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Die fünf größten Schwächen der Canon EOS 6D Mark II

Jede Kamera hat Schwächen, auch die neue Canon EOS 6D Mark II. Wir haben ihre fünf größten Schwachstellen herausgesucht.

Canon EOS 6D Mark II Schwachstellen

Die Canon EOS 6D Mark II ist ohne Frage eine der spannendsten Neuheiten aus dem Hause Canon, die wir in den letzten Monaten zu Gesicht bekommen haben. Die Kamera kommt im Vergleich zur ihrer Vorgängerin mit einigen wichtigen Neuerungen daher, so verfügt sie beispielsweise über einen neuen Sensor, einen 45-Punkt-Autofokus und ein bewegliches Display.

Doch die Canon EOS 6D Mark II hat – wie jede andere Kamera auch – nicht nur Stärken, sondern auch Schwachstellen. Im Grunde ist das klar, denn die 6D Mark II kostet “nur” rund 2.000 Euro und ist damit eine vergleichsweise günstige Vollformatkamera. Da ist es nachvollziehbar, dass Canon an der ein oder anderen Stelle gespart hat. Doch wo genau liegen denn die Schwächen der 6D Mark II? Und welche Kompromisse muss man als Kunde in Kauf nehmen? Wir haben die unserer Meinung nach fünf größten Schwachstellen der neuen DSLR herausgesucht.

1. Keine 4K-Videos

Schon die Canon EOS 5D Mark IV war und ist – sind wir ehrlich – keine tolle Videokamera. Dass die Canon EOS 6D Mark II, die deutlich günstiger als die 5D Mark IV ist, nicht auf einmal mit großartigen Videofunktionen zu überzeugen weiß, das war also vorprogrammiert.

Konkret bedeutet das, dass man mit der Canon EOS 6D Mark II beispielsweise keine Videos in 4K aufzeichnen kann. Außerdem streicht Canon den ALL-I Codec, den es bei der alten 6D noch gab. In diesem kleinen Punkt ist die 6D Mark II also gewissermaßen schlechter als die Vorgängerin. Von Dingen wie C-Log oder einem Full Pixel Readout muss man also gar nicht zu träumen anfangen.

Fazit: Die Canon EOS 6D Mark II ist nach heutigem Maßstab keine gute Videokamera. Auch wenn der Dual-Pixel-Autofokus und die höhere Bildwiederholrate bei Full-HD-Videos natürlich sehr nützliche Verbesserungen sind.

2. Nur ein SD-Slot

Die Canon EOS 6D Mark II kommt nur mit einem einzelnen SD-Slot daher. Der zweite Slot, den vor allem Profis als Absicherung schätzen, fehlt hier also. Wenn da mal etwas mit der Speicherkarte nicht in Ordnung war, ist die ganze Arbeit dahin, es gibt keine zweite Kopie.

3. Anordnung der AF-Messfelder

Dass die EOS 6D Mark II mit einem neuen Autofokus, ganzen 45 Kreuzsensoren sowie der Dual-Pixel-Technologie daherkommt, ist fantastisch – gar keine Frage! Doch wenn man sich die Anordnung der Autofokus-Messfelder anschaut, dann wird man feststellen, dass alle Messfelder sehr zentral angeordnet sind und nur einen vergleichsweise kleinen Bereich des Bildes abdecken:

Auch hier muss man ehrlich sein: Das machen andere Kameras teilweise besser!

4. Minimale Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde

In den meisten Situationen reicht eine minimale Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde, wie sie die Canon EOS 6D Mark II zu bieten hat, absolut aus. Doch hin und wieder, wenn man beispielsweise bei hellem Sonnenlicht mit einer sehr offenen Blende fotografieren möchte, dann kann es schon nützlich sein, wenn die Kamera 1/8.000 Sekunde schafft.

5. Kein Joystick

Zugegeben, der fehlende Joystick ist keine Schwachstelle, die so wirklich ins Gewicht fällt. Genauso gut hätten wir als fünfte Schwachstelle den fehlenden 100-Prozent-Sucher, den fehlenden Pop-Up-Blitz oder die Tatsache, dass die Canon EOS 6D Mark II keine UHS-II-Speicherkarten unterstützt, aufführen können. Doch wer schon mal eine Kamera mit Joystick benutzt hat, der weiß, dass man sich an dieses nützliche Bedienelement sehr schnell gewöhnt. Schade, dass die 6D Mark II ohne dieses daherkommt – doch ein wirklicher Beinbruch ist das wie gesagt nicht.

Fazit

Nur um das nochmal zu betonen: Die Canon EOS 6D Mark II ist keineswegs eine schlechte Kamera, ganz im Gegenteil. Doch bevor man viel Geld in eine neue DSLR investiert, sollte man sich eben auch bewusst machen, wo die Schwachstellen der jeweiligen Kamera liegen. Und die größten Schwächen der 6D Mark II sind unserer Meinung nach eben die fehlenden 4K-Videos, der fehlende zweite SD-Slot, die zentrale Anordnung der AF-Messfelder, die minimale Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde sowie der fehlende Joystick.

Was stört euch an der Canon EOS 6D Mark II am meisten?

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Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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