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Brightin Star 10mm f/5.6 II: Ultraweitwinkel-Fisheye für APS-C zum absoluten Schnäppchenpreis

Brightin Star hat das neue MF 10mm f/5.6 II vorgestellt. Das kompakte manuelle Fisheye-Objektiv richtet sich an APS-C-Kameras und bleibt vor allem preislich auffällig: Zum Start kostet es 65,99 US-Dollar, regulär sollen 74,99 US-Dollar fällig werden.  

Brightin Star bringt derzeit auffällig viele Fisheye- und Ultraweitwinkelobjektive auf den Markt, sodass selbst wir langsam genauer hinschauen müssen, um den Überblick zu behalten. 

Für Vollformatkameras hatten wir zuletzt bereits das MF 11mm f/2.8 vorgestellt und über das AF 12mm f/2.8 berichtet. Im APS-C-Bereich kam außerdem das 7,5mm f/2.8 IV hinzu, über das wir ebenfalls berichtet haben. Das neue 10mm f/5.6 II (hier im Shop von Brightin Star) reiht sich damit in eine ganze Reihe sehr weitwinkliger und meist vergleichsweise günstiger Objektive des Herstellers ein.

173 Grad Bildwinkel und komplett manuelle Bedienung

Das Brightin Star 10mm f/5.6 II ist kein klassisches Weitwinkel, sondern ein deutlich verzerrendes Fisheye mit 173 Grad Bildwinkel. Damit eignet es sich weniger für saubere Architekturaufnahmen, sondern eher für kreative Perspektiven, enge Innenräume, Reisebilder, Street-Experimente oder Vlogging mit sehr weitem Bildausschnitt.

Der optische Aufbau besteht aus sechs Elementen in vier Gruppen, die Blende arbeitet mit fünf Lamellen. Damit bleibt das Objektiv technisch eher schlicht, was zum günstigen Preis und zur sehr kompakten Bauweise passt.

Die Bedienung erfolgt komplett manuell. Einen Autofokus gibt es nicht, bei 10mm Brennweite und f/5.6 dürfte das in der Praxis aber selten ein großes Problem darstellen. Gerade bei Street, Landschaft oder Schnappschüssen lässt sich mit Hyperfokaldistanz und Zonenschärfe schnell arbeiten.

Brightin Star hat bei der zweiten Version unter anderem das äußere Design überarbeitet. Neu sind ein angepasster Blendenring und überarbeitete Distanzmarkierungen, die das manuelle Fokussieren erleichtern sollen.

Näher dran und besser gegen Streulicht

Eine wichtige Änderung  gegenüber den Vorgänger betrifft die Naheinstellgrenze: Laut PetaPixel wurde sie von 20 auf 12 Zentimeter verkürzt. Dadurch lassen sich Motive sehr nah ins Bild holen, was bei einem Fisheye schnell zu extremen Vordergrund-Perspektiven führt. Genau hier dürfte das Objektiv seinen Reiz haben: weniger technische Perfektion, mehr Spielraum für ungewöhnliche Bildideen.  

Brightin Star nennt außerdem eine neue IMC-Vergütung, die Reflexionen, Flares und Ghosting reduzieren soll. Das ist bei einem Objektiv mit so großem Bildwinkel relevant, weil starke Lichtquellen fast zwangsläufig irgendwann im Bild landen.

Das Objektiv ist für mehrere spiegellose Systeme erhältlich, darunter Sony E, Nikon Z, Canon RF-S, Canon EF-M, Fujifilm X und MFT. Die Sony-E-Version wiegt  nur 132 Gramm und ist 32 Millimeter lang.  

Erste Einordnung

Zum neuen Brightin Star 10mm f/5.6 II gibt es bislang kaum echte Tests. Reviews zur ersten Version fallen aber gemischt-positiv aus: SonyAlpha.Blog lobte das geringe Gewicht, den günstigen Preis und die gute Schärfe im großen Bildbereich, nannte aber weiche Ränder, Flares und chromatische Aberrationen als Schwächen.  

Für viele von euch dürfte das neue 10mm deshalb weniger ein Immer-drauf-Objektiv sein, sondern ein günstiges Kreativwerkzeug. Wer mit Fisheye-Look, manueller Bedienung und möglichen Schwächen am Rand leben kann, bekommt hier ein auffällig günstiges Spezialobjektiv für APS-C.

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