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Thypoch Simera-C 16mm T1.9: Kompaktes Ultraweitwinkel-Cine-Objektiv für Vollformat

Thypoch erweitert seine Simera-C-Serie um ein neues 16mm T1.9. Damit bekommt das kompakte Cine-Prime-Lineup erstmals ein richtiges Ultraweitwinkel für Vollformat – inklusive neuem Sechs-Linsen-Kit.

Neues 16mm für enge Räume, Gimbal und Dokumentarfilm

Das Thypoch Simera-C 16mm T1.9 ist für Sony E-Mount und Leica M-Mount angekündigt. Es deckt Vollformat ab, bietet einen diagonalen Bildwinkel von 106 Grad und soll trotz der kurzen Brennweite nur knapp unter 500 Gramm wiegen. CineD nennt für die E-Mount-Version 490 Gramm, für die M-Mount-Version 467 Gramm.  

Interessant ist das vor allem für kleine Cine-Setups, Gimbal-Arbeit, dokumentarische Drehs, Reiseproduktionen oder Innenräume, in denen 21mm noch zu eng wirken. Die Lichtstärke fällt mit T1.9 etwas geringer aus als bei den übrigen Simera-C-Objektiven mit T1.5, bleibt für ein 16mm-Vollformat-Cine-Objektiv aber praxisnah.

Optisch setzt Thypoch auf 15 Elemente in 11 Gruppen, eine 16-Lamellen-Iris, 0.8-MOD-Zahnkränze und einen Fokusweg von 210 Grad. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,16 Metern ab Sensorebene, was für dynamische Vordergrundaufnahmen ziemlich spannend sein dürfte.  

Sechs-Linsen-Kit und Preise

Mit dem neuen 16mm besteht das Simera-C-Set nun aus 16mm, 21mm, 28mm, 35mm, 50mm und 75mm. Das macht die Reihe deutlich vollständiger, weil sie nun vom Ultraweitwinkel bis zum kurzen Tele reicht. Für Teams, die mit einheitlicher Bedienung, ähnlichen Gehäusemaßen und konsistentem Handling arbeiten möchten, ist das wichtiger als einzelne Datenblattwerte.

Laut CineD kostet das neue Thypoch Simera-C 16mm T1.9 in den USA 879 US-Dollar mit Sony E-Mount und 959 US-Dollar mit Leica M-Mount. Preise für den deutschen Markt liegen uns bislang noch nicht vor.

Das neue Sechs-Linsen-Kit liegt bei 4.369 US-Dollar für E-Mount und 4.849 US-Dollar für M-Mount. Zusätzlich bietet Thypoch passende Hardcases und Schaumstoffeinsätze an. Bei Foto Erhardt sind bereits einzelne Simera-C-Objektive sowie Komplettsets erhältlich, etwa das bisherige 5er-Set für 4.284 Euro. Das neue 16mm ist dort aktuell allerdings noch nicht gelistet.

Während das neue Simera-C 16mm T1.9 klar auf Filmer zielt, gibt es die Simera-Reihe auch für Fotografen: mit manueller Bedienung, f/1.4-Lichtstärke und klassischem Leica-M-Ansatz. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel zum Thypoch Simera 75mm f/1.4 für Leica M-Mount .

via CineD

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11 Kommentare
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Mirko

Hier würde mich mal interessieren welcher “Hobby Filmer” echte Cine Objektive verwendet? Wir haben ja einige Filmer unter uns 🎥

d.b.

Für Hobby-Filmer eher nicht, aufgrund oftmals fehlender Funktionen für die Praxis (Bsp. AF). Denn der Hobbyist filmt seltener szenisch. Cine-Linsen sind aber dagegen eher nicht auf Schärfe optimiert, mit oft eingefügten Charakteristika (Lens-Flare, Focus Breathing). Das Bild wirkt somit angenehmer, gefälliger im Videobereich- Fotoobjektive wirken da oft zu clean, zu scharf – sind aber in der Praxis für den Hobbyisten durch AF-Motoren und die hybride Anwendung Foto/Video interessanter.

Mir scheint, dass das neue L-Mount Samyang 14-24 f2,8 + die Run&Gun Vorteile einer Lumix-Kamera einen guten Kompromiss findet (bsp. kein gecleantes Gegenlichtverhalten).

BEN

Ich habe eine einzige Cine-Linse, damals gekauft, weil ich einen starken Weitwinkel für mein Fuji-X-System brauchte und mir das XF 8-16 anfangs zu teuer war. Das Laowa 7,5mm 2.9 Cine habe ich dann ein paar Mal benutzt, es aber dann einige Zeit später doch durch das 8-16 ersetzt.
Mit beiden Objektiven bin ich nicht sehr zufrieden. Qualitativ finde ich das 8-16 bei den 8mm besser. Das Laowa hatte Randschärfeprobleme. Aber beide Objektive haben ein sehr hohes Gewicht. Da ich mehr Hobbyreisefilme mache, und fast gar nichts szenisch drehe, ist es bis jetzt bei dem einen Cineobjektiv geblieben. Die relativ kleinen Reisezooms von Fuji sind für mich besser geeignet.
Inzwischen habe ich mir aber zusätzlich eine Nikon ZR gekauft. Die böte sich zum szenischen Dreh an. Vielleicht mache ich perspektivisch mal was in der Richtung, wenn ich Rentner bin und noch halbwegs fit. Man kann ja auch Reisefilme szenisch drehen. Dazu muss man sich aber sehr intensiv mit Planung beschäftigen. Zeit, die ich im Moment nicht aufbringen kann. So wirds bisher nur sowas wie dokumentarisch begleiten bzw. ein Videotagebuch.

Mirko

Danke für eure Antworten 👍
Hätte, aus Neugier, gerne gewusst ob jemand Familienfeste, Schulveranstaltungen etc. mit solchen Objektiven dreht.

BEN

Möglich ist das. Ich vermute dann allerdings, dass das Auftragsarbeiten von Profis sind, zum Beispiel von Hochzeitsfilmern.
In der Regel wird man sicher schnelle Autofokusobjektive bevorzugen.
Die sind für sowas praktischer und flexibler.

Mirko

Ben, vielleicht kannst Du dir ja mal die zwei Fuji Cine Objektive für ein intensives Wochenende mieten. Entweder man infiziert sich damit oder eben nicht 🎥

BEN

Ich brauche sie im Moment nicht.

Radioreinhard

Es wäre doch sicher ein Spaß, wenn mal jemand zeigt, was er kann oder nicht kann.
Ein Zoomobjektive von 10mm bis 1000 mm mit 1,6 wäre doch so ein Kunststück. Ich Wette, das schafft keiner, da werden auch Firmwareupdates nicht viel nützen.

BEN

Wovon redest du? Vom Filmen? Objektive haben ja erstmal nichts mit Können zu tun. Sie können das Können aber unterstützen.
Wenn du mal sehen möchtest, was man schon mit Amateurequipment machen/filmen kann, suchst du mal bei YouTube nach Brandon Li “The Passion of Andalucia”.
Der Typ ist unheimlich kreativ wie ich finde.

joe

Also mir persönlich – als jemand der in der Region sehr viel Lebenszeit verbringt – hat das Video nicht besonders gut gefallen, ich finde er trifft nicht wirklich den Kern der Region, ist filmisch oft zu nah dran, aber das ist nur mein persönlicher Eindruck. Andalusien ist viel mehr. Flamenco klar, aber vor allem arabischen Einflüsse, Kite Surfen, Nähe und Einfluss Afrikas, unendliche Olivenhaine und natürlich die grossen pompösen vor allem kirchlichen Feste, und all die wunderbaren Städte und Orte, Tarifa, Bolonia, Marbella, Ronda, Huelva, Sevilla, Cordoba und vor allem Granada, irgendwie kommt das nicht so rüber wie man es spürt, wenn man selbst dort war. Dazu die relative Nähe zu Portugal. Aber wie gesagt, ich verbringe halt sehr viel Zeit dort unten und habe deshalb womöglich einen anderen Blick auf diese Region.

BEN

Ich war leider noch nie dort, kann diesbezüglich nicht viel mitreden. Einige geschichtliche Zusammenhänge kenne ich, aber Zeit in und Kontakte zu einer Region kann das natürlich nicht ersetzen. Ich bin trotzdem ziemlich begeistert von dem Clip. Mir ging es vor allem um die Kreativität und das filmische Können, die dort hineingeflossen sind. Es ist im Grunde eine kleine musikalische Reise durch diese Region, die mir jedenfalls große Lust macht, auch mal dorthin zu reisen. Es ist halt ein Werbefilm, der mit relativ einfachem Equipment gedreht wurde. Um diese Sache ging es mir in meinem Post. Ich wollte nur mal auf die verschwimmenden Grenzen zwischen Profis und Amateuren hinweisen, weil auch hier hin und wieder so ein bisschen abschätzig auf Amateure geblickt wird. Wobei Li für mich schon ein Profi ist, der jedoch oft ganz bewusst auf Geräte aus dem Amateurbereich setzt.
Ich glaube, er erhebt auch keinen Anspruch darauf, ein umfassendes und detailliertes Bild der Region abzuliefern. Es geht ihm offensichtlich um die Umsetzung seiner Emotionen.

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