieben.
    Schade Sony, viel Sympathien wurden gerade verspielt und ein paar Chancen zum Aufholen, auch für den APS-C
    Bereich , total liegen gelassen. So wird es leider nichts………

  • Diese Gedanken kann ich nachvollziehen und daher warte auf eine echte Innovation im Kamerabau: Den Global Shutter! Bis der endlich für den Markt verfügbar ist benutze ich meine immer noch sehr guten Kameras. Denn seit meiner K5II (16 MPIX APS-C) hat sich für meinen Gebrauch (nur Fotos) beinahe nichts geändert. Oder anders ausgedrückt: Der Innovationsschub hält sich sehr in Grenzen. Kleine Filme drehe ich mit der RX100 und für meine Zwecke ist das mehr als ausreichend. Sollte sich aber eine Firma dazu entschließen eine kleine, schnelle, leichte Vollformatkamera mit einem unglaublich hohen Dynamikbereich mit 36 bis 49 MPIX und kleinen Objektiven zu einem bezahlbaren Preis auf den Markt zu bringen, dann werde ich mir das ernsthaft einmal ansehen. Denn für mich gilt: Mein nächstes System sollte eine sehr lange Zeit im Gebrauch sein können.

  • Sony muss so viel verlangen, denn es muss kompensiert werden. Bei Sony läuft es bei den Mobilgeräten zum Beispiel gar nicht, da muss der Konzern an anderen Orten Geld generieren damit die Aktionäre nicht sauer werden. Und das holt man am besten Dort, wo die Kundschaft vom Hobby getrieben ist und dafür dann auch ungerechtfertigte Summen ausgibt.

    • Mal davon abgesehen, dass hauptsächlich alte Technik eingebaut wird, sind die Kameras nicht unbedingt teurer in der UVP wie ihre Vorgänger.

      Hier mal der Vergleich der UVP (nur Body)

      A6000 —> 749,-€
      A6100 —> 899,-€

      A6300 —> 1199,-€
      A6400 —> 1049,-€

      A6500 —> 1699,-€
      A6600 —> 1599,-€