Smartphones & Apps

Sonys Routine-Phone und Samsungs Objektiv-Patent (Smartphone-Rückblick 05/2025)

Forschung, Leaks und Gerüchte

Huawei entwickelt eigene Kamera-Sensoren für die nächste Smartphone-Generation. Das chinesische Unternehmen produziert nun erstmals hauseigene Bildsensoren, um die Abhängigkeit von Sony und Samsung zu reduzieren. Zwei neue 50-Megapixel-Sensoren mit den Codenamen SC5A0CS und SC590XS befinden sich in der Entwicklung und nutzen Huaweis bewährte RYYB-Farbfiltertechnik für bessere Lichtausbeute. Der größere SC5A0CS-Sensor mit 1-Zoll-Durchmesser soll als Hauptkamera im Huawei Pura 80 Ultra zum Einsatz kommen, während der kleinere SC590XS (1/1,3 Zoll) als Teleobjektiv dient und die neue SuperPixGain HDR2.0-Technologie nutzt. Die Sensoren debütieren voraussichtlich in der Huawei Mate 80-Serie und markieren einen wichtigen Schritt zur technologischen Unabhängigkeit des Konzerns, der durch US-Sanktionen unter Druck steht. (via: Gizchina)

Samsung entwickelt modulares Smartphone mit austauschbaren Objektiven. Ein kürzlich veröffentlichtes Patent zeigt ein Gerät mit abnehmbaren Kameralinsen, ähnlich wie bei Xiaomi, Realme und Vivo. Das Smartphone soll über ein Gehäuse verfügen, das verschiedene Objektiveinheiten aufnehmen kann, die durch einen integrierten Aktuator bewegt werden – sowohl für Fokussierung und Zoom als auch für Stabilisierung. Die Objektive werden durch Magnete, RFID-Tags oder andere Sensoren erkannt, wodurch das Gerät automatisch Einstellungen wie Blendenwerte und Sensorpositionen anpassen kann. Ein Drehring soll zusätzlich für manuelle Zoom-Kontrolle sorgen. Neben den Objektiven könnten auch andere Module wie zusätzliche Displays, Blitze, Akkus oder sogar eine Uhr angeschlossen werden. Das modulare Design befindet sich allerdings noch im Konzeptstadium und ist Teil einer Patentanmeldung vom vergangenen Jahr. (via: 91mobiles)

Samsung erwägt offenbar eine Fusion seiner Chip-Sparte mit anderen Geschäftsbereichen. System LSI ist für die Entwicklung von Exynos-Chips, ISOCELL-Kamerasensoren und anderen Sensoren zuständig. Laut Berichten gibt es bei Samsung Überlegungen, System LSI entweder in die Sparte Samsung Foundry, die Chip-Fertigungskapazitäten betreibt, oder in den Smartphone-Bereich Samsung MX zu integrieren. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen, aber eine Eingliederung in Samsung Foundry scheint an Gewicht zu gewinnen, um das Ziel der Führungsrolle bei Sub-2-nm-Chip-Design und -Fertigung zu erreichen. Eine solche Restrukturierung könnte jedoch auch Risiken bergen, da andere Kunden von Samsung Foundry wie Qualcomm oder Nvidia mögliche Interessenkonflikte befürchten könnten. (via: Sammobile)

Sony lagert Produktion seiner High-End-Smartphones an Drittanbieter aus. Laut einem japanischen Medienbericht handelt es sich dabei um eine langfristige Strategie des Herstellers, der bereits seit einiger Zeit seine Mittelklasse-Geräte extern fertigen lässt. Smartphones stehen nicht mehr auf der Produktliste von Sonys eigenen Fertigungsstandorten in Thailand, wo bisher zwei von drei weltweiten Produktionsstätten für Sony-Handys angesiedelt waren. Auch der dritte Standort in China führt keine Smartphone-Produktion mehr auf. Das kürzlich veröffentlichte Xperia 1 VII soll bereits das erste Gerät sein, das vollständig von einem externen Partner zusammengebaut wurde. An der Verarbeitungsqualität hat sich dadurch offenbar nichts geändert, wie Tests bestätigen. Die Auslagerung der Produktion könnte Sony dabei helfen, Kosten zu senken und Ressourcen für andere Geschäftsbereiche freizusetzen. (via: GSMarena)

Software, Apps und Zubehör

  • Fujifilm hat die neue “X Half”-App für iOS und Android veröffentlicht, die ein wichtiger Bestandteil des Aufnahmeerlebnisses mit der neuen Fujifilm X-Half sein soll. Besonders beim analogen Modus spielt die App eine zentrale Rolle für die Bedienung der Kamera.
  • Instagram unterstützt jetzt das 3:4-Hochformat für Fotos und verlässt damit das klassische quadratische Format, wodurch ihr Bilder in der ursprünglichen Smartphone-Kamera-Proportion teilen könnt.
  • Google Fotos wird 10 Jahre alt und erhält zum Jubiläum einen überarbeiteten Editor mit KI-gestützten Bearbeitungsvorschlägen sowie die Möglichkeit, Alben per QR-Code zu teilen. Zudem werden die bisher exklusiven Pixel-Funktionen “Reimagine” und “Auto Frame” für fast alle Android- und iPhone-Nutzer verfügbar gemacht.
  • Leica hat die iPhone-Kamera-App Lux auf Version 1.7 aktualisiert und dabei “Artist Looks” eingeführt. Den Anfang macht ein Look des renommierten Fotografen Greg Williams, der von klassischen Tri-X-400-Scans inspiriert ist.
  • Skylum bringt seinen Luminar Photo Editor ein Jahr nach dem iOS-Launch jetzt auch auf Android-Geräte und Chromebooks. Die App mit KI-gestützten Bildbearbeitungstools kostet monatlich 3,99 Euro oder 23,99 Euro jährlich, mit einer lebenslangen Lizenz für 47,99 Euro.
guest
0 Kommentare
älteste
neueste

Photografix Newsletter

In unserem kuratierten Newsletter informieren wir dich regelmäßig über die wichtigsten News und Gerüchte aus der Welt der Fotografie.

Wir senden keinen Spam und teilen niemals deine E-Mail-Adresse.
Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.