Objektive

Tamron stellt erstes 18-400mm Objektiv der Welt vor

Tamron stellt ein 18-400mm Objektiv vor. Es ist das bisher stärkste Zoomobjektiv, das es für Spiegelreflexkameras gibt.

Interessantes Objektiv für Reisefotografen

Wer häufig auf Reisen ist und unterwegs mit seiner APS-C-Kamera von Canon oder Nikon Bilder schießen und Erinnerungen festhalten möchte, sollte definitiv mal einen Blick auf das neue Tamron 18-400mm f/3.5-6.3 Di II VC HLD werfen. Hierbei handelt es sich nämlich um das bisher stärkste Superzoomobjektiv, das es für Spiegelreflexkameras gibt! Es wird hier also ein enorm großer Brennweitenbereich abgedeckt und darüber hinaus ist das Objektiv auch noch relativ leicht.

Tamron deckt enormen Brennweitenbereich ab

Geeignet ist das neue Objektiv nur für APS-C-Kameras, umgerechnet auf Vollformat hat man es hier also mit einer Brennweite von rund 27-600 Millimetern zu tun. Da die Naheinstellgrenze bei nur 45cm liegt, kann man das Objektiv quasi schon für Makroaufnahmen nutzen, gleichzeitig erhält man aber auch ein leistungsstarkes Telezoomobjektiv. Insgesamt handelt es sich hier also wie bereits erwähnt um ein Objektiv, das als Reisezoom eine hervorragende Figur abgeben könnte. Denn verschiedene Gläser braucht man dann im Grunde nicht mehr, es werden alle Brennweiten mit einem Objektiv abgedeckt. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass das Tamron spritzwassergeschützt ist.

Der Aufbau des Tamron 18-400mm besteht aus 16 Elementen in 11 Gruppen, dabei sollen asphärische Linsenelemente sowie LD-Glaselemente für eine hohe Abbildungsleistung sorgen. Außerdem sind ein HLD-Autofokusmotor sowie ein optischer Bildstabilisator mit von der Partie.

Gewicht und Preis

Das Gewicht des Objektivs beläuft sich auf insgesamt 710 Gramm, die Länge auf 124mm. Damit ist das Tamron 18-400mm natürlich kein Leichtgewicht, doch man muss immer im Hinterkopf behalten, dass man es hier mit einem 22,2-fachen-Zoomfaktor zu tun hat. Und vor diesem Hintergrund gehen Gewicht und Abmessungen durchaus in Ordnung.

Der Preis des neuen Objektivs soll sich auf 890 Euro belaufen. Erhältlich sein wird es ab Ende Juli 2017 für Canon und Nikon Kameras.

Quelle: Tamron

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

4 Kommentare

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  • Da haben wir sie wieder die „eierlegende Wollmilchsau“.
    Das Gewicht ist ja für diese Brennweitenabdeckung noch fast in Ordnung.
    Allerdings wer möchte auf einer Reise permanent so ein Gerät spazieren tragen?
    Unauffällig Bilder zu machen, bleibt da wohl nur ein Wunschgedanke.
    Und da sind wir wieder beim Thema: “ Die beste Kamera, ist die, welche man dabei hat.
    Schaut euch mal eure letzten 100 Bilder, okay von mir aus auch 500 Bilder, an
    und lasst sie mal nach Brennweite sortieren.
    Ich wette, über 60 % aller Bilder wurden mit fast einer Brennweite gemacht.
    (bei mir sind es übrigens ungefähr 80%)
    Deshalb lieber ein oder zwei lichtstarke Festbrennweiten kaufen und wir reden plötzlich über eine andere Fotografie. Es entwickelt sich eine „ Bildsprache“.
    Das die Qualität einer Festbrennweite auf einem anderen Niveau ist, braucht man wohl nicht extra erwähnen.
    Die Probleme waren bei den Riesenzoomobjektiven der Vergangenheit oft Vignettierungen im Weitwinkel, Verzeichnungen (Tonnenbildung), Abbildungsfehler der optischen Linsen so genannte CA´s (chromatische Aberrationen- lila Farbsäume), der Schärfebereich war im Randbereich kritisch, der Autofokus war oft langsam, weil er über den gesamten Zoombereich pumpte. Von einem schönen Bokeh und einer Freistellung wollen wir erst gar nicht sprechen.
    Früher waren Zoomobjektive über den Zoomfaktor 3 oft qualitativ nicht hochwertig.
    Hier muss man zugeben, dass es in jüngster Vergangenheit Verbesserungen gab.
    Und übrigens, ist haben nicht immer besser als brauchen.

  • Ob das jenseits 200 mm noch detailreich und brillant zeichnet?
    Bisher gab es neben dem Leica 5.6/14-150 mm FT kein einziges Objektiv, das einen guten Bogen zwischen Weitwinkel- und langer Tele-Brennweite spannen konnte.
    Selbst das vielgerühmte Tamron 16-300 mm verblasst doch jenseits 150 mm sehr stark.
    Da ist dann möglicherweise das neue Sigma 6.3/100-400 mm die bessere Alternative.

  • Ein kluger, bekannter Fotograf

    aus dem vorigen Jahrtausend hat gesagt man könne die ganze Welt mit nur einem Objektiv fotografieren!!!! Wobei er eine Festbrennweite meinte und kein Zoom.

    Im Jahr 2016 wurden weltweit 1,2 Billionen Fotos/Videos „geteilt“, das heißt versendet. 98% stammen von Handys und die haben kein Zoom.

    Wer sich selbst schon einmal bewusst mit nur zwei Festbrennweiten auf Fototour begeben hat staunt über sich selbst, weil er die besseren Fotos nach Hause gebracht hat.

    Zooms haben ihre Berechtigung bei Sport, Familien Feiern und ähnlichen Umständen wo einfach keine Zeit zum Objektiv wechseln ist.

    Das Tamron 18-400 als alleiniges „Kit“ Objektiv soll die Eier legende Woll Milch Sau sein. Das ist zwar verlockend, kann aber nicht wirklich über den gesamten Bereich funktionieren.

    Kann die Kamera interne Software das Objektiv erkennen und die kleinen Fehler automatisch heraus rechnen? Wenn nicht können die gängigen RAW Konverter das Tamron 18-400 erkennen? Wenn die das auch nicht können ist das Objektiv nicht in das jeweilige System integriert.

    Außerdem vermisse ich die Angabe zum Auflösungsverhalten über den gewaltigen Brennweitenbereich.

    Für fast 900 Euro kann der Interessent ebenso eine 1 Zoll Bridge Kamera mit bestens angepassten, ähnlichem Brennweiten Bereich kaufen.

    Ich bin jedenfalls auf die ersten Testberichte gespannt.