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Vorsicht: So kann die Sonne eure Kamera zerstören

Ihr plant eine Sonnenfinsternis zu fotografieren? Dann ist Vorsicht geboten, denn die Sonne kann eure Kamera beschädigen.

Totale Sonnenfinsternis in den USA

Morgen, am 21. August 2017, wird ein Naturspektakel der besonderen Art stattfinden. Die Rede ist von einer totalen Sonnenfinsternis, in deren Genuss aber leider nur die Menschen in den USA kommen werden. Doch es sei den Amerikanern gegönnt, denn ein solches Spektakel konnte dort zuletzt im Jahr 1918 bewundert werden.

In Europa wird die totale Sonnenfinsternis nicht sichtbar werden, lediglich in einigen wenigen Ländern (nicht in Deutschland) soll am Montag Abend eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein.

So kann die Sonne die Kamera beschädigen

Bezug nehmend auf die kommende Sonnenfinsternis haben die Jungs von „Everything Photography“ nun getestet, ob die eigene Kamera beschädigt werden kann, wenn man die Sonne fotografiert. Das Ergebnis ist eindeutig: Ja, die Sonne kann die eigene Kamera beschädigen und im Extremfall sogar den Sensor komplett zerstören und die Kamera quasi schmelzen. Die Regel ist das jedoch nicht, doch dazu gleich mehr, werfen wir zunächst einmal einen Blick auf das Video:

Unglaublich, welche enorme Kraft die Sonne hat. Generell sollte man sich also merken: Wenn man die Sonne bzw. eine Sonnenfinsternis fotografieren möchte, sollte die Kamera immer mit einem Schutzfilter ausgestattet werden. Ein normaler ND-Filter reicht hier nicht aus, vielmehr ist es empfehlenswert, mit etwas Sonnenschutzfolie selbst einen Filter zu basteln. Dazu beispielsweise mit etwas Pappe das Objektiv „verlängern“ und dann vorne die Schutzfolie anbringen.

Des Weiteren sollte man – auch mit Schutzfilter – nach Möglichkeit immer den LiveView verwenden und nicht direkt in die Sonne schauen, um die Augen zu schützen.

Video zeigt Extremfall

Allgemein sollte man natürlich immer auf Nummer Sicher gehen und seine Augen sowie die Kamera schützen, doch es muss auch erwähnt werden, dass im Video ein absoluter Extremfall „inszeniert“ wurde. Hier kommt ein 400mm Objektiv ohne Filter zum Einsatz, es wird auf eine offene Blende gesetzt und die Verschlusszeit beträgt 6 Sekunden. Mit diesen Einstellungen würde man im Normalfall natürlich nicht fotografieren, schon gar nicht die strahlende Sonne.

Habt ihr schon mal eine Sonnenfinsternis fotografiert? Falls ja verlinkt gerne eure Bilder in den Kommentaren!

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

1 Kommentar

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  • Die letzte Sonnenfinsternis in Süddeutschland war am 11. August 1999, nach stundenlanger Fahrt auf Nebenstrassen – die Autobahnen waren komplett dicht durch die Schaulustigen, die eine wolkenfreie Stelle suchten – hatten wir durch Glück und Zufall im Elsass südlich von Strassburg eine wolkenfreie Stelle gefunden. Leider hatte ich damals noch keine Digitalkamera, sondern nur eine Nikon F2 mit einem 50mm Objektiv, was dann für diesen Zweck zu entsprechenden Bildern führte. Selbst einen Fotowettbewerb auf dem Dorf würde man damit nicht gewinnen. Habe allerdings erst fotografiert, als die Sonne komplett durch den Mond verdeckt war und nur noch die Corona zusehen war. Die Bilder wirkten wie schwarzweiss Aufnahmen.