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Sony: 180-Megapixel-Sensor für das Mittelformat angeblich bereit für die Serie

Sonys neuer Mittelformatsensor soll reif für die Serienproduktion sein. Profitieren dürften davon vor allem andere Hersteller.

Spiegellose Mittelformatkameras wie die Fujifilm GFX100S II oder die Hasselblad X2D II 100C lösen seit Jahren mit rund 100 Megapixeln auf. Sony soll bald einen Mittelformatsensor mit 180 Megapixeln vorstellen. Für alle, die Landschaft, Architektur oder Studioaufnahmen fotografieren und viel Spielraum beim Zuschneiden wollen, wäre das ein deutlicher Sprung.

Laut Sonyalpharumors ist der Sensor inzwischen bereit für die Massenproduktion. Technische Daten liegen noch nicht vor. Der Kollege vermutet einen teilweise gestapelten Sensor, bei dem ein Teil der Ausleseelektronik in einer eigenen Schicht hinter den Pixeln sitzt und das Bild schneller ausgelesen wird. Damit könnte das Mittelformat “technisch zu den besten aktuellen Vollformatsensoren aufschließen”.

Fujifilm und Hasselblad als wahrscheinliche Abnehmer

Dass daraus eine eigene Sony-Kamera wird, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Hersteller wie Fujifilm und Hasselblad nutzen bereits heute Sony-Sensoren im Format von rund 44 x 33 mm, und genau dieses Format war schon bei den ersten Berichten im Januar genannt worden.

Auf gleicher Fläche würden die Pixel deutlich kleiner ausfallen. Bei einem Sensor von 43,8×32,9 mm ergibt sich ein Pixelabstand von etwa 2,8 Mikrometern, die X2D II 100C kommt auf 3,76 Mikrometer. Aufs Vollformat übertragen entspräche diese Pixeldichte rund 107 Megapixeln. Objektive, Speicherkarten und Rechner müssten entsprechend mithalten.

Phase One hält bisher den Auflösungsrekord

Die höchste Auflösung bei aktuellen Mittelformatkameras liefert bislang die Phase One IQ4 mit 151 Megapixeln, allerdings auf einem größeren Sensor von 53,4 x 40 mm. Sony selbst hat mit dem IMX811 bereits einen 247-Megapixel-Sensor im Programm, der für industrielle Anwendungen gedacht ist.

Im Januar hatte Fujirumors berichtet, dass Fujifilm an einer GFX-Kamera mit 180 Megapixeln arbeitet, damals war noch von einer Vorstellung frühestens 2027 die Rede. Im Juni kam zudem ein deutlich unsichereres Gerücht über ein eigenes Sony-Mittelformatsystem mit größerem Sensor auf. Wann Sony den neuen Sensor offiziell vorstellt und in welcher Kamera er zuerst auftaucht, ist noch offen.

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Stefan Zimmermann

Diese hohen Megapixelzahlen hören sich immer nach einem gigantischen Unterschied an. Deshalb vergleiche ich persönlich viel lieber die tatsächliche Bildbreite in Pixeln. Das vermittelt meiner Meinung nach ein wesentlich realistischeres Bild davon, wie groß der Unterschied am Ende tatsächlich ist. Die Sony A7R VI kommt beispielsweise auf 9.984 Pixel Bildbreite, während der neue 180-Megapixel-Mittelformatsensor auf ungefähr 15.492 Pixel kommen würde. Plötzlich sieht der Unterschied gar nicht mehr so gewaltig aus, wie es die 66,8 gegenüber 180 Megapixel zunächst vermuten lassen. Das gilt auch für die ständigen Diskussionen darüber, ob eine Kamera nun 10 Megapixel mehr oder weniger hat. Rechnet man solche Unterschiede auf die tatsächliche Bildbreite um, bleibt davon oftmals so wenig übrig, dass es sich meiner Meinung nach kaum lohnt, darüber zu diskutieren. Es braucht schon ordentliche Megapixelsprünge, damit am Ende auch wirklich ein spürbarer Mehrwert entsteht. Selbst bei diesem gewaltig klingenden Sprung auf 180 Megapixel reden wir bei gleichem Seitenverhältnis letztlich nur von ungefähr dem 1,55-Fachen an Bildbreite und damit an zusätzlichem Crop-Spielraum. Das ist natürlich ein Vorteil, aber längst nicht so gigantisch, wie die reinen Megapixelzahlen vermuten lassen. Ich erstelle selbst gelegentlich Fotos mit rund 250 Megapixeln. Über die Jahre habe ich allerdings festgestellt, dass es erstaunlich… Weiterlesen »

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