Adobe kauft den Spezialisten Topaz Labs. Die KI-Modelle zur Bild- und Videoverbesserung sollen unter anderem in Photoshop und Lightroom landen.
Adobe hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Topaz Labs unterzeichnet. Das Unternehmen aus dem texanischen Dallas arbeitet seit über zwanzig Jahren an Technologie zur Verbesserung von Bildern und Videos, um sie zu schärfen, zu entrauschen, hochzuskalieren und zu restaurieren. Künftig sollen diese Modelle in Adobes Firefly, in Firefly Services und in der Creative Cloud mit Photoshop, Lightroom und Premiere stecken.
Vom Upscaler zum Teil der Creative Cloud
Bekannt ist Topaz vor allem für eigenständige Programme wie Gigapixel zum Vergrößern von Bildern, dazu Topaz Photo und Topaz Video sowie die neueren Modelle Astra für Video-Upscaling und Bloom. 2025 erhielt das Unternehmen einen Emmy in der Kategorie KI-gestützte Bild- und Videoverbesserung für die Restauration von TV-Archivmaterial.
Einige dieser Werkzeuge bietet Adobe bereits über die Creative Cloud an. Mit der Übernahme will der Konzern die Modelle nun vollständig in seine Apps integrieren, statt sie nur als Partnerfunktion einzubinden. CEO Eric Yang bleibt nach Abschluss an der Spitze des Topaz-Teams. “Bilder und Videos bestmöglich aussehen zu lassen, ist seit über zwanzig Jahren unsere Lebensaufgabe”, sagt Yang. Technik solle menschliche Kreativität unterstützen, nicht ersetzen.
Lokale KI als strategisches Ziel
Besonders interessant ist Topaz’ Technik namens Neurostream. Sie soll große KI-Modelle direkt auf normalen Geräten laufen lassen, statt sie in die Cloud auszulagern. Adobe sieht darin die Chance, Bearbeitung schneller und günstiger zu machen und rechenintensive Funktionen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Der Kauf passt in einen Trend. Adobe steht unter Druck durch Wettbewerber wie Canva, das zuletzt selbst zahlreiche KI-Firmen übernommen hat, und durch Blackmagics kostenloses DaVinci Resolve. Mit Topaz sichert sich Adobe Technik, die professionelle Anwender bereits nutzen.
Verfügbarkeit und offene Fragen
Die Übernahme soll im zweiten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Freigabe durch die Behörden. Den Kaufpreis nennen beide Seiten nicht. Topaz’ Programme bleiben laut Adobe weiter eigenständig über die Website erhältlich. Wie lange diese Apps neben der Creative Cloud gepflegt werden, ist vorerst offen. Wie findet ihr das?
via: PetaPixel


Früher habe ich Topaz gern genutzt. Inzwischen hat sich mein Workflow aber stark verändert, weil ich Schärfe heute nicht mehr als globalen Standardprozess sehe, sondern als gezieltes gestalterisches Werkzeug. Statt ein komplettes Bild pauschal per KI zu schärfen, bearbeite ich einzelne Bildbereiche sehr unterschiedlich – je nach Motiv, Licht, Tiefe und gewünschter Bildwirkung. Oft arbeite ich dafür mit rund zehn individuellen Masken pro Foto, teilweise auch mehr. So kann ich den eigentlichen Blickfang anders behandeln als sekundäre Details, Übergänge, Hintergrundflächen oder bewusst ruhige Bereiche. Manche Partien schärfe ich gezielt, andere nur sehr zurückhaltend, und in bestimmten Bereichen nehme ich Struktur oder Schärfe sogar bewusst wieder heraus, wenn es der Atmosphäre, der Blickführung oder der Gesamtwirkung dient. Nicht jede Fläche braucht maximale Detailzeichnung – manchmal ist genau die Zurückhaltung der stärkere Weg. Dabei arbeite ich nicht nur mit klassischer Schärfung, sondern mit dem Zusammenspiel aus Schärfen, Struktur, Klarheit, Textur und Körnung, jeweils auch mit positiven und negativen Werten. Genau dadurch lässt sich sehr präzise steuern, welche Details betont werden sollen, wo Ruhe entstehen muss und an welchen Stellen zu viel Härte oder Mikrokontrast dem Bild eher schaden würde. Für mich wirkt das deutlich natürlicher, kontrollierter und ausdrucksstärker, als ein Bild vollständig… Weiterlesen »
Deinen Ausführungen ist nichts hinzuzufügen denn sie sind in der Praxis relevant.
Was mir eher aufstößt ist die Geschäftspolitik eines globalen Nummer 1 Spielers. Mit allen finanziellen Mitteln (über Summen spricht man nicht) muss die Monopol Stellung erhalten bleiben. Mit diesem Präsidenten und den Verbindungen von Adobes Geschäftsführung dürften Behörden kein Problem darstellen wenn es um eine Übernahme geht die unter Umständen für den Staat wichtig ist.
20 der 50 besten Unternehmen der Welt nutzen bereits Topaz Neuro Stream, darunter natürlich auch militärisch ausgerichtete Industriepartner. Amerika zuerst!
Topaz hat sich durch sein völlig überteuertes Abo Modell selbst ein Bein gestellt. Mußten wahrscheinlich verkaufen um zu überleben..
Stimmt, das könnte gut sein. Mir waren die angebotenen Topaz-Abos zu teuer, sonst hätte ich eines vielleicht behalten.
Und jetzt sind sie Teil von Adobes völlig überteuertem Abomodell, für das die jetzt nochmal mehr abzocken können.
Dem stimme ich voll und ganz zu.
Ich nutze Topas DeNoise, für meine MFT Kameras in manchen Fällen, ab 1600 ISO.
Für meine L- Mount Pana- Kameras ist entrauschen überfüssig, über ISO 6400 gehe ich nie.
Ich verwende aber auch oft Stative und nutze die Grundempfindlichkeit. Bin auch kein Aktion- Fotograf.
Für die Druckausgabe schärfe ich als letzten Schritt selktiv mit dem Nik Sharpener.
Ich habe noch nie ein Bild nachgeschärft, es geht mir um Klarheit und feine Entrauschung bei hohen ISO, wenn ich das für ein Motiv brauche. Für mich reichen deshalb DXO ohne Abo und das primitive RAW-Bearbeitungssystem von PS Elements, auch noch ohne Abo, werde letzteres auch nicht mehr erneuern, weil es jetzt auch zu einem Abo geworden ist.
Bei DxO werden Nachschärfen und Entrauschen im perfekten Verhältnis automatisch gemacht, sobald du das Foto öffnest. Es ist also schon nachgeschärft.
Danke für die Info. Ich entrausche allerdings nur Bilder über 6’400 ISO und auch nur wenn es Tieraufnahmen sind. Was nicht ohne Bearbeitung scharf ist fliegt bei mir vor der Bearbeitung bereits raus.
Klar, mache ich auch so, wenn das RAW schon nicht scharf ist, hilft gar nichts mehr. Trotzdem, DxO schärft dann die RAWs automatisch nach, sie wirken dann noch etwas knackiger. Wenn du das nicht möchtest, müsstest du bei jedem Bild die Nachschärfung und das Entrauschen deaktivieren, das hängt nämlich eng zusammen.
Topaz’ Entrauschen, Schärfen und Vergrößern funktioniert ziemlich gut, ich hatte die Software immer gelobt, wenn z.B. auf fb auf Rabattaktionen hingewiesen wurde.
Nur wird Topaz Photo AI nun bei mir leider auslaufen, weil (schon vor Adobes Übernahme) auf ein mir zu teures Abo-Modell umgestellt wurde. Aber so passt es ja zu Adobe-Praxis, um einen konstanten Geldfluss zu haben.
Zudem wurden die Topaz-Updates bei mir schwieriger, weil der interne Downloadmanager einen abgebrochenen Download nicht wieder aufnehmen kann, aber Topaz GB-große Dateien runterläd.
Ich hab das Abo auch nicht mitgemacht. Ich verwende weiterhin die Alten Versionen von vor dem Abo, die funktionieren ja weiterhin.
Das war mir bereits klar, als man seit ein paar Monaten Topaz-Modelle in Photoshop zum Schärfen, Hochskalieren und Entrauschen nutzen konnte. Für Adobe tatsächlich ein Mehrwert, denn Topaz ist nunmal führend in diesen Bereichen.
Hab lange die Topaz DeNoise AI Software verwendet bis ich zu DxO PureRaw gewechselt bin. Fand in vielen Fällen hatte die neuere Photo AI version mir zu starke Artefakte.
Nutze heute aber immer noch gerne DeNoise AI, wenn DxO PureRaw wegen Raw zwang nicht funktioniert.
Ich hoffe ich kann die Software später dennoch installieren, weil selbst bei DeNoise AI beim installieren immer noch Daten nachlädt. Wenn Adobe die komplett übernimmt, können die alte Kunden abstoßen.
Na mal schauen wie sich das entwickelt.
ok – adobe sollte photoshop und lightroom zu einem programm zusammenfassen. Warum viele noch keine dieser adobe-programme hat? Zu teuer? eher nicht – denn wer ernsthaft bildbearbeitung betreibt, sucht ein profi-programm. Aber der Teufel steckt in der informations-Politik von Adobe über diese Programme. Anfänger sind verwirrt über viele adobe produkte und wissen nicht, welches der programme sie nun kaufen sollen ! Was Adobe kann, kann irfan-View schon seit Jahrzehnten, zB. die Bild-Stapelverarbeitung (batch-prozesse) – leider ohne RAW und qualitativen Einschränkungen. Ich selber gehe noch einen schritt veiter und benütze wissenschaftliche Bildverarbeitung – geht bei photoshop teilweise auch, aber arithmetische bbildoperationen bleibt fast nur wissenschaftlichen programmen vorbehalten, wie zB es astro-programme teilweise schon haben. – ok, adobe: mehr einfachheit und Klarheit bei Kundeninformation – denn an professioneller Bildbearbeitugsqualität ist adobe nachwievor vorn.Nicht nur Preis und Qualität entscheiden über hohen Umsatz eines Produktes, sondern auch verständliche, nicht überfrachtete Kundeninformation darüber, die sich in der Produktwerbung wiederspiegelt. und natürlich einfche, verständliche menues und eine pdf-bedienungsanleitung—so sehen spitzenprodukte aus !