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Canon EOS 90D: Das sind die 5 wichtigsten Neuerungen

Welche wichtigen Neuerungen hat die Canon EOS 90D zu bieten? Und für wen ist die Kamera eigentlich interessant?

Canons neue APS-C-DSLR

Vor wenigen Tagen hat Canon die EOS 90D vorgestellt. Es handelt sich hier um eine klassische Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor, die die Canon EOS 80D beerbt und selbstverständlich mit einigen Neuerungen im Vergleich zur Vorgängerin auf den Markt kommt.

Wer Besitzer einer älteren APS-C-DSLR von Canon ist, wird sicherlich ein Auge auf die EOS 90D geworfen haben. Und das vollkommen zu Recht, denn man kann mit der EOS 90D all seine EF-Objektive weiter verwenden, die Bedienung und das Gehäuse der Kamera sind vertraut, und, und, und.

Doch wie groß fallen die technischen Neuerungen aus? Und für wen lohnt sich ein Upgrade auf die Canon EOS 90D? Diese beiden Fragen wollen wir hier kurz und knapp klären.

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Die wichtigsten Canon EOS 90D Neuerungen

1. Neuer Sensor mit 32,5 MP

Die wichtigste Neuerung: Die Canon EOS 90D arbeitet nun mit 32,5 Megapixeln und einem neuen Sensor. Im Vergleich zur 80D bietet die Kamera also 8,5 Megapixel mehr, was ein großer Sprung ist und Bilder mit deutlich mehr Details verspricht – was unter anderem für Wildlife-Fotografen interessant ist. Das Rauschverhalten der Kamera soll sich laut Canon trotz der höheren Auflösung nicht verschlechter haben, außerdem äußern sich erste Erfahrungsberichte positiv zur Bildqualität der EOS 90D. Hier müssen aber natürlich noch genauere Tests abgewartet werden, bevor man sich ein finales Urteil erlauben darf.

Zusätzlich zum Sensor hat Canon der EOS 90D auch einen neuen Prozessor (Digic 8) sowie einen neuen Belichtungsmesssensor mit 220.000 Pixeln (bei der EOS 80D sind es 7.560 Pixel) spendiert. Kurz gesagt: Der gesamte „Antrieb“ der EOS 90D ist neu, was sich an mehreren Stellen positiv bemerkbar macht.

2. Serienbildgeschwindigkeit erhöht

Zum Beispiel bei der Serienbildgeschwindigkeit. Hier gelingt Canon trotz der höheren Auflösung ein Sprung von 7 fps auf 10 fps inklusive Autofokus-Nachführung. Diese Zahlen gelten, wenn man den Sucher benutzt. Bei Nutzung des Live-View schafft die Kamera 7 fps mit Autofokus und 11 fps ohne Autofokus – auch das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur EOS 80D.

3. Verbesserungen beim Autofokus

Wenn man den Sucher der EOS 90D nutzt, dann hat sich in Sachen Autofokus nicht viel getan, es bleibt bei 45 Kreuzsensoren. Der neue Blichtungsmesssensor sorgt allerdings dafür, dass nun Gesichter erkannt werden können, auch wenn man durch den Sucher schaut.

Der Autofokus beim Live-View hingegen wurde deutlich verbessert, hier stehen nun mehr als 5.000 Punkte zur Verfügung, die 100% der vertikalen und 88% der horizontalen Fläche abdecken. Außerdem gibt es im Live-View auch einen Augen-Autofokus, der mit dem von Sony zwar nicht ganz mithalten kann, aber in einigen Situationen trotzdem eine sinnvolle Ergänzung ist.

Mit ihrer hohen Auflösung und dem Crop-Faktor ist die Canon EOS 90D unter anderem für Wildlife-Fotografen interessant. | Bild: Canon

4. Joystick und längere Akkulaufzeit

Es sieht auf dem Papier aus wie eine kleine Neuerung, in der Praxis gehört der neue Joystick aber vielleicht zu den wichtigsten Neuerungen der Canon EOS 90D, denn mit einem Joystick lässt sich sehr unkompliziert und schnell der gewünschte Autofokus-Punkt auswählen.

Verbessert hat Canon außerdem die Akkulaufzeit, von 960 Bildern auf 1.300 Bilder. Ein neuer Akku kommt dabei nicht zum Einsatz, man kann seine alten Akkus also ganz normal weiter verwenden.

5. Videos in 4K ohne Crop-Faktor

Auch für Videofans ist die Canon EOS 90D eine interessante Option, da mit ihr endlich 4K-Videos mit 30p ohne Crop-Faktor aufgezeichnet werden können. Außerdem stehen gleichermaßen ein Mikrofonanschluss sowie ein Kopfhöreranschluss zur Verfügung, genauso wie es einen Eye-AF bei 4K-Videos gibt.

Allerdings muss auch erwähnt werden, dass die Canon EOS 90D keine 4K-Videos mit 24p anbietet. Außerdem wird gemunkelt, dass die Kamera möglicherweise kein echtes 4K aufnimmt, sondern Videos mit einer geringeren Auflösung auf 4K hochgerechnet werden. In Kombination mit Pixel-Binning könnte es also sein, dass man bei der Bildqualität der 4K-Videos kleinere Abstriche in Kauf nehmen muss.

Wenn für jemanden die Videoqualität der 90D wichtig ist, würde ich vor einem Kauf in jedem Fall genauere Testberichte abwarten.

Fazit

Die Neuerungen der Canon EOS 90D mögen nicht besonders spektakulär wirken, sind in ihrer Gesamtheit aber durchaus beachtlich. Canon hat in allen wichtigen Bereichen nachgebessert und an einigen Stellschrauben musste ja im Grunde gar nicht gedreht werden, denn das Gehäuse, die Bedienung, das Display usw. funktionieren ja wunderbar so wie sie sind.

Für wen ist die Canon EOS 90D also interessant? In meinen Augen für all diejenigen, die schon eine APS-C-Kamera von Canon besitzen – und das dürften so einige sein. Wenn man die EOS 90D in die Hand nimmt, dann ist sofort alles vertraut und dort, wo man es vermutet. Außerdem kann man seine alten Objektive ohne Einschränkungen weiter verwenden, was natürlich ein riesiger Vorteil ist.

Ansonsten ist die EOS 90D mit ihrer hohen Auflösung natürlich vor allem für Wildlife-Fotografen eine interessante Option.

Besitzer einer EOS 80D oder einer 7D Mark II müssen meiner Meinung nach nicht zwingend upgraden, können aber, wenn sie eine der Neuerungen wirklich reizt und überzeugt.

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

36 Kommentare

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  • Für Apsc und 32 MP seh ich es doch als enormen Sprung…nach vielen Jahren. Auch hab ich von 1850 Bildern beim Akku gelesen…was für Berggemsen und Waldläufer die oft lange in miesem Wetter unterwegs sind schon eine Marke ist. Als solides Paket zur Zeit zu diesem Preis schon eine Nummer. Zumal solche Käufer einen dazu relativ günstiges Objektivangebot finden. Man sollte sie nur nicht zwischen anderem oft mehrfach teurem betrachten.

  • Wenn man den Abstand der 90D zu ihrem Vorgänger 80D mit den Verbesserungen der Sonys APS-C zu ihren jeweiligen Vorgängern vergleicht, dann halte ich die 90D für einen echten Nachfolger mit Mehrwert zu ihrem Vorgänger. Wohlgemerkt, das ist ein relativer und kein absoluter Vergleich und soll bei weitem NICHT zum Ausdruck bringen, dass die Sonys schlechter Kameras seien, das sind sie definitiv NICHT. Es geht mir lediglich darum, ob Canon-Nutzer oder potentielle Canon-Neueinsteiger durch die 90D einen Anreiz haben, diese zu kaufen. Ja, im Vergleich zur 80D besteht dieser meiner Ansicht nach, jedenfalls solange der Sensor hinsichtlich seiner Eigenschaften nicht in späteren Tests verrissen wird. Aber nach den ersten im Netz auffindbaren Aussagen soll dieser ja nicht schlecht sein. Weiterhin hervorragender Dual-Pixel AF, für APS-C hoch auflösender Sensor, wetterfest, Joystick, einfach zu bedienen, ausreichend hohe Serienbildgeschwindigkeit, deutlich verbesserte Videoeigenschaften und dann auch noch sehr hohe Batteriekapazität, alles Punkte die überzeugen und das dann auch noch zu einem Preis von 1´300 Euro bzw einem baldigen Strassenpreis von ca 1100 Euro. Hätte sie auch noch einen IBIS, wäre es eine perfekte Mittelpreis-APS-C. Wer nicht unbedingt spiegellos haben möchte und/oder bereits Canon-Linsen hat, und für solche, die aus „Spiegellos“ keinen Religionskrieg machen, für die dürfte die 90D interessant sein.

    • Thomas,
      sehe ich genauso, da bringt Canon Verbesserungen + neuen Sensor und dennoch wird gemault. Ich glaube Kunden die auf einen Nachfolger gewartet haben werden bestens bedient mit der Kamera 📸

      • Zwei APS-C Systeme etwa.
        Oder die fundamentalen Einbrüche bei Kameraverkäufen.
        Eine EOS R über die sich viele nur ärgern, dass sie sich die zugelegt haben.
        usw

      • Wieso 2 APS-C Systeme?

        Canon hat spiegellos und mit Spiegel. Da Canon fast nichts in Richtung Objektive in Richtung EF-S tut und noch tuen wird, ist die die Spiegelreflex mit den altbeständen „gut“ aufgehoben für den Anfänger und wenn ein Profi die Kamera verwenden will, dann kommt er an den EF Linsen eh nicht rum und hat diese Kamera als Ergänzung zum VF. Vermutlich ist es eh das letzte Modell.

        Spiegellos ist es ähnlich. die Linsen für EF-M sind überschaubar und nicht wirklich anspruchsvoll in der Breite. Da setzt man zur Zeit auf die R.
        In Zukunft wird sich das alles zusammenfinden, dann gibt es nur noch R.

      • Die A7rIV hat eine Funktion, bei der man den Sensor auf APS-C schalten kann.
        Bei Nikon schalteten die oder einige FF Kameras auf APS-C sobald ein solches Objektiv angesetzt wurde.
        Intelligent was.
        Im Gegensatz zu verletzten Fanboy Geschwätz.

      • Richtig Robin, Dein Fanboygeschwätz ist nicht besonders intelligent. Ich bin froh, dass Du das selbst erkannt hast, dann muss Dir das ja kein anderer sagen 😉

      • @Robin

        Nicht nur die A7RIV, alle Sonys A7x-Kameras können in einen APS-C Modus umschalten. Automatisch oder Manuell.

      • @Robin: „Eine EOS R über die sich viele nur ärgern, dass sie sich die zugelegt haben.“
        Solche Leute gibt es in jedem System, aber auch Leute die begeistert sind.

        Erst jetzt am Wochenende habe ich mich mit einigen Fotografen unterhalten, die sich eine Sony zugelegt haben und überhaupt nicht zurecht kamen mit der verwirrende und sinlos strukturierten Menüführung.

        Es ist schön so viele technischen Features zu haben, allerdings sollte man die zuverlässige und intuitive Bedienbarkeit nicht außer acht lassen, zumindest nicht im Profi Sektor wo Zeit Geld ist.

      • @Pendulum
        Das automatische Umschalten kann sogar schon die A99II…..
        ist also nix Neues, Manuell sowieso.
        Man hat NUR einen erheblichen Verlust von vielen Pixeln…….
        18MB statt 42

    • CANON EOS R UPDATE BRINGS BEST-EVER EYE DETECTION AF
      New firmware updates coming to the Canon EOS R and RP at the end of September take their Eye AF performance to a new level, with faster acquisition and more accurate tracking of eyes and faces, plus other improvements.

      – Das ist die offizielle Nachricht von Canon, das würde man nicht sagen, wenn es nicht so käme, also wie bereits erwähnt, der Abstand zwischen Sony und Canon im Bereich DSLM schmilzt weiter, obwohl Canon noch nicht einmal ein Jahr VF-DSLMs baut!

      Das bedeutet aber nicht, dass sie in anderen Bereichen nicht unnötige Fehler machen.

  • Hab ne 600D und seit rund 7 Jahren ne 70D als Hauptkamera. Die 90D könnte durchaus die 600D ablösen und Hauptkamera werden.
    Aber die 80D gibt aktuell als Body schon für rund 800€. Die 90 ist 500€ teurer.
    Ein Preis in der Mitte wäre für mich ok. Mit neuem ef-s 18-135er is usm 1300€-1350€ wäre es mir wert.

      • Vermutlich den Teil:

        „Allerdings muss auch erwähnt werden, dass die Canon EOS 90D keine 4K-Videos mit 24p anbietet. Außerdem wird gemunkelt, dass die Kamera möglicherweise kein echtes 4K aufnimmt, sondern Videos mit einer geringeren Auflösung auf 4K hochgerechnet werden. In Kombination mit Pixel-Binning könnte es also sein, dass man bei der Bildqualität der 4K-Videos kleinere Abstriche in Kauf nehmen muss.

        Wenn für jemanden die Videoqualität der 90D wichtig ist, würde ich vor einem Kauf in jedem Fall genauere Testberichte abwarten.“

      • Danke Fleischwolf, aber wenn es tatsächlich dies sein sollte, dann kann man ja laut einigen bereits erschienen Reviews Entwarnung geben. Die 90D soll angeblich 4K 30fps mit einem leichten Crop können. Ohne Crop soll es aber keine echte ausgelesenen 4K sein, das Bild soll angeblich „hochgerechnet“ werden. Wie genau hat bisher keiner in den von mir gesichteten Videos beschrieben. Aber die dort beschriebenen echten 4K 30 fps mit geringem Crop und zudem funktionierenden Dual Pixel AF ist ja eine wirkliche Verbesserung gegenüber allen bisherigen M-Kameras und erst recht gegenüber der 80D.

        Klar sollte man Testberichte abwarten, nicht nur wegen der Video- sondern natürlich auch wegen der Foto-BQ und des AFs. Und wer es nicht allzu eilig und etwas Geduld hat, der wird auch den oder anderen Hunderter sparen können.

  • Entschuldigt das ich mich einmische,

    ich habe mich ja nach langen Jahren zufriedener Arbeit mit diversen Canon Boliden aus dem System verabschiedet. Und zwar weil Canon einen echten Systemwechsel vollzogen hat. Die geforderten Investitionen habe ich lieber gleich eine Ebene höher getätigt weil es fast die selben Preise sind. Hatte nichts mit Spiegel oder Video zu tun weil für letzteres benutze ich ein dafür gebautes System, ist wirklich besser als der Umbaukrampf.

    Zur EOS 90D und prinzipiell zu APS-C. Ich habe keine Zahlen zum Canon APS-C Bestand. Sicher ist das es viele zufriedene Kunden gibt die einen großen Objektiv Park für ihr System besitzen. Ein Adapter Gestöppsel wollen die Kunden nicht verwenden wenn sie sich eine M kaufen sollen und neue Objektive kosten viel Geld wenn es denn überhaupt genügende Varianten auf dem Markt gäbe.

    Jetzt ist da eine 90D mit allen oben beschrieben Vorteilen, mal ehrlich wozu brauche ich zum Bilder machen unbedingt einen EVF? Das Ding hat die richtige Größe ist robust hat eine Benutzer freundliche Bedienung, was will man mehr?

    Das schon mehrfach tot geschriebene APS-C ist neben dem MFT das zukünftige Sensor Format wenn man die Entwicklungen in der Sensortechnologie wertfrei betrachtet. Dort werden Systeme für eine breite Kundenschicht angeboten. Das sind die Summen die die neuen sehr guten Smartphone kosten, nur das man damit nicht ins Internet kann.

    Wer als Einsteiger in die aktive Hobby Fotografie möchte findet bestimmt eine passende Smartphone Alternative in den beiden Systemen.

    • @Alfred
      Du hast in allem Recht was Du sagst, es gibt diese Käuferschicht und die kaufen mit der 90D eine vernünftige Kamera. Allerdings gibt es ein Problem, dass Canon – wie auch jetzt Sony bei der A6100 und der A6600 und auch schon bei der A6400 – einige Dinge weggelassen hat, die man ohne Mühe und Mehrkosten hätte integrieren können. Beispielsweise der zweite Kartenslot – ich brauche das nicht – aber warum erlaubt man sich so eine Blösse? Jeder weiss doch, dass das wieder zu negativen Kommentaren führen wird und damit einige Käufer abgeschreckt werden, das hätte man sich ersparen können. Und auch beim 4K macht man irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes, sicherlich gut genug für die Meisten, aber einfach schlechter als zum Beispiel bei einer X-T3 oder einer Sony A6600. Möglicherweise hat das damit zu tun – bei Sony und Canon – dass man ein stärkere Abgrenzung zu den hochpreisigen Produkten benötigt, weil man rein technisch langsam am Ende der Fahnenstange angelangt ist. Ich warte mit dem Kamerakauf auf jeden Fall, bis wirklich eine tiefgreifende Neuerung kommt, die meine Bildqualität und/oder das Handling erheblich verbessern. Wegen dieser Neuerungen sowohl bei Sony als auch bei Canon würde ich meine Kamera nicht wechseln. Wäre ich 7DII Besitzer würde ich mit Sicherheit keine 90D kaufen.

      • Ich finde die 90D durchaus gelungen, 32 Mp sind durchaus ambitioniert und erste Eindrücke lassen darauf schließen das der Sensor brauchbar ist. Vielleicht hat Canon noch nicht all seine Probleme gelöst, aber mir scheint das sie auf dem richtigen Weg sind.

      • Hallo joe,
        was meinst damit, wenn Du schreibst, Canon mache bei 4k und der 90D etwas schlechter als Sony bei der A6600. Beide haben 4K 30fps und beide haben dabei einen leichten Crop und bei Canon funktioniert der DP dabei. Canon erlaubt hingegen zusätzlich einen 4K Modus ohne Crop, dafür aber mit einer geringen Einbusse der BQ, woher die genau kommt, ist mir nicht bekannt. Ich sehe hier aber keinen Nachteil gegenüber der Sony.

      • Servus joe,

        an euren Ansichten findet vieles ebenfalls meine Zustimmung. Den Einwurf das nicht alles „freigeschaltet“ ist kann ich nachvollziehen. Es ist für mich eine reine Marketing Geschichte um genügend Abgrenzung zu den hochpreisigen Produkten zu haben.

        Den Hinweis auf die zwei Vollformat Einsteiger Kameras die Canon als DSLR/DSLM anbietet habe ich erwartet, stimmt für die Gehäuse, bei der DSLM muss der Kunde die teureren Folgekosten für die Objektive berücksichtigen will er nicht mit einem Adapter arbeiten welcher die Vorteile einer EOS RP zum Teil ad-absurdum führt.

        Warum ich persönlich mit Mittelformat und APS-C arbeite hat damit zu tun das ich auf der einen Seite absolute Bildqualität benötige, auf der anderen Seite für unterwegs und immer dabei ein kleineres, leichteres tragbares System mit Vollformat ähnlicher Leistung haben wollte. Dazu kommt noch das sowohl der Arbeitsablauf und die Bedienung der Geräte möglichst ähnlich und einheitlich sein sollte.

        Das die beiden Systeme zufällig spiegellos sind ist Zufall und wäre für mich nicht der ausschlaggebende Punkt gewesen. Zwar benötige ich die integrierten sehr guten Videofunktionen nicht, es beruhigt das sie vorhanden sind.

        Was ich damit sagen will ist das zu einem technischen Gerät mehr als die reinen Daten gehören.

        Was in der EOS 90D Klasse für die sehr unterschiedliche Kundschaft wichtig ist? Das sowohl für den gelegentlichen Anwender als auch für den ambitionierten Hobbyisten alle Möglichkeiten offen sind. Und das ist der Fall, da hat Canon alles richtig gemacht.

      • @Thomas Müller

        ich bin seit 2008 bei Canon und werde das wohl in Zukunft auch bleiben, aber was Mist ist, muss man auch benennen, sonst glauben die noch es wäre gut!
        In Video Vergleichstests sieht man eindeutig, dass das 4K der 90D ohne Crop bestenfalls noch FHD Qualität hat und sichtbar schlechter ist als das der Fuji X-T3, die hier die Standards setzt und auch schlechter ist als das der Sony A6600.
        Ich frage mich, weshalb macht man so etwas? Damit es im Datenblatt steht? Ich sage es mal freundlich, milde gesagt war das nicht besonders intelligent! Ebenfalls in die Kategorie, diesen Fehler hätte man vermeiden können, gehört der fehlende 2. Kartenslot, obwohl ich ihn persönlich auf für überflüssig erachte und ihn nicht benötige gibt es viele Zeitgenossen die so etwas aus welchen Gründen auch immer gerne hätten. Für vernachlässigbare Kosten hätte man die ganze Diskussion darüber vermieden, aber offensichtlich haben die Finanzheinis über die Marketing Kollegen gesiegt.
        Ich muss auch zugeben, dass ich auf diese 4 neuen Kameras die gerade von Sony und Canon angeboten werden, nicht gewartet habe und auch sehr viele enttäuscht wurden – vor allem von Sony – und deshalb dieser Schuss für beide nach hinten losgehen könnte. Aber das ist nicht mein Problem. Ich hoffe auf wirkliche Neuerungen und warte bis etwas bahnbrechendes kommt, aber das was hier abgeliefert wird ist alter Wein in neuen Schläuchen (wobei alter Wein ja durchaus auch besser werden kann).

      • Hallo Joe,

        ich verstehe Deinen Standpunkt, finde aber, dass der Vorwurf bei der 90D weniger zutrifft als bei der A6600, weil Canon mit der 90D insgesamt eine echte Weiterentwicklung der 80D geliefert hat. Gute Bedieneigenschaften wie beispielsweise den Schwenk-/Kipp-Monitor hat man beibehalten, sehr praktische Bedienelemente wie den Joystick hat man ergänzt. DIe Batterie läuft deutlich länger etc., alles Eigenschaften, die eine klare Verbersserung gegenüber dem Vorgängermodell darstellen. Ob man in eine bald für ca 1100,00 Euro oder weniger angebotene APS-C noch mehr hätte hineinstecken können, darüber kann man sicherlich unterschiedliche Auffassung sein. MIr fällt aber beispielsweise im Moment keine APS-C, egal ob DSLR oder DSLM ein, die eine höhere Auflösung als die 90D liefert. Der Canon 90D muss man auch zugute halten, dass sie zudem günstiger ist als die A6600. Ich finde schon alleine deshalb die Gleichsetzung der A6600 mit der 90D nicht ganz fair.

        Was 4K betrifft, Canon hat der 90D zwei Modi eingebaut, einer mit geringem Crop, 30fps und angeblich sehr guter BQ, also genau das, was die A6600 auch maximal kann. Der Crop-lose 4K-Modus mit schlechterer BQ ist bei der 90D eine zusätzliche Möglichkeit und macht meiner Ansicht nach die Kamera dadurch nicht schlechter als die A6600. Niemand ist gezwungen diesen Modus zu nutzen.

  • Wer Videos in 4K aufnehmen will wurde bisher von Canon ziemlich enttäuscht. Crop Faktor und langsamer Focus. Vielleicht könnte es sich endlich mit dieser Kamera ändern.
    Da sind andere Firmen wie Panasonic, Sony, FujiFilm und Nikon schon erheblich weiter.
    Man sollte erstmal in aller Ruhe die ersten Reviews abwarten.
    Und 2 noch nicht erschienene Kameras nur anhand von Daten zu vergleichen ergibt doch kein Sinn.