Marktgeschehen

Flickr geht gegen Karteileichen vor und löscht Konten

Wer sich bei Flickr registriert und danach nie etwas hochgeladen hat, sollte aufmerksam werden. Die Plattform beginnt mit dem Aufräumen.

Flickr entfernt künftig kostenlose Konten, die nie benutzt wurden. Das hat die Fotoplattform am 15. Juli 2026 im eigenen Blog angekündigt. Betroffen sind ausschließlich Gratis-Accounts, die seit mindestens 90 Tagen inaktiv sind und weder Fotos noch Kommentare, Favoriten oder Gruppenaktivität enthalten.

Leere Konten als Sicherheitsrisiko

Als Grund nennt Flickr die Sicherheit. Leere, schlafende Konten seien “ein Ziel für böswillige Akteure”, schreibt das Team und führt Kontoübernahmen, Spam und Missbrauch als konkrete Gefahren an. Millionen ungenutzter Konten im System bedeuteten unnötige Angriffsfläche für die Plattform und damit auch für die aktive Community.

Weil die betroffenen Konten keinerlei Inhalte tragen, fällt beim Löschen wenig an: im Wesentlichen eine E-Mail-Adresse, ein Nutzername und die Zugangsdaten. Wer Bilder hochgeladen oder auch nur kommentiert hat, ist von der Aktion nicht betroffen.

Zeitplan bis zur Löschung

Flickr geht in Stufen vor. 30 Tage nach der Ankündigung, also ab Mitte August, sperrt die Plattform die betroffenen Konten. Weitere 14 Tage später werden sie endgültig gelöscht, sofern niemand sie zurückfordert.

Um das zu verhindern, reicht ein Login bis zum 31. August auf flickr.com. Ist ein Konto bereits gesperrt, lässt es sich über den Support bei flickrhelp.com zurückholen.

Die Maßnahme reiht sich in eine Serie von Änderungen für Gratis-Nutzer ein. Seit Mai 2025 können kostenlose Konten Bilder nur noch bis 1.024 Pixel herunterladen, zuvor gab es Anpassungen an den Nutzungsbedingungen. Parallel versucht die Plattform, mit Funktionen wie einer neuen Discover-Seite für Fotogruppen die aktive Community zu stärken.

Wie viele Konten am Ende verschwinden, hat Flickr nicht beziffert. Für die Nutzerzahlen der Plattform dürfte der Effekt spürbar sein, für die tatsächlich aktive Community dagegen kaum.

via: DIYPhotography

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1 Kommentar
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Stefan Zimmermann

Flickr ist für mich das Facebook für Fotografen. Welche Plattform kann sonst unbegrenzt große Fotos hochladen? Auch über 250 Megapixel sind kein Problem. Instagram, Facebook usw. haben für mich eher kleine Briefmarken als Vorschauen oder eine extreme Komprimierung, wodurch die Bildqualität stark leidet. Auch beim Datenschutz und den AGB finde ich Flickr jetzt nicht besonders problematisch. Bei einem Konzern wie Meta sehe ich das deutlich kritischer. Eine wirkliche Alternative zu Flickr kenne ich nicht – außer der eigenen Webseite. Aber dort ist man viel weniger mit anderen Usern verbunden und die Interaktion mit Fotografen ist deutlich geringer als auf Flickr. Besonders interessant finde ich auf Flickr die Gruppen. Einige werden sehr streng und engagiert verwaltet. Dort werden nur Fotos freigeschaltet, die den Qualitätsansprüchen der Gruppe entsprechen. Bei manchen Gruppen kann man auch nicht einfach beitreten, sondern muss sich erst beweisen oder wird sogar eingeladen. Solche Gruppen haben dementsprechend oft eine deutlich höhere Qualität. Dort sind Fotografen unterwegs, die wirklich mit Herzblut dabei sind und nicht einfach jedes beliebige Bild hochladen. In manchen Gruppen sind dann 90 von 100 Fotos ein echter Hochgenuss. Genau das macht Flickr für mich so wertvoll. Man findet dort praktisch alles – jede Nische, jedes Spezialgebiet,… Weiterlesen »

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