Kameras Kaufberatung

Kaufberatung: So findet ihr die richtige Speicherkarte

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Welche Speicherkarte ist die richtige für die eigene Kamera? Und was bedeuten die ganzen Abkürzungen? Unsere Kaufberatung liefert die Antworten.

Kaufberatung für Speicherkarten

Wenn man einen Blick auf die Datenblätter aktueller Kameras wirft, dann findet man dort teilweise recht beeindruckende technische Daten. So wissen beispielsweise sowohl Spiegelreflexkameras als auch spiegellose Systemkameras häufig mit hohen Serienbildraten zu überzeugen, außerdem lassen sich mit den meisten Kameras inzwischen hochauflösende Videos in 4K aufnehmen.

Grundsätzlich ist das natürlich eine tolle Sache, wenn eine Kamera mit hohen Geschwindigkeiten und beeindruckenden Spezifikationen aufwarten kann. Doch teilweise lassen sich die Möglichkeiten einer Kamera gar nicht richtig ausschöpfen, wenn man nicht die richtige Speicherkarte besitzt. 4K-Videos beispielsweise erzeugen große Datenmengen, die in kürzester Zeit auf die Speicherkarte geschrieben werden müssen. Das heißt hier braucht man also ein besonders schnelles Speichermedium.

Doch welche Speicherkarte ist denn nun die richtige für die eigene Kamera? Wie viel Geld muss man wirklich ausgeben und was bedeuten die ganzen Abkürzungen? Wir wollen in diesem Artikel alles erklären, was man rund um Speicherkarten wissen muss. Zudem möchten wir die häufigsten Fragen beantworten und einige konkrete Kaufempfehlungen aussprechen. Unsere Speicherkarten Kaufberatung ist speziell für Fotografen geschrieben, doch die Erklärungen sind prinzipiell natürlich allgemeingültig.

Die verschiedenen Arten von Speicherkarten

Es gibt verschiedene Typen von Speicherkarten. Das erkennt man oftmals direkt auf den ersten Blick, die verschiedenen Arten von Speicherkarten sind nämlich auch unterschiedlich groß. Im Zusammenhang mit Kameras wird man vor allem über die folgenden Typen stolpern:

  • SD, SDHC und SDXC (24,0 × 32,0 × 2,1 mm)
  • miniSD (20,0 × 21,5 × 1,4 mm)
  • microSD (11,0 × 15,0 × 1,0 mm)
  • CompactFlash bzw. CFast (42,8 × 36,4 × 3,3 mm)
  • XQD (38,5 × 29,8 × 3,8 mm)

Zuallererst solle man sich also informieren, welche Art von Speicherkarte man für die eigene Kamera benötigt. Denn eine microSD-Karte passt rein von den Abmessungen her natürlich nicht in einen XQD-Steckplatz, eine SD-Karte nicht in einen CF-Slot und so weiter. Welche Art von Speicherkarte die eigene Kamera unterstützt, das steht in der Regel im beigelegten Handbuch bei den technischen Daten. Alternativ einfach einen Blick auf die Webseite des Herstellers werfen und dort die Spezifikationen der Kamera aufrufen. Dort findet man in jedem Fall die Informationen, welche Speicherkarte für die eigene Kamera benötigt wird.

Die allermeisten Spiegelreflexkameras bzw. Systemkameras arbeiten mit SD-Speicherkarten. Die SD-Karte ist also die Speicherkarte, die für fast alle Fotografen die richtige Wahl ist. CompactFlash-, CFast- und XQD-Speicherkarten werden nur von einigen wirklich teuren Kameras unterstützt, während miniSD- und microSD-Karten hauptsächlich in kleinen elektronischen Geräten wie beispielsweise Smartphones zum Einsatz kommen. Hier sind die miniSD-Karten inzwischen aber weitestgehend ausgestorben, sie werden hier nur der Vollständigkeit halber aufgelistet.

SD-Speicherkarten

Die SD-Speicherkarte ist also das wichtigste Speichermedium für alle Fotografen – und wenn man sich ein bisschen genauer mit den SD-Karten beschäftigt, dann wird man feststellen, dass es zwischen den einzelnen Karten zahlreiche Unterschiede gibt. SD, SDHC, SDXC, U1, U3, Class 6, Class 10, USH-I, UHS-II – es gibt unzählige Abkürzungen, die im ersten Moment oftmals für Verwirrung sorgen. Also gehen wir den Dschungel von Bezeichnungen mal der Reihe nach durch und erklären, was es mit den verschiedenen Angaben auf sich hat.

Die meisten dieser Angaben treffen im Übrigen auch auf microSD-Karten zu, denn diese gehören ebenfalls zur Familie der SD-Speicherkarten.

Was ist der Unterschied zwischen SD, SDHC und SDXC?

Der Unterschied zwischen SD-, SDHC- und SDXC-Speicherkarten ist schnell erklärt. Die verschiedenen Bezeichnungen beziehen sich nämlich lediglich auf die Kapazität der Speicherkarten. Als 2001 die erste SD-Speicherkarte vorgestellt wurde, hat man eine maximale Größe von 4 GB vorgesehen. Das reichte nach ein paar Jahren natürlich nicht mehr aus, also brauchte man eine Speicherkarte mit höherer Kapazität – die SDHC-Speicherkarte, auf der maximal 32 GB Platz finden. HC steht in diesem Fall für „High Capacity“. Und einige Zeit später folgte dann noch die SDXC-Speicherkarte, die Platz für 64 GB bis theoretisch 2 TB zu bieten hat.

  • SD-Speicherkarte: Kapazität von maximal 4 GB
  • SDHC-Speicherkarte: Kapazität zwischen 4 GB und 32 GB
  • SDXC-Speicherkarte: Kapazität zwischen 64 GB und 2 TB

Schreib- und Lesegeschwindigkeit nicht verwechseln

Generell gibt es bei Speicherkarten zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten. Da wäre zum einen die Schreibgeschwindigkeit, die angibt, wie schnell Daten von der Kamera auf die Speicherkarte geschrieben werden können. Zum anderen gibt es noch die Lesegeschwindigkeit, welche festlegt, wie schnell die Inhalte der Speicherkarte von einem anderen Medium (in der Regel dem Computer) gelesen werden können.

Für uns Fotografen ist die Schreibgeschwindigkeit die wichtigere der beiden Geschwindigkeiten, denn 4K-Videos setzen beispielsweise eine relativ hohe Schreibgeschwindigkeit voraus. Eine hohe Lesegeschwindigkeit hat lediglich den Vorteil, dass die Speicherkarte vom Computer schneller ausgelesen werden kann und die Daten zügiger übertragen werden.

In der Regel ist die Lesegeschwindigkeit einer Speicherkarte höher als die Schreibgeschwindigkeit. Die meisten Hersteller drucken deshalb bewusst die schnellere Lesegeschwindigkeit groß auf die Verpackung, um damit Kunden zu locken – in Wirklichkeit ist aber die Schreibgeschwindigkeit wesentlich wichtiger. Diese ist wie gesagt in den meisten Fällen langsamer und wird deshalb irgendwo auf der Rückseite der Verpackung versteckt. Mache Hersteller geben sogar gar keine Schreibgeschwindigkeit an.

Was bedeutet Class 6 oder Class 10?

Bei den meisten SD-Speicherkarten findet man eine sogenannte Class-Angabe. Diese gewährleistet eine konstante Mindestgeschwindigkeit beim Schreiben. Generell können die Schreib- bzw. Lesegeschwindigkeiten bei Speicherkarten immer in einem gewissen Rahmen variieren, es wird nicht immer die exakt gleiche Geschwindigkeit gehalten. Die Class-Angabe legt fest, welches Minimum beim Schreiben aber garantiert immer gehalten wird:

  • Class 2: mindestens 2 MB/s
  • Class 4: mindestens 4 MB/s
  • Class 6: mindestens 6 MB/s
  • Class 10: mindestens 10 MB/s

Wenn man beispielsweise Videos in Full HD aufnehmen möchte, braucht man mindestens eine Class-6-Speicherkarte. Würde man eine Class-4-Speicherkarte einsetzen und die Schreibgeschwindigkeit würde auf das Minimum von 4 MB/s fallen, könnten die Daten des Videos nicht mehr auf die Speicherkarte geschrieben werden, weil diese zu langsam ist. In der Folge würde die Videoaufnahme beendet werden.

Bei allen neueren Speicherkarten handelt es sich um Class-10-Speicherkarten. Die Class-Angabe wird in der Regel mit einer eingekreist Zahl auf der Speicherkarte angegeben. Generell ist diese Angabe aber inzwischen schon etwas veraltet, da es bereits neue Angaben bzw. Standards gibt – zu denen wir jetzt kommen.

Was sind UHS-Speicherkarten?

Als im Jahr 2009 die SDXC-Speicherkarten mit einer größeren Kapazität vorgestellt wurden, hat die SD Association auch die sogenannten UHS-Speicherkarten eingeführt. Denn es war schon damals klar, dass man früher oder später nicht nur mehr Speicherplatz, sondern auch höhere Geschwindigkeiten benötigen würde.

UHS-Karten nutzen einen schnelleren Datenbus, wodurch höhere Geschwindigkeiten beim Lesen und Schreiben erreicht werden können. Dabei unterscheidet man zwischen UHS-I-Speicherkarten und UHS-II-Speicherkarten. Diese können in der Theorie maximal die folgenden Übertragungsgeschwindigkeiten erreichen:

  • UHS-I: maximal 104 MB/s
  • UHS-II: maximal 312 MB/s

Achtung: Hierbei handelt es sich um die maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten! Nicht wie bei den Class-Angaben um die minimalen Geschwindigkeiten. Zudem erreichen nicht alle Speicherkarte exakt diese maximalen Geschwindigkeiten, im Gegenteil. Das sind nur die maximalen Geschwindigkeiten, die aus technischer Sicht bei der UHS-Technologie theoretisch möglich sind. Die Geschwindigkeiten verschiedener Speicherkarten schwanken je nach Preisklasse teilweise recht stark und werden deshalb in der Regel von den Herstellern für die jeweiligen Speicherkarten separat angegeben.

Damit die enormen Geschwindigkeiten einer UHS-Speicherkarte voll ausgenutzt werden können, muss auch die Kamera UHS-I bzw. UHS-II unterstützen. Tut sie das nicht, können UHS-Speicherkarten zwar trotzdem in der Kamera genutzt werden, doch sie sind dann eben etwas langsamer, weil die UHS-Technologie nicht von der Kamera unterstützt wird.

Das heißt: Wenn die eigene Kamera nicht mit UHS-Speicherkarten kompatibel ist, macht es auch keinen Sinn, viel Geld in eine teure UHS-II-Speicherkarte zu investieren. Denn diese wäre letztendlich nur so schnell wie eine normale SD-Speicherkarte.

Fast alle neueren Kameras unterstützen UHS-I-Speicherkarten, dementsprechend sind diese aktuell sehr verbreitet und auch sehr günstig. UHS-II hingegen wird nur von wenigen Kameras untersützt.

Was bedeutet U1 oder U3?

Wenn man eine UHS-I- bzw. UHS-II-Speicherkarte besitzt, dann weiß man dank der Angaben der Hersteller auf der Verpackung, welche Geschwindigkeiten maximal möglich sind. Zusätzlich braucht es aber natürlich noch eine Angabe, die festlegt, welche minimalen Schreibgeschwindigkeiten wirklich konstant gehalten werden können.

Bei normalen SD-Speicherkarten ist das die weiter oben bereits erklärte Class-Angabe, bei UHS-Speicherkarten nennt sich das Ganze „UHS-Speed-Class-Angabe“. Ist im Grunde das gleiche, hat eben nur einen anderen Namen. Die UHS-Speed-Class-Angabe wird normalerweise mit U1 oder U3 abgekürzt. U1 entspricht dabei Class 10. Das heißt:

  • U1: mindestens 10 MB/s Schreiben
  • U3: mindestens 30 MB/s Schreiben

Die U1- bzw. U3-Angabe ersetzt also gewissermaßen die alte Class-Angabe. Warum werden auf den meisten Speicherkarten dennoch beide Werte angegeben? Ganz einfach: Wenn man die UHS-Speicherkarte in eine Kamera einsetzt, die UHS nicht unterstützt, dann kommt die alte Class-Angabe zum Einsatz.

Was bedeutet die Angabe 633x oder 1000x?

Manche Hersteller geben die Lese- bzw. Übertragungsgeschwindigkeit als Faktor der einfachen CD-Lesegeschwindigkeit an. Diese beträgt 150 Kilobyte pro Sekunde. Die Angabe „633x“ auf einer Speicherkarte bedeutet also zum Beispiel, dass die Lesegeschwindigkeit 633 x 0,15 Megabyte pro Sekunde beträgt (also 95 MB/s).

Unterschied zwischen UHS-I und UHS-1

Manchmal findet man die Angabe UHS-I (mit einer römischen eins) und manchmal die Angabe UHS-1 (mit einer arabischen eins). Die Angabe mit der arabischen eins ist dabei eine Zusammensetzung aus „UHS“ und „U1“. Eine UHS-3-Speicherkarte wäre dementsprechend eine UHS-Speicherkarte mit der UHS-Speed-Class-Angabe U3. Sie kann also konstant 30 MB pro Sekunde schreiben und es handelt sich nicht (wie man vielleicht denken könnte) um den Nachfolger von UHS-I und UHS-II.

UHS-I (römische eins) gibt lediglich an, dass theoretisch eine maximale Geschwindigkeit von 104 MB/s erreicht werden kann.

Zusammenfassung: Alle Abkürzungen in der Übersicht

Fassen wir abschließend nochmal alle Abkürzungen von Speicherkarten anhand eines Beispiels zusammen:

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  1. Das hier ist eine SDXC-Speicherkarte.
  2. Die römische „I“ steht für UHS-I. Bei einer UHS-II-Speicherkarte würde hier eine „II“ stehen.
  3. Es handelt sich um eine Class 10 Speicherkarte (= Mindestschreibgeschwindigkeit von 10 MB/s, wenn man die Karte in einer Kamera nutzt, die UHS nicht unterstützt).
  4. Es ist eine U3-Speicherkarte (= Mindestschreibgeschwindigkeit von 30 MB/s, wenn die Kamera UHS untersützt).
  5. Die Karte hat eine Kapazität von 64 GB zu bieten.
  6. Maximale Geschwindigkeit: 90 MB/s. Achtung! Das ist meist die maximale Lesegeschwindigkeit, wichtiger für Fotografen ist jedoch die Schreibgeschwindigkeit, die in der Regel deutlich niedriger ausfällt (deshalb drucken die Hersteller sie nicht groß auf die Speicherkarte).

So findet ihr die richtige SD-Speicherkarte

Wir haben nun also alle wichtigen Begriffe und Abkürzungen rund um Speicherkarten erklärt. Kommen wir zum „praktischen“ Teil unserer Speicherkarten Kaufberatung! Wann sollte man denn nun welche Speicherkarte kaufen? Um das zu beantworten, wollen wir gemeinsam einige Fragen durchgehen, die vor dem Kauf beantwortet werden müssen. Anschließend sprechen wir einige konkrete Kaufempfehlungen aus.

Unterstützt meine Kamera SD, SDHC und SDXC?

Zunächst einmal solltet ihr prüfen, ob eure Kamera SD-, SDHC- und SDXC-Speicherkarten unterstützen. Bei allen halbwegs neuen Kameras sollte das der Fall sein. Einige ältere Modelle unterstützen SDXC aber möglicherweise noch nicht. In diesem Fall müsste man dann zu einer SDHC-Speicherkarte greifen.

Unterstützt meine Kamera UHS-I oder UHS-II?

Als zweites sollte geprüft werden, ob die eigene Kamera mit UHS-I- oder vielleicht sogar UHS-II-Speicherkarten kompatibel ist. UHS-II wird zum aktuellen Zeitpunkt (Stand Ende 2016) nur von sehr wenigen Kameras unterstützt, UHS-I hingegen ist wie bereits angesprochen sehr sehr weit verbreitet. Wenn eure Kamera nicht mit UHS-Speicherkarten kompatibel ist, könnt ihr theoretisch zu einer ganz „normalen“ Speicherkarte greifen – auch wenn diese inzwischen kaum noch erhältlich sind. Eine UHS-I-Speicherkarte funktioniert in eurer Kamera aber ebenfalls. Und UHS-Speicherkarten können schon für weniger als 10 Euro erworben werden.

Möchte ich Videos in 4K aufnehmen können?

4K-Videos erzeugen konstant große Datenmengen, deshalb braucht ihr hier eine Speicherkarte, die eine relativ hohe Mindestschreibgeschwindigkeit vorweisen kann. Wenn die Kamera Videos in 4K aufnehmen kann, dann unterstützt sie auch UHS-Speicherkarten. Stellt sich eben nur die Frage, ob man eine U1- oder eine U3-Speicherkarte benötigt?

Zur Aufnahme von 4K-Videos braucht ihr immer eine U3-Speicherkarte. Selbst bei Full-HD-Videos mit hohen Datenraten (100 Mbit pro Sekunde oder mehr) sollte man eher zu einer U3-Karte greifen. So ist wirklich sichergestellt, dass bei den Aufnahmen keine Fehler auftreten. Wer nur selten mit Videos arbeitet und wenn dann nur einfache Full-HD-Videos aufnimmt, kann bedenkenlos zu einer normalen U1-Speicherkarte greifen.

Was ist wichtiger? Mindestgeschwindigkeit oder Maximalgeschwindigkeit?

Angenommen ihr habt die Wahl zwischen den folgenden beiden Speicherkarten, die beide gleich teuer sind:

  • Karte Nr. 1: UHS-I U1 (= Mindestschreibgeschwindigkeit von 10 MB/s) mit einer maximalen Schreibgeschwindigkeit von 90 MB/s
  • Karte Nr. 2: UHS-I U3 (= Mindestschreibgeschwindigkeit von 30 MB/s) mit einer maximalen Schreibgeschwindigkeit von 60 MB/s

Karte Nr. 1 kann auf eine recht langsame Schreibgeschwindigkeit von 10 MB/s fallen, dafür ist sie allerdings in Bezug auf die Maximalgeschwindigkeit schneller. Karte Nr. 2 hat mit mindestens 30 MB/s eine bessere „Basis“, ist in der Spitze dafür langsamer.

Hier gilt folgende Regel: Wer keine 4K-Videos aufnehmen möchte und den Fokus voll auf die maximale Serienbildgeschwindigkeit bei Fotos legt, sollte zu Karte Nr. 1 greifen. Bei der Serienbildgeschwindigkeit ist es nämlich nicht so schlimm, wenn die Geschwindigkeit der Speicherkarte mal kurz einbricht. Und in der Regel hält man den Auslöser sowieso nur wenige Sekunden gedrückt. Für Videographen hingegen ist eine stabile Basis deutlich wichtiger, vor allem wenn man in 4K filmen möchte. Hier wäre also Karte Nr. 2 die bessere Wahl, da hier unter Garantie konstante 30 MB/s geliefert werden.

Wer keine Kompromisse eingehen möchte, legt einfach noch ein paar Euro drauf und kauft sich Karte Nr.3, die mindestens 30 MB/s und maximal 90 MB/s zu bieten hat 😉

Abschließende Tipps

Abschließend noch drei kleine Tipps:

  • Wenn ihr eine ganz simple SD-Speicherkarte (nicht UHS) kauft, kauft immer mindestens eine Class 10 Speicherkarte. Es gibt im Grunde keine Preisunterschiede mehr zwischen Class 10 und Class 6, mit Class 10 seid ihr aber immer besser aufgestellt.
  • In Sachen Speicherplatz würden wir immer mindestens 16 GB empfehlen. Speicherkarten mit einer Kapazität von 8 GB sind dann doch recht schnell voll, schon gar wenn man vielleicht in RAW fotografieren möchte. Preisunterschiede gibt es hier ebenfalls fast keine, denn 16-GB-Speicherkarten können bereits für weniger als 10 Euro erworben werden.
  • Speicherkarten haben eine begrenzte Lebensdauer. Stellt euch also darauf ein, dass die Speicherkarten irgendwann kaputt gehen können. Aus diesem Grund ist es oftmals sinnvoll, lieber auf zwei kleinere bzw. mittelgroße Speicherkarte zu setzen und nicht auf eine riesige. Nur wer lange 4K-Videos aufnehmen möchte kommt um eine sehr große Speicherkarte nicht herum.

Konkrete Kaufempfehlungen für SD-Speicherkarten

Es gibt zahlreiche gute Speicherkarten auf dem Markt und in einigen Fällen unterscheiden sich die verschiedenen Modelle nicht wirklich voneinander. Manchmal macht es also keinen Unterschied, ob man zu Speicherkarte A oder Speicherkarte B greift. Bei den Speicherkarten, die wir hier empfehlen, macht ihr aber garantiert nichts falsch – ganz im Gegenteil. Wir haben uns dazu entschieden, ausschließlich Speicherkarten von SanDisk und Transcend zu empfehlen. Das liegt schlicht und einfach daran, dass wir mit diesen beiden Herstellern die besten Erfahrungen gesammelt haben. Zudem sind das die beiden großen Namen wenn es um Speichermedien geht und beide Hersteller liefern seit vielen Jahren eine hervorragende Qualität. Auch Lexar ist als Hersteller empfehlenswert, von diversen Billigprodukten sollte man aber Abstand nehmen.

Die Links in unseren Produktboxen führen euch direkt zu Amazon, wo die Speicherkarten günstig erworben werden können. Die meisten Speicherkarten gibt es in unterschiedlichen Größen, wenn ihr also nicht die Version mit 64 GB, sondern die mit 32 GB kaufen möchtet, könnt ihr das oftmals direkt bei Amazon auf der jeweiligen Produktseite auswählen. Zudem habt ihr in der Regel die Wahl zwischen der Standardverpackung und der frustfreien Verpackung. Bei dieser frustfreien Verpackung werden so wenige Verpackungsmaterialien wie möglich für den Versand genutzt. So wird die Umwelt geschont.

Für Sparfüchse (16 oder 32 GB)

Wer nur eine einfache Kamera mit einer vergleichsweise langsamen Serienbildgeschwindigkeit nutzt und so wenig Geld wie möglich für eine Speicherkarte ausgeben möchte, kann zu dieser UHS-I-Speicherkarte greifen. Der Preis liegt deutlich unter 10 Euro, günstiger geht es nicht:

Transcend 16 GB SDHC-Speicherkarte (UHS-I, U1, Class 10)
Preis: 7,99€
Sie sparen: 2.91€ (27%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 16 GB
  • UHS-I, U1, Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 45 MB/s Lesen, bis zu 15 MB/s Schreiben

Wer etwas mehr Speicher benötigt, aber immernoch so wenig Geld wie möglich ausgeben möchte, kann zu dieser 32-GB-Speicherkarte von SanDisk greifen. Die Lesegeschwindigkeit ist mit bis zu 80 MB/s angenehm flott, die Schreibgeschwindigkeit liegt aber deutlich darunter. Einen offiziellen Wert gibt SanDisk hier leider nicht an, laut verschiedenen Tests liegt die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit bei knapp 20 MB/s.

SanDisk 32 GB SDHC-Speicherkarte (UHS-I, U1, Class 10)
Preis: 11,99€
Sie sparen: 2.00€ (14%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität 32 GB
  • UHS-I, U1, Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 80 MB/s Lesen, durchschnittlich ca. 20 MB/s Schreiben

Speicherkarten mit 64 oder 128 GB (verschiedene Geschwindigkeiten)

Die Größe von 64 GB ist in den Augen vieler Kunden ziemlich perfekt. Hier finden unzählige RAWs und Videos Platz, gleichzeitig muss man aber noch nicht allzu tief in die Tasche greifen. Wir möchten euch drei verschiedene Speicherkarten mit 64 GB empfehlen: Eine eher langsame, eine schnelle und eine extrem schnelle. Genau diese drei Speicherkarten sind auch mit 128 GB erhältlich. Wer also noch mehr Speicher benötigt, kann bei Amazon einfach anstatt der 64-GB- die 128-GB-Variante auswählen.

Eher langsam und günstig

Wer keine allzu hohen Schreibgeschwindigkeiten benötigt, kann zu dieser ersten Speicherkarte greifen. Es ist die größere Version der oben bereits empfohlenen „Ultra-Speicherkarte“ von SanDisk. Leider gibt SanDisk auch hier keine Schreibgeschwindigkeit an, man sollte sich laut Tests auf durchschnittlich etwa 20 MB/s einstellen. Diese Werte können aber schwanken, teilweise ist auch von bis zu 40 MB/s die Rede. In jedem Fall bekommt man hier jede Menge Speicherplatz zum wirklich günstigen Preis:

SanDisk 64 GB SDXC-Speicherkarte (UHS-I, U1, Class 10)
Preis: 19,99€
Sie sparen: 3.00€ (13%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 64 GB
  • UHS-I, U1, Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 80 MB/s Lesen, durchschnittlich ca. 20 MB/s Schreiben

Schnell und dank U3 für 4K geeignet

Für rund 30 Euro erhält man erstmals eine U3-Speicherkarte mit 64 GB – das heißt die folgende Speicherkarte ist für 4K-Aufnahmen geeignet! Zudem liefert Transcend eine maximale Schreibgeschwindigkeit von satten 60 MB/s. Damit ist man dem Pendant von SanDisk (der SanDisk „Extreme“) leicht überlegen, dort sind nämlich maximal 40 MB/s Schreiben möglich. Ansonsten sind die technischen Daten ziemlich identisch, die Preise (aktuell) auch.

Transcend 64 GB SDXC-Speicherkarte (UHS-I, U3, Class 10)
Preis: 28,99€
Sie sparen: 14.91€ (34%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 64 GB
  • UHS-I, U3 (damit für 4K geeignet), Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 95 MB/s Lesen, bis zu 60 MB/s Schreiben

Extrem schnell und für Profis geeignet

Wer absolut keine Kompromisse eingehen möchte und eine der schnellsten bzw. besten UHS-I-Speicherkarten auf dem Markt sein Eigen nennen möchte, dem empfehlen wir die „Extreme Pro“ von SanDisk. Die Schreibgeschwindigkeit schießt hier auf bis zu 90 MB/s! Außerdem ist es natürlich eine U3-Speicherkarte, die für 4K-Videos geeignet ist. Hier muss man also absolut keine Kompromisse eingehen, dementsprechend ist die Speicherkarte aber auch etwas teurer. Doch der Aufpreis kann sich in Kombination mit einer entsprechenden Kamera lohnen.

SanDisk Extreme Pro 64 GB SDXC-Speicherkarte (UHS-I, U3, Class 10)
Preis: 40,99€
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 64 GB
  • UHS-I, U3 (damit für 4K geeignet), Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 95 MB/s Lesen, bis zu 90 MB/s Schreiben

UHS-II-Speicherkarten

Wie schon gesagt sind Kameras, die UHS-II-Speicherkarten unterstützen, aktuell (Stand Ende 2016) noch nicht sehr verbreitet. Doch wer eine solche Kamera besitzt, sollte natürlich auch eine UHS-II-Speicherkarte nutzen, um das volle Potenzial der Kamera auszuschöpfen.

Sowohl Transcend als auch SanDisk bieten entsprechende UHS-II-Speicherkarten an, die gängigen (und noch einigermaßen bezahlbaren) Größen sind hier die mit 32 oder 64 GB. Generell sind die Transcend-Speicherkarten ein bisschen langsamer (180 MB/s Schreiben im Gegensatz zu 250 MB/s Schreiben bei den SanDisks), dafür sind sie aber auch etwas preiswerter:

UHS-II mit 32 GB

Transcend 32 GB SDHC-Speicherkarte (UHS-II, U3, Class 10)
Preis: 44,99€
Sie sparen: 16.91€ (27%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität 32 GB
  • UHS-II (!), U3, Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 285 MB/s Lesen, bis zu 180 MB/s Schreiben
SanDisk Extreme Pro 32 GB SDHC-Speicherkarte (UHS-II, U3, Class 10)
Preis: 64,99€
Sie sparen: 5.00€ (7%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität 32 GB
  • UHS-II (!), U3, Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 280 MB/s Lesen, bis zu 250 MB/s Schreiben

UHS-II mit 64 GB

Transcend 64 GB SDXC-Speicherkarte (UHS-II, U3, Class 10)
Preis: 87,89€
Sie sparen: 23.01€ (21%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 64 GB
  • UHS-II (!), U3, Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 285 MB/s Lesen, bis zu 180 MB/s Schreiben
SanDisk Extreme Pro 64 GB SDXC-Speicherkarte (UHS-II, U3, Class 10)
Preis: 113,74€
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 64 GB
  • UHS-II (!), U3, Class 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 280 MB/s Lesen, bis zu 250 MB/s Schreiben

So, damit hätten wir den „SD-Teil“ unserer Speicherkarten Kaufberatung abgeschlossen! Gehen wir nun noch kurz auf die anderen Arten von Speicherkarten ein.

Kameras wie die Canon EOS 5D Mark III haben einen Slot für CF-Speicherkarten zu bieten.
Kameras wie die Canon EOS 5D Mark III haben einen Slot für CF-Speicherkarten zu bieten.

Compact-Flash-Speicherkarten

Compact-Flash-Speicherkarten wurden in den letzten Jahren zu großen Teilen von den deutlich kleineren SD-Speicherkarten verdrängt, doch für einige ältere Kameras braucht man nach wie vor CF-Speicherkarten. Zudem sind auch einige aktuelle Profi-DSLRs mit Slots für Compact-Flash-Speicherkarten ausgestattet, denn CF-Karten sind SD-Speicherkarten in Sachen Geschwindigkeit häufig überlegen.

Unterschiede zwischen Typ I und Typ II

Es gibt Compact-Flash-Speicherkarten des Typs I und des Typs II. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Typ-II-Speicherkarten etwas dicker sind als Typ-I-Speicherkarten. 5 mm beim Typ II stehen 3,3 mm beim Typ I gegenüber. Bei den meisten aktuellen CF-Speicherkarten handelt es sich um Typ-I-Speicherkarten, denn diese lassen sich auch in Typ-II-Slots nutzen. Umgekehrt ist das nicht möglich.

Nicht verwechseln: Compact Flash und CFast

Compact-Flash-Speicherkarten und CFast-Speicherkarten sind zwar gleich groß und gehören in die gleiche „Familie“, doch die neueren (und schnelleren) CFast-Karten arbeiten mit einem anderen Anschluss. Eine CFast-Speicherkarte kann also NICHT in einem Speicherkartenslot für Compact Flash genutzt werden! Wenn man eine CFast-Karte nutzen möchte, dann muss die Kamera auch explizit CFast unterstützen.

Konkrete Kaufempfehlungen für Compact-Flash- und CFast-Speicherkarten

Eher langsam und günstig

Wer mit einer älteren DSLR arbeitet, die keine hohe Serienbildgeschwindigkeit zu bieten hat, der braucht auch keine übermäßig schnelle Speicherkarte. Hier empfehlen wir die CF-Karte von SanDisk aus der Serie „Ultra“, da sie ziemlich preiswert ist:

SanDisk Ultra 32 GB Compact-Flash-Speicherkarte
Preis: 25,99€
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 32 GB
  • Compact Flash Typ I
  • Geschwindigkeit: bis zu 50 MB/s Lesen, Schreiben geringer

Pfeilschnell in verschiedenen Größen

Wer eine aktuelle Profi-DSLR besitzt, der sollte bei der Speicherkarte natürlich nicht sparen. Eine der besten aktuell erhältlich CF-Karten ist die SanDisk Extreme Pro, die mit bis zu 256 GB erhältlich ist. Die genaue Größe lässt sich auf der Produktseite bei Amazon auswählen. Die Speicherkarte hat eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 150 MB/s zu bieten und ist somit extrem schnell.

SanDisk Extreme Pro 64 GB Compact-Flash-Speicherkarte
Preis: 89,99€
Sie sparen: 4.00€ (4%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 64 GB
  • Compact Flash Typ I
  • Geschwindigkeit: bis zu 160 MB/s Lesen, bis zu 150 MB/s Schreiben

CFast-Speicherkarten mit 128 oder 256 GB

CFast-Speicherkarten sind extrem teuer, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat zum Zeitpunkt dieses Artikels Transcend zu bieten. Für sein Geld erhält man enorme Geschwindigkeiten, bis zu 510 MB/s Lesen und 370 MB/s Schreiben sind möglich.

Transcend 128 GB CFast-Speicherkarte
Preis: 208,95€
Sie sparen: 54.95€ (21%)
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 128 GB
  • CFast-Speicherkarte
  • Geschwindigkeit: bis zu 510 MB/s Lesen, bis zu 370 MB/s Schreiben

XQD-Speicherkarten

Gehen wir abschließend noch kurz auf die XQD-Speicherkarten ein, die quasi ausschließlich für Nutzer von Nikon Kameras interessant sind. Nikon ist aktuell nämlich einer der ganz wenigen Hersteller, der Speicherslots für XQD-Speicherkarten anbietet. Für die Nikon D5 oder die Nikon D500 braucht man beispielsweise XQD-Speicherkarten. Diese spielen in Sachen Geschwindigkeit ganz oben mit und können mit UHS-II oder CFast-Speicherkarten verglichen werden.

Bei der konkreten Produktempfehlung wollen wir dann doch nochmal einen anderen Hersteller als SanDisk oder Transcend ins Boot holen, denn im Bereich der XQD-Speicherkarten hat sich vor allem Lexar einen Namen gemacht. Auch hier stehen verschiedene Größen (32, 64 oder 128 GB) zur Verfügung:

Lexar Professional 64 GB XQD-Speicherkarte
Preis: 98,89€
Zuletzt aktualisiert am 07.12.2016
  • Kapazität: 64 GB
  • XQD-Speicherkarte (z.B. für Nikon Kameras)
  • Geschwindigkeit: bis zu 440 MB/s Lesen, Schreiben geringer

Habt ihr Fragen?

Wir hoffen, dass wir mit dieser ausführlichen Speicherkarten Kaufberatung alle Fragen rund um Speicherkarten beantworten konnten. Falls doch noch etwas unklar ist: Stellt eure Fragen gerne in den Kommentaren! Wir helfen euch auch gerne dabei herauszufinden, welche Speicherkarte ihr denn nun für eure spezielle Kamera benötigt, wenn ihr nach dem Lesen dieses Artikels noch unsicher seid.

Beitragsbild: © Poprotskiy Alexey / shutterstock.com

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

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