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So wollen Adobe, Nikon und Leica “visuelle Fake News entlarven”

Damit man sichergehen kann, dass Aufnahmen authentisch sind und nicht nachträglich verändert wurden, hilft eine neue Technologie.

Technologischer Fortschritt schafft kreative Möglichkeiten – und Gefahren

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz eröffnen zwar völlig neue kreative Möglichkeiten, machen es aber auch für Menschen mit krimineller Energie einfacher, falsche Informationen zu verbreiten. Schon vor drei Jahren hat Softwarehersteller Adobe diese Gefahr erkannt und deshalb zusammen mit der New York Times und Twitter die Content Authenticity Initiative (CAI) ins Leben gerufen. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, “Vertrauen und Transparenz in digitale Medien zu erhöhen und visuelle Fake News zu entlarven”, heißt es im Blogeintrag.

Jetzt ist Adobe weitere Partnerschaften mit Nikon und Leica eingegangen, um die sogenannte Provenienztechnologie in erste Kameramodelle unterzubringen. “Die integrierte Technologie ermöglicht es Fotojournalist*innen und Kreativen, ihre digitalen Aufnahmen zu schützen und für Transparenz hinsichtlich Urheberschaft sowie Entstehungszeitpunkt und -ort zu sorgen”, erklärt Adobe die Neuerung. Als erste Kameras sollen die Nikon Z9 und die Leica M11 jede Aufnahme mit Provenienz und Authentizität versehen, allerdings frühestens ab nächstem Jahr, wenn ich die Ankündigung richtig interpretiere.

Beitragsbild: Markus Winkler

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Rüdiger

Es wird kaum gelingen, visuelle Fake-News zu entlarven. Was sie anbieten wollen, ist eine Methode um die Bearbeitungshistorie eines Bildes nachzuweisen. Damit das funktioniert, müssen natürlich alle Bearbeiter entlang der Kette und auch das Anzeigeprogramm den Standard unterstützen.

Overview – C2PA

Ich denke, dass das anfangs nur für Journalisten und Publisher interessant sein wird, die sich auf “echte” Bilder verlassen wollen. Im Laufe der Jahre wird es dann vielleicht auch beim Endkunden ankommen.