Canon Kameras

Canon Interview: DSLMs auf dem absteigenden Ast?

Canon hat in einem Interview erklärt, wie die Strategie in Bezug auf DSLMs aussieht. Die Aussagen sind interessant – und teilweise auch enttäuschend.

DPReview hat im Rahmen der CP+ 2017 mit zahlreichen großen Herstellern Interviews geführt – unter anderem auch mit Canon. Im Gespräch mit den Canon Managern Mr. Mizoguchi und Mr. Tokura wurde unter anderem auch über die Zukunft der eigenen spiegellosen Systemkameras gesprochen. Dabei heraus kamen einige ziemlich interessante Aussagen, die ich für euch in diesem Artikel so objektiv wie möglich zusammenfassen möchte. Am Ende des Artikels findet ihr dann meine persönliche Meinung zu den getätigten Aussagen.

Zusammenfassung des Interviews

Marktanteile: Welche Ziele hat Canon?

Canon hat keine konkreten Ziele, wenn es um die Marktanteile mit spiegellosen Systemkameras geht. Vielmehr ist es dem Unternehmen wichtig, insgesamt die Nummer 1 auf dem Markt zu sein – sprich mit DSLRs und DSLMs zusammengerechnet.

Sind DSLMs auf dem absteigenden Ast?

Compared to two years ago we’re now seeing a slowing down of mirrorless taking over.

Canon hatte eigentlich erwartet, dass Spiegellose stärker auf den Markt drängen würden, doch im Vergleich zu vor zwei Jahren sieht man nun ein „slowing down“. Natürlich gäbe es Märkte, in den denen DSLMs stark gefragt seien (zum Beispiel in Japan), in anderen Ländern scheint die Nachfrage aber eher gering zu sein (zum Beispiel in den USA).

Könnte es in Zukunft eine professionelle DSLM von Canon geben?

Obviously we think it could be possible, there is a potential, but we do not want to put a time frame on that.

Zur Frage, wie die Chancen für eine professionelle EOS M stehen, äußerst sich Canon zurückhaltend. Es sei prinzipiell möglich, da es in diesem Bereich Potenzial gibt, allerdings möchte man sich nicht unter Druck setzen lassen.

Wird es bald professionelle Objektive für die EOS M Kameras geben?

DPReview hat sich erkundigt, ob es denn möglich wäre, dass es bald auch professionelle und hochpreisige L-Objektive für die EOS M Kameras geben wird. Daraufhin antwortet Canon:

The demand for that is still quite limited and so we won’t be able to say. But obviously as people start to look for more professional-level quality and performance, we will extend our lens line to respond to what the customer is looking for.

EOS M mit 5-Achsen-Bildstabilisator?

We do get customers saying they want more and better IS. However, in the mirrorless market for us, it’s all about satisfying the desire for a small, light-weight camera. In terms of introducing sensor-based stabilization into our EOS-M series, I think it will add weight, which might deter some of our mirrorless customers. Which is why we think optical IS is the way to go for us.

Canon sieht in dem geringen Gewicht einer spiegellosen Systemkamera einen sehr großen Vorteil. Mit einem besseren Bildstabilisator würde man diesen Vorteil teilweise aufgeben, was einige Kunden abschrecken könnte. Deshalb will man weiterhin auf eine optische Bildstabilisierung der Objektive setzen. Gleichzeitig sagt Canon im weiteren Verlauf aber auch, dass man das Gewicht von DSLMs weiter reduzieren möchte, um irgendwann vielleicht auch eine leichte spiegellose Systemkamera mit sensorbasiertem Stabilisator anbieten zu können.

Meine persönliche Meinung

Insgesamt erweckt Canon in dem gesamten Interview den Eindruck, als ob man stark auf die Wünsche und Anforderungen der Kunden eingehen möchte. Canon scheint offen für verschiedene Entwicklungen zu sein und möchte die Produkte anbieten, für die es eine hohe Nachfrage gibt und die Potenzial haben. Diese Einstellung sollte man auf der einen Seite positiv bewerten, doch auf der anderen Seite ist sie auch beunruhigend. Denn wenn Canon immer erst abwartet, welche Trends gut bei den Kunden ankommen und DANN beginnt, eigene Produkte in diesem Bereich zu entwickeln – dann hinkt Canon immer 2-3 Jahre hinterher.

Wenn ich die Aussagen zu spiegellosen Systemkameras lese, dann habe ich den Eindruck, als würde Canon hier nur teilweise Potenzial sehen. Professionelle Objektive? Zu wenig Nachfrage. Eine High-End-DSLM? Möglich, vielleicht irgendwann mal. Ein 5-Achsen-Bildstabilisator? Erhöht das Gewicht der Kamera, also lieber nicht. Canon wirkt hier auf mich etwas zu passiv und abwartend. Natürlich gibt es keine hohe Nachfrage für professionelle EOS M Objektive – ihr habt ja auch keine professionelle spiegellose Kamera im Angebot!

Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht von Canons Aussagen. In der Vergangenheit hatte ich hin und wieder den Eindruck, als würde Canon spiegellose Systemkameras nun wirklich richtig ernst nehmen, als würde das Unternehmen einen „Angriff“ auf Sony und Co. starten wollen. Diesen Eindruck habe ich nach diesem Interview nun nicht mehr.

Wie bewertet ihr das Interview und Canons Aussagen?

Quelle: DPReview

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

48 Kommentare

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  • Eine vollformatige Canon DSLM oder zumindest eine in APS-C-Größe (die dann aber gleichauf mit Fuji und Sony Sensoren ist – Dynamik/LowLight) mit dem Bedienungskomfort der Canon Spiegelreflexkameras – würd ICH sofort kaufen.
    Ich komm mit keiner anderen Bedienung besser, schneller und intuitiver zum Ziel – die Canon Ms kommen da nicht mal im entferntesten Ansatz dran… auch nicht mit dem Touch der M5/M6.

    Wenn Sony nicht endlich einen haptischen Fokus-Joystick in die dritte Generation der A7 integriert, verlier ich echt meinen Glauben an die Entwickler solcher Firmen… meine 11 Jahre alte Canon 5D hat diesen Komfort schon – bei deutlich weniger AF-Felder…

    Canon darf da gerne mal alte Stärke zeigen.

  • Wie sagte mal jemand … das Internet wird sich nicht durchsetzen … oder kennt noch jemand diese finnische Mobiltelefonmarke die auch beim Thema Smartphone erstmal abgewartet hat … wer kauft schon einen Apfel 😀

  • Insgesamt sehr schwammige und somit enttäuschende Aussagen. Wenn man in ein System groß investieren möchte, dann möchte man auch wissen wohin die Reise geht. Ich denke eine professionelle Spiegellose mit hoher Dynamik im Sensor hätte großes Potenzial, da Canon bei den Objektiven sehr gut aufgestellt ist. So überlassen sie diesem Markt Sony & Co. Ich habe den Eindruck dass sich Canon bei rückläufigem Markt mit Investitionen in die Entwicklung neuer Techniken sehr zurückhält.

      • Ja das hatten wir in letzter Zeit hier häufiger in den Kommentaren mit den Adressen! Erklärt mir mal wie das zustande kommt, liegt das an Photografix? Oder ist das was generelles mit einer Autofill Funktion was auch bei anderen Seiten auftritt?

      • Mir ging es so, dass ich einen Kommentar in das Formular eingegeben habe und dann bei Eintragung des Namens auf die Autofill Funktion von Google Chrome zurückgegriffen habe. Diese Funktion hat dann auch brav den Namen und die e-Mail Adresse ausgefüllt. Nach dem Abschicken des Kommentars stand dann einfach nicht der eingetragene Text sondern die eigene Anschrift. Mir ist dieses Verhalten sonst nicht aufgefallen. Ich vermute dass die Autofill-Funktion im Hintergrund den eigenen Kommentar mit der Anschrift ersetzt hat. Wenn ich Namen und Mailadresse vor dem Abschicken des Kommentars per Hand eingetragen habe, ohne die Google-Funktion zu nutzen, dann war alles ok.

      • Danke für die Erklärung Norbert! Habe ein bisschen nachgeforscht und glaube das Problem gefunden zu haben. Sollte Ende der Woche behoben sein, liegt aber nicht speziell an Photografix. Liebe Grüße!

  • Ich habe den Eindruck, die beiden großen Japaner sind konservativer als der Vatikan. Was habe ich auf Messen schon diskutiert wegen beweglichen Displays an den einstelligen Canon Kameras. Will der Markt nicht, braucht der Markt nicht, machen wir nicht. Vor ein paar Wochen hatte ich das erste Mal die neue Olympus in den Fingern, da fällt dir als Canon-Fotograf doch ein paar Mal die Schublade nach unten.

    • @Rainer
      Früher hieß es, ein schwenkbares Display ist zu empfindlich oder es würde die Kamera zu dick machen. Ein anderer Canon Ambassador meinte er bräuchte dies als Profi nicht. Oder es hieß auch allgemein Profis wollen das nicht. In Punkto GPS hat es auch mal geheißen man kann das nicht einbauen weil durch das Metallgehäuse nicht hinaus gefunkt werden kann.

  • Na super, nach einigen halbherzigen und unausgegorenen Versuchen und jetzt mit der M5, einer nagelneuen DSLM auf Stand Sony 2012 mit insgesamt ca. 5 nativen Objektiven maßt man sich bei Canon an, die DSLM als absteigendes Segment zu kennzeichen. Fakt ist doch, während Canon seine Massenumsätze vor allem mit billigen KIT DSLRs um 500 bis 700€ macht, ziehen im DSLM Bereich hochklassige Exemplare von Fuji, Sony, Olympus, Panasonic mittlerweile über 2000€ pro Stück, und das mit vermeintlichen Nachteilen, wie Body-Stabi, großes Gehäuse u.v.m. Fakt ist, neben der DSLR-Szene, die nach wie vor aus einigen echten Profis und einer Unmenge von Aufsteigern mit falschen Erwartungen besteht, hat sich eine High-Tech-Szene etabliert, der man mit der alten Klappspiegeltechnik, unzureichenden optischen Suchern und typischen SLR-Nachteilen (Front- und Backfokus, lahmer Live-View-AF, unstabilisieretes Sucherbild etc.) gar nihct mehr kommen braucht.

    • Dann adaptiere halt ALLE AF-Optiken – machen doch die Sonyuser an der A7-Serie nicht anders, da schreit doch auch keiner das dies Mist ist 😉

    • „ziehen im DSLM Bereich hochklassige Exemplare von Fuji, Sony, Olympus, Panasonic mittlerweile über 2000€ pro Stück“

      Ja – aber wirklich nur pro Stück.
      Davon wird dann allerdings so wenig verkauft, dass damit nicht allzuviel Geld eingespielt wird.
      Und 500 bis 700 Euro pro Kamera-Kit ist nun auch nicht gerade billig, sondern schon eher hochpreisig.
      Da kriegen Sie bei Smartphones noch ein Navi, einen Multi-Audio-Player, einen Computer und ein Telefon dazu.
      Außerdem hat Canon DSLM nicht als absteigendes Segment bezeichnet, sondern nur von einem Rückgang der Absatzzahlen gesprochen. Das ist immer so, wenn die Leute mit Kameras versorgt sind.

  • Muss Sony Canon erst im Umsatz überholen, damit die sich mit den Vorteilen der Spiegellosen Kameras beschäftigen? Bisher war die 5D-Reihe DIE Kamera für Videografen und die bringen eine Kamera mit unbrauchbarem 4K-Modus heraus. Braucht der Markt kein 4K? Ist 4K auch rückläufig? Sind elektronische Sucher rückläufig? Glauben die im Ernst, dass bei den Datenübertragungsraten die Sony an den Tag legt mit den optischen Suchern noch lange den geringsten Vorteil dem elektronischen Sucher gegenüber aufweisen können? Ich kann diese Ignoranz und Naivität nicht fassen. Ich bin überzeugt davon, dass bald auch die Leute sich von der elektronischen Lösung überzeugen lassen, die noch aus irgendeinem Grund zwanghaft am alten festhalten. Die Objektivpalette von Canon bietet riesiges Potenzial, was einfach so den Bach hinabläuft.
    Ich plane eine Sony-Anschaffung, würde aber sofort auf Canon zurück kommen, wenn die endlich eine Spiegellose Vollformat mit ordentlicher 4K-Funktion inkl. Zebras und Fokus Peaking herausbringen würden. Die Hoffnung auf eine gute Lösung habe ich jedoch aufgegeben, dass ich damit alleine dastehe kann ich mir nicht vorstellen.

    • Vielleicht plant Canon die zukünftige Beschränkung auf Optiken? Hier ist ein großer Teil mittels reichlich verfügbarer Adapter bereits jetzt schon kompatibel zum E-Mount von Sony, die wiederum Probleme haben, adäquate Objektive bereit zu stellen!?

    • Na ja, ich höre immer nur Sony…..die haben aber letztes Jahr ca. 10% Marktanteil verloren – hast du dafür eine Erklärung?
      Vielleicht fällt den Usern langsam auf das Marketing nicht gleich Praxis ist 😉

    • Klobig und schwer mit 4K gibt es bei Canon schon. Da muss man nicht noch eine spiegellose KB-Format-Knipse bringen. Die äußerst niedrigen Verkaufszahlen dieser Monster bieten dafür DERZEIT überhaupt keinen Anlass.

      Erst dann wenn die DSLRs allgemein wirklich drastisch in den Verkaufszahlen zu sinken beginnen, bzw. wenn mal wieder ein neues Kleinbildmodell fällig ist, dann darf es statt einer DSLR eine DSLM sein. Alles andere ist zu teuer.

  • Ich unterschreibe deinen Kommentar! Nicht nur Canon, auch Nikon hat sich längst verzettelt und beide begreifen nicht, dass Smartphones sämtliche Einsteigerkameras überflüssig machen. Menschen die an der Fotographie interessiert sind geben locker € 1500,00 für ein DSLM System aus. Dafür bekommt man heute eine tolle Qualität welche sich klar von Smartphones unterscheidet. Weg mit dem Müll von zig Angeboten im Low-Segment, wo doch ohnehin kein Mensch mehr einen Überblick hat und die Fotographie ohnehin nur kurzzeitig Freude bereitet.

    • „Menschen die an der Fotographie interessiert sind geben locker € 1500,00 für ein DSLM System aus.“

      Viele Menschen, die an der Fotografie interessiert sind, haben gar nicht soviel Geld.

      Smartphones haben Einsteigerkameras momentan noch nicht überflüssig gemacht aufgrund des fehlenden Zooms.

  • Canon ist seit Jahrzehnten Marktführer, das kommt vielleicht auch daher das sie ein Gespür für den Markt haben 😉

    Nur weil Entscheidungen oder einfach das nicht aufspringen auf einen „Trend“ uns nicht gefällt oder wir es nicht nachvollziehen können, heißt das nicht dass es auf lange Sicht nicht die korrekte Entscheidung ist.

    • Canon ist Marktführer weil sie im Gegensatz zu Nikon auf den Digital-Trend gesetzt haben. Sie entwickelten einen guten CMOS Sensor, den sie allerdings seit der 5D MKII nicht wesentlich verbessert haben. Sie entwickelten gute Optiken und hatten im Marketing die Nase vorn. Im den letzten paar Jahren sehe ich bei Canon und Nikon keine wesentliche Weiterentwicklung im Gegensatz zu den direkten Wettbewerbern wie Sony, Fuji, Pentax, Olympus und Panasonic. Die haben technisch neue Features/Formate gebracht und auch beim Marketing aufgeholt. Die Smartphones lassen den Markt für Kompaktkameras enorm schrumpfen. Selbst GoPro wird zur Konkurrenz. Ratet mal mit was für einer Kamera das Siegerfoto beim BBC Wildlife Fotowettbewerb gemacht wurde? Den Trend zur „Verkleinerung“ hat Canon auf jeden Fall verpasst und der Trend zu den Spiegellosen ist wohl der Nächste. Ich bin mir sehr sicher, weil sogar Dinos aus dem Mittelformat wie Hasselblad und Fuji diesem Trend folgen.

      • entschuldige, aber Canon ist Marktführer – weil sie:
        EOS eingeführt haben und kein anderes System so unempfindlich für Störungen ist
        die Bildstabilisierung voran gebracht haben
        als erster an Kleinbild-Format für digitale Kameras geglaubt haben
        sie in wichtigen Bereichen oft die allerbesten Objektive haben

        Und mit einem spiegelfreien Vollformat-System – müßten sie ganz neue, schwerere und längere und noch teuere Objektive ganz neue entwerfen.
        Und sie haben wieder recht, wenn sie sagen, das will der Markt jetzt nicht.
        DSLR wird für passionierte oder Berufsfotografen auch in einigen Jahren nicht zu schlagen sein.

        Erst wenn die Probleme mit Vibrationen, Technik, Baukosten, Bildstabs zu groß werden, wird Canon ganz schnell andere Technik aus der Schublade holen.
        Sony ist bei Kameras keine Konkurrenz und wird es auch so nie werden.
        Aber ich hatte die Fuji GFX50S und daran beißt sich Canon die Zähne aus, auch mit der 5DSR.

      • @Cat
        Es müssen keine neuen Objektive entworfen werden für DSLM Vollformat, man braucht nur einen Adapter. Denkbar ist auch dass man die EF-Objektive direkt am Gehäuse anschließen kann.

      • Seh‘ ich überhaupt nicht so.

        Bei Sony sind die Sensoren die besten, die Kameras immer noch in Ordnung, aber die Objektive von sehr heterogener eher unbefriedigender Qualität. Die können mit Canon EOS-M nicht mithalten, auch wenn es das Sony-Markting nicht gern hört.

        Ich habe mit der EOS-M bisher keinen Fehlfokus gehabt. Selbst das Fotografieren schnell an einem vorbei fahrender Straßenbahnen funktioniert. Bilder sind scharf. Mit der Sony A6000 habe ich da leider andere Erfahrungen sammeln dürfen. Da war schon öfter mal ein Fehlfokus mit dabei.

        Ich habe den direkten Vergleich zu Olympus und Panasonic nicht. Allerdings sind die RAWs, die ich mir besorgen konnte, schlechter. Da ist Sony am besten, gefolgt von Canon und dann erst Nikon, obwohl Nikon auch Sony-Sensoren nutzt.

        Ich halte das Canon EOS-System für das möglicherweise beste spiegellose System am Markt. Olympus#s Pixelshift ist für Freihand noch zu langsam.

        Die Smartphones nehmen eine interessante Entwicklung und sind zumindest im Bereich 25 bis 28mm KB-Äquivalent für einfache fotografische Anforderungen schon recht gut. Mit der HDR von Lightroom mobile sogar besser als die Kompakten ohne so eine Funktion. Aber die Smartphones bieten (noch) keinen Zoom.

        Fotowettbewerbe sind wohl eher politischer Natur bzw. Marketing-Segmente.

    • Canon ist seit Jahrzehnten Marktführer haha 😉 mag schon sein aber sony deckt alles ab außer so lange brennweiten wie ein 100 -400 zb / Tier Fotografen

      Canon verkauft von den Cams her miese Sensoren zu Mond Preisen

      • Die Sony-Sensoren sind etwas besser. Aber der Unterschied ist nicht so sehr groß, wie das Marketing suggeriert.

        Und für Szenen mit hoher Dynamik benötigt man ohnehin die HDR-Technik, weil das auch Sony noch nicht schafft.

  • Manager Fehler

    dieser Art hat Nikon auch gemacht. Überhaupt scheint mir in der Foto Industrie der Weitblick zu fehlen. Canon will wenigstens mit der M Serie den Zeh in der Türe haben. Pentax umschifft das Problem elegant mit einem elektronischen Verschluss. Das bedeutet das alle bisherigen Objektive ohne Adapter verwendet werden können. Wer möchte schaut in den 100% Prismen Sucher, der andere arbeitet über das Display und mit dem elektronischen Verschluss.

    Wie man eine Spiegellose bauen muss haben Fuji, Olympus, Panasonic und Sony vorgemacht.

    Sigma wird bei der Objektiv Produktion für Spiegellose einsteigen. Das löst gleichzeitig deren Problem mit den eigenen Kameras. Die neue Spiegellose Sigma wird wohl gleichzeitig mit den neuen Objektiven auf den Markt kommen.

    Wenn die etablierten Giganten da mal nicht zu lange im Winterschlaf verharren!?!

    • Das ist aber nur unsere Bescheidene Sicht auf die Dinge – auch bei Canon sitzen Leute die von Marktanalyse Ahnung haben.

      Wie oben schon geschrieben „Nur weil Entscheidungen oder einfach das nicht aufspringen auf einen „Trend“ uns nicht gefällt oder wir es nicht nachvollziehen können, heißt das nicht dass es auf lange Sicht nicht die korrekte Entscheidung ist.“

      • Marktanalysen beziehen sich meiner Kenntnis nach zu großem Teil auf Verkaufszahlen der Wettbewerber. Da ist aber viel Interpretationsspielraum gegeben. Wenn man sich die ganzen kleinen und größeren Foto-Youtuber anschaut, sind ein Großteil dieser auf Sony umgestiegen. Das ist die beste Werbung. Während jeder zweite reviews zur a6300 macht, wird nur wenig über die 80D gesprochen (mein subjektives Empfinden). Canon beherrscht den Einsteigermarkt. Aber mein Eindruck ist, dass die Leute, die sich gut Informieren und sich im Saturn nicht von der etwas besseren Menüführung und geringen Sony-Auswahl beeindrucken lassen, sich zunehmend für Sony entscheiden. Ich hab jedes mal den Drang, etwas zu sagen, wenn ich den ahnungslosen Opa eine 80D kaufen sehe, während er im Internet für den gleichen Preis eine a6300 haben könnte.

      • at simon

        wieso, der „Opa“ würde mit dem Sony Spielzeug nur wenig Freude haben, ständig Akku leer, pummelige Bedienung, sehr bescheiden Objektive, Marketing-Seifenblasen versprechen (schnellster AF)
        und youtuber sind keine Fotografen und werden ohnehin schnell zum nächsten Hype weiter ziehen.
        Vielleicht schon bald zu Panasonic – die im Gegensatz zu Sony wissen wie man eine tolle Kamera baut

  • Es gibt für jedes System Gründe um damit zu arbeiten. Für mich und meine Arbeit kommt keines der Systeme bis einschließlich APSC in Frage. Selbst KB ist für mich grenzwertig weil der Dynamikumfang und damit auch die Farbtiefe gegenüber dem Mittelformat hinterher hinkt.

    Des weiteren kann ich keine Automatiken oder den Autofokus gebrauchen. Und um mich in unübersichtlichen Menüs zu verlieren fehlt mir einfach der Nerv.

  • … aaaalso ich habe die eos 1D X und all die guten objektive mit den roten streifen gegen die sony alpha 7R II und deren GM objektive eingetauscht … keine sekunde habe ich es bereut … wenn jetzt noch die 7R III kommen sollte werde ich mir die kaufen. denn soooo eine gute bildqualität hatte ich mit der canon 1D x nie gehabt … besonders in den hohen iso werten … georg kovac

  • Die bisherigens Ms von Canon sind bestenfalls Durchschnitt = 08/15 Als Marktführer sollte man m.e. nicht nuu die größte Anzahl an Kameras verkaufen, sondern auch in Sachen Innovationen / Technik führend sein, und nicht nur Trends mit Verspätung hinterherlaufen. Für mich wären die Ms nur reizvoll, wenn es mehr Festbrennweiten wie z.B. ein 2,8 /15er, oder ein 2,8er/ 19 geben würde, und nicht überwiegend nur überwiegend Finsterzooms

  • Bin zufällig in diese Diskussion gestolpert. Ich dachte nur im Nikon-Lager, zu dem ich seit über 25 jähren gehöre herrsch Stillstand. Könnte mittlerweile auch der „Opa“ sein der sich unbedarft eine 80D aufschwatzen lässt. Ich warte hingegen seit einer gefühlten Ewigkeit dass bei Nikon sich was in Richtung DSLM tut. Warum? Weil ich davon überzeugt bin dass diese Systeme für meine Zwecke Vorteile bringt wie z.B. weniger Gewicht, IBIS, Klappdisplay, Filmen mit 4k etc. Ich muss gestehen bin seit Anfang 2016 Besitzer einer, haltet Euch fest, Sony RX10ii und möchte dieses kleine Ding nicht mehr missen. Seither liegen die D800e und D700 immer öfter im Schrank. Die Sony ist immer dabei, ob auf der Bergtour, beim Skifahren auf dem Mountainbike etc. Den Gedanken komplett ins Sony-Lager oder vielleicht auch zu Olympus zu wechseln werde ich nimmer los. Vor allem den EVF möchte ich nicht mehr missen. Die Experten werden jetzt aufschreien, dass nichts über einen optischen Sucher geht, hell und brilliant. Dachte ich auch vor der RX10ii und die ist ja wahrlich nur eine Bridge-Kamera, igitt. Aber an das WYSIWYG gewöhnt man sich sehr schnell. Wenn andere ihre Bilder am Display noch „kontrollieren“ habe ich schon ein paar weitere im Kasten. Ich sehe sofort wenn die Person die ich fotografiere die Augen zu hatte oder der Gesichtsausdruck einen kurzen Augenblick später besser passt. Es gelingen Aufnahmen die man früher einfach verpasst hat weil man ja auf das Display gaffen musste.
    Bezüglich der beiden großen Japanern werde ich den Eindruck nicht los dass dieses DSLR-Ding gemolken wird bis zum Schluss. Es werden vermutlich halt bald die Zeiten vorbei sein wo sie containerweise das neuste und beste Equipment zu Olympischen Spielen oder Fußball-WMs karren können um sie dort an die vermeintlichen Profis zu verteilen, weil es immer weniger „Opas“ geben wird die die Consumer- und Enthusiastic-Produkte kaufen und somit die Kassen füllen.
    Also sei es drum – ich bin auf jedenfalls angezählt in meiner Nikon-Ecke und ich denke vielen Canonians geht es wie mir.

    • Ich bin vor einem Jahr von Nikon weg, weil es bei Nikon sinnlos ist, zu hoffen, dass was kommt. Ich kaufte eine A6000 samt Kit-Objektiven und war von deren starken Dezentrierungen gar nicht angetan. Also ging das zurück. Dann wurde es eine EOS M3 mit der ich ausgesprochen zufrieden bin, auch wenn der Sensor nicht ganz so gut ist wie bei Sony.

  • Eigentlich ist die Canon Strategie bei den Spiegellosen durchaus nachvollziehbar. Im Vollformat Bereich bieten diese keine wesentlichen Gewichts/ Größenvorteile, da die Kamera durch die (gleichschweren) Objektive bestimmt ist. Also APS-C + leichte Objektive als Zweitkamera (möglichst kompatibel zur EF – Linie) ist eigentlich was man gebrauchen könnte.
    Nicht verwechseln sollte man, dass die spiegellosen Kameras selber keinen Design Vorteil gegenüber den DSLR haben (Nach- und Vorteile gleichen sich aus). Der eigentliche Vorteil liegt z.Z. in den besseren Sony-Sensoren (Rückseitenbelichtung + ADC auf gleichem Chip) und den Prozessoren (4K) liegt. Wenn Canon hier (irgendwann) hoffentlich mal aufholt wird für Profis/Semipros das Pendal schnell wieder richtung DSLR gehen.

    • Bin ich komplett bei dir, die Sensoren der Sonys sind immer noch marginal besser, beim DR hat die A7rII noch 0,3 Blenden mehr als die 5D Mark4, ob man das in der Praxis sieht….ich denke nicht.
      Wo die Sonysensoren noch sichtbar besser sind ist das Rauschverhalten, da muss Canon nochmal ran.
      Ansonsten hast du vollkommen recht.

  • Ich werte die Aussagen von Canon außerordentlich positiv.
    Canon stellt nämlich Produkte hoher Qualität zu bezahlbaren Preisen her, also für hohe Absatzzahlen.
    Und das wollen Sie offensichtlich auch in Zukunft und nicht Ihre Ressourcen für solche Albernheiten wie „professionelle“ Objektive in APS-C-Kameras verzetteln.

    Für Möchtegernprofis gibt es die DSLRs, die D1-Reihe, die D7-Reihe samt sündhaft teurer aber nicht entsprechend besserer Objektive.
    Der Rest wünscht sich eine hohe Qualität für die tagtäglichen Anforderungen. Und die werden mit den vorhandenen Objektiven ganz gut bedient.

    Festbrennweiten benötigt kaum jemand.
    In der Tierfotografie hat man nicht die Zeit mal schnell die passende Festbrennweite aufzuschrauben, wenn einem plötzlich ein Reh über den Weg springt.
    Und in der Architektur und Landschaftsfotografie ist das ohnehin Nonsens, da man den Standort nach Motiv und nicht nach Brennweite wählt.

    Canon stellt ja auch Scanner her. Und auch hier habe ich feststellen können, dass der CanoScan 9000F doch besser ist als Epson perfection. Bessere Auflösung, bessere Farben, keine Regenbogenstreifen über dem Scan

    • Sabrina, dann hast du wohl noch nicht viel, wenn überhaupt, mit Festbrennweiten gearbeitet?! Die Lichtstärke und die oft hervorragende Schärfe dieser Objektive spricht für sich. Und selbst wenn man ein vernünftiges Tele an der Kamera hat, wählt man schon die Perspektive und den Ausschnitt. Selbst in der Tierfotografie sind Festbrennweiten nicht wegzudenken! Aber darum geht es ja eigentlich nicht.
      Canon scheint den Vormarsch der DSLMs zu verschlafen und es gibt wirklich sehr gute Kameras davon auf dem Markt. Aber die Hoffnung stirbt zu letzt! Wie die Natur uns lehrt, nicht der Große frißt den kleinen sondern der Schnellere den langsamen.
      Warten wir ab wohin die Reise geht. Mehr als spekulieren und uns wünschen, können wir nicht.