Die Sony World Photography Awards haben ihre Gesamtgewinnerin 2026 gekürt. Auch deutsche Fotografen schafften es aufs Treppchen.
Der Titel “Photographer of the Year” geht an Citlali Fabián aus Mexiko für die Serie “Bilha, Stories of my Sisters”. Die aus der indigenen Gemeinschaft der Yalalteca stammende Künstlerin lebt derzeit in London und verbindet in ihrer Arbeit sorgfältig komponierte Porträts mit digitalen Illustrationen. Die Bilder zeigen Frauen aus indigenen Gemeinschaften in Oaxaca, die in Recht, Linguistik, Kunst oder Ökologie wirken. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit den Porträtierten und will jungen Mädchen positive Vorbilder sichtbar machen.
Juryvorsitzende Monica Allende begründet die Entscheidung mit dem Ansatz der Fotografin: “Ihre Protagonistinnen werden nicht einfach fotografiert, sondern sind aktiv daran beteiligt, wie ihre Geschichten erzählt werden.” Fabián erhält 25.000 US-Dollar, eine Sony-Kameraausrüstung und eine Einzelausstellung bei den Awards 2027.
Drei deutsche Fotografen auf Finalistenplätzen
Im Professional-Wettbewerb siegten neben Fabián (Kreativ) Joy Saha aus Bangladesch (Architektur und Design), Santiago Mesa aus Kolumbien (Dokumentarprojekte), Isadora Romero aus Ecuador (Umwelt), Dafna Talmor aus Großbritannien (Landschaft), Seungho Kim aus Südkorea (Perspektiven), das italienische Duo Jean-Marc Caimi und Valentina Piccinni (Porträt), Todd Antony aus Neuseeland (Sport), Vilma Taubo aus Norwegen (Stillleben) sowie Will Burrard-Lucas aus Großbritannien (Tiere und Natur).
Aus Deutschland schafften es Andreas Secci (2. Platz Landschaft), Marisa Reichert (2. Platz Porträt) und Wolfgang Duerr (3. Platz Tiere und Natur) auf die Finalistenpodien.
Den Open-Wettbewerb gewinnt die Australierin Elle Leontiev mit einem Porträt eines autodidaktischen Vulkanologen auf der Insel Tanna in Vanuatu. Studentenfotograf des Jahres wird Jubair Ahmed Arnob aus Bangladesch für eine Serie über den Wandel eines Vororts in Dhaka. Der 16-jährige Schwede Philip Kangas gewinnt den Jugendwettbewerb mit einem Bild zweier Feuerwehrleute, die während eines Brandes an der Königlichen Kunstakademie in Stockholm ein Kunstwerk aus den Flammen retten.
Den Ehrenpreis “Outstanding Contribution to Photography” erhält der US-Fotograf Joel Meyerowitz, eine prägende Figur der Farbfotografie. Zum 19. Jahrgang gingen über 430.000 Bilder aus mehr als 200 Ländern ein. Die Ausstellung mit mehr als 300 Abzügen läuft vom 17. April bis 4. Mai im Somerset House in London.
Also dafür, dass bei dem Wettbewerb wohl keine Profikameras zugelassen waren sind die Bilder nun wirklich recht ordentlich, kann man nicht meckern.
Insbesondere im Bereich Tierfotografie ist meinereiner aber voll begeistert, das gelbe Quitscheentchen dürfte eine Sony schon hart an ihre Grenzen gebracht haben, ist auch eine Tieraufnahme dabei, die erscheint meinereiner zu schön um wahr zu sein, aber man soll nicht immer meckern, allen ein schönes WE!
Wann kommt eigentlich unser Gewinner zum Thema Portrait?
Falls es das Bild geworden ist, welches meinereiner gewählt hat hätte derjenige (oder diejenige) aber alle Bilder in dieser Sparte in den Sack gehauen, hoffentlich nicht mit einer Nikon, dann sind die so sauer, dass die Nikon keine Sensoren mehr liefern!
Bei Wettbewerben kann es nicht allein darum gehen, ein technisch perfektioniertes Foto einzureichen. Dann würden immer die als Sieger hervorgehen, die die beste Ausrüstung zur Verfügung haben.
Vielmehr ist die Aussage eines Bildes entscheident. Das erst macht Wettbewerbe richtig interessant.
Technisch perfekte Bilder haben eher mit der Technik des Fotografen zu tun als mit einer “besten Ausrüstung”.
Trotzdem muss schon alles stimmen, sonst ist es eben kein Fotowettbewerb!
Meinereiner hat da eher einen anderen Verdacht: Da hat Sony wohl “die besten Bilder” ausgewählt, allerdings die Besten für Sony, was weniger mit der Qualität der Bilder zu tun hat. Die Botschaft soll wohl heißen “mit einer Sony kann jeder Gewinnerbilder schießen, auch ein Auswahlkriterium, nur dann sollten die von Sony und deren Jünger besser keine Sprüche über Leica ablassen, das Quitscheentchen und die meisten anderen Bilder hätte man wohl auch mit einer “Messsucher-Knipse” schießen können.
Für diese Bilder braucht man nicht Technikmarktführer zu sein, aber jeder Wettbewerbsveranstalter wie er meint, soll kein Versuch sein, denen was vorschreiben zu wollen.
Technisch perfekte Bilder haben eher mit der Technik des Fotografen zu tun als mit einer “besten Ausrüstung”.
Richtig, Leonhard, und dass die Fotos technisch perfekt sind, ist eine Voraussetzung, um es überhaupt in die Endrunde zu schaffen. Aber da der Sony-Wettbewerb eher auf Wald- und Wiesen-Niveau anzusiedeln ist, ist das natürlich nicht gegeben. Könnte aber durchaus auch sein, dass das die besten des Rests waren. Richtig gute und bekannte Namen habe ich unter den Siegern jedenfalls nicht ausgemacht. Auch in Deutschland hat es massiv bessere Fotografen als die deutschen Gewinner oben. Von denen habe ich noch nie etwas gehört.
Und wie ich weiter unten schon geschrieben habe, man kann mit jeder Kamera teilnehmen, die Fotos müssen nicht mit einer Sony geschossen worden sein.
Neulich habe ich ein Bild gesehen, das mich wirklich beschäftigt hat. Ganz ruhig. Ganz reduziert. Ein einzelnes Motiv, klar im Raum. Fast schon ikonisch. Man schaut es an und denkt: Das ist mutig. So wenig zu zeigen. So viel wegzulassen. So konsequent zu reduzieren. Ein Objekt. Sauber freigestellt. Neutrales Licht. Keine Ablenkung. Keine Geschichte, die sich aufdrängt. Nur Präsenz. Und während man länger hinschaut, beginnen die Fragen: Warum genau dieses Objekt? Warum genau so? Warum genau diese Perspektive? Und dann merkt man langsam: Weil es einfach da war. Das Licht ist da. Der Raum ist da. Das Objekt ist da. Mehr nicht. Keine Spannung. Keine Überraschung. Kein Bruch. Alles wirkt, als hätte man sich bewusst gegen jede Entscheidung entschieden. Und dann sieht man es plötzlich wirklich: Dieses gelbe Tier mit den großen schwarzen Augen. Es liegt da. Schaut einen an. Und wirkt selbst ein bisschen überrascht, dass es jetzt Kunst ist. Der Raum um es herum ist groß. Sehr groß. Und macht… nichts. Das Licht beleuchtet. Mit großer Hingabe. Und ohne jede weitere Ambition. Und genau da kippt es. Dieses Bild fühlt sich an wie der Moment, wenn jemand zum ersten Mal eine Kamera in die Hand nimmt. Alles ist… Weiterlesen »
Herrlich!!! 😀 Ja, so entsteht (im wahrsten Sinne des Wortes) Kunst, Kunst wird zur Kunst gemacht. Und das ist legitim, muss keiner verstehen und auch keiner kaufen, deshalb braucht man sich auch nicht darüber aufregen. Kunst IST. Und sie ist nun mal für jede und jeden etwas anderes.
Ollika
18.04.2026 17:31
Naja, ein paar gute Fotos sind schon dabei. Aber eben nur gute. Bei den Sony World Photography Awards habe ich eine gewisse Erwartungshaltung, die Messlatte liegt hoch. Und die habe ich vermutlich zu hoch angesetzt. Aber Kunst liegt eh im Auge des Betrachters. Was mich aber doch sehr stört, ist das Layout. Wenn man die Bildinformation direkt auf das eh schon kleine Foto setzt, dann macht das einen Teil der Bildwirkung kaputt. Besser wäre eine klassische Bildunterschrift, wo der Name Programm ist. Sorry, ist Besserwisserei, weiß ich. Aber 40 Jahre Mediengestaltung gehen halt nicht spurlos an einem vorbei. 😉
Da sind auch Aufnahmen dabei, bei denen ist wohl das Beste der Namen hinter dem C, sonst wären sie vielleicht aus Versehen gelöscht worden.
Würde mal annehmen, dass z.B. unser Stefan hier da die meisten Gewinner bei dem Wettbewerb am ausgestreckten Arm verhungern lassen würde, was meinereiner zu dem Verdacht anregt, dass man auch mit einer Sony gescheite Bilder machen könnte, wenn man es kann.
Die wenigen Bereiche, in denen der Stefan nichts werden könnte hätte sich dann unser Rene noch unter den Nagel gerissen, dann hätten die nicht so viele Tausend Bilder ansehen müssen, wäre einfacher gegangen!
Thomas Müller
19.04.2026 11:02
Ehrlich gesagt bin ich von vielen Siegerfotos enttäuscht. Das kann aber auch an meiner Erwartungshaltung liegen, mit der ich an den Bericht hier herangegangen bin. Von einem “World Photography Award” habe ich mir andere, spektakulärere, ausdruckstärkere, kreativere etc Fotos erwartet.
Stimme dir absolut zu, Thomas, auch die Tierbilder hätten an einem grösseren Naturfotografie-Wettbewerb nicht die geringste Chance. Vielleicht ist Sony einer der grössten Wettbewerbsausrichter, aber die besten Fotografen der verschiedenen Genres machen offensichtlich nicht mit. Hat vermutlich auch damit zu tun, dass einmal ein komplett mit KI erstelles Bild gewonnen hat, und es der Einsender nachträglich pubik gemacht hat. Das heisst also, dass die Siegerfotos nicht überprüft werden und damit der Manipulation Tür und Tor geöffnet sind. Und das interessiert in der Regel die “echten” Profis nicht.
Bei dem Wettbewerb geht es wohl weniger um die optische Qualität der eingereichten Fotos. Sony signalisiert den Teilnehmern mit dem Wettbewerb weltweit, daß der Hersteller allen Fotografen weltweit Respekt zollt, was sie mit einer Sony Kamera ablichten.
Das ist dann aber das genaue Gegenteil dessen, was der technisch verwöhnte Fotograf als Maßstab anlegt. Da geht es um Perfektionismus. Und die Jury beurteilt oft auch danach.
Ich sehe die Sache eher so, daß Sony das Terrain für die Zukunft bestellt. Immer weniger Fotografen werden sich zukünftig teure Ausrüstungen leisten können. Und bei den Kompakten sind ja bereits Modelle auf dem Markt, die keine großartigen Verbesserungen mehr bringen. Also quasi alter Wein in neuen Schläuchen.
Sony versucht meiner Ansicht nach sehr geschickt, die weniger Betuchten an die Marke Sony zu binden. Denn wer vom Hersteller dort abgeholt wird wo er steht, der wird das unbewußt auch in seine Kaufentscheidung miteinbeziehen.
Versuch mal über den Tellerrand zu schauen. Dort, wo die meisten Kinder wohnen ist man eher nicht so reich wie in Europa und im ganzen Westen. Wir Wohlhabenden werden zukünftig ein Einfluß verlieren, was die Hersteller auf den Markt bringen.
Naja Frank. Das mag Deine These sein. Dem widerspricht jedoch, dass 3 Deutsche es auf´s Siegertreppchen des “Professional” Wettbewerbs geschafft haben und ich mit meiner Kritik ua auch diese Fotos meine.
Und das widerspricht jetzt meiner These? Daß die Zukunft nicht mehr in Europa stattfinden wird ist doch wohl einleuchtend. Noch geht es dem Westen wirtschaftlich gut, aber das ändert sich gerade zunehmend.
Daß es 3 Deutsche auf’s Siegertreppchen geschafft haben ist doch kein Beweis dafür, daß die sich eine Profiausrüstung leisten können. Das mit dem “Professional” solltest Du nicht auf die Goldwaage legen.
Deine These war, auf wen Sony den Wettbewerb ausgerichtet haben soll, nämlich auf Länder ausserhalb Europas, den USA und der westlichen Welt. Dem widerspricht, dass alleine 3 Gewinner und sogar im “Professional” Wettbewer,b aus Deutschland kommen. Das werden sicherlich bei weitem nicht die einzigen Gewinner aus den bisherigen Hauptabnehmerländer für Sony Fotogeräte sein. Du interpretierst meiner Meinung nach zu viel in den Wettbewerb hinein. Bereits heute gibt es im “Westen” sehr viele Personen, die sich eine Fotoausrüstung von Sony nicht mehr leisten können und anders herum gibt es ausserhalb der westlichen und damit in der vermeintlich ärmeren Welt eine grosse Anzahl an Personen, die sich locker eine Sony Fotoausrüstung anschaffen können.
Tut mir leid, aber das interpretierst Du. Meine These ist, daß Sony sich mit diesem Wettbewerb an die Regionen richtet, wo zukünftig das größte Wachstum stattfinden wird. Und das ist nunmal nicht Europa.
Außerdem habe ich nicht behauptet, daß Sony den Wettbewerb an die Länder außerhalb Europas und den USA ausgerichtet hatte. In China können sich immer mehr Menschen eine Profikamera leisten, aber die werden die Chinesen vermutlich schon sehr bald selbst produzieren.
Nein, das interpretiere ich nicht, das hattest Du Rolf explizit geschrieben:
“Dort, wo die meisten Kinder wohnen ist man eher nicht so reich wie in Europa und im ganzen Westen. Wir Wohlhabenden werden zukünftig ein Einfluß verlieren, was die Hersteller auf den Markt bringen.”
Aber Du drückst Dich nun auch mit Deiner erneuten Antwort um die Frage, wie Deine These damit zusammen passt, dass aus genau den Ländern nicht gerade wenige Sieger kommen, die nach Deiner These nicht Ziel von Sony für die Kundenbindung sein sollen.
Ich habe mir mal die Wettbewerbsseite angeschaut. Demnach ist der Wettbewerb kein von Sony veranstalteter Wettbewerb sondern ein Wettbewerb von der World Photographer Organisation. Auch die Jury scheint von dieser Organisation gestellt zu sein und nicht von Sony. Es ist damit zumindest zweifelhaft, ob von Sony ein Einfluss auf die Auswahl der Siegerfotos besteht. Sony ist der Hauptsponsor des Wettbewerbs, allerdings existiert eine Vielzahl weiterer Partner/Sponsoren. https://www.worldphoto.org/
Gut recherchiert, Thomas! Bei einem Wettbewerb in dieser Grössenordnung hat es in der Regel 5 Juroren, wobei dann maximal einer von Sony dabei ist. Deshalb kann man davon ausgehen, dass die Siegerfotos nicht allein von Sony ausgewählt wurden. Die weiteren Partner und Sponsoren stellen einfach die Preise zur Verfügung.
Also erstens einmal: Man kann Fotos einreichen, egal mit welcher Kamera sie gemacht wurden, nicht nur mit Sony. Und nein, nur eine spannende Idee zu haben reicht nicht. Dass die Fotos technisch einwandfrei sind, wird vorausgesetzt. Da besteht aber ein gewisser Spielraum. Es heisst z.B. nicht dass ein Foto immer einen scharfen Bereich haben muss, ein unscharfes Bild kunstvoll umgesetzt kann ebenso perfekt sein, es kommt auf die Wirkung an. Und da sehe ich genau das Problem bei den Bildern des Sony-Wettbewerbs: kein einziges Bild hat mich gepackt, mich zum Verweilen verleitet. Insgesamt finde ich, dass das Niveau sehr tief ist, auch die Bildideen sind höchstens mittelmässig, dazu sind die meisten noch schlecht umgesetzt. Und mit betucht oder nicht betucht hat das rein gar nichts zu tun. Du würdest noch staunen, mit welchen Kameras und Objektiven viele erfolgreiche Fotos geschossen wurden, da würden hier die meisten nur die Nase rümpfen. Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera. Ich habe schon viele Fotos gesehen, die mit einer Fuji GFX 100 geschossen wurden, aber die Bilder waren echt peinlich. Solchen Leuten würde ich raten, zuerst mal fotografieren zu lernen.
Rolf, die Gewinnerfotos sind aber doch nicht alle technisch einwandfrei. Da wurde also ganz offensichtlich nichts vorausgesetzt, oder die Meßlatte entsprechend tief gehangen.
Ob Dich oder mich ein Bild gepackt hat ist doch völlig unerheblich, da ich den Zweck des Wettbewerbs woanders sehe. Und es geht doch bei der Bildqualität gar nicht um betucht oder nicht. Ich sehe in dem Wettbewerb eine reine Werbeveranstaltung für die Fotografen weltweit, Kameras zu kaufen.
Daß Sony als Hauptsponsor dort auftritt sagt doch schon einiges darüber aus, um was es geht.
Klar dient dieser Wettbewerb als Werbeplattform, entsprechend schlecht ist der Ruf dieser Veranstaltung. Und das Resultat sind maximal mittelmässige Siegerbilder.
Rolf, unter anderem an Dich und damit an die Naturfotografiewettbewerbe hatte ich sofort gedacht, als ich die Fotos des Sony-Wettbewerbs sah. Sie sind auch im Bereich Naturfotografie so viel anders, als was man von Top-Naturfotografen gewohnt ist. Diese Fotos machen (auf mich) eher den Eindruck, dass da jemand zufällig ein Motiv vor die Linse bekam und irgendwie abgedrückt hat, ohne Plan. Was diese Fotos zu Siegerfotos macht kann ich mir nicht erklären. Eventuell weil es nach üblichen Kriterien keine besseren gab?
Unaufgerfordert melde ich mich kurz zu Wort: es ist sicherlich ein Unterschied, ob z. B. Marketing-Aspekte bei der Ausrichtung und Bewertung im Vordergrund stehen oder ob es um Natur-Fotografie-Natürlichkeit (…) geht. Die Blickwinkel unterscheiden sich… und damit auch die Ergebnisse. Dies formuliere ich ohne Bewertung, aber ich persönlich schaue eher aus Richtung der “Naturfotografie in ihrer Natürlichkeit”:also im Versuch, die Echtheit festzuhalten (ich kann es nicht besser verbal darstellen).
Thomas, das sehe ich natürlich auch so. Wenn man aber den Wettbewerb “Sony World Photography Awards 2026” bezeichnet und dann Gewinner auswählt, muss man wohl irgendwelche fotografischen Kriterien angewendet haben, mit denen sich die Gewinnerfotos von den Nicht-Gewinnerfotos unterscheiden. Erst recht, wenn man dann noch eine Kategorie “Professional” einführt, und diese Fotos anders bewertet werden als die Kategorie “Student”, die auch vorhanden ist. Wann ist man bei Sony ein “Professional”? Wenn man mit den teuersten Sonys fotografiert oder wenn man seinen Unterhalt mit der Fotografie verdient? Wie weisst man letzteres Sony nach, muss man es überhaupt nachweisen? Ich kann mir bei einem Fotowettbewerb nur vorstellen, dass die Fotos aufgrund bestimmter Eigenschaften bewertet werden, alles andere wäre lediglich ein Zirkus um nichts.
Thomas, ich fange mal bei dir an. Ja, topp Naturfotografen und topp Wettbewerbsfotografen sind nicht dasselbe, ein sehr gutes Tierfoto muss nicht unbedingt auch an einem Wettbewerb erfolgreich sein. Die eingereichten Fotos sind alle sehr gut, und erfolgreich sind schlussendlich die Bilder, die aus der Masse herausstechen. Deshalb suchen die besten Fotografen immer nach neuen, kreativen Ideen, um eine Jury zu überraschen. Dadurch entstehen neue Trends. Radomir Jakubowski, einer der besten Naturfotografen, hatte z.B. mal die Idee, Frauenschuhe (Orchideen) im Mondlicht zu fotografieren. Das hatte zuvor noch niemand gesehen, und er gewann damit mehrere grosse Wettbewerbe. Zufall ist bei solchen, meist künstlerisch anmutenden Fotos, rein gar nichts, das sind die besten Könner der Welt, die noch eine Schippe draufsetzen. Da stimmt dann alles: Licht, Schärfe und vor allem die Komposition. Kauf dir doch bei Gelegenheit mal eine Ausgabe des Heftes “forum naturfotografie”, herausgegen von der GDT. Die Redaktion leitet Sandra Bartocha, eine hervorragende Makrofotografin mit einem künstlerisch anmutenden Stil. Wenn du dann die Bilder im Heft siehst, viele davon sind an Wettbewerben erfolgreich, wirst du feststellen, dass die oben abgebildeten Fotos dagegen beinahe banal und nichtssagend wirken, zudem sind die meisten noch schlecht umgesetzt. Das Niveau beim Sony-Wettbewerb ist wirklich… Weiterlesen »
Rolf, das ist mir alles bekannt. Mein Hinweis auf den Eindruck von “Zufall” war auf die Naturfotos des Sony Wettbewerbs gezielt, beispielsweise das Giraffenfoto oder auch das SW Hasen-(oder Reh-??)foto. Das Giraffenfoto kann ohne weiteres auf einer Touristensafari entstanden sein, bei der die Touris an eine Wasserstelle gebracht wurden und dort der Fotograf einfach abgedrückt hat. Da ist keine Komposition zu erkennen, die Giraffe kommt an die Wasserstelle, bemerkt den Fotografen und schaut zu ihm und er drückt bei einer kleinen Blende einfach ab. Was zeichnet dieses Foto aus, damit es einen “World Award” verdient? Noch deutlicher wird das beim Hasenfoto, da muss man den Hasen oder das Reh sogar erst suchen, weil es noch nicht einmal scharf ist. Scharf ist hingegen ein verdörrter Zweig im Vordergrund. Was bitte ist das für ein Foto??? Solche Fotos lösche ich bei mir, wenn ich solche mache.
Ach so, alles klar, Thomas. Ich dachte, du meinst Wettbewerbe wie z.B. den “Wildlife Photographer of the Year”. Das Giraffenfoto ist ganz sicher auf einer Touristensafari entstanden. Ich war selber auch schon an so einem Ort in Kenia. Gleich neben der Wasserstelle hatte es eine Lodge mit ebenerdigem Bunker, von wo aus man fotografieren konnte. Das ist aber nicht nur für Touristen, ich war mit meinem Onkel dort, der unter anderem für National Geographic fotografiert hat. Die beiden Bilder mit dem Giraffen und auch dem Nashorn sind aber ziemlich 08.15, damit könnte man an einem “richtigen” Wettbewerb keinen Blumentopf gewinnen. Auch beim Foto mit dem (vermutlichen) Hasen sehe ich es wie du. Man kann das so zwar machen, aber dann sollten keine anderen Elemente im Bild scharf sein. Kommt dazu, dass das Hinterteil eher noch etwas schärfer ist als der Kopf des Tieres, und das geht gar nicht, auch bei Unschärfe sollte der schärfste Teil am richtigen Ort sein. Das geht bei mir unter “Nette Idee, ging aber total in die Hose”. Ich habe übrigens ein ähnliches Foto geschossen vor ein paar Jahren, und zwar ein Eichhörnchen an einem Baum in nächster Nähe. Ich hatte aber zuwenig Verschlusszeit und das… Weiterlesen »
Noch was: Mir ist aufgefallen, dass bei den Bildern mit der Giraffe und dem Nashorn das Wasser weich ist, das heisst dass länger belichtet werden musste, also etwa 1 s. Die Giraffe steht zwar still, aber nur eine kleine Bewegung, und das Foto ist unscharf. Das Nashorn ist aber in Bewegung, das heisst, dass es zumindest eine Doppelbelichtung ist. Das ist zwar auch bei grossen Wettbewerben erlaubt, aber die beiden Aufnahmen müssen in einer gewissen Zeit, also z.B. einer Stunde, aufgenommen worden sein. Und da Sony es in dieser Hinsicht nicht so genau nimmt, habe ich so meine Zweifel, ob da alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Du hast recht Rolf, bei den beiden Fotos passt etwas nicht zusammen. Vor allem ist bei beiden Fotos das Wasser im Vordergrund im Bereich der “Wirbel” bei relativ grosser Fliessgeschwindigkeit mehr oder weniger scharf, also kann nicht mit einer längeren Belichtungszeit belichtet worden sein. Im Bereich der beiden Tiere, wo es eine geringere Fliesgeschwindigkeit haben müsste, ist es aber “glatt”, so wie man fliessendes Wasser durch eine lange Belichtungszeit abgebildet bekommt. Ich habe dafür keine Erklärung, ausser die einer Bearbeitung.
Das Wasser sieht für mich schon wie eine Langzeitbelichtung aus, da es sich aber vor allem bei Wirbeln unregelmässig schnell bewegt, kann es teilweise auch schärfer abgebildet sein. Ich vermute daher, dass die Bilder zuerst ohne Tiere abgelichtet wurden, dann die Tiere mit kürzerer Verschlusszeit aufgenommen und die Bilder zusammengefügt wurden. In unserem Verein hat es auch ein paar Spezialisten, die das so machen. Einer hat einmal eine Wasseramsel vor einem Wasserfall fotografiert, das Wasser schön weich und der Vogel gestochen scharf. Das geht nur mit zwei Aufnahmen, die man übereinanderlegt. Natürlich wurde es ein preisgekröntes Foto. Aber eben, bei Naturfotografiewettbewerben dürfen die beiden Aufnahmen zeitlich nicht zu weit auseinanderliegen, sonst wird das Foto disqualifiziert.
Das tönt plausibel Rolf, so könnte es zustande gekommen sein. Allerdings ist das für mich nicht mehr das, was ich unter “Fotografie” verstehe, ich sehe da keinen grossen Unterschied mehr zu KI generierten oder veränderten Fotos/Bilder. Wem das gefällt, der kann das natürlich so machen. Mein Ding ist es aber nicht. Ich versuche realitätsnah zu fotografieren und zwar mit einem einzigen Foto. Die Grenze des für mich akzeptablen liegt so ungefähr bei Focus-Stacking, wobei, wenn ich darüber nachdenke, ein mit Focus-Stacking erzeugtes Foto ist letztendlich auch nichts anderes als die Überlagerung von verschiedenen Fotos, allerdings zum immer gleichen Motiv bei unterschiedlicher Focusebene.
Mir gefallen all die Techniken, die immer mehr an Wettbewerben Einzug erhalten, auch nicht besonders. Sie wollen anscheinend mit der Zeit gehen, aber das sehe ich auch eher kritisch und habe nicht vor, Dinge wie Doppelbelichtungen oder Focus Stacking anzuwenden. Immerhin müssen Bilder, die so erstellt werden, wenigstens gekennzeichnet werden, auch HDR gehört dazu. Allerdings können die Wettbewerbsausrichter selber bestimmen, was erlaubt ist und was nicht, das ist jeweils präzise beschrieben.
Das sehe ich genauso. Über Kunst darf man diskutieren, aber man soll nicht über sie streiten. Bei zahlreichen Bildern (nicht nur der hier gezeigten Siegerbilder) fällt mir das schwer, weil ich sie entweder sofort gelöscht oder gar nicht erst aufgenommen hätte.
Wankelmuth
20.04.2026 08:01
Doch etwas enttäuschende Hausmannskost. Aber im Vergleich zu was? Im Vergleich zum “World Press Photo Contest” ein Witz, aber im Vergleich zu den eher drögen Naturfotowettbewerben eine Offenbarung.
Selbsterkenntnis? Haha.. du fotografierst ja anscheinend mit einer Knipse, die sich vor allem über ihren Look definiert, wenns denn stimmt. Ich habe noch nie gesehen, dass diese Leute, die die Kameras vorwiegend in den Vitrinen horten, eine Ahnung von der Naturfotografie haben. Und da soll ausgerechnet so ein anonymer Schreiberling wie du, von dem man noch nie irgendetwas gesehen hat, das wie ein Foto aussieht, dieses Genre beurteilen können? Peinlicher gehts nicht mehr, das geht schon in Richtung selbsternannter Fotogott.
Anscheinend legen hier einige Foristen bei anderen Photographen andere Kriterien an als bei sich selbst. Wenn ich mir die Photos in der Lesergalerie anschaue und die mit den Photos des Sony WPA vergleiche …
Also die Aussage musst Du meinereiner nun mal erklären!
Meinereiner sendet, wenn überhaupt, Bilder in die Bildergalerie, wenn ich mal was mache, was ich sonst nicht mache, letzten Monat zwei Bilder von einer Turmfalkendame, eben weil meinereiner normaler Weise gar keine Tierbilder schießt. Diese Bilder sind in der Regel weit unter dem, was bei meinereiner als Standart in meinen Disziplinen durchgehen würde.
Glaubst Du nun allen Ernstes, ich sei blöde genug, solche Meisterwerke zu einem Wettbewerb einzusenden, da liegt ja wohl ein kleiner Unterschied in der Sache, oder?
Du willst also Fotos von Foristen, die jeweils meistens aktuelle Fotos einreichen, mit den Siegerbildern eines weltweiten Wettbewerbs vergleichen?
Sehr eigenartiger Ansatz, vergleiche besser mal die Siegerbilder anderer weltweiter Wettbewerbe mit dem Profi-Wettbewerb von Sony, dann gehen dir förmiich die Lichter auf. Photografix hat z.B. auch einige Siegerbilder des “Wildlife Photographer of the Year” gebracht. Vergleiche die dann einfach mal mit den Siegerbildern von Sony, vielleicht die von den Tierbildern. Da muss man keine grosse Ahnung von Fotografie haben, um den Unterschied auf den ersten Blick zu sehen.
Also selbst dann brauchen einige unser Fotografen hier auf der Seite den Vergleich keineswegs zu scheuen!
Wenn man sich betrachtet, was z.B. Familie Wilms so bei Pferdesport schon geboten hat und man sich dann oben die Bilder zum Thema “Sport” ansieht, dann geht der Punkt schon mal in den Kohlenpott. Zumal das Bild mit dem Hottemax auf den Hinterbeinen stinkt gewaltig nach Maggi, der “Sportsmann nimmt den Zossen hoch und schaut dabei in die Kamera, erinnert weniger an Sport als an eine Zirkusnummer.
Andererseits, man kann diesen spielerischen Umgang mit vorgegebenen Themen ja verstehen, verspielt ist gut, wenn der Hauptsponsor ein führender Spielwarenhersteller ist.
Aus der Nummer kommst Du nicht mehr so leicht raus. Gib´s lieber auf, von mir wirst Du keine Fotos finden und wenn doch, dann kriegste 1000 Euro von mir. Wenn Du keines von mir findest, dann krieg ich 1000 Euro von Dir. Deal 🤣?
Rolf schrieb es doch, oben hast Du eine Frage gestellt bekommen als Antwort auf Deinen Post: “Anscheinend legen hier einige Foristen bei anderen Photographen andere Kriterien an als bei sich selbst. Wenn ich mir die Photos in der Lesergalerie anschaue und die mit den Photos des Sony WPA vergleiche …”
Wo also wohl? Aber nochmals, wen meinst Du mit Deinem hier wiedergegeben Post?
Na los, kann doch nicht so schwer sein, die Personen beim Namen zu nennen, mindestens zwei sind es ja. Denn du weisst doch schon: “Wer den Fehdehandschuh wirft…”. Also los, wer A sagt, muss auch B sagen. Oder gibt es nur noch Memmen auf dieser Welt?
Mhm, überzeugt mich gar nicht so sehr.
Also dafür, dass bei dem Wettbewerb wohl keine Profikameras zugelassen waren sind die Bilder nun wirklich recht ordentlich, kann man nicht meckern.
Insbesondere im Bereich Tierfotografie ist meinereiner aber voll begeistert, das gelbe Quitscheentchen dürfte eine Sony schon hart an ihre Grenzen gebracht haben, ist auch eine Tieraufnahme dabei, die erscheint meinereiner zu schön um wahr zu sein, aber man soll nicht immer meckern, allen ein schönes WE!
Wann kommt eigentlich unser Gewinner zum Thema Portrait?
Falls es das Bild geworden ist, welches meinereiner gewählt hat hätte derjenige (oder diejenige) aber alle Bilder in dieser Sparte in den Sack gehauen, hoffentlich nicht mit einer Nikon, dann sind die so sauer, dass die Nikon keine Sensoren mehr liefern!
Weil nur 4 mitgemacht haben, gibt es bei Portrait keinen Gewinner. Dafür kommen 2 Tierbilder in den Kalender.
Bei Wettbewerben kann es nicht allein darum gehen, ein technisch perfektioniertes Foto einzureichen. Dann würden immer die als Sieger hervorgehen, die die beste Ausrüstung zur Verfügung haben.
Vielmehr ist die Aussage eines Bildes entscheident. Das erst macht Wettbewerbe richtig interessant.
Technisch perfekte Bilder haben eher mit der Technik des Fotografen zu tun als mit einer “besten Ausrüstung”.
Trotzdem muss schon alles stimmen, sonst ist es eben kein Fotowettbewerb!
Meinereiner hat da eher einen anderen Verdacht: Da hat Sony wohl “die besten Bilder” ausgewählt, allerdings die Besten für Sony, was weniger mit der Qualität der Bilder zu tun hat. Die Botschaft soll wohl heißen “mit einer Sony kann jeder Gewinnerbilder schießen, auch ein Auswahlkriterium, nur dann sollten die von Sony und deren Jünger besser keine Sprüche über Leica ablassen, das Quitscheentchen und die meisten anderen Bilder hätte man wohl auch mit einer “Messsucher-Knipse” schießen können.
Für diese Bilder braucht man nicht Technikmarktführer zu sein, aber jeder Wettbewerbsveranstalter wie er meint, soll kein Versuch sein, denen was vorschreiben zu wollen.
Genau das denke ich auch. Etwas ausführlicher hatte ich das Rolf Carl geschrieben.
Technisch perfekte Bilder haben eher mit der Technik des Fotografen zu tun als mit einer “besten Ausrüstung”.
Richtig, Leonhard, und dass die Fotos technisch perfekt sind, ist eine Voraussetzung, um es überhaupt in die Endrunde zu schaffen. Aber da der Sony-Wettbewerb eher auf Wald- und Wiesen-Niveau anzusiedeln ist, ist das natürlich nicht gegeben. Könnte aber durchaus auch sein, dass das die besten des Rests waren. Richtig gute und bekannte Namen habe ich unter den Siegern jedenfalls nicht ausgemacht. Auch in Deutschland hat es massiv bessere Fotografen als die deutschen Gewinner oben. Von denen habe ich noch nie etwas gehört.
Und wie ich weiter unten schon geschrieben habe, man kann mit jeder Kamera teilnehmen, die Fotos müssen nicht mit einer Sony geschossen worden sein.
Neulich habe ich ein Bild gesehen, das mich wirklich beschäftigt hat. Ganz ruhig. Ganz reduziert. Ein einzelnes Motiv, klar im Raum. Fast schon ikonisch. Man schaut es an und denkt: Das ist mutig. So wenig zu zeigen. So viel wegzulassen. So konsequent zu reduzieren. Ein Objekt. Sauber freigestellt. Neutrales Licht. Keine Ablenkung. Keine Geschichte, die sich aufdrängt. Nur Präsenz. Und während man länger hinschaut, beginnen die Fragen: Warum genau dieses Objekt? Warum genau so? Warum genau diese Perspektive? Und dann merkt man langsam: Weil es einfach da war. Das Licht ist da. Der Raum ist da. Das Objekt ist da. Mehr nicht. Keine Spannung. Keine Überraschung. Kein Bruch. Alles wirkt, als hätte man sich bewusst gegen jede Entscheidung entschieden. Und dann sieht man es plötzlich wirklich: Dieses gelbe Tier mit den großen schwarzen Augen. Es liegt da. Schaut einen an. Und wirkt selbst ein bisschen überrascht, dass es jetzt Kunst ist. Der Raum um es herum ist groß. Sehr groß. Und macht… nichts. Das Licht beleuchtet. Mit großer Hingabe. Und ohne jede weitere Ambition. Und genau da kippt es. Dieses Bild fühlt sich an wie der Moment, wenn jemand zum ersten Mal eine Kamera in die Hand nimmt. Alles ist… Weiterlesen »
Herrlich!!! 😀 Ja, so entsteht (im wahrsten Sinne des Wortes) Kunst, Kunst wird zur Kunst gemacht. Und das ist legitim, muss keiner verstehen und auch keiner kaufen, deshalb braucht man sich auch nicht darüber aufregen. Kunst IST. Und sie ist nun mal für jede und jeden etwas anderes.
Naja, ein paar gute Fotos sind schon dabei. Aber eben nur gute. Bei den Sony World Photography Awards habe ich eine gewisse Erwartungshaltung, die Messlatte liegt hoch. Und die habe ich vermutlich zu hoch angesetzt. Aber Kunst liegt eh im Auge des Betrachters.
Was mich aber doch sehr stört, ist das Layout. Wenn man die Bildinformation direkt auf das eh schon kleine Foto setzt, dann macht das einen Teil der Bildwirkung kaputt. Besser wäre eine klassische Bildunterschrift, wo der Name Programm ist.
Sorry, ist Besserwisserei, weiß ich. Aber 40 Jahre Mediengestaltung gehen halt nicht spurlos an einem vorbei. 😉
Kann man nun so oder so sehen, lieber Olli!
Da sind auch Aufnahmen dabei, bei denen ist wohl das Beste der Namen hinter dem C, sonst wären sie vielleicht aus Versehen gelöscht worden.
Würde mal annehmen, dass z.B. unser Stefan hier da die meisten Gewinner bei dem Wettbewerb am ausgestreckten Arm verhungern lassen würde, was meinereiner zu dem Verdacht anregt, dass man auch mit einer Sony gescheite Bilder machen könnte, wenn man es kann.
Die wenigen Bereiche, in denen der Stefan nichts werden könnte hätte sich dann unser Rene noch unter den Nagel gerissen, dann hätten die nicht so viele Tausend Bilder ansehen müssen, wäre einfacher gegangen!
Ehrlich gesagt bin ich von vielen Siegerfotos enttäuscht. Das kann aber auch an meiner Erwartungshaltung liegen, mit der ich an den Bericht hier herangegangen bin. Von einem “World Photography Award” habe ich mir andere, spektakulärere, ausdruckstärkere, kreativere etc Fotos erwartet.
Stimme dir absolut zu, Thomas, auch die Tierbilder hätten an einem grösseren Naturfotografie-Wettbewerb nicht die geringste Chance. Vielleicht ist Sony einer der grössten Wettbewerbsausrichter, aber die besten Fotografen der verschiedenen Genres machen offensichtlich nicht mit. Hat vermutlich auch damit zu tun, dass einmal ein komplett mit KI erstelles Bild gewonnen hat, und es der Einsender nachträglich pubik gemacht hat. Das heisst also, dass die Siegerfotos nicht überprüft werden und damit der Manipulation Tür und Tor geöffnet sind. Und das interessiert in der Regel die “echten” Profis nicht.
Bei dem Wettbewerb geht es wohl weniger um die optische Qualität der eingereichten Fotos. Sony signalisiert den Teilnehmern mit dem Wettbewerb weltweit, daß der Hersteller allen Fotografen weltweit Respekt zollt, was sie mit einer Sony Kamera ablichten.
Das ist dann aber das genaue Gegenteil dessen, was der technisch verwöhnte Fotograf als Maßstab anlegt. Da geht es um Perfektionismus. Und die Jury beurteilt oft auch danach.
Ich sehe die Sache eher so, daß Sony das Terrain für die Zukunft bestellt. Immer weniger Fotografen werden sich zukünftig teure Ausrüstungen leisten können. Und bei den Kompakten sind ja bereits Modelle auf dem Markt, die keine großartigen Verbesserungen mehr bringen. Also quasi alter Wein in neuen Schläuchen.
Sony versucht meiner Ansicht nach sehr geschickt, die weniger Betuchten an die Marke Sony zu binden. Denn wer vom Hersteller dort abgeholt wird wo er steht, der wird das unbewußt auch in seine Kaufentscheidung miteinbeziehen.
Versuch mal über den Tellerrand zu schauen. Dort, wo die meisten Kinder wohnen ist man eher nicht so reich wie in Europa und im ganzen Westen. Wir Wohlhabenden werden zukünftig ein Einfluß verlieren, was die Hersteller auf den Markt bringen.
Es muß natürlich “an Einfluß verlieren ” heißen.
Naja Frank. Das mag Deine These sein. Dem widerspricht jedoch, dass 3 Deutsche es auf´s Siegertreppchen des “Professional” Wettbewerbs geschafft haben und ich mit meiner Kritik ua auch diese Fotos meine.
Und das widerspricht jetzt meiner These? Daß die Zukunft nicht mehr in Europa stattfinden wird ist doch wohl einleuchtend. Noch geht es dem Westen wirtschaftlich gut, aber das ändert sich gerade zunehmend.
Daß es 3 Deutsche auf’s Siegertreppchen geschafft haben ist doch kein Beweis dafür, daß die sich eine Profiausrüstung leisten können. Das mit dem “Professional” solltest Du nicht auf die Goldwaage legen.
Deine These war, auf wen Sony den Wettbewerb ausgerichtet haben soll, nämlich auf Länder ausserhalb Europas, den USA und der westlichen Welt. Dem widerspricht, dass alleine 3 Gewinner und sogar im “Professional” Wettbewer,b aus Deutschland kommen. Das werden sicherlich bei weitem nicht die einzigen Gewinner aus den bisherigen Hauptabnehmerländer für Sony Fotogeräte sein. Du interpretierst meiner Meinung nach zu viel in den Wettbewerb hinein. Bereits heute gibt es im “Westen” sehr viele Personen, die sich eine Fotoausrüstung von Sony nicht mehr leisten können und anders herum gibt es ausserhalb der westlichen und damit in der vermeintlich ärmeren Welt eine grosse Anzahl an Personen, die sich locker eine Sony Fotoausrüstung anschaffen können.
Tut mir leid, aber das interpretierst Du. Meine These ist, daß Sony sich mit diesem Wettbewerb an die Regionen richtet, wo zukünftig das größte Wachstum stattfinden wird. Und das ist nunmal nicht Europa.
Außerdem habe ich nicht behauptet, daß Sony den Wettbewerb an die Länder außerhalb Europas und den USA ausgerichtet hatte. In China können sich immer mehr Menschen eine Profikamera leisten, aber die werden die Chinesen vermutlich schon sehr bald selbst produzieren.
Nein, das interpretiere ich nicht, das hattest Du Rolf explizit geschrieben:
“Dort, wo die meisten Kinder wohnen ist man eher nicht so reich wie in Europa und im ganzen Westen. Wir Wohlhabenden werden zukünftig ein Einfluß verlieren, was die Hersteller auf den Markt bringen.”
Aber Du drückst Dich nun auch mit Deiner erneuten Antwort um die Frage, wie Deine These damit zusammen passt, dass aus genau den Ländern nicht gerade wenige Sieger kommen, die nach Deiner These nicht Ziel von Sony für die Kundenbindung sein sollen.
Ich habe mir mal die Wettbewerbsseite angeschaut. Demnach ist der Wettbewerb kein von Sony veranstalteter Wettbewerb sondern ein Wettbewerb von der World Photographer Organisation. Auch die Jury scheint von dieser Organisation gestellt zu sein und nicht von Sony. Es ist damit zumindest zweifelhaft, ob von Sony ein Einfluss auf die Auswahl der Siegerfotos besteht. Sony ist der Hauptsponsor des Wettbewerbs, allerdings existiert eine Vielzahl weiterer Partner/Sponsoren.
https://www.worldphoto.org/
Gut recherchiert, Thomas! Bei einem Wettbewerb in dieser Grössenordnung hat es in der Regel 5 Juroren, wobei dann maximal einer von Sony dabei ist. Deshalb kann man davon ausgehen, dass die Siegerfotos nicht allein von Sony ausgewählt wurden. Die weiteren Partner und Sponsoren stellen einfach die Preise zur Verfügung.
Also erstens einmal: Man kann Fotos einreichen, egal mit welcher Kamera sie gemacht wurden, nicht nur mit Sony. Und nein, nur eine spannende Idee zu haben reicht nicht. Dass die Fotos technisch einwandfrei sind, wird vorausgesetzt. Da besteht aber ein gewisser Spielraum. Es heisst z.B. nicht dass ein Foto immer einen scharfen Bereich haben muss, ein unscharfes Bild kunstvoll umgesetzt kann ebenso perfekt sein, es kommt auf die Wirkung an. Und da sehe ich genau das Problem bei den Bildern des Sony-Wettbewerbs: kein einziges Bild hat mich gepackt, mich zum Verweilen verleitet. Insgesamt finde ich, dass das Niveau sehr tief ist, auch die Bildideen sind höchstens mittelmässig, dazu sind die meisten noch schlecht umgesetzt. Und mit betucht oder nicht betucht hat das rein gar nichts zu tun. Du würdest noch staunen, mit welchen Kameras und Objektiven viele erfolgreiche Fotos geschossen wurden, da würden hier die meisten nur die Nase rümpfen. Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera. Ich habe schon viele Fotos gesehen, die mit einer Fuji GFX 100 geschossen wurden, aber die Bilder waren echt peinlich. Solchen Leuten würde ich raten, zuerst mal fotografieren zu lernen.
Rolf, die Gewinnerfotos sind aber doch nicht alle technisch einwandfrei. Da wurde also ganz offensichtlich nichts vorausgesetzt, oder die Meßlatte entsprechend tief gehangen.
Ob Dich oder mich ein Bild gepackt hat ist doch völlig unerheblich, da ich den Zweck des Wettbewerbs woanders sehe. Und es geht doch bei der Bildqualität gar nicht um betucht oder nicht. Ich sehe in dem Wettbewerb eine reine Werbeveranstaltung für die Fotografen weltweit, Kameras zu kaufen.
Daß Sony als Hauptsponsor dort auftritt sagt doch schon einiges darüber aus, um was es geht.
Klar dient dieser Wettbewerb als Werbeplattform, entsprechend schlecht ist der Ruf dieser Veranstaltung. Und das Resultat sind maximal mittelmässige Siegerbilder.
Rolf, unter anderem an Dich und damit an die Naturfotografiewettbewerbe hatte ich sofort gedacht, als ich die Fotos des Sony-Wettbewerbs sah. Sie sind auch im Bereich Naturfotografie so viel anders, als was man von Top-Naturfotografen gewohnt ist. Diese Fotos machen (auf mich) eher den Eindruck, dass da jemand zufällig ein Motiv vor die Linse bekam und irgendwie abgedrückt hat, ohne Plan. Was diese Fotos zu Siegerfotos macht kann ich mir nicht erklären. Eventuell weil es nach üblichen Kriterien keine besseren gab?
Unaufgerfordert melde ich mich kurz zu Wort: es ist sicherlich ein Unterschied, ob z. B. Marketing-Aspekte bei der Ausrichtung und Bewertung im Vordergrund stehen oder ob es um Natur-Fotografie-Natürlichkeit (…) geht. Die Blickwinkel unterscheiden sich… und damit auch die Ergebnisse. Dies formuliere ich ohne Bewertung, aber ich persönlich schaue eher aus Richtung der “Naturfotografie in ihrer Natürlichkeit”:also im Versuch, die Echtheit festzuhalten (ich kann es nicht besser verbal darstellen).
Thomas, das sehe ich natürlich auch so. Wenn man aber den Wettbewerb “Sony World Photography Awards 2026” bezeichnet und dann Gewinner auswählt, muss man wohl irgendwelche fotografischen Kriterien angewendet haben, mit denen sich die Gewinnerfotos von den Nicht-Gewinnerfotos unterscheiden. Erst recht, wenn man dann noch eine Kategorie “Professional” einführt, und diese Fotos anders bewertet werden als die Kategorie “Student”, die auch vorhanden ist. Wann ist man bei Sony ein “Professional”? Wenn man mit den teuersten Sonys fotografiert oder wenn man seinen Unterhalt mit der Fotografie verdient? Wie weisst man letzteres Sony nach, muss man es überhaupt nachweisen? Ich kann mir bei einem Fotowettbewerb nur vorstellen, dass die Fotos aufgrund bestimmter Eigenschaften bewertet werden, alles andere wäre lediglich ein Zirkus um nichts.
Thomas, ich fange mal bei dir an. Ja, topp Naturfotografen und topp Wettbewerbsfotografen sind nicht dasselbe, ein sehr gutes Tierfoto muss nicht unbedingt auch an einem Wettbewerb erfolgreich sein. Die eingereichten Fotos sind alle sehr gut, und erfolgreich sind schlussendlich die Bilder, die aus der Masse herausstechen. Deshalb suchen die besten Fotografen immer nach neuen, kreativen Ideen, um eine Jury zu überraschen. Dadurch entstehen neue Trends. Radomir Jakubowski, einer der besten Naturfotografen, hatte z.B. mal die Idee, Frauenschuhe (Orchideen) im Mondlicht zu fotografieren. Das hatte zuvor noch niemand gesehen, und er gewann damit mehrere grosse Wettbewerbe. Zufall ist bei solchen, meist künstlerisch anmutenden Fotos, rein gar nichts, das sind die besten Könner der Welt, die noch eine Schippe draufsetzen. Da stimmt dann alles: Licht, Schärfe und vor allem die Komposition. Kauf dir doch bei Gelegenheit mal eine Ausgabe des Heftes “forum naturfotografie”, herausgegen von der GDT. Die Redaktion leitet Sandra Bartocha, eine hervorragende Makrofotografin mit einem künstlerisch anmutenden Stil. Wenn du dann die Bilder im Heft siehst, viele davon sind an Wettbewerben erfolgreich, wirst du feststellen, dass die oben abgebildeten Fotos dagegen beinahe banal und nichtssagend wirken, zudem sind die meisten noch schlecht umgesetzt. Das Niveau beim Sony-Wettbewerb ist wirklich… Weiterlesen »
Rolf, das ist mir alles bekannt. Mein Hinweis auf den Eindruck von “Zufall” war auf die Naturfotos des Sony Wettbewerbs gezielt, beispielsweise das Giraffenfoto oder auch das SW Hasen-(oder Reh-??)foto. Das Giraffenfoto kann ohne weiteres auf einer Touristensafari entstanden sein, bei der die Touris an eine Wasserstelle gebracht wurden und dort der Fotograf einfach abgedrückt hat. Da ist keine Komposition zu erkennen, die Giraffe kommt an die Wasserstelle, bemerkt den Fotografen und schaut zu ihm und er drückt bei einer kleinen Blende einfach ab. Was zeichnet dieses Foto aus, damit es einen “World Award” verdient? Noch deutlicher wird das beim Hasenfoto, da muss man den Hasen oder das Reh sogar erst suchen, weil es noch nicht einmal scharf ist. Scharf ist hingegen ein verdörrter Zweig im Vordergrund. Was bitte ist das für ein Foto??? Solche Fotos lösche ich bei mir, wenn ich solche mache.
Jupp. Teile ich.
Ach so, alles klar, Thomas. Ich dachte, du meinst Wettbewerbe wie z.B. den “Wildlife Photographer of the Year”. Das Giraffenfoto ist ganz sicher auf einer Touristensafari entstanden. Ich war selber auch schon an so einem Ort in Kenia. Gleich neben der Wasserstelle hatte es eine Lodge mit ebenerdigem Bunker, von wo aus man fotografieren konnte. Das ist aber nicht nur für Touristen, ich war mit meinem Onkel dort, der unter anderem für National Geographic fotografiert hat. Die beiden Bilder mit dem Giraffen und auch dem Nashorn sind aber ziemlich 08.15, damit könnte man an einem “richtigen” Wettbewerb keinen Blumentopf gewinnen. Auch beim Foto mit dem (vermutlichen) Hasen sehe ich es wie du. Man kann das so zwar machen, aber dann sollten keine anderen Elemente im Bild scharf sein. Kommt dazu, dass das Hinterteil eher noch etwas schärfer ist als der Kopf des Tieres, und das geht gar nicht, auch bei Unschärfe sollte der schärfste Teil am richtigen Ort sein. Das geht bei mir unter “Nette Idee, ging aber total in die Hose”. Ich habe übrigens ein ähnliches Foto geschossen vor ein paar Jahren, und zwar ein Eichhörnchen an einem Baum in nächster Nähe. Ich hatte aber zuwenig Verschlusszeit und das… Weiterlesen »
Noch was: Mir ist aufgefallen, dass bei den Bildern mit der Giraffe und dem Nashorn das Wasser weich ist, das heisst dass länger belichtet werden musste, also etwa 1 s. Die Giraffe steht zwar still, aber nur eine kleine Bewegung, und das Foto ist unscharf. Das Nashorn ist aber in Bewegung, das heisst, dass es zumindest eine Doppelbelichtung ist. Das ist zwar auch bei grossen Wettbewerben erlaubt, aber die beiden Aufnahmen müssen in einer gewissen Zeit, also z.B. einer Stunde, aufgenommen worden sein. Und da Sony es in dieser Hinsicht nicht so genau nimmt, habe ich so meine Zweifel, ob da alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Du hast recht Rolf, bei den beiden Fotos passt etwas nicht zusammen. Vor allem ist bei beiden Fotos das Wasser im Vordergrund im Bereich der “Wirbel” bei relativ grosser Fliessgeschwindigkeit mehr oder weniger scharf, also kann nicht mit einer längeren Belichtungszeit belichtet worden sein. Im Bereich der beiden Tiere, wo es eine geringere Fliesgeschwindigkeit haben müsste, ist es aber “glatt”, so wie man fliessendes Wasser durch eine lange Belichtungszeit abgebildet bekommt. Ich habe dafür keine Erklärung, ausser die einer Bearbeitung.
Das Wasser sieht für mich schon wie eine Langzeitbelichtung aus, da es sich aber vor allem bei Wirbeln unregelmässig schnell bewegt, kann es teilweise auch schärfer abgebildet sein. Ich vermute daher, dass die Bilder zuerst ohne Tiere abgelichtet wurden, dann die Tiere mit kürzerer Verschlusszeit aufgenommen und die Bilder zusammengefügt wurden. In unserem Verein hat es auch ein paar Spezialisten, die das so machen. Einer hat einmal eine Wasseramsel vor einem Wasserfall fotografiert, das Wasser schön weich und der Vogel gestochen scharf. Das geht nur mit zwei Aufnahmen, die man übereinanderlegt. Natürlich wurde es ein preisgekröntes Foto. Aber eben, bei Naturfotografiewettbewerben dürfen die beiden Aufnahmen zeitlich nicht zu weit auseinanderliegen, sonst wird das Foto disqualifiziert.
Das tönt plausibel Rolf, so könnte es zustande gekommen sein. Allerdings ist das für mich nicht mehr das, was ich unter “Fotografie” verstehe, ich sehe da keinen grossen Unterschied mehr zu KI generierten oder veränderten Fotos/Bilder. Wem das gefällt, der kann das natürlich so machen. Mein Ding ist es aber nicht. Ich versuche realitätsnah zu fotografieren und zwar mit einem einzigen Foto. Die Grenze des für mich akzeptablen liegt so ungefähr bei Focus-Stacking, wobei, wenn ich darüber nachdenke, ein mit Focus-Stacking erzeugtes Foto ist letztendlich auch nichts anderes als die Überlagerung von verschiedenen Fotos, allerdings zum immer gleichen Motiv bei unterschiedlicher Focusebene.
Mir gefallen all die Techniken, die immer mehr an Wettbewerben Einzug erhalten, auch nicht besonders. Sie wollen anscheinend mit der Zeit gehen, aber das sehe ich auch eher kritisch und habe nicht vor, Dinge wie Doppelbelichtungen oder Focus Stacking anzuwenden. Immerhin müssen Bilder, die so erstellt werden, wenigstens gekennzeichnet werden, auch HDR gehört dazu. Allerdings können die Wettbewerbsausrichter selber bestimmen, was erlaubt ist und was nicht, das ist jeweils präzise beschrieben.
Das sehe ich genauso. Über Kunst darf man diskutieren, aber man soll nicht über sie streiten. Bei zahlreichen Bildern (nicht nur der hier gezeigten Siegerbilder) fällt mir das schwer, weil ich sie entweder sofort gelöscht oder gar nicht erst aufgenommen hätte.
Doch etwas enttäuschende Hausmannskost. Aber im Vergleich zu was? Im Vergleich zum “World Press Photo Contest” ein Witz, aber im Vergleich zu den eher drögen Naturfotowettbewerben eine Offenbarung.
Man kann auch mal schweigen, wenn man keine Ahnung hat.
Glückwunsch zu der Selbsterkenntnis. Nun folge ihr aber auch.
Selbsterkenntnis? Haha.. du fotografierst ja anscheinend mit einer Knipse, die sich vor allem über ihren Look definiert, wenns denn stimmt. Ich habe noch nie gesehen, dass diese Leute, die die Kameras vorwiegend in den Vitrinen horten, eine Ahnung von der Naturfotografie haben. Und da soll ausgerechnet so ein anonymer Schreiberling wie du, von dem man noch nie irgendetwas gesehen hat, das wie ein Foto aussieht, dieses Genre beurteilen können? Peinlicher gehts nicht mehr, das geht schon in Richtung selbsternannter Fotogott.
Gähn
Anscheinend legen hier einige Foristen bei anderen Photographen andere Kriterien an als bei sich selbst. Wenn ich mir die Photos in der Lesergalerie anschaue und die mit den Photos des Sony WPA vergleiche …
Werde konkret, wen von uns meinst Du?
Also die Aussage musst Du meinereiner nun mal erklären!
Meinereiner sendet, wenn überhaupt, Bilder in die Bildergalerie, wenn ich mal was mache, was ich sonst nicht mache, letzten Monat zwei Bilder von einer Turmfalkendame, eben weil meinereiner normaler Weise gar keine Tierbilder schießt. Diese Bilder sind in der Regel weit unter dem, was bei meinereiner als Standart in meinen Disziplinen durchgehen würde.
Glaubst Du nun allen Ernstes, ich sei blöde genug, solche Meisterwerke zu einem Wettbewerb einzusenden, da liegt ja wohl ein kleiner Unterschied in der Sache, oder?
Touché!
Unfug!
Du willst also Fotos von Foristen, die jeweils meistens aktuelle Fotos einreichen, mit den Siegerbildern eines weltweiten Wettbewerbs vergleichen?
Sehr eigenartiger Ansatz, vergleiche besser mal die Siegerbilder anderer weltweiter Wettbewerbe mit dem Profi-Wettbewerb von Sony, dann gehen dir förmiich die Lichter auf. Photografix hat z.B. auch einige Siegerbilder des “Wildlife Photographer of the Year” gebracht. Vergleiche die dann einfach mal mit den Siegerbildern von Sony, vielleicht die von den Tierbildern. Da muss man keine grosse Ahnung von Fotografie haben, um den Unterschied auf den ersten Blick zu sehen.
Also selbst dann brauchen einige unser Fotografen hier auf der Seite den Vergleich keineswegs zu scheuen!
Wenn man sich betrachtet, was z.B. Familie Wilms so bei Pferdesport schon geboten hat und man sich dann oben die Bilder zum Thema “Sport” ansieht, dann geht der Punkt schon mal in den Kohlenpott. Zumal das Bild mit dem Hottemax auf den Hinterbeinen stinkt gewaltig nach Maggi, der “Sportsmann nimmt den Zossen hoch und schaut dabei in die Kamera, erinnert weniger an Sport als an eine Zirkusnummer.
Andererseits, man kann diesen spielerischen Umgang mit vorgegebenen Themen ja verstehen, verspielt ist gut, wenn der Hauptsponsor ein führender Spielwarenhersteller ist.
In der Monatsgalerie wurden schon einige Bilder gezeigt, die es locker mit den Siegerbildern beim Sony-Wettbewerb mithalten können.
… sagt nichts gegen das aufgeblasene Gummientchen …
…)(;:-))) …
… und so ´n Rhino hat doch auch etwas …
Was machst du hier unten? Oben hat dir jemand eine Frage gestellt, die es zu beantworten gibt.
… später …
Aus der Nummer kommst Du nicht mehr so leicht raus. Gib´s lieber auf, von mir wirst Du keine Fotos finden und wenn doch, dann kriegste 1000 Euro von mir. Wenn Du keines von mir findest, dann krieg ich 1000 Euro von Dir. Deal 🤣?
… nö …
… aber wo soll ich von dir keine Photos finden? …
Rolf schrieb es doch, oben hast Du eine Frage gestellt bekommen als Antwort auf Deinen Post: “Anscheinend legen hier einige Foristen bei anderen Photographen andere Kriterien an als bei sich selbst. Wenn ich mir die Photos in der Lesergalerie anschaue und die mit den Photos des Sony WPA vergleiche …”
Wo also wohl? Aber nochmals, wen meinst Du mit Deinem hier wiedergegeben Post?
Na los, kann doch nicht so schwer sein, die Personen beim Namen zu nennen, mindestens zwei sind es ja. Denn du weisst doch schon: “Wer den Fehdehandschuh wirft…”. Also los, wer A sagt, muss auch B sagen. Oder gibt es nur noch Memmen auf dieser Welt?
… doch, doch, das ist verteufelt schwer …