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Sony A7 III: Die große Gegenüberstellung

Wie schlägt sich die Sony A7 III im direkten Vergleich mit anderen Kameras? Dieser Frage ist Tony Northrup in seinem neusten Video auf den Grund gegangen.

Wie schlägt sich die Sony A7 III im Vergleich zur Konkurrenz?

Nachdem Fotograf Tony Northrup bereits vor einigen Tagen sein Testvideo zur neuen Sony A7 III hochgeladen hat (siehe Zusammenfassung hier), stellt er in seinem neusten Video einige direkte Vergleiche an. Dabei geht er der Frage nach, wie sich die neue A7 III im direkten Vergleich mit der Konkurrenz schlägt. Dazu werden die Sony A7 II, Sony A7r II, Sony A9, Sony A7r III, Fujifilm X-H1, Canon EOS 6D Mark II, Nikon D750 und Panasonic GH5 zum Vergleich herangezogen.

Wir wollen hier Tony Northrups Aussagen und Eindrücke aus dem Video zusammenfassen und wie auch möchten wir gleich zu Beginn festhalten, dass man mit JEDER der oben genannten Kameras fantastische Bilder schießen kann. In der Praxis verlieren technische Unterschiede oftmals an Bedeutung und die Fähigkeiten des Fotografen, passende Objektive usw. rücken wesentlich stärker in den Vordergrund. Trotzdem interessieren sich eben auch einige für die technischen Spielereien und technischen Unterschiede – und für diejenigen dürfte das Vergleichsvideo recht interessant sein.

Sony A7 III vs. Sony A7 II

Im Vergleich zur alten A7 II ist die neue A7 III laut Northrup ein „riesiges Upgrade“. Die A7 II war keine Kamera, die Northrup wirklich gut fand und weiterempfohlen hat (Bedienung schlecht, Autofokus schlecht usw.). Die A7 III fühlt sich für ihn nun nicht an wie der direkte Nachfolger der A7 II, vielmehr wirkt es so, als wäre Sony direkt 4. Generationen weiter gesprungen. Die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Kameras findet ihr auch in unserem Artikel „Sony A7 III: Das sind die 5 wichtigsten Neuerungen„.

Sony A7 III vs. Sony A7r II

Bei der Sony A7r II, die inzwischen einige Jahre auf dem Buckel hat, kommt Northrup zu einem sehr ähnlichen Fazit. Auch hier kann die A7 III mit vielen Vorteilen wie einem besseren Autofokus, einer besseren Bedienung oder einer längeren Akkulaufzeit überzeugen. Für die A7r II spricht lediglich die höhere Auflösung von 42 Megapixeln. Die etwas bessere Bildqualität wird aber vermutlich nur dann wirklich deutlich werden, wenn man auch die wirklich teuren Sony Objektive der G-Master-Serie verwendet.

Sony A7 III vs. Sony A9

Die Sony A9 ist deutlich teurer als die Sony A7 III, bei uns in Deutschland kostet die A9 aktuell ungefähr 4.800 Euro, während die A7 III mit 2.300 Euro zu Buche schlägt. Der Unterschied ist hier also enorm – gleichzeitig ist die A9 aber auch die bessere Kamera. Sie überzeugt beispielsweise mit 20 Bildern pro Sekunde ohne Sucher-Blackout und einem besseren elektronischen Sucher. Außerdem ist laut Northrup der Autofokus deutlich schneller (wegen schnellerer Verarbeitung der Daten), zudem gibt es bei der A9 deutlich weniger Rolling-Shutter-Effekte, wenn man lautlos fotografiert. Das mag bei einer Hochzeit zwar keine große Rolle spielen, bei Golfturnieren hingegen schon.

Sony A7 III vs. Sony A7r III

Beim Vergleich Sony A7 III vs. Sony A7r III geht grundsätzlich zwar die Sony A7r III als Sieger hervor, doch viele werden laut Northrup auch mit der A7 III absolut glücklich werden. Die A7r III ist lediglich für diejenigen interessant, die sich die absolut beste Bildqualität wünschen und die über teure G-Master-Objektive verfügen. Hinzu kommen der Pixel-Shift-Modus und der etwas bessere elektronische Sucher. Wer auf diese Vorteile verzichten kann, kann aber guten Gewissens zur günstigeren A7 III greifen.

Sony A7 III vs. Fuji X-H1

Die Fuji X-H1 bezeichnet Northrup als den größten Konkurrenten der Sony A7 III, weil beide Kameras neu vorgestellt wurden und die Preise sehr ähnlich sind. Insgesamt bezeichnet Northrup die A7 III als die bessere Kamera (Zitat: „Die A7 III hat in vielerlei Hinsicht die Hoffnungen der X-H1 zerstört.“). So ist zum Beispiel die Bildqualität der A7 III seiner Aussage zufolge wegen des ungefähr doppelt so großen Sensors deutlich besser, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Zudem lässt sich teilweise ein schöneres Bokeh erzeugen, weil Sony beispielsweise ein 70-200mm f/2.8 Objektiv anbietet und es bei Fujifilm wegen des kleineren Sensors ein f/1.8 Zoom als Pendant bräuchte – ein solches Objektiv gibt es aktuell aber nicht. Hinzu kommen die deutlich längere Akkulaufzeit und das kompaktere Gehäuse als Vorteile für die A7 III. Doch auch die X-H1 kann im direkten Vergleich Pluspunkte sammeln, so ist das Display nämlich etwas flexibler und EVF, Bedienung sowie Feeling sind laut Northrup bei Fuji etwas besser.

Sony A7 III vs. Canon EOS 6D Mark II

Für diejenigen, die sich regelmäßig mit neuen Kameras und Kameratechnik beschäftigen, dürfte es keine große Überraschung sein, dass die Canon EOS 6D Mark II aus dem Vergleich mit der Sony A7 III nicht als Sieger hervorgeht. Canon hinkt, rein was die Technik angeht, aktuell hinter Sony hinterher – und das macht sich eben auch bei diesem Vergleich bemerkbar. Trotzdem bedeutet das wie eingangs bereits erwähnt nicht, dass man mit der 6D Mark II keine tollen Bilder mehr schießen kann. Auch hat die 6D Mark II einige Vorteile auf ihrer Seite (komplett flexibles Display, fantastischer Video-Autofokus, deutlich mehr Objektive, Timelapse). Doch insgesamt lässt die Sony A7 III die 6D Mark II mit ihrer deutlich besseren Bildqualität, dem laut Northrup insgesamt besseren Autofokus, dem elektronischen Sucher, dem Dual-SD-Slot, 4K-Videos, dem internen Bildstabilisator sowie der Möglichkeit zum lautlosen Fotografieren eben ziemlich alt aussehen. Gut, dafür ist die 6D Mark II aktuell auch 500 Euro günstiger als die A7 III, immerhin.

Sony A7 III vs. Nikon D750

Bei der Nikon D750 sieht es ganz ähnlich aus wie bei der Canon EOS 6D Mark II. Die Sony A7 III ist aus technischer Sicht einfach die bessere Kamera, die Vorteile bleiben die gleichen wie im Vergleich zwischen A7 III und 6D Mark II. Allerdings ist die Nikon D750 auch schon einige Zeit auf dem Markt und es wäre gut möglich, dass irgendwann in den nächsten Monaten eine Nachfolgerin vorgestellt wird. Da wäre ein Vergleich dann sicherlich etwas interessanter.

Eine Sache hebt Northrup bei der D750 nochmal deutlich hervor und dieser Vorteil gilt grundsätzlich natürlich auch für die 6D Mark II. Es geht um die Objektive. Hier ist die Auswahl bei Nikon und Canon nicht nur größer, vielmehr bekommt man entsprechende Objektive – zumindest im Moment noch – auch für deutlich weniger Geld. Northrup hat ausgerechnet, was denn die A7 III und die D750 jeweils mit einem 24-70mm f/2.8, einem 70-200mm f/2.8 und einem 16-36mm bzw. 15-30mm f/2.8 kosten würden – und ist auf einen Preisunterschied von 3.500 Dollar gekommen! Sony A7 III ca. 9.000 Dollar, Nikon D750 ca. 5.500 Dollar. Man sollte also nicht nur auf die Preise der Kameras, sondern auch die Preise der Objektive schauen, wenn man sich für ein neues System entscheidet.

Sony A7 III vs. Panasonic GH5

Zu guter Letzt gibt es eine Gegenüberstellung zwischen der Sony A7 III und der Panasonic GH5. Aus Sicht eines Fotografen ist die A7 III sicherlich die bessere Wahl, doch in Sachen Video hat die GH5 teilweise die Nase vorne, zum Beispiel mit dem komplett flexiblen Display und 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde. Sprich die GH5 könnte die bessere Wahl für Videographen sein, doch insgesamt ist die A7 III laut Northrup die bessere Kamera.

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Hier abschließend das originale Video von Tony Northrup für euch:

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

93 Kommentare

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  • Schon spannend, vor der Nikon D850 hat er wohl Angst gehabt, dass er sich die D750 geholt hat. So kann man natürlich eine Kamera auch gut aussehen lassen.

    • Rolf,
      was heißt Angst gehabt, die D850 ist halt nicht erhältlich 😜
      Aber scheinbar ging im direkten Vergleich die r Version als Sieger hervor und die dürfte mehr zur D850 passen, oder?

      • Na klar, er hat Angst gehabt! Weil Sony unbedingt siegen muss! ;-))) Wie auch immer man zu so einer „Auffassung“ kommen kann. Bevor man so etwas von sich gibt, könnte man auf Idee kommen, einmal selbst Google zu bemühen. Ein Vergleich der Sony a7R III mit der D850 (with raw files) gibt es längst: https://www.youtube.com/watch?v=8MaFBWGwcF8
        Außerdem hat er ein ausführliches Tutorial (über 1h lang) zur 850 veröffentlicht und eine ausführliche Review.
        Da er hier die A7R III mit der D 850 vergleicht, kann man den jetzt fehlenden Vergleich mit der A7III leicht selbst vollziehen. Die A7R III ist aber der direkte Konkurrent der D 850 und deshalb ist er Vergleich auch sinnvoll, der andere, nun ja….
        Er vergleicht übrigens auch viele andere Kameras nicht mit der A7 III – keine Phase One, keine Leica, keine Panasonic… Dafür kann es definitiv keinen andere Grund geben, als seine Angst!;-)))))))

      • Roland,
        ein sehr aufschlussreiches Video. Wenn ich alles richtig verstanden habe, würde ich mal auf ein remis zwischen den beiden Kameras tippen. Die Motive waren aber auch nicht so schwierig: Vogel immer im gleichen Abstand zur Kamera geflogen (Auf die Kamera zu wäre spannender gewesen) und das Tanzpaar immer schön am selben Ort mit langsamen und berechenbaren Bewegungen (ist übrigens ein Spezialgebiet von mir). Ich sag es dir ehrlich, das hätte ich auch mit meiner alten D7000 hingekriegt (abgesehen von der Auflösung natürlich).

        Aber ein ängstlicher Typ scheint er nicht gerade zu sein, da habe ich mich wohl geirrt …

      • Hallo Rolf Carl,

        jein 😉

        Danke für deinen Kommentar auf meinen… Also – was sich ja bis in alle Kommentare auch hier hinein zieht – die Sony „is more camera für your money“, die Nikon bietet (noch) das bessere System und hält sich besser in der Hand. Von der Qualität sind sie (D 850 & A7RIII) in etwa vergleichbar. Das wäre ein Remis, wenn das System aber wichtiger ist – Objektive, (der oft angesprochene) Profiservice… dann eher Nikon. Legt man Wert auf Pixelshift, Augen-Autofokus, Video-Autofokus, Serienbildgeschwindigkeit, Silent-Shooting, elektronischen Sucher etc., dann Sony. Wenn das unwichtig ist, dann nicht 😉
        PS: Ich kenne die Videos von Tony Northrup jetzt knapp 1/2 Jahr und ich habe ihn noch nie ängstlich erlebt. Er macht mit die besten Tests, die ich kenne und vergleicht Aufnahmen sorgfältig – im Video (wie auch im verlinkten Video). Sehr kompetent. Ein bisschen viel Werbung & Verkauf für meinen Geschmack (nervt manchmal etwas) – ist halt USA und er lebt ja auch davon. Kann ich sozusagen mit leben.
        Beruflich hat er viel über Software publiziert und wohl einen entsprechenden beruflichen Background (ist wohl ein Trend – vgl. Wiesner, Thomas Hintze & Co.)
        Nebenbei macht er sich übrigens auch gerne mal über Pixel-Peeper lustig 😉 Zwischendurch ist er wohl auch mal einer, aber bei diesen Tests kann man das wohl kaum vermeiden. Also: recht kompetent und vertrauenswürdig.

      • Okay, Roland, Toni bleibt auf meiner Beobachtungsliste. Von Wiesner habe ich übrigens auch schon Videos gesehen; Praxistests von Objektiven, das waren wertvolle Entscheidungshilfen beim Kauf meiner letzten Objektive, so auch beim Tamron 100-400 f4.5-6.3.

    • Hallo Rolf, denke mal die D850 ist nicht dabei, weil sie eine Preisklasse höher angesiedelt ist. Sonst hätte er ja auch die 5D Mark IV genommen und nicht die 6D Mark II. Lediglich bei Sony selbst hat er nicht auf die Preisklasse geachtet, falls man innerhalb des Systems wechseln möchte bzw. unsicher ist, ob man nun zur A7 III oder A7r III greifen soll. So habe ich das verstanden.

      • Mark, trotzdem finde ich, wenn er schon mit einer A9 vergleicht, hätte er auch die besseren Canon und Nikon Kameras nehmen können, und nicht die 3 Jahre ältere D750. Meiner Meinung nach ist dieser Vergleich wertlos und er hätte ihn besser gleich weggelassen.

      • Die A9 ist dabei, weil die A7 III einige technische Daten von ihr übernimmt. Hier ist es – wie bei der A7r III auch – vielleicht für einige interessant zu wissen, wofür man denn den Aufpreis bezahlt.

        Und wenn er die D850, D5 und EOS-1D X Mark II zum Vergleich genommen hätte, hätte man kritisieren können, dass es nicht die gleiche Preisklasse ist und der Vergleich deshalb hinkt. Kann man eben so und so argumentieren.

      • Stimmt, Mark, könnte der Grund gewesen sein für seine Auswahl. Na ja, lesenswert war der Artikel ja sowieso …

      • Und wenn der Artikel mal nicht so lesenswert ist bin ich sicher, dass ein paar lesenswerte oder zumindest amüsante Kommentare drunter zu finden sind 😉

    • Die D850 ist doch eine andere Preisklasse….
      (AUSSERDEM HAT MAN DOCH VERFÜGBARE KAMERAS VERGLICHEN)
      Wenn man eine SONY kaufen möchte, schaut man doch erst auf das Angebot des Herstellers, um dann seine Wahl zu treffen, deshalb der große Vergleich der verschiedenen Sonay 9/7 Modelle.
      Dann reicht doch ein Gegenstück im Preissegment der Mitbewerber.
      Gruß Jürgen

    • … da müsste man schon mit der a7riii vergleichen schon wegen der Sensorauflösung. Beide, also D850 und a7riii haben im DXOMark erstmals die 100 geknackt.

    • Was hat denn eine A7III für 2.300 Euro mit der 850er für 3.700 Euro zu tun – er vergleicht halt die gleichen Kameraklassen miteinander – schon irgendwie sinnvoll 😉

      Die 850er ist in der Klasse der A7rIII angesiedelt – also HighEnd Model.
      Da gibt es auch schon ne menge Tests, einfach mal schauen 😉

    • Ich habe nun schon einige Videos von Northrup gesehen, dass aber seine technischen Erklärungen angeblich derart daneben liegen sollen, dass man ihn nicht ernst nehmen kann, ist mir noch nicht aufgefallen. Nenne doch bitte mal einige Beispiele, was er technisch unzutreffend erklärt hatte?

      • Thomas, als ich einmal einen kritischen Kommentar über einen Artikel von Northrup gechrieben habe, ging es so weit ich mich erinnere um ein 85er Objektiv, das er im Grenzbereich mit der D850 getestet hatte, ich glaube es war bei einer 10tel Sekunde. Ich fand das nicht sehr praxisnah, da man sich in der Regel nicht oft in so Grenzbereichen bewegt, also ich auf jeden Fall nicht. Deshalb fand ich diesen Test nicht sehr sinnvoll.

      • Gut, akzeptiert Rolf, ob eine bestimmte Testsituation praxisnah oder praxisfremd ist, ist wirklich diskutabel und lässt eben oftmals keine eindeutige Antwort zu. Was für Dich in Deiner Fotopraxis nicht vorkommt, könnte für andere schon relevant sein. Und selbst wenn es tatsächlich komplett praxisfremd ist, dann ist es noch lange nicht eine technisch unzutreffende Erklärung. Aber um Praxisnähe oder Praxisferne ging es bei HeinerB doch höchstens am Rande, er sprach eindeutig technische Erklärungen von Northrup an. Ich fragte deshalb um Beispiele von Northrups technischen Erklärungen, die man angeblich nicht ernst nehmen kann. Mir sind solche jedenfalls bisher noch nicht aufgefallen. Ganz im Gegenteil, ich fand bisher, er weiss von was er spricht und ist was Technik betrifft, sattelfest.

      • Stimmt, Thomas, er macht sonst schon einen guten Eindruck. Als Nikon D750 Fotograf habe ich dann halt zuerst mal eine Krise, wenn die Kamera nicht so gut wegkommt. Aber schwamm drüber. Übrigens, du bist ganz schön vielseitig; das Wort „kognitiv“ wird sonst eigentlich ausschliesslich in der Sozialpädagogik und der Psychologie gebraucht …

      • Wenn Du wegen der D750 eine Krise bei Reviews bekommst, was soll ich da erst mit meinen DSLR-Canons sagen? Man muss zur Zeit schon ganz schön selbstbewusst sein, sich als Canonianer zu outen 🙂 . Aber nochmal zu D750, es liegt doch in der Natur der Sache, dass eine Kamera wie die D750, die schon das ein oder ander Jahr auf dem Markt ist, von Neuerscheinungen zumindest bei der ein oder anderen Eigenschaft übertroffen werden kann. Ich bin mir aber sicher, nur weil die Sony A7 III, A7rIII oder A9 auf dem Mark sind, wird kein einziges Deiner Fotos schlechter, aber das weisst Du ja selbst.

        Was die kognitiven Fähigkeiten betrifft, ich habe kleine Kinder und bemühe mich, ihnen Möglichkeiten zu schaffen, damit sie diese Fähigkeiten spielerisch ausbauen und trainieren können. Aus diesem Grund habe ich mich mit diesem Thema etwas näher beschäftigt, dabei ist eben das entsprechende Vokabular in den aktiven Sprachschatz eingewandert.

      • Guten Abend Thomas,
        du hast schon recht, ich bin mit meiner D750 mehr als zufrieden, aber ich sage es dir ehrlich; ich wäre auch mit einer 5D Mark 3 oder 4 glücklich geworden, das sind auch hervorragende Kameras! Ich habe übrigens auch nochmals Panasonic und Olympus angeschaut, aber die guten Objektive passen nicht so recht auf meinen Brennweitenbedarf. Dann kommt noch dazu, dass die besten Kameras extrem teuer sind und die Objektive dazu auch. Für ein Zweitsystem einfach eine zu grosse Investition. Mal schauen …

        Vorbildlich, wie du bei deinen Kindern vorgehst, da könnten sich viele Väter eine Scheibe davon abschneiden (der Ansatz klingt nach Montessori). Viele geben den Kindern nur noch elektronisches Zeug in die Hand und überlassen sie ihrem Schicksal.

  • Der graue Sony-Guru hat gesprochen…

    was zählt sind aber die Fotos, die man damit gerne macht, oder nicht.
    Und wenn die 9 im AF deutlich schneller ist, dann ist die 7III immer noch eine flügellahme Ente
    und wird sich kaum gegen G9, Eos 5DIV oder gar D850 durchsetzen.

    • Es kommt in erster Linie mal auf die Treffsicherheit des Autofokus an. Wer sich dazu ausschweigt und stattdessen nur über dessen Schnelligkeit spricht, der ist nicht wirklich ernst zu nehmen.

    • Eine flügellahme Ente ist sie ganz sicher nicht. Dazu sehen die bisherigen Tests des Autofokus zu gut aus. Aber fand es trotzdem interessant, dass die A9 doch nochmal eine Ecke flotter zu sein scheint.

      • Mark, mich überrascht es nicht so, dass die A9 noch etwas schneller sein soll. War ja bei der D500 und der D5 auch so. Aus unerklärlichen Gründen ist die D5 trotz gleichem Sensor und trotz gleichem Autofokussystem noch etwas zackiger unterwegs. Es macht den Eindruck, dass beide Hersteller die zweite Garde etwas drosseln, um die Premiumkameras nicht zu gefährden.

      • Ja, eigentlich verwundert es nicht. Nur ist eben überall die Rede davon, dass die A7 III den Autofokus von der A9 übernimmt. Da könnte man dann im ersten Moment denken, dass es keine oder zumindest keine wirklich großen Unterschiede gibt. Die scheint es aber doch zu geben und das fand ich jetzt einfach nochmal interessant zu hören von jemandem, der beide Kameras ausprobiert hat. Wobei ich mir trotzdem recht sicher bin, dass der Autofokus sehr gut ist. Sah in dem Video von Jared Polin schon nicht schlecht aus.

      • Rolf, die Hersteller müssen da gar nicht bewusst etwas drosseln. Die Unterschiede können sich ganz einfach durch unterschiedliche Bustaktraten, unterschiedliche grosse Arbeitsspeicher, unterschiedliche Controller etc ergeben. Die teurere Kamera erhält dann ganz einfach auch die technisch besseren und damit schnelleren, aber auch teureren, Komponenten. Der günstigere Preis der einen Kamera zwingt sie fast dazu, dort dann auch die eine oder andere günstigere Komponente zu verbauen.

      • Klar Mark, denke ich auch, dass der Autofokus keine Wünsche offen lässt. Das wäre dann wirklich Jammern auf hohem Niveau. Der Autofokus der D500 (habe ich) ist ja auch genial.

      • Hallo Thomas,
        das kann gut sein, ich kenne mich einfach nicht so gut aus. Ich hätte jetzt angenommen, dass der Prozessor der Kamera einfach weniger hergibt oder bewusst nicht auf die absolute Hochleistung der Spitzenkamera getrimmt ist. Aber eben, ehrlich gesagt habe ich von solchen Sachen keine Ahnung.

      • Hallo Rolf,
        das kann natürlich genau so wie von Dir angenommen der Fall sein. Ich kann und will selbstverständlich nicht ausschliessen, dass Sony bewusst und nur in der Absicht einen technischen Abstand zu höherpreisigen Modellen zu wahren, die an sich mögliche Leistung der A7 III nicht vollständig ausreizt. Ich will nur sagen, dass es genauso gut möglich ist, dass Sony in der A7 III die ein oder andere günstigere technische Komponente mit dem Ziel verbaut, einen günstigeren Endpreis zu ermöglichen. Beispielsweise beim Monitor der A7 III dürfte dies der Fall sein. Kosteneinsparungen könnten auch der Grund dafür sein, dass man auf den AF der A9 zurückgegriffen hat. Der AF und auch der IBIS sind wahrscheinlich nach dem Sensor mit die kostenintensivsten Komponenten bei der Produktentwicklung. Wenn man hier „ins Regal“ greifen kann, senkt dies die Entwicklungskosten für die Kamera ganz erheblich. Ich vermute, für Sony war es sehr wichtig einen Endpreis um die 2000,00 Euro zu erreichen, denn hierdurch ist es möglich, die A7 III gegen die neue Fuji und gegen die Einsteiger VF-DSLRs von Canon und Nikon zu positionieren.

    • cat, da diesmal liegst du komplett daneben – es gibt genügend Test in denen der AF der A7rIII ca. 0.02 sec. vor der 5D mk4 liegt, in allen Disziplinen, inkl. lowLight. Um ca. den gleichen Wert liegt die 850er vor der A7rIII.

      Allerdings hat die A7rIII nicht den AF der A9 drin, also nicht abgespeckt sondern gar nicht – das lässt doch hoffen…und vor der 5D mk4 zu liegen ist doch schon mal nicht soooooo schlecht 😉

  • Der Autofokus von Sony besser als der von Canon ….
    Das ist ja wohl die Lachnummer des Tages.

    Ansonsten wird hier (Canon und Nikon mal ausgenommen) Not gegen Elend verglichen.

    Warum nicht, es gibt ja auch Leute, die lassen sich Kabel aus Gold für das Zusammenstöpseln der „Hi-End“-Lachnummer-Audio-Gerätschaften verkaufen.
    Und die hier teils aufgerufenen Preise von mehreren 1000 Teuro sind genau nichts anderes: Abzocke.
    Aber es gibt immer wieder Dumme, die darauf hereinfallen.

    • Hast du denn schon den Autofokus der A7 III mit dem der 6D Mark II verglichen, Sabrina? Ich vermute nicht, die A7 III ist ja noch nicht erhältlich. Ist also denke ich etwas verfrüht, da von Lachnummer zu sprechen.

      • Stimmt so nicht.

        Die Sony A7 III habe ich am letzten Samstag 10.3.2018 in Leipzig gekauft und mit dem Metabonce Adapter die canon Objektive 24-70mm f2.8, 70-200mm f2.8 und 300mm f2.8 ausprobiert. Die Sigma Festbrennweiten funktionieren ganz so gut. (Sigma 35mm f 1.4, Sigma 50mm f1.4) Es funktioniert besser als erwartet. Einfach hervorragend. Der Autofokus ist sehr schnell auch bei der Nachführung (Pferde im Galopp) bei 10 Bildern/Sec. Kein Unterschied zur canon 5dmark 4. Die Festbrennweiten kommen auf die Sony. Die großen Linsen auf die canon.

        Was der Adapter nicht unterstützt ist die Augen/Gesichtserkennung. Hier müssten Original Objektive drauf. Mich interessiert das weniger als der 5 Achsen Stabi. Der ist der Hammer! Gerade im Video kein Vergleich zur Canon.

        Die Ergebnisse im Dynamikumfang kann ich erst sehen, wenn ich die RAW Dateien bearbeiten kann. Das Rauschverhalten ab 6400 ISO ist jedoch schon am großen Monitor sichtbar besser als bei der 5dmark4. Und die ist schon sehr rauscharm.

        Was mir auch gefällt ist die Grobfunktion beim Fotografieren (wie bei Nikon). Einfach umschalten auf 1.5 fachen Bildausschnitt.

        Hätte nie gedacht, dass ich mal eine Sony richtig gut finde.

      • Ronikon, ich nehme alles zurück! Dachte sie wäre erst im Laufe der Woche verfügbar. Dann Glückwunsch zur neuen Kamera und danke für deinen Erfahrungsbericht! 🙂

        (Ich bezweifle trotzdem, dass Sabrina den Autofokus der A7 III schon ausführlich mit dem der 6D Mark II verglichen hat, lasse mich von ihr aber gerne eines besseren belehren.)

      • Hallo Ronikon,
        Dein Setup mit dem Automatikadapter für Canon EF finde ich sehr interessant. An genau die gleiche Kombination habe ich auch schon gedacht. Kannst Du bitte erläutern, weshalb Du Dich für den Metabone-Adapter und nicht für den Sigma-Adapter entschieden hast? Immerhin hast Du Sigma Objektive und der Sony-AF soll ja beim Sigma-Adapter in Kombination mit Sigma Objektiven besonders nahe an die Leistung mit nativen Sony-Linsen herankommen. Schon mal Danke für Deine Antwort!

        Gruss, Thomas

      • Habe die A7 III ebenfalls seit Samstag (10. März) und war mit dieser und der A7 RIII unterwegs.
        Es macht einfach viel Spaß, sich mit der „neuen“ zu Beschäftigen.

        Hatte einmal mit dem F1,8/55 mm Objektiv (Zeiss) und dem F1,4/50 mm(Zeiss) in einem lichtschwachen Tal am späten Nachmittag fotografiert. Bin von der A7II einfach nur begeistert und sie ist jeden Cent Wert.

      • Muss natürlich a/ III heißen. Sorry

        Muss natürlich A7 III heißen
        Vielleicht kann Mark die Patzer ausbügeln?

      • Hallo Ronikon,

        Hole meine Sony A7 III auch noch diese Woche in Leipzig ab. Bin nur noch nicht dazu gekommen.
        Der Augenautofukus funktioniert mit dem Sigma MC11 zumindest an der Sony A7R III und darum gehe ich auch davon aus das er es bei der Sony A7 III kann.

        Also wenn du es testen möchtest melden. Bin die Woche zwei mal in Leipzig und könnte ihn einpacken.

        Und ich fand das Video interessant. Was man daraus mitnimmt ist ja zum Schluss jedem selber überlassen. Und da ja eh jede Kamera anders ist. Gibt es immer pro und Kontras wenn man sie vergleicht.
        Man muss Spaß mit einer Kamera haben und dann ist es auch egal welche das ist.

      • Hallo Ronikon, haben die Canon Zoom`s überhaupt nicht funktioniert?
        Was den Augenautofokus angeht habe ich ein Video von Jason Lanier gesehen mit
        Sony A7 III und Canon / SigmaAdapter hier funktionierte der Augen-Autofokus sehr sehr gut.

      • Hallo Mark, also bezüglich Autofokus muss ich – Ausnahmsweise mal – Sabrina recht geben. Ich kenne den Autofokus der 6D MK II zwar nicht, aber den Autofokus der A7 r II, den der A99II und den der 5D Mk IV und da gibt es einen eindeutigen Sieger und der Vorsprung wird grösser je diffuser das Licht wird. Ob und wie sich Sony weiterentwickelt hat muss man in aktuellen Tests prüfen.

        Im Übrigen hast Du das bereits in deinem Intro sehr schön beschrieben, die A7 III ist zwar in vielen Dingen besser als andere aktuelle Modelle, aber auch mit den Verlierern macht man grossartige Fotos und am Wichtigsten sind – neben dem Fotografen und Motiven – immer noch die Linsen.

        Wer eine gute Neue sucht kann also bedenkenlos zur A7 III greifen. Wer das Geld besser anlegen will soll einfach dem Wechselrhythmus von Sony vertrauen und noch ein bis zwei Jahre warten, dann sieht die A7 III eh alt aus, weil sie durch die noch bessere A7 IV abgelöst worden sein wird.

      • Joe, es geht aber nicht um den Autofokus der A7r II, A99 II oder 5D Mark IV. Sondern um den der A7 III oder A9. Und zu sagen dass dieser Autofokus der A7 III im Vergleich zur 6D Mark II eine Lachnummer ist (anders ausgedrückt: A7 III Autofokus scheiße, 6D Mark II Autofokus sehr gut), ist kompletter Blödsinn. Ihr könnt von mir aus argumentieren, dass ihr persönlich den 6D Mark II Autofokus etwas besser findet als den der A7 III – gerne. Aber von Lachnummer zu sprechen ist wie gesagt einfach falsch.

      • Unglaublich, was hier so gepostet wird – aber es geschieht dennoch! 😉

        @joe: „bezüglich Autofokus muss ich […] Sabrina recht geben.“ WAs schreibt Sabrina? Nun: Es soll eine Lachnummer sein, dass der „Autofokus von Sony besser als der von Canon ….“ ist.
        Hier werden zwei Konzerne miteinander verglichen… ,die in verschiedenen Kameras verschiedene Autofokussysteme verbauen… So ein Vergleich ist schon mal merk-würdig.
        Dann geht’s weiter mit joe:
        „Ich kenne den Autofokus der 6D MK II zwar nicht“ – äußere mich aber trotzdem mal. Super Idee! ;-))
        Weiter: Ich kenne dafür veraltete Systeme von Sony, nämlich „den Autofokus der A7 r II, den der A99II und“ ein aktuelles Modell von Canon (5D Mk IV) und – wer ist da wohl der Sieger? Forderung: „Ob und wie sich Sony weiterentwickelt hat muss man in aktuellen Tests prüfen.“ Hat Sabrina nun Recht oder muss man das erst prüfen???
        Was hat T. Northrup denn getan, dass man seine Aussagen so bezweifelt? Ich kenne ihn als sehr sachlich und eigentlich ist er eher ein Nikon und Canon-Fotograf. 😉 Man kann sich ja mal ein Wildlife-Photography-Video von ihm ansehen und die dazu empfohlene Ausstattung (z.B. https://www.youtube.com/watch?v=GFghMNX9zrI) und jede Menge weitere Videos.
        Ein aktuelles Video – auf deutsch – zur A7 III (22 Min.) gibt es vom Fototrainer, dort wird der neue Autofokus ausgiebig vorgestellt: https://www.youtube.com/watch?v=WNCAz1TFDZ4

      • Mark – ich habe Sabrina nur – und nur Ausnahmsweise – in einer Sache zugestimmt, dass die angebliche Überlegenheit des Sony-Autofokus, eine bis anhin angebliche war und dass man sehen muss ob die A7 III endlich hält, was die gefühlten 3Millionen AF-Punkte und Kreuzsensoren bis anhin versprochen haben. Ich habe bisher mit Sony AFs – speziell bei diffusem Licht – nur negative Erfahrungen gemacht, nicht zuletzt deshalb habe ich mich Ende 2016 für die 5D MK IV entschieden, abgesehen vom sensationellen AF im Live-View Modus.
        Die Sonys sind sicher top Kameras, daran gibt es keine Zweifel, möglicherweise in manchen Dingen besser als alle anderen, aber wie hier alles was Sony rausbringt unreflektiert als grösste Erfindung und Errungenschaft seit der Erfindung des Rades hingestellt wird, gibt mir dann schon etwas zu denken. Etwas mehr Abstand zu einem Produkt, das spätestens 2019 nur noch als gute Kamera durchgehen wird, wäre durchaus angebracht.

      • „Aber wie hier alles was Sony rausbringt unreflektiert als grösste Erfindung und Errungenschaft seit der Erfindung des Rades hingestellt wird, gibt mir dann schon etwas zu denken. Etwas mehr Abstand zu einem Produkt, das spätestens 2019 nur noch als gute Kamera durchgehen wird, wäre durchaus angebracht.“

        Sehe nicht wo hier irgendwo etwas als größte Errungenschaft seit der Erfindung des Rades hingestellt wird. Tony Northrup fand den Autofokus der A7 II schlecht, findet den der A7 III nach seinen Tests nun super. Und er findet ihn besser als den der 6D Mark II, was er erwähnt, weil das ein Vergleichsvideo ist. Ich fasse dieses Video zusammen. Das ist alles.

        Und nochmal: Es geht hier nicht darum, wie 2016 irgendwelche Kameras beim Autofokus abgeschnitten haben. Wir haben jetzt 2018 und mit der A7 III bzw. der A9 hat sich Sony eben stark verbessert beim Autofokus, sodass dieser jetzt wirklich konkurrenzfähig ist und auch mit DSLRs mithalten kann.

    • Liebe Sabrina, ich bin also so ein Dummer Fotograf der auf eine „Lachnummer“ hereingefallen ist!

      Ja ich fotografiere seit 25 Jahren mit canon (auch mit der 1dxii und der 5d mark4) und habe mir am 10.März 2018 eine Sony geholt, um bestimmte Projekte (Sportfotografie in der Halle) mit hohen ISO Einstellungen, kurzen Verschlusszeiten unter 1/800 vielleicht noch besser auflösen zu können. Und das möglichst mit canon Objektiven (Adapter Metabonce).

      Und es ist keine Lachnummer geworden sondern die Realität zeigt mir, dass die die A7III professionell zu gebrauchen ist. Mehr noch. Der Autofokus ist auf keinen Fall schlechter als bei canon. Sony hat vielleicht auch bei Nikon abgeschaut, wie man den Autofokus optimiert. Ich werde diese Kamera behalten.

      Einfach mal so eine Sony in die Hand nehmen die überarbeitete Menüführung durchblättern und los fotografieren. Also nicht über Dinge schreiben, die man nicht kennt.

      Rede nicht Handle!

    • Tja, Sabrina, dann mal richtige Tests lesen oder noch besser, probieren, dann, aber eben nur dann, weißt du bescheid.
      Woher nimmst du denn deine fundierten Kenntnisse um so eine Aussage treffen zu können?

  • Das Video hätte er sich schenken können. Er vergleich ein paar technische Daten – das bekommt man woanders ausführlicher.
    Die D750 hatte ich mal bestellt und nach 3 Tagen wegen der Bildqualität zurückgegeben. Lag vielleicht am schwachen Objektiv AF-S 24-120mm, und auch am AA-Filter. Ich hoffe, dass mir das mit der a7 iii nicht passiert.

  • Ich bin jetzt seit gut einer Woche von Nikon D810 und D850 (14-24, 24-70 VR, 70-200 VR II, Sigma 120-300 Sports) auf zwei Sony A7RIII mit 24-70 GM und 100-400 GM umgestiegen. Noch kann ich keine wirklich verlässliche Aussage treffen. Die D850 war schon die BESTE Kleinbildkamera die ich je hatte. Auch wenn immer wieder geschrieben wird, Canon und Nikon hätten eine viele größere Auswahl bei den Objektiven. Was nutzt es mir, wenn das Gesamtsystem derart empfindlich ist (gerade bei Nikon), das ständig am Body und Objektiv nachjustiert werden muss. Bei 24 MP fallen viele Fehler des Systems nicht auf. Aber bei 46 MP macht ein guter Body mit einem auch nur wenig dejustierten Objektiv einfach nur Müll. Ich bin gespannt, ob das Sony System tauglicher in der Kombination hohe Auflösung des Bodys und Fähigkeit des Objektives dies umzusetzen ist. Ja, die Bedienung der Sony fällt mir nach über 10 Jahren Canon und Nikon nicht leicht. Aber bislang stimmt das Ergebnis. Gerade das 100-400 an der A7RIII ist vorzüglich.

    • Wie bei jeder Neuerscheinung von Sony……
      Canon und Nikon wird immer in den Himmel gelobt.
      Ich hab bei den ALPHA DAYS in HH gesehen, wie die A7III läuft…..
      War drauf und dran meine 99II gegen die A7III einzutauschen!
      Kleine Tip an die Menue Meckerer:
      Man gewöhnt sich immer an das System, was man täglich benutzt und wenn etwas neu ist,
      dann muss man sich halt umgewöhnen. Das kann auch spannend sein!

      • Dem kann ich nur beipflichten.

        Habe vor einiger Zeit mich von Nikon getrennt, lediglich die D700 mit einem 50mm Objektiv behalten.
        Die Umstellung auf das Sony Menü war Haarsträubend anders.
        Heute habe ich entsprechende Tasten mit mir libgewonnen Dingen programmiert und es geht jetzt alles von Hand, ohne groß nachzusehen.

        Übung macht den Meister

  • Nikons Modellpflege ist mir sympatisch. Im Gegensatz zu Elektronik Firmen wie Sony, die jedes Jahr einen Modellwechsel durchführen und deren Autofocus erst im 3. Anlauf auf Höhe der Reflexkameras ist, findet dieses bei Nikon erst bei der Ermöglichung besserer Technologie statt. Gerade die Nikon D750 ist ein hervorragendes Beispiel. Abgesehen vom 4K Videomodus ist sie nach dreineinhalb Jahren immer noch auf Höhe der Zeit. Für eine Reflexkamera ist sie besonders kompakt und liefert wunderschöne Bilder, die von kaum anderen Kamera geschlagen wird. Das heutige Niveau der Bildqualität ist vermutlich das Problem der Kamerafabrikanten. So Qualitäts Sprünge, wie von der D700 zur D800 sind wohl nicht mehr möglich. Ich habe auch die D850 und deren Bilder sind gegenüber denen der D750 kaum besser. So wird dies gegenüber der Sony auch sein. Der Sony voraus hat die Nikon den wunderschönen Sucher, eine Riesenauswahl an Objektiven, die auch noch viel billiger sind und kompakter. Ab der 3. Linse in der Tasche ist man mit der Nikon auch noch kompakter als Sony. Womit der Hauptvorteil der Sony´s dahin ist. Jedes technische Ding ist immer ein Kompromiß in der Kombination des Möglichen. Die Kombination der Sony ist sicher für einige interessant. Doch generell würde ich sagen für Größe und Preis gibt es besseres als Sony. Praktisch dieselben Möglichkeiten in kleiner, billiger und leichter liefert M43.

    • PGS,
      gerade die D750 ist ein Paradebeispiel für eine Rückrufaktion gewesen 😉 ich hoffe der Verschluss ist nun ausgereift…Probleme D600/610 …Nikon kocht auch nur mit Wasser

  • Man stelle sich vor das die Bedienungselemente in den Fahrzeugen verschiedener Hersteller divers verteilt wären, eine Katastrophe!

    Ich finde das eine Einigung auf Menü Grundstrukturen von Vorteil wäre. Wer wie ich täglich mit zwei System arbeitet hat wenig Anwendungsprobleme. Jemand der längere Zeit mit „A“ gearbeitet hat und plötzlich „B“ bedienen soll wird laut fluchen weil nichts dort ist wo es bisher gewohnt untergebracht war.

    Es soll auch Arbeitnehmer geben die seit Jahren die selbe Strecke zur Arbeit mit dem Navi fahren!

    Nebenbei finde ich die „Vergleiche“ wenig informativ, weil sie nach dem „Äpfel und Birnen“ Prinzip aufgebaut sind. Ein AMG Motor ist nichts wenn man ihn mit einem 1600 PS LKW Motor vergleicht.

    Für diesen Vergleichsansatz hat Tony Northrup bestimmt einige Erdnussbohnen extra bekommen weil gerade er wissen müsste was wirklich Sache ist.

  • Soviel Toni kann ich langsam nicht mehr hören.
    Toni scheint zum Foto-Gott zu werden, oder ist er es bereits ?
    Für Viele anscheinend.

    Wir hier im Norden haben es mit den Bayern wie folgt; Einen Bayern kann noch jeder vertragen, wenn aber die Bayern überhand nehmen, werden sie zum Alpentoni.

    So auch dieser Toni, alles was er sagt, ist gültig.
    Wer sich z B eine Nikon D750 kauft, ist damit absolut glücklich. Das unterschreibe ich.

    Zu Sony wechsele ich dann, wenn ich:

    – japanisches Menu studieren will
    – wenn ich mich negativ überraschen lassen möchte, was Gewichtsersparnis / Haptik angeht
    – wenn ich viel mehr Geld an Sony für Objektive zahlen möchte, als an den Wettbewerb
    – mich im Nachhinein ärgern möchte, für mein dämliches Verhalten.

    Nikon D750 / D850 lassen grüßen.

    In diesem Sinn

    • Hallo Volker Missal,

      bin mir jetzt nicht sicher ob du Tony Northrup oder mich meinst. Weil soviel habe ich noch nicht hier gesagt.
      Und ein Bayer bin ich auch nicht. Also wird das nichts mit dem Alpentoni. Auch wenn ich die Berge sehr gerne mag.

      Ich habe mich für eine Sony nicht wegen der Größe entschieden. Sondern wegen seinem Sensor und weil mir der Digitalesucher + Autofokus ( Nachführung und Augenautofokus bei einer sehr hohen Bildabdeckung mit Fokuspunkten, Sony A7 III ca. 93% ) eine Arbeitsweise erlaubt die meinen Bildern zum Schluss zugute kommt.
      Jeder hat einen Workflow und sucht sich dafür die beste Kamera aus. Was für mich zutrifft bedeutet es zwangsläufig nicht für jemand anderen.
      Damit kann ich Leben, das sollten andere vielleicht auch und nicht gleich über jede Kamera mit der man nicht arbeiten möchte schlecht reden.

      • @ Toni S
        hallo Toni S, Du warst gar nicht gemeint. Ich wußte gar nicht, daß es noch weitere Toni`s hier gibt.
        Gemeint ist er Foto-Gott Toni Northrup. Der wird nämlich immer wieder zitiert, in vielen Foren.

        Weil jemand etwas sagt, müssen alle mit ?? Wo sind wir denn. Fotografiere ich so wie er ?
        Fotografiers Du so wie er ?
        Haben wir nicht alle andere Ansprüche an das Foto ??
        Also, wenn jemand etwas sagt, kann das nett sein oder auch nicht, mehr nicht.
        Alles andere wäre ja Beihilfe zur Verführung, falls der neue Käufer dann doch nicht zufrieden wäre.

      • @Toni S. – Ich hoffe Du hast Deine Frau nicht nur nach dem Brustumfang oder dein Auto nicht nur nach der PS-Zahl ausgewählt, sondern nach dem, was sozusagen als „Gesamtpaket“ an Qualitäten vorhanden ist. Ich finde es toll, wenn Du mit Deinem System zufrieden bist, dennoch kommt es mir bei Einigen so vor (will Dir nichts unterstellen), dass Einzelaspekte wichtiger sind als die Gesamtbetrachtung. An obigen Beispielen siehst du wie blödsinnig das sein kann, dennoch kann man auch mit einer Frau die nur einen grossen Brustumfang hat glücklich werden (um im Beispiel zu bleiben). Ich wünsche dir also weiterhin viele tolle Fotos!!!

    • Wir im Süden, im besseren Deutschland, haben die Befürchtung das die Besucher aus dem Norden nicht mehr nach Hause finden und hier bleiben. Schon jetzt kann man sich nicht mehr öffentlich in unserer Landessprache unterhalten weil die „Nordlichter“ sonst Kommunikationsprobleme haben.

      Nördlich vom Weißwurscht Äquator ist der Mentalitätsunterschied für uns einfach zu groß, deswegen fahren wir wieder gerne „hoam“ (nach Hause). Was sollen wir auch dort wo die Maulwurfhügel schon Berge sind und es keinen „Leberkassemmi“ gibt?

      • Nach 10 Jahren Stockholm bin ich wieder nach HH zurück und schon nach kurzer Zeit war für mich klar, hier will ich nicht mehr leben…allein schon das Wetter 😝 Naja aus dem geplanten Oslo ist München geworden aber Alfred ich fühle mich unter euch wohl auch wenn ich manchmal nicht jedes Wort verstehe 😀

      • @ Alfred
        Hallo Alfred, mit den Bayern sind nicht die geografischen gemeint, sondern die Besserwisser, die abhebenden mit Alpenhut, die, die schon mal gelebt haben….
        So wird das im Norden verstanden.
        Ich fühle mich ebenso in Bayern sehr wohl, mache auch mal Urlaub dort.
        Siehst Du Alfred, die Nordlichter bringen halt eine Menge Urlaubsgeld in die Bayern-Kasse.

        Zur Sony R3: mit dem Zeiss 25mm ist sie gut, wohl mit allen WW, auch noch mit dem 24-105 – sobald aber ein 24.70 oder größer drauf ist….
        dann ist die Fuji- Mentalität wieder weg.
        Fuji-Mentalität = klein-fein-hochwertig-Jackentaschentauglich.
        Wenn jetzt jemand wieder sagt, sie paßt eben doch in die Tasche, ich habe eine Jägerjacke, da sind die Taschen halt größer….
        Also Fuji mit dem 18-55 oder ein paar FB. Bitte nicht mit dem 100-400mm.

        Ich hoffe jedoch , wir bleiben Freunde.

  • Ich verstehe nicht, weshalb der elektronische Sucher grundsätzlich als Vorteil gesehen wird und hier (z.B. im Vergleich mit der Canon 6DII) zu einem Plus-Punkt führt.
    Meine Erfahrung mit spiegelloser APS-C Kamera und dem vergleichbaren Pendant als DSLR mit APS-C ist ganz klar PRO Sucher. Schon mal bei starker Sonne mit einem elektronischen Sucher versucht, Sportfotos mit großem Tele zu schießen ? Und dann gewechselt zum optischen Sucher: Welche Wohltat !!! Ich sehe mehr !

    Nirgends kann ich aber bei diesem Vergleich den großen Unterschied im Stromverbrauch erkennen, die elektronischen Sucher ziehen massiv am Akku.
    Einschaltgeschwindigkeit ? schnelle Aufnahmebereitschaft ? Auch wichtige Punkte.

    Man darf nicht nur Pixel peeken. Wenn der Sensor der Sony besser ist (was ich durchaus nachvollziehen kann) muss aber auch beschrieben werden, in welchen Kriterien er besser ist. Nur mehr Pixel ? Rauschverhalten low / high ISO ? Dynamik-Umfang ?

    • Das mit dem Sucher würde ich eher als subjektiv bezeichnen, ich hab lang mit optischen Suchern gearbeitet, würde aber nicht mehr zurückwechseln wollen. Beim optischen Sucher hatte ich immer Probleme beim manuellen fokussieren, wenn ich meine Brille abgenommen und den Sucher auf meine Dioptrien eingestellt hatte war es zwar besser aber bei weitem nicht so einfach wie mit dem elektronischen und außerdem hab ich auch keine Luste 500 mal am Tag Brille auf- Brille absetzen zu müssen. Ein auch großer Vorteil ist, das ich eben sofort sehe wie sich eine Einstellungsänderung auf mein Bild auswirkt. Somit, jedem wie es ihm gefällt, ich finde den elektronischen Sucher besser, andere eben den optischen.
      Bei der 6D-2 könnte ich mir vorstellen, das es zu einer Abwertung kam, da der Sucher nur 98% Bildfeldabdeckung hat.

      Das mit dem Akku bzw. dem Stromverbrauch ist auch so eine Sache, klar eine DSLR braucht weniger Strom, da der Sensor nur bei der Aufnahme aktiviert wird, aber ist das wirklich schlimm? Ich hab zu analogen Zeiten mit der Fotografie begonnen, da musste ich alle 36 Fotos den Film wechseln und das war aufwendiger als heute ein Akkuwechsel.

      Ansonsten sehe ich einen Praxisvergleich bzw. Vergleich im Alltagseinsatz auch sinniger, als nur die technischen Daten mit einander zu vergleichen. Das ist aber schwieriger in einem Video unterzubringen, wie es Tony Northrup hier macht. Ich muss aber auch gestehen, ich hab mir das Video nur teilweise angesehen, mir sagt seine Art nicht wirklich zu.

      • Das mit den elektronischen Suchern ist teils praktisch, aber auch optisch sehr irreführend. Der Sucher meiner GFX50s ist eine Wucht und ich möchte ihn nicht missen.

        Jetzt das große ABER: Weil die Pixel künstlich beleuchtet werden haben Lichter und besonders die Schatten nicht den natürlichen sondern einen errechneten Helligkeitswert welcher nicht viel mit der Realität zu tun hat. Das ist manchmal echt Sch… weil man im Sucher Zeichnung gesehen hat die man aus den RAW Daten nachträglich erst heraus arbeiten muss. Beim optischen Sucher bemerkt der Fotograf das schon vor der Aufnahme und arbeitet mit einem Aufheller dagegen.

        Trotzdem werde ich mich wohl an dieses Phänomen gewöhnen müssen, weil die Vorteile z.B. Sucherlupe oder leichteres Einstellen der Schärfe bei Dämmerung diesen kleinen Nachteil locker wettmachen.

        Wenn im Studio das Sucherbild auf dem großen Monitor steht ist das auch nicht mehr relevant.

        Vollformat und Spiegellos ist schon wegen der fast gleich großen und im Gewicht gleichen Objektive wenig sinnvoll. Sowie man wegen höherem Energieverbrauch und besserem Gehäusehandling einen zusätzlichen Handgriff benötigt haben sich die Vorteile schon erledigt.

        Wer sagt denn das eine Spiegellose Vollformat klein sein muss? Elektronischen großen Sucher verwenden und die Vorteile mit dem selben Auflagemaß wie bisher nutzen, Adapter gespart und Platz für einen größeren Akku wäre auch vorhanden.

      • Hallo,
        Canon baut nach wie vor hervorragende Produkte und das schon seit Jahrzehnten.Wertigkeit,Qualität,
        Verarbeitung und Zuverlässigkeit sind meiner Meinung nach wie vor immer noch einmalig.Man kann dieses Unternehmen alles konservativ,bieder und etwas altbacken bezeichnen was aber nichts daran ändert das die Produkte absolute Spitzenklasse sind.Das andere Unternehmen in Sachen Inovationen und Technik etwas weiter sind ist vollkommen in Ordnung.Ich persönlich will ein ausgereiftes zuverlässiges Produkt nicht jeden teilweise überflüssigen Trend.Auch Canon kann die Kamera nicht neu erfinden,man hat Sie permanent in teilweise auch kleinen Schritten immer wieder perfektioniert.Solche Schritte und Entwicklungen funktionieren aber nicht von heute auf morgen.Man benötigt jahrelange Erfahrung.

      • @Alfred
        Ja das stimmt, manchmal sieht man mehr Zeichnung als dann im Endergebnis da ist, aber daran hab ich mich nach nun 4 Jahren elektronischen Sucher gewöhnt. Der Sucher der GFX ist wirklich traumhaft, so wie die ganze Kamera, leider wiegt sie für meinen Geldbeutel etwas zu schwer. Wer weiß, vielleicht irgendwann einmal.
        Was die Größe angeht bin ich ähnlicher Meinung, eine Spiegellose kann auch etwas größer gebaut werden, wenn das dem Handling zu gute kommt. Ich hatte eine Zeit lang noch eine Panasonic GF6, war für die ganz kompakten Einsätze gedacht. Da ich keine 1000 Fotos damit gemacht hab, hab ich sie nun verschenkt. Ich greif einfach lieber zu meinen griffigeren Kameras (Olympus OM-D E-M1 und Fuji X-T1).
        Beim Bajonett / Auflagemaß bin ich der Meinung, wenn es für künftige Technologien sinnvoll ist sollte man es ändern und mit Adapter für den aktuellen Bestand arbeiten, wenn es nicht nötig ist kann man es beibehalten, mann muss sich aber im Klaren sein, dass dann nie so Kompakte Modelle wie z.B. eine X-E3 möglich sind. Kompakte Modelle sind halt auch bei vielen sehr beliebt.

        @Martin
        Canon baut sicherlich sehr solide Arbeitstiere, da bin ich voll bei dir und man kann natürlich auch mit einer Canon wunderbare Bilder produzieren. Dennoch würde Canon das ein oder andere kreativere Modell nicht schaden. Ich bin mir Sicher, dass sie auch bald wieder etwas vorstellen werden, worüber sich die Fangemeinde freuen kann.
        Bei Canon kann man das gleiche Problem wie bei anderen groß gewordenen Konzernen beobachten, sie werden träge und reagieren manchmal zu spät. Hoffen wir einfach das Canon nicht zu spät liefert, es wäre schade, denn auch Canon bereichert den Markt.

        Beste Grüße
        Matthias

      • Das mit dem Sucher hängt vor allem auch von der persönlichen Historie ab. Ich bin zwar ein alter Sack, aber erst über das Smartphone-Geknipse zur Photographie gekommen. Habe dann erst zu MFT gegriffen und als Vollformat anstand zwischen D850 und A7rIII geschwankt. Letztlich ist es die Sony geworden vor allem auch wegen dem Sucherthema (und Video). Den Komfort des EVF will ich nicht mehr missen – die Umstellung auf ne DSLR wäre viel größer, als der von MFT auf die grausige Menüführung bei Sony. Kommt man ggf. noch aus der analogen Zeit, oder hat einfach schon lange mit DSLR gearbeitet, dann ist EVF natürlich neumodischer Schnickschnack, der den Umgewöhnungsaufwand vermutlich oft nicht rechtfertigen kann. Größe und Gewicht bei der Diskussion „spiegellos ja/nein“ werden IMHO vor allem von der DSLR-Fraktion immer angeführt, weil sie sonst keine Vorteile in dem Ansatz sehen können. Wenn ich leicht und kompakt will, darf ich generell nicht zu Vollformat greifen. Aber das ist ja nicht der Grund für eine Entscheidung pro Sony z.B. Das war eher technischer Komfort und Funktionsumfang. Ich denke mittelfristig wird spiegellos dominieren, kurzfristig ist es allein eine Frage der Perspektive und Präferenz. Deshalb ist z.B. die Objektivfrage für manche auch sekundär. Klar, mehr gutes Glas ist besser, aber bekommt man auch für E-Mount brauchbares? Ja, mehr als man Geld ausgeben kann ….

  • also ich kenne diesen tony nicht, und das englische ist nicht gerade meine sprache. daher wäre der versuch schon zum scheitern verurteilt.
    da die x-h1 explizit als kamera für videographen gepriesen wird, ist es für mich klar, daß ich diese eigenschaften mit der sony vergleichen will. sonst könnte ich auch gleich zur x-pro2 oder zur x-t2 greifen. ich muss dazu sagen, ich bin kein videograph. verzeiht daher meine unwissenheit.

    es ist tatsächlich etwas arbeit nötig um infos über diese kameras zu erhalten, welche ich nicht auf die spitze treiben möchte. allerdings fand ich heraus, daß die fujifilm x-h1 200 mbit/s aufzeichnet, während die sony a7iii nur 100 mbit/s bei 4k aufzeichnet. ich glaube wenn man sich die kameras dann mal genauer anschaut, wird man sicher mehr punkte finden die entscheidend sein könnten.

    ich bin mir sicher, daß auch bei der videographie farbtiefe, dynamikumfang,… entscheidend bei dem kauf sein wird.

    wie gesagt, wenn man die x-h1 heranzieht, darf man meiner meinung nach nicht die videographie vergessen. dieser ist in meinen augen der entscheidende vorteil gegenüber einer x-t2 oder x-pro2. ich bin überzeugt, wenn man sich die arbeit macht, findet man mehr punkte auch bei den anderen herstellern.

    ich will damit nicht die sony a7iii herabwürdigen. aber ich finde, wenn man vergleicht, muss man auch genauer hinschauen und nicht nur einmal einen blick drauf werfen.

    • Ich kann mir nicht vorstellen wie dieser Tony behaupten kann das die Sony A 7 MR deutlich bessere Bildqualität zu Fuji X -H1 hat.

      Hatte selbst schon einige Sony A 7 Modelle zu Fuji XT -2 im Vergleich Wochenlang getestet da war die Fuji für mich immer der Favorit. Selbst habe ich derzeit die XT 2 zuvor hatte ich die Nikon DF und Leica Q

      Hier mal ein Video Test vergleich , die ich ähnlich durchführe , ist natürlich nicht Professionell aber für mich Persönlich ausreichend .

      https://youtu.be/BlwdpXs3rnk

      • Heute werden kleine Unterschiede oft schon als „deutlich bessere Ergebnisse“ bezeichnet. Wenn man das ganze mal nüchtern betrachtet, sind die Unterschiede selbst zwischen Canon, die ja „weit“ abgeschlagen sind (bitte nicht falsch verstehen liebe Canon-User), und Sony nicht so groß, dass man mit einer nicht mehr fotografieren kann. Den Unterschied zwischen Fuji und Sony sieht man nur dann wenn man voll reinzoomt und selbst da ist er gering. Bei Lowlight wird es vielleicht etwas früher auffallen, da der Vollformat Sensor da evtl. mehr Reserven hat.
        Wo man den Unterschied leichter sieht, ist bei den Farben. Aber ein besser gibt’s da eigentlich nicht, das ist rein subjektiv, welche Farben einem besser zusagen.

      • Ich habe mir das Video noch einmal auf diese Aussage hin angesehen – sie wurde bereits zahlreich kommentiert. Er sagt tatsächlich, dass die Bildqualität bei der A7 III doppelt so gut ist (ab 7:23 auch zu sehen als Stichpunkt) , wie bei der XH1.

        Diese Aussage hätte er besser nicht gemacht – das ist natürlich Unsinn. Hier hätte er den Fehler besser zugegeben – vielleicht macht er das ja noch 😉

        Dass eine (aktuelle) Vollformatkamera im Prinzip eine bessere Bildqualität liefert – gerade beim Rauschverhalten – ist ja einigermaßen klar, auch wenn die Unterschiede – nicht zuletzt durch die guten Fuji-Kameras – auch nicht mehr so groß sind, wie man mal dachte 😉

  • Heute hatte ich die Möglichkeit sowohl ein Canon EOS M50, eine Fuji XH-1 und eine Sony a7iii ausprobieren zu können. Es geht jetzt nur um Haptik, Bedienung und System, Bildqualität konnte ich nicht beurteilen.

    Canon EOS M50:
    Pro
    • Gehäuse (Größe, Haptik, Verarbeitung)
    • APS Sensor in so einem kleinen Gehäuse, Beeindruckend
    • Nutzbarkeit der EF Objektive mit Adapter
    • Tolle Zweitkamera wenn man sowieso im Canon- System integriert ist
    Contra
    • Bescheidene Auswahl an nativen Objektiven, man kann auch sagen eine Katastrophe (5 Stück?)
    • Kein Batteriegriff (auch nicht irgendwann, da keine Anschluss Kontakte auf der Bodenplatte oder im Akku Fach) wie soll man also so eine Kamera mit EF Objektiven nutzen

    Fuji XH-1:
    Pro
    • Meiner Meinung nach bestes Bedienkonzept von allen durch die analogen Einstellräder
    • Erstklassige Verarbeitung von Kamera und Objektiv, sehr wertig
    • Objektive von SWW bis Super Tele
    • Wählbare Filmemulsionen
    • Batteriegriff
    • Systemgewicht
    Contra
    • Black Outs

    Sony a7iii:
    Pro
    • Ebenfalls sehr wertig
    • Für Vollformat extrem kleines Gehäuse
    • Batteriegriff
    • Keine Black Outs
    • Sehr guter Sucher, bester von allen dreien
    • Beeindruckende Geschwindigkeit
    • Derzeit 23 Objektive, also ausreichend…
    Contra
    • Bedienkonzept, viel über das Menü
    • Trotz Batteriegriff mit 70-200 F2.8 in der Ergonomie nicht einfach…
    • Preise der Linsen
    • Systemgewicht

    Mir persönlich hat die Fuji am besten gefallen, gefolgt von der Sony. Die Canon ist eine tolle Kamera wenn man sowieso bei Canon ist, einen Systemumstieg rechtfertigt sie jedoch in keinster Weise, die beiden anderen jedoch auch nicht, wenn man sein Portfolio hat und damit zufrieden ist.

    Zum Thema Sensor der Nikon D850 habe ich folgendes erfahren, Hersteller ist Sony, nach den Vorgaben von Nikon produziert, genau wie bei Fuji… es gibt nur wenige Hersteller und Sony Kamera ist nicht gleich Sony Sensor…

  • Es ist wahr dass die Sony Objektiven sehr teuer in Vergleich zu Canon sind, aber für diejenigen die von Canon auf Sony wechseln ist es billiger. Dabei werden auch Sigma, Tamron und Samyang EF kompatible Produkte zur Verfügung produzieren.

    • Sind die Sony-Objektive wirklich so teuer im Vergleich? Meist werden ja nur billige Einstiegsmodelle vermisst…. Vergleichen wir mal:
      Sony 70-200 mm F4. G OSS E Mount Lens – zur Zeit EUR 1.298,99 (alles) bei Amazon.
      Canon: Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM Objektiv EUR 1.145,00
      Unterschied: 13,4% ist das neuere (und bessere) Sony-Objektiv teurer

      Sony 70-200 mm F2,8 GM OSS Objektiv: EUR 2.585,00EUR
      Canon EF 70-200 mm 1:2,8 L IS II USM Objektiv: EUR 1.981,00
      Unterschied: 30,48% ist das neuere (und bessere) Sony-Objektiv teurer.
      Zum Unterschied in der Qualität: DXO-Score: 33 für Canon (5DSR) und 39 für Sony (7RII)…

      Sony SEL-18135 Zoom Objektiv 18-135mm F3.5-5.6 OSS: EUR 566,58
      Canon EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS USM Objektiv: EUR 415,17
      Unterschied: 36,47% ist das neuere (und bessere) Sony-Objektiv teurer. Wow!

      Sony: Sony SEL90M28G, Medium-Tele-/Makroobjektiv (90 mm, F2,8 Makro G OSS, E-Mount Vollformat: EUR 989,99
      Canon EF 100 mm 2,8 L IS USM Macro-Objektiv (67 mm Filtergewinde, bildstabilisiert): EUR 844,00
      Unterschied: 17,19% ist das neuere (und bessere) Sony-Objektiv teurer.
      Zum Unterschied in der Qualität: DXO-Score: 34 für Canon (5DSR) und 40 für Sony (7R; 47 an der 7RII)…

      Den Rest kann jeder selbst recherchieren 😉

      Die neu-gerechneten Objektive sind natürlich meist besser – das gilt dann auch für neue Canon-, Fuji- oder Nikon- (etc.) Objektive. Es gibt neue Materialien für die Linsen, bessere Stabilisatoren (Sensoren, Motoren, Steuerungen), mehr und günstigere Rechenpower…
      Es gibt den Preisunterschied, aber auch einen in der Qualität. Nicht jeder braucht das, tja… 😉
      Mit höheren Stückzahlen sollten die Preise auch fallen und da scheint da was zu passieren…

  • In den letzten Tagen hat sich Canon, aufgescheucht durch die neue Sony A7-lll, zu Wort gemeldet. Canon hat vollmundig eine Offensive angekündigt.

    Canon wird wohl gut vorbereitet an die Käuferfront ziehen. Für uns Fotografen kann das nur von Vorteil sein egal für welches System wir schwärmen oder an welches wir schon gebunden sind.

    Schwierig wird es für Hersteller die auf die Zulieferung von Sensoren angewiesen sind. In einem Interview mit Sony hat es geheißen das man die Lieferungen an Mitbewerber neu überdenken möchte. Canon will laut neuesten Ankündigungen seine bisher selbst verbauten Sensoren für Fremdanbieter zugänglich machen. Was da momentan hinter verschlossenen Türen in der obersten Etage „geklüngelt“ wird?

    Für den Erfolg (Geld und Marktanteile) wird sicher auch der Verkaufspreis an der Ladentheke entscheidend sein. Ob sich da die Hochpreispolitik von Sony durchsetzt wage ich zu bezweifeln. Mag sein das für Sony der Gewinn prozentual stimmt, Marktanteile und Gesamtumsatz im Fotobereich sind damit nicht zu erreichen.

    • OK, Sony-Objektive sind nicht billig aktuell, aber durch Sigma kommt da ggf etwas Bewegung rein … Jedenfalls ausgerechnet bei dem Artikel zur A7 iii auf die Hochpreispolitik hinzuweisen, also bei einer Cam die für schlappe 2,3k (soviel kann man auf für MFT ausgeben) im Vollformatbereich teilweise unverschämt gut mit den dramatisch teureren Topmodellen mithalten kann, also derzeit extrem viel „Bang for the buck“ bietet, das liest sich irgendwie seltsam 🙂

      • Der Kommentar zielt auf die momentane Lage in der Fotoindustrie ab. Jeder von uns, egal ob Profi oder Foto begeisterter User macht sich Gedanken wie es zukünftig weiter geht. Samsung, ein Sensorproduzent, hatte sein Spiegelloses vorzügliches 28 Megapixel APSC Gerät auf dem Markt gebracht um wenige Monate später aus dem Kamerageschäft auszusteigen.

        Im kleiner werdenden, sich schnell verändernden Fotomarkt tummeln sich immer noch zu viele Fische im Becken. Die Art wie Fotos genutzt werden hat sich drastisch verändert. Die geschäftliche Wertigkeit von Bildern geht gegen Null.

        Gestern hat zum Beispiel Mercedes beschlossen keine Prospekte mehr zu fertigen. Der Kunde soll sich die Fahrzeuge ausführlich im Internet ansehen. Das dort gezeigte vermeintliche Foto/Video ist aber auch keines mehr, es ist aus dem vorhandenen CAD Datensatz per CGS am PC entstanden. Die herrlichsten Landschaften können digital erschaffen werden, wozu fotografieren?

        Wovon sollen Kamerahersteller und Fotografen leben wenn es keine „echten“ Bilder braucht? Soll denn jeder Event oder Sportfotograf werden?

        Diese nicht vorhersehbaren Voraussetzungen lähmen zum Teil die Kameraindustrie. Unten sind durch die Smartphones die Kompaktkameras weggebrochen und von oben knabbern im Werbebereich die 3D Bildprogramme am Auftragskuchen der Fotografie.

        Es ist egal ob ich mit oder ohne Spiegelkamera keine Aufträge bekomme, es gibt einfach keinen Grund mehr ein hochwertiges Gerät zu kaufen.

        Einzig der Spaß am Fotos machen steht gegen diese erschreckenden Fakten, ob es sich noch lohnt massenweise Fotoapparate auf den Markt zu bringen wird die Zukunft zeigen.

      • @ Alfred

        Gott sei Dank ist bei mir Fotografie nur Hobby und nicht Broterwerb. Ich teile deine Befürchtungen und vor allem wird nicht nur die Kameraindustrie sondern auch der Bereich Druck und Papierproduktion in starke Mitleidenschaft gezogen. Auch andere Produktionszweige und Prozesse werden verschwinden und obwohl ich Ökonom bin, weiss ich nicht was ich meinen Töchter beruflich raten soll, denn vieles was bis anhin mal vernünftig war ist morgen schon wieder obsolet.

      • @ joe

        Ich glaube Psychologie oder allgemeine Lebensberatung wäre obsolet, jemand muss doch die Millionen aus der Bahn geworfenen Arbeitnehmer wieder auffangen und in die Harz Gemeinde einfügen. Oder Bestatter ist in schlechten Zeiten ein gefragter Job.

        Sarkasmus beiseite, leider hat niemand eine fundierte Antwort wenn es um die digitale Zukunft geht. Was mir fehlt ist eine Grundsatz Diskussion wohin sich unser Staat in Zukunft entwickeln soll.
        Wirtschaftlich haben wir gegen das Kapital und der daraus entstandenen Gier sowieso keine Möglichkeit zur Gegenwehr solange die Werte rund um den Globus vagabundieren können.

        Für mich sind Sony, Nikon, Canon, Panasonic, Pentax, PhaseOne, Fuji oder Leica Arbeitsgeräte für verschiedene Einsatzzwecke. Frühere Image Firmen tun sich in dieser Zeit besonders schwer einen gangbaren Ausweg zu finden. Leica hat dies besonders schlau geschafft in dem sie zur „Manufaktur“ mit eigenen Verkaufsstellen geworden sind. Leica fährt akzeptable Gewinne ein und baut seinen deutschen Standpunkt kontinuierlich aus.

        Aber was sollen die japanischen Konzerne mit ihren „Fotoabteilungen“ machen? Mitschleppen oder das Gesicht verlieren und dicht machen?

        Deswegen interessiere ich mich nach wie vor was Sony und die Mitbewerber uns Konsumenten anbieten können. Vielleicht kommen doch völlig neuartige Bildsysteme auf den Markt die einen Hyphe auslösen! Die Hoffnung habe ich als Optimist immer.

      • @ Alfred … Ich hoffe doch das die aus der Bahn geworfenen millionen Arbeitnehmer nicht von der von Dir genannten „Harz – Gemeinde“ aufgenommen werden müssen – da ich diese Gegend kenne und sie einen solchen Ansturm nicht verkraften würde!
        Sehr amüsanter Verschreiber … aber ich weiss was gemeint ist und gebe Dir recht … wenn ich daran denke wieviel Firmen in der Landtechnik in meiner Generation mit dem Technikwandel auf der Strecke geblieben sind und der Druck auf relative Größe ob der großen benötigten Finanzmittel zur Entwicklung immer besserer Innovationen immer stärker wird.
        Damals als Minolta ging habe ich es auch nicht verstanden – aber jetzt sehe ich die Sache nach Jahren so das wir eben Entscheidungen einer Firma überlassen müssen und da wird auch in Zukunft noch manche Entscheidung fallen die erstmal in unseren Grips nicht reingeht!
        Gruß … Gustav

  • Habe gerade dieses Video angeschaut https://leicarumors.com/2018/03/21/fuji-x-h1-vs-leica-sl.aspx/ und weiss jetzt warum eine Kamera nie so designt werden sollte wie die Sony A7 und warum all die technischen Finessen halt für einen Gelegenheitsfotografen toll sind, aber für einen echten Profi einfach nicht ausreichen, wenn das Handling schwierig ist. Es geht zwar vorwiegend um die neue Fuji im Vergleich zur Leica SL, aber er nimmt auch Stellung zur A7 III. Nur eine kleine Sache sei hier mal erwähnt: Versucht mal den Handgripp zu umfassen, das geht bei Sony mit den meisten verwendeten Objektiven nicht, weil der Abstand dazwischen viel zu klein ist. Ich hoffe Canon macht diese Designfehler nicht bei den kommenden DSLMs. Laut dem Reviewer ist die neue Fuji auf jeden Fall die beste DSLM, besser als Sony und nach dem Video ist einem auch klar warum.

    • Wenn Du aus solchen Aussagen schon auf große Kompetenz schließt, wie wäre es dann mit einer Aussage von mir: Das Universum ist ungefähr 14 Mrd. Jahre alt! Hurra, ich bin genial kompetent! 😉
      Aber zur Aussage: Was ist falsch daran? Der exakte Faktor lautet 2,2722591719. Wäre das genau genug oder sind weitere Dezimalstellen erforderlich? Für mich ist das ungefähr das Doppelte.
      Der Kontext bestimmt den benötigten Grad an Genauigkeit – das wusste schon Aristoteles. Ein Tischler gibt typischerweise die Maße für Möbel in cm oder mm an. Für die Konstruktion von integrierten Schaltkreisen ist das zu grob. Das heißt aber nicht, dass der TIschler als Tischler nicht kompetent wäre. Umgekehrt gilt das natürlich auch für den Designer von Schaltkreisen, falls er mal einen TIsch bauen möchte 😉