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Canon präsentiert zwei außergewöhnliche Ultraweitwinkel-Objektive

Mit dem RF 7-14mm f/2.8-3.5L Fisheye STM und dem RF 14mm f/1.4L VCM erweitert Canon das eigene Objektiv-Angebot im Ultraweitwinkel-Bereich.

Canon RF 7-14mm f/2.8-3.5L Fisheye STM

16 Jahre sind seit der Präsentation des Canon EF 8-15mm f/4L USM inzwischen vergangen. Dass sich in diesem Zeitraum neue technische Möglichkeiten ergeben haben, stellt Canon mit dem heute vorgestellten RF 7-14mm f/2.8-3.5L STM unter Beweis. Das neue RF 7-14mm unterbietet das alte EF 8-15mm in Sachen Gewicht (476 Gramm vs. 540 Gramm), bietet gleichzeitig aber eine höhere Lichtstärke und deckt einen größeren Bildwinkel ab. Statt 180° sind jetzt beeindruckende 190° möglich. Oder anders ausgedrückt: Das Objektiv kann nach hinten schauen.

Das RF 7-14mm bietet zwei charakteristische Bildlooks: ein kreisrundes 190°-Fisheye-Bild bei 7 mm sowie ein formatfüllendes diagonales 180°-Fisheye-Bild bei 14 mm. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt Canon mit einigen Beispielbildern:

Bei der optischen Konstruktion setzt Canon auf 16 Elemente in 11 Gruppen, darunter befinden sich zwei asphärische Replica-Elemente und fünf UD-Elemente. Außerdem kommen verschiedene Vergütungen zum Einsatz. Die Naheinstellgrenze liegt bei 15 cm und wie bei einem Objektiv der L-Serie üblich ist ein Schutz gegen Staub und Spritzwasser garantiert. Ebenfalls erwähnenswert: Das praktische Drop-in-Filter-System.

Das Canon RF 7-14mm f/2.8-3.5L Fisheye STM wird ab Ende Februar 2026 zum Preis von 1.799 Euro erhältlich sein.

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Canon RF 14mm f/1.4L VCM

Eine 14mm-Festbrennweite mit einer Lichtstärke von f/1.4 gab es von Canon bisher noch nie. Das neue Objektiv ist das inzwischen sechste Mitglied der 2024 eingeführten VCM-Reihe, die sich gleichermaßen an Foto- und Videografen richtet.

Canon verspricht eine außergewöhnliche Schärfe von der Bildmitte bis in die Ecken – und setzt dafür auf eine aufwendige optische Konstruktion. 18 Elemente kommen in 13 Gruppen zum Einsatz, dazu gehören auch diverse Speziallinsen. Die Anzahl der Blendenlamellen beläuft sich auf 11, die Naheinstellgrenze liegt bei 24 cm.

In Sachen Gewicht und Größe reiht sich das neue RF 14mm f/1.4L zwar ziemlich gut in die Reihe der bisherigen VCM-Objektive ein (578 Gramm), auch stehen ein Blendenring, Steuerring sowie eine Funktionstaste zur Verfügung. Es gibt allerdings auch eine Besonderheit: Die Gegenlichtblende ist fest verbaut und es gibt kein klassisches Filtergewinde an der Frontlinse. Das ist keine Überraschung, beim Sigma 14mm f/1.4 DG DN Art sowie Canons altem EF 14mm f/2.8 ist das nicht anders.

Das Canon RF RF 14mm f/1.4L VCM wird ab Ende Februar 2026 zum Preis von 2.499 Euro erhältlich sein.

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Eure Meinung zu den beiden neuen Canon Objektiven?

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Das RF 14mm F1.4 scheint echt n Hammer zu sein! Das Gewicht ist mega, die Lichtstärke bei der Brennweite sowieso.

Die (von manchen) so gefürchtete elektronische Korrektur ist auch weit weniger ausgeprägt als befürchtet und sicherlich nutzbar für Nachtfotografie. Im Video von Gordon Laing kann man sich das anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=WT9J9san79s

min 5:19

Das Sigma ist zwar optisch noch besser korrigiert, jedoch wiegt es auch das doppelte.

Markus S.

Naja, die Canon Optik hat halt wieder komplett schwarze Ecken. Ist also weiter als 14mm und wird beschnitten um auf die 14mm zu kommen am Ende.
Von optisch korrigiert würde ich hier nicht sprechen.

N1USER

Canon nutzt konsequent die Möglichkeiten der Software-Korrektur, weil man bei DSLMs ja das unkorrgierte Bild gar nicht zu Gesicht bekommt (außer bei RAW). Meiner Erfahrung nach kommt dieses unschöne Verfahren aber der Bildqualität zugute. Die gute alte Fotografie kommt dabei natürlich unter die Räder 😉

Markus S.

War nur bezogen auf “optisch korrigiert” aus dem Beitragsersteller.
Man verliert halt Megapixel, das Bild wird, wie hier wenn komplett schwarz in den Ecken, ja gecroppt. Da muss ja Auflösung verloren gehen.
Grade bei 24MP mag das ggf. schon zu sehen sein.

Peter E.

Markus, das Bild wird nicht gecroppt. Das Bild welches das Objektiv auf den Sensor zeichnet ist “tonnenförmig verzeichnet”, so ähnlich aber nicht so stark wie das ein Fischauge (oder auch dein Auge vor Ort) macht. um es dann in den gewünschten Rahmen zu bringen wird hin zu den Ecken gestreckt. Das Ergebnis ist hervorragende Bildqualität bei kompakten Objektivabmessungen.
Als Nebeneffekt hast du sogar mehr Spielraum wenn du mal im Postprocessing stürzende Linien aufrichten willst.

Rolf Kleinert

und ewig grüßt das Mummeltier- jedes RAW ist bereits per Kamerasoftware korrigiert.

N1USER

Hier ging es am Beispiel Canon um die Korrektur des JPG- und Sucherbildes, welches sich sehr deutlich vom RAW unterscheidet. Natürlich ist auch jedes RAW bereits korrigiert, aber eben deutlich weniger wahrnehmbar.

Johannes Pottfay

Die ersten Tests von Gordon Laing und Jared Polin sehen sehr vielversprechend aus. Das RF 14mm ist definitiv eine ernsthafte Option.
Ich hatte schon das EF 14mm und habe es beim Umstieg auf das R-System verkauft. Kann mir deshalb die RF-Variante gut vorstellen.

J.Friedrich

👍 Tolle Teilchen! 😉 Die “Astrologen” werden aber wahrscheinlich nicht ganz zufrieden sein – Sigmas Superteilchen ist zwar ein “kleinen Ticken” schwerer 😀, aber optisch korrigiert ein Überflieger…

Ein.horn

Holla, das sind ja krasse Teile. Die Landschafts und Astrofotografen werden sich freuen. Da kann man auf die ersten Tests gespannt sein. 190° sind schon eine Hausnummer. Spitzentechnik=Spitzenpreis. Na ja, so was kauft man nur einmal im Leben. Mein 10mm – 20mm F4 werde ich nicht ersetzen, der Bereich ist für meine Zwecke besser geeignet.

joe

Also wäre es nicht so teuer, würde das 14/1.4 in meiner Fototasche landen. Da ich keine Unterwasserfotografie mache ist das Fischauge nichts für mich, wohl eher auch mehr eine Spielerei. Ich denke nach 100 Bildern hat man es gesehen und es landet in der untersten Schublade. Es würde mich nicht mal interessieren, wenn ich es geschenkt bekäme.

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Das Fisheye ist schon sehr speziell… Die wenigen Einsatzzwecke die ich bisher kenne sind Snowboard/ Skateboard, Unterwasserfotografie und zum Teil so urbane Fotos (zwischen Hochhäusern in New York oder von der Spitze eines Wolkenkratzers –> keine Ahnung wie die Kategorie heißt) und das war es auch schon. Die Spielerei wäre bei mir vermutlich schon nach 10 Fotos vorbei, da ich wirklich keine Idee mehr hätte. Das RF 14mm F1.4 hätte ich schon gerne in meiner Tasche, aber die Kosten kann ich bei meinen ehrlich gesagt sehr wenigen (erforderlichen) Anwendungsbereichen nicht rechtfertigen. Auch für einen “Tausch” des 14-35mm würde ich ja 1,5 K € drauflegen… wenn man bedenkt wie geil das UWA zoom ist, eigentlich ein völliger Wahnsinn 🙂 2019 habe ich mit Nachthimmelfotos in Neuseeland angefangen und liebe dies eigentlich, daher auch das Interesse an dem Objektiv. 2020 gab es noch ein paar Versuche und 2022 sind mir auf Amrum auch schöne Aufnahmen gelungen. Seitdem habe ich nicht wirklich die Zeit und die notwendigen Ressourcen, um dies exakt zu planen und umzusetzen. Da dies noch so bleiben wird, werde ich mich mit den günstigen lichtstarken Brennweiten hier und da dem Thema widmen. Bis dahin ist der Preis vllt auch mal unter… Weiterlesen »

joe

Habe gerade nachgeschaut, bei Foto Zumstein kostet das RF 14/1.4 2’129.-CHF und das RF 14-35/4.0 bei Brack 1’139.-CHF, also etwas mehr als die Hälfte. Da ist eigentlich klar wofür man sich entscheiden sollte, sofern man nicht Astro fotografiert. Das Fisheye kostet übrigens 1’549.- CHF.

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Ich habe bei meinem Beispiel nicht den aktuellen Preis des RF 14-35mm genommen, sondern eher marktübliche Gebrauchtpreise, da ich dieses ja gebraucht verkaufen müsste und mich nicht zwischen zwei neuen Objektiven entscheide.

N1USER

Für mich würde sich das Fisheye schon lohnen, wenn ich nur einige außergewöhnlich gute Fotos damit mache könnte – aber selbst dafür fehlt mir aktuell die Fantasie 😉

Daniel

Jetzt noch eine Neuauflage des
RF 70-200mm 4.0L
und die Canon R3ii

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Nur aus Interesse: Warum möchtest du eine Neuauflage des RF 70-200mm F4 L? Ich finde das Teil richtig geil und wüsste nicht, was man verbessern müsste. Man könnte natürlich z.B. die Naheinstellgrenze und den Abbildungsmaßstab verbessern. Aber das mMn jammern auf hohem Niveau.

Daniel

„Vieles“ ist jammern auf hohem Niveau!

….Weshalb kauft jemand jedes Jahr ein neues Handy ! Das alte tut es doch auch ! …..

Eine Extender Kompatibilität wäre super.

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Ich kaufe mein Handy ca. alle fünf Jahre 🙂 vllt hält das aktuelle sogar länger durch 🙂

Ok, extender Kompatibilität macht Sinn. Beim F2.8 bietet Canon ja beides an (kompaktes Zoom ohne TC, längeres interner Zoom mit TC), aber ich glaube nicht, dass ein neues F4 kommen wird.

Daniel

Ich bin mir sicher das ein
neues 70-200mm F4.0 L , kommen wird ! ( wann weiß ich jedoch nicht )

Peter E.

Extender Kompatibilität? Das 70-200 glänzt mit einer unschlagbaren Kompaktheit. Sollte es mit einem Extender funktionieren würde es nicht mehr so in die Fototasche passen wie dieses, ein klares NoGo!
Meine little Trinity ist 16-28 2.8, 28-702.8 und 70-200 4.0. Die drei zusammen wiegen das gleiche wie früher das EF 70-200 2.8, not too bad!
Brauchst du’s mal lang, wie wäre es mit dem RF 100-400 für das gleich Geld wie ein Teleconverter?

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Ich denke Canon hat bei den ersten beiden 70-200mm tatsächlich die Kompaktheit klar priorisiert. Die Profis hatten dann beim F2.8 einiges zu meckern (langer Zoomlauf, fehlende TC Kompatibilität) und Canon hat tatsächlich nun noch ein Modell gebracht. Ob das beim F4 auch der Fall sein wird, Waage ich zu bezweifeln. Videografen greifen wohl – wenn das Budget es erlaubt – zum F2.8 Z. Die Profis, die die TCs möchten, nehmen auch das F2.8. Wie viele möglichen Käufer bleiben dann wirklich für ein 70-200mm F4 welches TC nimmt? Wünschen würde es den Leuten, genauso wie ich gerne ein kompaktes 24-70mm F4 richtig und sehr naher Einstellgrenze wünsche.

austrian

14/f1,4 ist eine Ansage, das Fischauge interessiert mich mäßig, ich kann mit solchen Gläsern nichts anfangen.

Jeoren

Spannender Artikel — besonders der Punkt mit der Software-Korrektur bei den Ultraweitwinkeln finde ich wichtig. Gerade bei Portrait- und Lifestyle-Shootings, wo ich oft mit UWW arbeite, merkt man schnell, wie stark die Ränder nach der Korrektur beeinflusst werden.
Mir hilft es immer, Objektive im Realen Einsatz zu sehen — also z. B. wie sich Verzerrung und Korrektur auf Hauttöne und Gesichter auswirken.
Danke für den Überblick!

Joachim

2 Dinge:
prima Linsen wahrscheinlich. Preissegment ist nichts für mich (zu teuer). Man soll ja noch im Alter einen Baum pflanzen. Die Linsen lohnen sich für mich nicht.
190°, da interessiert die optische Konstruktion. Ist ja sowas wie nach hinten schauen. So, als könnte man die Ohren sehen.

Hatte gestern in Köln zu tun und habe das Sigma 12mm (APS-C, R7) im Dom mal ein bisschen ausprobiert. Bei ca.19 mm gecropter Brennweite bekommt man das Kirchenschiff komplett auf den Sensor. Was mir auffällt, dass der Raum relativ dunkel ist und die Fenster dadurch sehr hell wirken. Vor allem das Fenster von Richter. Den Kontrastumfang kann der Sensor nicht gut abbilden. Meist sind die Farben überbelichtet und wirken farblos. Also, so einfach, trotz Automatik, geht es da nicht. Anders sieht es bei Astro Aufnahmen (Milchstraße etc.) aus. Die Belichtungsverhältnisse sind da einfacher. Da gehört auch eine parallaktische Montierung für die Langzeitbelichtung dazu. Die Gestaltungsfreiheit der Bilder ist sehr begrenzt. Da schaue ich lieber ins Netz für Bilder.

Mark

Mir gefällt es, dass Canon auch sowas eher spezielles wie das Fisheye konsequent in bester Qualität anbietet. Als Spaßlinse reicht da auch ein manuelles einfaches, aber wer dies regelmäßig nutzt, hat dann hier die Option einer Highend Lösung.

Das 14mm 1.4 wird optisch sehr gut sein und es ist ja zudem ziemlich kompakt. Was nur auffällt, wie teuer, bestimmt auch durch immer etwas bessere Qualität, die Objektive werden. Grob in einer Preisliga waren ja immer die eigen Objektive von Canon, Sony und Nikon – klar das GM von Sony hat nur eine 1.8 Blende, liegt aber beim halben Preis und ist optisch sehr gut. Wenn hier eine Neuauflage kommt wird es auch preislich wie das Canon hier sein. Dagegen sind die Kamera Bodies noch alle in erwarteten Preissteigerungen.

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