Canon-Vizepräsident Go Tokura verrät im Interview, welche Technologie die Fotografie in den kommenden Jahren grundlegend verändern könnte.
Auf der CP+ 2026 in Yokohama hat sich Canon in einem ausführlichen Interview mit Phototrend nicht nur zum Thema RF-Objektive von Drittherstellern, sondern auch zu den technologischen Weichenstellungen der nächsten Jahre geäußert. Fünf hochrangige Canon-Manager saßen am Tisch, darunter Go Tokura, Executive Vice President und Chef der Imaging-Sparte. Phototrend stellte ihm eine bewusst zugespitzte Frage: Wenn er sich für eine einzige Canon-Technologie entscheiden müsste, die die Fotografie in den nächsten 24 Monaten nicht nur verbessert, sondern grundlegend verändert, welche wäre das?
Tokuras Antwort war trotz des hypothetischen Rahmens erstaunlich eindeutig: “Wir glauben, dass die nächste große Veränderung der Wechsel von 2D zu 3D sein wird.” Canon sieht die nächste Fotografie-Revolution also nicht in noch mehr Megapixeln oder anderen technischen Verbesserungen, sondern im Sprung in die dritte Dimension.
Realität bedeutet mehr als ein flaches Bild
Tokura begründete seine Einschätzung mit einer fast philosophischen Argumentation. Ein Bild sei immer ein Ergebnis, und die Aufgabe der Canon-Geräte bestehe darin, die Realität möglichst originalgetreu wiederzugeben. 3D vermittle dabei naturgemäß ein stärkeres Gefühl von Wirklichkeit als 2D.
Doch Tokura ging noch einen Schritt weiter und fragte, was “wahre Realität” eigentlich bedeute. Geräusche, Temperatur, Wind, Gerüche gehörten ebenfalls dazu. In Zukunft könne es Kameras geben, die all diese Sinneseindrücke aufzeichnen. Um das zu erreichen, müssten allerdings enorm viele Funktionen in ein einziges Gerät integriert werden.
Ganz so schnell wird das nicht gehen, räumte Tokura selbst ein. 24 Monate reichten dafür bei Weitem nicht. Aber KI und Deep Learning würden einen Sprung in der technologischen Entwicklung ermöglichen. Wie viel davon Canon in den kommenden zwei Jahren konkret umsetzen könne, sei offen. Fortschritte werde es aber definitiv geben.
Der Weg in die dritte Dimension hat bereits begonnen
Auch wenn die Frage von Phototrend eher als Gedankenspiel formuliert war, kommt Tokuras Antwort nicht aus dem Nichts. Schließlich investiert Canon seit einiger Zeit gezielt in VR- und 3D-Technologie. Zwei Dual-Fisheye-Objektive für das RF-S-System ermöglichen bereits die Aufnahme von Spatial Videos für die Apple Vision Pro. Und mit dem auf der CP+ 2026 vorgestellten RF 7-14mm f/2.8-3.5 L Fisheye STM, das mit seinem 190-Grad-Blickwinkel einen Weltrekord aufstellt und in Kombination von zwei Exemplaren sogar 360° abdecken kann, baute Canon dieses Ökosystem kürzlich weiter aus.
Ob Canon den großen Sprung von 2D zu 3D tatsächlich innerhalb weniger Jahre vollziehen wird, bleibt dennoch abzuwarten.


Ja, das wäre noch interessant. für mich wäre aber bedeutend, wie starkt der 3D Effekt ausfällt. In Filmen ist er ja in der Regel zu übertrieben dargestellt.
Auch würden hier vielleicht kleinere Sensoren ihre Vorteile besser ausspielen.
Das hängt prinzipiell vom Abstand der Linsen ab. Ist der Abstand in etwa dem Abstand unserer Augen, wirkt der Effekt natürlich. Wird der Abstand vergrößert, steigert sich dieser Effekt.
Nein, grössere Sensoren haben Vorteile, weil durch die geringere Schärfentiefe der 3D-Effekt vertärkt wird.
der 3D-Effekt braucht mehr Schärfentiefe!
Meinte ich eigentlich, habe aber statt grössere geringere Schärfentiefe geschrieben.
Sollten Kameras in der Zukunft auch Gerüche aufzeichnen, fange ich wieder an, meine Zähne zu putzen.
🤣
Zumindest bei den Gerüchen gibt es das schon lange. Beim Druck werden dem Lack oder den Farben Duftstoffe beigefügt, wobei der Duft im Lack länger anhält. Diese Technik wird häufig in der Werbung angewendet, um z.B die Rose auf dem Foto auch nach Rose duften zu lassen oder das Parfüm nach Parfüm. Am meisten mochte ich jeweils um die Weihnachtszeit den Duft nach Zimt.
Also den Schrott kann sich der gute Mann sonst wohin stecken!
Fehlt ja gerade noch, dass man beim Bilder machen keinen gescheiten Furz mehr lassen kann, also da hört der Spaß für meinereiner auf.
War heute mit dem Eheweib in den Weinbergen, sie hat wieder fotografiert, als ob es abgeschafft würde, meinereiner nur ein Paar Bilder gemacht (unter anderem zum Thema Kino-Kelter (die steht dort und ich habe durch das obere Teil der Kelter Bilder von historischen Altstadtgebäuden geschossen)) und ausserplanmäßig so einen eitlen Turmfalken, welcher sich wohl für ein Model hielt und sich keine 2 Meter von meinereiner auf einen Ast setzte und mir beim Knipsen zusah. Albernes Vieh, muss wohl eine Sie gewesen sein!
Zum Fotografieren kam meinereiner wieder kaum, weil er vom Eheweib den Auftrag hatte, mit dem Laberknochen ein Video vom Bimmelbähnchen zu machen, natürlich mit Kafter im Hintergrund, alberne Aufgaben bekommt meinereiner da immer.
Wenn man die Botschaft richtig liest kommt man zu folgendem Schluss:
Canon sieht anscheinend die klassische Fotografie für noch töter als tot an, ist jetzt stets bemüht, die Reizüberflutungen unserer Zeit zu bedienen und glaubt im Prinzip selber nicht, dass man den ganzen Schrott, welchen sie uns bis jetzt noch andrehen wollen, überhaupt zum Bilder machen noch braucht.
Gleichzeitig das Gefasel, man wolle nun irgendwann den Mount bei R auch für VF öffnen, schön, für was dann, für die 2D Technik, welche sich nach eigenen Angaben eh überlebt hat?
Man muss nicht dämlich sein, um sich an diesen Werbebotschaften noch zu erfreuen, aber es erleichtert die Sache ungemein!
Ach je. Wie oft wurde 3D in den vergangenen 40 Jahren schon zum Gamechanger erklärt…
Ich persönlich glaube nicht daran.
erinnere mich an die letzten Photokinas. 3 D war in aller Munde. Habe noch die Brillen von Fuji im Keller. Nix draus geworden. Wer läuft schon mit VR Brille durch die Gegend. Verwendung wäre eventl. bei Planungsvorhaben nützlich. Z.B. auch für Immobilenmakler, die das für Werbung der Objekte nutzen können.Viele Leute haben so kein räumliches Vorstellungsvermögen.
Mal “weit” nach vorne geschaut. Da gibt es Brillen mit Kamera und SM Verbindung. Da bekommst du Text oder Bild reingespiegelt. Ist z.B bei gehörlosen Menschen interessant. Das Sprechen des Gegenüber wird mit KI in Text verwandelt und erscheint lesbar in der Brille.
Also für die Hobbyphotografie halte ich das für nicht erfolgreich.
Seit 100 Jahren wird die 3D-Sau durchs Dorf getrieben, als Standard für die Zukunft erklärt, um dann nach kurzer Zeit wieder zu verschwinden. Gähn.
So spannend wie ein Fisheye-Objektiv. Der Effekt ist nach kürzester Zeit langweilig und man macht “normal” weiter.
Das wird so enden wie mit den 3D Fernsehern…
Wann kommt Leica mit 3 D?
Kommt `drauf an, wer liefert – dann den roten Punkt aufkleben, fertig ist das Angebot!
Ja, wunderbar, aber wir leben in der Gegenwart und dafür will ich Objektive!
Es gibt übrigens genügend gestalterische Mittel, um bei den Fotos eine Tiefenwirkung zu erreichen, dafür braucht es die Canon-Manager nicht. Aber zugegeben, es ist einfacher, sich eine entsprechende Kamera verpassen zu lassen als sich selber weiterzubilden.
Ich denke es geht hier vor allem um virtuell reality, die man dann über eine “Brille” anschaut
Das tue ich mir aber nicht an, ist wohl nichts für mich.
Das macht garantiert „schlank“ wenn die Bratwurst in der Variante „virtuell reality 3-D“ auf dem Teller liegt.
Kann ich demfall nicht brauchen, ich bin schon schlank.
Canon verpasst mal wieder Trends, aber investiert gleichzeitig in Technologie, für die es noch kaum Endgeräte zum Betrachten gibt. Die Logik muss man nicht verstehen.
Also die Logik ist schnell erklärt:
Würde Canon in neue Technik investieren, wenn der Markt schon am brummen ist, dann hätten die den Markt mal wieder genau so verschlafen wie dazumal bei DSLM.
Ob es dann so einen Markt überhaupt geben wird nennt man glaubt meinereiner dann unternehmerisches Risiko, aber, “no risk, no Pfanni-Knödel”
Die 3D Generierung im Iphone ist schon eine schöne Sache. Funktioniert auch unkompliziert auf einem TV. Irgendwie habe ich das Gefühl, die sind mit ihrer Technik etwas hinten dran. Wer schleppt das Zeug noch im 21. Jahrhundert für diesen Effekt mit sich herum. Das Ganze geht sogar bei älteren Fotografien.
Es sind schon in der Antike 3-D Relief Bilder gemacht worden!
Vielleicht möchte Canon neu entwickelte 3-D Drucker vertreiben mit denen Reliefs „naturgetreu“ erstellt werden. Solche Bilder in der Größe von 1,2m x 1,6m über dem Sofa – das würde beeindrucken.
Absolut.
Gute Idee, vielleicht können die 3D dann verkaufen, bei 2D läuft es ja bei Druckern angeblich nicht mehr so gut.
Das Ding ist dann super, druckt alles, ein kleiner Haken wird dann schon kommen: Druckt meinereiner einen Konzertflügen als 1:1 Kopie, das verbrauchte und nur von Canon gelieferte Druckmaterial ist teuer als ein Flügel aus “Altproduktion” überhaupt gekostet hätte aber dafür klingt das Ding voll Sch……!
Wenn ich die Debatte hier so lese dann erinnert mich das an die Zeit als die Videocams immer kleiner wurden und die Schultercamträger sich tierisch über den Miniaturisierungstrend aufregten obwohl sie genügend Auswahl an kiloschweren Modellen hatten aber irgendwie das Bedürfnis verspürten jedem ihre Meinung aufzuzwingen. Heute gibt es so gut wie keine neuen Videocams. mehr weder große noch kleine und alle laufen mit Handys oder Aktioncams rum. Ich habe nichts gegen 3D Video noch gegen 2/3D Fotografie. Soll jeder auf seine Art glücklich sein.
Was ist besser als 3D? 4D!
Menno, geht hier doch nicht um Körbchengrößen!
Ach, sag das doch gleich!
Menno, die gehen doch erst bei 65 los … oder so …
Jetzt aber mal im Ernst (nicht der Ernst sondern Ernsthaft, hat aber nix mit haften zu tun): Hat schon jemand mit diesen Doppelfischaugen photographiert? Und wenn ja: Wie sind die Ergebnisse?