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Umfrage: Wie viel verdient ihr im Jahr mit Fotografie?

Sind Foto- und Videografie ein reines Hobby für euch? Ein Nebenjob? Oder nehmt ihr die Kamera sogar hauptberuflich in die Hand?

Die diesjährige Photografix-Umfragewoche ist zuletzt etwas ins Stocken geraten, doch wir interpretieren den Zeitraum einer Woche in diesem Jahr einfach mal seeehr großzügig. Die Umfragen zu den bisherigen Themen sind weiterhin geöffnet – falls ihr dort noch nicht abgestimmt habt, seid ihr herzlich eingeladen, das nachzuholen:

Für die heutige Umfrage greife ich einen Vorschlag von “Red and Gold” auf. Er hatte im Vorfeld eine Umfrage zum Thema Einkommen vorgeschlagen. Die heutige Frage lautet also: Wie viel verdient ihr durchschnittlich pro Jahr mit Foto- und Videografie?

Als Grundlage würde ich das durchschnittliche Einkommen der letzten 3–5 Jahre vorschlagen.

Wie viel verdient ihr pro Jahr mit Foto- und Videografie?

Da die Umfrage komplett anonym ist, hoffe ich auf viele ehrliche Antworten. 🙂

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WRDS

Ich leiste mir die Fotografie als reines Hobby. Es gibt deutlich teurere Hobbys und da fragt auch keiner wieviel man damit verdient. Etwa Segeln, Oldtimer / Classiccars und ähnliches.
Geld habe ich in den vergangenen Jahren nur ausnahmsweise verdient mit der Fotografie. Eine Hochzeit habe ich nicht gratis fotografiert und für einen Sportanlass sprang ich für den Stammfotografen ein. Aber das waren Ausnahmen.

Canonuser

Bei mir ist es sehr ähnlich, es sind vereinzelt Ausnahmen, bei denen man ein kleines „Trinkgeld“ bekommt, aber es lässt das Hobby ein Hobby sein.

jens

Die Frage müßte lauten: wieviel habt ihr für die Fotografie ausgegeben …

WRDS

Ja das wäre dann eine gaaaanz andere Frage he,he.

Rolf Carl

Was man halt für ein Hobby so ausgibt.

Leonhard

Die Frage wäre ja auch unsinnig, lieber Rolf!

Jede Wette, weltweit wurde für erheblich kleinere Riemen das X-fache an Geld aufgewendet als für die Halsgurte inklusive dem, was beim Fotografen so drann hängt!

Rolf Carl

Stimmt, die Frage stellt sich schon gar nicht, es gibt weitaus teurere Hobbies.

WRDS

Mein früheres Haupthobby war Motorradfahren. Damit habe ich weit mehr Geld verbrannt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Rolf Carl

Um weiterhin Spass an der Fotografie zu haben, fotografiere ich ausschliesslich, worauf ich Lust habe. Es würde mich total angurken, wenn ich noch dem Geld nachrennen müsste. Wenn kleine Beträge reinkommen, z.B. aus Kartenverkäufen oder Wettbewerbspreisen, freut mich das natürlich, aber nicht wegen dem Geld, sondern weil den Leuten meine Fotos gefallen, das ist mir einiges wichtiger. Ich wurde auch schon angefragt für Fotos. Einmal hätte ich Fotos von einem Motorradfahrer machen können, aber ich habe abgelehnt, weil mir das kein Spass macht, und wenn ich kein Spass daran habe, sehen die Fotos in der Regel auch danach aus. Also verzichte ich lieber.

Die beste Lösung für mich war/ist es, einfach einen guten Job zu haben und die Fotografie als Hobby zu betreiben. Und das Schöne ist, dass ich jetzt auch als Privatier eine tolle Beschäftigung habe, die mich auf Trab hält.

Turmfalke

Habe in den 90er Jahren bei einem Modefotografen eine Zeit lang in Zürich assistiert, er hatte sogar von Vogue ab und zu Aufträge bekommen, aber die meiste Auftragsarbeit waren Produktkataloge für Kaufhäusern abzulichten, dazwischen mal dann auch Models für Modezeitschriften, das war sein Beruf, hat ihm aber wenig Spaß gemacht, hat man ihm auch angesehen, aber das hat ihm Geld eingebracht, eben Produktfotografie. Schätze damit sind sehr viele Berufsfotografen beschäftigt, der graue Fotografen Alltag. Da ist dann mein damaliges Ziel eine Fotografenlehre zu beginnen dann schnell verflogen, habe dafür dann eine Informatikausbildung abgeschlossen, tja, dasselbe, was will man sagen. 😉 Am besten wie du richtig sagst ist es schon die Fotografie als Hobby es zu betreiben und so frei zu sein, so das man nur das annehmen muss wonach man auch Lust hat. Verdiene bisher kein Geld damit und möchte es auch zukünftig nur als Hobby machen. 🙂

Rolf Carl

Habe auch mal einen Fotografen gekannt, der den ganzen Tag Elektroteile für Kataloge abfotografierte. So richtig glücklich hat der nicht ausgesehen, das ist für mich eher Fliessbandarbeit.

lichtbetrieb

So ein ähnlichen Job mache ich auch alle paar Jahre wieder für eine lokale Gewürzerie – also die Produktfotos für den Shop. Mir gefällt das drum herum, also die Einblicke in den Betrieb, neue Leute kennenzulernen – aber das fotografieren selber, wie die Bearbeitung ist Fließbandarbeit. Da bleibe ich lieber bei der Hochzeitsfotografie

Rolf Carl

Verstehe ich vollkommen, würde mir auch besser gefallen.

Leonhard

So unterschiedlich sind eben die Geschmäcker!

Das Eheweib hat jahrelang mechanische Musikdosen fotografiert, was die alleine eine Arbeit hatte, bis der saublöde Vogel so gesessen hat, wie sie ihn haben wollte, nicht besonders gut beschichtete Gold- und Silberdosen machen wegen der Reflexion auch noch große Freude und wenn alles scharf werden soll, dann ist mit einer Einzelaufnahme nicht wirklich viel gemacht.

Aber das Eheweib hat eine unglaubliche Geduld, man muss es loben, sonst hätte sie meinereiner ja auch nie und nimmer so lange ertragen. Bekommen hat sie außer ihrem schmalen Gehalt dafür nie etwas, allerdings war es auch niemals ein Thema, wenn so eine Dose (zwischen 2.000 und 6.000€) hinterher in die hauseigene Werkstatt zurück mußte, nur der Meister in der Werkstatt hat geflucht, was aber eh keinen interessierte.

Rolf Carl

Musikdosen finde ich jetzt noch spannender als Elektroteile, ich verstehe also, dass sich deine bessere Hälfte darauf spezialisiert hat.

Thomas Nordsee

Ich kann deinen Beitrag fast vollständig teilen… bei mir sind es jährlich vielleicht knapp 1000.- €, die ich für Fotos zur Bebilderungen von Artikeln oder Zeitschriften fachlich gebunden bekomme… im Mittelpunkt steht dann aber das Wort. Also eher ein „Muss“. Ansonsten: Fotos sind Lebensfreude, Zufriedenheit und Freiheit, teilen mit anderen ohne Druck…

joe

Bei mir ist das auch nur Hobby, aber ich fotografiere auf Wunsch Ausstellungen und Feste, allerdings umsonst. Da man weiss, dass ich dafür kein Geld nehme, aber bekenneder Gourmet bin, werde ich aus Dankbarkeit, oft großzügig mit Gutscheinen für Sterne Restaurants verwöhnt. War übrigens gerade letzten Donnerstag bei Tanja Grandits (mit Gutscheinen). Es schmeichelt mir natürlich, dass meine Bilder gut ankommen und ich immer wieder gebeten werde Bilder/Fotos zu machen.

Rolf Carl

So würde es mir auch Spass machen, allerdings fotografiere ich nicht gerne an Festen, das überlasse ich dann lieber den vielen Gästen mit den Handys. Aber für einen Gutschein bei Tanja Grandits würde ich vielleicht auch noch schwach werden.

joe

Ich würde das auch ohne Gutscheine machen. Aber ich wehre mich jetzt nicht dagegen, so 10 bis 12 Mal pro Jahr mit meiner Frau sehr gut essen gehen zu können, bei Leuten die besser kochen als ich, wobei ich mir manches abgeschaut und nachgekocht habe.
Feste und Vernissagen sind super, da kriegt man wirklich gute, ungestellte Portraits, die ich alle auch verwenden darf. Habe gerade heute ein wunderbares Fotobuch abgeliefert, man war begeistert, das nächste Essen im Sternerestaurant ist damit gesichert…

Peter Braczko

Bei der Gelegenheit fällt mir ein, ich muß noch vor Anfang 2026 die Rechnungen für das zu Ende gehende Jahr schreiben……

Matthias

…alle 3?

Leonhard

Nö, sind nur 2 Rechnungen: Eine über 275.000 €, die zweite über 475.000 €, natürlich Netto, Peter muss die Umsatzsteuer noch ausrechnen.

Peter Braczko

An Leonhard: Hi-hi – eine Rechnung davon würde mir reichen, denn das ist (geringfügig) übertrieben. Immerhin: Eine Top-Nikon-Ausrüstung will auch finanziert werden, aber meine Vermutung: Durch KI fallen im neuen Jahr bestimmt viele Fotoaufträge weg, sehr auffällig bei vielen Weihnachtsmotiven, die zur Zeit “im Netz” umher schwirren!
Was solls - ich bezeichne mich oft "als den glücklichsten Menschen in Nordrhein-Westfalen". Wenn es so im neuen Jahr weiter geht, hab ich nix zu meckern, denn:
“Die Welt will gute KI-Fotos sehen” (kleiner Scherz)

Leonhard

Solange Du zufrieden bist ist ja gut, den Zufriedenheit ist wichtiger als alles andere!

Kannst auch zufrieden sein, ihr habt anscheinend noch eine gute Gegend für Fotografen, bei uns hier ist es eher das blanke Elend. Als wir auf dem Weihnachtsmarkt Bilder gemacht haben hat das Eheweib auch eine Aufnahme dabei, war gar keine Absicht, aber da fotografiert hier ein Profifotograf gerade eine Vorstellung. Das Kamerachen, welches er dabei benutzte könnte man als Hobby-Hobbyistenknipse bezeichnen, leider wäre hier wahrscheinlich gar keine tolle Nikon-Ausrüstung mehr finanzierbar, für unser Wochenblättchen suchen die schon Rentner mit Laberknochen, da läuft einem das Wasser in die Schuhe.

austrian

Das ist in Österreich üblich, die ganzen Regionalblätter veröffentlichen mehrheitlich Leserfotos, da gibt es EUR 50 + Namensnennung und die Leute rennen wie verrückt durch die Gegend und fotografieren mit SP.

Leonhard

Nun hast Du mich falsch verstanden, lieber austrian!

Die suchen Gruftis, die mit dem Laberknochen Bilder machen und dazu auch noch die Artikel schreiben, sogar ohne kunsthistorischen Hintergrund.

Meinereiner wollte sich auch bewerben, hab eine Absage bekommen, zwei Gründe: “Erstens erreichen Deine Bilder nicht mal SP-Niveau und zweitens wäre für Deine blumigen Artikel unsere Rechtabteilung zu klein”!

Matthias

…normalerweise ist Die Namensnennung verpflichtend wegen des Urheberrechts. Wird in Deutschland im Gegensatz zu unseren Nachbarländern aber gerne ignoriert…

Peter Braczko

Kleine Korrektur, wenn es erlaubt ist. Die Zeitungen und Buchverlage in Deutschland halten sich an diese Vorgaben – hatte da noch nie Gegenteiliges erlebt – und das bei sehr vielen Veröffentlichungen!

Alfred Proksch

Jahrzehnte konnten wir, mein Team und ich, sehr gut verdienen – Als die „Butter&Brot-Fotografie“ (Produktfotografie) zunehmend durch gerenderte aus dem Konstruktionsprogrammen kommende Bilder ersetzt wurde, die Bildagentur Honorare sanken und reihenweise Druckereien ihren Betrieb einstellten – Kataloge Mangelware wurden – vor allen Dingen meine Buchhaltung und der Steuerberater meinten das es keinen Sinn macht mit dem Gewinn aus meinem zweiten beruflichen Standbein den Studiobetrieb zu subventionieren – er sagte wörtlich einen kranken Gaul sollte man nicht weiter Quälen – habe ich mich schweren Herzens entschlossen rechtzeitig den Studio-Schlüssel umzudrehen.

Jetzt fotografiere ich aus reinem Spaß an der Freude wann und wie ich das für richtig halte. Nur noch zwei Tage in der Woche befinde ich mich in meiner sehr gut laufenden zweiten Firma – Ich DARF jetzt OHNE Stress meine Bildideen umsetzen – MUSS absolut niemanden etwas beweisen oder Termine einhalten. Wie schön das die Fotografie zum rein persönlichen HOBBY geworden ist.

Mirko

„ Jetzt fotografiere ich aus reinem Spaß an der Freude “
…und das genieße ich 📷 Mir ist es völlig Latte das ich mit meiner GFX nur JPEG fotografiere bzw. meist nur verwende. Mir ist es egal ob es Programme gibt mit tausenden Filmsimulationen, ich fotografiere lieber direkt mit den Farben die ich im Kopf habe. ( Am WE war Kodak Gold + Gold-Mist-Filter im Einsatz)
Diese Kamera bereitet mir von Anfang an Freude und somit hat sich der Kauf für MICH gelohnt 📷

Alfred Proksch

Wenn z.B. das Rodenstock Imagon 5,8/200 mm Objektiv (analog bis zum Filmformat 6x9cm) aus dem Fundus für die Porträtfotografie (gerne auch für Blühendes) zum Einsatz kommt um je nach Sieb-Blende die Kernschärfe zu überlagern, dann ist die Mittelformat Bildqualität GFX 100 ll ad-absurdum geführt. Oder doch nicht? Die Bildergebnisse sind jedenfalls einen zweiten Blick wert.

Genau mit diesen widersinnigen fotografischen Angelegenheiten darf ich mich jetzt ausgiebig ohne schlechtes Gewissen wegen der „Zeitverschwendung“ befassen. Wie zufriedenstellend das ist wenn sich Erfolg einstellt können nur wenige nachvollziehen.

Oder aus der Not heraus weil nichts anderes verfügbar war mit der alten X-E2 bei 64.000 ISO in Schwarz/Weiß „körnige“ Straßen-Bilder zu gestalten ist mir eine Freude gewesen. Geht alles wenn man will und sich Mühe gibt.

Jürgen K.

Da viele meiner Motive NICHT im eigenen Garten beheimatet sind….
Würde ich sagen, ich investiere viel Geld ohne Einnahmen daraus zu bekommen….
Aber ich habe meine Freude und Spaß dabei!

Leonhard

Ist ja auch gut so, lieber Jürgen!

Meinereiner darf gar nicht an das andere Hobby denken, welches unsereiner früher mal hatte! 5 Minuten Rittmeister, lebenslang Zahlmeister, heute geht es mit dem missratenen Nachwuchs der missratenen Tochter auf den Weihnachtsmarkt, die Uhrzeit 12:30 Uhr lässt schon nichts gutes vermuten, aber egal, nehme mal die Geldkatze mit, außer meinereiner wird wohl keiner den schnöden Mammon eingesteckt haben.

Das Eheweib wird meinen finanziellen Leidensweg dann wieder in Bildern ablichten, trotzdem rechne ich solche Geldverschwendungen dann nicht der Fotografie zu, selbst wenn wir bei einer Schießerei an anderem Orte eine Wurst essen würden, denn gegessen hätten wir ja auch zu Hause was, also immer eine Art, wie man rechnet.

Leonhard

Meinereiner verdient rein gar nichts mit der Knipserei!

Man sollte es auch hier nicht zu verkniffen sehen, liebe Freunde! “Zeig mal Deine Bilder, kannst Du überhaupt fotografieren und und und ………”

Wieso solche Fragen bei einem Hobbyisten wie meinereiner? Wer fragt denn einen Tennisspieler, wie viele Aufschläge er überhaupt übers Netz bekommt und wenn mal, wie viele dann auch noch das gegnerische Spielfeld treffen. Oder die ganzen Jägersleut, die extra eine komische Sprache lernen, dabei aber besser Schaffner geworden wären, weil sie eh nur Fahrkarten schießen.

Die beiden teuersten Hobbys sind ja Scheidungen und Freundinnen und auch wenn es mal hin und wieder eine neue Knipse sein soll, zu den teuren Hobbys rechnet meinereiner die Fotografie eher nicht.

Leonhard

Aus der Umfrage kann man so seine Schlussfolgerungen ziehen, jetzt nicht, dass zur Zeit 30 Leute 100.000€ und mehr verdienen, eher aus der Tatsache, nach welchen Einkommen Mark erst gar nicht gefragt hat!

Ollika

Hab früher bei einer größeren Tageszeitung gearbeitet. Da kam ich interessehalber sehr oft mit unseren Fotografen ins Gespräch. Da gab es sogenannte „Polizeifotografen”. Die mussten bei Wind und Wetter, zu jeder Tages- und Nachtzeit rausfahren um Unfälle etc. abzulichten. Absoluter (und unterbezahlter) Stressjob! Einer wurde sogar schon mal arg verprügelt. Und einige Bilder bekommt man da sicher auch nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Vor denen hab ich großen Respekt!
Bin da doch sehr froh, dass ich nur als Spaß an der Freude fotografiere. Und zwar nur wenn ich Lust dazu habe, nie unter Zeitdruck um Geld zu verdienen.

Mark

Aus Interesse hätte ich auch mal in die professionelle Fotografie vor vielen Jahren ein wenig reingeschaut – da wurde schnell meine anfängliche Naivität kuriert. Ich wünsche es allen Fotografen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen viel Spaß und Erfolg an der Arbeit. Und auch wenn es sicherlich viele kreative Aspekte hier gibt, sind es leider nur wenige die wirklich frei ihre Vision umsetzen können – oft ist ja doch die Wirtschaftlichkeit und Konstanz wichtiger als alles andere und dazu kommt dann Termindruck.

Aber das gilt ja für so ziemlich – wenn man an etwas richtig Spaß hat, sollte man zusehen, dass man es sich als Hobby leisten kann. Fotografie ist für mich mehr ein begleitendes Hobby – die Wanderung, Natur oder Städte sind der Grund weshalb ich rausgehe. Das Foto ist ein wenig mehr das extra und Motivationshilfe auch mal quasi nachts raus-zugehen um den möglichen tollen Sonnenaufgang an geneigter Stelle zu fotografieren. Oder ich beschäftige mich dadurch intensiver mit einem kleinen Ökosystem und deren Bewohner.

austrian

Ich verdiene seit rund 10 Jahren nur mehr so viel dass das Ganze vom Finanzamt gerade noch so als unternehmerische Tätigkeit toleriert wird (Abzugsfähigkeit der Ausgaben, Vorsteuer etc.), das war damals eine bewusste Entscheidung, nach 25 Jahren als Berufsfotograf (Agentur, zum überwiegenden Teil Sport) war ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mir nicht mehr vorstellen konnte bis zum Rentenantritt (damals 15 Jahre entfernt) weiterhin auf diese Art mein Geld zu verdienen.
Meine Lebenspartnerin macht viel Eventfotografie, gelegentlich braucht sie einen “Hilfsfotografen”, da schlägt dann meine Stunde, der große Vorteil meiner Rolle: Ich brauche mich weder um Auftragsakquise noch um die gefühlt hunderttausend Sonderwünsche der KundInnen kümmern. 😉

Matthias

Lustige Abstimmung. Denn wer 100.000 Euro verdient, muss mindestens das Doppelte an Umsatz machen. Und davon tummeln sich in diesem Forum gleich 49 Fotografen. Kaum zu glauben…:-))

Thomas Müller

Das habe ich mir auch bereits gedacht und mir gleich überlegt, ob ich nicht vielleicht doch umschulen sollte. Ganz von “0” müsste ich ja dabei nicht anfangen ….😁

Matthias

Umschulen? Einfach so tun als ob reicht heute schon. Die Berufsfotografen, die wirklich davon leben und ihre Rechnungen bezahlen können, sind eine aussterbende Spezies. Auch wenn es bei YouTube oft anders dargestellt wird, haben diese Leute oft nicht einmal die Fähigkeit, einen schlüssigen Kamera- oder Objektivtest anzubieten. Das dann vorgestellte Bildmaterial sehe ich eigentlich als sinnfrei an. Denn welcher Kunde würde als Auftrag dafür bezahlen? Ausserdem ist Fotografie in der Werbebranche immer Teamarbeit. Der Fotograf muss das Team anleiten und alles im Blick haben. Denn er ist zum Schluss für das gelieferte Material verantwortlich. Und das klappt nur reibungslos, wenn alle an der Produktion Beteiligten ihren Beitrag leisten und wenn man sich auf alle verlassen kann…

Rolf Carl

Ich kenne nur Profis aus der Naturfotografie, die davon leben. Aber nur fotografieren reicht nicht, sie halten Vorträge, veranstalten Fotoreisen, publizieren Fotobände, geben Fotokurse usw. Youtuber sind wieder eine andere Kategorie.

Thomas Müller

Gut Matthias, danke für den Tipp, so tun als ob, das bekomme ich problemlos hin 😎. Wenn die Aussichten für diesen Beruf nicht so schlecht wären, würde ich tatsächlich darüber nachdenken. Aber so? Als YT bin ich absolut nicht geeignet, obwohl ich mir bei manchen dieser Spezie schon hin und wieder gedacht habe, das was die abliefern würde ich vermutlich auch noch hinbekommen. Werbefotografie finde ich je nach Thema interessant oder auch nicht. Aber wie in jedem Beruf muss man einfach abliefern, ob es Spass macht oder nicht spielt keine Rolle. Sport- und Peoplefotografie sind Genre, die ich bereits als Hobbyist im mehr oder weniger privaten Rahmen betreibe, das würde mir zusagen, ist aber im Profibereich vermutlich einerseits bereits stark umkämpft und auf lange Sicht durch Video und KI bedroht. Um mit Wildlife richtig Geld zu verdienen (nicht nur Umsatz machen) muss man einer der wenigen echten Könner sein, das werde ich in diesem Leben vermutlich nicht mehr erreichen. Bleibt noch die Hochzeitsfotografie, die könnte ich mir ganz gut vorstellen, aber genau wie in der Werbefotografie kann man ordentliche Honorare wohl nur dann verlangen, wenn man als Team auftritt und Qualität bei Foto und Video abliefern kann. Im Videobereiche sehe… Weiterlesen »

Leonhard

Voraus gesetzt, alle 49 kennen den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn, was nicht immer so ist.

Rolf Carl

Oder sie haben Mühe mit Nullen zählen 🤔

Rolf Carl

Finde ich auch sehr komisch, dass wir so viele Grossverdiener hier haben. Vermutlich rechnen sie noch den Nebenjob dazu.

Matthias

…umgekehrt: die Fotografie ist der Nebenjob:-))

Rolf Carl

Ja, so wird es wohl eher sein.

lichtbetrieb.de

Also ich denke Mark meint schon damit Umsatz. Mein Umsatz ist ja zunächst erstmal mein Verdienst als Selbstständiger (als Arbeitnehmer fühlt sich das natürlich anders an, da man nur das Netto ausgezahlt bekommt) und davon zahle ich meine Verpflichtungen und Ausgaben. Diese sind aber ja extrem individuell. Es macht meist sogar Sinn, sein Netto möglichst gering durch Ausgaben zu halten, da es sonst durch die Steuer geschmälert wird.

Rolf Carl

Nein, es steht klar Verdienst, und das ist der Gewinn, also Einnahmen minus Betriebsausgaben (vor Steuern und Zinsen).

Leonhard

Asche auf Dein Haupt!

Andererseits, wenn Leute über 100.000 verdienen geht meinereiner mal davon aus, dass solche Leute auch von ihrem Betrieb zwar nicht unbedingt leben müssen, aber über ausreichend betriebswirtschaftliche Kennzahlen verfügen, um Deine Frage zu verstehen, sollte man meinen (ist aber oft nicht so).

Natürlich hättest Du auch schreiben können “betriebsbedingter Gewinn vor Steuern ohne Anrechnung des neutralen Ergebnisses”, kann man alles machen, versteht aber dann in der Regel keine Sau mehr. Und klar “vor Steuern”, durch die Perversion (oder heißt dies Progression) verdient man ab einer gewissen Höhe auch noch was, aber eben weniger als Vater Staat, weswegen meinereiner “Vater Rhein” sympathischer ist.

@Thomas: Bleib mal Rechtsanwalt, das Andere ginge gar nicht, weswegen schnell ein Gedichtlein:

“Ist klein Ernas Popo immer wund
fehlt Mutti beim pudern der kunsthistorische Hintergrund.
Und die Moral von der Geschicht:
ohne Selbigen geht Babypflege nicht”

Allen eine fröhliche Weihnachten und möge es der liebe Gott verhüten, dass Ihr zum Feste der Geburt des kleinen Jesus einen Dummschwätzer wie den Leonhard ertragen müsst!

Niko

Stefan

Jetzt wird einiges klar … es gibt hier nicht wenige Leute, die mit der Fotografie Geld verdienen, ergo anders argumentieren als Hobbyisten und wohl andere Ansprüche haben. Schöne Festtage wünsche ich allen!

Matthias

…zumindest behaupten sie, mit der Fotografie Geld zu verdienen..

Rolf Carl

Anonym kann ja jeder irgendwas ankreuzen, ich denke nicht, dass die Abstimmung repräsentativ ist. Das würde ich also an deiner Stelle nicht so ernst nehmen.

Leonhard

Lieber Stefan, wer was verdient, vollkommen egal!

Und von wegen Ansprüche! Meinereiner ist sich ziemlich sicher, dass die Ansprüche der Profis wahrscheinlich erheblich geringer sind als die einiger Hobbyisten.

Wieso ist auch einfach erklärt: Profis können etwas (sollte jedenfalls so sein), können wohl auch beurteilen was sie wirklich brauchen und brauchen auch in der Regel weniger, eben weil sie mehr können, was das Brauchen dann verringert.

Außerdem haben Profis diese dämliche AfA, wenn die alles brauchen müssen die noch viel mehr Einnahmen generieren, da das Gelumpe ja auch noch bezahlt werden muss, jemand wie Matthias fotografiert ja, um davon zu leben und nicht, um eine “tolle” Kameraausrüstung zu finanzieren.

Matthias

…genau so sieht das aus. Abgesehen davon sollte man eine Ausrüstung nicht finanzieren sondern von dem Geld kaufen, welches man sich erarbeitet hat und wenn es notwendig ist. Und noch einmal abschliessend: die Neuheiten, die die Kamerahersteller im Jahrestakt anbieten, bringen uns im Profibereich nicht so richtig weiter. Denn kein Kunde zahlt für die tollste und neueste Kamera auch nur einen Cent mehr…:-))

Leonhard

Jetzt hatte sich meinereiner falsch ausgedrückt, ging nicht um die Zahlart, ging mir darum, dass die Kamera ja durch Abschreibung dann auch wieder ins Verdienen gebracht werden muss und AfA ist ja schön und gut, nur auch mit selbiger bekommt der Profi das Ding ja nicht für Omme, einen Teil zahlst Du immer. Halte auch den Spruch “die Mehrwertsteuer bekomme ich wieder” für recht gewagt, wieder kriegt man im Normalfall gar nichts, kannst Dir nur aussuchen, ob Du diesen Teil an einen Händler bezahlst oder dem lieben Finanzamt überweist, also reine Senkung der Umsatzsteuerzahllast, aber weg ist die Kohle so oder so. Bin übrigens froh, dass Dein Vorschlag nicht so angenommen wurde, die Schießerei bei meinereiner kann ich mir lebhaft vorstellen. Alles drauf, alles scharf, alles prima! Kontrolle am Monitor: “Ach ne, sieh mal an, am Näschen klebt ein Butzemann”! Während ich noch fluche sind die Felgen der Karre wieder angelaufen, also mit einem Tuch die Felgen neu poliert, Tuch umgedreht, dem Fräulein das Näschen gerichtet, jetzt kann nichts mehr passieren, also “hurra und fette Beute”, Leider hat das Eheweib nicht auf den saublöden Ziegenbock aufgepasst, der hat meinereiner Teile vom Spinat, den eh keiner fressen wollte von der Wand… Weiterlesen »

Georg

Nun, für mich ist es das reinste Hobby, werbe nirgendwo für meine Bilder. Es kommen Verlage für Jahreskalender auf mich zu und sind an Bilder interessiert. Klar werden die Bilder verkauft, und am Jahresende wird die eingenommene Summe gespendet.

Blende32

Jährlich bis 2 Kameras da ich zt über 150.000 bis 200.000 Aufnahmen mache

Leonhard

Hä? Geht hier nicht um Aufnahmen, es geht um Einnahmen!

Peter Braczko

So ist es – es geht also um die Einnahmen für die Aufnahmen. War doch einfach zu verstehen….?!

Thorsten

Ich habe reines Hobby gewählt,
obwohl ich schon ab und an Bilder verkaufe und für öffentliche Vorträge auch bezahlt werde, aber das ist im Vergleich zu den Kosten, nicht der Rede wert.
Bei vielen meiner Naturvorträge, nehme ich kein Geld, sondern sponsere damit den Naturschutz.
Da ich im Netz meine Naturfotos präsentiere und als GDT- Mitglied, werde ich ab und an nach Bildern gefragt, die ich lt. Kollegen viel zu günstig verkaufe.
Hochzeiten für Freunde zum Selbstkostenpreis fotografiere ich nicht mehr, das ist mir viel zu stressig, bei alller Freundschft..
Ich bin auch in der glücklichen Lage, das ich neben meinem gut bezahlten Job, kein zusätzliches Geld verdienen muß, sondern das fotografieren kann, was ich möchte.
Denn mit der Naturfotografie Geld zu verdienen, wie wenige GDT- Kollegen, ist ein verdammt harter Job, bei dem die Vermarktung einen viel zu großen Teil der Zeit ausmacht, dazu hab ich rein gar keine Lust.
Die knappe Freizeit verbringe ich lieber in der Natur, oder mit Familie/Freunden.

Marc Wayne Schechtel

Interessant wer hier so alles mitliest und abstimmt 🙂

Patrick

Bin Festangestellter Fotograf, dann noch als Minijob und trotzdem auch als Hobby.
Hätte gedacht, es gibt mehr, die damit Ihr Geld verdienen…

Uneternal

Es wundert mich ehrlich gesagt, dass doch so viele noch ihren Lebensunterhalt mit Fotografie bestreiten können und 4% sogar ziemlich gut davon leben, im 6-stelligen Bereich. Hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, das Fotografie heutzutage mit Handy & Co. noch so gefragt ist.

Stefan Zimmermann

Ich nehme an der Umfrage nicht teil, weil mich das Ergebnis nicht interessiert. Ob jemand mit Fotografie Geld verdient oder nicht, ändert für mich nichts an der Fotografie selbst. Sie wird dadurch weder besser noch schlechter. Mich interessiert die Fotografie: der Blick, das Licht, die Idee und die Konsequenz. Einkommen ist dafür kein Maßstab. Für mich entsteht kein Mehrwert aus der Information, ob jemand 200.000 verdient oder gar nichts. Das sagt mir nichts über die Fotografie und bringt mir für mein eigenes Arbeiten nichts. Als Fotograf bin ich immer auch Beobachter. Auch wenn mich die Umfrage inhaltlich nicht interessiert, schaue ich mir an, warum so viele trotzdem abstimmen. Viele klicken einfach, weil es schnell geht, weil man gefragt wird oder weil man neugierig ist. Andere vergleichen sich unbewusst: Wo stehe ich im Verhältnis zu anderen? Gleichzeitig sieht man ein typisches Muster: viele Stimmen, wenige Kommentare. Anonym abzustimmen ist leicht, öffentlich etwas zu schreiben deutlich schwerer. Das Ergebnis selbst bleibt dabei grob. Kategorien wie „Hobby“ oder „verdient Geld“ fassen sehr unterschiedliche Menschen zusammen und sagen wenig darüber, wie jemand fotografiert. Interessanter als die Zahlen ist für mich deshalb das Verhalten darum herum. Es zeigt, wie Menschen sich einordnen, vergleichen oder einfach… Weiterlesen »

Leonhard

Gleichzeitig sieht man ein typisches Muster: viele Stimmen, wenige Kommentare. Anonym abzustimmen ist leicht, öffentlich etwas zu schreiben deutlich schwerer”

Also die Erkenntnis ist nun komisch!

Was hattest Du erwartet? Das einige ihren letzten Steuerbescheid hochladen, inclusive Steuernummer und Bankverbindung?

Umfragen in der Art “Habt ihr schon einmal die Kamera um den Hals gehängt, seit Knipsen gegangen und die Kamera hatte einen freien Tag” oder “Betreibt ihr wegen entspannter Fotografie hin und wieder Ausgleichssport “Säckelbillard mit einem Stock und zwei Kugeln””, dann bekommt man anonym einige Antworten.

Ob die stimmen ist eine andere Frage, wobei diese Frage auch müßig ist, denn auch auf der Straße bekäme ein Forschungsinstitut Antworten, welche auch nicht nachprüfbar sind!

J.Friedrich

“Anonym im Netz” – die IP wird direkt erkannt, die Cookies machen den Rest …

Leonhard

Das Netz ist eben gut gegen Einsamkeit!

Wenn sich kein Mensch mehr für einen interessiert muss man nur gewisse Schlagwortkataloge lernen und ein Paar Mails schreiben, dann hast Du mehr Zuleser wie der Kanzler bei seiner Ansprache an die Nation!

Meister eines solchen Faches bekommen eine kostenlose Fahrt in die Nähe von Stuttgart spendiert, Genies können einen Hauptgewinn, einen Flug in die USA gewinnen, besser als bei solchen Kreuzwort-Gedöns mitzumachen und eine Baggerfahrt durch die Eifel zu gewinnen.

J.Friedrich

😉👍🎅🎄 LG

Gunnar

Ich sag’s mal so: Gut, dass ich nicht bekomme, was ich verdiene. 👹

K. W.

Hab das mal vor 25 Jahren ausprobiert. Hochzeits- und Sportfotografie. Die Sportfotografie hat Spaß gemacht, aber der Aufwand inkl. Plakaterstellung, da hatte ich keinen Bock drauf. Ganz schlimm fand ich die Hochzeitsfotografie. Gruselig in allem. Hat mir richtig den Spaß am Bildermachen verdorben. Absolut nicht meine Welt.
Als sagen wir, Extremhobbyist, hab ich alle Freiheiten und nichts und niemandem im Nacken. So soll es sein.

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