Canon Kameras Vergleiche

Canon EOS 77D vs. 80D: Alle wichtigen Unterschiede

Wo liegen die wichtigsten Unterschiede zwischen der Canon EOS 77D und der 80D? Und für wen ist welche Kamera geeignet?

Am 15. Februar 2017 hat Canon mit der 77D die „kleine Schwester“ der 80D vorgestellt. Die 77D übernimmt zahlreiche technische Daten der 80D, doch einige kleine Unterschiede gibt es natürlich. Wo genau diese Unterschiede liegen und ob diese den Aufpreis der 80D rechtfertigen, das wollen wir in diesem Artikel klären.

Die Spezifikationen im Vergleich

Beginnen wir mit einer Gegenüberstellung der technischen Daten:

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Ihr seht, es gibt jede Menge Gemeinsamkeiten zwischen der 77D und der 80D. Beide Kameras arbeiten mit einem 24,2-Megapixel-Sensor (APS-C), beide haben den Dual-Pixel-Autofokus mit 45 Messfeldern zu bieten, beide können Full-HD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Außerdem arbeiten sowohl die 80D als auch die 77D mit einem 3 Zoll großen Touchscreen, der nicht fest im Gehäuse verbaut ist. Und apropos Gehäuse: Hier gibt es rein vom Aufbau her nur sehr wenige Unterschiede, so haben beispielsweise beide Kameras ein zusätzliches kleines Display auf der Oberseite zu bieten.

Auf den ersten Blick gibt es also jede Menge Gemeinsamkeiten, doch bei genauerem Hinsehen wird klar, dass es auch so einige Unterschiede gibt. Das sind häufig zwar nur Details – doch diese Details machen ja bekanntlich oftmals den Unterschied aus.

Vorteile der Canon EOS 77D

Die Canon EOS 77D und die 80D punkten beide mit einem zusätzlichen Display auf der Oberseite.

Die Canon EOS 77D ist die günstigere der beiden Kameras, trotzdem hat sie in fünf Punkten die Nase vorne:

  • Digic 7 Prozessor
  • ISO 100-25.600, erweiterbar auf 51.200
  • Digitaler 5-Achsen-Bildstabilisator bei Videos
  • Leichteres Gehäuse mit 540 Gramm
  • Bluetooth

Canon gibt an, dass der neue Digic 7 Prozessor für bessere Ergebnisse im High-ISO-Bereich sorgen soll, zumindest bei JPEGs. Erste Tests haben das allerdings nicht so wirklich bestätigt, in der Praxis scheint es hier keine großen Unterschiede zu geben, das berichtet DPReview. Dafür bringt der Digic 7 Prozessor aber eine etwas bessere Subject-Tracking-Performance im Live View mit sich. Der digitale 5-Achsen-Bildstabilisator der 77D mag ein minimaler Vorteil im Vergleich zur 80D sein, ist aber nicht zu vergleichen mit den echten 5-Achsen-Bildstabilisatoren von Olympus, Panasonic und Sony. Das liest sich also auf dem Papier wesentlich besser, als es in der Praxis tatsächlich ist.

Vorteile der Canon EOS 80D

Auf ein klappbares Display muss man weder bei der 80D noch bei der 77D verzichten.

Insgesamt überwiegen die Vorteile der 80D im Vergleich zur 77D. Das fängt beim 100-%-Glasprismensucher mit seiner 0,95-fachen Vergrößerung an und setzt sich in Sachen Verschlusszeit, Serienbildgeschwindigkeit und Akkulaufzeit fort. Zudem ist das Gehäuse der 80D im Gegensatz zu dem der 77D wetterfest und insgesamt robuster, das ist also ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Kameras. Hier die Vorteile der 80D im Überblick:

  • Minimale Verschlusszeit: 1/8000 Sekunde
  • Blitzsynchronzeit: 1/250 Sekunde (77D: 1/200 Sekunde)
  • Serienbildgeschwindigkeit 7 fps
  • Kopfhörerausgang
  • Akkulaufzeit: 960 Bilder
  • Optionaler Batteriegriff
  • Wetterfestes Gehäuse
  • Mehr Controls und Einstellungsmöglichkeiten (z.B. beim Autofokus)

Fazit

Insgesamt ist die 80D also ohne Frage die bessere Kamera und der preisliche Unterschied beträgt aktuell (Stand Februar 2017) nur rund 100 Euro. Diese 100 Euro sind unserer Meinung nach gut investiert, schon alleine weil der Sucher besser und das Gehäuse hochwertiger ist.

Wer auf die Vorteile der 80D verzichten kann und vielleicht sogar das etwas leichtere Gehäuse und den größeren ISO-Bereich bevorzugt, kann aber ohne Bedenken auch zur 77D greifen – und die 100 Euro vielleicht für ein zusätzliches Objektiv sparen.

Insgesamt gibt es also keine riesigen Unterschiede zwischen den beiden Spiegelreflexkameras, es sind lediglich einige kleinere Unterschiede, die in der Summe den Aufpreis unserer Meinung nach aber wie gesagt rechtfertigen.

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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