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Sony: Große Präsentation in wenigen Stunden, Preise geleakt (Update)

In wenigen Stunden wird Sony drei neue Objektive vorstellen. Inzwischen sind auch die europäischen Preise durchgesickert, zudem gibt es ein erstes Bild des neuen Fisheye-Zooms.

Erst gestern hatten wir über die zwei kommenden Supertele-Festbrennweiten von Sony berichtet, die mit einem extrem niedrigen Gewicht und vergleichsweise günstigen Preisen für Aufsehen sorgen sollen. Zudem gab es Hinweise auf ein Sony 8-14mm f/3.5 G. Jetzt geht es Schlag auf Schlag, denn alle drei Objektive sollen bereits am 8. September um 16 Uhr deutscher Zeit offiziell vorgestellt.

So teuer werden die neuen Objektive

In unserem gestrigen Artikel konnten wir nur die angeblichen US-Dollar-Preise nennen. Inzwischen hat eine Quelle auch die Euro-Preise der drei kommenden Objektive durchsickern lassen, die sich folgendermaßen lesen:

ObjektivEU-Preis (ca.)Gewicht
Sony FE 400mm f/4.5 GM OSS3.000 €994 g
Sony FE 600mm f/6.3 GM OSS4.200 €995 g
Sony FE 8-14mm f/3.5 G1.700 €

Das Sony 400mm f/4.5 GM würde damit etwas günstiger als das Nikon Z 400mm f/4.5 VR S werden, dessen Straßenpreis aktuell bei rund 3.200 Euro liegt. Beim Sony 600mm f/6.3 GM fällt der Unterschied wohl ähnlich aus, denn das Nikon-Pendant kostet derzeit rund 4.500 Euro. Sony wäre also direkt zum Marktstart 200-300 Euro günstiger als Nikon.

Noch schwerer als der preisliche Vorteil wiegt die Gewichtsersparnis im Vergleich zu den Nikon-Objektiven: Beim 400mm f/4.5 wird Sony wohl 166 Gramm leichter sein, beim 600mm f/6.3 sind es voraussichtlich ganze 395 Gramm weniger.

Das Fisheye-Zoom im Detail

Über das dritte Objektiv im Bunde haben wir bisher nur am Rande gesprochen – höchste Zeit, das nachzuholen.

Beim Sony FE 8-14mm f/3.5 G handelt es sich um ein Fisheye-Zoom, das Sony anders als die beiden Tele-Festbrennweiten als G-Objektiv (und nicht GM-Objektiv) positioniert. Es ist das erste native Fisheye-Zoom im FE-System.

Ein erstes geleaktes Produktbild zeigt ein kompaktes Objektiv mit der für Fisheyes typischen gewölbten Frontlinse. Auf dem Tubus sind Zoommarkierungen bei 8, 11 und 14 mm zu erkennen. Außerdem verfügt das Objektiv über einen dedizierten Blendenring sowie einen AF/MF/FH-Schalter. FH dürfte hier für “Focus Hold” stehen.

Mit einem EU-Preis von rund 1.700 Euro wäre das Sony-Fisheye zwar nicht billig, aber auch nicht exorbitant teuer. Zum Vergleich: Das Canon RF 7-14mm f/2.8-3.5 L Fisheye STM liegt bei einer UVP von 1.799 Euro.

Morgen wissen wir mehr

Die heiße Phase des Jahres hat ganz offensichtlich begonnen und die morgige Sony Präsentation hatte vor ein paar Tagen noch niemand auf dem Schirm. Wir sind gespannt, ob Sony bei den neuen Objektiven tatsächlich so abliefert, wie es die Leaks versprechen.

Update vom 8. September: Vorgestellt hat Sony bisher nur eines der drei Objektive – das FE 8-14mm f/3.5 Fisheye G. Der geleakte Preis von 1.700 Euro hat sich bestätigt, ebenso Blendenring und AF/MF/FH-Schalter. Mit 314 Gramm fällt es schön kompakt aus.

Update vom 10. September: Vom 400mm f/4.5 GM ist ein erstes Produktbild aufgetaucht, die Präsentation der beiden Supertele-Festbrennweiten soll noch im September folgen. Die geleakten Preise und Gewichte haben weiterhin Bestand.

Quelle: Sonyalpharumors

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18 Kommentare
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PaBo

Und wenn bald alle Hersteller ein 4,5/400-er und ein 6,3/600-er anbieten, muss man deswegen keinen Systemwechsel mehr vornehmen.
Dann bekommen wir bestimmt reihenweise qualifizierte Kommentare über das bessere und noch bessere, jeder aus seiner Sicht und hoffentlich eigener Einsicht.

Rolf Carl

Das ist ja genau die Idee von Sony, sie wollen verhindern, dass noch mehr Fotografen zu Canon und Nikon abwandern.

WRDS

Das Fisheye Zoom finde ich interessant. Da würde ich mit einem Kauf aber lieber noch ein Jahr warten, bis der Preis gesunken ist.

Rene Stämpfli

Das wird mein Freund in der Konzertfotografie, Ralph Larmann, sicher freuen, liebt er doch diese Fisheye perspektiven für seine performance Fotografie.

Benjamin

Ich frag mich wer überhaupt Fisheye-Objektive braucht. Ich habe glaube ich noch nie einen sinnvollen Einsatz gesehen, außer eventuell in der Astrofotografie. Alles andere beschränkt sich auf die Skater-Videos aus den frühen 2000ern

Ich

Wird für Sport-, Action- und Eventfotografie immer noch verwendet.

Und ganz wichtig, Unterwasserfotografie. In der Regel aber Festbrennweite und lichtstärker.

Rene Stämpfli

Nicht nur bei den Skateboard Veranstaltungen. Ich kenne durchaus einige Anwendungsbereiche die ich auch selber fotografiere. Da wären Konzerte in grossen Stadien, wie jene die Ralph Larmann , SONY Ambassador, fotografiert, Snowboarding in der Half Pipe, Big Air und Slopestyle Events, BMX (Bicycle Motocross), Motocross und Mountainbiking um nur einige zu nennen. Ich hatte vor kurzem, unweit von meinem Wohnort, bei der weltbekannten Freestyle- und Wasserschanzenanlage, einen Big Air Wettkamp mit einigen der weltbesten Ski Akrobaten fotografiert. Da hätte ich gerne auch ein Fisheye-Objektiv gehabt. Wäre perfekt mit meiner A9III gewesen. Für mich also durchaus ein geeignetes Objektiv.

Daniel_S

Wird auch sehr gerne für virtuelle Rundgänge für Immobilien verwendet. Wobei dafür auch immer mehr 360 Grad Kameras verwendet werden.

WRDS

Brauchen? Die Wenigsten. Wollen? Na klar doch! Wer braucht 600PS in einem Auto? Auch niemand.

Rene Stämpfli

“Brauchen?”
Das war möglicherweise auch der Grund, weshalb sich SONY nicht früher entschieden hat, ein Fisheye Objektiv zu produzieren. Inzwischen wissen sie vermutlich besser, wer alles interessiert ist. Ansonsten würden sie es sicher nicht produzieren.

Radioreinhard

Klar, ein extrem kurzbrennweitiges ist für Astrofotografie bestens geeignet. Mit einem extrem Langbrennweiten ist das gar nicht möglich, sowas geht nur für Makro im Nahbereich.

austrian

Spannend, Sony beginnt immer mehr alle Bereiche des Objektivbedarfs abzudecken.

Daniel_S

Ja, da hast Du nicht unrecht. Während andere Wochen und Monate vorher ankündigen oder eine Roadmap veröffentlichen, an die sie sich dann doch nicht halten, liefert Sony einfach ohne großes Trara.

Alfred Proksch

Fisheye-Zoom

gehört für mich in die Kategorie „Effekthascherei“ so wie es sehr viele Effekt-Plugins für die Fotografie erweitern Programme wie Adobe Photoshop, Lightroom oder Affinity Photo um kreative Filter, Filmlooks und KI-gestützte Optimierungen Softwareseitig erledigen.

Schon zu analogen Zeiten wurden „Efekte“ durch z.B. gesteuerte Filmentwicklung oder Filter vor den Objektiven erzeugt.

Für so etwas 1.700 Euronen ausgeben? Nach zwei bis dreimaliger Benutzung landet das Ding im Schrank, weil keiner möchte unnötiges Gewicht in seiner Fototasche mitschleppen.

Rene Stämpfli

Man schleppt nie unnötig Material mit sich, wenn man weiss, was man fotografieren will. Und ja, es gibt auch Software, die das rudimentär kann. Nur ist das Komponieren in Echtzeit, in den Bereichen die ich aufgezählt habe, extrem schwierig. Das mag für dich “Effekthascherei” sein. Im Show Business wird dafür gutes Geld bezahlt. Jene die eine Show gestalten, sehen sehr wohl, was echt ist und was mit SW erzeugt wurde.

Radioreinhard

Aber ein gefühlt zwei Meter langes Rohr ist gewichtslos?

DANIEL

Bei Canon wird es dann 5.500€ kosten! 😄 RF400mm f4.5L

6.700€ dann für ein RF600mm f6.3L

Steffen Schöwel

Gott sei Dank habe ich eine 6700 und sehr kostgünstige Alternativen! Mit freundlichen Grüßen

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