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Die fünf größten Schwächen der Canon EOS 6D Mark II

Jede Kamera hat Schwächen, auch die neue Canon EOS 6D Mark II. Wir haben ihre fünf größten Schwachstellen herausgesucht.

Canon EOS 6D Mark II Schwachstellen

Die Canon EOS 6D Mark II ist ohne Frage eine der spannendsten Neuheiten aus dem Hause Canon, die wir in den letzten Monaten zu Gesicht bekommen haben. Die Kamera kommt im Vergleich zur ihrer Vorgängerin mit einigen wichtigen Neuerungen daher, so verfügt sie beispielsweise über einen neuen Sensor, einen 45-Punkt-Autofokus und ein bewegliches Display.

Doch die Canon EOS 6D Mark II hat – wie jede andere Kamera auch – nicht nur Stärken, sondern auch Schwachstellen. Im Grunde ist das klar, denn die 6D Mark II kostet „nur“ rund 2.000 Euro und ist damit eine vergleichsweise günstige Vollformatkamera. Da ist es nachvollziehbar, dass Canon an der ein oder anderen Stelle gespart hat. Doch wo genau liegen denn die Schwächen der 6D Mark II? Und welche Kompromisse muss man als Kunde in Kauf nehmen? Wir haben die unserer Meinung nach fünf größten Schwachstellen der neuen DSLR herausgesucht.

1. Keine 4K-Videos

Schon die Canon EOS 5D Mark IV war und ist – sind wir ehrlich – keine tolle Videokamera. Dass die Canon EOS 6D Mark II, die deutlich günstiger als die 5D Mark IV ist, nicht auf einmal mit großartigen Videofunktionen zu überzeugen weiß, das war also vorprogrammiert.

Konkret bedeutet das, dass man mit der Canon EOS 6D Mark II beispielsweise keine Videos in 4K aufzeichnen kann. Außerdem streicht Canon den ALL-I Codec, den es bei der alten 6D noch gab. In diesem kleinen Punkt ist die 6D Mark II also gewissermaßen schlechter als die Vorgängerin. Von Dingen wie C-Log oder einem Full Pixel Readout muss man also gar nicht zu träumen anfangen.

Fazit: Die Canon EOS 6D Mark II ist nach heutigem Maßstab keine gute Videokamera. Auch wenn der Dual-Pixel-Autofokus und die höhere Bildwiederholrate bei Full-HD-Videos natürlich sehr nützliche Verbesserungen sind.

2. Nur ein SD-Slot

Die Canon EOS 6D Mark II kommt nur mit einem einzelnen SD-Slot daher. Der zweite Slot, den vor allem Profis als Absicherung schätzen, fehlt hier also. Wenn da mal etwas mit der Speicherkarte nicht in Ordnung war, ist die ganze Arbeit dahin, es gibt keine zweite Kopie.

3. Anordnung der AF-Messfelder

Dass die EOS 6D Mark II mit einem neuen Autofokus, ganzen 45 Kreuzsensoren sowie der Dual-Pixel-Technologie daherkommt, ist fantastisch – gar keine Frage! Doch wenn man sich die Anordnung der Autofokus-Messfelder anschaut, dann wird man feststellen, dass alle Messfelder sehr zentral angeordnet sind und nur einen vergleichsweise kleinen Bereich des Bildes abdecken:

Auch hier muss man ehrlich sein: Das machen andere Kameras teilweise besser!

4. Minimale Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde

In den meisten Situationen reicht eine minimale Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde, wie sie die Canon EOS 6D Mark II zu bieten hat, absolut aus. Doch hin und wieder, wenn man beispielsweise bei hellem Sonnenlicht mit einer sehr offenen Blende fotografieren möchte, dann kann es schon nützlich sein, wenn die Kamera 1/8.000 Sekunde schafft.

5. Kein Joystick

Zugegeben, der fehlende Joystick ist keine Schwachstelle, die so wirklich ins Gewicht fällt. Genauso gut hätten wir als fünfte Schwachstelle den fehlenden 100-Prozent-Sucher, den fehlenden Pop-Up-Blitz oder die Tatsache, dass die Canon EOS 6D Mark II keine UHS-II-Speicherkarten unterstützt, aufführen können. Doch wer schon mal eine Kamera mit Joystick benutzt hat, der weiß, dass man sich an dieses nützliche Bedienelement sehr schnell gewöhnt. Schade, dass die 6D Mark II ohne dieses daherkommt – doch ein wirklicher Beinbruch ist das wie gesagt nicht.

Fazit

Nur um das nochmal zu betonen: Die Canon EOS 6D Mark II ist keineswegs eine schlechte Kamera, ganz im Gegenteil. Doch bevor man viel Geld in eine neue DSLR investiert, sollte man sich eben auch bewusst machen, wo die Schwachstellen der jeweiligen Kamera liegen. Und die größten Schwächen der 6D Mark II sind unserer Meinung nach eben die fehlenden 4K-Videos, der fehlende zweite SD-Slot, die zentrale Anordnung der AF-Messfelder, die minimale Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde sowie der fehlende Joystick.

Was stört euch an der Canon EOS 6D Mark II am meisten?

Canon EOS 6D Mark II
Preis: 2.099,00€
Zuletzt aktualisiert am 22.07.2017
Mark Göpferich

Mark Göpferich

Student, freiberuflicher Redakteur und Gründer von Photografix, der seit einigen Jahren im Netz unterwegs ist und sich für beinahe alles begeistern kann, was irgendwie mit Technik zu tun hat.

37 Kommentare

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  • Der fehlende zweite Slot fehlt mir am meisten. Ich habe mich an die Sicherheitskopien gewohnt und fühle mich unsicher nur mit einer Karte. Aber sonst kommt die Kamera sehr f’lott daher. Dass sie im Videobereich nicht gerade „berauscht“, war zu erwarten. Offenbar hat Canon grundsätzlich entschieden, ihre Fotoapparate eher zurückhaltend mit Videofeatures zu versehen. Der Grund ist klar: Sie wollen ihre C-Videokameras verkaufen. Und bei mir haben sie es fast geschafft, ich schaue mir diese Woche die C200 an.

    • Fotoapparate zurückhaltend mit mit Videofeatures ausstatten finde ich völlig in Ordnung.
      Es fragt sich doch auch niemand warum man mit einer RED kein Portrait- oder Fashionshooting oder gar Motorsport fotografieren kann 😉

    • Hallo Andre, ich fotografiere seit 40 Jahren ohne Sicherheitskopie. Völlig belanglos. Ich verwende mehrere kleine Karten, die ich auf Touren wechsel. Damit sind meine Aufnahmen im Zweifelsfall sicher in der Tasche verstaut.
      Ich habe eine D30, eine D70 und werde mir die neue D6 kaufen.

      • Das ständige Wechseln der Karten ist z.B. bei der Hochzeitsfotografie weniger praktikabel, außerdem sind bei einer defekten kleinen Karte die Bilder dann auch weg. Ich sichere meine direkt per WLAN auf eine ext. HDD, einen Ausfall (SD Card) hatte ich bisher und war froh, dass die Bilder aus der Kirche auf der HDD waren.

  • Das man einen dreh- und schwenkbares Display eingebaut, aber kein 4K anbietet, ist doch schon ein Schwachpunkt. Das es dafür nur einen Steckplatz (neudeutsch Slot) für die Speicherkarte hat, dass stört mich dabei weniger!

    Ansonsten für 2000 € wenig Kamera für viel Geld! NO thank you!

    • Wenn man die 6D auch noch mit 4K bestückt hätte würde man sich doch ein wenig selbst Kanibalisieren in Bezug auf die MK4, oder?
      Das war schon die richtige Entscheidung, denn ansonsten ist sie doch hervorragend ausgestattet für den Preis – findest du nicht?

      • Ich finde die Preisspanne zwischen der 5D MK4 und der neuen 6D noch recht groß, da hätte sicher noch etwas an Funktionen oder Ausstattung reingepasst 🙂

      • „würde man sich ein wenig selbst Kanalisieren“ habe ich hier schon mehrfach gelesen, und ich finde es schade, dass die meisten Kunden diesen Folgefehler einfach so hinnehmen. Dieses Bild erinnert mich an das Spiel „Snake“ auf den alten Nokia Handys. Wenn die Schlange sich in den Schwanz beißt, ist sie vorher in die Falsche Richtung gelaufen. Für mich ist 4k heutzutage eine Selbstverständlichkeit die man erwarten darf, und dass dies zu ermöglichen ohne „Kanibalisierung“ nicht geht, ist für mich ein riesiger Fehler an Canons Politik.

  • Klar in der Ausstattungsliste sind einige Lücken – doch die Kehrseite der Medaille ist:
    Die Lücken werden nur von der 5DIV leidlich gestopft, denn der fehlt wiederum der voll bewegliche Monitor,
    der nicht nur bei 4K Video unersetzlich ist, sondern auch bei Macro, bei Stativarbeit, bei Tier- und Eventfotografie von großem Wert ist.
    Und die Lücken bei der 6DII sind sicherlich kaum jemandem 1600€ Aufpreis wert (wenn ich von diversen Angeboten aus GB absehe).

    Somit bleibt es wie es immer war, Canon will einfach keine voll ausgestattete Kamera anbieten.
    Und sogar Nikon, die es in den letzten Jahren immer schafften die besseren Kameras (besser ausgestattet, bessere Belichtung, besserer AF, besserer Sensor) zu bringen, scheitert bisher am vollbeweglichen Monitor und vor allem am schnellen Live-View mit Touch-Screen – also an einem Double-CMOS-Sensor.
    Das Gesamtpaket findet man im Vollformat nicht. Dazu muß man auf Fujifilm X-T2 oder GH5 oder E-M1II ausweichen und zahlt in jedem Fall rund 2000€.

    Bei Canon müßte man jetzt wieder Jahre warten bis eine 7DIII und dann eine 5DSRII und endlich eine 5DV erscheint – bei Canon wartet man immer und man wird immer schön unzufrieden gehalten.
    Das Angebot der 6DII ist ok, wenn der Preis deutlich unter 2000€ fällt.
    – Die fehlende 1/8000 wird man verschmerzen können (wer benutzt sie schon häufig – aufgrund des Lichts ist man ja bei schnellen Motiven schon froh 1/1000 zu erreichen).
    – Das Fehlen von 4K Video sehe ich eher als Vorteil.
    – Der fehlende Joystick ist lästig, aber kein Hinderungsgrund.
    – Die mittigen AF-Felder im Sucher sind doof, aber meist auch kein Problem, zumal es im Live-View ja anders zu geht.
    – Sogar der zweite Slot ist leicht zu verschmerzen, Kopien der Bilder sind meist ohnehin nicht wichtig und große Speicher verhindern das die Karte zu schnell voll wird.
    ABER, das es sich nur um einen SD-Speicher handelt und der nur langsam beschrieben und ausgelesen werden kann – das kann ein echter Abschreckungsgrund für mich sein.

    Ich werde warten, 2017 brauche ich keine neue Canon und 2018 ist Sportjahr, da muß Canon was bieten.

  • Das dort Hardware verbaut ist die mehr leisten kann als die Firmware zulässt ist schon weniger schön.
    Aber egal… es gibt ja noch Magic Lantern die sich sehr wahrscheinlich sehr auf die Kamera Stürzen werden und Mod´s herausbringen um mehr mit dieser Kamera machen zu können.
    Ich selbst hatte nur eine 1000D bis letztes Jahr und bin rüber zur Sony A7MII. Hier merkt man auch das die Kamera mit 1nen Akku nicht über den Tag kommt und sie Maximal 30 min Aufzeichnen, da die Thermische Belastung im Gehäuse zu hoch ist. Also kein Grund für die 6DMII sich verstecken zu müssen nur weil 4K fehlt!

    • Der Grund für die maximale Videoaufnahmezeit von 30 Minuten ist ein anderer: Wenn längere Videos aufgenommen werden können, handelt es sich nach Importrecht um eine Videokamera, und dann müssen andere Zölle gezahlt werden 😉

      • Und trotzdem wird die thermische Belastung in der A7 Reihe zu hoch beim Filmen mit 4K, bei der A9 sogar schon beim Shooten mit 20fps – das ist der Nachteil der kleinen Gehäuse.

  • Kompromissfähigkeit

    zieht sich wie ein roter Faden durch unser gesamtes Leben. Das nichts perfekt ist liegt an uns selbst. Jeder hat unterschiedliche Prioritäten deswegen hat die Industrie so viele unterschiedliche Kameras auf den Markt gebracht.

    Meine Wunschkandidatin produziert keiner. Ich hätte gerne eine echte digitale schwarz/weiß Kamera ohne Automatik Gedöns mit EF Bajonett, am liebsten im Vollformat. Kein Video, keine elektronischen Spielereien, kein WIFI, WLAN, GPS. Sie bräuchte nicht mal ein Display. Dafür sollte sie erschwinglich sein.

    Die kleinen „Schwächen“ einer EOS 6D Mark II sind für mich eher positiv zu sehen. Nur ein SD -Schacht – kann ich eventuell gelten lassen. 4K Video – muss nicht sein, AF Messfelder – schön zentral und übersichtlich eher ein Vorteil. Die 6D II ist kein Sportgerät sondern ein vernünftiger Einstieg in das VF.

    • Lieber Herr Proksch , im großen und ganzen schreiben Sie ähnlich, wie ich auch denke. Sie scheinen ein Profifotograf zu sein, deshalb der Wunsch nach einer SW Vollformat.
      ich bin „nur“ ein Hobbiefotograf, älteres Semester, der gelegtlich eigene Fotos in Büchern veröffentlicht, bislang waren das noch überwiegend analog aufgenommene Fotos.
      Für SW Fotos verwende ich noch meine analoge EOS 5 bzw. 300.
      Digital verwende ich bislang seit 2014 nur die „billige“ Einsteigerkamera EOS 1200.
      Aber die Fotos damit sind durchaus brauchbar, wenn man „etwas“ fotografieren kann.

      Die neue EOS 6II wäre für mich schon eine „Traumkamera“ , für sehr gute Fotos sicher geeignet -Video etc. brauche ich nicht, aber der Preis 2.000 € ist mir noch zu teuer, ich investiere dann lieber in gute Objektive, obwohl ich schon einige besitze, aber überwiegend noch ältere aus der analogen EOS Zeit, aber auch damit kann man noch fotografieren. Ich habe auch zu Analog Zeiten immer mit sogenannten Einsteiger EOS wie 850,1000, 500N, 300 gute Fotos gemacht und die analoge EOS 5 habe ich gebraucht gekauft und sie funktioniert immer noch einwandfrei.
      Wenn ich mir die Diskussionen hier ansehe, scheinen mir überwiegend Profifotografen oder sogenannte Semiprofis hier zu schreiben.
      Als Hobbiefotograf finde ich übrigens auch die neue EOS 200 für rund 500 € interessant, wie gesagt, lieber ein günstigeres Gehäuse und bessere Objektive, natürlich reizt mich auch eine digitale Vollformatkamera, aber da müsste der Preis günstiger sein, dafür Verzicht auf viel Schnickschnack, am besten eine Art digitale Nikon FM2 – natürlich von Canon, da ich seit Ende der 1980er Jahre nur noch mit Canon EOS fotografiere(eine analoge FM und FM2 hatte ich früher mal , aber heute ziehe ich Kameras mit AF (die Augen werden im Alter ja nicht besser) vor.
      Wenn da etwas auf den Markt käme bis maximal 1500,00 € würde ich mir vielleicht eine Vollformat Kamera kaufen

    • Für mich sind die zentral gelegenen AF Felder kein wirklicher Vorteil. Vieles wurde von der 80D übernommen, trotz der knapp 5 Jahre Entwicklungszeit. Die 1/8000s kürzeste Bel. Zeit leider nicht und auch die Blitz Sync von 1/250 nicht.
      Es gibt sehr viele Kunden die sogar gerne etwas mehr gezahlt hätten, wenn das ein oder andere Feature dafür nicht fehlen würde. Ich habe noch all meine Canon Cams, die alte analoge 500er, die 350D, die 1100D Astro, die 50D, 60D, die 5D MK II, die 7D MK I und die 6D. Bisher hat mir der Kauf einer Kamera nicht so viel „Probleme“ bereitet.
      Es fehlt vielen einfach ein Model, welches die Lücke und Preisspanne zur 5D MK4 füllt.

  • Eine 80D als Vollformat und das für 1000€ Aufpreis, nein danke.
    Vielleicht erscheint im nächsten Jahr dann die erwartete dslm mit vf und ef Bajonett. 😉

  • Das mit dem Video ist für mich in Ordnung, denn ich will fotografieren und nicht filmen.
    Ich habe die Videofeatures noch nie gebraucht.

  • Hallo Alfred Proksch,
    ich sehe das ähnlich.
    Meine Traumkamera wäre Voll oder ehr doch eine APSC Kamera, kein Schnikschnak, guter Autofokus,
    und vorallem leicht und kompakt.
    4 K brauche ich nicht.
    Schwenkbares Display schon,
    Sucher??? wenn der elektr. was taugt…..
    Was mich betrifft habe ich alle möglichen Objektive gekauft und stelle fest das die EOS 6d mit dem 24/70 f4 ca. 1,4 Kg wiegt, ich noch schnell ein 2,0 / 135 mitnehme, dann schon 2,1 Kg schleppe, die Tasche mit + 800 g, Ersatzbatterie, Filter u.s.w. der Rest an Optiken bleibt in jedem fall zu hause.
    Oft bin ich zu Faul.
    Also Kamera 500g, Topzoom 500g, damit kann ich leben.
    Hier fällt mir zur Zeit nur eine Sony / Zeiss kombi ein.

    • Hallo Roland! Du hast Recht, der fehlende 100-Prozent-Sucher sollte auf jeden Fall erwähnt werden, habe das gerade unter Punkt 5 ergänzt. Für mich persönlich sind die Punkte 1-3 am gravierendsten, danach ist es dann denke ich auch ein wenig Geschmackssache, ob man eher die 1/8.000 Sekunde, den Joystick, den 100%-Sucher usw. vermisst.

  • Lieber Mark, danke für die Zusammenfassung, der ich in weiten Teilen leider zustimmen muss. Ich habe mich lange auf die 6D Mark II gefreut und bin nun etwas ernüchtert. Einen Punkt hätte ich auch noch zu ergänzen: Nämlich dass keine USB III Schnittstelle verbaut wurde.

    Zum 5. Punkt habe ich eine Frage: Die EOS 6D hatte ja auch schon keinen Joystick. Aber konnte man da nicht zumindest die Funktion, einzelne Autofokuspunkte anzusteuern, auf das 8-Wege-Contoller-Pad legen? Ich gehe davon aus, dass das bei der Mark II auch so funktioniert!? Beste Grüße

    • Ich fühle hier wie in einem Sony oder mFT Forum. Die 6d ist eine hervorragende Kamera. Viele haben sie schätzen gelernt. Ein ausgezeichneter Sensor bei low light. OK keine Sport-Kamera aber sonst fehlte mir da nichts.
      Und die 6D ii wird wohl nicht schlechter sein.
      Aus meiner Sicht gibt es im Euro 2k Bereich, wer eine VF braucht, nicht soviel bessere.
      Ich freue mich auf den Touch LCD, den schätze ich sehr bei meiner mFT Olympus m5.

  • Wieso kein Joystick? ich selbst habe eine EOS 60D, die hat zumindest auf den Bildern das gleiche Steuerkreuz um die „Set“-Taste wie die 6D. Einen richtigen Joystick habe ich nie vermisst, da man auch mit dem Rad um das Steuerkreuz schnell durch Menüs blättern kann

  • Video ist mir egal. Mit meiner 6D mache ich Fotos. Ein Video habe ich noch nie gemacht. Eine kaputte SD Karte habe ich auch noch nie gehabt, aber ja, wäre ich Hochzeitsfotograf wäre mir mulmig dabei. Kann ich mir als professioneller Fotograf aber keine 5D leisten, mache ich auch was falsch.
    Wo ich enttäuscht bin ist die immer noch recht langsame Blitzsynchronisationszeit von 1/180s. Hatte da schon auf 1/200s gehofft.

  • Ich kann so manchen Kritikpunkt hier nicht nachvollziehen. Bei der 6D MK2 von Schwächen zu reden, ist etwas übertrieben. Es braucht doch eine Abgrenzung zur 5D MK4. Wer mit einer DSLR in 4K filmen will, muss halt die 4.000 € investieren. Vielmehr muss man sich da fragen, warum die keinen schwenkbaren Bildschirm hat.

    Für mich führt die 4K-Diskussion den Sinn einer DSLR etwas ad absurdum. Ich will fotografieren. Und da ist die 6D MK2 die bessere Wahl. Klar hätte auch ich mir einen zweiten Slot gewünscht, habe ihn aber glücklicherweise noch nie gebraucht oder vermisst.
    Was die Anordnung der AF-Felder angeht, stört mich das nur bedingt. Ich verlasse mich ohnehin nicht darauf sondern fokussiere immer gezielt, meist auf die Bildmitte und richte dann den Bildausschnitt ein.

    Bin bin gespannt wenn ich die 6D MK2 zum ersten mal in der Hand halten darf. Ich hab tatsächlich lange darauf gewartet, weil ich auf den großen Sensor umsteigen will und mir das AF-System der alten 6D zu veraltet war.

  • Dieses Schnickschnackgerede um mehr oder weniger Features einer Kamera regt mich auf. Butter bei die Fische, Welche Qualität, wie genau liefert eine Kamera Farbdifferenzierungen und Genauigkeit in bekannten Farbmodellen.
    Bis dato hat die „alte“6D ein Zeichen gesetzt. Die messbar geringsten Farbabweichungen gegenüber einer Vorlage unter Nnormlichtbedingungen. Keine andere Kamera anderer Marke hat diese Leistung vollbracht. Warum wird hier nicht über Fakten, sprich notwenigen Bildergebnissen gesprochen? Was nützt hinzu eine Pixelmanie, wenn es keine (kaum) hochauflösende Objektive gibt?
    Herr Göpferich, bitte geben Sie Ihren beiträgen mehr Inhalt, als mehr oder weniger die Hestellerdaten in nette Worte zu fassen.

    • Ich halte das Spiel mit Normlichtbedingungen und so weiter für eine Nische und für etwas, womit man Prahlen kann, was aber kein Laie und kaum ein Profi nach der Bildbearbeitung erkennen/ kritisieren wird! Von daher hielte ich den Bezug zu solchen Daten eher für Inhaltslos, zumal die 6dii ja nicht die alte Technik und somit womöglich auch nicht die Farbtreue behält (daher immer der Hinweis, man müsse weitere Tests abwarten). Für die allermeisten geht es heute nicht darum ein Bild genau so abzulichten, wie man es gesehen hat, sondern es so zu Bearbeiten, dass es die beste Wirkung erzielt und damit sind Normlichtbedingungen hinfällig (siehe Schwarzweißfotografie, Filter in der Landschaftsfotografie und die Anzahl der Leute, die Lightroom nutzen spricht auch für sich).

  • Da wären noch vor den oben angeführten Punkten schon zuerst der unsittliche Preis zu nennen (also dass der Body mit ~50% Deppensteuer belegt sein wird) und dass der Sensor vermutlich grade so mit dem Wettbewerb wird mithalten können, so wir noch 2014 hätten. Wir haben aber schon 2017!

    Wir dürfen annehmen, dass die D750, die K1, aber auch die Alpha 7(*) * das Ding ziemlich blamieren werden, aber das kennen wir ja von einem jedem Produkt dieses Herstellers schon seit einigen Jahren. Wir haben uns daran gewöhnt. Und hier haben ja augenscheinlich alle die überschaubare, aber bald unbezahlbare Highest-End-Profilinsen Kollektion, die als Alleinstellungsmerkmal überhaupt noch für Canon sprechen. Denn die Consumer-Grade-Scherben, die sich normale Leute eben leisten, die sind dort halt eben gar nicht besser, sondern neben einigen sahnigen Ausreißern oft sogar schlechter als der Wettbewerb. Für alle die jetzt sagen, dass der Fotograf doch das Foto mache, meine Zustimmung. Behaltet die alte und spart euch das Geld oder kauft euch noch ne geile kleine Fuji XT-2 für immer dabei! Aber hungert bitte langsam diesen unverschämten Hersteller aus. Das kann einfach nicht mehr angehen, langsam!

    Mal sehen, wie viele Artikel es zu dieser überholten Leutbescheißer-Kamera hier noch geben wird. Wenn ich an anderer Stelle von einem Götzendienst gesprochen habe, dann sehe ich mich in der Einschätzung bestätigt. Während in den Kommentarspalten des angelsächsischen Web nun ein empörter Shitstorm der wieder und wieder betrogenen Kunden über Canon hereinbricht, wie schon zur 5 Douche Mk IV, gibt es hier nur den üblichen verhaltenen Applaus eines SED-Parteitages, wie er auch bei einer Sitzung der Glaubenskongregation in Rom zu erwarten wäre. Status Quo bestätigt. Die beste Kamera ihrer Art und ihrer Zeit, wie jede Canon vor ihr!

    • Moin Tobi,

      die geile kleine X-T2 hat beinahe den selben LP wie die Canon, die es in kürze übers Netz eh für ca. 1.600 – 1.700 geben wird.

      Die 6D II ist keine Profikamera, es wird von manchen hier aber eine Profi Ausstattung abverlangt und gleichzeitig über den Preis gemeckert.

      Es ist eine Einsteiger Kamera ins Vollformat und für die Zielgruppe, den Amateur oder Halbprofi, ist Sie mehr als ausreichend.

      Einzig die Anordnung der Fokuspunkte stört mich auch ein wenig, aber auch so ist Sie für die Zielgruppe absolut ausreichend.

      Ansonsten habe ich bei den Kommentaren hier oft den Eindruck, der Autor denkt, wenn eine Kamera viel Spielkram hat, macht Sie auch automatisch bessere Bilder, Nonsens.

      Zur K1, sicher eine sehr gute Kamera, aber Pentax langt bei den Objektivpreisen mal so richtig hin und die Auswahl ist bescheiden.

      • Darin, dass eine Profiausstattung verlangt wird, kann ich nicht zustimmen. Denn das würde heißen, dass die momentan aufsteigenden Kamerahersteller im niedrigeren Preissegment fast ausschließlich Profiequipment anbieten. Ich denke, was in einem Preissegment an Funktionen verfügbar ist, wird vom Hersteller bestimmt, sollte aber mehr vom Markt gelenkt sein als es bei Canon momentan der Fall ist.

    • Tobi B, meinst du nicht auch, dass du mit deinen Kommentaren vielen Lesern schön langsam auf die Nerven gehst?
      Ich glaube, dass jeder Fotograf der 2000 Euro für eine Kamera ausgibt, genug Fachwissen mitbringt, sich für das eine oder andere Produkt zu entscheiden.
      Das Canon mit der 5D mk IV und jetzt mit der 6D mk II nicht die „Eierlegende Wollmilchsau“ präsentiert hat, ist wohl jeden noch so eingefleischten Canon Benutzer bewusst.
      Aber niemand wird so viel Geld für eine Kamera ausgeben, wenn er nicht davon überzeugt ist, dass diese Kamera für ihn die richtige Wahl ist.
      Obendrein muss es ja ohnehin nicht immer das neueste Modell sein, auch die in die Jahre gekommenen Kameras machen gute Bilder, wenn man eine gute Linse vorne drauf hat.
      Und bei der Vielfalt an Objektiven ist Canon neben Nikon eben führend.
      Was nützt mir die noch so gute Kamera, wenn ich nicht die richtige Linse für meinen Einsatzzweck habe.
      Dass Canon seine derzeitige Stellung ausnützt und entweder überteuerte Kameras oder Kameras mit großen Schwachstellen (z.B. Anordnung der AF-Messfelder) auf den Markt bringt stört mich auch.
      Daher werde ich, wie viele Andere, meine alte Ausrüstung weiterverwenden.

      Meine Person inbegriffen, glaube ich, dass die größte Schwachstelle jeder Fotoausrüstung ohnehin hinter der Kamera zu finden ist.

      An dieser Stelle noch einen Dank an Herrn Göpferich für die guten Berichte.

  • Ich muss immer ein wenig schmunzeln, wenn der angeblich völlig überteuerte Preis für diese ach so schlecht ausgestattete Kamera zur Sprache kommt. Man schaue sich vorher bitte mal auf dem freien Markt um, was da Kameras mit Kleinbildsensoren kosten. Die gibt es bei keinem Hersteller für 1000 Euro. Und aktuelle Straßenpreise mit der UVP einer Neukamera zu vergleichen …. kann man machen, ist halt nur bedingt sinnvoll.
    Wer fortgeschritten Fotografieren will, der findet wohl in der 6d2 eine robuste (staub- und spritzwassergeschützte) Kamera mit solidem Sensor und soliden Werten. Keine Vollformat-Spitzenklasse, aber das will eine Kamera für 2k EUR auch nicht sein.
    Wer meint mit 20% meht Fokusfeldabdeckung oder +0,5ev mehr Dynamikbereich die entscheidend bessen Fotos zu machen, zahle halt 1600€ mehr, wandere ab zur Konkurrenz und möge sich daran freuen, dass on diesem Land Glaubensfreiheit herrscht 🙂

    • Die Sony A7 kostet aktuell unter 1000€ 😉

      Von der Ausstattung ist die 6D2 ja eher ne Konkurrenz zur D750.
      Und die hat auch kein 4K, nur 15 Kreuzsensoren und 1/4000.
      Trotzdem ist das eine sehr gute Kamera, genau wie 6D2 eine gute Kamera sein wird. Was braucht ihr denn alles um Bilder zu machen?

  • Fotografie

    soll Spaß machen, sie soll Erinnerungen speichern, das erzeugte Bild soll eigentlich das „Kopfkino“ der Nutzer starten. Dazu genügt schon die mittelmäßige Abbildung einer Szene. Das ist, oder besser gesagt war, der Umsatzbringer für die Fotoindustrie. Diesen Part übernehmen heute die Smartphones, Bilder mit Freunden teilen, kein Problem. Aus dem Urlaub schickt man ein Selfi satt einer Postkarte. Diesen Nutzern geht es nicht um Fototechnik sondern um ein leicht erstellbares Bild/Video als Erinnerung.

    Leider versucht die Fotoindustrie immer noch verzweifelt diese unwiederbringlich verlorene Kundschaft mit diversen elektronischen Spielereien zurück zu gewinnen.

    Die Kernkompetenz von Canon, Fuji, Nikon, Pentax liegt in der Herstellung von Foto Geräten und optischen Systemen. Bei Panasonic, Sony liegt sie im elektronischem Bereich.

    Die „alten“ Hersteller fühlen sich an Anschlüsse gebunden weil sie befürchten Kundschaft zu verlieren wenn sie neue Wege gehen.

    Der ambitionierte Kunde/Fotograf erwartet neben dem konventionellen System echte neue innovative Produkte bei denen die Vorteile der neuen Technik voll genutzt werden können. Auf den Punkt gebracht hat das Panasonic mit seiner neuen GH5. Eigentlich eine Videokamera bei der Video Sequenzen für nützliche bisher nicht mögliche Fotofunktionen genutzt werden. Bravo!!

    Worauf wartet Canon noch?

  • Die Frage ist, ist der neu hinzugekommene Klapp/Touchmonitor wirklich 600 Euro Aufpreis gegenüber einer 6D wert. Für mich nicht, ich bleibe einfach bei der 6D Mk 1 !:)

    • Es gibt schon noch ein paar Features mehr als den Klappmonitor
      – 6 statt 4fps
      – neuer Sensor der ca. 1.5 – 2 Blenden mehr Dynamikumfang hat
      – DIGIC7 Prozessor – ca. 1.5 Blenden weniger Rauschen trotz mehr MP
      – DualPixel AF
      – 11 AF Felder, davon 1 Kreuz zu 45 AF Felder, davon 45 Kreuz
      – neue Belichtungsmessung
      – etc.

      Ich glaube nicht das die 600€ im Monitor stecken – was man auch nicht vergessen sollte, als die 6D Mark1 vorgestellt wurde hatte sie den gleichen Preis 😉