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Canons spiegellose Vollformatkamera soll 2018 mit EF-Bajonett erscheinen

Neue Gerüchte zu Canons spiegelloser Vollformatkamera: Die DSLM soll anscheinend 2018 auf den Markt kommen – und zwar mit EF-Bajonett!

Das Warten auf Canons spiegellose Vollformatkamera

Gerüchte zu einer spigellosen Vollformatkamera von Canon kursieren schon seit Jahren, ja im Grunde seit der Vorstellung der ersten A7 Kameras von Sony. Denn schon damals konnte man eins und eins zusammenzählen und davon ausgehen, dass Canon dieses Segment Sony nicht kampflos überlassen möchte.

In den letzten Monaten gab es immer mal wieder konkrete Gerüchte zu Canons spiegelloser Vollformatkamera (eine Liste aller Gerüchte findet ihr hier). Genaue Details lassen nach wie vor auf sich warten, doch insgesamt ist man sich eigentlich sicher, dass die Kamera irgendwann auf den Markt kommen wird.

Canonrumors hat nun einige neue Hinweise zu Canons Vollformat-DSLM erhalten. Das sind zum aktuellen Zeitpunkt zwar noch keine handfesten Infos, sondern eher vage Gerüchte, trotzdem werden zwei Details genannt, die auf jeden Fall einen Blick wert sind.

Präsentation auf der photokina 2018?

Zum einen geht es um das Erscheinungsdatum der spiegellosen Canon Vollformatkamera. Anscheinend plant Canon nämlich, die Kamera im Jahr 2018 und vermutlich auf der photokina 2018 vorzustellen. Das würde zumindest erklären, warum es bisher noch keine konkreten Informationen zu den technischen Daten der Kamera gibt – schlicht und einfach deshalb, weil das Erscheinungsdatum noch in weiter Ferne liegt.

Das Gerücht, dass die DSLM auf der photokina 2018 vorgestellt werden soll, passt allerdings nicht so ganz zu den Gerüchten, nach denen sich die spiegellose Vollformatkamera aus technischer Sicht an der Canon EOS 6D Mark II orientieren soll. Denn die 6D Mark II soll anscheinend im Juli 2017 vorgestellt werden. Wenn die mit ähnlichen Komponenten ausgestattet Vollformat-DSLM dann erst etwa 13 Monate später präsentiert werden würde, wäre sie zum Zeitpunkt der Präsentation schon deutlich veraltet. Ich würde also momentan mal stark anzweifeln, ob sich die spiegellose Vollformatkamera und die 6D Mark II tatsächlich so ähnlich sein werden.

Wird Canon auf ein EF-Bajonett setzen?

Das zweite interessante Detail bezieht sich auf die Objektive bzw. das Bajonett: Angeblich soll Canons spiegellose Vollformatkamera nämlich mit einem ganz normalen EF-Bajonett daherkommen, was bedeuten würde, dass man alle Canon Objektive ohne Einschränkungen und ohne Adapter verwenden könnte.

Ich denke die Tatsache, ob die Kamera wirklich mit EF-Bajonett daherkommt, könnte über den Erfolg oder Misserfolg der DSLM entscheiden. Canon lebt zu großen Teilen von seinen erstklassigen Objektiven und von der Tatsache, dass unzählige Fotografen jede Menge Geld in Canon Objektive investiert haben und deshalb nicht zu einem anderen Hersteller wechseln möchten.

Wenn die Vollformat-DSLM nun mit einem neuen Bajonett und neuen Objektiven daherkommen würde, würde das nicht nur bedeuten, dass Canon jede Menge neue Objektive bauen müsste (und das braucht Zeit), sondern auch, dass ein Wechsel zu der neuen Kamera einem kompletten Systemwechsel gleich käme, so denn Adapter-Lösungen nicht in Frage kommen.

Ohne jetzt zu pessimistisch sein zu wollen: Ich gehe nicht davon aus, dass Canons spiegellose Vollformatkamera ein technisches Meisterwerk sein und Sonys A7 bzw. A9 Kameras alt aussehen lassen wird. Canon war in den letzten Jahren immer einen Schritt hinterher, warum sollte sich das bei der spiegellosen Vollformatkamera plötzlich ändern? (Ich beziehe mich hier nur auf die technischen Entwicklungen, Bildqualität, Sensoren und so weiter.)

Doch wenn Canon eine Vollformat-DSLM anbieten würde, mit der man als Canon Fotograf all seine Objektive ganz normal weiter benutzen könnte, dann müsste diese Kamera auch überhaupt kein technisches Meisterwerk sein. Viele würden sich die Kamera vielleicht als kompakte Zweitkamera zulegen, andere würden komplett wechseln – alles kein Problem, denn neue Objektive bräuchte man ja nicht. Und dann könnte man sicherlich auch darüber hinwegsehen, dass die Kamera in Bezug auf die Spezifikationen möglicherweise keine Maßstäbe setzen wird.

Abschließende Gerüchte

Zurück zu den Gerüchten von Canonrumors: Die spiegellose Vollformatkamera soll definitiv mit einem neuen Sensor und 4K Videos daherkommen, außerdem hat Canon beim Design von EF-Objektiven anscheinend (schon seit längerer Zeit?) im Hinterkopf, dass diese auch mit einer spiegellosen Vollformatkamera harmonieren müssen.

Zu Beginn soll es wohl eine einzelne Vollformat-DSLM geben und anscheinend experimentiert Canon auch, ob es irgendeine gute Hybridlösung zwischen DSLR und DSLM geben könnte.

Es bleibt also weiter spannend rund im Canons spiegellose Vollformatkamera! Was würdet ihr davon halten, wenn die Kamera tatsächlich mit EF-Bajonett erscheinen würde? Praktisch wäre es natürlich, auch wenn die EF-Objektive teilweise natürlich recht groß und schwer sind, was wiederum bedeuten könnte, dass auch die DSLM aus Gründen der Balance etwas größer und schwerer sein müsste. Womit sich ein großer Vorteil von DSLMs – die kompakte Bauweise – eventuell zu Teilen in Luft auflösen würde.

Canon EOS 80D
Preis: 986,00€
Zuletzt aktualisiert am 23.09.2017
  • 24,2 Megapixel APS-C CMOS-Sensor
  • 45-Punkt-AF und Reihenaufnahmen mit bis zu 7 B/s
  • Dreh- und schwenkbares Display; Dual Pixel CMOS AF
Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

34 Kommentare

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  • Die Kamera auf die wohl viele schon lange warten und es weiterhin tun müssen. Selbst bei der 6D Mark 2 die meine nächste Kamera werden könnte, hat man kaum handfeste Informationen zur technischen Daten. Mir wäre eine kompakte Kamera deutlich lieber und wenn ich mehr Infos über diese hätte, würde ich den Kauf einer 6D2 sein lassen.
    Die m Serie kommt nicht in Frage, genau wie ein Systemwechsel.
    Schade das nicht beide Kameras zur selben Zeit rauskommen um eine Entscheidung treffen zu können.

  • Warum nicht andere Wege gehen?

    Wer sagt denn das eine Spiegellose klein sein muss? Besonders dann wenn sie Vollformat hat spricht sogar einiges dagegen. Wer eine Sony VF mit einem der klobigen Objektive in Händen hatte weiß was ich meine.

    Wenn sie größer ist können auch Akkus mit höherer Kapazität verwendet werden und man spart sich den sonst zum Handling notwendigen Handgriff.

    Nun zum Sucher! Für mich die innovativste Lösung ein elektronischer Sucher ähnlich dem der Fuji Mittelformat. Er lässt sich mit einem Gelenk in alle Richtungen drehen, ist hell und sehr groß. Die zweit beste Lösung ist sowohl einen mechanischen Verschluss als auch einen elektronischen Verschluss zu implementieren. Macht zum Beispiel Pentax mit seiner neuen APSC KP Spiegelreflex. Im Zusammenspiel mit einem beweglichem Display entsteht dadurch so etwas wie eine Hybrid Kamera.

    Wer es klein möchte hat die Möglichkeit eine EOS M5 und die dafür gebauten Objektive zu verwenden.

    Wenn man nicht hinterher hinken möchte ist wohl ein neues Sensor Design dringend von Nöten. Nicht unbedingt extrem viele Pixel sondern eine Rausch freiere Lösung mit einem Dynamikumfang von mindestens 15 Blendenstufen.

    Der wirklich entscheidende Vorteil ist das bei den Fotografen jede Menge verwertbare Objektive vorhanden sind und das Kontinuität bei Neukunden ein starkes Argument ist.

  • Ich komme zur Zeit bei Canon aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Die sollen mal hinmachen.
    Hab derzeit noch sehr viele Canon EF und EF-S Objektive aber mitterweile sind bei mir auch eine Panasonic GX80 und eine gebrauchte Sony a6000 im Haushalt eingezogen.

  • Ich hoffe, dass die Gerüchte stimmen. Kein Mensch braucht bei der jetzigen Modell-Palette eine 6D Mark II, stattdessen könnte man die 5D Mark III für unter 2000.- anbieten und die bestehende 6D unter 1000.- als „Köder“ für das Vollformat-Segment und dazu eine spiegellose Vollformat mit EF-Bajonett, die auch 4K kann, die darf dann auch etwas teurer sein, wenn sie endlich mal wieder Massstäbe setzt. Man gewänne neue Kunden dazu und vergrault nicht die bestehende Kundschaft die schon viel in Canon-Glas investiert hat. Und man hätte bei einer Neuanschaffung die Option bei DSLR zu bleiben oder auf DSLM zu wechseln ohne dass das Glas wertlos wird. Allein, noch fehlt mir der Glaube, denn ich befürchte es kommt noch eine DSLR, die wieder knapp an den Wünschen der Verbraucher vorbeikonstruiert wurde.

    • Canon bleibt gar nichts anderes übrig als das Bajonett unverändert bei zu behalten und alle L-Objektive der letzten 10 Jahre sind ohne Kompromisse nutzbar und optisch auskorrigiert – was bei Sony, Olympus, Panasonic so leider nicht der Fall ist.
      Nikon und Pentax werden anschließend den selben Weg gehen müssen – Bajonett verändern wäre Harakiri, denn dann ist der Weg frei zum Wechsel zu jeder Marke.
      Noch verkauft sich Vollformat-DSLR viel zu gut, Canon hat gar keinen echten Druck – vor 2018 rechnet keiner mit einer Neuheit ohne Spiegel.
      Für mich ist Vollformat ohnehin nicht wichtig, ich brauche APS-C mit schnellsten Prozessoren und bestem Sensor
      und das wird Canon wieder nicht interessieren, auch nicht, das der Vollformat-Hype längst kalt ist, da die Unterschiede mit sehr guten Objektiven am APS-C viel zu gering sind.
      Aber Canon könnte wenigstens neue Preis-Marken setzen und Sony aus seinem Wolkenkuckucksheim prügeln – denn deren Preise sind nicht selten absurd hoch um schnell die Kosten für das komplett neue System einzuspielen.
      Ja, der Sucher könnte ein Problem werden, L-Fotografen werden kaum mit den bisherigen E-Suchern zufrieden sein, nicht mal der von Leica oder Fuji sind gut genug.
      Ich kann nicht bestätigen, dass Canon in den letzten 10 Jahren weniger innovativ war, das ist ein Märchen – sie haben nur andere Schwerpunkte gesetzt.
      Sie haben heute den bei weitem schnellsten und treffsichersten Live-View-AF aller DSLRs, den besten, haltbarsten Akku, einwandfreie und logischste Bedienung, geringste Reparaturanfälligkeit, weitgehend ausgereizter Service, die oft innovativsten Objektive – 4K ist für die wenigsten marktreif und noch weniger können daraus Vorteile ziehen.
      Klar die Dynamik müßte höher sein, das Rauschen noch erheblich geringer, das wird kommen.

      • @Cat – stimme mit Ihnen fast vollkommen überein – bis auf eines, den Dynamik Hype, wenn ein Bildteil zu dunkel ist und ich es so stark aufhellen muss, wie es bei Sony oder Nikon möglich ist, dann ist das Bild vielleicht noch für eine Zeitungsreportage interessant aber fotografisch eine Katastrophe, weil es im anderen Bildteil total überbelichtet wird. Ich achte bereits bei der Aufnahme darauf, dass die Belichtung stimmt und korrigiere gegebenenfalls die Belichtungsdaten, so dass möglichst immer ein ausgewogenes Bild entsteht und nur kleinere Korrekturen notwendig werden. Mir wird sowieso viel zu viel gephotoshopped statt richtig fotografiert. Natürlich reicht APS-C, es reicht aber auch meist ein gutes Handy. Wenn nicht absolute Höchstgeschwindigkeit notwendig ist, ist Vollformat einfach besser. Und noch ein letztes zu 4K. Da ich die 5D Mark IV bewusst wegen der 4K-Video-Möglichkeit gekauft habe (war einer der ersten Käufer) war ich mehr als erbost, als ich realisiert habe, dass ich 4K nicht extern speichern kann, das heisst, sie können 4K-Videos nicht an Freunde schicken oder weitergeben, ausser diese haben einen Zugang zur Canon-Video Software, denn sie werden nur einen schwarzen Bildschirm sehen ausser man wandelt es vorher in Full-HD um, nur weshalb soll ich dann 4K filmen? Das wurde von Canon nicht zu Ende gedacht und stösst nicht nur mir böse auf und ist die Hauptkritik an der Mark IV!

  • Tja nach langem Überlegen und warten habe ich mich zur a7r mk2 entschieden. Ich war es langsam leid mit Canon. Der Bericht hier, Wahrheitsgehalt hin oder her bestätigt mich nur mit meiner Entscheidung. Ein Systemwechsel ist auch nicht besonders schwer mit den neuen Adaptern von Metabones und sigma. Klar hat eine a7 auch Nachteile, aber diese haben bei meiner Fotografie keinen Einfluss…

      • Jep und leichter….
        Für Webdesign reicht aber auch ein IPhone 😉
        Im ernst; der Dynamik Umfang ist bei den Chips die Wucht. Wir haben es bei mir im Studio getestet.

        5dMK4
        Sony A7 Normal +S +R
        Nikon D810A (ausgeliehen)
        sowie meine betagte 6D

        Macht mal Lapp Fotos und schaut einfach im LR was Ihr noch aus den Fotos an Informationen rausholen könnt. und das Ohne Banding oder rauschen.
        PS ne Oly kommt für mich nicht in frage….

    • Was macht die Sony denn nun besser als eine Canon oder Nikon?
      Ich kann dieses gebashe gegen Canon und Nikon langsam nicht mehr ab. Die machen ihr Ding und andere Hersteller machen ihr Ding – was ist daran so verkehrt? Ich sehe auch nicht unbedingt einen Vorteil darin, den Spiegel wegzulassen, was soll das bringen?
      Meine nächste Kamera wird wieder eine DSLR von Nikon.

      • Hallo,
        ich Bashe hier nicht geben Nikon oder Canon, wobei die Weiterentwicklung doch sehr auf der Stelle tritt.
        Und Nikon setzt ja selbst auf die Sony Chips. Sony hört halt auf die Fotografen, den eindruck habe ich bei den großen 2 Playern leider verloren.

    • @ Mark – Die Kamera macht keine Bilder, die machen Sie – womit sie heutzutage fotografieren ist wirklich total egal, es gibt keine schlechten Kameras mehr. Sony hat die spiegellose Welt vorangetrieben, aber man kann auch mit Spiegel gute Bilder machen, sehr gute Fotografen schaffen das sogar mit den neuesten Handys. Soll die Bildqualität stimmen, sind die Objektive entscheidend, die gibt es überall, sind aber bei Sony (noch) am Teuersten und noch nicht in ausreichender Menge vorhanden. Wenn ich wechseln würde, dann nur zu Fuji, bei denen stimmt das Gesamtpaket.

      • Zustimmung

        aus eigener Erfahrung. Ich, der beruflich mit MF und VF arbeitet, hatte ein Schlüsselerlebnis der besonderen Art. Mein Neffe und ich waren auf einer Fahrradtour unterwegs. Alter Herr ohne schwere Ausrüstung weil jedes Kilo zählt der junge Mann hatte eine Panasonic FZ2000 dabei.

        Mit spitzen Fingern habe ich das Ding angefasst weil der 1 Zoll Sensor kann doch keine Bilder machen, vielleicht Video weil man bei der Bildrate Fehler nicht wahrnimmt. Auf den Punkt gebracht, ich habe mich so was von vertan! Bei der Sichtung am kalibrierten heimischen Bildschirm habe ich gelernt das anscheinend nichts mehr so ist wie früher.

        Dazu noch mit einer Leichtigkeit im Handling, lange Brennweite ohne Stativ – scharf, Landschaft von vorne bis hinten – scharf, Makro mit frei wählbarem Schärfe Bereich, einfach unglaublich für einen älteren Herrn.

        Ich muss heute zugeben das es keine schlechte Fotogerätschaften gibt, sondern das man sich beim Kauf nach dem geforderten Einsatzzweck richten sollte. Moderne, neu gerechnet Objektive und der Bildprozessor sind wohl der Schlüssel zu besseren Bildergebnissen und zwar bei allen Sensorformaten.

        Das hat zwar nur im letzten Punkt etwas mit Canons Spiegel-loser Zukunft zu tun zeigt aber in welchem Dilemma die Fotoindustrie momentan steckt.

      • @Rob – sie haben es erkannt und was man mit den neuesten Handys alles machen kann – unglaublich, es wird langsam eng für uns „traditionelle“ Fotografen

      • Stimmt kann ich so unterschreiben. Bei den Objektiven setze ich nach wie vor auf die Canon L serie, bzw. Sigma Art und Vogtländer. Ein Umstieg auf Canon wäre für mich viel zu teuer….

        Wichtig war für mich der Dynamikumfang den es so nur bei Nikon und Sony gibt.
        Und für den Preis einer 5D MK 4 bekomme ich halt eine A7S II und eine A7 II je nach Einsatzzweck.
        Die A7R braucht eigentlich fast keiner….

        Und das mit den Handys…. da reden wir jetzt mal nicht drüber…… 😉

      • @Mark – Also wenn ich eine A7SII und eine A7 II für den Preis einer 5D Mark IV bekommen, dann kaufe ich die auch – aber da haben sie wohl irgendwas verwechselt? Preis Canon 5d Mark IV: aktuell zwischen 3000.- und 3400.-. Aktuell günstigster Preis A7 SII 2700.- , günstigster Preis A7 II 1500.-, macht zusammen 4’300.-. Sicher keine schlechte Wahl, aber wenn schon dann doch richtig und die A7 r II kaufen und die ist preislich auf einem Niveau mit der 5d Mark IV, dann sind sie fast bei 6000.-. Im Übrigen ist das ja bei der a7sII mit dem Aufzeichnen von 4k auf die Karte ja auch nicht so einfach, wie sie ja wohl selbst wissen.
        Und zum Handy – die Videos und die Fotos bei Tageslicht meiner Tochter mit dem I-phione 7+ sind für den Zweck für den die gebraucht werden mehr als gut, da braucht man keine teure Ausrüstung mehr, ausser man braucht es professionell. Natürlich kann man die nicht auf DIN A0 aufblasen, aber wer macht das schon.

  • Alle reden nur über Kamera.Was Sony bis jetzt gemacht hat ist sehr erstaunlich.Leider
    sind die Objektive immer noch sehr groß,schwer und sehr teuer.
    Kleine Kameragehäuse wünscht sich nicht jeder Fotograf.Man muss für bestimmte
    Motiv entspreche Kamera und Objektiv wählen,damit man gute Ergebnis erreichen kann.
    Was ich mich vermisse ist die Blitztechnik,da wird nicht viel getan.Die Chinesen
    haben letzte Zeit viel an die Entwicklung der Blitztechnik beigetragen.ZB Der
    Hersteller Neewer und Godox.
    Wer viel mit Hochzeit und Portraitfotografie beschäftigt hat,weiß ohne die neue Blitztechnik
    besonders Mobilblitzgerät kann man mit moderner Kamara kein Top Ergebnis erreichen kann.

    • Ich glaube, dass das größte Potenzial der Hersteller in der Entwicklung des Low-Light/ Availible Light-Bereichs liegt. Studiofotografie beansprucht wegen des perfekten Lichts die Kameratechnik ganz wenig, da lassen sich bereits mit Kameras wie meiner Canon 700d und mittelmäßigen Objektiven teilweise top Aufnahmen machen. Fokus passt, Dynamikumfang ist nicht so wichtig. Ich finde, die großen Hersteller können die Entwicklung der Blitztechnik ruhig weiter kleineren Herstellern überlassen, sonst wird sie zu Teuer und einen wirklichen Gewinn hätte der Fotograf dadurch auch nicht.

  • Warum baut eigentlich niemand eine Hybridkamera mit SLR-Sucher und digitalem Sucher – wie es Fuji vergleichbar mit der XPro-Serie macht? Wenn Live-View möglich ist, müsste es sich doch auch im Sucher einblenden lassen? Oder gibt es da technische Hindernisse? Wäre immerhin quasi das Beste aus zwei Welten, einfach nicht so kompakt wie eine Kamera nur mit digitalem Sucher – das wär doch was für Canon.

    • Das Thema ist doch: Wann baut canon eine spiegellose Vollformatkamera? Wenn ich beruflich meine 5D Mark IV und meine Fuji X-pro2 für die Bühnen- oder Sportfotografie einsetze, habe ich die alte und neue Welt unter gleichen Bedingungen am Start. Der Unterschied ist, dass die eine nur den APS-C Sensor besitzt. Bis ISO 6400 liegen am Ende des Tages die Ergebnisse jedoch auf Augenhöhe. Das liegt sicher auch daran, dass die Objektive von Fuji nicht nur in den vielen Labortests die Tabellen anführen. Außerdem bilden diese Gläser auch bis in die Ecken sehr scharf ab. Hinzu kommt, dass man diese Objektive mit offener Blende uneingeschränkt einsetzen kann. Canon ist gerade dabei die eigenen L-Objektive zu überarbeiten und zu verkaufen. Über die Jahre gesehen, kommt die Anschaffungssumme an neuen Objektiven einem Systemwechsel gleich. Die Objektive aller Hersteller werden immer besser, siehe Sigma Art Serie. Insofern verkaufe ich auch schon mal ein L-Objektiv und überlege mir, ob ich es gegen ein neues ersetze oder dieses in einem neuen System (in meinem Fall Fuji) anschaffe. Diese sind dann wesentlich leichter und mindestens genau so stark in der Leistung. Wenn canon eine spiegellose Vollformatkamera bringt, werde ich diese in zwei Jahren auch kaufen, weil die Mark4 DSLR genügend getan hat und es keine Nachfolge mit Spiegel geben wird. Dann sind die Sucher beim Vollformat vielleicht auch wie die vom Fujis Hybrid System. Einer Sony A9 gehört die Zukunft. Nur kleiner muss sie nicht werden, weil die Objektive schwer und teuer genug sind. Für mich also keine Option. Man kauft, wenn man etwas austauscht und nicht weil die Werbung besser Bilder verspricht. Diese Steigerung ergibt sich nur durchs Üben.

  • EF-Bajonet ohne Adapter bzw. Zwischenring macht eigentlich keinen Sinn! Damit würde der große Vorteil der Spiegellosen Kameras ja nicht mehr zutreffen. Ohne Spiegelkasten und dem sich daraus ergebenden Auflagemaß kann das Kameragehäuse flacher sein und beim Objektivbau hat der Konstrukteur auch nur Vorteile. Aus meiner Sicht wäre es am sinnvollsten: flaches Gehäuse mit EF Bajonet + Zwischenring für alle vorhandenen EF-Objektive direkt mit im Paket. Parallel Entwicklung einer eigenen Objektivreihe für die Spiegellosen Gehäuse die mit Sicherheit in einigen Jahren die klassische DSLR ablösen wird, auch bei Canon oder Nikon!

    • Wozu den Zwischenring? macht das Objektiv nur schwerer und länger, sehe ehrlich gesagt keinen Nutzen darin? Aber ich bin kein Ingenieur für Kameratechnik und Fotooptik.

      • Der Zwischenring muss den richtigen Abstand zwischen Hinterlinse und Sensor herstellen und natürlich Daten übertragen! Der Abstand muss auf alle fälle hergestellt werden egal ob mit Zwischenring oder bereits fest im Body verbaut, sonst kannst du nicht auf unendlich scharfstellen und der Sensor wird u.u. nicht komplett ausgeleuchtet.
        Die jetzigen EF Objektive sind ja auf den Abstand inkl. Spiegelkasten gerechnet worden. Der Vorteil bei dem Zwischenring wäre keinerlei optische Verluste da keine Linsen nur Abstand und Datenübertragung und die alten Linsen können ohne Einschränkung genutzt werden. Das flaches Kameragehäuse mit den neuen Objektiven bleibt kompakter und die Hinterlinse kann näher an den Sensor was mehr Optionen beim Konstruieren vor allem bei kurzen Brennweiten erlaubt.
        Es würde auch Adapterlösungen mit anderen Systemen und einer Technischen Kamera (Optische Bank) erlauben.

      • @Guido E – Danke für die Antwort – das heisst also man macht das Gehäuse etwas „dicker“ ohne Zwischenring oder etwas „schlanker“ mit Zwischenring. Aber führt das nicht zu einer schlechteren, sprich langsameren Datenübertragung wenn ich einen Adapter verwende?

      • Die Datenübertragung sollte ohne Einschränkung oder Verzögerung machbar sein, ist ja letztlich nur eine elektronische Verbindung zwischen den Kontakten am Body und am Objektiv und wenn er von Canon kommt sollte es da keinerlei Probleme geben.

  • Freude herrscht

    Nachdem ich den Bericht über die SONY A9 gelesen bin ich das 1. Mal seit 15 Jahren ins Grübeln gekommen.
    Ich arbeite mit zwei 5D Mark III Bodys und Originalglas von 8mm bis 400mm (wenn erhältlich mit f 2.8).
    Schon nur allein der Gedanke an eine geräuschlose Canon (die 5D Mk III im Silent Mode ist für mich als Klassik Fotograf immer noch zu laut) lässt mein Herz höher schlagen.
    Das Gewicht, die Grösse und der PREIS spielen dabei für mich keine Rolle.
    Ich freuen mich – warte geduldig – und schlage dann zu.

  • Ob eine Vollformat-Canon ohne Spiegel ein EF-Bajonett hat, erscheint mir sehr fraglich.
    Hintergrund: EF-Objektive für EF-Bajonett sind für ein Auflagemaß von 44mm konstruiert. Ebenso das EF-S – Bajonett. Das richtige Auflagemaß sichert die Scharfstellung (Vergleiche: Zwischenringe). Auch die EF-S Objektive sind für 44mm ALM ausgelegt, aber für einen kleinen Ausleuchtungskreis.

    Das Canon EF-M Bajonett hat 2 Veränderungen dazu: Ein etwa halb so großes Auflagemaß und die Nutzung des kleinen Sensor-Bildkreises.

    Wenn nun eine spiegellose VF-Canon das EF-Bajonett nutzt, dann bräuchte es wieder einen Adapter, um das 44mm – Auflagemaß herzustellen. Ansonsten passt der Fokus nicht.

    Also müsste es ein 4. Bajonett geben. Siehe auch das E-Mount von Sony…

    • Herr Karakasch, mir ist aufgrund Ihrer Erläuterungen nicht klar, weshalb Canon bei einer neuen VF-Spiegellosen nicht das Auflagemass der EF-Objektive verwenden können soll, damit die EF und EF-S Objektive ohne Adapter verwendbar sind, Das kleinere Auflagemass des EF-M Bajonetts ist doch nur gewählt worden, um die M-Kameras kompakter halten zu können. Ist genau die Kompaktheit für die neue Spiegellose kein entscheidendes Kriterium, spricht doch nichts gegen das ALM des EF-Bajonetts. Es kann dabei doch der gleiche Sensor zum Einsatz kommen, wie bei der angekündigten 6D II, was ja schon alleine zur Verringerung des Entwicklungsaufwands sinnvoll ist. Damit passt auch der Bildkreis der EF und EF-S Objektive zum Sensor und zum ALM. Oder übersehe ich hier etwas?

      • Hallo Thomas,
        ich glaube schon, dass du hier etwas verwechselst. Bildkreis (Ausleuchten des Sensors) bestimmt nur die Baugröße („Durchmesser“) des Objektivs. Einfach gesagt.

        Das Auflagemaß ist eine Eigenschaft des Objektivs (!!), das die Kamera (das Gehäuse) einhalten muss (!!), damit die Scharfstellung funktioniert bzw. sicher gestellt ist. Wenn ich das Auflagemaß verändere, verändere ich den Fokus.
        Beispiel: Jedes Objektiv kann mit einem Zwischenring zu einem Makro-Objektiv mutieren, wobei sich der Fokus verändert. Nicht mehr unendlich, dafür viel nähere Naheinstellgrenze.
        Das gilt für „weiter weg“, also größeres Auflagemaß.
        Umgekehrt geht es leider nicht, da das Bajonett/Gehäuse kein näheres heranrücken erlaubt. Aber theoretisch schon, der Fernbereich-Fokus wäre früher erreicht, die Nachbereichsgrenze wächst an.

        Ein EF-Objektiv an einer spiegellosen Kamera geht also, aber der Abstand Sensor zu Bajonett (= Auflagemaß) muss (!) gleich sein wie bei der originären EF-EOS mit Spiegel. Dann macht aber eine spiegellose wenig Sinn. Ich kann natürlich einen Adapter nehmen, so wie beim EF-M Bajonett. Da mache ich ja nichts anderes, ich simuliere den gleichen Abstand. Dass das EFObjektiv mehr ausleuchtet als es müsste, ist nebensächlich. Ein EF-S leuchtet nur APS-C aus, aber muss eben die 44mm vom Sensor weg sein.

  • Sollte Canon eine Systemkamera mit Vollformat und EF Bajonett veröffentlichen wird diese sich in der Größe kaum von den Canon DSLRs unterscheiden. Da das Auflageformat des EF Bajonetts einfach eine gewisse Größe erfordert. Das macht DSLM technisch gar keinen Sinn. Klar hat man dann trotzdem die Vorteile eines elektronischen Suchers usw. aber größentechnisch kann sich durch das gleiche Auflagemaß gezwungenermaßen nicht viel ändern. Vielleicht ist sie dann nicht so hoch, falls der Sucher kein eigenes Fakeprisma bekommt. Aber die Tiefe des Bodys muss gleich bleiben um alles wie unendlich Fokussierung usw. zu erhalten.

    • Warum sollten denn die Kameras immer kleiner werden?
      Sobald ein anständiges Objektiv vorne dranhängt kann ich die Kamera eh nicht mehr in der Hosentasche tragen. Und meine Hände und Finger passen sich den kleinen und fummeligen Kameras auch nicht an – die bleiben gleich groß!
      Für mich hat eine D7100 oder D2x die ideale Größe. Sicherlich, auch meine OMD em5 hat was und es ist sehr angenehm mit dieser unterwegs zu fotografieren, aber auf Dauer ist mir die Bedienung zu umständlich.
      Ein Spiegelloses Kamerasystem – egal ob von Canon oder von Nikon – kann nur funktionieren wenn man den Objektivpark der DSLRs bedienen kann. Und das ohne irgendwelche Adapter.

    • @ Miro – das macht perfekten Sinn. 1. vergrault man nicht die aktuellen DSLR-Kunden mit ihrem Objektivpark 2. Muss man keine neuen Objektive entwickeln. 3. Braucht man keine Adapter. 4. Kann eine vernünftige Batterie eingesetzt werden. 5. Die Balance zwischen Kamera und Objektiv stimmt.

      Wer es klein will soll auf APS-C oder four third umsteigen oder noch besser mit dem Handy fotografieren.

  • Klasse Bericht mit sachlicher Abwägung der Argumente, so funzt Fachjournalismus!
    Als langjähriger Canon- Nutzer (5D, +2+3 incl. Blitze), der in seinem Rucksack einen Kleinwagen rumträgt, würde einen Bajonett- Wechsel als Kampfansage betrachten der einem den Fabrikatswechsel sehr leicht macht, nicht zuletzt, da der technologische Fortschritt zur D5 M4 eher schwach war, die Experimetiermodelle dazwischen will ich gar nicht erwähnen….
    Grüsse
    Martin Windhab