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10 Gedanken zur OM System OM-3: Die perfekte Retro-Kamera?

Gedanke 8: Farbprofile könnten einsteigerfreundlicher sein

Bei der OM-3 übernimmt OM System ein Einstellungsrad von einer älteren Olympus-Kamera. Das Einstellungsrad für die Bildstile an der Vorderseite gab es schon bei der Olympus Pen-F und wurde von vielen Fans im Vorfeld gefeiert. Im Alltag zeigt sich allerdings auch, dass OM System sich ein wenig bei der Konkurrenz hätte inspirieren lassen sollen.

Ganz grundlegend erreicht man über das Wahlrad vier Menüs. Zwei von denen sollen filmähnliche Stile simulieren und erlauben die Konfiguration von vier farbigen und vier monochromen Profilen. Diese lassen sich jeweils über ein Farbwahlrad in den Bildkontrasten sowie in Vignetten und Körnung sowie einigen weiteren Einstellungen anpassen. Über die weiteren beiden Einstellungen können wir das gesamte Bild in eine bestimmte Farbe tauchen oder 31 verschiedene künstlerische Stile anwenden. Zusammen mit jeweils neun Effekten ergeben sich schon in diesem Menü genau 279 Einstellungsmöglichkeiten.

Diese Vielfalt ist fantastisch, um die JPEGs in der Kamera an die eigenen Vorstellungen anzupassen. Im Testzeitraum habe ich mir zwei Profile angelegt und war wirklich zufrieden mit den Fotos. Allerdings finde ich das Einstellrad deutlich weniger intuitiv als etwa die Filmsimulationen von Fuji, die sich stärker an bekannten Fotofilmen orientieren. Was ich im Testzeitraum nicht ausprobieren konnte, war die Community-Funktion von OM System. Über das OM Workspace können Nutzer und Nutzerinnen eigene Profile teilen. Ich schätze, dass hier zukünftig bekannte Filme nachgemacht und angeboten werden.

Ein Kritikpunkt bleibt dann aber trotzdem: Stellen wir das vordere Bildstil-Wahlrad um, öffnet sich ein Menü. Schließen wir dieses, ist es ein wenig umständlich, wieder dahin zurückzukommen. Dafür müssen wir die OK-Taste drücken und das Menü für Bildstile ansteuern. Hier hätte ich es praktisch gefunden, wenn OM System das Wahlrad von der Pen-F so angepasst hätte, dass es auch noch als Knopf dient.

Gedanke 9: OM-3 ist ein Konversationsstarter

Eine Kleinigkeit, die ich aber ganz nett fand: Die OM-3 sorgt aktuell noch für viel Aufmerksamkeit. Ich wurde mehrmals gefragt, ob die Kamera eine Analogkamera oder eine Digitalkamera sei. Und auf der Straße fiel mir auf, dass viele Blicke runter zur Kamera gingen.

Aus Prestigegründen ist mir das natürlich egal – ich spreche aber ganz gerne mit Menschen über Fotografie. Und zufällige Gespräche passierten mir mit der OM-3 deutlich häufiger als mit meiner Sony.

Gedanke 10: Aktuell ist sie noch ein wenig zu teuer

Mein zehnter Gedanke soll alle Kritikpunkte ein wenig zusammenfassen. Denn ich möchte noch einmal auf den Preis der OM-3 eingehen, der ja laut UVP bei 1.999 Euro liegt.

Einerseits gefiel mir die OM-3 wirklich gut. Die Kamera ist ein besonders schönes Stück Technik, das man gerne mitnimmt. Sie bietet modernste Funktionen für den Autofokus, Bildstile, Aufnahmemöglichkeiten und liefert eine sehr gute Bildqualität. Das alles bekommen wir in einem besonders hochwertigen Gehäuse und in einem etablierten Ökosystem. Ein kleiner Vorteil bei MFT-Sensoren ist zudem, dass sich sehr viele Objektive an den kleineren Sensor adaptieren lassen. Analoge Objektive können an der Retrokamera noch einmal besonders viel Spaß bringen.

Gleichzeitig ist der Preis für eine Retro-Kamera mit Alltags-Einsatz aber recht hoch angesetzt. Günstigere Retro-Modelle bieten mitunter eine ähnliche Bildqualität und reichen etwa Familienfotografen für Erinnerungen genauso gut aus. Professionelle Anwender werden womöglich eher zur OM-1 Mark II greifen, die einen Handgriff und einen besseren Sucher bietet.

In meinem Testzeitraum musste ich zudem immer wieder an meinen Vollformat-Kameravergleich aus dem letzten Jahr denken. Für unter 2.000 Euro gibt es bereits sehr gute Vollformatkameras mit professionellen Ansprüchen, die eine bessere Bildqualität bieten.

Wirklich richtig interessant wird die OM-3 daher meiner Meinung erst mit Rabattaktionen oder Cashback-Aktionen, durch die der Preis fällt. Micro-Four-Thirds-Objektive sind zudem ein wenig günstiger als Vollformatlinsen, was ein weiterer Kostenvorteil ist.

Aktuell empfehle ich sie vor allem denjenigen, die sich von schönen Dingen begeistern lassen und dafür auch gerne ein bisschen mehr zahlen. Die OM-3 motiviert einen mit dem schönen Handgefühl und dem schicken Look zum Fotografieren und das sollte man neben Bildqualität und Preis-Leistung mitdenken. Als schöne Zweitkamera für Menschen im MFT-System bietet sie sich natürlich ebenfalls an.

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Hinweis: Bis zum 31. März 2025 läuft eine Einführungsaktion für die OM-3.

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29 Kommentare
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chris XX

Bin grade dabeimir für meine A1 ein Digitalrückteil zu bauen.
(;-ooo)

Mirko

mach das bitte kompatibel mit der AE1 dann kaufe ich Dir eins ab 📷

chris XX

… ist doch die gleiche Rückwand …
(;-))
Gruß Chris

Mirko

… na dann gib Gas … 😂

chris XX

… gut ding will weile haben …
Gruß Chris

Mirko

PS: wäre gerne beim Projekt behilflich gewesen, leider habe ich momentan wichtigeres zu erledigen 😢
https://ibb.co/hx0QNpHG
Bei diesen Wetter MUSS man sein Feierabend – Guinness einfach draußen genießen, ich weiß DU verstehst das 😂

chris XX

… ja das verstehe ich vollkommen. Ich muß die Arbeit ab morgen mittag auch unterbrechen; aus dem gleichen Grund.
Aber das Glas ist nicht stilecht, Gunisses aus einem Pilsener Urquell Glas zu trinken, ne, ne. Geht nicht. Da muß ich dich tadelen (hab aber auch keine Gunisses Gläser; sollte also auch nicht zu laut tadeln).
Gruß Chris

Mirko

… dein Tadel ist berechtigt 🫣 Muss mir mal ein “Guinness Glas” zulegen ✌️

Rene Stämpfli

Super, suche schon lange ein Digitalrückteil für meine Voigtländer ComPur https://www.pixograf.com/home/52506826-728076-photo-12

Mirko

… schade das der Pfeil vom wesentlichen wegleitet und nicht hinleitet, also der Kamera 🤪 Sehr coole Fotos 👍

Rene Stämpfli

Die Idee war ursprünglich eine andere, aber Danke für den Tip. Werde bei Gelegenheit die Idee aufgreifen.

Mirko

obwohl die Idee eine andere war um so mehr ist Dir die nicht Idee gelungen 📷 Suchst Du immer nach Doppelgängern ? Bei einer Dame musste ich sofort an Salma Hayek denken und bei der Anderen an Tilda Swinton 🤔

Thomas Nordsee

Ich schaue gerne in die Bilder hinein… klasse! Schade, dass ich bei der Fotografie „menschenscheu“ bin… Portraits mache ich nur selten. Aber deine Fotos motivieren…

chris XX

Ich schließe mich Mirko voll und ganz an.
Gruß Chris

joe

Klasse Fotos, trotz (oder wegen?) Sony Kameras! 🙂

Rene Stämpfli

“… trotz (oder wegen?) Sony Kameras!”
Nein, die meisten Aufnahmen können auch mit anderen Kameras gemacht werden. Aber der GS hilft in kritischen Situationen, wenn die Blitz Synchronzeit oder Banding ein Problem sind.

Henry

Ich durfte die OM-3 ein Woche lang testen. Sie hat mir gut gefallen. Es ist eine gute Kamera. Ein Haar in der Suppe findet man bei jeder Kamrea, also auch bei der OM-3.

WRDS

Das Design stammt nicht aus den 80ern sondern von der OM-1 von 1972.
Nette Kamera aber bis jetzt konnte ich mich nicht zu einem Kauf überwinden.

MFPhoto

Ein Rauschproblem gibt es nicht
Der Sensor ist DER beste MFT-Sensor – konkurrenzlos für Fotos
Der Sucher in der 3 ist erheblich schlechter.

Thorsten

Der beste Sensor wofür ist die entscheidende Frage.
Stacket Sensoren, wie bei der OM3, lassen sich sehr schnell auslesen, haben aber Nachteile in der Dynamik.
So ist hat der neue MFT- Sensor in der Lumix G9-II, zwar Nachteile in der Auslesegeschwindigkeit, gegenüber der OM1/OM1-II/OM3, aber Vorteile in der Dynamik und mit 25 Mpix die etwas höhere Auflösung, siehe DXO.
Auch das Fotomagazin stuft die Bildqualität des Sensors der G9-II höher ein, als bei den Sensoren in der OM1/OM1-II.
Bei Aktion- Aufnahmen ist ein Stacked- Sensor sicher besser geeignet, bei Landschaften und allgemein kontarstreichen Situationen der Sensor der Lumix G9-II.

MFPhoto

Das scheint mir aber, wie so oft, Haare gespalten zu sein.
Auf die Dynamik pfeife ich, wenn ich mein Motiv nicht richtig scharf und im richtigen Sekundenbruchteil eingefangen habe.
Das wird hier immer gerne falsch auf das Treppchen gehievt, die ganze Diskussion um Dynamik (wenn man richtig belichtet und auf zu krasse Motive verzichtet – bzw. Sie aufhellt – braucht man nicht darüber nach zu denken) sogar eine Sony 9III schneidet da schlechter ab als eine 1II. Das ist für mich albern darüber zu diskutieren.
Es ist ganz einfach, brauche ich ein Höchstmaß an Dynamik, vergleiche ich nicht zwischen MFT Kameras sondern besorge mir eine Mittelformat.
Anders betrachtet, ist aber die teuerste u schnellste VF-Kamera kaum wirklich schneller als die erheblich preiswertere MFT Kamera!

MFPhoto

Und noch etwas kommt mir in den Sinn, ich mag keine kalten Metallkameras mehr in der Hand haben, sie verkratzen und verbeulen leichter und stecken Stürze meist nicht gut weg.

Thorsten

Das hängt doch sehr von den bevorzugten Motiven ab.

Thorsten

Vorweg: Ich fotografiere mit MFT und L- Mount. Mit MFT schon seit der EM5-I, nach meinem Umstieg von Nikon DSLR. Mit L- Mount seit der S1. Inzwischen nutze ich zu ca 80% L- Mount. Wegen besserer Handhabung, Bildqualität bei “schlechten” Lichtverhältnissen, sowie deutlich größerem Bearbeitungspotential in den RAW- Daten. MFT nutze ich in 1. Linie für Makros und auf Rad- und Wandertouren, wenn es sehr auf Größe und Gewicht ankommt. Die OM3 werde ich mir definitiv nicht kaufen. Bei einen adäquaten Nachfolger der PenF würde ich ins Grübeln kommen, wenn der Kundendienst bei OMDS sich bessern würde. Mich stört an der OM3: Die Gehäusegröße, könnte geringer ausfallen, wie bei der PenF, oder GX9, für Jackentaschen. Der niedrig auflösende Sucher. Mag sein, das er trotzdem ganz o.k. ist. Aber ich fokussiere auch gern mal manuell, besonders bei Makros und dann kann man mit einem höher auflösenden Sucher, die Schärfeebene ohne HIlfsmittel einfach besser erkennen. Der fehlende Joy- Stick Statt des kleinen 4- Wege Steuerkranzes auf Rückseite einen Steuerkranz mit zusätzlichem Drehrad, wie bei Panasonic oder Canon, verbessert für mich die Handhabung einer Kamera deutlich. Fehlende Taste auf der Vorderseite, die sich als klassische Abblendtaste konfigurieren lässt. Der Preis. Für eine deutlich… Weiterlesen »

Wolfgang Keppler

Mit der OM 3 geht es mir wie mit der Nikon ZF. Sie gefällt mir, ist mir aber ohne einen Handgriff zu unpraktisch – und außerdem zu teuer. Eine OM 1 Mark 2 ist mit Rabattaktionen günstiger als die OM 3. Nur ist die OM 1 II mit Pro-Objektiven schon wieder so groß schwer, dass ich dann doch lieber die Vollformat-Nikon oder ebene eine APSC-Nikon in die Tasche packe. Solange das so ist, bleibe ich im Mft-Kosmos lieber bei meiner Pana G110 und eben ohne Pro-Objektive. So habe ich eine echte Gewichts- und Größenalternative zu meiner Nikon-Ausrüstung.

christian

Sorry aber das Retrodesign ist offensichtlich 70er Jahre und nicht 80er Jahre. In den 80ern wäre dieses Design total out gewesen. Sich mit der Materie vorher auseinanderzusetzen bevor man Reviews schreibt ist aber heutzutage wohl zuviel verlangt.

Rolf Carl

Wieviel Retro braucht es eigentlich noch? OM würde besser mal in einen zuverlässigen Service investieren und klar kommunizieren, dass es ihnen ernst ist mit der Weiterführung des Unternehmens.

Thorsten

Gegen Retro hab ich nichts, wem´s gefällt.
Aber mit dem mangelhaften Service von OM-System, bin ich ganz bei dir.

siegfried Muche

Danke für den Test! Könnte gut passen für mich. Ich habe momentan die Pen-F mit welcher ich hochzufrieden bin. Leider ist sie mir aus dem Auto gefallen und der Deckel für Batterie und Speicherkarte geht nicht mehr auf 🙁 Deshalb bei Totalschaden die Überlegung zur OM-3 (Hab noch eine analoge OM-2). Leider ist auch bei der OM-3 die Verschlusskappe auch sturzgefährdend platziert. Deshalb schwanke ich noch. Für Arbeit mit größeren Objektiven wäre die OM-3 sicherlich die bessere Wahl, sieht mit mit Pen-F eher unharmonisch aus.

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