Sony Marktgeschehen

Sony meldet Normalbetrieb im Bildsensor-Werk nach dem Erdbeben in Japan

Sony hat die Sensorfertigung schneller hochgefahren als befürchtet. Beim letzten großen Beben in der Region sah das anders aus.

Wer auf eine neue Kamera wartet, hat einen Grund weniger zur Sorge. Sony hat am 19. August mitgeteilt, dass das Kumamoto Technology Center im Ort Kikuyō wieder auf dem Produktionsniveau von vor dem Erdbeben arbeitet. Das Werk fertigt die Bildsensoren für Digitalkameras und stand seit dem Beben vom 28. Juli still. Das aktuelle Beben legte gleich mehrere Halbleiterwerke in der Präfektur gleichzeitig lahm, von Sony über Tokyo Electron bis Renesas.

Hochlauf in gut drei Wochen

Nach dem Beben der Magnitude 7,1 stoppte Sony die Fertigung und prüfte Gebäude und Anlagen. Ab dem 4. August lief die Produktion stufenweise wieder an. Die Reinräume, das Herzstück einer Halbleiterfabrik, blieben diesmal ohne größere Schäden.

Vor zehn Jahren verrutschten im selben Werk Fertigungsanlagen, die vollständige Instandsetzung zog sich über mehr als drei Monate. Sony-Finanzchefin Lin Tao führte den schnelleren Hochlauf auf der Quartalskonferenz am 31. Juli auf das geringere Schadensausmaß zurück, dazu auf erdbebenertüchtigte Gebäude und überarbeitete Notfallpläne. Die finanziellen Folgen des Bebens hat Sony noch nicht in die Jahresprognose eingerechnet.

Kikuyō ist Sonys Standort für CMOS-Sensoren in Digitalkameras sowie für Sicherheits-, Industrie- und Fahrzeugtechnik, dazu Mikrodisplays für Geräte wie Projektoren. Der Standort ist zugleich Hauptsitz von Sony Semiconductor Manufacturing. Sensoren für Smartphones entstehen vor allem in Nagasaki, dort meldete Sony ebenso wie in Oita und Kagoshima keine größeren Schäden.

Für die Fotobranche bleibt der Ausfall damit überschaubar. Ob einzelne Kameramodelle trotzdem knapp werden, hängt an den Lieferketten der einzelnen Hersteller, dazu gibt es bislang keine Meldungen.

Sony baut die Region parallel weiter aus. Zusammen mit TSMC will der Konzern rund 1 Billion Yen (etwa 5,4 Milliarden Euro) in eine neue Bildsensor-Fabrik in Kumamoto stecken. Sony soll etwa 60 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, TSMC rund 40 Prozent. Die Serienfertigung soll frühestens 2029 anlaufen.

via: Sonyalpharumors

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1 Kommentar
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Alfred Proksch

Nach dem Erdbeben – Sonys Sensor Werk läuft wieder!

Positive Nachrichten – bitte mehr davon. Wir haben kürzlich gelesen das neue Kompaktkameras kommen sollen, gibt es da schon etwas neues zu diesem Thema? Wäre ebenfalls etwas von der positiven Sorte.

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