DxO und Affinity by Canva haben mit PhotoLab 10.1 eine erste gemeinsame Integration umgesetzt, entwickelte RAW-Bilder lassen sich damit direkt in eine native Affinity-Datei exportieren.
Direkter Export mit Ebenen statt Umweg über PSD
DxO PhotoLab 10 sollte ursprünglich eine direkte Export-Anbindung an Affinity erhalten. Die entsprechende Schaltfläche fehlt im finalen Release allerdings, laut DxO fehlte noch eine benötigte Komponente der Integration, die mit einem künftigen Update nachgereicht werden soll.
Mit PhotoLab 10.1 ist dieser Schritt nun nachgeholt worden. Das kostenlose Update für alle PhotoLab-10-Nutzer bringt einen Export-Button, der das fertig entwickelte RAW-Bild mit einem Klick in eine native Affinity-Datei mit Ebenen überträgt. Optional lässt sich das unbearbeitete Ausgangsbild als zweite Ebene mit einbinden, praktisch als Referenz zum Maskieren oder Überblenden.

Die Aufgabenteilung bleibt klar: Mit PhotoLab entwickelt ihr weiterhin das RAW-Bild, alles was danach kommt, also lokale Retusche, Compositing, Typografie und Seitenlayout, übernimmt Affinity. Wer Affinity noch nicht installiert hat, wird direkt aus PhotoLab heraus durch die Kontoerstellung geführt, die Software ist für macOS und Windows kostenlos nutzbar.
Laut DxO ist das erst der Anfang der Partnerschaft. Weitere Affinity-Integrationen sind für das gesamte Produktportfolio geplant, beginnend mit der Nik Collection, zudem soll die .af-Unterstützung in PhotoLab noch vor Jahresende weiter ausgebaut werden.

Warum das .af-Format eine echte PSD-Alternative ist
Das native .af-Dateiformat findet inzwischen über Affinity hinaus Verbreitung. Capture One und DaVinci Resolve unterstützen das Format bereits, was den verlustfreien Austausch von Ebenen zwischen mehreren Programmen erlaubt – ohne den Umweg über PSD und damit ohne Photoshop-Abo.
Wenn man seinen Workflow bislang zwangsläufig auf Adobes Format ausgerichtet hat, ergibt sich mit .af erstmals eine kostenlose Alternative von der RAW-Entwicklung über die Retusche bis zum fertigen Seitenlayout, etwa für ein Buch, Magazin oder Portfolio in Affinitys Layout-Studio. Wie Affinity insgesamt als Photoshop-Alternative einzuordnen ist, haben wir an anderer Stelle bereits genauer betrachtet.
DxO PhotoLab 10 kostet als Neulizenz 249,99 Euro, das Upgrade von Version 8 oder 9 liegt bei 129,99 Euro. Wie gewohnt handelt es sich um eine Kauflizenz ohne Abo-Zwang. Falls ihr DxO PhotoLab einfach mal ausprobieren wollt, könnt ihr die Software auch erstmal 30 Tage lang kostenlos testen.
Wenn ihr vorhaben solltet DxO PhotoLab zu erwerben, dann haben wir hierfür einen speziellen Deal für euch:
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Setzt ihr für die Bearbeitung nach der RAW-Entwicklung schon auf Affinity, oder bleibt bei euch Photoshop erste Wahl?

