Yashica Kameras Neuheiten

Yashica Tank: Kleine Schnappschuss-Digicam mit Klappdisplay

Die Marke bringt mit der Tank eine neue Kompaktkamera im Retro-Design. Sie setzt auf einfache Bedienung und einen klappbaren Bildschirm.

Yashica hat mit der Tank eine neue digitale Kompaktkamera vorgestellt. Die Kamera richtet sich an Gelegenheitsfotografen, die eine einfache, jederzeit griffbereite Kamera suchen. Laut Yashica soll die Tank an das Gefühl erinnern, das viele beim ersten Kontakt mit einer Digitalkamera hatten.

Widersprüchliche Objektivangaben

Technisch setzt die Tank auf einen 12-Megapixel-CMOS-Sensor im ziemlich kleinen 1/2,8-Zoll-Format. Als Objektiv verbaut Yashica eine Festbrennweite mit Autofokus, die laut offiziellem Datenblatt 2,3 mm bei f/2.0 leistet. Auf den Produktfotos der Kamera ist jedoch eine abweichende Angabe von 4,05 mm bei f/1.8 zu lesen.

Je nach tatsächlicher Brennweite ergeben sich am 1/2,8-Zoll-Sensor sehr unterschiedliche Kleinbild-Äquivalente: 2,3 mm entsprächen einem extrem weitwinkligen Blickfeld von rund 17 mm, während 4,05 mm einen praxisnäheren Weitwinkel von etwa 31 mm ergäben. Eine offizielle Angabe zum Kleinbild-Äquivalent macht Yashica nicht. Die Linse kann laut Datenblatt ab 0,1 Metern scharfstellen, dazu kommt ein 8-facher Digitalzoom.

Vier Farben in Leder-Optik

Videos nimmt die Tank in 4K bei 30 fps auf, alternativ in 2K bei 30 fps oder 1080p mit bis zu 60 fps. Die ISO-Empfindlichkeit reicht bis 6400, die Belichtungskorrektur umfasst ±3 EV. Als Messmethoden stehen Mittenbetont, Matrix, Durchschnitt und Einzelpunkt zur Wahl. Fotos speichert die Kamera ausschließlich als JPEG, RAW-Unterstützung gibt es nicht. Neben der nativen 12-MP-Auflösung bietet die Tank interpolierte Modi mit 24 und 36 MP. Dazu kommen 11 Filter, ein LED-Licht und ein Blitz. Gespeichert wird auf microSD-Karten bis 256 GB (Class 10, U1), geladen über USB-C.

Das auffälligste Merkmal ist das 3 Zoll große 180-Grad-Klappdisplay im 16:9-Format mit einer Auflösung von 360 x 640 Pixeln. Es lässt sich komplett nach vorne klappen und eignet sich damit auch für Selfies und Vlogs. Das Gehäuse ist im Retro-Stil mit Kunstleder-Oberfläche gestaltet und kommt in vier Farben: Noir, Tan, Pink Marshmallow und Sky Blue.

Die Tank soll ab der Woche vom 27. März ausgeliefert werden. Der Preis liegt laut Hersteller bei 798 HK-Dollar, umgerechnet rund 88 Euro – mal sehen, wie teuer sie dann über den offiziellen deutschen Vertrieb hierzulande wird. Dennoch dürfte sie deutlich günstiger als Yashicas City-Modelle werden, die zwischen 250 und 300 Euro kosten. Allerdings bieten City 100 und City 200 optische Zoomobjektive mit 3- bzw. 10-fachem Zoom, während die Tank nur über einen 8-fachen Digitalzoom verfügt. In der breiten Preisklasse unter 100 Euro konkurriert die Tank zudem mit zahlreichen anderen Retro-Kompaktkameras, darunter auch weitere Modelle aus dem eigenen Haus wie die DigiPix oder DigiMate.

Wie schon bei den City-Modellen gilt auch hier: Der Name Yashica klingt nach japanischer Kameratradition, doch die heutige Marke hat mit dem Originalhersteller aus Nagano wenig gemein. Wer den nostalgischen Look früher Digitalkameras sucht, findet auf dem Gebrauchtmarkt für ähnliches Geld echte Kompaktkameras aus den 2000er-Jahren, die oft bessere Optiken und größere Sensoren mitbringen. Der Klappbildschirm der Yashica Tank ist aber natürlich recht praktisch.

via: PetaPixel

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J.Friedrich

Alfred, da ist deine Kompakte 😉

Spass beiseite und auf die Kamera gehe ich auch nicht ein, was mich aber wundert: warum gibt man die Kamera nicht einfach, für Beispielbilder, in die Hand von Könnern, man will das Ding doch verkaufen …

Ich saß heute 1/2h wartend in einem Flur im dritten Stock. Einziger Lichtblick ein Fenster zur befahrenen Strasse darunter. Hatte nur das 35mm auf S5ii dabei – deshalb mit 3-fach Crop und Ausschnitt – musste ca. 10 Minuten warten bis der passende Protagonist auftauchte – das hätte mit der Tank vielleicht auch funktioniert …

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J.Friedrich

Ja, Jonathan, da gebe ich Dir prinzipiell recht, also banal schon, aber vielleicht mit bisserl mehr künstlerischem Touch 😉

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Mirko

📷👍

Alfred Proksch

Schließe mich Mirko an – du darfst weitermachen.

J.Friedrich

Freut mich immer wenn’s euch gefällt – Danke! LG

Alfred Proksch

J.Friedrich – gar nicht so abwegig – wenn man an die in den Drogeriemärkten angebotenen „Einmal“ Film Kameras denkt – sich die Preise für diese wiederverwendbaren kleinen digitalen Geräte ansieht – warum denn nicht? Wer mit den Bildern aus den Einmal-Kameras zufrieden ist wird über die verwendete Technik nicht schimpfen. Zum Bilder im Drogeriemarkt ausdrucken (microSD-Karte) reicht die gebotene Leistung.

Eine Easypix V64 Flip-Kamera mit Klappbildschirm gibt es bei Foto Koch für um die 85 Euro. Einmal mit der holden Gattin essen gehen kostet unter Umständen mehr.

Positiv gesehen jedenfalls liegt so eine Kamera besser in der Hand wie ein Smartphone. Wenn das Teil defekt wird hat man wenigsten keine Datenverluste zu befürchten.

J.Friedrich

“Einmal mit der holden Gattin essen gehen kostet unter Umständen mehr.” – damit meinst Du aber bei Dir und deiner Orchideen-Fürstin freilich nur den “Gruß aus der Küche” – die ersten €85,– gehen doch schon pro Glas fürs Sommelier-Svalbardi-Eisberg-Wässerchen drauf … 😂😉😂

Alfred Proksch

Es ist doch das preiswerte ABO-Mittagsmenü gemeint, ohne Getränk!

J.Friedrich

🍔👍😉

Uneternal

Weiss nicht, wer diese Mogel-Kameras braucht. Jedes Handy 10 Jahre alte Handy liefert da bessere Fotos mit dem selben Gammel äh… “Retro-Look”. Absoluter Technikschrott und Verschwendung von Erdöl und seltenen Erden.

Mirko

…DU bist mein Held 🦸🏼

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