Xiaomi arbeitet an einem magnetischen Kameramodul für Smartphones. Das System könnte noch 2026 auf den Markt kommen.
Xiaomi könnte 2026 ein magnetisches Kameramodul auf den Markt bringen, das Smartphone-Fotografie grundlegend erweitert. Das sogenannte Modular Optical System (MOS) wurde erstmals auf dem MWC 2025 als Konzept gezeigt. Nun deuten Leaks darauf hin, dass die Serienproduktion angelaufen ist.
Das Modul ist kein einfacher Aufsteckvorsatz. Es handelt sich um eine eigenständige Einheit mit Sensor und Objektiv, die per Magnetring an der Rückseite kompatibler Smartphones andockt. Im gezeigten Prototyp steckt ein Micro-Four-Thirds-Sensor mit rund 100 Megapixeln (Quad-Bayer) und ein fest verbautes 35-mm-Äquivalent mit f/1.4. Ein manueller Fokusring und Blendensteuerung bis f/11 sind ebenfalls vorhanden.
Die Datenübertragung erfolgt über Xiaomis proprietäre LaserLink-Schnittstelle sowie Kontaktstifte. Damit sollen bis zu 10 Gbit/s möglich sein, sodass der Bildprozessor des Smartphones die RAW-Daten in Echtzeit verarbeiten kann. Das Modul besitzt weder eigenen Akku noch eigenen Prozessor und bezieht seinen Strom direkt vom Telefon, was sich entsprechend auf die Akkulaufzeit auswirken dürfte.
Als erstes kompatibles Gerät gilt das lange erwartete Xiaomi MIX 5, die eher experimentelle und ziemlich hochpreisige . Das größere Gehäuse eignet sich besser für das rund 100 Gramm schwere Modul, das bei kleineren Geräten als kopflastig empfunden wurde. Die Kamera-App soll das Modul wie eine native Kamera behandeln und unter anderem Leica-Farbprofile sowie Langzeitbelichtungen unterstützen.
Offizielle Angaben zu Preis, Verfügbarkeit oder Wetterschutz gibt es bislang nicht, ich würde leider erstmal nur von einem Launch in China ausgehen. Auch ob Xiaomi die Schnittstelle für Dritthersteller öffnet oder weitere Brennweiten plant, ist unklar. Der Sensor stammt laut ersten Berichten von OmniVision, eine Zusammenarbeit mit Leica ist nicht bestätigt. Sollte Xiaomi das System tatsächlich in Serie bringen, wäre es der bislang ambitionierteste Versuch, Smartphone- und Kameratechnik modular zu verbinden.
Aufsteckbare Optik für Smartphones ist bereits Realität: Vivo, Oppo und Nubia verkaufen Telekonverter und Kamera-Kits für ihre aktuellen Flaggschiffe, die optischen Zoom mit bis zu 400 mm Äquivalentbrennweite ermöglichen. Oppo setzt dabei auf ein Hasselblad-Telekonverter-Kit für 499 Euro, Vivo bietet einen 2,35-fach-Konverter für 399 Euro an, und Nubia liefert zum Z80 Ultra ein erneuertes Zubehör-Kit ab 149 Euro.
Auch das Londoner Start-up Camera Intelligence verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Seine per Kickstarter finanzierte Kamera Caira dockt per MagSafe ans iPhone an und bietet ebenfalls einen MFT-Sensor mit Wechselbajonett für Objektive von Olympus oder Panasonic. Anders als Xiaomis MOS setzt Caira jedoch auf ein eigenständiges Gehäuse mit Akku und Snapdragon-Chip und wirbt vor allem mit KI-gestützter Bildbearbeitung in Echtzeit statt mit authentischer Bildqualität.
via: Gizmochina


Ein paar Jahre später ist das Smartphone veraltet, es werden keine Updates mehr dafür bereitgestellt und es wird vom User durch ein neues Modell ersetzt. Einige besonders eifrige Nutzer machen das sogar alle zwei Jahre und können es kaum abwarten. Natürlich ist das neue Smartphone plötzlich nicht mehr in der Lage, die alten Objektive aufzunehmen. Es ist doch immer das gleiche Spiel und nach nur einer Generation wird es schon wieder fallengelassen. Ich erstelle jetzt mal keine Liste mit ach so tollen, einfallsreichen Smartphone Ideen, die alle Rohrkrepierer waren. Und Sony selbst hat so etwas ja schon vor ca. 13 Jahren mal gemacht. Einfach mal nach DSC-QX10, DSC-QX100 oder 30 googeln. Dafür haben wir jetzt halt KI im Werbetext 🙂 Das ändert natürlich alles.
Servus Stefan Zimmermann
du sprichst alle wichtigen Punkte an. Ein Telefon bleibt ein Telefon – egal ob es mit Schnur an der Wand montiert ist oder ob man es als Multimedia Gerät in der Hosentasche mit sich trägt. Warum das Modular Optical System (MOS) nichts wird ist vorgezeichnet. Es ist ein loses zusätzliches Teil das der Kunde mit sich führen muss.
Probiert mal aus – das Smartphone wie immer in der Gesäßtasche und ein kleines Objektiv in der Hosentasche. Nehmt das Objektiv heraus – vorderen Objektiv-Deckel entfernen, selbigen zurück in die Tasche schieben damit er nicht verloren geht – dann das Smartphone von hinten nach vorne holen – spätestens jetzt wäre es praktisch wenn man eine dritte Hand zur Verfügung hätte. Damit das größer gewordene Smartphone vernünftig gehalten werden kann ist unbedingt ein weiteres Modul von Nöten – ein Handgriff – den trägt der Kunde in der zweiten Hosentasche mit sich! Drei lose Teile damit man fotografieren kann?!?
Spätestens jetzt wird dem Anwender bewusst das eine zusätzliche Kompakt-Kamera (z.B. Ricoh GR) die bessere Lösung ist.
Auf so etwas warte ich schon seit 20 Jahren für ein großes (10″) Tablet. Dann Ade Fotokamera und das alte schwarze Fototuch übern Kopf, erlebt auch wieder ein Comeback. Aber bitte mit ISO-Bajonett bzw. ISO-Mount!
“Einige besonders eifrige Nutzer machen das sogar alle zwei Jahre und können es kaum abwarten.”
Also genau so, wie es gerne auch mit “richtigen” Kameras gehandhabt wird?
Genau, da war ja mal die Sony QX Serie die königlich gefloppt ist, was sich 100% wiederholen wird. Selbst wenn Smartphones nicht alle 2 Jahre ausgetauscht würden – keiner hat Bock sich ein teueres Smartphone zu kaufen und dann nochmal das selbe Geld für Objektive mit integriertem Sensor draufzulegen.
Das Problem: fragt eure Kinder, dann wisst ihr, dass alle >40 Jahre weder die Klientel sind noch die Unbefangenheit neutraler Bewertung besitzen – es ist eigentlich genau das, worauf viele warten, hinsichtlich BQ-Potential, Social-Media, Postprocessing und SP-Performance – ein all-inclusive Package – die Zukunft hat längst begonnen!
Also bevor ich solch halbherzigen Tüdelskram am Telefon anbringe nutze ich lieber eine richtige kompakte Kamera.
Nu muß Panasonic oder OM diese nur noch anbieten.😂
Vielleicht zur jetzigen CP+???
EUREKA !!! Ich habe es gefunden.
Baut doch einen Fotoapparat mit dem man telefonieren kann statt einem Handy mit dem man fotografieren kann!
… da die Grenzen in den nächsten Jahren immer mehr verwischen, wird dies de facto nicht mehr unterscheidbar werden…
Hallo licht+perspektive
in dem Moment wo wirklich neue Sensortechnologie zur Verfügung steht ist es so weit das Bilder/Video Maschinen nicht mehr so stark an physikalische Vorgaben gebunden sind. Klein, leicht, mit Zoom ist dann ohne Probleme auf kleinem Raum machbar, also in jedem Smartphone unterzubringen.
Die Kunstmaler wurden von der Fotografie verdrängt. Jetzt verdrängen KI Bilder/Videos den Fotokünstler sowie das grafische Gewerbe. Wie lange es dauern wird bis die Unterhaltungsliteratur KI geschrieben ist kann niemand abschätzen. Bildhauer die ihre Skulpturen noch selbst per Hammer und Meißel fertigen? Sag dem 3-D Drucker die Oberflächenstruktur und per Promts in welchem Stiel „entworfen“ werden soll – drücke auf Start – alles erledigt.
JA – die Zukunft ist bereits eingetroffen.
Hallo Alfred Proksch, ja, die Zukunft hat bereits begonnen. Und auch weil ich ein großer Freund von Technik bin (insbesondere inder Fotografie), so freue ich mich, über neue Sensoren, rechnerunterstützende Fotografie und was sonst noch alles möglich ist und wird. Das heist aber nicht automatisch, dass “die KI” jetzt alles übernehmen muss und Fotografie überflüssig wird. Wenn es mir möglich wird mit einem modularen System (wie in diesem Artikel beschrieben) in guter Qualtität (aufgrund eines einigermaßen “großen” Sensors in Verbindung mit guter Software) zu fotografieren, und ich dann wenn ich nicht fotografiere, das Device anders nutzen möchte, dass Objektiv abnehmen kann, dann wäre das für mich ein echter Gamechanger. Ein Gerät “für alles”; einfach weil es modular ist! Ob das für den Mainstream ein Thema ist, darf bezweifelt werden; aber das muss es ja auch nicht. Ich finde die Entwicklung interessant; auch weil ich schon heute mit einem guten auf Fotografie ausgerichteten Smartphone (und auch das ist schon heute kaum noch nur ein Smartphone) kein wirkliches Verlangen nach einer “großen Kamera” habe. Letztlich kommt es doch darauf an, dass bewusst fotografiert wird (statt zu knipsen); und das ist doch unabhängig von der verwendeten Hardware. Was zählt, ist der Spaß an… Weiterlesen »
So von meinen Wünschen abgeleitet wäre KLEINER, LEICHTER, BESSER eindeutig der Vorzug zu geben. Nachdem meine gefüllte Fototasche inklusive Stativ auf der Waage stand kam die Frage auf ob ich noch „alle Tassen im Schrank habe“ mir diese Schlepperei anzutun.
Warum bin ich so bescheuert? Weil ich wie du richtig schreibst: „Letztlich kommt es doch darauf an, dass bewusst fotografiert wird (statt zu knipsen); und das ist doch unabhängig von der verwendeten Hardware.“ Natürlich mit aktuellsten technischen Möglichkeiten produziert.
Durch Zufall kam ich bei einer Revier Begehung an einer jungen Tanne vorbei wo eine Spinne dabei war eine lebende Wespe fachgerecht zu verpacken um sie am „Seil“ in ihrer „Vorratskammer“ aufzuhängen. Das Video habe ich mangels Equipment mit dem Smartphone aufgezeichnet. Die Freude daran hängt bestimmt nicht mit der Qualität der Bilder zusammen.
Was mich an der KI Geschichte wirklich beunruhigt sind ihre negativen direkten Auswirkungen. Stichwort – Arbeitsplätze. Bisher stand Fortschritt für die Optimierung von Arbeitsabläufen. Jetzt trifft es die „Schlips-Träger“ selbst, KI frisst ihre eigenen Kinder auf.
Sony hat alles unter einem Dach, sie müssen es nur noch zusammenschrauben 😉
…echt jetzt, stelle mir gerade vor wie Du mit deiner GFX am Ohr durch die Strassen läufst 😂 Speicherbausteine und Co sind momentan so günstig wie noch nie (Ironie) …der Rubel muss rollen 💸
Ja klar es gibt doch auch welche die in eine Uhr sprechen, manche sprechen mit einem Hasen den nur sie alleine sehen können. Mein Freund Harvey (im engl. Original Harvey) das ist eine Komödie in drei Akten von Mary Chase.
Ist doch völlig normal mit seiner Kamera zu kommunizieren!
Gab es schon, Panasonic DMC CM1 mit 1 Zoll Chip und Android. Hab es geliebt, super schöne Fotos mit gemacht, aber leider hat Panasonic die Produktion kurz nach dem Start sehr schnell eingestellt und keine Updates nachgeliefert.
https://mind.work/2017/01/19/unique-and-rare-leather-holster-for-the-panasonic-cm-1/
Hier noch ein Link zu paar Fotos, die ich mit der CM1 aufgenommen habe https://mind.work/2017/06/29/mont-saint-michel/
Ein paar Fotos aus dem Vivo X100 Ultra
https://ibb.co/yFCn7tg7
https://ibb.co/mCRrk2xh
https://ibb.co/NnGJ14hf
https://ibb.co/hFJ6Skrs
https://ibb.co/HkPnRQs
Gamechanger an diesem Smartphone war das 200mp 85mm großer Sensor 1/1,46′
Die Porträts und Blumen Fotos sind damit fotografiert worden.
Dazu der sehr Lichtstarke Hauptsensor 1/0,98′ (also sogar bisschen größer als 1’Zoll)
Aber das Smartphone hat auch seine Grenzen, wo ein Flagschiff Vollformat Kameras weiterhin klar besser sind.
Ich war tatsächlich fast seit der Geburt von “Handy” mit Kamera immer bei Kamera Flagschiffen.
Einzig das Pana CM1 und Nokia 888 habe ich verpasst.Ich liebte zu damaligen Zeit zu sehr das Nokia Lumia 1020.
Aktuell fotografiere erstaunlich viel mit dem Vivo X100 Ultra (werden höchstens bei Vivo X400 ein Upgrade gönnen. Wenn natürlich die Hardware Upgrade wesentlich verbessert werden.)
Und tatsächlich die Fotos sind erstaunlich gut.
UND auf keinen Fall ersetzt es die echten Kamera, Alleine die Ergonomie der Kameras ist einfach viel anenehmer als oft diese Touch Displays.
Aha, das ist dann jetzt die Evolution in der Rückwärtsspirale oder so?
Ist keine Weltneuheit, zuerst Mal informieren den Sony hatte schon genau das gleiche vor 10 Jahren und das 1-1 also nix neues nur Vergessen & wie bei Sony wird es nach 3 Jahren einfach keine passende Software mehr geben
In diese Richtung gab es bereits viele Versuche. Man denke etwa an die LUMIX CM1, das Hasselblad True Zoom oder die Tele- und Weitwinkellinsen für das Samsung Galaxy S7 Edge, die sich mithilfe einer speziellen Hülle aufschrauben ließen. Schon vor über zehn Jahren brachte Sony mit den Modellen Sony DSC-QX10 und Sony DSC-QX100 ein ähnliches Modul auf den Markt.
Letztlich sind all diese Produkte jedoch genauso schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht sind – und vermutlich wird auch Xiaomi hier keine Ausnahme machen.