Marktgeschehen

Das sind die 10 meistverkauften DSLMs des Jahres 2021 (Japan)

BCN Ranking hat veröffentlicht, welche zehn DSLMs sich im Jahr 2021 in Japan am besten verkauft haben. Angeführt wird die Liste von Sony.

Neue Verkaufszahlen aus Japan

Neue Verkaufszahlen aus Japan! BCN Ranking hat veröffentlicht, welche zehn spiegellosen Systemkameras in Japan im vergangenen Jahr am häufigsten über die Ladentheken gegangen sind. BCN Ranking erfasst ungefähr 40 Prozent aller Kameraverkäufe in Japan und ist dementsprechend eine der zuverlässigsten Anlaufstellen, wenn es um Statistiken und Verkaufszahlen im Heimatland der Kamerahersteller geht. Ein Blick auf die kürzlich veröffentlichte Liste ist dementsprechend interessant, trotzdem sollte man im Hinterkopf behalten, dass der japanische Markt nicht mit dem europäischen oder dem amerikanischen vergleichbar ist. So werden in Japan beispielsweise bevorzugt kompakte und leichte spiegellose Systemkameras verkauft, während in Europa und den USA auch gerne mal zu etwas teureren High-End-Kameras gegriffen wird.

Ein Blick auf die westlichen Märkte wäre also ebenfalls interessant und für uns sogar noch interessanter, doch da für Europa und die USA unseres Wissens nach keine vergleichbaren Daten wie die von BCN Ranking gesammelt werden, müssen wir aktuell mit den Verkaufszahlen des japanischen Marktes Vorlieb nehmen.

Die 10 meistverkauften spiegellosen Systemkameras

Doch genug der Vorrede, werfen wir einen Blick auf die zehn meistverkauften spiegellosen Systemkameras des Jahres 2021 in Japan:

  1. Sony A6400 Double Zoom Lens Kit (Schwarz)
  2. Canon EOS M50 Mark II Double Zoom Kit (Weiß)
  3. Canon EOS M50 Double Zoom Kit (Weiß)
  4. Sony A6400 Double Zoom Lens Kit (Silber)
  5. Sony ZV-E10 Power Zoom Lens Kit (Schwarz)
  6. Canon EOS M50 Mark II Double Zoom Kit (Schwarz)
  7. Canon EOS M50 Double Zoom Kit (Schwarz)
  8. Fujifilm X-A5 Lens Kit (Silber)
  9. Olympus PEN E-PL10 EZ Double Zoom Kit (Weiß)
  10. Fujifilm X-A5 Lens Kit (Braun)

Wie ihr seht hat die Liste einen entscheidenden Nachteil: BCN Ranking erfasst unterschiedliche Farb- und Kitvarianten als separate Kameras. Würde man unterschiedliche Versionen als eine Kamera zählen, wäre in der Liste der Top 10 noch Platz für weitere Modelle.

Doch sei es drum. Die meistverkaufte DSLM des Jahres 2021 war in Japan die Sony A6400, gefolgt von der Canon EOS M50 Mark II und der Canon EOS M50. Das macht deutlich, wie gut sich die Canon EOS M Kameras in einigen Teilen der Welt nach wie vor verkaufen, auch wenn Canon sich seit Jahren nicht mehr so wirklich um das System gekümmert hat.

Grundsätzlich ist zu beobachten, dass es weder Nikon noch Panasonic in die Liste geschafft haben, dafür aber eine Kamera wie die Fujifilm X-A5. Ich wusste gar nicht, dass die überhaupt noch produziert wird. Ansonsten fällt auf, dass keine einzige spiegellose Vollformatkamera in der Liste vertreten ist. Die Webseite Imaging Resource berichtet allerdings, dass im Dezember 2021 die Sony A7 IV, Sony A7 III und Canon EOS RP Topseller in Japan waren. Es ist also denkbar, dass sich der Trend hin zu spiegellosen Vollformatkameras langsam auch in Japan stärker durchsetzt und in den Verkaufszahlen widerspiegelt.

Beitragsbild: @mojiw

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Carsten Klatt

Das sagt mir unabhängig davon, ob das repräsentativ ist nur: Die Leute wollen offenbar keine riesigen Backsteinkameras mehr…

joe

Wollten sie in Japan noch nie, deswegen der (ehemalige) Erfolg von Olympus und der Canon M-Serie in Japan. Japaner haben kleine Hände, du weisst was das heisst!

Azzaro

…dem ist so, nur im Profisegment sind diese wirklich gewünscht oder man hat Hände wie Toilettendeckel! 😉

Markus Gaide

Interessant wie das wo anders aussieht, finde es sehr Spannend das mal zu sehen wo man bei uns in Europa besonders hier in Deutschland das Vollformat über allem zu stehen scheint. Mittlerweile denke ich da auch anderes drauf so das bei mir APSC und MFT immer mehr in den Fokus rücken.

Cat

ja können Japaner denn kein Smartphone bedienen? Wozu ausgerechnet diese Kameras 🙂

lichtbetrieb

Canon Schande, Schande, Schande

Das M System so zu vernachlässigen ist eine Sünde. Für die Jackentasche ist die M50 mit dem 22f2 ein träumchen. Absolut unverständlich wie man dafür nichts mehr produziert. Gerade wo Retro Kameras und Messsucher Kameras beliebter denn je sind, könnte Canon das M System als Spielwiese nutzen und einfach für jeden Geschmack was anbieten …. Aber nöööö, da versucht man lieber die Kundschaft zu erziehen. Nicht cool!

Auuaro

Da bin ich voll bei dir, ich habe schon meine zweite M5 und liebe das kleine Ding!!! Es ist mir auch absolut unverständlich weshalb man dieses tolle System nicht weiter ausbaut, zumal auch Dritthersteller schon Objektive mit dem EF-M Bajonette anbieten. Ich kenne so viele Fotografen die die M5 als Zweitkamera oder für „to go“ nutzen. Eine Mark II davon und zwei bis drei Lichtstarke Objektive würden weggehen wie warme Semmeln.
Canons evtl. Angst man könnte Potential für das RF System dadurch verlieren ist völlig unbegründet denn die R5/R6/R3 kauft man sich ja trotzdem als Hauptsystem. So vergibt man eher Marktanteile an Fuji und Sony.

Stefan Komarek

Ich stimme dir zu: die M50 mit dem 22f2 ein träumchen.

Beide Teile sind im Angebot, die Produktion steht. Die M-Serie ist in Asien erfolgreich, wie man an den Zahlen sieht. Angesichts dieser Zahlen kann ich mir nur schwer vorstellen, dass Canon EOS M aufgeben wird.

In Europa ist EOS M nicht sehr erfolgreich, deshalb gibt es für uns weiterhin DSLRs (hat der Canon CEO gesagt).

Ob EOS M- oder EF-S-Bajonett, die überwiegende Mehrheit hat eine Kamera und zwei oder drei Objektive. Die Asiaten sind damit zufrieden. Wir Deutschen aber fordern den Maximallausbau. Viele neue Objektive für EOS M, auch wenn die kaum einer kaufen wird. Wir Deutschen erwarten, das wir könnten, wenn wir wollten. Nikon hat das bei DSLR gemacht. Sie hatten oder haben immer noch die größte Auswahl an APS-C Objektiven. Das Ergebnis? Nikon hat satte Verluste gemacht – Sachen auf Lager halten, die doch kaum einer kauft, ist teuer. Der Lerneffekt? Nikon bietet zu DSLM nur noch drei APS-C Objektive an.

Die Liste enthält nur Einsteigermodelle und ist nach Stückzahlen sortiert. Hersteller interessieren sich mehr für Umsätze. Daher stellt die Liste nicht unbedingt die Hersteller-Lieblinge da und ist kein Indikator für die weitere Produktentwicklung.

N1USER

Das M-System ist meines Erachtens absolut vollständig und brauchbar. Der Ruf nach „Mehr und Besser“ ist völlig überzogen und unrealistisch. Wem etwas fehlt, der kann sich ja mit Adapter und EF/EF-S-Objektiven durchaus helfen. Im WW-Bereich zum Beispiel mit dem Sigma 8-16 und im Telebereich mit dem Tamron 70-210. Schade wäre es nur, wenn Canon dieses System nicht mehr weiter pflegt – insbesondere im Body-Bereich. Aber es wird wohl soweit kommen – selbst in Anbetracht der weiterhin sehr ordentlichen Stückzahlen. Nun stellt die RP durchaus eine brauchbare Alternative dar. Bei der Systemgröße der R-Kameras kann ich dann aber locker auf RF-S verzichten – da ist EOS-M schicker. APS-C im R-System lohnt sich für den Nutzer auch ökonomisch nicht wirklich.

stephen_w

Warum vernachlässigen?
Sie es mal so: ohne Weiterentwicklung verkauft sich das EOS-M-System nach wie vor prächtig. Warum da bereits jetzt neue Kameras (und Objektive) auf den Markt bringen? Betriebswirtschaftlich ist die Strategie von Canon – vor allem bei Berücksichtigung der aktuellen Chip-Situation – völlig nachvollziehbar für mich.
Dennoch hoffe ich auf neue M-Produkte in den kommenden Jahren, auch wenn meine M5 mir noch eine ganze Weile reichen wird.

Stefan Komarek

APS-C wird vernachlässigt. Die drei großen, Canon, Nikon und Sony, bringen am laufenden Band neue Vollformat-Kameras. APS-C Kameras, was kommt da so Neues? Eben! Einzig Fujifilm und Panasonic, die auf APS-C bzw. MFT angewiesen sind, bringen in dem Bereich technischen Fortschritt, z.B. neue Sensoren.

Leider gibt es keine Verkaufszahlen für Kameras nach Vollformat oder kleiner unterteilt, aber CIPA bietet diese Daten für Objektive. 2013 betrug der Hersteller-Umsatz der Vollformatobjektive 235 Mill. Yen (47 %) und der kleineren Sensorgrößen 269 Mill. Yen (53 %). 2021 (bis November) ist der Umsatz mit VF auf 240 Mill. Yen gestiegen und der kleineren Sensorgrößen auf 71 Mill. Yen gefallen, 77 % zu 23 % des Umsatzes. Bei Kameras ist es ähnlich. Kleinere Sensorgrößen verlieren an Bedeutung.

Es werden immer noch viele der kleinen Objektive verkauft, aber das sind zum großen Teil Kitobjektive. Die Einsteigermodelle werden meist im Kit verkauft, s. Liste oben. An einem Kitobjektive der 50 € Klasse gibt es nur wenig zu verdienen.

Die Hersteller wollen Vollformat verkaufen, um den Umsatz und die Gewinnmarge zu halten.

Stefan Komarek

APS-C wird vernachlässigt. Die drei großen, Canon, Nikon und Sony bringen am laufenden Band Vollformat-Kameras. APS-C Kameras, was kommt da so Neues? Eben! Einzig Fujifilm und Panasonic, die auf APS-C bzw. MFT angewiesen sind, bringen in dem Bereich technischen Fortschritt, neue Sensoren z.B.

Leider gibt es keine Verkaufszahlen für Kameras getrennt nach Vollformat oder kleiner, aber CIPA bietet diese Daten für Objektive. 2013 betrug der Hersteller-Umsatz der Vollformatobjektive 235 Mill. Yen (47 %) und der für kleinere Sensorgrößen 269 Mill. Yen (53 %). 2021 (elf Monate) ist der Umsatz mit VF-Objektiven auf 240 Mill. Yen gestiegen und der für kleinere Sensorgrößen auf 71 Mill. Yen gesunken, 77 % des Umsatzes bei VF.

Es werden immer noch viele der kleinen Objektive verkauft, aber das sind zum großen Teil Kitobjektive. Die Einsteigermodelle werden meist im Kit verkauft, s. Liste oben. An einem Kitobjektive der 50 € Klasse gibt es nichts zu verdienen.

Bei Kameras ist es ähnlich. Die Hersteller wollen Vollformat verkaufen, um den Umsatz trotz kleineren Stückzahlen zu halten.

dslr

Tja, vielleicht sollte man man anschauen, was die Zahlen überhaupt aussagen. Er hier hat das mal getan: https://www.zsystemuser.com/nikon-z-system-news-and/why-i-dont-put-much-credenc.html

(2) biased towards chain and consumer outlets (think Best Buy/Target in the US)

und welche High-End-Kameras werden in Supermärkten verkauft?
Kein Wunder sind da lauter Billig-Kameras in der Statistik …

BCN Ranking erfasst ungefähr 40 Prozent aller Kameraverkäufe in Japan und ist dementsprechend eine der zuverlässigsten Anlaufstellen, wenn es um Statistiken und Verkaufszahlen im Heimatland der Kamerahersteller geht.

hä? Nach oben Gesagtem hilft eine Zahl von 40% auch nicht, wenn die nicht repräsentativ ist …

joe

Habe mir die Gegenargumentation mal angeschaut, die steht auch auf sehr schwachen Füssen. „Z6 un Z7 verkaufen sich sehr gut, denn man kann sie kaum kriegen“. Also da sind mir die Zahlen von BCN vertrauenswürdiger als diese Argumentation. Dazu sprechen die offiziellen Verkaufszahlen von DSLM eine andere Sprache. Nichtsdestotrotz sind die Zahlen von BCN mit Vorsicht zu geniessen, da nur ein Teilmarkt betrachtet wird, aber dennoch zeigen sie, dass es immer noch mehr Menschen gibt die günstige und kompakte Kameras wollen, als hochwertige und riesen Klopper! Und wie Lichtbetrieb und andere bereits dargestellt haben ist es Dummheit, das M-System zu vernachlässigen und wie Nikon gar nichts Entsprechendes zu haben. Aber Nikon und Canon sind ja durchaus bekannt dafür bestimmte Trends zu verschlafen oder nicht zu erkennen.

Cat

Kann man das nicht bei der Online-Planierraupe am allerbesten auswerten?

Michael Galeris

Meine M100 bekommt wohl demnächst einen grossen Bruder.
Die M50 hat alles, was ich brauche und ist zudem leicht und klein. Die Objektivpalette ist zwar recht überschaubar, aber die von mir gewünschten Linsen sind dabei.

Alfred Proksch

Statistik ist eine feine Sache. Für uns hier ist die japanische Variante vielleicht ein Hinweis was zukünftig wenn die „Grundversorgung“ an Bauteilen gegeben ist in den Märkten platziert wird. Nämlich Fotogeräte die sich der gebeutelte (Einkommensverluste durch Inflation & Covid Folgen) Kunde auch leisten kann.

Kommt nichts preiswertes von den klassischen Herstellern übernehmen die immer besseren Smartphones diesen Part endgültig.

Verabschiedet euch von der Annahme das unser Hobby nur mit Boliden und einem großen Objektiv Sortiment betrieben werden kann.

Das Urlaubsalbum, Einschulungsbilder, Taufen, Geburtstagspartys, Poster-Bilder und ähnliches sehr gut mit dem Smartphone funktionieren wenn der Anwender damit umgehen kann. Die weiterverarbeitende Industrie (Labore) leben ganz gut von solchen Produkten.

N1USER

Ich wünsche mir sehr, dass die Zielgruppe der „Wühltisch-User“ endlich die (kleiner werdende) Gemeinde der leidenschaftlichen Hobbyfotografen verlässt und sich mit ganzem Herzen dem Smartphone zuwendet. Dann braucht man diesen Leuten auch nicht ununterbrochen die Welt zu erklären (bzw. die Funktionen ihrer Billig-DSLR). So – das musste mal raus.

Robin

Wie war das mit dem Hochmut?

N1USER

Ich bin schon lange gefallen – sehr lange 😉

Robin

Ein Fingerzeig für SOCANIFUPALEI?
Klein,leicht, bezahlbar.

N1USER

Seit dem Ende der Leica CL wünsche ich mir nichts mehr als eine DSLM in diesem Format. Und Canon wird das M-System wohl einstellen – soviel zu klein, leicht, bezahlbar. Finde den Fehler!

Michael7

Auf der Liste sind ausschließlich Vlogger Kameras mit Selfiedisplay. Sie kosten fast alle unter 1000,- €. Um die Liste richtig einordnen zu können, benötigt man noch die Info wer hat die Kamera zu welchem Zweck gekauft.

Thorsten

Interessant was sich so verkauft, mich interessiert nicht eine Kamera aus der Liste, nicht annähernd.

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