Zeiss erweitert seine Otus ML-Serie mit einem 35mm-Objektiv und setzt weiterhin auf rein mechanische Fokussierung bei spiegellosen Kameras.
Nach den im vergangenen Jahr vorgestellten 50mm und 85mm Brennweiten erweitert Zeiss seine Otus ML-Reihe nun um ein 35mm f/1.4. Das manuelle Objektiv für Vollformatkameras richtet sich an Fotografen, die ihre Bildkomposition präzise kontrollieren möchten. Es wird für Sony E-Mount, Canon RF-Mount und Nikon Z-Mount verfügbar sein.
Premiere bei 35mm
Interessant ist, dass Zeiss erstmals ein 35mm-Objektiv in die Otus-Familie aufnimmt. Bei den früheren Otus-Objektiven für Spiegelreflexkameras hatte der Hersteller auf 28mm, 55mm, 85mm und 100mm gesetzt. Mit der neuen ML-Generation für spiegellose Systeme entschied sich Zeiss für klassischere Brennweiten.
Der optische Aufbau besteht aus 15 Elementen in 11 Gruppen. Asphärische Linsen sollen Verzeichnungen und chromatische Aberrationen minimieren. Die T*-Vergütung kennt man von anderen Zeiss-Objektiven – sie reduziert Reflexionen und erhöht den Kontrast. Die Blende arbeitet mit zehn Lamellen.


Mechanischer Fokus als Konzept
Während nahezu alle modernen Objektive auf elektronische Fokussteuerung setzen, bleibt Zeiss bei der Otus ML-Serie beim rein mechanischen Fokus. Der Fokusring bietet einen Drehbereich von 257 Grad – mehr als beim 85mm (244 Grad), aber minimal weniger als beim 50mm (259,5 Grad) der Serie.
Die Naheinstellgrenze liegt bei 30 Zentimetern, was einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:5,7 ermöglicht. Für Videoaufnahmen lässt sich die Rasterung der Blende deaktivieren, um stufenlose Übergänge zu ermöglichen. Gelbe Markierungen auf dem Objektiv sollen das schnelle Ablesen der Einstellungen erleichtern.
Größe und Gewicht
Mit einer Länge zwischen 112 und 116 Millimetern (je nach Anschluss) und einem Durchmesser von 77 Millimetern fällt das neue 35mm kompakter aus als man es von der alten Otus-Generation gewohnt war. Das Gewicht variiert zwischen 698 Gramm (E-Mount) und 737 Gramm (Z-Mount), die RF-Mount-Version liegt mit 717 Gramm dazwischen. Zum Vergleich: Das alte Otus 28mm f/1.4 für DSLRs wog 1.350 Gramm.
Das Filtergewinde misst 67 Millimeter – identisch zum Otus ML 50mm f/1.4. Das längere 85mm der Serie nutzt 77mm-Filter. Die Vollmetall-Konstruktion soll für Haltbarkeit und eine wertige Haptik sorgen.
Preis und Verfügbarkeit
Mit den drei Brennweiten 35mm, 50mm und 85mm deckt Zeiss nun die klassischen Reportage- und Porträt-Brennweiten ab. Der Hersteller bewirbt die Serie gezielt für Fotografen, die eine besondere Bildästhetik mit hohem Mikrokontrast und plastischer Wirkung suchen.
Das Zeiss Otus ML 35mm f/1.4 soll ab Frühjahr 2026 erhältlich sein. Der Preis liegt bei nicht gerade preiswerten 2.399 Euro. Damit positioniert sich das Objektiv deutlich über den Autofokus-Alternativen vieler anderer Hersteller, auch das heute neu vorgestellte Sigma 35mm f/1.4 DG II Art ist deutlich günstiger.


Immer wenn etwas viel zu teuer ist und es einfach keinen vernünftigen Grund gibt, man es aber dennoch dringend kaufen will, kann man sich stets auf die „besondere Bildästhetik mit hohem Mikrokontrast und plastischer Wirkung“ berufen.
…und dafür dann auch noch 2.399 Euro verlangen, im nächsten Jahr liegt es auf unserer Fotobörse für 500 Euro. Der Anbietende dazu: Gebraucht, aber nie (???) benutzt.
…oh da freue ich mich schon auf Eure Fotobörse 2027 👍 Das Zeiss für 500€ und vielleicht noch das Noct 58/0.9 für 625€ dazu, zwei MF Objektive zum Schnäppchenpreis ….Super 😎
Du verwechselt da etwas, das ist ein Zeiss und kein Leica Objektiv.
Blah, blah, blah . . . . .
Blah, blah, blah…? Mehr fällt ihm nicht ein…peinlich!
Äh, Peter. Kurze Zwischenfrage bevor wir hier weiter rummmeckern…
Was kostet das manuell zu fokussierende Nikkor Noct 0,95//58mm?
Ich glaube so ca. 7.500 Euro und ist nur eine Blende lichtstärker als das Zeiss (ich weiß es ist auch ne andere Brennweite und der Vergleich humpelt). Also auch Nikon kann sehr gut bei den Preisen übertreiben. 😉
Manueller Fokus für “bewusste Bildgestaltung”.
Interessante These, meinereiner dachte immer, man könne auch manuell fokusieren wenn das Objektiv auch einen AF hat, also nicht nur zum “unbewussten Fotografieren” geeignet ist.
Und ich setz’ sogar noch einen drauf, Leonhard.
Ich kann bei allen meinen Kameras, die Autofokus haben, den Fokuspunkt dahin setzen, wo ich ihn hinhaben will. Das kann ich ganz bewusst so gestalten. So wie ich es haben möchte, ganz ohne manuellen Fokus.
Und sollte ich damit doch mal nicht zufrieden sein, kann ich bei praktisch allen meinen AF-Objektiven in den AF-Prozess eingreifen, weil die einen Ultraschallmotor für die Fokussierung haben. Auch dazu muss ich nicht auf manuellen Fokus umschalten. Aber was weiss ich schon von bewusster Bildgestaltung… 🤷♂️
Ich kann meine Kamera sogar auf manuellen Fokus stellen.
…und das funktioniert bestens!
Sehr guter Kommentar von Daniel S, ob das auch die “Experten” von Zeiss wissen?
Ach, lieber Peter, wir sind halt nicht “in”, deshalb verstehen wir die Funktion gewisser Produkte nicht!
Wenn meinereiner “in” wäre würde ich folgendes machen: Ziehe mir eine String-Badehose an, schlucke eine hellblaue Viagra-light (anstellen kann man damit nichts, aber es sieht unheimlich flott aus in der Badehose), hänge mir eine Kamera um den Hals, mache dieses Entspannerobjektiv drauf, setzte mir eine Nobelskispringerbrille auf und fahre mit dem Tretroller in eine Nobelspeisebude, wo ich mehr dafür bezahlen muss, dass weniger auf dem Teller ist.
Meinereiner kann dies nicht einleuchten, da ich eben nicht am Inn sondern am Rhein lebe, aber wem es einleuchtet, kaufe jeder, was er will.
Jein, Leonhard, das Problem ist, dass die meisten Fotografen gar nicht wissen, was bewusste Bildgestaltung ist, sondern sie fotografieren sozusagen bewusstlos. Also muss man die Geräte so konzipieren, dass sie gar nicht anders können. Also frei nach: “Du liest jetzt Hermann Hesse, sonst gibts was in die Fresse” (Otto Waalkes).
Nun ja, lieber Rolf, aber ob die, die es nicht wissen mit so einem Prügel was auf die Reihe bekommen ist dann die andere Frage?
Arbeiten in vollkommener Bewusstlosigkeit nennen sich übrigens in Deutschland nicht Arbeitszeit sondern Dienstzeit.
Ich staune über deine selbstkritische Haltung. Die Gestaltungsregeln gehören, wie z.B. das Belichtungsdreieck, zum kleinen Einmaleins der Fotografie und sollten allgemein bekannt sein. Bewußte Bildgestaltung beginnt mit dem gekonnten Brechen dieser Regeln. Wer an den Gestaltungsregeln klebt produziert auf lange Sicht nur langweilige Bilder.
Du hast recht lieber Leonhard, das Geschwafel von “bewusstem Fotografieren” ist nervig. Jetzt fehlt nur noch, dass einer mit “entschleunigter” Fotografie daherkommt. Das ist ja im Zusammenhang mit MF auch sehr beliebt, um das Fehlen eines AF und dafür den doppelten oder noch höheren Preis zu rechtfertigen.
Noch besser “entspannte Fotografie”, werter Thomas!
Fragt ein Spanner den anderen: “Was machst Du heute Abend?”
Logische Antwort: “Mal gucken!”
Bei künstlerischen Tätigkeiten muss man immer etwas Spannung haben, auch auf dem Schließmuskel hat dies unbestreitbare Vorteile behaupten Unterhosenreinigungsfachkräfte, welche natürlich auch dem Fachkräftemangel unterliegen.
Seh das mal nicht so oberflächlich.
Ich habe schon mehrfach unbewusst fotografiert.
Die Kamera in der Hand gehabt und versehentlich den Auslöser betätigt.
Zum Glück gehört das mit solchen Objektiven jetzt der Vergangenheit an.
Was mir heutzutage richtig auf die Eier geht, ist dieses ganze nichtssagende Geschwafel in Marketingtexten. Man wird überall nur noch verarscht, mit Worten gezielt getäuscht – und rechtlich kann man dagegen kaum etwas tun. Ein paar Beispiele? Ich wollte heute eine Navi-App für Wohnmobile über 3,5 Tonnen kaufen. Erste App: „lebenslange Lizenz“. Kleingedrucktes auf der Webseite – nicht im Google Play Store – sagt dann: läuft ewig, aber nach 3 Jahren keine Kartenupdates mehr. Nächste Firma: wieder nur Kleingedrucktes – Lizenz lässt sich nicht gleichzeitig auf Smartphone und Tablet nutzen, trotz gleichem Android-Konto. Muss man also doppelt zahlen. Heute Mittag dann einen gefrorenen Fisch in einer riesigen Pappkartonhülle aufgemacht. Natürlich war der halbe Karton leer. Das Sichtfenster zeigt nur den Fisch, nicht die sinnlos große Leere darunter. Was für eine Verschwendung von Material und Umwelt. Und so geht es ständig weiter. Man kauft ein Streaming-Abo – und hat trotzdem Werbung. „Ah, dafür müssen Sie noch einmal doppelt zahlen.“ Ich falle zwar selten darauf rein – gut, bis auf den Fisch heute – aber diese ganze Verarscherei geht mir so auf den Senkel. Ist das wirklich Fortschritt? So soll Miteinander und Zufriedenheit aussehen? Im Kamerabereich geht es mittlerweile leider auch immer… Weiterlesen »
Ich hab noch einen: LEICA MONOCHROM
…man Mark wie kannst Du nur so eine Überschrift bringen ….Danger, Danger + Alarmstufe Rot ⚡️⚡️⚡️
Wenn ich mit AF fotografiere mache ich dann also unbewusste Bildgestaltung. Interessante Hypothese.
Ja, joe, das ist leider so, mit einem AF ist gar keine bewusste Bildgestaltung möglich. Um dies zu erklären, muss ich aber sehr tief in die esoterische Kiste greifen. Da ich früher einmal einen Workshop bei einem berühmten Yogi zum Thema Bewusstsein belegt habe, bin ich dafür natürlich besonders gut geeignet. Bei einer bewussten Bildgestaltung geht es gar nicht darum, dass das Bild scharf wird, sondern es geht um den Prozess des Scharfstellens (unter anderem), und das ist ein grosser Unterschied. Wenn ich also ein Objektiv mit manuellem AF habe, drehe ich am Scharfstellring, drehe, und drehe und drehe usw. Durch diese mantraartigen Wiederholungen geschieht nun einiges, was der bewussten Bildgestaltung zugute kommt: weniger mentaler Lärm, keine abschweifenden Gedanken und ein entspanntes Nervensystem. Die Folge dieser meditativen Fokussierung ist eine mentale Klarheit, die eine Vertiefung des Bewusstseins ermöglicht, oder anders gesagt, man ruht in der Mitte. Es besteht also kein Zweifel daran, dass ein manueller Fokus zu besseren Bildern führt, das Drehen am Ring ist Yoga in seiner reinsten Form. Man muss nur darauf achten, dass man nicht übertreibt, länger als 5 Minuten sollte man das nicht machen. Denn wenn der Blutdruck zu sehr absinkt, läuft man Gefahr, dass das… Weiterlesen »
Ist alles in Ordnung bei dir, Rolf? Möchtest du reden…? 💥👋🏻
Alles gut, bin unterwegs in die Berge.
Viel Spaß… und bringe tolle Bilder mit!
Danke, hatte ich, aber mit tollen Bildern ist leider nichts geworden. Auf Grund der grossen Lawinengefahr in den Alpen musste ich auf den Schwarzwald (Feldberg) ausweichen. Das Problem: zum Schneeschuhlaufen hatte es zwar genug Schnee, aber grüne Bäume und Sträucher geben nichts her. Es war viel zu warm (12 Grad auf 1500 m) und zudem hat es im Schwarzwald auf praktisch jedem Hügel Windräder, und darauf stehe ich nicht wirklich. Die Kamera habe ich jeweils zwar dabei, aber wirklich gute Bilder sind selten.
„Meine“ Landschaft ist voll gepflastert mit Windrädern… so weit das Auge reicht. Jetzt kommt die See noch dazu. So viele Sperrgebiete. Ich kann die Notwendigkeit dieser Stromerzeugung wohl erkennen- aber es schmerzt das Auge. Landschaftsaufnahmen „ohne“ sind nur noch an wenigen Stellen möglich. Perspektivenwechsel ist gefordert.
Kennst Du?
“New Topographic Movement”.
Landschaft ist nicht nur Sonne, blauer Himmel und Berge am Schloss Neuschwanstein.
Das hat schon jeder gemacht.
Stell Dich auf die veränderten Gegebenheiten ein, da entstehen spannende Sachen.
Kenne ich nicht… Danke! Trotzdem ist es schade… die Mühlen werfen Schatten und machen Lärm…
Schau mal bei den Bechers, Riebesehl, Baltz, Show etc..
Es gab aber noch keine Windräder aber sicherlich verstehst Du dann was ich meine.
Wow. Du hast es verstanden. Nur mit der Umsetzung hapert es noch.
Stimmt, werter Freund, stimmt!
Fehlt nur noch, dass uns die Werbefritzen erklären, man müsse sich vor dem Spiegel die Nudel schrubben und dabei gleichzeitig am anderen Arm den RR messen, damit man an den Werten selber erkennen kann, dass man sich diese Entspannungsglasröhre unbedingt kaufen muss, da man dann die zweite Hand für den Scharfmacherring braucht.
Ein Vorteil bei dem Augenauto-AF besteht ja darin, dass das Auge immer scharf ist und man sich darauf konzentrieren kann, ob das Model gerade eine Schnute zieht. Dies kommt bei so einem Objektiv aber nicht vor, weil alle, die mit Zeiss abgelichtet werden glücklich lächeln.
Riva Rocci konnte den systolischen Wert ermitteln, auch hier sieht man die Vorzüge alter Technik, den diastolischen Wert dieser modernen Geräte wollen einige Kundengruppen gar nicht wissen, könnte ja einer denken, sie bräuchten Entkalker zum einreiben oder einnehmen. Auch Puls im höheren Telebereich ist als Brennweite nichts für entspannte Fotografie.
Ich freue mich schon auf das Objektiv und es wird sich dann zu den anderen beiden der Reihe gesellen. Für mich steigt der Spaßfaktor ungemein bei deren Verwendung und in sofern passt auch der Preis für mich. Natürlich gebe ich jedem Recht, dass man für weniger Objektive bekommt, die durch AF vielseitiger sind – aber ich muss ja dies nicht wirtschaftlich rechtfertigen. Wer die Möglichkeit hat und dafür offen ist, dem rate ich die einfach mal auszuprobieren.
Wer bracuht das? Eigentlich hat es nur Nachteile gegenüber dem Sigma 35mm 1,4.
Vielleicht bringt Sigma bei seinem neuen 35er eine Sonderedition ohne Autofokus zum doppelten Preis.
Bei meinem nächsten Auto bestehe ich auf manuelle Scheibenheber.
“Der Hersteller bewirbt die Serie gezielt für Fotografen, die eine besondere Bildästhetik mit hohem Mikrokontrast und plastischer Wirkung suchen.”
Das erzählt Zeiss seit vielen Jahren bei allen seiner Objektivreihen. Was sollen sie auch sonst sagen, weshalb man für deren Objektive deutlich mehr als für vergleichbare Objektive, aber mit AF, anderer Hersteller ausgeben soll? Ich begrüsse es zwar sehr, dass auch Zeiss weiter im Fotobereich Produkte anbietet und hoffe, dass dies noch lange der Fall sein wird. Ich würde es aber für interessanter betrachten, wenn Zeiss seine AF-Objektive erneuern und für mehrere Anschlüsse anbieten würde.
Thomas, die Werbung von Zeiss erinnert mich sehr an Leica; wenn man mit technischer Überlegenheit nicht punkten kann, bedient man sich esoterischer Argumente. Bei den Spiegelreflexen war Sigma Art auf Augenhöhe mit Zeiss Otus, manchmal sogar besser (gemäss DxO). Nur kosteten die Sigmas einen Bruchteil der Zeiss Objektive. Sieht man auf dem Foto einen Unterschied? Aber sicher – wenn man daran glaubt.
Verstehe die Aufregung nicht. In meinen Augen dient das vor allem potentiellen Käufinnen und Käufern dazu, das eigene Schmachten und Geiern pseudoargumentativ zu unterfüttern. Hier geht es erkennbar nicht um Steigerung irgendwelcher bildlichen Qualitäten oder Verbesserung von Bedienung, sondern um Rechtfertigung für Spieltrieb und Exklusivitätszugehörigkeit.
Ich finde diese konsequente Aufrechterhaltung des Leicanimbus bemerkenswert – Hut ab vor den verantwortlichen Marketinglern. Die machen einen wirklich klasse Job. Und bei Zeiss hat man das sehr gut auf dem Schirm und probiert es eben auch.
Ich hätte da noch einen Tip für die Otusvertriebler: Weglassen des Zeisslogos: +1000€, Präsentation im Mahagonischrein in Zusammenarbeit mit Gucci: +2000€. Sicherlich wäre auch der Verkauf eine Variante, die nur aus poliertem Messing und der Frontlinse besteht, äußerst lukrativ. Wegen des Bokehs……
…und keinesfalls verraten, wo das Zeiss hergestellt wird?
…bei Cosina aber auch nur weil Nikon dazu nicht in der Lage ist 😎😂
viele Kommentare scheinen mir von “Neidhammeln” verfasst. Zeiss mit Contax, das sieht man schon an den MTF Kurfen. Qualität hat seinen Preis. Selbst habe noch das Distagon 2,8/28, das 1,4/50 Planar und das 2,8/135 Sonnar. Mit Adapter auf die RP oder R7. Da bekommt man ausgezeichnete Bilder. Schärfe gibt es ja implizit mit der farbigen Unterlegung des Schärfebereichs. Man muss sich Zeit dafür nehmen. Lediglich das 4/80-200 Vario Sonnar steht zum Verkauf. Das ist was mühselig mit der Scharfstellung auf bewegte Motive. Die 3 vorgenannten werden vererbt. Wenn man genug Euronen hat, ist Zeissbeste Wahl. Auch das neue Sigma ist vermutlich eine tolle Linse.
Man benötigt eine anständige Kamera mit großem Sucher, um die optimale Gestaltung zu schaffen.
Ich kann auch nicht diese negative Haltung gegenüber Zeiss Objektiven verstehen. Es ist ja mehr als legitim zu sagen, dass man hier keinen Mehrwert in einem solchen Objektiv sieht und man AF bevorzugt. Es ist bestimmt eine kleine Auflage, rein mechanisch und manche Dinge wird man vermutlich durch die interne digitale Korrektur günstiger lösen können, die hier dann rein optisch gelöst werden, ohne ein merklichen Unterschied im Ergebnis zu bieten. Doch Zeiss wird nicht eine doppelte so hohe Gewinnmarge wie andere Hersteller haben. Fehlt hier das Feindbild eines rivalisierenden Systems, dass hier alle gemeinsam so gegen Zeiss Objektive so stark wettern und der Schutzinstinkt sein System gegen alles andere zu rechtfertigen? Eine Taschenuhr von Lange und Söhne zeigt am Ende auch nur die Zeit an – manch einer erfreut sich dennoch darüber. Lampen von Occhio machen am Ende auch nur Licht. Alles Luxus Produkte, aber für mich nicht im negativen Sinne. Schön zu haben, man braucht es nicht und wer seinen Gefallen daran hat inkl. dem Geld, sei es gegönnt. Wenn jemand behauptet, durch den Besitz etwas besseres zu sein, dem ist so oder so nicht zu helfen. Und mich persönlich regt der Werbetext zu High-Proteine Quark für Sportler mehr… Weiterlesen »
… und vergessen dabei zu erwähnen das man nur mit einen Nikkor 35/1.2 Master of Storytelling ist 😎 Aber das hat man selber ja auch nicht in der Fototasche, a) es ist viel zu teuer b) gibt es f1.2 Objektive von Viltrox die sind auch noch günstig c) eigentlich benutze ich eh nur Zoomobjektive
Mark und Joachim, jetzt lasst doch mal bitte die Kirche im Dorf. Niemand hat hier doch gegen Zeiss und deren Objektive selbst etwas einzuwenden. Es wird auch hier im Strang die Qualität der Zeiss Objektive anerkannt. Kritik gibt es vor allem an den Werbetexten, die mit blödsinnigen Aussagen versuchen das Fehlen eines AF als Vorteil darzustellen sowie optische Wirkungen der Objektive behaupten, die tatsächlich nicht feststellbar sind. Über die Frage, ob der Preis solcher Objektive aus jeweils persönlicher Sicht gerechtfertigt ist, wird man wohl noch diskutieren dürfen. Andere deswegen als Neidhammel zu bezeichnen, ist ein denkbar schlechter Diskussionsstil. Warum letzteres so ist, muss man wohl nicht erklären.
na ja, als old school Hobbyphotograf hat man eben eine Meinung. Hersteller Cosina in Japan (auch die von Voigtländer) hat eine hochwertige Herstellungsproduktion. Darauf vertraut Zeiss (sie nehmen nur Proben der fertigen Objektive und prüfen genau ). D.h. man kann auf die Qualität vertrauen. Und hohe optische Qualität hat seinen Preis. Zeisslinsen haben für mich immer einen etwas kälteren Farbton als Leica (da immer schön weich aber klar). Man müßte da die MTF-Kurven sehen. Die sagen aber auch nicht alles. Das trennen der Kontraste ist da mit entscheidend. Auch das Auge spielt eine Rolle. Nimmst du mal ein Luftphoto vom Militär und da kannst du einen Zebrastreifen erkennen, obwohl die Auflösungsrechnung das im Prinzip nicht zulässt. Nebenbei. Das Zeiss könnte ich mit locker mit der Dividende von DWS oder MunichR zulegen. Mache ich aber nicht. Mir reicht das 1,8/35 RF von Canon. Das macht für mich prima Bilder. Zudem Werbung muss sein. Ein Objektiv ohne AV hat den Vorteil, dass du dich um die Schärfeebene selbst kümmern musst. Also die Überlegung, was will ich scharf oder nicht so scharf haben. Das ist so was wie ohne KI. Dazu: Der Taschenrechner führte dazu, dass kein Kind mehr Kopfrechnen kann. Suche per… Weiterlesen »
Lieber Joachim, du musst mir den Unterschied zwischen der manuellen Scharfstellung und der von der Kamera selbst ausgeführten automatischen Scharfstellung nicht erklären. Ich verwende selbst neben AF-Objektiven ua von Cosina produzierte Voigtländer Objektive, auch das ein oder andere Altglas aus analoger Zeit. Je nach Anwendung nehme ich auch mal bei einem der von mir hauptsächlich verwendeten AF-Objektive eine manuelle Scharfstellung vor. Aber letzteres ist ja genau der springende Punkt, die Zeiss Werbung suggeriert, man müsse ein MF-Objektiv verwenden, um manuelle Scharfstellung und das “bewusste” Fotografieren erhalten zu können. Das ist natürliche nicht so, es existiert kein einziger konzeptioneller Vorteil eines MF-Objektivs im Vergleich zu einem AF-Objektiv. Alles was ein MF-Objektiv kann, kann auch ein AF-Objektiv, aber nicht umgekehrt. Auch die Sache mit den Mikrokontrasten und der von Zeiss blumig “3D Pop Effekt” genannten angeblichen plastischen Wirkung ist nach meiner Erfahrung eher esoterisch als tatsächlich vorhanden. Plastische Wirkung erzielt man vor allem durch eine eher lange Brennweite und Freistellung des Motivs durch eine möglichst grosse Blendenöffnung. Zeiss Objektive sind sicherlich qualitativ sehr hochwertig und wer sie verwenden und kaufen möchte, soll das doch tun, dagegen wende ich mich rein gar nicht. Für ein gutes AF-Objektiv von Zeiss aus der Batis-Serie wäre… Weiterlesen »
100% Zustimmung, lieber Thomas!
So wie meinereiner die Kommentare liest geht es ausschließlich um eine Kritik an dem Werbesprech von Kaufmichleuten, welche in der Überschrift des Artikels ja quasi übernommen werden.
Wäre wie wenn man beim Auto schreiben würde: Ein bewusstes Fahren ist nur mit einem nicht synchronisierten Getriebe möglich, denn ohne Zwischengas ist die Fahrerei keine Kunst und außerdem ist Schalten nichts unanständiges, darf jeder hören!”
Meinereiner fährt das Automatikauto des Eheweibes nicht gerne, trotzdem wäre ich nicht platt genug im Kopf, einem Fahrer eines 40t-Sattelzugs mit Automatikgetriebe die Fähigkeit zum Führen eines KFZ absprechen zu wollen.
Thomas, nur stammt dieser Artikel von Mark G. und nicht von Zeiss. Mark hat vielleicht ( bewusst) eine provokante Überschrift gewählt, er kennt ja seine Leser 😉 Die von Dir genannten „Werbebotschaften“ konnte ich im Artikel nicht finden, die wurden Hauptsächlich von den „Schreibern“ mit ins Spiel gebracht 📷
Naja Mirko, dann google doch mal nach “Zeiss 3D Pop Effekt” und Du wirst eine der Werbebotschaften finden, von denen ich rede.
Wie bei Werbetexten, liest auch jeder sicherlich ganz persönlich anders Kommentare & co und interpretiert dies dann entsprechend. So schlimm finde ich den offiziellen Werbetext auch nicht, denn dass ‘Manuelles Fokussieren… Teil des kreativen Prozess’ ist, stimmt doch auch. Zu keinem Zeitpunkt schreiben die, dass nur ein MF Objektiv in der Lage ist eine ‘Aufnahme bewusst zu gestalten’ – dennoch lesen dies viele hier rein. Freundlich ausgedrückt ziemlich blumig liest sich das Alles in der Pressemitteilung natürlich schon.
Das eine Firma wie Zeiss Optik kann ist unbestritten.
Ob AF oder MF ist auch jedem selbst überlassen.
Nur, MTF Kurven sind keine Bilder und irgendwann sehen meine Augen einfach keinen Auflösungsvorteil irgendeines Objektivs mehr.
Das Problem von Zeiss und auch Leica ist sicherlich, dass andere Hersteller zu kleineren Preisen auch gute bis sehr gute Qualität haben und hier das “Gut genug” Prinzip zieht. Evtl. war das vor Jahrzehnten noch anders.
Man muss da schon ein echter Liebhaber sein für den Preis.
Joachim schrieb: “Man benötigt eine anständige Kamera mit großem Sucher, um die optimale Gestaltung zu schaffen.”
Da hast Du mit der RP und der R7 ja genau die richtigen Kameras. 😉
Die R7 habe ich selber und bete, dass die R7ii einen deutlich besseren Sucher bekommt. Und der Sucher der RP ist grottig.
das stimmt.
Zweimal 35mm Vorstellungen direkt nacheinander, zweimal feinste Japanfertigung – Top BQs bei beiden Sahneteilchen also garantiert, aber:
Sigma 1,4 35mm II vs. Zeiss 1,4 35mm
= 999,– vs. 2.399,–
= 500g vs. 700g
= AF und Manual vs. Nur Manual
= Augenfokus vs. Zufallstreffer
= 95mm vs. 115mm
= ziemlich schlau vs. ziemlich blöd 😉
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, spricht eigentlich alles für Zeiss… oder habe ich etwas übersehen? 😎😁😉
Exakt, so sehe ich es auch – war mir ein Bedürfnis es jedem klar zu machen 😉👍
=Engstirnigkeit vs. Offenheit
= Wankel vs. Mut(h) 😉
Im Zweifel für den Zweifel🤗
Gut pariert! 👍😉
Wers braucht. Da muss man schon sehr Zeiss / Cosina / Otus Fanboy sein um eine solche Anschaffung zu rechtfertigen.
Wer braucht schon Fotoequipment? Ich gehöre zu denen denen manches Foto-Equipment Spaß macht. Mir macht auch manuelles Fokussieren Spaß, aber nur bei solchen Objektiven bei denen ich die Schnecke bewege und nicht ein Stepping oder was auch immer Motor. Ich habe auch schon Vergleichsfotos gemacht mit unterschiedlichem Glas (Canon FD vs modernem Canon L vs Zeiss Milvus, und ich muss sagen, dass Zeiss-Glas u.a. eine vollere Farbfülle abbildet (an so einfachen Objekten wie Tontöpfen vom Gärtner) An dem OTUS ML50 und 85 hatte ich kein Interesse, an diesem 35er sehr wohl. Ich werde wohl zwei hervorragende Gläser verkaufen und dieses erwerben. Und auch danach werde ich gelegentlich mit Autofocus fotografieren wenn dies zum Set und meiner Stimmung passt. Minderheitenmeinung, aber von dem (Hass?)-gerede all dieser Kommentare hier halte ich genauso wenig wie von denen, die das mit den elektronisch “korrigierten” Objektiven nicht verstanden haben. Beiden Gruppen ist gemein über Dinge zu reden, die sie nicht in der Hand hatten und mit denen sie sich in der Fotopraxis nicht beschäftigt haben. Das Objektiv kostet halb so viel wie ne Sonderlackierung auf dem edlen Neuwagen, die brauch ich nicht (weder den Lack noch den Rest vom Wagen). Jeder darf seinen eigenen Spaß… Weiterlesen »
Also ich wünsche Dir viel Spaß und Freude mit dem Otus 35 📷 Ansonsten sehe ich es ähnlich, ja man kann auch mit einen modernen AF Objektiv manuell fokussieren aber “Freude” kommt bei mir da auch keine auf.
Ein 1,8/35 hat Zeiss schon mal kürzer gekonnt.
Die sollten die Pentacon-Objektive wieder bauen. Die waren mindestens gleich gut und billiger.
Tamron hat einstmals ein 500er im Programm gehabt, das ohne Fassung, aber dafür mit Adapter für beliebige Anschlüsse geliefert wurde.
Kann man das nicht generell so handhaben, natürlich ohne dass der Adapter extra noch mal 1000 Euro kostet.
Hoffentlich gibt es zu dieser Otus-Neuauflage dann ein 24er (und kein 28er). Die 28mm Brennweite in hochwertigster Ausführung herauszubrigen war aus meiner Sicht keine tolle Idee. => Ein 1,4 / 24mm darf in meiner Fototasche niemals fehlen!