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Digital fotografieren: Der große Fotokurs (Rezension)

Digitalfotografie zieht seit den Anfängen in ihren Bann! Die Kameras haben sich sowohl preislich, wie auch von ihrer Handhabung längst auf verschiedenen Niveaustufen etabliert, sodass vom Anfänger bis zum Profi jeder entsprechend bedient wird. Ebenso verfährt der Büchermarkt. Ein Buch, das den Einsteiger mit detailliertem Interesse an der Digitalfotografie im Fokus hat, ist das im Sommer diesen Jahres erschienene Werk „Digital fotografieren: Der große Fotokurs“.

Die ersten Seiten des Buches starten mit dem Moment nach dem Auspacken, in dem Grundausstattung und Zubehör zunächst einmal genau unter die Lupe genommen werden. Wer sich noch keine Kamera angeschafft hat, kann diesen Abschnitt vor dem Kauf durchaus studieren, um sich einen groben Überblick zu verschaffen, wenngleich das Buch keine Kaufberatung ersetzt. Im nächsten Abschnitt wird die Technik und vor allem die Belichtung thematisiert: Belichtungsmessung, Belichtungsprogramme, ISO-Wert, sowie Lichtmenge und Lichtempfindlichkeit. Hier wird außerdem das grundlegende Wissen zu Farben – inklusive Weißabgleich – vermittelt. Letztendlich kommen noch die Ursachen für Unschärfe aus Papier, dieser Abschnitt ist zudem mit praktischen Tipps gespickt, wie diese bekannten Probleme gemeistert werden können.

Anschließend wird der möglichen Bildgestaltung das richtige Kleid angelegt, indem von der Kunst des Weglassens bis hin zur langen Verschlusszeit die wichtigsten Elemente angerissen werden. Objektive, Blitzlicht und RAW-Licht sind dann wieder Themen für die mehr technisch-orientierten Fotografen, aber die sauber recherchierten Ausführungen schaden keineswegs.


 

Auch mit dem fertigen Foto wird der Leser nicht alleine gelassen, da in „Digital fotografieren: Der große Fotokurs“ sowohl Verwaltungsmöglichkeiten als auch Korrekturen dargelegt werden. In diesem Kapitel lernt man die Kniffe des nicht „perfekten“ Fotos kennen, um das Ergebnis in die richtige Bahn zu lenken. Kontraste, Schwarzweißbilder und Drucken (inklusive Farbmanagement) leiten die letzten Kapitel des über 400 Seiten umfangreichen Werkes ein. Mit „Digitale Fotopraxis“ erhält der Praktiker das wichtigste Kapitel in die Hand. Dieses Kapitel kann man durchaus auch zu Beginn bearbeiten, um dann in den vorangegangenen Kapiteln nachzuschlagen. Geboten werden hier verschiedene Fotoprojekte in unterschiedlichen Umgebungen (Innenräume, Außenwelt, aber auch Filmen) und deren Besonderheiten. Zu den jeweiligen Umgebungen werden Tipps zu Ausrüstung, Einstellungen und allgemeine Hinweise gegeben.

Fazit

Den Autoren, die (natürlich) selbst begeisterte Fotografen sind und dabei auch professionell agieren, ist es gelungen ein Buch zu publizieren, welches einerseits den Anfänger an die Hand nimmt, aber auch den Fotografen, der schon etwas Erfahrung sammeln konnte, nicht langweilt. Die Bebilderung und die Erklärungen helfen auch bei schwierigeren Themen, was zum Weiterlesen animiert. Auch wenn das Buch als Praxisbuch angedacht und konzipiert ist, so ist der Aufbau sehr strukturiert angelegt, sodass man dank Inhaltsverzeichnis und Index auch rasch die richtige Seite findet. Erfreulich, dass die Autoren mit ihren Anregungen nicht die Kreativität des Fotografie-Anhängers reglementieren oder bremsen, sodass trotz all dem Erkenntnisgewinn Spielraum für die eigene Experimentierfreude und Kreativität übrig geblieben ist.

Titel: Digital fotografieren: Der große Fotokurs (hier gibt es mehr Informationen zum Buch)

Autoren: Wolfgang Fries, Pieter Dhaeze

2012, Vierfarben Verlag

ISBN: 978-3-8421-0048-0

Preis: 29,90 Euro

LuPy

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