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Sony A7 IV: Starkes Testergebnis bei DxOMark

Der Sensor der Sony A7 IV weiß im Test von DxOMark zu überzeugen, die DSLM schafft es in die Top 10 der Vollformatkameras.

Aktuelle Tests von DxOMark

Kürzlich hat bei DxOMark eine neue Kamera die Spitzenposition im Bereich der APS-C-Kameras übernommen, dort musste man die Rangliste allerdings mit Vorsicht genießen, da einige aktuelle APS-C-Kameras von DxOMark (noch) nicht getestet wurden. Außerdem macht DxOMark nach wie vor einen Bogen um alle X-Trans-Kameras aus dem Hause Fujifilm.

Bei Smartphones (auch hier hat es im März ein neues Modell auf Platz 1 geschafft) und Vollformatkameras sieht das Ganze schon etwas anders aus, hier hat DxOMark insgesamt nämlich deutlich mehr aktuelle Modelle unter die Lupe genommen. Bei den Vollformatkameras fehlen zwar ein paar wenige DSLMs wie zum Beispiel die Nikon Z9, insgesamt sieht die Rangliste aber relativ vollständig aus.

Sony A7 IV erreicht 97 Punkte

Nun wurde mit der Sony A7 IV eine weitere Vollformatkamera getestet, wobei sich DxOMark wie immer natürlich ausschließlich den Sensor angeschaut hat. Es handelt sich hier also nicht um einen vollständigen Testbericht.

Im Test erreicht die Sony A7 IV starke 97 Punkte, damit schafft es die Kamera gerade so in die Top 10 und schlägt ihre Vorgängerin, die Sony A7 III, um einen Punkt. Der Abstand zur Spitzenposition ist vergleichsweise gering, den 1. Platz teilen sich nämlich die Panasonic S1R, Nikon D850, Sony A7r III und Nikon Z7 II, die es allesamt auf eine Gesamtpunktzahl von 100 geschafft haben. Interessant, dass auch fünf Jahre nach der Präsentation der Nikon D850 (die Kamera wurde im Sommer 2017 vorgestellt) keine andere Vollformatkamera die 100-Punkte-Bestmarke der D850 knacken konnte. In Bezug auf die Bildqualität hat sich in den letzten Jahren also vergleichsweise wenig getan, stattdessen haben sich die Hersteller unter anderem darauf konzentriert, die Geschwindigkeit der Kameras, den Autofokus sowie die elektronischen Sucher zu verbessern.

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Alfred Proksch

Warum wundern mich solche Ergebnisse nicht?

Erstens weil die Grundlage immer CMOS Sensoren sind und zweitens entstehen feine Unterschiede nur durch die Algorithmen der verwendeten Software.

Im letzten Absatz hat Mark die Fakten bereits klar aufgeführt. DxO hat sich immerhin die Mühe einer Liste gemacht.

Reiner

Ich warte seit Jahren auf den nächsten großen Sprung, von CMOS nach ??? was und wie auch immer das heißen mag. Das könnte die nächste Revolution in dem Bereich werden. Wie ich Sony kenne, arbeiten die schon länger genau daran.

Selbst die Qualität der Mikro-Sensoren in den Telefonen ist inzwischen einigermaßen erträglich. Hätten diese Dinger einen richtigen Sucher und nicht nur auf dem Bildschirm bedienbare Knöpfe, könnte man damit sogar fast schon Bilder machen.

CMOS war die letzte wirklich große Entwicklung, die die Grundlage für die derzeitigen Kameras gelegt hat. BSI war nur eine kleine Anpassung genauso wie die schnelleren Signalverarbeitungen.

Ich denke wir müssen und können warten, denn wir können auch mit den derzeitigen CMOS Sensoren sehr gute Bilder machen. 🙂

joe

Auf gut Deutsch, alle Kameras sind inzwischen so gut, dass wenn es mit den Bildern nicht klappt der Fotograf schuld ist! Sag ich schon seit Jahren und brauche dazu nicht einmal eine Liste.

Berlinus

Gefühlt sind aber die Bilder besser, wenn man selber glaubt, dass die Kamera gut ist.

joe

Da stimmen wir ja vollkommen überein, ich finde es gibt keine schlechten Kameras mehr! Somit sind „gefühlt“ alle Bilder gut – sofern das Sujet stimmt und der Fotograf die Kamera beherrscht, was ja schon seit ungefähr 10Jahren kein Problem mehr sein sollte! Wo sind denn die allerneusten Kameras besser als die von vor 5 bis 10 Jahren? Bildqualität – also das worauf es den meisten ankommt – können die schon lange und hängt viel stärker vom Objektiv ab. AF, Geschwindigkeit und Video sind besser geworden. Alles andere war schon extrem gut. Keiner kann bei Bildschirmgrösse sagen, welche meiner Bilder mit der R5, M5, RP, 5D4, 5D3 oder 2 gemacht wurden.

Carsten Klatt

Kann ich nur zustimmen. Es gibt keine schlechten Kameras mehr, zumindest die letzten 10-12 Jahre ist das so. Der Rest ist Markenfetischismus oder Kleinkram.

Alfred Proksch

Genau so ist es!

Gabi

Genau, deshalb fotografiere ich analog. Da mir die digitale Fotografie tatsächlich zu gut geworden ist. Was natürlich für die Reproduktionsfotografie eine super Sache ist. Ein weiteres Plus ist die schnelle Verfügbarkeit der Daten. Aber ansonsten, naja.

Martin S-K

Hi Gabi, sehr guter Ansatz!!!
Ich muss aber für mich sagen, dass ich mich doch sehr an manche Annehmlichkeiten der modernen Kameras gewöhnt habe und diese auch meist nicht missen möchte.
Leider „verstauben“ meine analogen Kisten im Regal, aber ich habe sie immer noch im Blick und nehme sie gerne zwischendurch mal in die Hand und das ein oder andere Bild aus dieser analogen Zeit, die im Haus verteilt sind, erfüllen auch ihren Zweck! 😉

Gabi

Ich fotografiere im analogen Bereich fast ausschließlich im Mittelformat, 6×6 und demnächst auch in 6×9, was einer Offenbarung gleich kommt. Natürlich nur im künstlerischen Bereich. Alles andere würde keinen Sinn ergeben. Das ist für mich eine andere Art der Fotografie, die ich sehr zu schätzen weiß.

Martin S-K

Servus joe, sehr richtig.

Wer heutzutage kein passendes System findet macht irgendetwas grundlegend falsch!

K. W.

Da ist was wahres dran.

Hab doch mitbekommen dass wenn einige Leute Mitbekommen der od. die machen Bilder mit dieser oder jener Kamera und die Kamera passt diesen Leuten nicht, schauen sie die Bilder nicht mehr an.
Dabei ist das doch völliger Blödsinn. Man schreibt doch keinem Mahler vor welche Pinsel und Farben er zu benutzen hat.

Hauptsache die Bilder gefallen.
Klick.

Ralle Art

Alles Quatsch, der beste Sensor steckt in der Nikon d700.
Ich habe gesprochen

Jürgen K.

HAttest Du IRONIE OFF vergessen zu schreiben? 🙂

Rüdiger

Nunja, man darf bei diesem Test nie vergessen:

  • DXO testet nur den Sensor, Autofokus spielt z. Bsp. keine Rolle.
  • Die Ergebnisse werden auf eine Printauflösung (ca. 8MP) normalisiert, die Sensorauflösung fließt also nicht ins Ergebnis ein.

Und die Hersteller nutzen ihre Verbesserungen in der Sensortechnik, um höhere Auflösungen zu realisieren. Bei DSLMs muss dazu auch der Autofokus in den Sensor integriert werden. So bleibt die Punktzahl in diesem Test auf konstantem Niveau.

Nikole

Weiß jemand warum xTrans Sensoren nicht getestet werden ?

Rüdiger

DXO wertet die aufgenommen RAW Dateien der Kameras aus und ihre Algorithmen sind auf das Bayer Pattern abgestimmt. Fuji X-Trans wurde von DXO lange ignoriert.

Vielleicht ändert sich das jetzt, wo die aktuelle DXO PhotoLab Software auch X-Trans Sensoren unterstützt. Allerdings hat sich DXO schon vorher aufgeteilt. Die Firma für Messtechnik, die auch DXO Mark veröffentlich ist nicht dieselbe, wie die DXO Labs, die die Fotosoftware verkaufen.

Alfred Proksch

Bild Sensoren auslesen und bewerten ist das eine, das andere ist inwieweit die Kamera interne Signalverarbeitung bereits eingegriffen hat.

Was DxO bewertet ist ein „fertiges Produkt“. Das ist weder gut noch schlecht sonders höchstens eine Momentaufnahme die sich mit jedem Kamera Update verändern kann.

DxO ist kein unabhängiges Testinstitut. Für mich ist die Veröffentlichung aller für einen Test verwendeten wiederholbaren Verfahren und Gegenständen sowie der verwendeten Software ein MUSS.

Der andere Weg ist die Kameras mit den Kit Objektiven und den vorgegebenen Werkeinstellungen im JPEG Modus zu vergleichen. Einfach kontrollieren was „hinten rauskommt“ und fertig.

Rüdiger

Wenn die interne Signalverarbeitung der Kamera so gut ist, dass sie DXOs Testergebnis verbessern kann, dann ist entweder der Test schlecht oder die Signalverarbeitung so gut, dass das gerne als Vorteil für die Kamera verbucht werden kann.

DXO beschreibt sein Testverfahren eigentlich gut genug. Ich sehe das Problem nicht.

Sie veröffentlichen ihre Verfahren und Gegenstände wohl nicht im Detail, weil das ihr Know-How ist, mit dem sie auch ihr Geld verdienen. DXO verkauft Messequipment an Optik und Kamera Hersteller und nutzt die Messergebnisse auch für die Fotosoftware von DXO Labs.

Gibt es denn ein unabhängiges Testinstitut, das solche Messungen durchführt? Und wie verdienen die ihr Geld?

Alfred Proksch

Hallo Rüdiger

Das ein Unternehmen sich in verschiedene eigenständige Geschäftsfelder aufteilt ist schon aus „Sicherheitsgründen“ völlig normal (ich verweise auf die ehemaligen Schwierigkeiten die DxO hatte). Trotzdem muss man DxO als Gesamtkomplex betrachten.

Und nein ich kenne außer den staatlichen keine weiteren unabhängige Testinstitute.

Ich bin der Überzeugung das DxO bei den Messungen genau und korrekt arbeitet! Darum geht es nicht.

Reine Spekulation meinerseits ist das keiner die fütternde Hand beißt. Hat Fuji keinen Wert auf bezahlte DxO Testergebnisse des X-Trans Sensors gelegt? Für einen Spezialisten wie DxO dürfte der X-Trans Sensor doch kein Problem darstellen oder vielleicht doch?

Rüdiger

Ja, wenn Unternehmen testen, muss man natürlich wirtschaftliche Interessen im Hinterkopf haben.

Vielleicht nutzt Fuji kein Messequipment von DXO und DXO hat deswegen keinen Aufwand spendiert um X-Trans zu unterstützen. Vielleicht kam bei den Messungen aber auch raus, dass der X-Trans Sensor nicht besser abschneidet als der normale Bayer Sensor. Dann hätte Fuji kein Interesse an der Veröffentlichung gehabt.

Aber zumindest für die Fotosoftware wurde X-Trans Support ja schon seit Jahren nachgefragt und ist gerade erst in DXO PL5 und PureRaw 2 als Beta reingekommen. Das sieht eher so aus, als hätte es da keine Kooperation gegeben. Dann muss DXO den X-Trans Support natürlich alleine realisieren, was durchaus Aufwand bedeutet.

Der Kontrast ist diese Pixii APS-C Kamera, wo es sicherlich gute Beziehungen der beiden französischen Firmen gibt. Vielleicht hat DXO da ein paar Tipps zum Verbessern des Ergebnisses geliefert.

Alfred Proksch

Könnte so sein.