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Sony über die Fuji X-T2: „Diese Art von Waffe haben wir aktuell nicht“

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Sony lobt im Interview die Geschwindigkeit der Fuji X-T2 und gesteht, dass man „diese Art von Waffe aktuell nicht hat“.

Sony im Interview äußerst selbstkritisch

In der Regel geben sich die Manager von verschiedenen Unternehmen in Interviews äußerst selbstbewusst. Sie sind überzeugt von ihren Produkten, weisen auf die eigenen Stärken hin und umgehen unangenehme Fragen oftmals geschickt.

Das Interview, welches Amateurphotographer mit Sony Manager Kimio Maki geführt hat, fällt da ein wenig aus der Reihe. Denn Maki gibt in diesem Interview zu, dass man viel von anderen Unternehmen gelernt hat und dass die Konkurrenz in einer Hinsicht aktuell besser aufgestellt ist als Sony:

Frage von Amateurphotographer: „Sind spiegellose Systemkameras mit einem schnellen Autofokus wie die Fujifilm X-T2 eine Bedrohung für Sony und die Kunden der Alpha 7 Serie?

Antwort von Kimio Maki: „Ja. In Sachen Geschwindigkeit haben wir viel von Fujifilm, Canon und anderen Konkurrenten gelernt. Es gibt noch wesentlich mehr zu lernen, denn diese Art von Waffe haben wir aktuell nicht. Wir müssen etwas Neues schaffen.“

Eine ziemlich deutliche Ansage des Sony Managers! Und gleichzeitig schön zu sehen, dass Unternehmen auch mal Produkte der Konkurrenz loben können. Wobei man bedenken muss, dass dieses Interview geführt wurde, bevor die neue A6500 vorgestellt wurde.

Lesetipp: Warum Dustin Baker seine Nikon D5 gegen eine Fuji X-T2 eingetauscht hat

Ist Sony zu bescheiden?

Auf der anderen Seite ist das Lob für Fujifilm in diesem Falle fast schon zu groß – oder anders gesagt: Macht sich Sony hier nicht kleiner als eigentlich notwendig? Das direkte Pendant zur Fuji X-T2 ist schließlich die A6300 bzw. jetzt die Sony A6500. Und diese beiden Kameras sollten in Sachen Geschwindigkeit eigentlich ziemlich gut aufgestellt sein. Überhaupt hinkt der Vergleich zwischen der A7-Serie und der Fuji X-T2 ein wenig, denn dass eine Vollformatkamera nicht die gleichen Geschwindigkeiten vorweisen kann wie eine APS-C-Kamera, das sollte ja vollkommen klar sein.

Vielleicht hat Kimio Maki hier aber auch schon die Sony A9 im Hinterkopf und weiß, dass dem Unternehmen mit dieser Kamera bald ein großer Sprung nach vorne gelingen wird…

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

3 Kommentare

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  • Eine Sony A6x00 ist den aktuellen Fuji Modellen X-Pro und X-T 2 in Sachen Geschwindigkeiten immer unterlegen.
    Fuji sind bisher die einzigen, die das, was in der DSLR Weöt seit zehn Jahren Gang und Gebe ist, bei den Spiegellosen verbauen: Eine intuitiv und schnell zu bedienende Fokuspunkt-Bedienung.

    Im Ernst: Meine zehn Jahre alte Canon 5D ist komfortabler und schneller zu bedienen, was den Fokus angeht: Sie hat einen 8-Wege-Joystick. Selbst wenn sie fünf Mal mehr Autofokusfelder besitzen würde, wäre sie den aktuellen Sonys in dem Punkt überlegen.
    Was bringen mir 400 Fokuspunkte, wenn ich ewig brauche, um jeden zu erreichen…

    • Dann würde ich mir einmal die genauen Spezifikationen der A6500 ansehen: Touchscreen, der auch als Touchpad verwendet werden kann, wenn man gerade durch den Viewfinder sieht. Damit sieht die Bedienung mittels 8 Wege Joystick recht alt aus.

      • Naja, wieviele Fokusfelder muss ich denn auf diese Weise ansteuern? Meistens reicht (mir) das mittlere. Wenn es nicht recht passt nehme ich halt eines der umliegenden, die sind bei meiner D7100 in überschaubarer Zahl anwesend und es hat mir noch nie dran gemangelt.
        Wie geht das eigentlich vonstatten, während ich also durch den Sucher schaue habe ich gleichzeitig ein Finger am Touchscrenn? Bei mir wird der teilweise durch meine Nase verdeckt.