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Canon EOS 6D Mark II: So wertet DxOMark

Endlich: Die Canon EOS 6D Mark II Testergebnisse von DxOMark sind da! Bestätigt sich, dass der Dynamikumfang schlechter als bei der Vorgängerin ausfällt?

Bildqualität der Canon EOS 6D Mark II

DxOMark hat sich reichlich Zeit gelassen, doch nun sind endlich die finalen Testergebnisse zur Canon EOS 6D Mark II eingetroffen. Kurz nach der offiziellen Präsentation der 6D Mark II wurde ja viel über den Sensor und die Bildqualität der neuen Vollformatkamera gesprochen und die Meinungen gingen teilweise ein wenig auseinander. Insgesamt hat sich in verschiedensten Tests aber abgezeichnet, dass die 6D Mark II mit einem vergleichsweise schlechten Dynamikumfang daherkommt, dafür aber beispielsweise mit guten Ergebnissen im Low-Light-Bereich überzeugen kann.

Dynamikumfang von 11,9 Blendenstufen

Das bestätigt der Testbericht von DxOMark nun. In Sachen Dynamikumfang schafft es die 6D Mark II im Labor lediglich auf 11,9 Blendenstufen, im Gegensatz zu den 12,1 Blendenstufen der alten Canon EOS 6D. 11,9 Blendenstufen, das ist übrigens genau der Wert, der auch in sehr frühen Tests von Nutzern ermittelt wurde. Damals waren viele noch felsenfest davon überzeugt gewesen, dass das ja niemals stimmen könnte. Mit dem DxOMark Test dürften nun auch die letzten Zweifel ausgeräumt sein.

Schwächen offenbart der Dynamikumfang der 6D Mark II laut DxOMark vor allem in niedrigen ISO-Bereichen, ab ISO 800 schlägt sich die Kamera dann wesentlich besser.

Überzeugendes Rauschverhalten

Generell ist Dynamikumfang natürlich nicht alles – und in Sachen Low-Light-Performance bzw. Rauschverhalten und Farbwiedergabe weiß der Sensor der 6D Mark II laut DxOMark zu überzeugen, was natürlich eine sehr gute Nachricht ist! Insgesamt kommt die 6D Mark II auf ein Gesamtergebnis von 85 Punkten. Damit reiht sie sich neben einigen APS-C-Kameras wie der Nikon D3400 oder der D7500 (je 86 Punkte) und der Sony A6300 (85 Punkte) ein. In der Liste der Vollformatkameras liegt die 6D Mark II auf Platz 29. Die 6D erreichte damals im Test 82 Punkte, die 5D Mark IV 91 Punkte.

Canon liefert insgesamt also definitiv einen besseren Sensor als bei der Vorgängerin, bleibt aber recht deutlich hinter der 5D Mark IV und auch hinter der Konkurrenz, zum Beispiel in Form der Nikon D750 (93 Punkte), zurück.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

29 Kommentare

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  • Ich weiss nicht wie man jetzt noch vernünftige Bilder mit der Canon 6D II machen kann, ab in den Mülleiner, bei so einem Dynamikumfang, wie kann man überhaupt auf die Idee kommen eine 6D II zu kaufen? Denn je höher der Dynamikumfang, desto besser die Bilder, und Männer sind intelligenter als Frauen und die Erde ist eine Scheibe, alles wunderbare Wahrheiten.
    Mark, entschuldige meine Ironie, aber ich kann es nicht mehr hören! Wenn man nichts mehr findet, dann erfindet man Probleme die vorher gar keiner bemerkt hat und von denen keiner gewusst hat. Wenn ich so viel korrigieren muss, dass der DR eine entscheidende Rolle spielt wird das Bild eh nicht gut – zumindest nach meinen Ansprüchen an Bildqualität

    • Joe, ich habe das Gefühl, dass du diese Anmerkung in ähnlicher Form sehr häufig in die Kommentare schreibst. Da frag ich mich doch, warum jemand der sich scheinbar gar nicht für den technischen Teil der Fotografie und den Vergleich mit dem Wettbewerb interessiert, sich so viel mit diesen Dingen beschäftigt. Für mich zum Beispiel kann dieser winzige Technische Vorsprung den andere Hersteller haben ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sein. Nicht weil ich glaube auf jedem zweiten Bild den Unterschied zu sehen, sondern einfach, weil ich meine Ausrüstung komplett neu aufbaue. Solche Berichte machen dann die Entscheidung objektiver. Ich sehe das ganze Sportlich: Auch die Millisekunde schneller ist ein Vorsprung, der am Ende die Vorteile in der Selbstvermarktung schafft. Solange Canon dahingehend weiter keine Anstrengung zeigt, wird es weiter negative Berichte geben, denn einer Firma, deren Anspruch der zweite Platz ist, ist für meinem Dafürhalten wenig positives abzugewinnen. In Canon steckt das meiste potential, aber solange die nicht ihre Philosophie ändern, wird der Kunde im Vergleich zum Wettbewerb wenig davon Spüren. Schade, denn ein Boxkampf in dem einer nicht draufhaut ist Langweilig (entschuldigt diese ständigen Allegorien;)).
      Nichts für ungut: Am Ende sind wir uns Einig, dass die wichtigste Begeisterung der Fotografie beim Betrachten der Ergebnisse entsteht, ohne diese nutzt alles nichts.

      • @Simon – Ich hoffe ich sage Ähnliches und nicht jedes mal was anderes und ich interessiere mich sehr für Technik und Fortschritt, deshalb bin ich so kritisch wenn ich höre, was wieder tolles gefunden/erfunden wurde. Und ich weiss wohl, dass Canon – bin nicht mit denen verheiratet und auch nicht von gestern – im Moment keine Massstäbe setzt. Allerdings ist der Service hervorragend und die Technik robust – hatte in 10 Jahren mit 3 Kameras nur einen technischen Defekt, der zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst wurde (neue Kamera, neues Modell ohne Aufzahlung trotz Ablauf der Garantie um 2 Jahre). Aber wenn Canon bis in 4 bis 5 Jahren nicht aufgeholt oder überholt hat, wird meine nächste Kamera keine Canon. Allerdings bis auf die D850 hatte ich noch nie eine Kamera in der Hand, bei der ich gesagt hätte, würde ich eine neue kaufen, wäre diese meine erste Wahl. Dennoch bin ich nicht unglücklich mit meiner 5D Mk IV, es stört mich einzig die etwas – sagen wir – unglückliche 4K-Funktion und ich hätte auch gerne die Zeitlupe in FHD. Fotografisch ist sie perfekt, wahrscheinlich – bis auf die Auflösung (mir genügen 30MP sonst hätte ich die 5DSr gekauft) – der Nikon mindestens ebenbürtig, wenn nicht überlegen.
        Durch deine Antwort verstehe ich jetzt allerdings – und ich meine das ohne Ironie – weshalb es Leute gibt, die vor einem Apple-Store schlafen und Schlange stehen, nur weil das neue i-phone 0,3mm dünner und 2 Nanosekunden schneller ist.
        Ich warte lieber bis es sich bewährt hat, prüfe ob mir das etwas bringt und bleibe dann doch noch bei meinem 4,5 Jahre alten Note 2 von Samsung, das bereits damals schon OLED hatte und nicht wie bei Apple erst jetzt beim i-phone X. Zurück zur DR, wie sinnvoll ist eine Korrektur um 5Stufen statt wie bei der 6D II nur um 3? Für dich wie ich oben herauslese sehr wichtig für mich unwichtig, da ein so stark korrigiertes Bild meinen Qualitätsansprüchen nicht genügt.
        Im Übrigen wirst Du von mir nie etwas Negatives über andere Kamera Hersteller hören/lesen, denn ich halte alle für gut und versuche – mit Ausnahmen – immer sachlich zu bleiben.
        In einem Punkt sind wir uns einig. Es kommt am Schluss auf das Ergebnis an und hier unterscheiden wir uns wieder, jedes Objektiv und jeder Fotograf sind wichtiger als Nuancen bei der Verbesserung des Gehäuses.
        Im Übrigen finde ich es nicht schlimm, wenn man anderer Meinung ist, das befruchtet und macht die Sache interessant.
        P.S.: wirklich was Neues wird das nächste Samsung bringen, das erste Handy mit Klappbildschirm und insgesamt 7″, also noch nicht vor den Apple-Store liegen und voreilig das i-phone X kaufen.

      • Ich hatte Nikon und Sony.
        Und bin jetzt bei Canon EOS-M – natürlich nur weil Canon ja so schlecht ist.

        Meine Meinung:
        Speziell Sony, aber auch Nikon, versuchen mit der einseitigen Betonung des Dynamik-Umfangs davon abzulenken, dass deren Kamera-Systeme an anderer Stelle gegenüber Canon keinen Stich sehen.

        Das fängt an beim Autofokus, geht weiter bei der Qualität der Objektive, bei der Zuverlässigkeit der Qualität (Dezentrierungen bei Sony)…

        Entscheidend ist letztlich nicht ein einzelnes Merkmal, sondern das Gesamtpaket und die Bildqualität, die am Ende dabei heraus kommt.

        Wer nach ausgiebigen Vergleichstest meint, dass Sony oder Nikon besser sind, der kauft das eben. Und wer das anders sieht, der kauft es eben nicht.

        Der Fehler der meisten Kunden, den auch ich gemacht hatte, ist, dass man auf genau solche Vergleichstests verzichtet, mitunter auch nicht genug Wissen hat, worauf man dabei achten muss.
        Und da setzen solche Werbe-Kommentare an, die einzelne Eigenschaften zum Bewertungsmaßstab einer Kamera machen.

      • Ja Mirko, sowas nennt man Gewinn Maximierung auf hohem Niveau!
        Man bringt zuerst eine überteuerte Kamera ohne Klapp-Display heraus. Viele Kunden warten daher auf einen billigeren Nachfolger. Dann bringt man eine Kamera mit Klapp-Display heraus, sonst aber mit einer Technik von gestern. Damit verleiht man der überteuerten Kamera nochmals einen Verkaufsschub.
        Wenn das alles geschehen ist, verpasst man der Kamera mit der Technik von gestern ein Firmware Update damit sie sich doch noch weiter verkaufen lässt.
        Deshalb steckt Nikon in der Krise und nicht Canon.

    • Joe, du bist lange genug Leser von Photografix. Du weißt also genau, dass ich hier in aller Regel über die DxOMark Testergebnisse von wichtigen Kameras berichte. Die 6D Mark II ist eine wichtige Kamera, dementsprechend mache ich hier keine Ausnahme, warum auch. Und soll ich jetzt im Artikel die Angaben zum Dynamikumfang weglassen, weil das in der Vergangenheit schon mal thematisiert wurde und manche Leser das Thema vielleicht nicht mehr hören können? Sicher nicht. Denn dass Canon hier Mist gebaut hat, kann man meiner Meinung nach gar nicht oft genug thematisieren. Und du weißt ganz genau, dass der Dynamikumfang in diesem Artikel erwähnt wird, wenn dich das wirklich so auf die Palme bringt, dann lies den Artikel einfach nicht. Ganz alte und einfache Regel 😉

      Braucht man einen großen Dynamikumfang, um schöne Fotos zu machen? Natürlich nicht, da hast du absolut Recht. Wobei der Dynamikumfang glaube ich bei Weitem nicht allen so egal ist wie dir. Aber im Grunde braucht man ja überhaupt keine neuen Kameras, um schöne Fotos machen zu können. Darüber haben wir ja in letzter Zeit auch einige Male diskutiert, siehe Artikel hier.

      Ok, man braucht also keinen großen Dynamikumfang. Und keine neuen Sensoren mit mehr Megapixeln. Schnellere Serienbildgeschwindigkeit ist auch unnötig, genauso wie 4K-Videos, Touchscreens, flexible Displays und alles andere, was irgendwie halbwegs neu ist. Sprich wir brauchen überhaupt keine neuen Kameras. Alles klar, dann lass doch einfach mal bei allen großen Herstellers anrufen: „Hallo, bitte keine neuen Kameras mehr entwickeln, brauchen wir alles nicht, gebt uns einfach weiterhin die Technik von vor ein paar Jahren“.

      Nein, so läuft es natürlich nicht. Hersteller entwickeln neue Produkte mit neuer Technik, die sie verkaufen um Gewinn zu erzielen. So funktioniert das System, ob man es nun gut findet oder nicht. Und du kennst das System besser als viele andere, das weiß ich von deinen Kommentaren unter anderen Artikeln. Neue Produkte, bessere Ausstattung/Technik als Kaufanreiz, hoher Preis um Gewinn zu erzielen.

      Canon liefert bei der 6D Mark II das neue Produkt und verlangt den hohen Preis. Aber bessere Technik wird – zumindest im Falle des Dynamikumfangs – ganz und gar nicht geliefert. Canon hinkt bei Sensoren und Dynamikumfang sowieso schon hinter Sony und Nikon hinterher, und jetzt kommen sie mit einem absichtlich schlechter gemachten Sensor daher, der noch mieser abschneidet als der schon schwache Vorgänger?! Sorry, das ist kein erfundenes Problem, das ist ein Unding. Und dabei geht es mir überhaupt nicht um den Dynamikumfang an sich. Es geht ums Prinzip. Die hätten genauso gut einen schlechteren Autofokus, ein dunkleres Display, einen kleineren Akku oder sonst was verbauen können. Es geht hier darum, dass sich Canon auf die faule Haut legt, die aktuelle Position des Marktführers verwaltet und den Kunden für viel Geld veraltete Technik andreht. Aber gibt ja genügend Kunden, die sich das irgendwie schönreden – und ja, da zähle ich dein Kommentar irgendwie dazu, sorry. Jeder kann gerne sagen, dass der Dynamikumfang für ihn nicht wichtig ist und dass er die 6D Mark II trotzdem kauft, weil es ansonsten eine tolle Kamera ist. Da bin ich absolut einverstanden! Aber bitte nicht so tun, als würden hier irgendwelche Probleme erfunden werden.

      Ein technisches Produkt, was jahrelang entwickelt wurde und für viel Geld vertrieben wird, muss in jeder Hinsicht mindestens das Niveau des Vorgängers erreichen. Das ist zumindest meine persönliche Meinung. Es mag da Ausnahmen geben, wenn Canon die 6D Mark III irgendwann als Sportkamera verkaufen will und die Serienbildgeschwindigkeit verdoppelt, dann ist klar, dass es bei der Bildqualität vielleicht Abstriche geben muss. Oder wenn Fuji bei der X-T2s zusätzlich einen 5-Achsen-Bildstabilisator im Gehäuse verbaut, dann darf das Gehäuse schwerer sein als beim Vorgänger. Solche Geschichten eben. Aber ansonsten erwarte ich technische Verbesserungen oder erwarte eben zumindest, dass das Niveau des Vorgängers erreicht wird. Sonst verlieren neue Kameras ihre Berechtigung.

      Und nein, das alles heißt insgesamt nicht, dass die 6D Mark II eine schlechte Kamera ist. Schlechte Kameras gibt es nicht mehr, auch das haben wir in letzter Zeit mehrfach festgestellt. Sie hätte nur besser sein können, wenn Canon gewollt hätte. Und dass Canon nicht wollte, wird meiner Meinung nach zurecht häufig thematisiert. Das ist ja auch eine der wenigen Möglichkeiten, wie man Druck auf Canon ausüben kann – was auch und vor allem im Interesse der Canon-Fotografen sein dürfte. Denn dass Kameras teilweise schlechter sind als ihre Vorgänger sollte nicht zum Trend werden. Sonst fällt Canon bei der 6D Mark III vielleicht ein, dass der Autofokus der alten 6D ja eigentlich auch ganz ok war… ich übertreibe, aber du weißt worauf ich hinaus will.

      • Hallo Mark,

        Natürlich hast Du recht, die Zeit läuft weiter und ist auch nicht aufzuhalten. Das ist auch nicht meine Intention. Meine Kritik richtet sich eigentlich an DxOMark und nicht an Dich. Deren Zahlen und Einschätzungen haben schon fast religiösen Charakter und mir sind die nicht wirklich sympathisch und persönlich habe ich auch kein echtes Vertrauen in deren Urteil im Gegensatz zu den Traumfliegern. Sie prüfen zum Teil Kriterien und heben diese hervor, ohne dass diese auf die Bildqualität eine entscheidenden Einfluss haben. Wenn wir hier von Fotografieren und nicht von Knipsen reden, dann sind andere Dinge wesentlich wichtiger als eine extrem hohe DR. Was nützt es mir wenn ich zu dunkle Stellen rauschfrei hervorheben kann, wenn dafür andere dadurch total überbelichtet werden? Ich mache solche Bilder nicht. Was das letztlich bedeutet ist doch , ich drücke einfach mal ab und wenn es schief läuft, dann korrigiere ich das stundenlang am PC. Das ist Photoshoppen und nicht fotografieren.
        Es gibt sicherlich Bereiche die z.B. 100MP brauchen oder die Möglichkeit bestimmte Stellen zu erhellen, weil gerade nicht genügend oder das falsche Licht da war. Aber das ist dann alles keine Fotografie. Das ist dann Reportage oder vielleicht irgendetwas wissenschaftliches das man nur unter bestimmten Bedingungen beobachten kann.
        Also, mach nur weiter so, Du machst das sehr gut und lass mich ab und an mal etwas kritisieren und auch etwas provokant sein, ist nicht böse und vor allem auch nicht persönlich gemeint!!!!

      • Joe, alles gut, ich nehme das nicht persönlich 🙂 Und dass man DxOMark kritisch hinterfragen darf, gerade in Bezug auf die Praxistauglichkeit der Testergebnisse, da sind wir uns auch einig. Ich wollte eben nur nochmal deutlich machen, dass ich persönlich die Kritik am Dynamikumfang durchaus gerechtfertigt finde – aber eben nicht primär wegen des Dynamikumfangs an sich, sondern weil ich bei neuen Kameras mit jahrelanger Entwicklungszeit Verbesserungen und keine Verschlechterungen sehen will.

        Liebe Grüße 🙂

    • Neben der Landschaftsfotografie gibt es auch genug „alltägliche“ Situationen wo man zwar richtig belichtet aber ein guter Dynamikumfang (am Besten mit etwas Reserve) wünschenswert wäre. Beispiel: Wir waren z.b. vor einigen Wochen an einem Sommertag im Klettergarten (Firmausflug). Eine Aufgabe war auf einen Turm zu klettern und oben ohne Anhalten aufzustehen. Es war strahlender Sonnenschein und es gab sehr viele starke Licht/Schatten Situationen durch Bäume und dem ganzen Holzkletterpark rundherum. Mein Zielperson war hoch oben, sein Gesicht auf einer Seite überstrahlt, auf der anderen Seite zu dunkel und das trotz absolut korrekter Belichtung. Mit blitzen hast du keine Chance (zu weit weg). Was also bitte schön außer einem großen Dynamikumfang kann diese Situation retten? Bei Landschaftsfotografie wo ich mir ein Spot aussuche, mir das vorher schon überlegt habe, Zeit lassen sowie Belichtungsreihen etc. machen kann, finde ich es gar nicht so tragisch wie man vielleicht in erster Linie vermutet. Aber wenns schnell gehen muss bzw. sich Situationen schnell ändern, du z.B. einen Vogel im Flug erwischen willst der sich durch die Luft schwingt und sich die Belichtung jede Sekunde ändert da kannst du nicht immer ganz korrekt belichten und dann ist der Dynamikumfang sehr wohl wichtig und entscheidet über ein gutes Bild oder obs in den Mülleimer kommt. Und von solchen Situationen gibt es mehr als genug. Und umso mehr Dynamikumfang ich zur Verfügung habe umso besser ist es. Aber lassen wir das Thema. Die Fakten liegen ja jetzt endgültig am Tisch und der Käufer entscheidet.

      • Ändere Deinen Standort!!!!!!! Denn egal wie dein Dynamikumfang ist, das Bild mit halb Sonne halb Schatten wird nicht gut!!! Ich mache auch Tierfotografie und mache trotz „miserablem“ DR gute Bilder. Was werden denn das für Aufnahmen, wenn ich 5Stufen korrigiere?

      • @Joe
        Geh Joe das ist mir eh klar – in diesem Fall konnte ich den Standort aber nicht günstig wechseln, sonst hätte ich seinen Hintern fotografieren müssen und nicht sein konzentriertes Gesicht! 🙂 Er konnte auch nicht „posen“ oder sich so hindrehen dass das Licht passt, der hatte grad Anderes zu tun. Das Bild ist übrigens gut geworden. Ich musste aber fast die volle „Range“ ausnützen.
        Ich verstehe dich eh und ich bin mir sicher du machst sehr gute Bilder auch mit schlechterem Dynamikumfang, aber ein bisschen mehr Spielraum schadet nicht.

      • 1. Fotografieren Sie mit RAW !
        2. Fotografieren Sie so, dass die hellsten Bereiche des Motivs (hier das Gesicht) nicht überbelichtet sind
        3. Verwenden Sie die Belichtungsreihe, erhöhen notfalls die Abstufung auf mehr als 1/3 Blendenstufe.

        Die Canon-RAWs haben 14 Bit. Das ist gegenüber 12 Bit das 4-fache an Helligkeitsabstufung pro Farbkanal und das 64-fache pro Pixel.

        Die Canon-Bildaufbereitung ist immer so eingestellt, dass bei geringerer Belichtung nur das Histogramm in der Breite zusammengestaucht wird, aber die dunklen Bereiche grundsätzlich nicht in die Unterbelichtung sinken.

        Und bei dem Zusammenstauchen der dunklen Bereiche werden durch die bessere Feinabstufung (die Sony A6000 hat zum Beispiel nur 12 Bit-RAW) noch feinste Helligkeitsunterschiede aufgelöst, die man dann in der RAW-Entwicklung nutzen kann, indem man den unteren Teil des Histogramms wieder auseinanderpreizt.
        Gerade mit Canon kann man die dunklen Bereiche hervorragend hochziehen und fördert dabei Details ans Licht, wo bei Sony und Nikon mitunter nur noch glatte Fläche ist.

        Ich habe ja vor Canon Nikon und kurzzeitig Sony gehabt. Ich weiß also, wovon ist rede. Der hohe Dynamik-Umfang des Sensors ist eben nicht alles. Der Sensor muss auch von der Software ausgereizt werden.

        Gehen Sie mal in den Laden und greifen Sie sich eine EOS-M. Wählen sie die Belichtungsvorschau mit Histogramm und verändern sie dann im voll-manuellen Modus die Belichtungszeit und schauen dabei auf das Histogramm.

        Mit freundlichen Grüßen

    • Aus meiner Sicht ist es angebracht gerade über das Testergebnis von DxOMark zum DR der 6D MkII zu berichten, denn das ist ja einer der Tests, der (zumindest nach meinem Kenntnisstand) unter Laborbedingungen durchgeführt wurde und somit eine Verifizierung der früheren Vermutungen und Ergebnisse anderer „Tester“ ist. Ich bin auch dankbar dafür, dass es solche Berichte gibt, denn dadurch kann man sich als Kunde/Anwender unabhängig von Werbeaussagen der Hersteller ein Bild darüber machen, ob eine Kamera tatsächlich für einen geeignet ist bzw. ob man nicht doch bei einem Konkurrenzprodukt mehr Leistung für sein Geld erhält. Was man aber in diesem Zusammenhang auch nicht unterschlagen sollte, ist das auch von Mark berichtete Gerücht, wonach Canon angeblich beabsichtigt über ein Firmware-Update noch Korrekturen am DR der 6D MkII vorzunehmen. In Marks Bericht vom 17.8.2017 heisst es / wird vermutet, Canon wolle noch im September ein solches Firmware-Update veröffentlichen. Gibt es eigentlich dazu etwas Neues?

      Ich stimme aber auch Joe insofern zu, dass man bei den vielen Berichten, Reviews, Videos etc aus verschiedensten Quellen über die 6D MkII, den Eindruck gewinnen kann, man könne mit dieser Kamera nicht fotografieren. Die Fokusierung der Kritik an der 6D MkII auf den DR finde ich persönlich auch etwas übertrieben. Für mich stehen andere Kritikpunkte an dieser Kamera viel eher im Mittelpunkt und sind zumindest für mich entscheidend dafür, von meiner ursprünglichen Absicht, den Nachfolger 6D kaufen zu wollen, zumindest vorerst Abstand zu nehmen. Für mich spielt viel mehr eine Rolle, dass das AF-System die Randbereiche des Sensors ausser acht lässt bzw. sich zu stark auf den Bildmittebereich konzentriert und dass kein 4K angeboten wird. Für meine Anwendungsbereiche sind das dann für mich DIE entscheidenden Kriterien, wobei ja die Sache mit dem AF fix ist und sich durch ein Firmware-Update ganz sicher auch nicht beheben lässt. Mit einem nicht ganz optimalen DR könnte ich hingegen noch leben, nochdazu wenn dieses Problem sogar evtl von Canon noch behoben wird.

  • Nicht ärgern nur wundern! Das eigentliche Foul ist ja, das man es könnte, aber bewußt letztendlich nicht „eingebaut“ hat. Hat dazu ein Canon Verantwortlicher eigentlich schon mal Stellung genommen? Angekündigt war ja ursprünglich was anderes und egal ob man den Dynamikumfang jetzt mehr oder weniger braucht, es ist mir trotzdem nach wie vor unerklärlich.

  • Kann jemand mir helfen ich habe Canon MP—E 65mm f2.8 1-5x Macro kann ich das an Sony und olympus Fuji Pentax Systems anbringen oder anschließen und wenn ja wie.Vielen Dank

  • Was spricht in der ganzen Diskussion eigentlich gegen Reserven, welche die eine Kamera bietet und die andere nicht? Jeder kennt den Ärger wenn man ein Bild mit extremen Kontrastumfang, z.b. Sonnenaufgang/ -untergang gemacht hat und der Bedarf da ist aufzuhellen. Oder das Bild wegzuschmeißen… Bei Canon kotzt mich das entstehende Banding in den dunklen Bereichen seit Jahren an. Bei Sony ist das so nicht der Fall…

    Das sind genau die spannenden Situationen in denen dieses Quentchen mehr zählt oder nicht. Und wenn ich umsteige oder vor einer Investition stehe, dann achte ich darauf.
    Und dann noch das Thema Preis/Leistungsverhältnis. Ich weigere mich einfach die Canon-Preispolitik weiter mitzumachen. Und das obwohl ich vom MP-65 über 8-15 Fisheye bis zum 100-400 alles habe. Jetzt habe ich nur noch die 5D Mark III als Zweitgehäuse und die Sony A7RII mit 12-24 G, 16-35 und jetzt kommt noch das 24-70 GM als Erstausrüstung. Canon kommt erst dann wieder in Frage, wenn der Preis zur Leistung paßt.

    • Was hindert Sie, bei Sonnenauf- bzw. Untergang vom Stativ aus mehrere Aufnahmen zu machen und das dann mittels Lightroom 6 HDR zusammen zu fügen?

      Für solche Situationen reicht der Dynamik-Umfang von Nikon und Sony nämlich auch nicht aus.

  • Ob nun eine Kamera einen Dynamikumfang von 11.9 oder 11.3 hat, kann meines Erachtens vernachlässigt werden. Meine Erfahrung ist, dass es äusserst selten ist, dass man sich in dem Extrembereich bewegen muss, vorausgesetzt natürlich, man achtet schon bei der Planung auf optimale Lichtverhältnisse. Also z.B. Wald oder Wasserfälle bei grauem Himmel oder Nebel, Landschaften im Morgen- oder Abendlicht. In den Mittagsstunden fotografiere ich höchstens noch Nahaufnahmen oder im Schatten. Übrigens lässt sich der Dynamikumfang auch mit dem Gebrauch von Filtern vergrössern, so z.B. allgemein einem ND-Filter oder einem Verlaufsfilter, je nach Motiv.
    Wenn man natürlich in der Mittagssonne Gegenlichtaufnahmen gegen den Himmel machen muss, wie jemand von einem Betriebsausflug berichtet hat, ist man machtlos, da müssen die Ansprüche halt heruntergefahren werden. Da würde ich einfach auf das Gesicht Spotmessen und die Lichter ausfressen lassen. Es wird sich ja kaum jemand ein Poster davon machen lassen.

  • Die haben die Kamera eben auf niedriges Rauschen hin optimiert. Und das geschieht mit der derzeitigen Technologie auf Kosten des Dynamit-Umfanges.

    Und diese Entscheidung ist richtig.

    Der Dynamik-Umfang von 11,9 Blendenstufen für normale Lichtverhältnisse ausreichend.

    Für schwierige Lichtverhältnisse – also Sonne am Abend, Leuchten in der Nacht, vergoldete Kuppeln in der Sonne – da reicht auch der Dynamik-Umfang der Nikons nicht aus.

    Da muss man ohnehin auf HDR übergehen.
    Und dann macht sich das niedrige Rauschen als Vorteil bemerkbar.