Bisher war die Sache einfach: Pixel in Kameras nehmen Licht auf, Pixel in Displays geben es aus. Beides in einem einzigen Element zu vereinen galt lange als nicht machbar.
Wie funktioniert der neue Pixel?
Stellt euch vor, ein Pixel könnte gleichzeitig ein Auge und eine Lampe sein. Genau das haben die Forscher der ETH Zürich entwickelt. Ihr sogenannter Fourier-Pixel besteht aus einer winzig kleinen, wellenförmig strukturierten Metalloberfläche. Fällt Licht darauf, wandelt diese Oberfläche es in eine Welle um, die sich über den Chip ausbreitet. Das könnte man mit Wasserwellen nach einem Steinwurf vergleichen.
An einer anderen Stelle wird diese Welle wieder in Licht zurückverwandelt. So kann derselbe Pixel ein Bild aufnehmen und gleichzeitig ein anderes ausgeben, ganz ohne einen Computer dazwischen.

Wo könnte das in der Fotografie nützlich sein?
In der Praxis handelt es sich dabei noch um reine Grundlagenforschung. Vorstellbar sind Geräte, bei denen Kamera und Display nicht mehr getrennte Einheiten sind, sondern in einer einzigen Fläche verschmelzen. Ein Smartphone ohne separate Frontkamera oder ein Sucher, der gleichzeitig aufnimmt und anzeigt, sind einige Szenarien, die durch diese Technologie theoretisch möglich wären.

Bis zum Alltagseinsatz ist es noch ein weiter Weg. Die Forschung hat allerdings bereits zu einer Patentanmeldung geführt und ist für den Spark Award nominiert, einen renommierten Schweizer Innovationspreis.
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Quellen: PetaPixel / Nature; Fotos: Glauser YM, Vonk SJW, et al., Nature 2026 / ETH Zürich; Titelfoto: Engin Agyurt

Wer hat’s erfunden….