Sowohl Canon als auch Nikon arbeiten offenbar an neuen Firmware-Updates für ihre Top-Kameras. Bei Canon sollen gleich drei Modelle profitieren, bei der Nikon ZR sind vier Verbesserungen im Gespräch.
Canon: Updates für EOS R1, R5 II und R6 III
Canonrumors berichtet, dass im Mai 2026 neue Firmware-Updates für die EOS R1, die EOS R5 Mark II und die EOS R6 Mark III erscheinen sollen. Welche neuen Features die Updates mitbringen könnten, ist allerdings noch unklar. Eine Quelle habe lediglich durchblicken lassen, dass man sich “auf neue Feature-Updates vorbereiten” solle.
Denkbar wäre, dass die Updates im Zusammenhang mit der Canon EOS R6 V stehen, die am 13. Mai 2026 vorgestellt werden soll. Möglicherweise bringt die neue Videokamera Features mit, die Canon auch auf die bestehenden EOS-R-Modelle ausweiten möchte. Konkrete Informationen gibt es dazu aber nicht.
Auch die im Juni bevorstehende Fußball-WM könnte eine Rolle spielen. Canon hat in der Vergangenheit große Sportevents wie die Olympischen Sommerspiele gerne für Updates und entsprechende Ankündigungen genutzt. Aktuell kursieren außerdem Gerüchte über neue Superteleobjektive, die Canon noch vor dem Turnier vorstellen könnte.
Die Firmware-Historie der EOS R1 und R5 Mark II war zuletzt nicht ganz reibungslos verlaufen. Im Sommer 2025 musste Canon veröffentlichte Updates kurz nach dem Release wieder zurückziehen. Bleibt zu hoffen, dass es bei den neuen Versionen dann von Anfang an rund läuft.
Nikon ZR: Vier konkrete Verbesserungen im Gespräch
Etwas konkreter sind die Informationen im Nikon-Lager. Wie Nikonrumors berichtet, soll die Nikon ZR per Firmware-Update vier Neuerungen erhalten.
Erstens wird wohl Focus Peaking im R3D-Modus (Red Code RAW) nachgeliefert, das dort bislang nicht zur Verfügung steht. Das Feature sei auf Basis von direktem Nutzer-Feedback priorisiert worden. Zweitens soll der Tonmodus Log 3G10 für den H.265-Codec kommen. Damit würde Nikon die RED-Farbwissenschaft auch in den komprimierten Codec bringen, was kleinere Dateigrößen, längere Aufnahmezeiten und mehr Flexibilität beim Grading ermöglichen würde, ohne auf volles RAW setzen zu müssen.

Drittens sollen allgemeine Qualitätsverbesserungen den H.265 Codec als praxistaugliche Alternative zur RAW-Aufzeichnung stärken. Gerade angesichts steigender Preise für Speichermedien ein relevanter Punkt. Viertens ist angeblich LUT-Syncing über den HDMI-Ausgang geplant. In der Kamera angewendete LUTs würden dann an externe Monitore und Rekorder durchgereicht, was den Workflow am Set spürbar vereinfachen dürfte.
Nikon hatte bereits bei der Vorstellung der ZR im September 2025 angekündigt, die Kamera mit regelmäßigen Firmware-Updates weiterentwickeln zu wollen. Dieses Versprechen scheint man einzulösen.


Na dann wartet meinereiner mal ab, was alles Neues für die R1 und die R5II kommt, was unsereiner wohl eh nicht brauchen wird, werde mal den Update-Erwartenden den Vortritt lassen.
Die in Aussicht gestellte Aufzeichnung auf externe SSDs über den USB-Anschluss der ZR ist für mich auch wünschenswert.
Könnte sich Fuji ein Stück abschneiden
Hat Fuji nicht nötig weil die Kameras OHNE Update funktionieren wie sie angedacht wurden. Ist natürlich nicht ganz ernst gemeint! Gegen die eine oder andere zusätzliche Funktion ist nichts einzuwenden. Würde sogar Geld dafür bezahlen wenn ein tatsächlicher Mehrwert vorhanden wäre.
Zumal Fuji ja auch nicht die schlechteste Update-Politik betreibt.
Bei der LUMIX G9II gab es auch ein Firmware update
Gut, dann werde ich gleich nach dem Erscheinen die Updates auf meine Praktica aufspielen. Eventuell wird dann ein Luxusgerät daraus.