DJI Kameras

Doppelkamera bestätigt: DJI veröffentlicht ersten Teaser zur Osmo Pocket 4P

Nach der eher zurückhaltenden Pocket 4 dreht DJI bei der nächsten Gimbalkamera deutlich auf. Der offizielle Teaser bestätigt eine lange erwartete Neuerung.

DJI hat einen ersten offiziellen Teaser zur Osmo Pocket 4P veröffentlicht. Auf YouTube zeigt der Hersteller in acht Sekunden eine Gimbalkamera mit zwei Modulen am Schwenkkopf und dem Slogan “Mehr sehen. Mehr erzählen.”. Auf der zugehörigen Produktseite kündigt DJI das Gerät als “revolutionäre, taschengroße Gimbalkamera mit Doppelkamerasystem” für 2026 an. Bestätigt ist damit auch der Name: Es bleibt bei “4P”, nicht “4 Pro”, analog zur kürzlich vorgestellten Osmo Mobile 8P.

Doppelkamera als zentrales Argument

Im Zentrum steht die zweite Kamera. Den Leaks nach kombiniert DJI das bekannte 1-Zoll-Modul mit f/2.0 und 20 mm Brennweite mit einem Telemodul, das einer Brennweite von 60 mm entspricht und einen 1/1,5-Zoll-Sensor nutzt. Daraus ergeben sich dreifacher optischer Zoom, sechsfacher verlustarmer Zoom über In-Sensor-Cropping und zwölffacher Digitalzoom.

Damit füllt das zweite Modul die wichtigste Lücke der Pocket-Reihe seit der Pocket 2, denn bisher musste digital herangezoomt werden. Ansonsten bleibt DJI dem bewährten Bedienkonzept treu: drehbarer 2-Zoll-Touchscreen, dreiachsiger mechanischer Gimbal und ActiveTrack 7.0 aus der Pocket 4.

Antwort auf eine eher zurückhaltende Pocket 4

Die Osmo Pocket 4 ist im April erschienen und blieb beim 1-Zoll-Sensor der Vorgängerin. Als Kernverbesserungen gelten 4K mit bis zu 240 fps, 14 Blendenstufen Dynamikumfang, ein echtes 10-Bit-D-Log und 107 GB interner Speicher. Wer auf einen größeren Sensor gehofft hatte, wurde enttäuscht.

Die Pocket 4P legt darauf den Leaks zufolge weiter drauf. Im Gespräch sind 4K mit 240 fps, 14 Blendenstufen, 10-Bit-D-Log, bis zu 128 GB Speicher sowie 37-Megapixel-Fotos. Hinzu kommt vermutlich die Hasselblad-Farbabstimmung, die bislang DJI-Drohnen vorbehalten war. Den Markt teilt sich die Kamera mit der Insta360 Luna, die als Luna Ultra mit Leica-Optik und ähnlicher Doppelkamera antritt und auf der NAB 2026 erstmals zu sehen war.

Einen Termin nennt DJI nicht, nur ein “Grand Release Coming Soon”. Die Geheimhaltungsfrist der FCC-Unterlagen läuft am 20. Juni 2026 aus, was als spätester Termin gilt. Beim Preis kursiert in chinesischen Quellen die Marke 4.999 RMB, umgerechnet rund 733 US-Dollar. Damit läge die Pocket 4P rund 200 Dollar über der Pocket 4.

Offen bleibt der US-Markt. Schon die Standard-Pocket 4 erschien dort nicht, weil die FCC DJI Ende 2025 auf ihre Sperrliste “Covered List” gesetzt hat. Die Pocket 4P erhielt ihre FCC-Zertifizierung erst am Tag dieser Listung und dürfte denselben Hürden begegnen. In Europa wird die Kamera ohne regulatorische Hindernisse erwartet.

via: Digital Camera World

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