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Canon vs. Nikon: Interessantes Video von Tony Northrup

Canon oder Nikon? Nach wie vor eine oft gestellte Frage in der Kamerawelt. Ein aktuelles Video bringt die Fakten ziemlich gut auf den Punkt.

Gestern hatten wir aktuelle Verkaufszahlen bzw. Statistiken zum Anlass genommen, um kurz das Thema „DSLR vs. DSLM“ anzusprechen. Heute wollen wir ein aktuelles Video von Tony Northrup aufgreifen, um kurz über „Canon vs. Nikon“ zu sprechen. Klar, es gibt noch zahlreiche andere Hersteller, die Spiegelreflexkameras anbieten – aber sind wir mal ehrlich, wer sich eine neue DSLR kaufen will, wird sich in den meisten Fällen zuerst bei Canon und Nikon umschauen.

Nikon mit besseren Kameras, Canon mit besseren Objektiven

Im Prinzip bringt es Tony Northrup ziemlich gut auf den Punkt: Nikon Kameras sind den Canon Kameras überlegen, vor allem im Vollformat-Bereich. Sie bieten mehr Megapixel, mehr Details, mehr Dynamikumfang, mehr Schärfe – sprich sie liefern bessere Bilder. Doch die Kamera ist nur die halbe Miete, denn ohne das passende Objektiv funktioniert natürlich gar nichts. Und da sind wir beim entscheidenden Punkt: Canon lässt Nikon in Bezug auf viele Objektive keine Chance. Tony Northrup geht zum Beispiel sehr auf lichtstarke Objektive im 200mm Bereich ein und da ist es quasi nicht möglich, von Canon zu Nikon zu wechseln. Auch in anderen Bereichen (nicht allen) gibt es für Canon Kameras einfach die besseren und günstigeren Objektive, zudem kommen die Gläser von vielen Drittherstellern für Nikon Kameras oftmals erst Monate später auf den Markt. Klar, Canon ist nach wie vor Marktführer und die Dritthersteller wollen mit ihren Objektiven, Blitzen usw. zunächst einmal die größte Zielgruppe – also die Canon Nutzer – bedienen.

Lesetipp: Canon & Nikon: Mögliche Wege aus der „Krise“

Welcher Hersteller für welchen Bereich?

Abschließend kommt Tony Northrup zu folgenden Empfehlungen, welche Marke man für welche Bereiche wählen sollte:

  • Einsteiger: Für einen Hobby-Fotografen, der auf keinen Fall mehr als 1.000 Euro investieren möchte, spielt es im Grunde keine Rolle, ob er zu einer DSLR von Canon oder Nikon greift. Im Grunde kann man hier auch bedenkenlos zu anderen Herstellern (und DSLMs) greifen.
  • Landschaft: Nikon
  • Sport: Canon
  • Wildlife für unter 10.000 Dollar: Canon
  • Wildlife für über 10.000 Dollar: Nikon
  • Portrait: Canon
  • Video: Panasonic (GH4)

In jedem Fall ein sehr interessantes Video, in dem auch wirklich konkret auf Details und einzelne Objektive eingegangen wird.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

2 Kommentare

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  • Kann mir jemand erklären, wie Northrup dazu kommt zu sagen, dass das Nikon-Objektiv gar nicht die angegebene Brennweite von 70 – 200 abdeckt? Ich habe versucht, die Messdaten in DXO nachzuvollziehen. Das ist mir nicht gelungen. Ich habe dort nur sehr viel bessere Messergebnisse gefunden, als Northrup sie angibt.
    Wenn aber all diese Behauptungen nicht wirklich stimmen, dann kann man dem ganzen Video nicht trauen.

  • Hallo,
    er hat nicht unrecht, finde ich. Grds. kann ich ihm auch nur zustimmen.

    Nur bei der Einteilung wildlife über 10.000,- auf Nikon zu setzen, halte ich für einen schlechten Scherz. Die Kombi 1DX + Canon 600/4 II L IS + die Canon Konverter der Version III sucht man bei Leistung und Gewicht insb. der Linsen bei Nikon vergelblich. Dort sind die grossen Teles.. sorry eine Generation zurück. Das gilt auch schon für das 70-200 II von Canon.
    Eine D800e zu nehmen, wegen dem Croppotential der 36MP ist leider nicht sehr praxistauglich, da man, wenn man denn stark croppen müsste, defintiv andere Umwelteinflüsse bekommt, wie Dust etc.. welche die BQ negativ beeinflussen.