Fujifilm Kameras Neuheiten

Fuji GFX 100 präsentiert, hebt Mittelformat auf neues Level

Fuji hat die GFX 100 präsentiert! Die spiegellose Mittelformatkamera setzt neue Maßstäbe und löst mit 102 Megapixeln auf.

Fujifilm GFX 100 vorgestellt

Schon vor mehr als einem halben Jahr hatte Fujifilm die neue spiegellose Mittelformatkamera GFX 100 angekündigt, nun wurde die Kamera endlich final präsentiert. Dabei herausgekommen ist ein beeindruckendes Flaggschiff, das nicht nur mit 102 Megapixeln auflöst, sondern auch beim Autofokus, den Videos und beim Bildstabilisator für das Mittelformat neue Maßstäbe setzt.

Neuer Sensor & IBIS

Der 44 x 33mm große Sensor der GFX 100 wurde neu entwickelt, löst mit 102 Megapixeln auf und bietet eine Fläche, die 1,7 Mal größer ist als die eines Vollformatsensors. Zudem belichtet der Mittelformatsensor erstmals rückwärtig, was eine bessere Lichtausbeute verspricht. Ebenfalls ein Novum: Die Tatsache, dass der Sensor beweglich gelagert ist. Fujifilm verspricht, dass der Bildstabilisator 5,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglichen soll, was natürlich gerade bei der hohen Auflösung von Vorteil sein kann, da Verwacklungsunschärfen hier schneller sichtbar werden.

Gewicht & Autofokus

Das Gehäuse der Fujifilm GFX 100 ist gegen Staub- und Spritzwasser abgedichtet und bringt ein Gewicht von 1,4 Kilogramm auf die Waage. Das ist nicht viel wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine Mittelformatkamera handelt. Professionelle Vollformat-DSLRs spielen vom Gewicht her in einer ähnlichen Liga.

Auch beim Autofokus nähert sich Fujifilm den Vollformat-DSLRs an, denn dank eines Phasen-Autofokus mit 3,76 Millionen Messsensoren, die 100 Prozent der Sensorfläche abdecken, soll der Autofokus 210% schneller arbeiten als bei der GFX 50R. Eine beeindruckende Verbesserung. Auch eine Augen- und Gesichtserkennung steht zur Verfügung.

Sucher & Displays

Bei Sucher und Display gibt sich Fujifilm ebenfalls keine Blöße, denn der abnehmbare OLED-Sucher löst mit 5,76 Millionen Bildpunkten auf und arbeitet mit einer 0,86-fachen Vergrößerung (äquivalent Kleinbild). Interessant ist außerdem, dass sich der Sucher abnehmen und in Kombination mit einer optionalen Zwischensteck-Lösung auch horizontal und vertikal schwenken lässt:

Das 3,2 Zoll große Display ist klappbar, die Auflösung beträgt hier 2,36 Millionen Bildpunkte und das Display ist zudem auch berührungsempfindlich. Zwei weitere Bildschirme verstecken sich unterhalb des Hauptdisplays sowie auf der Oberseite der Kamera. Schade ist nur, dass Fujifilm auf die analogen Drehräder auf der Oberseite der GFX 100 verzichten muss, um dort das große Schulterdisplay unterbringen zu können.

Videos & weitere Spezifikationen

Natürlich wird sich niemand die GFX 100 primär als Videokamera kaufen, trotzdem kann das neue Flaggschiff auch mit aktuellen Videofunktionen punkten. Dazu gehören beispielsweise 4K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde, bei denen im 17:9 Modus sogar der volle Sensor ausgelesen wird. Intern werden die Videos mit 10 Bit in 4:2:0 aufgezeichnet, extern ist auch 4:2:2 möglich, zudem stehen F-Log, HLG und ein Mikrofonanschluss zur Verfügung.

Abgerundet werden die wichtigsten technischen Daten der GFX 100 durch:

  • RAWs mit 16 Bit und TIFFs mit 16 Bit Farbtiefe
  • Akku reicht für 800 Bilder
  • Dauerladen über USB-C
  • WLAN (5 GHz), Bluetooth, Tethered Shooting

Ab Ende Juni 2019 soll die Fujifilm GFX 100 zum Preis von 11.000 Euro im Handel erhältlich sein.

Was sagt ihr zu Fujis neuem Mittelformatflaggschiff?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

202 Kommentare

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  • Sie ist im Anmarsch..die GFX100

    endlich DIE Kamera für Fotografen die den Drang nach technisch perfekten Ergebnissen haben. Das sie mit dem integrierten Handgriff, Sucher und zwei Akkus gerade mal 1.400g wiegt ist schon mal ein Wort für das kleine Mittelformat. Die Maße mit dem Sucher: 156,2 (B) × 163,6 (H) × 102,9 (T) mm sind mit einem Vollformat Boliden vergleichbar.

    Wenn ich mir die sonstigen Daten ansehe dann kommt mit der Gedanke was eine Vollformat besser kann, mir reichen 5 Bilder in der Sekunde locker. Eine Mittelformat mit IBIS, das bedeutet man kann damit auch mal aus der Hand arbeiten.

    Der schwenkbare Sucher mit 5,76 Millionen Bildpunkten, ein bewegliches Display ein wesentlich besserer Autofokus im Vergleich zu meiner GFX50, ach so Video ist auch vorhanden aber für mich nicht so wichtig.

    So wie mein Großhändler das Ding im Rent Service hat werde ich sie auf Herz und Nieren prüfen. Sollte mir der Händler oder Fuji ein akzeptables Angebot für die „alte“ GFX50 machen könnte ich schwach werden und mein Konto belasten.

    • @ Alfred
      ….Sollte mir der Händler oder Fuji ein akzeptables Angebot für die „alte“ GFX50 machen könnte ich schwach werden und mein Konto belasten….

      hallo Alfred, so sehe ich es ebenso.
      Diese Neue könnte mir glatt gefallen, nein, sie gefällt mir!
      Ich sehe hier jedoch wieder das Entstehen des „Berufsfotografen“, denn kaum ein Hobbyist wird sich das Ding leisten.
      Jetzt dürften sich Fotoaufträge wieder deutlich vom Maß der anderen absetzen, deshalb bin ich überzeugt, hier gibt es endlich wieder etwas Luft zu dem „Meer“ der Hobbyisten.

      Wenn ich Sie wäre, wäre sie, glaube ich, schon bestellt.
      Bloß schnell weg mit der „Alten“

      Gruß aus dem Norden

      • Ist doch nur noch zum Aufpeppen des Privatiers Alfred gedacht, den früheren Stress muss ich nicht mehr haben, den Genuss erstklassiger Bilddateien schon!

        Gruß aus Oberbayern

    • „Wenn ich mir die sonstigen Daten ansehe dann kommt mit der Gedanke was eine Vollformat besser kann“
      Zum einen schonmal wie du selbst sagst, Bilder pro Sek. und zum zweiten Bokeh. Es gibt aktuell noch kein einziges Objektiv auf digitalem Mittelformat, dass es schafft ein 50mm f0.95 zu überbieten. Selbst das lichtstärkste Mitakon 65mm 1.4 für GFX ist äquivalent „bloss“ ein f/1.1

      „Jetzt dürften sich Fotoaufträge wieder deutlich vom Maß der anderen absetzen“
      Auch die geilste Technik ändert nichts am Erfolg, wenn ein Amateur mit einer EOS 4000D kreativere und besser bearbeitete Bilder hinbekommt.

  • die Beispielbilder (jpgs) von jonasraskphotography sind unfassbar gut…. da wird wohl meine 50s ein Tradein Objekt werden.

    • @Sebastian

      Danke für den Link. Wirklich erstklassige (jpgs) Dateien aus der Kamera. Und im Studio gleich ohne Umwege TIFFs mit 16 Bit Farbtiefe, das ist praktisch.

    • Ich mein, mal eben so 11000,- für etwas, was mit einer Nik D850 auch hinzukriegen ist…
      Kann Leica nun einpacken?
      Ich meine Nein. Geht’s hier um die Grösse der Ausbelichtung? Ich meine Ja. !6 Bit, ok. Wenn der Rechner das dann schafft…
      Aber @Alfred wird mich nun eines besseren belehren. 🙂

      • @Micky,

        Es wird sich wenig daran ändern das 70% meiner Bilder weiterhin mit der kleinen, leichten X-T3 entstehen werden aber…….

        Die restlichen 30% werden wohl zum Hochgenuss führen. Wenn ich mir meine bisherigen, vorbereiteten Projekte mit der GFX50s in technisch noch viel besserer Ausführung mit der GFX100 vorstelle läuft mir das Wasser im Munde zusammen,von den tränenden Augen einmal abgesehen, deswegen muss ich das Teil unbedingt haben.

        Du hast natürlich recht mit dem Einwand das eine Nikon 610/850 das auch sehr gut kann, da beißt die Maus keinen Faden ab. Gilt auch für die anderen Boliden.

        Da ich öfter mal im Studio werkle ist die GFX100 einfach das richtige Werkzeug für diesen Zweck, worüber ich mich freue sind die neuen zusätzlichen Anwendungen die den Einsatzbereich doch ordentlich erweitern. Freihandaufnahmen, größerer verwendbarer ISO Bereich, so wird die GFX100 noch etwas universeller für außerhalb des Studios. Die Auflösung ist mir dabei nicht so wichtig wie die anderen Neuerungen, die 100 MB nehme ich aber sehr gerne in Kauf, meine Rechner schaffen das locker.

        Ich will niemanden belehren, nur meine Beweggründe für das kleine Mittelformat zum Ausdruck bringen.

  • Ich denke, dass man das ganz uneuphorisch sehen muss:
    Wo ein Markt ist, versucht man ihn abzuschöpfen.

    Bei Lichte betrachtet, ist die Kamera nicht innovativ.
    Alte Technik mit ein paar Megapixeln mehr.

    Das hindert die Werbeonkels natürlich nicht, eine neue Dimension des multiblen Orgasmus zu plakatieren.
    Lassen wir ihnen ihren Spaß.

      • Zur Technik: Das „P“ und das „B“ liegen auf der Tastatur so weit auseinander, dass man es nicht versehentlich verwechseln kann. 😉

      • Sie gehören zweifellos zu jenen Fotografie-Experten, an die sich das Angebot der Fuji richtet.
        Sicher werden Sie auch vermuten, dass die Kamera ganz toll ist und ganz schnell feststellen, dass diese Kamera sich „wertig anfühlt“ und man da richtig was in der Hand hat. Ihr tiefenscharfer Teleblick wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit erspüren. Sie sind ja jetzt schon völlig aufgelöst.

        Der wirkliche Profi weiß natürlich, dass man da richtig was auf dem Stativ hat und kennt die beschwingten Konsequenzen.

      • …jetzt reitet mal nicht so auf dem Rechtschreibfehler rum!
        Inhaltlich können die meisten Männer da sowieso nicht mitreden…

      • Ich jetzt nicht ob ich gemeint bin, allerdings will ich mal so tun als ob. Nein, an mich richtet sich eine solche Kamera nicht. Mit 2 Linsen wären wir da bei 15.000 Euro, das entspreche ca. Die Hälfte meines Brutto Jahreslohn.
        Zur Zeit fotografiere ich analog. Ich suche einen Kompromiss mit den Technischen Defiziten dieser Zeit.
        Vielleicht liegen Sie ja das nächste Mal richtig bei einer Vermutung. Die letzten beiden Male hat es leider nicht gepasst.

      • Sabrina,
        der wirkliche Profi weiß mit seinem Stativ umzugehen und packt da nicht ein leichtes Carbon-Stativ mit 8kg Tragkraft drunter.
        Natürlich kann man eine 100mpix Kamera stabilisieren. Nur kostet das auch entsprechend mehr, sich einen passenden Kugelkopf zu suchen. Für die besten, genauesten und auch stabilsten Kopfe kann man schon 1.500 Euro und mehr investieren. Wenn du Probleme mit der Stabilität hast, der hier macht das schon ARCA-SWISS C1 cube GP Classic. Und dann natürlich das passende (und nicht sehr leichte) Stativ dazu. Natürlich völlig schwer zu handeln, und auch völlig Übertrieben für eine normale DSLM oder DSLR. Aber für eine Kamera mit so vielen Megapixeln braucht man einfach auch das geeignete Zubehör. Ansonsten lohnt sich so ein professionelles Werkzeug nicht, wenns keine scharfen Fotos werden. Dann kann man ja die Qualität nicht sehen, weswegen man doch so eine Kamera kauft.

      • Um ein halbwegs vernünftiges Foto mit minimalem Ressourceneinsatz (Preis und Systemgröße) anzufertigen, benötigt man aktuell höchstens eine EOS-M. Insofern liegt Sabrina natürlich richtig (sorry, kleines Wortspiel). Alles darüber hinaus kann man als „Amateur“ machen, muss man aber nicht. Und Fuji zeigt mal wieder der Gemeinde, was man machen kann. Also nur kein Neid Mädels!

      • Hi N1User,
        klar, ganz ernsthaft, du kannst mit einer Lochkamera ein halbwegs vernünftiges Foto machen. Alles, was technisch aufwändiger ist, macht natürlich auch bessere Fotos. Es ist offentsichtlich der Fotograf, der ein gutes Bild macht.
        Aber ich glaube nicht, daß das das Ziel von Fuji war, die GFX100 zu entwickeln. Sicher werden Amateure das Geräte kaufen und damit mittelmäßige bis tolle Fotos machen. Aber das System richtet sich wohl in erster Linie an Profis. Wobei da dann wirklich noch Objektive wie ein gutes Tilt/Shift Objektiv entwickelt werden müssten.
        Nur passt hier der Vergleich mit einer EOS M hier nicht so ganz. Ist eben eine andere Zielgruppe. Die M hat ja ihre Vorteile, wer zieht schon den ganzen Tag durch die Stadt mit einem Mittelformat-System. Oder klettert auf einen Berg damit. Wobei, die Berg-Fotos, die ich bisher von einer Mittelformat-Kamera gesehen habe, waren fast alle überragend. Auch technisch.

    • Seiten lang über den Unterschied zwischen der Abbildungsanmutung von Sensorgrößen zu schreiben kann ich mir sparen, verstehen sowieso die wenigsten. Was jeder kapiert ist das Hubraum im Motorenbau durch nichts zu ersetzen ist. So sind auch die ausgelesenen RAW Daten bei größeren Sensoren einfach besser, deswegen entstehen daraus einfach bessere Bilder. Ist zwar sehr vereinfacht, stimmt aber.

      Innovativ sind Menschen, Geräte niemals. Die jetzt vorgenommenen Änderungen hat es in einer Mittelformat Kamera bis jetzt noch nicht gegeben. Vor allen Dingen nicht den IBIS, Fokus Bracketing: (Bilder: 1 bis 999), elektronischer Verschluss von 60 Min. bis 1/16000 Sek, oder einen schwenkbaren 5,76 Millionen Pixel Sucher der wesentlich verbesserte Autofokus usw. Es gibt noch viele andere Punkte mehr die erwähnenswert sind.

      @Sabrina, gönne doch den Menschen (Onkeln und Tanten) die sich das leisten können ihr Vergnügen, von der Illusion das Nachbars Kirschen besser sind lebt unter anderem auch das älteste Gewerbe der Welt recht gut.

      • @Alfred Proksch

        Also ich gönne Dir das! Wenn Du es Dir leisten kannst und Deine Frau und Kinder deswegen nicht betteln gehen müssen, dann mach es, wenn es Dir Freude bereitet! Man kommt auch mit einem Dacia von A nach B, aber mit einem Mercedes macht es viel mehr Spass! Gönn Dir was – man lebt nur einmal!
        Oder in den Worten des irischen Schriftstellers George Bernhard Shaw: „Live all you can“

      • „Die jetzt vorgenommenen Änderungen hat es in einer Mittelformat Kamera bis jetzt noch nicht gegeben. Vor allen Dingen nicht den IBIS, Fokus Bracketing: (Bilder: 1 bis 999), elektronischer Verschluss von 60 Min. bis 1/16000 Sek, oder einen schwenkbaren 5,76 Millionen Pixel Sucher der wesentlich verbesserte Autofokus usw.“

        „In einer Mittelformat Kamera“
        Das ist im Deutschen übrigens auch ein Rechtschreibfehler. Da gehört ein bindestrich dazwischen.
        Stört mich normalerweise nicht, aber manche N1User sind auf derartige Argumentation angewiesen.

        „In einer Mittelformat Kamera“
        das kann sein.
        Das ändert aber nichts daran, dass es nichts Neues ist. Der Dualpixel-Autofokus von Canon dürfte besser sein.
        Bei Fokusstacking gilt dasselbe wie bei HDR. Das Motiv darf sich nicht bewegen. Im Grunde ist die Kamera für HDR und Fokusstacking viel zu langsam.

        Die Kamera hat eine sehr hohe Pixeldichte, was sich auf die Dynamik eher limitierend auswirken dürfte.

        Mit fällt jetzt kein Segment ein, wo man mit dieser Kamera mehr als mit kleineren Alternativen erreicht, von Leute (people) -Fotografie mit geringer Dynamik der Szene im Studio mal abgesehen.

        Das heißt ja nicht, dass ich den Leuten ihren Spaß – ihre Enttäuschung, die sie dann hinter Lobgesängen verstecken – nicht gönne.

      • @Sabrina
        Du musst aber auch immer alles kritisieren, was mit Fuji zusammenhängt. Die Kamera hat schon einige Features, die das Fotografenleben erleichtern. Und es ist eine Mittelformat-Bindestrich-Kamera! Die 100MP lasse ich jetzt mal so stehen. Wofür? Und die Dateien, die ich mir bis jetzt runtergeladen habe (leider nur JPG´s) zeigen dann schon mal die Probleme, die dann auftreten werden. Hauptproblem: die sogenannte Tiefenschärfe (Schärfentiefe?). Wie weit muss ich abblenden, um von bis eine scharfe Abbildung zu bekommen. Wann setzt dann die Beugungsunschärfe ein? Und vor allen Dingen: welcher Kunde sieht da noch den Unterschied? Ist uns das denn 11.000 Euro wert?

      • sabrina,
        die kleinbildkameras kratzen doch auch alle an den 50mp. das kleine mittelformat hat fast die doppelte fläche. wenn du das also bei fuji kritisieren willst, musst du das bei allen kleinbildkameras mit rund 50mp auch bemängeln. 😉

      • @Sabrina
        Inzwischen vermute ich mal, du kennst dich weder mit dem einen noch mit dem anderen aus – Mittelformatkamera ist EIN Wort und wird natürlich ohne Bindestrich geschrieben.

      • @ Sabrina
        Sag mal, bist du eigentlich schon grün vor Neid? Das ist doch keine Meinung mehr, das ist ja schon ein völliger Hass-Kommentar.
        Normalerweise respektiere ich jeden für seine Entscheidung, mit welchem System er arbeitet. Wird schon seine Gründe haben. Aber bei dir muß ich ehrlich mal sagen, wenn du mit deiner kleinen M-Canon rumläufst ist es doch wirklich anmaßend, über ein professionelles Mittelformatsystem herzuziehen.
        Ich selber habe auch nicht Mittelformat, aber die Testaufnahmen, die ich mal mit der Fuji G50 machen durfte waren in jeglicher Hinsicht beeindruckend. Wenn die neue Fuji da noch mehr liefert, um so besser.
        Lass die Fotografen, die die neue Fuji wirklich nutzen und auch an ihre Grenzen bringen, doch damit tolle Ergebnisse erzielen. Die werden sicher keine Canon M in Betracht ziehen, meinst du nicht auch?

      • @Ingo
        Also ich kenne kein „professionelles Mittelformatsystem“ und auch sonst keine professionellen Kameras. Es gibt professionelle Fotografen und herausragende Arbeiten derselben. Und das ist garantiert VÖLLIG unabhängig von der Kamera. Nur mal angemerkt 😉

      • @ N1User,
        klar gibt es professionelle Mittelformatsysteme.
        Die sind zum einen sehr robust gebaut und haben zum anderen eine extrem umfangreiche Objektivpalette. Ein oder sogar mehrer Tilt/Shift Linsen, sehr lichtstarke Portraitobjektive (Blende 2) und sogar eine Reihe von Spezialisierten Gehäusen. Da kannst du Balgen verwenden oder z.B. die extrem flexiblen Alpa-Bodies. Auch die Linsen sind dann vermutlich überragend wie die T* Vergütung von Zeiss, die auch eine relativ einheitliche Farbwiedergabe bieten (wichtig für Bildserien mit verschiedenen Objektiven).
        So ein professionelles System kann und wird sicher auch häufig von Amateuren eingesetzt, die damit wiederum auch eher mäßige bis hervorragende Fotos machen können.
        Ein Profi allerdings wird sich je nach Auftrag die eher exotischen Objektive leihen statt kaufen, da sich diese vermutlich nicht allzuschnell amortisieren.
        Aber ja, es gibt natürlich professionelle Kamerasysteme. Die sind eben hochspezialisiert.

  • Den beweglichen sucher sollten sich mal alle anderen anschauen.
    Nur das hässliche, wenig ergonomische Gehäuse im frühen EOS-Style spricht mich gar nicht an.
    Weil für Reisen, Macro- und Telefotografie hat sie für mich nur Nachteile.
    Ganz anders sehen das alle Landschafts- und Experimental-Fotofans.
    Zu 1320g plus Objektiv muss ich auch nicht zurück.
    SD Karten finde ich fummelig und veraltet und ein frisches „JPEG“ wird gebraucht.

  • Ich glaube, auch mit einem organischen Sensor von Panasonic wird man nicht unter die Epithelschicht der Haut vordringen können. Vielleicht wird der Vorteil sein, dass man tatsächlich etwas – also ein paar Prozent mehr Lichtausbeute und den ultimativen MFT-Sensor bekommt. Aber wer sieht das bittesehr? Was ist mit unseren 16 Bit Augen. Ist nur noch ein kalibrierter teurer Eizo in der Lage wirklich zu „sehen“?
    Will die Kamera am Ende das Kommando über die Intentionen des Fotografen erlangen? Alles wird durch „Lichtausbeute“ und Schärfe erschlagen?

    Viele wenden inzwischen Retro-Apps für ihre Fotos an, mit klassischer Randunschärfe und Vignetierung um diesen Hype zu entgehen und wieder in die Emotionen der Fotografie a la Lumo vor zudringen. Man muss ja nicht gleich auf analogen Film umsteigen.
    Ist das Ziel die kalte, weil immer wiederkehrende Sonnenuntergangsszene am Meer? Kalt, weil nur durch das schwindende Licht ein wenig Wärme suggeriert werden kann? Dazu eine schnarchnasige Langzeitbelichtung für das Wasser? An sonsten beherrschen kalte emotionslose Kontraste die Szenerie, die durch die Schärfe noch multibliziert wird. Nasen und Ohren die im Nirvana verschwinden um die letzte Wimper der Lides dem Volk zu präsentieren. Wofür? Interessiert sich jemand, der ein Werbeplakat mit so etwas sieht wirklich dafür? „Ohh guck mal, die Wimper“. 🙂

    Ich will wieder Nebel. Unschärfe. Die Körnigkeit der klassischen S/W Fotografie. Chemische Flecken auf der Ausbelichtung. Solche Art Postproduktion oder Apps sind einfach grossartig. Da kann man wieder von Kunst sprechen. Da hat eindeutig das Motiv die Aussage.
    Aber natürlich keine 11000er Kamera, die ihr Dasein im besten Fall im Studio fristet und outdoor nur ein störender Faktor ist, weil sie erstens (Stativ)schwer und ständig Leute mit Softboxen, Blitzanlagen und Faltreflektoren um sie herumwuseln müssen. Einer der damit in einem Tierpark auftaucht, gibt sich nur der Lächerlichkeit preis und muss wahrscheinlich doppelten Eintritt zahlen.

    Dennoch ist sie sicherlich ein technisch, fotografisches Highlight. Eben als Mittelformat für das Studio.

    • @Micky
      So wie Du argumentierst könnten wir quasi aufhören zu fotografieren. Alles was ich fotografiere gibt es auch im Netz, war ein halbes Jahr auf Fotocommunity – da gab es tausende Rapsbilder, alle Tierarten, Alle Landschaften, hunderttausende Sonnenuntergänge, nicht selten sogar viles besser als ich das gemacht habe. Bis auf private Familienbilder gibt es doch schon alles. Aber darum geht es gar nicht, sondern darum selbst etwas zu machen – und es gibt Menschen wie Alfred, die das gerne perfekt machen, ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht spielt doch keine Rolle, sondern macht es Spass oder nicht. Und wenn er sich das leisten kann, dann hoffe ich dass er es macht!

      • Das ist ja das Problem. Da sieht einer das Foto eines guten Fotografen.
        Der hat sich das ausgedacht und die Mühe gemacht. Klettert auf einen Berg um seine Stadt zwischen den Berghängen kurz nach blauer Stunde im Restlicht zu fotografieren. Nur wegen dem faszinierenden Lichtern, die seine Stadt ausstrahlt. Der hatte die Idee.
        Und dann kommen hunderte und du siehst plötzlich hunderte Kopien. Diese geklaute Idee.

        Ok, den Antelope Canyon – auch schon bis zum abwinken fotografiert, das kannst du nicht verhindern. Das ist Programm. Wenn man schonmal dort ist.
        Aber eine Idee zu haben und die unter viel Mühe umzusetzen… aber ok. So sind die Menschen. Sie müssen etwas von sich zeigen und haben dann natürlich selbst Schuld wenn es kopierte wird. Das SUV, das Tatoo, das Foto. Wahrscheinlich ein gesellschaftliches Problem in dem die ganze Menschheitsherde gefangen ist.

        Vielleicht sollte ich nochmal „Steinmetz“ lernen. Das schreckt vielmehr ab, eine Kopie zu erstellen. Davon abgesehen frage ich dich @joe, was wolltest du dort auf Fotocommunity?
        Hast du nicht schon analog fotografiert? Ich ja.
        Jedesmal wenn ich – und das ist sehr selten, auf FLICKR (das einzige Portal) gehe, muss ich nach kurzer Zeit vor soviel Naivität den Tab schliessen. Die paar Prozent an Bildern, die für mich eine Aussage ergeben, die wirklich gut gemacht sind… Da frage ich mich, können die ihren Kameratest nicht besser auf ihrer Festplatte lassen?

        Natürlich habe ich nichts gegen Spezialisten wie Alfred und will nicht arrogant klingen. Weiss ich, was er spezielles anstellt und wofür er so ein Teil braucht? Wenn er sein Geld damit verdient und es sein Handwerkszeug ist.

        Mir geht es um das Grundsätzliche. Dann lieber weniger fotografieren oder das zum Üben auch wieder löschen und nicht den Laden vollmüllen.

        Aber ok. Trotz Urheberrechte wird kopiert. Ich bleibe da hauptsächlich privat und bin für gelegentliche Aufträge da. Zum Glück verdiene ich meinen Lebensunterhalt damit nicht.
        Klar, der Fortschritt der Technik interessiert mich schon. Und ja, hatte auch mal mit einer Homepage geliebäugelt. Nur habe ich irgendwann eingesehen, dass ich auch nur „drei wirklich gute Bilder im Jahr“ produziere, auch, weil ich nicht ständig reisen kann. Also was soll das. Man sieht ja hier bei einigen schon, was dabei raus kommt. Instagram würde da völlig reichen. Gibt ja noch nix gegen Augenkrebs. 🙂
        Und ist nur meine Meinung. Musste ich mal loswerden.

      • @Micky

        das hat doch nichts mit Kopie zu tun, das hat damit zu tun, dass zum Beispiel ein Sonnenuntergang – je nach dem wo man ist – einfach spektakulär aussieht, oder Raps einfach geil auf einem Landschaftsbild wirkt oder Tiere einfach gute und dankbare Motive sind. Alles wurde schon tausendfach fotografiert von besseren Fotografen wie wir und trotzdem will ich es selber machen. Und wenn einer wie Alfred – der fotografieren kann – sich ein tolles Werkzeug kauft, dann ist das doch super. Ich finde das toll! Habe gerade vorhin noch ein paar Tulpen und Rosen fotografiert – die Bilder wurden sensationell, aber wenn ich ins Internet gehe finde ich sicher einige die das noch besser machen – und trotzdem fotografiere ich weiter und wenn ich ein Fujianer wäre würde ich mir auch überlegen so ein Monster zu kaufen um noch bessere Bilder zu machen!

      • @Micky
        wenn man deine Aussage etwas weiter spinnt und auf die Musik überträgt, dann müsste man auch sagen, dass wir keine neuen Lieder mehr brauchen, denn jede mögliche Tonfolge wurde bereits gespielt.

        Ich verstehe auch nicht wo das Problem sein soll, sich von anderen Fotografen inspirieren zu lassen.
        Auch wenn andere Fotografen bereits die Motive fotografiert haben die ich mir gerade raussuche, hab ich dennoch Spaß daran diese ebenfalls abzulichten. Vielleicht kann man einem bestimmten Motiv mit einer eigenen Bildgestaltung ja auch eine andere Wirkung verpassen.

        Wenn es dir nicht gefällt, dass andere ihre Werke zeigen wollen, dann darfst du logischer Weise nicht auf derartige Portale gehen. Die Menge des Angebots liegt nun mal auch an der sehr hohen Anzahl an Leuten die gerne Fotografieren.

      • @ joe

        Einspruch:
        ….ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht spielt doch keine Rolle…

        Perfektes, aber sinnloses ins Unfug. Das tun nur Kopflose.

        Alles, was man macht/tut, muß einen Sinn ergeben !!

      • @Mirko
        ich habe mich nur noch um die „Klicks“ und Kommentare gekümmert. Als das erste Bild sensationelle 100’000 Klicks hatte war ich nur noch darauf aus noch mehr Bilder in diese Region hochzuschiessen, das hat meine Kreativität total eingeschränkt, weil ich mich an den Geschmack der FC-User anbiederte, statt weiterhin mein Ding zu machen. Für mich war es eine Befreiung dort wegzugehen und wieder für mich selbst zu fotografieren. Aber ich muss zugeben, dass es dort auch – zwar sehr wenige – wirklich geniale Leute gibt, die weit über dem stehen was ich mache und weniger Erfolg haben. Für mich ist so ein Forum einengend, weil ich ein Wettbewerbstyp bin, der sich messen muss und dafür muss man Dinge machen die zwar oft gut sind aber vor allem der Masse gefallen müssen. Ich habe dann Bilder stärker bearbeitet wie ich es normalerweise tue (nämlich gar nicht oder fast nicht), weil ich mehr Klicks dafür bekam. Deshalb ist es gut, dass ich weg bin.

      • Der wurde zwar steinalt ist aber inzwischen auch schon 15Jahre tot und hat wirkliche Schärfe gar nicht mehr erlebt! Was hast Du gegen Bourgeoisie? Oder Schärfe? Zwei Dinge mit denen ich nur Positives verbinde!
        Und immer diese Zitate von alten Analog-Fotografen! Das war einmal. Und war einmal gut. Das ist so wie im Fussball, selbst ein Franz Beckenbauer würde im heutigen Fussball – im Vergleich mit einem Messi, Neymar oder Ronaldo – gerade noch für den SC Freiburg gut genug sein, wenn überhaupt!

      • 🙂
        Der war in jeder Beziehung gut.
        Er meinte mit „Bürgerlich“ sicher die Masse.

        Wenn man bedenkt, mit welchen Problemen „die Alten“ noch zu kämpfen hatte. Aber für ihre Ideen haben sie Fotografie gelebt.

        @joe Die heutigen Fussballer unterliegen vielmehr dem Erfolgsdruck und sind im Hochleistungssport angesiedelt. Zu Zeiten von Franz – dem jungen, konnte man in der Spielpause noch eine rauchen und ’ne Flasche Bier trinken. 🙂
        Heute glaubt jeder, wenn er sich eine teure Kamera leistet, macht er auch gute Bilder. Das gute Bild entsteht aber zunächst im Kopf. Nicht (nur) wenn man irgendwo umherläuft, darauf wartet und zwischendurch Blümchen fotografiert.

      • @Micky
        Bourgeoisie bezeichnet eher die wohlhabenden Bürger oder das sogenannte Bildungsbürgertum, bekam durch die ’68er einen negativen „Touch“, sind bzw. waren die tragenden Säulen der Gesellschaft. Und Schärfe, beim Fotografieren, Essen, Sex, also ich kann da nichts Negatives entdecken!
        Wenn Bilder im Kopf entstünden, dann wären meine besser, leider brauche ich dazu eine Kamera. Ein guter Fotograf macht mit einer guten Kamera bessere Bilder als mit einer Schlechten! Und scharfe Bilder kann man gut bearbeiten und wenn man will unscharf machen, aber unscharfe Bilder bleiben unscharf!

      • @ Micky

        Wie wird man bester Fotograf?
        Dei Farben auf den Fotos stimmen ja von vorn bis hinten nicht.

        Das geht so in die Richtung:
        Wer keine Ahnung hat von Fotografie, verschandelt seine Fotos gründlich und nennt das dann Kunst.

        Das ist dann aber nicht mehr Fotografie, sondern Malerei.

      • @Sabrina
        Wenn man die Bedeutung des Wortes Fotografie mal betrachtet ist es sogar genau das. Das Wort Fotografie bedeutet „mit Licht malen/zeichnen“.

        Und warum nicht die Fotos aufpeppen, der eine mag es eben etwas knalliger oder surreal, der andere nüchtern oder kühl. Das ist einfach Geschmacksache, darüber lässt sich zwar sehr gut streiten, sinnvoll ist es aber nicht. Fotografie ist ein Kunsthandwerk und soll ja schließlich auch Emotionen wecken, da ist so ein bisschen Trickserei nicht unbedingt falsch.

      • Also wenn ich das richtig gesehen habe, hat er dir Fotos alle – oder überwiegend mit dem Smartphone eines China-Herstellers gemacht, der in Cooperation mit einem traditionsreichen deutschen Hersteller in Sachen Optiken und Fotogeräte arbeitet @Sabri
        Die Chinesen haben da das richtige Näschen gehabt.

        Guter Typ, der Herr Schulz. Hat einiges auf dem Kasten und ist ganz bestimmt kein Amateur. Auch wenn einiges auf Instagram recht inflationär daher kommt, hat er sichtbar gute Ideen und den Blick für den richtigen Moment. Finde ich.
        Und alles ohne Fuji…
        🙂

      • @joe
        wenn man es streng nimmt hast du Recht, allerdings gab es selbst zu Analogzeiten schon, wenn auch im Vergleich zu heute stark begrenzt, Möglichkeiten bei den Fotos ein wenig zu tricksen. Klar, heute übertreibt es manch einer und das ganze wirkt dann absolut unnatürlich.

        Ich sehe aber darin kein Problem, die Bilder weiter zu bearbeiten, wenn es die Wirkung oder Aussagekraft des Fotos verstärkt. So wird am Ende eben ein Gesamtkunstwerk daraus.
        Wenn ich ein Bild male, bin ich ja auch nicht auf den Pinsel beschränkt, sondern kann verschiedene Techniken vereinen. Wie schon gesagt, es bleibt doch Geschmacksache.

        Manchmal denke ich mir auch, es wäre schön die Nachbearbeitung der Fotos so gut zu beherrschen wie es manch einer kann, nur fehlt mir die Zeit dazu es soweit zu erlernen.

    • Hey Micky,
      alles gut beschrieben. Aber man kann mit dieser Kamera wahrscheinlich auch gut freehand und outdoor fotografieren.
      Nur warum 100MP und 11.000 Euro? Denke mal, da gibt es Alternativen…

    • Organischer Sensor
      Ist schon wieder so positiv besetzt.
      Warten wir erst mal die Nachteile ab, wenn er denn je markteif ist…
      Denn alles hat seine Nachteile
      Und seien es nur die Kosten und der Produktionsaufwand.
      Klar scheint mir, wir brauchen ganz neue Sensoren, weg mit Zeilenauslesen, weg mit mechanischen Verschluss zur Belichtungsbegrenzung (lieber nur zum Schutz wie es Canon vor macht). Und endlich weg von der Filtertechnik und Bayer, weg von RAW und JPEG – aber das dauert noch endlos, bis da mal neu gedacht wird.

  • Ein wenig Wahrheit ist dran an Mickys Einlassungen, nicht umsonst hat Fuji bei der neuen GXF100 die „Hautapp“ einprogrammiert.

    Im ersten Moment sind diese Apps auch sehr verführerisch. Meiner Meinung nach sollte das schon bei der Aufnahme mit Hilfe von echten Filtern oder nachher im Photoshop „ZU Fuß“ mit eigenem Makro gemacht werden, weil sonst sind solche Effekte sehr schnell „ab gelutscht“ und jeder sagt ach Filter #17!!

    Es ist auch richtig das digitale Dateien oft sehr „clean“ wirken, irgendwie nicht „echt“. Mir sind in den letzten Berufsjahren aus dem Computer generierte Bilder vorgelegt worden mit dem Hinweis „Bitte so fotografieren wie das aber in lebendig“.

    Gerade mit meiner Spiel Kamera X-T3 verwende ich immer öfter Altglas oder krame in der Filterkiste um zu unerwarteten Ergebnissen zu kommen, die sind dann nicht perfekt, sie haben aber Charakter. Für mich ist das dann OK.

    Auf der anderen Seite versuche ich mit der GFX50s das genaue Gegenteil, nämlich technisch absolut perfekte Ergebnisse zu erzielen, es kommt vielfach auf das Motiv an zu welchem Verfahren ich greife.

    Das witzige dabei ist das das aus dem „Bauch fotografieren“ genau so viel Spaß macht wie das extrem genaue arbeiten mit allen verfügbaren Hilfsmitteln und Messgeräten. Was schöner ist? Mal dieses mal jenes es kommt auf das Motiv an!

    • Daumen hoch @Alfred
      Und genau das :„Bitte so fotografieren wie das aber in lebendig“ kenne ich auch 🙂

      Und wir leben ja auch (noch) in einer aufgeklärten Gesellschaft, wo immer noch das alte Wort von Friedrich II gilt :
      „Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nuhr das Auge darauf haben, das keine der andern abrug Tuhe, den hier mus ein jeder nach seiner Fasson Selich werden.“

    • wahre Worte Alfred, kommt auf das Motiv an.
      Fotografiere ich die „Landschaft“ nehme ich gerne eines meiner modernen Fujinon Objektive, fotografiere ich den „Baum in der Landschaft“ so greife ich liebend gerne zum Altglas bzw. zu 7A Objektiven

    • Hallo Alfred,
      das mit der cleanen Wirkung bei Digitalfotos hat mich immer schon gestört. Deswegen gebe ich auch bei einigen Fotos Körnung dazu, und erhöhe den Kontrast. Das gibt dann eine ganz andere Bildwirkung, die an analoge Zeiten erinnert. Für die 100MP der neuen Fuji sehe ich allerdings noch nicht so den Anwendungsbereich…

    • @ Alfred

      die Hautapp braucht es zwingend, da man bei Portraits mit 102MP jede Pore jeden Pickel sieht und welche Frau/Mann möchte jeden kleinsten Schönheitsfehler auf einem Portrait haben? Ich würde diese Kamera vorwiegend für Landschaftsaufnahmen verwenden, dafür ist die genial!

  • Sehr interessante Kamera!
    Aber bitte keine Überschriften mit dem Tenor „… neues Level“ mehr.
    Dieser Anglizismus ist momentan inflationär…

  • Eine feine Kamera. Wo allerdings der Hochformatgriff sehr holzschnittartig ist und sehr glatt wirkt.
    Faszinierend, was die Vorstellung einer neuen Kamera, für tiefgreifende, ja erschütternde Kommentare, auslöst.

  • da bin ich ja mal gespannt was der autofokus leisten wird. eine schönheit ist die kamera nicht. mir würden außerdem die klassischen rändelräder fehlen (iso, zeit,…). im ersten moment musste ich an die „texas-leica“ denken. auch wenn eine ähnlichkeit fehlt.

    • …naja Texas Leica kam mir da eher bei der 50 R im Sinn, trotz ihrer Größe liegt das Ding wunderbar in der Hand (50R) aber dennoch bevorzuge ich die kompakte XT Serie

      • mirko, da hast du recht. deshalb sagte ich ja, daß ich das selbst nicht verstehe, warum ich an die gw690 denken muss. die 50r finde ich als die schönste der gfx-reihe.

  • Wie man auch sehen kann……

    Fujis GFX100 ist ein Produkt für eine kleine Zielgruppe. Wenn man dabei bedenkt das die anderen Hersteller in diesem Segment Systeme in der Preisklasse von 15.000 bis 35.000 Euro anbieten (sie haben teilweise noch größere Sensoren) dann sind die 11.000 Euro die Fuji für ihre GFX100 verlangt als preiswert zu betrachten Angesichts der gebotenen Leistung.

    Was den Fotografen am Mittelformat begeistert sind die erreichbare Bildqualität und die charakteristische Bildanmutung von Mittelformat Systemen.

    Dabei von „Sinnvoll oder braucht es das?“ zu sprechen ist der falsche Ansatz. Denn Bilder machen vom Smartphone bis zum Vollformat Boliden alle anderen Systeme genau so gut in ihrem jeweiligen Segment.

    Kalorien zu sich nehmen geht an der Pommes Bude genau so gut wie im Sterne Restaurant. Was ist gegen eine gute Curry Wurst zu sagen? Nichts! Ein ausgeklügeltes Menü hat aber auch etwas reizvolles an sich.

    Am wunderbaren Hobby Fotografie ist immer das Endprodukt Bild wirklich wichtig und nicht der Gegenstand mit dem es Produziert wurde.

    Trotzdem, oder genau deswegen finde ich eine Fuji GFX100 so spannend, weil sie mir beste Voraussetzungen bietet meine Bildvorstellung Qualitativ bestens umzusetzen.

    • Ist es heute wirklich noch so, mit der „charakteristischen Bildanmutung des Mittelformates“? Dieser Thematik scheint etwas mystisches anzuhaften 😉

      Ich hatte Ende der 80er eine Hasselblad 500C und war von der Qualität der Dias begeistert.
      Entscheidender Punkt war die Digitalisierung. Scannte ich auf einem der alten Hell-Boliden ein Kleinbild-Dia mit Faktor 10 oder mehr, so war das Ergebnis bescheiden, Mittelformat-Scans waren dagegen tadellos. So war die „Bildanmutung des Mittelformates“ für mich hauptsächlich eine technische Größe, vor allem die Filmkörnung betreffend.

      Heute ist die Aufnahme selbst die Reproduktion. Reduziert sich die „Bildanmutung“ dadurch nur noch auf Brennweite und Auflösung? Das eine Mittelformat-Aufnahme im Vergleich „lebendiger“ wirkt, mag ja sein – ist aber irgendwie schwer zu greifen. Auf Kleinbild, APS-C, MFT und 1Zoll bezogen könnte man die Thematik immer weiter herunterbrechen.

    • @marcus
      erinnerst Du dich oder kennst Du die Fabel vom Fuchs dem die Weintrauben zu hoch hingen? Sein Kommentar nach vielen erfolglosen Versuchen: „Die sind eh sauer!“ Daran denke ich bei jedem negativen Kommentar den ich lese!!!

      Was denkst Du, wie viele von den Lästermäulern die Kamera kaufen würden – oder ein noch treueres Ding, wenn sie es aus der Portokasse bezahlen könnten? Alle! Und was ist die Moral von der Geschicht? Was ich nicht kriegen kann mach ich schlecht, damit ich mich besser fühle.

      • @joe
        Genau das denke ich mir auch sehr häufig. Ich finde derartige Kamera-Boliden, auch wenn ich sie mir nicht leisten kann und sie auch nicht unbedingt brauche, doch sehr spannend. Steckt ja doch einiges an Ingenieurskunst darin.

        Ich hatte vor 2 oder 3 Jahren auf einer Messe die Möglichkeit ein wenig mit der Hasselblad X1d zu spielen und sie mit der großen (H3d oder so) zu vergleichen. Hat mir sehr viel Spaß bereitet auch wenn ich mir keine der beiden leisten kann (und sie meiner Fotografie auch nicht unbedingt dienlich sind).

        Wir Menschen lassen uns leider häufig zu unsachlicher Kritik verleiten. Sei es aus Neid, Missgunst oder einfach nur Unzufriedenheit. Oftmals sind auch die Erwartungen einfach zu hoch, man verlangt schon fast bei jedem neuen Gerät eine kleine Revolution.

      • @ Joe:

        Dann müsstest Du aber bitte das Stativ tragen – ja !

        Und dann steht immer noch das Problem der geringen Schärfentiefe.
        Abblenden – nun dann sinkt die Auflösung leider drastisch

        Fokusstacking – wenn gerade kein Wind weht und das Deghosting gut arbeitet – OK

        Aber das Equipment schleppen bitte Sie.

      • sabrina,
        seit wann ist geringe schärfentiefe ein problem? seit wann sinkt die auflösung bei abblenden (wenn nicht gerade blende 16 und höher, sollte die kleine mitteformat damit überhaupt probleme haben)? und seit wann hat fuji fokusstacking?

    • Ich sehe da Strukturen oberhalb in der Gischt. Sind diese Linien vom Sensor? 🙂 Ist ja peinlich, sowas
      noch zu zeigen… Übrigens ein ebenso ausgelutschtes Motiv. Das ist doch keine Welle. Eher ein Wellchen.
      😉

    • Die EOS M3 ist für bewegliche Motive keine gute Kamera, selbst wenn man es damit auch fotografieren kann.

      Schau dir in dem verlinkten Foto mal den Himmel an
      Katastrophal !
      und das bei herunterskalierter Auflösung !

      Das kann man mit dem Smartphone preiswerter haben. – und sogar besser !

    • Sorry, nur meine Meinung, aber dieses Bild ist einfach nur GROTTENSCHLECHT. Das hat nichts – überhaupt gar nichts. War vielleicht in den 70er-Jahren innovativ, aber heute – echt jetzt?

  • Ich freue mich! das es für den Profi endlich eine neue Kamera gibt bei welcher der Qualitätsunterschied zum Leienformat wieder hergestellt ist.
    Ich als Fotobegeisteter Hobbyist brauche Bildergebnise von Profis welche ich bewundern kann.

    Meine ich echt so.

  • Ibis und Spiegellosigkeit sind entscheidend bei so einer hochauflösenden Kamera, man will sie ja nicht immer aufs Stativ packen müssen und den Spiegel vorauslösen. Schon mit der zweiten Generation A7r gibt es aus der Hand praktisch keinen Ausschuß mehr. Damit wird der Fuji-Behemoth wirklich fast schon zu einer Point&Shoot Alltagskamera. Natürlich immer noch viel zu sperrig und schwer für vieler Leute Geschmack, aber das haben die DSLR-Shooter uns DSLM-Shootern jahrelang als einen Vorteil verkaufen wollen. Wer’s geglaubt hat, der glaubt auch noch an Skintones und Weathersealing als die wichtigesten kaufentscheidenen Attribute, oder daran dass es gar nicht so viel Lustgewinn und Lebensfreude bringt, von immer besserer und höher auflösenderer, dynamischerer Kamera-/Sensortechnik fasziniert zu sein, weil ja jede Kamera ausreichend gute Bilder mache.

    Bis zuletzt habe ich geglaubt, dass das Format noch sehr eine sehr exotische Nische bleibt, immer bleiben wird, aber wenn Fuji das wirklich immer weiter vorantreibt, dann wird das auch irgendwann in der Breite bezahlbar und dann werden auch die Gebrauchtgeräte bezahlbar, dann mag die Technik tatsächlich auch immer kompakter und ‚pointier‘ werden. Mir persönlich wäre es dann wohl immer noch zu sperrig, für den erzielbaren Mehrwert an Bildqualität und Auflösung, vor allem wenn auch die ‚kleinen‘ FF-Sensoren den großen MF-Sensoren eigentlich nur mit einer Generation Abstand folgen (die erzielbaren Qualitäten einer A7rIII oder D850 liegen tatsächlich auf dem Niveau der vergangenen MF-Generation) aber die Zahl der prokoschesken Shooter wird damit zweifelsohne wachsen, die eben das zu einem Zeitpunkt das dann maximal mögliche rausholen wollen.

    ….und wer verächtlich ganz allgemein und grundsätzlich über Hochauflöser spottet, weil er nicht jeden Tag Riesenposter ausdrucke und weil er nicht seinen Rechner – die Dinger sind mit ihren vielen Kernen heute ausreichend schnell! Meine immerhin 80MB Raws, werden vom Konverter praktisch fast in Echtzeit importiert. Festplatten sind ebenso Wühltischware für unter 100€ geworden – unnötig strapazieren wolle, der lügt sich doch sowas von selber an! Das ist die Lüge derer, die neidisch auf die 850iger/Z7 oder A7r Klasse schielen und auf die Wunderwaffe warten. „Haben wir alles nie gebraucht und früher haben wir auch gute Bilder gemacht, mit unserer 5DmkII, in der guten alten Zeit!“ Stimmt ja auch, genauso wie es stimmt, dass das dekadente und charakterschwache Wachstums-, Habenwollen-, & Konsumfest diesen Planeten in wenigen Jahrzehnten gefrühstückt haben wird, incl. des Fischbestandes der Meere und der Regenwälder……aber es ist sooo schön und hier im Forum hat man wirklich andere Sorgen als existenzielle! Hier kennt man sich in der Wirtschaft aus!

    Bestimmt, ganz bestimmt beschwert sich auch einer über Rolling-Shutter beim Filmen oder über fehlendes Weathersealing, so wie man die Z-Klasse ob einer fehlenden zweiten Speicherkarte förmlich zerrissen hat. Denn eigentlich wissen wir alle, dass nur ein Hersteller gute Kameras bauen kann und dass es mit Spiegel trotzdem besser war. Gut, dass das jetzt zu Ende geht. Aber soviel Spiegel können die Rezos den Gestrigen gar nicht vorhalten, dass die ein Einsehen hätten. Batterylife war auch nur solange ein Killerargument, wie das eigene hohe Haus mangels zeitgemäßer Technik nicht betroffen war.

    Es kann eh nur eine Marke geben, oder Joe und Sabrina, Micky? Sagt selbst!

    Wir haben alle so einen Schatten, schön wenn man drüber lachen kann ;)!

    • Voll abgefahren sag ich dir. Voll abgefahren @Tobi.
      Ist halt ’ne Fuji. Die Superfuji aller Fujilogen sozusagen. Wer da nicht demutsvoll niederkniet bzw. sich gleich auf den Bauch legt und sich von einer Domina erniedrigen lässt, hat diesen Gott eben nicht verstanden. Gibt zur Strafe 30 Peitschenhiebe. Mindestens.
      🙂

    • @Tobi B
      Hast Du meine Posts hier nicht gelesen? Ich finde diese Kamera toll! Und habe – bis auf Die Weltverbesserung die bei Dir immer einfliesst – das Gleiche geschrieben wie Du, nur in einer sehr kurzen Form einer Fabel vom Fuchs und den Weintrauben. Die Diskussion – Spiegel vs. Spiegellos kommt mir ein bisschen so vor bei den Autos die Diskussion um Heckantrieb vs. Frontantrieb. Beides hat seine Vorteile, der eine im Winter der andere in der Kurve. Dass ich trotz all der von Dir gepriesenen Vorzüge von A7III und D850 (letztere halte ich für die beste DSLR) bei meiner 5DMK4 bleibe, hängt schlicht und einfach damit zusammen, dass ich damit extrem gute Bilder hinkriege und ich (noch) lieber mit optischem Sucher als mit elektronischem Sucher arbeite (ich habe bereits diverse Modelle mit EVF ausprobiert – Z6, Z7, A7III und meine kleine M5). Mit dem Sucher der Fuji könnte sich das ändern, aber ich spüre für mich nicht das haben wollen und im Übrigen habe ich viel zu viele sehr gute Canon Linsen, als dass sich das je rechnen würde.
      Übrigens noch zur Weltverbesserung: Du schreibst viel darüber – ich tue etwas dafür und schreibe nicht nur darüber! Mit dem Auto fahre ich nur noch ca.6’000km/Jahr statt wie früher 30-35’000km/Jahr, fahre heute vorwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln und benutze das Flugzeug maximal einmal im Jahr, weil man anders nicht dorthin kommt. Essen kaufe ich – so weit möglich – ausschliesslich regional und sogar direkt vom Bauern, heizen tue ich Solar bzw. mit Wärmepumpe und meinen ca. 80 Studenten die ich jährlich betreue mache ich klar, dass nicht die anderen die Welt zerstören, sondern jeder selbstverantwortlich ist und in der Pflicht, es reicht einfach nicht mit dem Finger auf die anderen zu zeigen!!! Also bitte mehr Taten, weniger Worte!

      • @Joe, wusste garnicht, dass du so einen Pussy bist.

        Also ich zieh das Ding voll durch. Mindestens 4 x im Jahr im Flieger.Man will ja was von der Welt sehen und Fotos machen. Regional vom Bauern? Wo wohnst du? Auf der Alm? Ok, doa gibt’s koa Sünd. Nur den Almödi und seine leckere Tochter.
        Solar und Wärmepumpe??
        Viel zu teuer. Verbraucht nur wertvolle Ressourcen. Öl gibt’s immer noch wie Sand am Meer. Und Atom hat weitere Entwicklungsstufen durchlaufen die wir auf Grund unserer Versagensängste a la Merkel nicht offensiv mitmachen wollten. Dafür kaufen wir ihn jetzt woanders bei den Nachbarn und verschandeln unsere geliebte Natur mit hässlichen Windmühlen. Mit dem Auto gebe ich Gas ohne Ende. Unter 200 PS läuft bei mir garnix. Also reiss dich mal zusammen.

        Und probier nicht Kameras sondern Frauen aus. Bis es passt, wenn du verstehst. Allerdings ist mir da der Heckantrieb oder Frontantrieb ehrlich gesagt egal. Wie kann man es mit einer Kamera treiben? Weltverbessernd?
        😉
        Aber mal so nebenbei in Sachen Weltverbesserung: Frag mal die „demonstrierenden“ „Fridays fo Future“ Kids – und ich schreibe „demonstrierenden“ mit Absicht in Anführungszeichen, denn für die ist es neben Schulschwänzen mehr die Party und ein Event um Leute kennenzulernen lernen – zum Bsp. endlich die Mädels aus der Nachbarschule und so und das würde ja nicht klappen, wenn das Samstag oder Sonntag läuft weil, da kommt dann ja keiner, – also frag die doch mal, ob ihnen klar ist, dass sie zukünftig auf eine Familienplanung verzichten müssen, wenn sie ihr Anliegen tatsächlich durchziehen wollen, denn das Problem ist definitiv die Überbevölkerung des Planeten. Immer mehr Menschen bedeutet immer mehr Co 2 Ausstoss und Resourcenverbrauch, weil jeder nun auch das haben will, was die anderen schon haben. So funktioniert das aber nicht, wie man inzwischen durch negative Umwelteinflüsse erkannt hat.

        Und deshalb funktioniert auch unsere Demokratie nicht und wird uns über kurz oder lang alle in den Abgrund reissen.
        Immer wird es Menschen in diesem System geben die diejenigen wählen, die sie „füttern“.
        Die Rentner wählen die, die ihnen mehr Rente versprechen, die Arbeitslosen und nicht an Arbeit interessierten werden die wählen, die ihnen versprechen, dass sie auch ohne Arbeit genug zum Leben erhalten. Steht ja so festgeschrieben. Sollen soviel bekommen, dass sie am „sozialen“ Leben teilhaben können. Und die hart arbeitenden wählen die, die ihnen mehr Steuererleichterung versprechen.

        Diejenigen, die sich Tag für Tag in dem sie für sich selbst die Initiative ergreifen und Risiken eingehen, trotzdem nur wenig haben im Gegensatz zu denen, die in riesigen Firmenkonzernen arbeiten können darüber nur den Kopf schütteln. Die einen kämpfen und sind trotzdem glücklich weil unabhängig als Fotograf, oder ihrem Zeitschriften/Tabakladen oder im sonstigen Handwerk sind, und die anderen (z. Bsp. bei einem Autokonzern oder Sony) , die nutzen ihre grosszügigen Krankenzeiten, Megaurlaub, feste Arbeitszeiten, Gehälter und Betriebsrenten mit Vorruhestand und Hazienda auf Fuerteventura.

        Da stimmt doch irgendwas nicht.
        Kein Wunder dass sich kaum noch Leute selbständig machen und das Handwerk über Nachwuchs klagt. Und dann kommt eine Regierung wie die unsere und meint, den Arbeitgebern nun vorschreiben zu müssen, wieviel sie den Auszubildenden zukünftig zu zahlen haben. Und was ist das? Ein weiterer Sargnagel in unser freiheitliches Demokratieverständnis.

        Es ist so wie in dieser genialen Szene in der letzten Folge der Staffel von Game of Thrones, wo die Lords im Halbrund sitzen und ihren König wählen sollen. Als einer vorschlägt, dass doch alle darüber abstimmen sollten, also auch das Volk, trat erstmal Stille ein.
        Dann meinte einer : Dann kann ja auch mein Hund darüber abstimmen, oder wie? Und alle brachen in schallendes Gelächter aus.
        Am Ende stimmten die darüber, die in der Gesellschaft Reputation hatten. Also etwas erreicht haben. Sei es für die Menschen oder überhaupt. Die sich durch Intelligenz hervor taten.
        Wir haben heute zu viele die unbedingt mitreden wollen. Die ganzen Fake-Doktoren, die zu Hauf entlarvt wurden und trotzdem nicht von ihrer Macht lassen können usw. Deshalb wird es nix werden mit uns.

        Ups, jetzt bin ich vom Thema abgekommen, Sorry 🙂
        Was wollte ich jetzt noch???……

      • @Micky
        so kann man sich täuschen! Ich bin sogar eine Oberpussy, fahre mein 510PS Cabrio nur noch ab und zu an schönen Tagen im Sommer und putze es glaube ich öfters, als dass ich es fahre (ca.1000 – 1500km/Jahr). Verkaufen will ich esnicht, weil es einfach ein schönes Auto ist, aber fahren tue ich es tatsächlich aus ökologoschen Gründen nicht mehr sehr oft, obwohl es vergleichsweise (bezogen auf die Leistung) relativ wenig verbraucht (12.7l/100km).
        Einig bin ich mit Dir, dass diese hässlichen Windräder die Welt nicht retten und nur die Natur verschandeln.
        „Fridays for Future“ ist bei vielen Jugendlichen tatsächlich Ernst gemeint, allerdings glauben Sie, dass die anderen, die Eltern Schuld sind am Klimawandel und auf ihren Kurztrips nach Lissabon, Barcelona, Amsterdam, Kopenhagen, London… vergessen sie total, dass diese Flugzeuge ja auch Kerosin verbrennen. Oder sie sind cleverer als ich gedacht habe und sagen sich, wenn der Flieger schon fliegt, dann fliegen wir für 30.-€ auch noch mit, dann wird es pro Kopf ökologischer.
        So steckt doch in jedem von uns ein Teilzeitökologe. Meine älteste Tochter ist ja auch Teilzeitvegetarierin, ist kein Fleisch, ausser es schmeckt ihr.

    • Wenn man aus der Hand fotografiert kann eine Hantelformat-Kamera tatsächlich von Vorteil sein.
      Das Zauberwort heißt Trägheit.
      Sie brauchen mehr Kraft, um die Kamera in der Hand zu verwackeln.
      Das ist reine Physik.

    • Ich habe die Marke schon zweimal gewechselt.
      Von Nikon zu Sony, weil Nikon keine kleinen APS-C-DSLM anbietet
      Dann recht schnell von Sony weg, weil die Objektive nicht meinen bescheidenen Anforderungen genügten
      Dann EOS M mit Nikon DSLR verglichen und gravierenden Qualitätsunterschied festgestellt und Canon EOS M gekauft.

      So einfach ist das.
      Die Qualität zum bezahlbaren Preis muss stimmen.

      Und es kann bei der nächsten Kamera durchaus wieder ein anderer Hersteller sein, vielleicht Huawai oder Googel Pixel oder Samsung.

      Auf jeden Fall werde ich mich nicht in die Situation bringen, dass ich auf einem überteuerten Objektivpark sitze und mich dann nicht traue, den fälligen Hersteller-Wechsel zu vollziehen.

      • die angst hätte ich bei anderen herstellern auch. mal überlegen wer bei brauchbarer qualität überteuerte objektive anbietet… du bist ganz nah dran. 🙂

  • Toll! Muss ich jetzt mal ehrlich sagen. Ich habe länger nicht mehr so viele gute, zynische, sarkastische, lesenswerte Kommentare gelesen, wie in gerade diesem Thread über die „Große Fuji“. Keine Beleidigungen oder Beleidigten (oder: fast), Diskussion auf fairer Basis. Und das meine ich NICHT ironisch!
    Klasse, weiter so 😎

      • naja Joe die Dateigröße ist im FujiForum auch auf 500kb beschränkt von daher würde auch ein altes Nokia Handy ausreichen 😉 man muss ja nicht unbedingt #kochenmitTina folgen

      • @Mirko
        Stimmt! Müsste man vielleicht Nokia mal stecken, dann könnten sie vielleicht wieder zu alter Grösse heranwachsen.

    • @OlyNic

      Leider sind wir so gestrickt wie wir sind, es gibt auch kein Mittel oder ein Update dagegen. Manchmal kann man sich für sehr kurze Zeit ausklinken, bei mir sind es die wenigen Minuten mit dem Gleitschirm vom Berg auf den Landeplatz, da ist mir der Rest der Menschheit echt egal, kaum gelandet muss ich mir das Flugvideo ansehen, bescheuert oder? Es gibt immer etwas besseres, egal für was!

      Nimm es leicht, ein Obstler hilft dabei, vielleicht!

      • hallo alfred,
        das ist eine eigenart die ich irgendwie nie verstehen werde. diese action-mitschnitte. anstatt das video zu schauen würde ich nochmal springen. anstelle mir das video von der motorradtrour, der radtrour,… nochmal anzuschauen würde ich die tour wiederholen. mit photos ist das was ganz anderes. 😉

  • Was ist ein Laienformat und warum soll diese Kamera den Abstand zur Berufsfotografie wieder herstellen?
    War er denn jemals weg?
    Es gibt 3 Arten von Fotografie.
    Berufsfotografie, verdient Geld damit. Nicht Sensor gebunden.
    Kunscht, verdient auch manchmal Geld damit und oft sogar sehr viel. Nicht Sensor gebunden.
    Spass an der Freud. Nicht Sensor gebunden.
    Wage zu behaupten, dass die solventen Spass an der Freud, so eine Fuji GFX 100 erst möglich machen.

    • @ Joe
      Ich habe mir das Bild in 100% Auflösung angeschaut.

      Hier wurde auf den Kletterer fokussiert und schon deutlich auf Blende 8 abgeblendet, um noch eine ausreichende Schärfentiefe zu erreichen.
      Und obwohl man bereits auf Blende 8 abgeblendet hat sieht man eine deutliche Vignette, die fast bis zur Bildmitte reicht. Mag sein, dass man das technisch in Kauf nehmen muss, um nicht am Rand einen drastischen Abfall zu haben.
      Um bei der Pixeldichte den Sensor voll zu bedienen, hätte man das Foto mit Blende 5,6 machen müssen.

      Es ist ein typisches Foto, wie man es fertigt, um das Problem der geringen Schärfentiefe der großformatigen Kameras nicht so offensichtlich werden zu lassen.

      Und obwohl die Entfernung des Fotografen zum Kletterer doch recht groß ist, reicht die Schärfentiefe nicht mehr, um die Landschaft scharf abzubilden. Das ist nur Matsch.
      Hier hätte man ja mal das Fokusstacking in Aktion zeigen können. Oder konnte der Kletterer nicht mal so lange still halten bis die Kamera ihre 30 Bilder pro Sekunde runtergerattert hat?

      Und wie bei der Pixeldichte dieser Kamera (dichter als bei APS-C 24 Mpx) zu erwarten, ist im Himmel rauschen zu sehen.

      Danke – nichts für mich.

      • hallo sabrina,
        es ist ja wirklich sehr interessant was du alles über diese kamera weißt. vielleicht sollte man erwähnen, daß 64mm im kleinen mittelformat in etwa 35mm im aps-c-format sind. also das ist nicht gerade ein starker zoom mit dem hier gearbeitet wurde.

        zudem sollte man sich vielleicht mal vorstellen, daß nicht jeder das ganze bild scharf haben will, sondern einen räumlichen aspekt im bild einarbeten möchte.

        also wenn du dir als nächste kamera eine googel, samsung oder sonstwas kaufen willst, empfehle ich dir einen sensor nicht größer als 1/1,7 zoll. da dürfte höchstens im macro-bereich noch ein klein wenig unschärfe übrig bleiben. Pentax hat hier ein wundervolles system auf den markt gebracht. pentax q. man sollte sich aber ran halten, da das system vom markt genommen wurde. noch erhält man verschiedene kameras mit fast allen objektiven. 😉

      • @Daniel
        mal abgesehen von ihren Vorbehalten vs Fuji, liegt Sabrina da richtig.
        Habe ich hier auch schon mal geschrieben: wenn etwas von A bis B in der Schärfe liegen soll, hat man auch
        bei relativ kurzen Brennweiten ein Problem. Einen räumlichen Aspekt ins Bild einzuarbeiten wird daher zum Zwang. Weiter abblenden kann helfen und man nimmt dann eine gewisse „Weichheit“ in Kauf…

      • @Sabrina
        Also Sabrina, vorweg. Ich bin kein Fujianer wie hier allgemein bekannt ist. Ich habe die Bilder heruntergeladen und auf meinem kalibrierten 4K Monitor in 300% Ansicht angeschaut, alle drei Bilder sind perfekt! Das kriegt man so mit keiner anderen Kamera besser hin. Dass auf dem Kletterbild der Hintergrund eine geringe Tiefenschärfe (ich weiss Fanatiker behaupten es hiesse Schärfentiefe), ist Absicht! Schau dir mal das Nachtbild genauer an, dann wirst Du das erkennen. Das Portrait ist unglaublich, sowas findest Du sonst nirgends. Ja, ich hätte gerne so eine Kamera, aber so wichtig ist mir dann Fotografie doch nicht. Aber man muss die Leistung anderer auch anerkennen und nicht mit irgendwelchen Scheinargumenten versuchen gute Dinge schlecht zu machen. Nicht jeder braucht das, aber ich hätte das gerne. Würde mich freuen wenn Canon entsprechendes nachliefert!

      • hallo matthias,
        ich sehe das anders. das ist dann vielleicht ein „religiöses“ problem. zunächst bezweifle ich, daß die gfx-objektive bei blende 16 einen großen verlust mit sich bringen werden. außerdem denke ich, wer diese schärfentiefe/tiefenschärfe nicht wünscht, wird bei tageslicht ohnehin zu einer anderen kamera greifen. sabrina zeigt hier deutlich, daß sie alles sichtbare auf einer schärfeebene wünscht. damit sollte sie sich also im idealfall einen möglichst kleinen sensor zulegen. jeder der photographiert und kurze belichtungszeiten bei niedrigen iso-werten und tageslicht wünscht, sollte das wissen. denke ich jedenfalls. 😉

        außerdem: jedes format hat seine vor und nachteile. jedes objektiv hat seine vor und nachteile. bevor man somit los geht, sollte man wissen was man von seinem bild möchte, was man abzulichten gedenkt. also greift man im vorhinein zur passenden kamera und zum passenden objektiv. ich greife ja auch nicht zu meiner x-t10, wenn ich ein infrarotbild machen möchte…

      • Hallo Daniel,
        bezweifeln heisst nicht wissen:-)) Um alles in eine Schärfenebene zu bringen, muss man schon den Scheimpflug anwenden. Und gerade die spiegellosen Systeme haben gezeigt, dass die Schärfe eigentlich immer auf dem Punkt liegt. Jede Ausdehnung der Schärfe muss man über die Blende regeln. Und es ist auch sehr abhängig vom späteren Nachvergrösserungsmassstab. Die Objektive, die zur MF geliefert werden, sollten eigentlich k e i n e auffälligen Nachteile haben….

      • Daniel,
        hätte beinahe geschrieben: frag Gustav:-))
        Versuche das mal zu erklären. Zu analogen Zeiten habe ich 80% der Aufträge mit Fachkameras fotografiert (Sinar P2 13 x 18cm Stückpreis 12.000DM + elektronischer Verschluss nochmal soviel). Diese Kameras hatten 2 Standarten(Film/Mattscheibe und Objektiv), die voll beweglich waren (shiften und tilten). Fern- und Nahpunkt des jeweiligen Motivs lagen dann ja in unterschiedlichen Ebenen. Man hat dann auf den Fernpunkt scharfgestellt und die Mattscheibe anschliessend soweit um die Achse gedreht, bis auch der Nahpunkt scharfgestellt war. Ohne abzublenden hatte man das von vorne bis hinten scharf. Das war die Scheimplugsche Regel (ist jetzt aber sehr einfach beschrieben)….

      • hallo matthias,
        und für diesen effekt hätte ich gerne ein tilt-shift-objektiv. außerdem zum photographieren von architektur. leider gibt es für fuji nur ein 24mm tilt-shift. da hätte ich dann doch gerne eins mit etwas weniger brennweite. 🙂
        so lernt man jeden tag dazu. aber ich bezweifle, daß ich mir scheimpulgsche merken werde.

      • Hallo Daniel,
        tilt und shift reicht ja. Leider bietet Fuji da noch nichts an. Canon und Nikon haben 17, 24, 45 und 85 oder 90mm. Problem 1: sauteuer. Problem 2: die Blende kann nur elektronisch verändert werden. Da gibt es meines Wissens auch keinen Adapter, der das hinkriegt. Wenn Du das wirklich brauchst, ist die Alternative vielleicht eine Kleinbildkamera. Aber das haut Dir dann wieder ein Loch von mindestens 4,5k ins Konto…

      • hallo matthias, da hoffe ich noch auf samyang, daß sie mit einem 16mm t/s für aps-c den markt erweitern werden. ein samyang 24mm f3.5 t/s mit x-mount-anschluss gibt es ja. digital auf kleinbild will ich nicht wechseln. da reichen mir meine analogen geräte. 😉

      • Daniel,
        da Du das Objektiv nach links, rechts, oben und unten verschieben kannst, wirst Du auch zum Ziel kommen, indem Du von einem Motiv 4 Fotos machst: oben links, oben rechts, unten rechts und unten links. Davon machst Du dann ein Composing mit deutlich kürzerer Brennweite und ebenso deutlich mehr Megapixeln. Setzt natürlich sauberes Arbeiten (Belichtung, Weissabgleich) und ein Stativ voraus…

      • matthias,
        vor jahren habe ich auf diese weise auch meine panoramas zusammengestellt. nur, daß ich bei meiner webcam leider keinen weißabgleich u. a. machen konnte. auch ein photograph aus meinem heimatort hat den innenraum unserer kirche auf diese weise abgelichtet und dabei ein 50mm auf kb verwendet. eine mir unbekannte anzahl an bildern nutzte er um fast den gesamten innenraum des kirchenraumes zusammenzustellen. es ist ein sehr schönes bild entstanden, was zwar leider ein klein wenig in fischaugenoptik zusammengesetzt wurde, das aber dem gesamten überhaupt nicht schadete.

        leider muss ich aber auf einfachere mittel zurückgreifen, da mir die zeit fürs „labor“ fehlt. so verwende ich derzeit einfach ein 12mm und schneide den unteren rand des bildes einfach ab. immerhin bleiben mir dann noch 8mp. ein 16mm t/s ist weiterhin ein wunsch. vielleicht wird es ja irgendwann erfüllt. 😉

      • Daniel,
        ich denke mal, da sind wir nicht die einzigen, die darauf warten. Aber Fuji soll ja angeblich den Fotografen zuhören:-)) Wir werden sehen…

      • matthias,
        da hoffe ich eher auf samyang. ein tilt-shift mit autofokus würde bei fuji sicher mehr als 1000,-€ kosten.

        bei fuji begeistert mich, daß ich auf jedes objektiv zurückgreifen kann was sie anbieten, ohne enttäuscht zu werden. natürlich, und das erwarte ich, gibt es je nach leistung dann auch objektive die ihr geld kosten (und auch wert sind). da die photographie mein hobby ist, setze ich mir dabei aber auch selbst grenzen nach oben hin.

        daher darf es bei mir auch gerne ein manuelles objektiv sein und im preis-leistungsverhältnis zeigt samyang da sehr schön was sie können.

  • Wieso darf sich sowas noch Mittelformat nennen?
    Mittelformat ist 6×6. Im kleinsten Fall 48×36.
    Wenn man die Länge von 44mm auf eine standard 3:2 Breite runter rechnet, dann bleiben da noch knapp 30mm.
    Also 44×30 und das ist nun wirklich nicht wirklich ernsthaft mehr als 36×24. Also irgend so ein Mittelding aus KB und Mittelformat.
    Ich bleibe bei der Pentacon Six.

    • Naja, das „kleine Mittelformat“ hat immerhin die ca. 1,7 fache Fläche vom Kleinbild / Vollformat. Das ist, wie ich finde, schon noch mal ein ganzes Stück mehr. Ob man es jetzt „kleines Mittelformat“ oder „großes Vollformat“ nennen möchte, wie auch immer, der Sensor ist jetzt nicht gerade klein.

      Man könnte da auch diskutieren, warum das Kleinbild in der digitalen Welt Vollformat genannt wird, wo das doch für Leute die diese Bezeichnungen nicht kennen den Trugschluss zu lässt, dass dies die größten erhältlichen Sensoren sind.

      Oder die ganzen seltsamen Zoll Größen der kleinen Sensoren, die finde ich auch nicht gerade gut gewählt.

      Sinnvoll wäre vielleicht, man hätte anstatt der unterschiedlichen Bezeichnungen, eine Seitenlänge oder die Diagonale des Sensors als Größenangabe gewählt, das wäre aber viel zu einfach 😉

    • hallo georg,
      wenn man das 48×36 ausleuchtet, wird aber hier auch nicht der gesamte film belichtet. ich bezweifle, daß da mehr als 44×30 belichtet wurde. aber das thema wurde hier auch schon x-mal durchgkaut. das digitale kleine mittelformat ist halt nicht größer. so weit ich mich erinnere arbeitet pentax, leica,… auch mit dem format.

      und täglich grüßt das murmeltier. 😉

      • Daniel, Hasselblad hast Du noch vergessen…ansonsten bin ich bei Dir mit „täglich grüßt das Murmeltier“
        Bescheuerter finde ich da schon die Bezeichnung „Vollformat“ vielleicht sollte man dann die größeren Formate einfach „Übervollformat“ benennen 🤔

      • PhaseOne arbeitet auch mit diesem Sensor. Leica nicht, die haben was eigenes, 45x30mm also im 3:2 Format. Ist auch bei Leica wahrscheinlich kein Sony Sensor.

    • Warum? Weil es größer als Vollformat ist. Und es sind wie bereits erwähnt 70% mehr Fläche. 3:2 hat wieder eigentlich nichts mit Mittelformat zu tun (Ausnahme Leica), also kann ich mir das umrechnen sparen.
      Die ersten digitalen Mittelformat-Sensoren die von Phase One und Hasselblad verwendet wurden waren im Format 44×33. Die Größeren kamen erst später.

  • Hallo Mirko,
    Vollformat ist das Leitformat. Das Format war in Filmzeiten das am meisten verwendete. Mit der heutigen Sensorqualität ist für die gute Qualität VF nicht notwendig, wie Fuji festgestellt hat. APSC für alles, MF für die absolute Perfektion

    • Martin,
      ich bin früher in den Laden und habe einen Kleinbildfilm gekauft und keinen Vollformatfilm oder eben ein APS Film zum Ende hin der analogen Fotografie. Du hast ja Recht aber mir gehen die Haare hoch beim Wort „voll“ denn auch wenn ich leichtprozentiges (Halbformat) trinke werde ich irgendwann auch „voll“ davon 😂

      • @Mirko

        Da hast Du natürlich recht. Damals war das auch tatsächlich Kleinbild im Vergleich zu den anderen professionellen Negativgrössen 6×6 und 6×9. Das gibt es ja heute in der Form nicht mehr, da ist im Prinzip das „kleine“ MF das Grösste. Aber das sind ja nur Bezeichnungen – am Schluss zählt das Ergebnis und das ist oft mit APS-C oder mft nicht oder kaum schlechter. Braucht man ein GFX 100? Nicht unbedingt, aber ich bräuchte auch nicht das Auto das ich als Zweitwagen fahre! Es macht halt Spass!

      • Joe,
        es wird Leute geben die so eine Kamera benötigen, ich gehöre nicht zu denen. Hatte ja nun schon die Gelegenheit mehrmals mit der 50R fotografieren zu dürfen, liegt gut in der Hand, hat eine hervorragende Bildqualität aber ich kann auch locker meine XT3 hinter dieser Kamera verstecken, von daher erfreue ich mich an solchen Geräten bleibe aber bei meiner „Untervollformat“ Ausrüstung

      • @joe
        Als ich anfing zu fotografieren hatten die billigsten und einfachsten Kameras das Negativformat 6×6 oder 6×9 – und zwar s/w wohlgemerkt. Da war nichts professionell. Eine Kleinbildkamera konnte ich mir erst später leisten! Überhaupt ist allenfalls der Fotograf professionell und sonst nichts.

      • @N1User
        Sorry, wusste nicht, dass Du vor dem Krieg geboren wurdest! Entschuldige, dass ich nicht für den professionellen Gebrauch geschrieben habe. Natürlich wurden diese Kameras je nach Modell und finanziellen Möglichkeiten auf für den nicht kommerziellen Gebrauch verwendet! Danke für Deine Präzisierung, sonst hätte es ja keiner hier verstanden!

      • @joe
        Ironie hin oder her – sorry, mich nervt nur dieses Professionell-Gequatsche der ganzen Amateure hier gewaltig – besonders, wenn es nur um profane Technik geht. Da würde ein Blick in den Duden erhellend wirken. Oberlehrermodus aus.

      • @N1 User

        wo ich dir zu 100% Recht gebe ist das Oberlehrer Gequatsche! Aber Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung!

  • Jeder hätte gerne die Leistung eines Mittelformat Sensors in seiner APS-C oder in seiner digitalen „Kleinbildkamera“. Leider ist das physikalisch nicht möglich. Das man die Packungsdichte irre hoch schrauben kann sieht man an den Winzsensoren in den Smartphones. Das damit sogar verwertbar Bilder machbar sind ist bekannt.

    Nebenbei sei bemerkt das sich die Objektivbauer leichter tun wenn die Packungsdichte nicht so groß ist. Weitere Vor- oder Nachteile möchte ich nicht gegeneinander stellen, darüber wurde schon reichlich geschrieben.

    Die Konstellation aller am Bild beteiligten Bauteile ist halt im Mittelformat am günstigsten.

    Der Fortschritt wird bald dafür sorgen das die Bild wichtigen Unterschiede zwischen den Sensorgrößen kleiner werden. Das „Hase Igel Rennen“ beginnt von neuem.

    Mit wirklich jeder Systemkamera, egal von welchem Hersteller, sind heute ausgezeichnete Bilder machbar. Die Technik ist unschuldig wenn die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen.

    Aber es ist wie überall, man möchte immer das Filetstück haben und manchmal bekommt man es in Form einer Fuji GFX100.

    • Die Einschläge kommen näher.
      Samsungs 64 MP 1/1,7 Zoll und einem Kontrastverhalten von 100dB (Auge 120 dB). Jeweils 4MP zusammenschaltbar, ergibt 16 MP. Geht in naher Zukunft in Produktion oder wird bereits produziert .
      Zoll ist auch eine blöde Bezeichnung, die auf die uralten Aufnahmeröhren zurückgeht. Nur sind moderne Chips halt rechteckig.
      Das gute Bild, hängt nur zum Teil von der Kamera ab.
      Das herrausragende Bild vom Fotografen und es muss nicht einmal scharf oder farbrichtig sein.

      • robin,
        in welchem universum kann ein 1/1,7 zoll-sensor mit einer mittelformatkamera mithalten??? wenn man tageslicht im hochsommer ohne bewölkung benötigt um ein abbild zu schaffen dessen was man zeigen möchte und dann auf 8mp reduzieren muss damit der pixel da sitzt wo er sitzen muss, dann jucken keine 64mp. das sind dann nur rund 50mb die die karte verstopfen.

        die röhrengeräte wurden in cm gemessen. erst mit der einführung der flatscreens wurde der zoll wiedder aus der versenkung gehoben. die usa, myanmar und liberia verwenden noch nicht das metrische system.

      • daniel,
        die Winzig-Sensoren wurden immer schon in Zoll angegeben und das geht auf die Röhren der TV-Kameras zurück. Das bietet dem Marketing so einige Möglichkeiten.
        Für die aktuellsten SMs braucht es keinen Hochsommer und blauen Himmel.
        Wenn hohe MP die Karte verstopfen, tun sie es bei allen Systemen.
        Und ob ein Winzig-Sensor mit einer MF-Kamera mithalten kann?
        Mit VF tun sie es bereits recht gut.
        Nur um Mißverständnissen vorzubeugen, meine SMs sind zum Telefonieren, Nachrichten lesen und fürs Internet. Meine Kameras sind zum fotografieren.

      • hallo robin,
        ich denke mal, daß du mit sms smartphones meinst. scheint aus dem kontext logisch.
        tut mir leid wenn ich da widersprechen muss, aber ich habe noch keinen sensor der größe gesehen der nur ansatzweise bei mft hätte mithalten können. aber es ist natürlich auch die frage was man von einer kamera erwartet.

      • Hallo daniel,
        es geht nicht darum, was man erwartet.
        Es geht darum, was Kamerasensoren so leisten.
        Ein netter Vergleich auf dkamera.de zwischen,
        Samsung S7; S8; S9; S10e; S10; Huawei Mate 20 Pro; Canon EOS R, der für sich spricht. Vergleichsbilder zum Download
        https://www.dkamera.de/news/dkameratv-samsung-galaxy-s10e-und-s10-im-videotest/
        Und jetzt kommt dann Samsungs 64 MP Supersensor.
        Würde mir wünschen, dass an mFT, APS-C, 36×24 Sensoren auch so intensiv gebastelt würde!

      • hallo robin,
        ja da sieht man auch gleich den unterschied. das huawei mate bringt mit seinen 40mp keine farbe mehr ins bild. die details gehen bei allen smartphones verloren. außerdem ist nirgends die rede von den verwendeten iso-werten. somit gehe ich von iso 100-200 aus und das sollte jede kamera auf die reihe bekommen.

        ein ernsthafter vergleich sieht da anders aus und trotzdem sind gewaltige unterschiede zu erkennen. es ist nicht böse gemeint, aber mit dem test und deiner daraus resultierenden meinung ist klar, daß du einen anderen anspruch an das photo hast als die meisten hier.

        aber das sollte niemanden davon abhalten sein hobby zu genießen. also wünsche ich dir weiterhin gutes/schönes licht. 😉

      • Hallo daniel,
        Vorsicht mit der Beurteilung von Ansprüchen ans Bild, auch wenn es nicht bös gemeint ist.
        Die Vergleichsbilder von dkamera sind nur unwesentlich unterschiedlich und bei dem Huawei hatten sie einen Fehler gemacht.
        2014 hat ein Australier einen ähnlichen Vergleich gemacht, mit dem außerordentlichen Nokia Lumina 1020 (38MP) und der außerordentlichen Nikon D800 (36MP), so wie einer Reihe von Canon DSLR und gängigen iPhones. Das Ergebnis war ähnlich.
        Viele Megapixel bringen erst bei Ausschnittsvergrößerungen etwas. Das wird dich natürlich nicht überzeugen.
        Aber der vollständigheit wegen.
        http://connect.dpreview.com/post/5533410947/smartphones-versus-dslr-versus-film
        Ob man es sich nun eingesteht oder nicht, Smart Phones ziehen in vielen Bereichen gleich mit herkömmlichen Kameras.

      • hallo robin,
        ich fürchte keiner dieser tests wird mich überzeugen. es fehlt einfach hand und fuß. ich habe schon mit meinen kompakten wie der tz31 oder der aw110 sowie meinem smartphone gute bilder gemacht. aber hier reden wir von tageslicht bei iso-werten von 100 bis 200. bei kleinen bildformaten vielleicht auch noch iso 400. dann ist aber wirklich schluss.

        dazu kommt, daß ich hier nicht mit einer schärfentiefe/tiefenschärfe arbeiten kann (außer makro) und der cpl-filter fehlt komplett. den halte ich nicht einfach mal so ans telefon. ich weiß, daß du total begeistert bist von deinem smartphone, aber die dinger sind noch lichtjahre von den gegenwärtigen systemkameras entfernt. der anspruch an das gerät ist entscheident.

        schaue ich mir meine bilder von vor 5 jahren an, bilder von denen ich absolut überzeugt war, sehe ich jetzt was man daraus hätte machen können mit dem richtigen gerät. ähnlich sieht das hier auch so mancher profi mit meinen bildern. aber es geht ganz sicher noch besser. was könnte mir zum beispiel alfred oder matthias noch alles beibringen…

      • Daniel,
        habe Deinen Post gerade erst gelesen. Du bist ja schon genau auf dem richtigen Weg mit Deinen 5 Jahre alten Bildern. Vom Profi kann man insofern relativ wenig lernen, weil jeder eben anders arbeitet und auch andere Schwerpunkte setzt. Die Kameratechnik nimmt dabei nur einen kleinen Teil ein (heisst aber, man sollte seine Gerätschaften schon blind bedienen können). In der Werbefotografie geht es dann darum, wie ich ein Produkt behandeln muss, um es abbilden zu können. Wenn man irgendetwas noch nie fotografiert hat, braucht man auch als Profi deutlich mehr Zeit. Und alles hinterher in Photoshop zu regeln, ist meiner Meinung nach nicht erstrebenswert. Dich wird mit Sicherheit weiterbringen, Deine Fotos sehr kritisch zu betrachten und beim nächsten mal kleine Verbesserungen zu einzubauen. Zu kritisch solltest Du aber auch nicht werden und Dich einfach mal an Deinen Bildern freuen. Denn es soll ja nicht in Arbeit ausarten sondern Spass machen. Und: was Dir anfangs vielleicht noch schwerfällt, geht 20 Fotos später wie von selbst:-))

      • hallo matthias,
        ich denke schon, daß ein profi mir noch einibes beibringen könnte. so zu beispiel der einsatz von filtern. ich habe leider gerade erst den cpl-filter entdeckt. hätte ich diesen bereits vor einem jahr schon gekannt, dann wären meine urlaubsbilder sicher noch sehr viel schöner geworden. dazu muss ich noch lernen wie man den blitz vernünftig einsetzt, auch bei tageslicht. und wer weiß was es noch alles gibt woran ich gerade nicht denke.

        aber ich fürchte es müsste auch der richtige profi sein. jüngst unterhielt ich mich mit einem der wusste nichtmal, daß man die frontlinse nicht mit einem reinigungstuch säubern sollte, wenn es auch anders geht (pinsel, blase balg,…). es ist wie in allen berufszweigen. es gibt auch profis die hin und wieder nicht im unterreicht aufgepasst haben. 😉

  • Fuji wird auf jeden Fall ein tolles Stück Technik abliefern. Das spricht sich rum und wird wahrscheinlich auch den
    Umsatz der APSC-Linie ankurbeln. Das Objektiv Lineup ist überschaubar, man hat jedoch alles, was man braucht.
    Man wird dann für den beruflichen Einsatz so etwa bei 20 – 25000 Euro liegen (Backup-Gehäuse? Vielleicht?)
    Im Handel wird man die Kamera nicht als Demo ausprobieren können, da dort (auch bei Profi-Händlern) die MF-Systeme lange Zeit nur im Regal liegen und das Kapital gebunden ist. Die nächste Frage ist dann, ob diese Investition sich auszahlt. Hier im Forum befinden sich ja viele Fotografen, die auch noch die analogen Zeiten kennen und quasi mit Kameras aufgewachsen sind. Nachfolgende Generationen haben da kaum noch eine emotionale Bindung. Da ist eben das Handy Trumpf. Und momentan werden alle innovativen Entwicklungen bei den Handy-Sensoren geliefert, um dann vielleicht irgenwann ihren Weg in die Fotokameras zu finden. Die Fotoindustrie hat seit Jahren den Markt falsch eingeschätzt. Das Management ist rein wirtschaftlich auf Bilanzen eingestellt, ohne Kenntnis von Kameras und dem emotionalen Aspekt des Fotografierens. Und da hilft man sich dann mit cashback usw. Blöde nur, wenn jemand gestern in ein System eingestiegen ist, welches heute 600€ billiger verkauft wird. Auch für den Handel schwer zu erklären. 2020 wird wahrscheinlich das Jahr der Entscheidung werden, wenn die prestigeträchtige Olympiade gelaufen ist. Und da die Hersteller (abgesehen von Pentax) keine verbindlichen Zusagen machen, sollte man in 2019 eigentlich gar keine Kamera kaufen….

    • @Matthias,

      deine Beobachtungen sind richtig. Selbes gilt für die Automobil Industrie oder auch andere Sparten.

      Für mich sieht das anders aus weil ich NUR das Gehäuse austauschen möchte.

      Warum ich mir das antue? Einfach weil ich emotional zu tief mit der Fotografie verbunden bin und weil ich mir das finanziell leisten kann. Die Ergebnisse zeigen mir dann das die Investition richtig war. „Unbedingt benötigen?“ Nein! Für 95% meiner Bilder sicher nicht, da hätte auch Vollformat ausgereicht.

      Momentan ist in den Industrie Nationen eine latente allgemeine Unzufriedenheit mit der herrschenden Situation zu beobachten. Warum? Weil sich die Bevölkerung nicht mehr „mitgenommen“ fühlt. Auch in der Foto Industrie werden technisch hervorragende Produkte am Nutzer vorbei produziert. Das gilt ebenso für die Mobilität, den Immobilienmarkt, die Lebensmittel Industrie, überhaupt für fast alle Lebensbereiche.

      So lange der Turbo Kapitalismus ungehindert sein Unwesen treibt wird sich nichts an der Gemenge Lage ändern.

      Da kommt die GFX100 gerade recht um mich abzulenken und um die schönen Dinge des Lebens, die Fotografie zu genießen.

      • Alfred,
        die Bevölkerung fühlt sich nicht nur „nicht mitgenommen“ sondern zusätzlich ausgenommen.
        Mal abgesehen von Auto (ganz miese Betrügereien), Immobilien usw. geht es mir ums Fotografieren.
        Amateur oder sogenannter Profi ist eigentlich egal. Ich kenne einige Leute, die sich eine teure 36MP-Kamera kaufen, um die dann mit einem 28-300 zu bestücken. Zitat: damit kann man alles machen! Nur eben keine richtig scharfen Fotos. Die Ergebnisse sind eben good enough. Das kann aber auch nicht das Interesse der Kameraindustrie sein. Bei vielen Neueinsteigern stellt sich dann raus, dass sie eine tolle, beste (Marketing) oder was auch immer Kamera kaufen, die aber nicht automatisch die angestrebten Ergebnisse liefert. Alle Nacharbeiten am Rechner kosten auch viel Zeit, die man bereit sein muss zu opfern. Und wenn es noch anderer Interessen gibt, stellt sich die Frage, ob diese Leute beim Fotografieren bleiben. Und deshalb kommen mir zwangsläufig die Gedanken, ob das nicht in naher Zukunft eine sehr elitäre Veranstaltung wird

      • hallo matthias,
        damit hast du sicher recht, daß oft das falsche objektiv drauf gesetzt wird und dann die kamera bemängelt wird. aber das sollte nicht das problem der kameraindustrie sein. auch ich hätte gerne ein schönes reiseobjektiv. das kommt dann zwar nur einmal im jahr zum einsatz, aber es würde seinen zweck erfüllen. 🙂
        ein verbesserungsvorschlag wäre vielleicht, wenn die objektivhersteller gut ausgeführte objektivtests so ehrlich wir möglich von ihren eigenen objektiven veröffentlichen würden. in der form der chip.de bestenliste mit anschließdender kurz gehaltener beschreibung für was das objektiv gebaut wurde (ensatzgebiet). so würden sich dann auch anfänger zurecht finden.

    • Daniel,
      noch ein kleiner Nachtrag dazu: erfahrungsgemäss wechseln diese Käufer ihr 28-300 auch nie, weil man damit ja alles machen kann. Die Industrie muss aber möglichst viele unterschiedliche Brennweiten verkaufen, damit die Entwicklungskosten sich rechnen. Europa ist sowieso ein schwieriger Markt, da sich der Euro im freien Fall befindet.
      Ausserdem hat sich der Gedanke bei den Kaufleuten festgesetzt, dass man das Geld besser ins Marketing als in F&E steckt. Und die Agenturen, die versuchen, neue und innovative Kameratechnik in werbewirksame Worte zu fassen (ohne zu verstehen worüber sie schreiben) brechen dann 2 Wochen später eine Kampagne für Jim Beam runter.
      Da ist die Anwendung deutlich einfacher zu erklären und 1 Flasche später ist sowieso alles tutti…

  • Der Sensor der Fuji GFX 100 ist 1,7-mal größer als der einer Kleinbildkamera. Physikalisch kann ein Sensor mit der Größe 24 x 36 mm maximal etwa 30 Megapixel bei Blende 8 auflösen, bei Blende 11 sind es sogar nur noch etwa 15 Megapixel. Die Werte für das Fuji-Sensor-Format liegen mir nicht vor, dürften aber vergleichbar sein mit den Abmessungen eines 30 x 45 mm-Sensors. Dieser Sensor im kleinen Mittelformat schafft bei Blende 8 maximal etwa 47 Megapixel an Auflösung, bei Blende 11 sind es nur noch etwa 24 Megapixel.

    Das heißt, der kleinere Kleinbildsensor bietet bei Blende 8 eine höhere physikalische Auflösung als der genannte Mittelformatsensor bei Blende 11.

    Will man mit solchen Kameras jeweils die gleiche Schärfentiefe erzielen, muss die Mittelformatkamera um etwa eine Stufe stärker abgeblendet werden als die Kleinbildkamera – und schon sind die Auflösungsvorteile des größeren Sensor-Formats dahin. So weit die physikalisch belegte Theorie.

    Der einzige nennenswerte Vorteil, der der Mittelformatkamera bleiben dürfte, ist das geringere Rauschen.

    Schlecht schaut es für die Fuji GFX 100 bei der Pixeldichte auf dem Sensor aus. Meine Nikon Z 7 hat nutzbare 45,4 Megapixel, was bedeutet, dass bei kleineren Blenden als 7,1, also schon bei Blende 8 die Lichtbeugung unbarmherzig zuschlägt und die maximal erreichbare Auflösung mindert. Wäre der Sensor der Fuji GFX 100 ebenso dicht mit Pixeln bestückt, dürfte sie maximal 45,4 Megapixel x Format-Faktor 1,7 haben, also etwa 77 Megapixel. Die Fuji GFX 100 hat aber deren 100! Das bedeutet, die Lichtbeugung wirkt sich bei ihr noch früher als bei Blende 7,1 nachteilig aus.

    Wer die Fuji GFX 100 samt Standard-Zoom oder mit „Normal-Objektiv“ nutzt, schleppt etwa doppelt so viel Gewicht mit sich rum wie mit einer Nikon Z 7 oder Sony Alpha 7 R III. Bei der Fuji GFX 100 ist die Startzeit länger, was sie als Kamera für die meisten „schnellen“ Aufnahmen unsinnig gegenüber Kleinbildkameras erscheinen lässt, da ihr Auflösungsvorteil in solchen Fällen in der Praxis verschwindend gering sein dürfte.

    Die Fuji GFX 100 sollte als Studio- und bspw. Architektur-Kamera gesehen werden und gehört allein in die Hände von Profis, die so eine Kamera unbedingt brauchen. Als Zweitkamera für den Liebhaber von Fotogeräten ist sie schon ein echter Umweltfrevel. Klar, man lebt nur einmal. Aber die nachfolgenden Generationen wollen vielleicht auch noch ein paar Rohstoffe auf dieser Erde nutzen wollen, und der Abbau unnötig vieler Rohstoffe für elektronische Geräte ist ja alles andere als gesundheitsfördernd für die dort unter widrigen Bedingungen schuftenden Arbeiter. Die brauchen bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld, aber bestimmt keinen weiteren Produktionsrekord beim Abbau der Rohstoffe.

    Wer eine soziale Einstellung hat und schon deshalb auf Umweltschutz setzt, begnügt sich mit maximal einem Auto, einem Smartphone, einer Kamera. Mehr Technik hilft dem Konsumenten ohnehin nicht beim Sattwerden.

    • hallo rainer, das liest sich ja sehr interessant. wo kann ich das nachlesen?
      bedenke ich die aussage, dann bin ich mit der aps-c-kamera ja sehr gut gefahren. der crop zwischen dem kleinen mittelformat und der kleinbildkamera, ist in etwa der gleiche wie zwischen kleinbildkamera und aps-c. somit ist die aps-c-kamera die bessere wahl. 🙂

      • Hallo Daniel,

        die Angaben zur maximalen physikalischen Auflösung in Abhängigkeit zum Sensorformat wurden vor vielen Jahren einmal auf photoscala.de in einer Tabelle aufgelistet. Von dieser Tabelle nahm ich damals einen Screenshot auf, der über den nachfolgenden Link von meinem Webspace heruntergeladen werden kann:

        https://www.seelanda.photos/x_dateien/mp-kameras.jpg

        Dazu möchte ich anfügen, dass das Sensorformat schon maßgebend für die Bildqualität ist. Allerdings sinkt der Vorteil der Bildqualität gegenüber dem nächst kleineren Sensorformat bei einer extrem hohen Pixeldichte. Das Kleinbildformat stellt meines Erachtens den besten Kompromiss zwischen Bildqualität, Kameragewicht, Schnelligkeit, Objektivauswahl und Kosten dar. Kalender werden z. B. üblicherweise nicht größer als im DIN A2-Format gedruckt, dafür braucht man nicht mehr als Kleinbildformat. Die meisten Poster werden auch nicht größer als mit 120 cm Kantenlänge gekauft, dafür reicht auch voll und ganz das Kleinbildformat zur Aufnahme. Beide Produkte in den genannten Größen können aber auch mit Bildern einer 20 Megapixel APS-C-Kamera angefertigt werden, wenn die Fotos in ihrer künstlerischen oder Motivaussage von so hohem Wert sind, dass es die etwas geringere Bildqualität ausgleicht.

      • hallo rainer,
        das blatt ist sehr interessant. leider konnte ich es gerade nur kurz überfliegen. schaue es mir dann morgen mal genauer an. was mir aber gleich ins auge gefallen ist, daß mft am besten abschnitt auf die blende bezogen. das gleiche datenblatt würde ich sehr gerne in neuer ausführung sehen. ähnliches sah ich bereits in einer doku.

        die tabelle ist toll. danke.

      • Hallo Daniel,

        Sie können das auch selbst ermitteln, indem sie ein Motiv mit feiner Textur, zum Beispiel das Webmuster eines Betttuchs aufnehmen und dabei die Blende immer weiter schließen. Sie sehen dann beispielsweise bei einer APS-C 24 Mpx-Kamera sehr genau, dass oberhalb Blende 5,6 (Canon) bzw. 6,3 (Nikon / Sony) die feine Struktur immer mehr verschwindet bis nur noch eine glatte Fläche zu sehen ist. Bei Sony ist zu beachten, dass die Ihre JPGs sehr stark nachschärfen. Da bleiben die scharfen Kontraste durch Nachschärfen vorhanden und der Bereiche mit geringen Kontrasten werden zur glatten Fläche.

        Man sieht hier ganz genau, wer im Firmenauftrag postet und wer sich wirklich ein bissel mit der Fotografie auskennt. Bei mir ist es übrigens auch nur ein bissel weil ich – vom eigenen Passbild abgesehen – bisher keine Portraitfotografie gemacht habe, sondern fast nur Architektur und Landschaft.

      • Man kann durchaus von einem größeren Sensorformat profitieren.
        Da muss man aber wissen, was man will.

        Arbeitet man bei nicht mobilen Motiven mit Fokusstacking, ist die geringe Schärfentiefe kein großes Problem, Das ist dann nur die Frage, wie gut die Programme die Bilder dann zusammensetzen. Oder man macht es mit Ebenentechnik und wählt dann die in der Schärfeebene liegenden Bildbereiche jeweils mit der Hand aus. Da ist mir meine Zeit dann doch zu schade für den Aufwand.

        Oder man nimmt ein größeres Sensoformat und belässt es bei der gleichen Pixelzahl.
        Dann ist die Schärfentiefe zwar trotzdem noch ein bissel schlechter, weil die Formel mit dem Abblenden um eine Stufe nicht so ganz exakt ist. Aber man profitiert von einer größeren Sensorempfindlichkeit, höherer Dynamik und geringerem Rauschen.

        Man muss sich bei all dem immer auch die Frage nach Kosten/Nutzen stellen.

        Hochaufgelöste Bilder bekommt man auch mit der Panoramatechnik und einer preiswerten APS-C Kamera und vielleicht einer guten Festbrennweite – aber eben nur bei nicht mobilen Motiven.

        Ich teile die Auffassung von Herrn Kulartz, dass das eine Kamera für Profis ist, die sie für spezielle Einsatzgebiete verwenden – und übrigens oft nur leihen und nicht kaufen.

    • Rainer,

      sehr gut beschrieben, ich bin vollkommen deiner Meinung. Eigentlich wäre diese Kamera perfekt für die Landschaftsfotografie, aber gegenüber den anderen Formaten (APS-C – f5.6, VF f8) müsste man bei der Fuji MF mindestens auf f11 abblenden um eine durchgehende Schärfentiefe zu erreichen, und da wird es mit der Beugungsunschärfe schon sehr kritisch. Hat man einen nahen Vordergrund, reicht auch f11 nicht mehr, um alles scharf zu kriegen.

      Eigentlich ist diese Kamera nur für Freistellung im Studio oder für Portrait- und Modefotografie zu gebrauchen. Dort wo hohe ISO gefragt ist, wie z.B. bei Sport und Wildlife, taugt sie gar nichts. Und alles andere lässt sich mit Stativ erledigen.

      Also wieso jemand 11’000 Euro für so etwas ausgeben will, ist mir ein Rätsel, das ist einfach hinausgeschmissenes Geld, anders kann man es nicht nennen.

      • Hallo Rolf,
        etwas weiter oben hat Alfred dazu ja schon geschrieben. Und das klingt sehr schlüssig. Man bekommt natürlich für 11k eine d850 mit richtig guten Objektiven. Die lichtstarken Sportteles lasse ich jetzt mal aussen vor. Die Megapixel an dieser Kamera sind jetzt nicht kriegsentscheidend. Die vielen kleinen Verbesserungen (AF, Whitebalance, elektronischer erster Verschlussvorhang usw) summieren sich dann zu einer echten Allroundkamera (rede von der d850). Und viele Sachen erschliessen sich auch durch die Haptik. Wer sein Geld dann für die 100MP-Fuji ausgibt, schmeisst es nicht raus, weil er für sich selber einen Mehrwert hat, der jenseits der Ratio liegt. Bei einigen, wenn auch wenigen, Aufgabenstellungen hängt man dann aber die kleineren Systeme mal so richtig ab…

      • Matthias,

        alles richtig, was du sagst. Es gibt tatsächlich eine sehr kleine Minderheit, die sich diese Kamera leisten will und kann, aber es wird dennoch ein absolutes Nischenprodukt bleiben. Eigentlich ist es nur ein Prestigeprodukt, mehr nicht. Man kann auch eine halbe Million für eine Uhr ausgeben, aber der Mehrwert ist mehr als zweifelhaft.

        Aber ich bleibe dabei, auch wenn ich es Alfred gönnen mag, wenn er sich das Teil zulegt (und wenn in 2 Jahren 150 MP kommen, was dann??). Es kommt nicht darauf an, WAS und WOMIT man fotografiert, sondern WIE man das macht … und APS-C und VF reichen für sensationelle Fotos alleweil, dafür braucht man nicht mehr Pixel, an denen man sich stundenlang am PC in der 100 % Ansicht ergötzen kann.

      • Rolf,
        irgendwann ist ein Foto auch mal „totgeguckt“:-)) Widerspruch dazu: wenn ich mal in einer Kunstausstellung vor den alten Gemälden stehe, könnte ich mir das stundenlang anschauen. Da kommen viele Sachen zusammen wie Technik, Lichtführung, Farbmischung und eben ein Gefühl, welches man nicht sofort in Worte fassen kann. Die Leitz-Ausstellung in Hamburg damals hat auch so ein Gefühl hinterlassen,
        aber anders. Kein Print (zum Teil Baryt) so richtig scharf, aber voller Emotionen. Auch SW-Material und Entwickler waren damals die Heroes. Das gehörte alles zusammen. Und da glaube ich eben nicht, dass die digitale Technik diesen Nimbus je erreichen wird

      • Matthias,

        in der Fotografie kommen genau dieselben Sachen zusammen wie bei der Malerei: Technik, Lichtführung, Farbe oder S/W, je nach Motiv, und ja … auch ein gutes Foto ist in der Lage, Gefühle und Emotionen an den Betrachter zu übermitteln, wie ein Gemälde, wobei ein schlechtes dies auch nicht schafft. Ein Vorteil der Malerei ist es aber, dass der Künstler die Farben und die Komposition frei wählen kann und deshalb einen grösseren Spielraum hat als der Fotograf, der z.B. bei einem Landschaftsfoto den wolkenlosen Himmel halt hinnehmen muss, wenn es keine Wolken hat. Der Fotograf kann aber mehrere Male gehen, bis er die Situation vorfindet, die er gerne hätte. Die besten Bilder entstehen ja bekanntlich schon im Kopf, noch lange bevor der Auslöser gedrückt wird.

        Vielleicht hast du bisher auch nicht die „richtigen“ Fotos gesehen. Wenn du mal die Gelegenheit haben solltest, ein paar Ausgaben der Zeitschrift „forum naturfotografie“ anzuschauen, weisst du wahrscheinlich, was ich meine.

        Übrigens haben schon einige Betrachter meiner Makrobilder spontan gesagt, das sehe ja aus wie gemalt … das ist für mich das grösste Kompliment.

      • Ja Rolf,
        stimmt schon, was Du schreibst.
        Schau doch mal unter folgendem Link:

        https://www.karenhuttonphotography.com

        Ich halte sehr viel von Karen Hutton und in ihrem about Video beschreibt sie auch sehr gut ihre Motivation.
        Sie lebt eben Fotografie. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, der sich nicht an Kameratechnik orientiert. Wenn Du dann auf ihrer Website bist, wirst Du auch schnell sehen, dass sie unter anderem X-Photographer ist, auch mit der MF. Und damit sind wir dann wieder beim Thema dieses Blogs…

      • Matthias,

        ich habe mir die Bilder der Karen Hutton angesehen. Aber sie ist genau ein Beispiel dafür, was ich meine. Du sagst, sie fotografiert mit MF. Okay, soweit so gut. Aber; ihre Makroaufnahmen von Pflanzen und Blumen sind mittelmässig, da springt kein Funken rüber, MF hin oder her, und Wildlife, na ja, sieht für mich eher so aus, als müsste man da halt auch noch ein paar Bilder bringen, aber das ist leider eher unterstes Niveau, die meisten Bilder würde ich löschen. Landschaft: die kriege ich mit meiner D750 genau so hin, da brauche ich kein MF. Auch hier, nette Aufnahmen, aber bestenfalls Durchschnitt.

        Das ist eben genau nicht das, was ich meinte. Besorge dir einfach mal die oben erwähnte Zeitschrift und dir werden die Augen aufgehen. Einiges wichtiger als Auflösung sind die Komposition, Linienführung, Kontraste und Proportionen. Ein Bild soll Stimmungen transportieren, und das ist bei deiner Fotografin leider nicht der Fall. Bei den Makros ist die Technik perfekt, aber genau die Elemente, die ein gutes Bild von einem sehr guten unterscheiden, fehlen. Es wirkt alles etwas zufällig. Der nächste Schritt, der sie vorwärts bringen würde, wäre, sich intensiv mit der Bildgestaltung zu beschäftigen. Das ist das A un O der Fotografie, und der Kunst allgemein. Und eben nicht die Pixel einer MF …

      • Rolf,
        habe mir Karens Bilder auch noch mal angesehen. Ihr Ansatz ist der des Lichts, wovon sie sich begeistern lässt. Und sie arbeitet mit Zoomobjektiven (X-Kameras und vorher wahrscheinlich Canon). Die Crux bei Zooms ist das Ran- oder Wegzoomen. Bei Festbrennweiten bewegst Du Dich selber und damit verändert sich zwangsläufig der Blickwinkel. Dadurch erkennt man auch schnell, dass das Motiv vielleicht doch nicht so wow ist. Im Gebirge hast Du natürlich kaum die Möglichkeit mal 3m nach vorne zu gehen, weil es dann auch schnell 30m nach unten gehen kann:-)) ich fotografiere (privat) sehr gerne am Meer, und da gehe ich auch mit Festbrennweiten rein. Und gerade am (im) Atlantik, knöcheltief im Wasser stehend, kann dann schnell mal ´ne 1,5 – 2m Welle kommen und Fotograf und Kamera kriegen die volle Ladung. Wenn es geklappt hat, sind das aber tolle Fotos (klappt aber nicht immer). Im Winter im Gebirge bei einer Lawine möchte ich das aber nicht ausprobieren, wahrscheinlich auch tolle Fotos aber dann für die Nachwelt:-((
        Werde mal sehen, wo ich die Zeitschrift bekomme, denn das interessiert mich schon sehr. Denn rein beruflich habe ich ja schon tausende Fotos gesehen und man wird immer anspruchsvoller und selbstkritischer. Und wie ich schon mal geschrieben habe, denke ich ja ernsthaft über einen Rückwechsel zu Nikon nach. d750 ist mit Sicherheit eine Option (hatte ich auch schon mal). Die Frage ist nur , ob demnächst die d760 kommt. Und Nikon muss bei den Midrange-Festbrennweiten nachbessern…
        Werde Deinen Anregungen aber auf jeden Fall nachgehen

      • @Matthias und Rolf Carl

        Matthias, muss Rolf leider Recht geben, diese Bilder von Karen Hutton hätte man mit jeder APS-C Kamera mindestens genauso gut hingekriegt. Da ist kein Bild dabei bei dem ich sagen würde WOW, das würde ich auch gerne können. Weshalb ist die erfolgreich? Schade, die Fuij GFX 100 war bei ihr – meiner Meinung nach – in den falschen Händen!

      • Joe,
        die hatte keine GFX 100, sondern kurzfristig mal eine 50S. Das meiste erledigt sie mit Fuji-X. Und sie zieht einfach durch die Wildnis, um sich mit Fuji-X der Leichtigkeit des Seins zu erfreuen. Hört mal in ihre Videos rein. Ausserdem hatten amerikanische Fotografen noch nie den Qualitätsanspruch, der hier in Germoney mal Standard war. Neuerdings sieht es allerdings hier so aus, als ob wir uns dem allgemeinen good enough anschliessen werden…

      • …also ich mag ihren Stil und aufgefallen ist mir bei ihren Bildern, APS-C = Fuji oder FF = Canon womit die meisten Bilder aufgenommen wurden

      • Hallo Rolf,
        habe mir jetzt Zeit genommen für Sandra´s Fotos. Sie hat einen ziemlich durchgängig, abstrahierenden Stil mit hohem Wiedererkennungswert. Karen arbeitet da mehr aus dem Bauch. Und soo schlecht sind ihre Makros nun auch nicht. Aber ob die Fotos von Karen oder jemand anderem sind, wird eben nicht so deutlich wie bei Sandra…

      • Also die Bilder von Karen Hutton sind mir (mMn!!!) wirklich zu schlecht und zu beliebig, egal mit welcher Kamera sie gemacht sind. Ich würde – hätte ich sie gemacht – die meisten davon löschen. Sandra Bartocha hat ihren eigenen Stil und teilweise sehr gute Bilder, auf jeden Fall hat sie ein Auge für das Motiv. Mir ist es aber oft etwas zu viel Photoshop bzw. Nik-Filter. Etwas weniger wäre mehr, aber auf jeden Fall ist sie – mMn – eine sehr gute Fotografin verglichen mit Karen Hutton.

      • Joe,
        mit „setzen! 5!“ kann man das nicht einfach so beurteilen. Karen bewegt sich natürlich in einem anderen Kulturkreis: USA. Und dort werden andere Prioritäten als hier in Europa gesetzt. Im Unterschied dazu hat Sandra wahrscheinlich eine Bildidee bevor sie loszieht. Und wenn das nix wird, hat sie einen schönen Spaziergang gemacht. Und in Erinnerung an die Bildagenturen zu analogen Zeiten: meistgekaufte Motive Sonnenauf- oder Untergänge (gähn). Die Agenturfotografen lieferten dann aber Hoch- und Querformat, Weitwinkel, Tele für verschiedene spätere Anwendungen. Und da hat sich kaum jemand beklagt, dass die Lichtsituation innerhalb von Minuten wechselte…
        Abschliessend sage ich nur: alles ist schon mal geknipst worden. Und das macht es mehr als schwierig, eine neue Bildsprache zu entwickeln, wobei einige gar nicht wissen, was das beinhaltet.
        p.s.: Karen Hutton ist nicht mein Favorit, nur ein Beispiel aus X-Photographers

      • Joe,
        ich glaube nicht das die Sandra großartig NIK Filter bzw. Photoshop einsetzt, sie weiß ganz einfach ihre Kamera einzustellen und das richtige Objektiv für das passende Motiv zu wählen. Auch sie arbeitet nicht nur mit modernen Hightech Objektiven sondern setzt gerne auch mal Altglas ein, was die künstlerische Note noch unterstreicht ganz ohne Photoshop

      • Wow, da gehe ich mal einen Tag lang Frauenschuhe und Purpurknabenkraut fotografieren (beides Orchideen), und schon ist hier die Hölle los! Ich versuche mal etwas auf das Geschriebene einzugehen.

        Um euch noch einen der absoluten Topshot der Szene zu verabreichen, hier der entsprechende Link:

        https://www.naturfotocamp.de

        Wenn ihr euch auch seine Bilder betrachtet, werdet ihr vielleicht feststellen, dass Sandra Bartocha nicht einen exlusiven Stil hat, sondern das dies der Trend in der heutigen Makro- und vor allem Pflanzenfotografie ist. Karen Hutton fotografiert dagegen sicher nicht schlecht, aber es ist eben nur solides Handwerk. Für Reportagen und Dokumentationen aber alleweil genug.

        Die Fotografie von Sandra Bartocha und Radomir Jakubowski ist jedoch eine ganz andere Kategorie, das geht Richtung Kunst, und genau dies ist auch der Trend an den internationalen Wettbewerben. Ich muss immer müde lächeln, wenn sogenannte „Makroprofis“ hier im Forum ihre Weisheiten verbreiten, sei es beim zu tode Blitzen ihrer Motive oder beim ultimativen Schliessen der Blende auf f22. Sorry, aber so fotografierte man vor 50 Jahren, heute nicht mehr.

        Zu Nik-Filter und Photoshop: Vergesst es! In der Naturfotografie ist es verpönt und an Wettbewerben zudem gar nicht erlaubt, mit Digitalfiltern zu arbeiten oder über kleine Anpassungen hinaus zu bearbeiten. Und diese beiden Fotografen nehmen regelmässig an Wettbewerben teil, und dies äusserst erfolgreich. Es steckt nicht mehr dahinter als Brennweite, Blende, Perspektive und Licht. Den Trick, wie man die Bilder wie gemalt hinkriegt, verrate ich hier nicht, das soll jeder, der sich dafür interessiert, selber herausfinden (so wie ich es gemacht habe). Nur soviel, ohne Übung geht gar nichts; die ersten 10’000 Bilder sind Scheisse, dann wird es langsam besser …

        Gut möglich, dass in den USA ein anderer Bildstil bevorzugt wird. Beim weltgrössten Fotowettbewerb für Naturfotografen, nämlich dem BBC „Wildlife Photografer of the Year“, werden die Trends gesetzt, denn das ist sozusagen die Weltmeisterschaft der Naturfotografen. Und der oben genannte Radomir Jakubowski hat unter anderem eben auch diesen Wettbewerb in der Kategorie Pflanzen gewonnen. Es nehmen übrigens jeweils tausende von Fotografen aus aller Welt teil, auch aus den USA.

        Und nein, diese Fotografen arbeiten nicht mit Altglas. Sie fotografieren mit VF-Kameras und Makroobjektiven, meistens 100/105 oder dem Sigma 150, manchmal auch mit dem Tele (z.B. 300 f2.8 oder f4).

        Und solche Bilder bringt man auch mit 20 oder 24 MP hin, egal welcher Marke, vorausgesetzt, man beherrscht die Technik, und zwar nicht die der Kamera, sondern die der Fotografie.

      • Rolf,
        die Sandra ist auch auf Instagram aktiv, von daher doch, sie verwendet teilweise auch Altglas. Es gibt Bilder von ihr mit dem typischen Trioplan Seifenblasen Bokeh, welches weder ein modernes Fujinon,Nikkor,Sigma oder sonst was erzeugt , sie weiß halt genau welche Optik (egal ob neu oder alt ) sie einsetzen muss. Dann gibt es noch Bilder wo man schön die achteckige Blende (Made by 80s) erkennen kann, heute sprechen ja die Hersteller von kreisrunder Blende wenn sie 7 bis 9 Lamellen verwenden, früher setzten die Hersteller bis zu 20 Lamellen ein und dieser Punkt lässt sich nicht weg diskutieren.

      • Ich glaube es dir Mirko,

        bei ihr kann ich es mir noch am ehesten vorstellen, dass sie mit speziellen Objektiven experimentiert. Sonst ist das in der Naturfotografie eher nicht üblich. Aber wer weiss, vielleicht kommen ja auch noch andere auf den Geschmack.

      • @Rolf
        Der Radomir kann gar nicht gut sein, der fotografiert doch mit Canon und dann auch noch mit einer DSLR! Rolf, Du weisst doch , das ist Fototechnik von vorgestern. Da hast du dich getäuscht!

        @Mirko

        ich habe mir die Bilder von der Sandra nochmal angeschaut, also da sind einige dabei die mMn bearbeitet sind, da kann man 10’000de Bilder machen und die tollsten Fototechniken kennen, das kriegt man so nicht hin, das ist unmöglich. Dennoch ist sie eine tolle Fotografien, habe ich ja bereits oben erwähnt.

      • Joe,
        klick doch mal ein Bild von ihr an und dann verlinke es hier rein ( falls es funktioniert) dann weiß man worüber man reden kann. Sie selber sagte in einem Interview das sie mit großartiger Bildbearbeitung im Nachgang nichts am Hut habe. ( Ich wurde heute auch gefragt mit welchen Programm ich die „Blende“ bearbeite damit sie quadratisch wird, er dachte auch das ich die Bilder bearbeitet hätte 😉)
        So ein künstlerisches Bokeh (liegt natürlich im Auge des Betrachters) wird Dir schwer fallen mit einer neuzeitigen Hightech Linse hin zu bekommen (das Tair hatte 20 !!! Blendenlamellen)
        https://www.pinterest.jp/pin/294071050662479497/

        Farben ? Ich verschiebe ganz einfach den Weißabgleich gerade wenn ich mit „analogen“ Objektiven fotografiere, meine Meinung deckt sich mit dieser :
        „Ich liebe das Objektiv. Es lockert den manchmal etwas zu perfekten und fast schon ‚klinischen‘ Look von Digitalkameras auf. Das Bokeh ist großartig.
        – Geoffrey Yahya Vargas“
        Er äußert sich zum neuen Petzval Objektiv und diesen „klinischen Look“ kann ich auch nicht mehr sehen, deswegen bin ich auch gerade „angefixt“ auf Altglas bzw. Objektive mit speziellen Charakter.Es ist aber auch merkwürdig das gerade die Youngster vermehrt nach dem Alten suchen (meine Auffassung) Vielleicht liegt gerade da der Fehler der Kameraindustrie, alles reinpacken was geht, immer schneller, immer mehr Auflösung und sich dann wundern das „ES“ nicht gekauft wird 🤔 naja vielleicht wird es doch nochmal eine Leica bei mir, konzentrieren auf das wesentliche 😉

      • joe,

        du hast schon recht, Radomir kann gar nicht gut sein; mit einer Canon DSLR!!! Dazu noch VF, mit diesen veralteten Objektiven!

        Meine Vermutung: er hat seine Wettbewerbserfolge gekauft oder die Bilder von Sony- und Fujifotografen geklaut … ich meine, solche Bilder mit maximal 91 DxO Punkten?? Ich lach mich tot, unmöglich …

      • Mirko,

        ich muss dich leider enttäuschen, denn so ein künstlerisches Bokeh bringt man auch mit moderen Makroobjektiven hin. Siehe auch Radomir Jakubowski; er fotografiert meines Wissens ausschliesslich mit dem 150er Sigma und 300er und 400er 2.8 Teles Pflanzen.

        Der Trick, um solche Bokehs hinzukriegen, ist ein anderer, das hat mit dem Objektiv nicht viel zu tun, sondern mit den Kameraeinstellungen und der Lichtführung. Der einzige Unterschied besteht bei den Unschärfekreisen, die je nach Objektiv verschiedene Formen aufweisen können, was aber mit dem Gesamteindruck des Fotos nicht allzu viel zu tun hat. Denn ein schlechtes Bild bleibt schlecht, und ein gutes bleibt gut. Wer meint, mit anderen Unschärfekreisen noch viel herausholen zu können, befindet sich meiner Meinung nach auf dem Irrweg, den das Bild ist nicht besser, sondern einfach anders. Den meisten Betrachtern gefallen runde Blendenkreise am besten.

        Und überhaupt: zuerst muss man mal ein ansprechendes Bokeh hinkriegen, bevor man über die Blendenkreise nachdenken sollte. Denn da scheitern schon die meisten …

      • Rolf,
        da muss ich Dich enttäuschen…gerade die Blende und Objektivkonstruktion hat Einfluss auf das Bokeh, so werde ich nie mit dem Zenitar kreisrunde „Blasen“ erzeugen können da es nur zwei Blendenlamellen besitzt und somit immer quadratisch sein wird ( genauso wenn die Blendenöffnung achteckig ist oder eben heute gerne „Katzenaugen“ erzeugt) Wie man die Effekte einsetzt und wie sie erzeugt werden weiß ich da benötige ich keine Aufklärung, aber Danke 😉 Ich hatte vor ca. einer Woche mal Joe ein Foto zukommen lassen wo das „Square Bokeh“ meiner neuen alten russischen Linse zum tragen kam ( es handelte sich um eine der ersten Testaufnahmen durch ein Schaufenster)

      • Rolf,
        um nochmal auf Sandra zurück zukommen, hier ein Beispiel von einer Aufnahme von ihr
        https://www.bartocha-photography.com/index.php?section=kollektionen&sub_portfolio=orchideen&page=1&img_id=6&info=false
        da kannst Du spielen mit dem Licht wie Du willst die Lichtreflexe werden nicht „rund“ wieder gegeben, es war eine eine Erscheinung der 80iger, mag sein das heute noch Objektive mit dieser Blendenform gebaut werden aber allgemein geht der Trend wieder zu „kreisrund“ hin auch wenn es nicht immer so richtig klappt bei 7 bis 9 Lamellen

      • Okay, Mirko,

        ich sehe schon, das führt zu nix. Bleib bei deinen 2-, 3- und meinetwegen 4-eckigen oder Katzenaugenbokehs. Und kaufe meinetwegen noch Dutzende von Artisan-, Helipan- und Triasanobjektiven, wenn du denkst, dass du damit bessere Bilder machst.

        Dass man mit normalen Objektiven absolute Topbilder machen kann, sogar mit einer Canon VF und DSLR, beweist Radomir Jakubowski eindrücklich. Falls du es beser hinkriegst, kannst du dich gerne melden, oder ich sehe deine Fotos in den prestigeträchtigen Zeitschriften dieser Welt.

        Leider bezweifle ich das aber, denn mein Eindruck ist, dass du von der Makrofotografie keine Ahnung hast. Und vom Gestalten eines Bokehs ebenso wenig.

      • Also, Mirko,

        du scheinst es nicht so richtig zu verstehen, deshalb erkläre ich es dir ausnahmsweise, weil ich gerade so gut drauf bin: Wenn du mit einem Objektiv mit 7 oder 9 Blendenlamellen kreisrunde Unschärfekreise hinkriegen möchtest, musst du nur die Blende ÖFFNEN!!! Je mehr du die Blende schliesst, desto eckiger werden die Kreise.

        Anfängerkurs somit beendet …

      • Rolf,
        Du bist schon ein komischer Vogel, naja wenn man Dir mit Argumenten kommt weißt Du halt nicht weiter…. Ich kann mich nicht erinnern das ich hier Bilder von den von DIR vorgestellten Fotografen anzweifle bzw. sage das ich es besser drauf habe, kann aber sagen wenn ich mir Bilder von Sandra anschaue aus dem Jahre 2016 und diese mit deinen Vergleiche aus dem Jahre 2016( nur ein kleiner Auszug wohin meine Richtung geht waren deine Worte, als mehrfach gekrönter Wettbewerbsfotograf) so kann man doch feststellen das der Besitz einer Highend Fotoausrüstung nicht unbedingt zu besseren Fotos verhilft 😉 ( so jetzt kannst Du wieder nach Maßregelung rufen)
        Ansonsten heißen die Objektive Trioplan und Primoplan oder eben auch Helioplan…bevor Du wieder anfängst in deiner DxO Liste nach Sonnaren und Tessaren zu suchen oder des gleichen.
        Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir ein schönes Wochenende

      • Mirko,

        danke, wünsche ich dir auch. Und fang doch mal an zu fotografieren und die Unschärfekreise bei verschiedenen Blenden zu studieren, statt dauernd technische Abhandlungen reinzuziehen. Wirst sehen, das ist total befreiend.

        Ach ja, 2016, die alten Bilder … jetzt haben wir 2019, die Kameras und Objektive sind beinahe die gleichen, nur meine Fotografie hat sich massiv verbessert; durch tägliches Praktizieren und der Orientierung an den besten, und noch was … ich lerne schnell.

      • Rolf,
        jetzt hast Du es Mirko aber gegeben! Nur denke ich, Mirko redet über einen anderen Bildlook und braucht diese Tips gar nicht.
        Wenn ich mir Radomirs Bilder anschaue (hab ich jetzt mal gründlich gemacht), habe ich sofort das Gefühl:
        ey Alter das rockt! Aber diese knallige Farbigkeit läd zu einem zweiten Blick ein. Und da stellt sich schnell die Frage, was ist das Motiv? Die Blume oder das Bokeh? Habe dann mal einfach 1 Bild in SW gewandelt und es wird sofort deutlich: das sind reine Farbmotive. In SW kann man jedoch sehr gut den Bildaufbau durch die abstrahierende Bildwirkung beurteilen. Nur mal so als Tip, weil auch ich gute Laune habe:-))

      • Rolf,
        ich kann bei manchen Objektiven auch auf f16,22 abblenden …. bei denen bleibt die Blende IMMER rund !!!
        Versuche Du doch mal zu verstehen !!! Und wenn ich die Blende komplett öffne so spielt die Objektivkonstruktion eine Rolle und moderne Objektive haben so ihre Schwierigkeiten immer rund zu bleiben da es ein Kompromiss ist.
        Da ich mit Makro wenig am Hut habe aber Bokeh liebe kommt für mich das neue 7 ARTISANS doch wie gerufen 👍 kleines Geld scheinbar tolles Bokeh und dabei auch noch scharf, warum sollte ich für ein paar Fotos im Jahr mehr Geld ausgeben…super ihr Chinesen macht weiter so 👍
        https://youtu.be/hrzT0mxUfaA

      • Matthias,
        ich fotografiere mit Neu sowie mit Altglas, fotografiere aber auch gerne ohne Nachbearbeitung. Möchte ich was „Hochauflösendes“ so setze ich „modernes“ Glas ein, möchte ich was „verträumtes“ so setze ich was „anderes“ ein, so einfach ist es. Den „Bildlook“ erzeugt zum einen das Objektiv zum anderen die Kamera, welche man ja gut anpassen kann. So wurde manch ein Objektiv zum Kompromiss, nehmen wir das Orestor, die Auflösung wurde immer besser (durch neue Gläser) gleichzeitig wurde aus einer runden Blende (auch stark abgeblendet) eine eckige Blende und das einst fabelhafte Bokeh war futsch, deswegen kostet das alte Geld und die neuere Version wird einen „nachgeworfen“
        Von daher fehlt mir noch das Tahir und mal schauen was die Chinesen diesbezüglich noch so bringen werden

      • @Matthias
        ich habe bewusst mMn angefügt, also das hat keine Allgemeingültigkeit, sondern entspricht ausschliesslich meiner Wahrnehmung. In aller Bescheidenheit, aber wenn ich das Gefühl habe, dass ein Fotograf oder eine Fotografin mit dem heutigen Equipment und den heutigen Möglichkeiten so wenig – meiner Meinung nach – auch handwerklich relativ schlechtes produziert, frage ich mich, ob ich einen Sehfehler habe oder ob ich etwas übersehe. Die Bilder sind ok, aber halt nichts, wofür ich den Daumen nur ansatzweise in die Höhe halten würde. Speziell die Landschaftsbilder halte ich für schlecht, falscher Fokuspunkt, falscher Bildausschnitt (alles nur meine Meinung!).

      • Matthias,

        mal wirkt ein Bild durch Strukturen, mal durch Kontraste, und mal durch Farben. Alle diese Elemente sind starke Mittel der Bildgestaltung, da kannst du nicht einfach ein Bild nehmen, das durch Farben besticht, und es in S/W umwandeln, das funktioniert natürlich nicht. Viele Bilder von Radomir wirken durch starke Farben oder Farbkontraste, und den Betrachtern gefällts. Der Erfolg gibt ihm recht.

        Was dominiert, das Motiv oder das Bokeh? Es ist das Motiv, auch wenn das Bokeh atemberaubend ist. Denn der Blick wird immer auf den scharfen Teil des Bildes gelenkt, und das ist das Motiv. Das Bokeh dient lediglich dazu, die Bildwirkung zu steigern, sei es durch Kontraste, gegensätzliche oder unterstützende Farben, oder durch monotone Struktur.

        Komposition hat immer einen hohen Stellenwert und sollte an vorderster Stelle stehen, egal ob Farbe oder S/W. Dies ist meiner Meinung nach bei den Bildern von Radomir Jakubowski gegeben, auch wenn bei manchen Bildern die Farben dominierend sind.

      • Mirko,

        ich mag dir deine Partisanen ja gönnen, keine Frage. Vielleicht kannst du ja tatsächlich etwas damit anfangen. Für meine Fotografie genügt ein normales Makroobjektiv, und für 99 % der anderen Makrofotografen auch. Oder gibt es ein Altglas mit 105 bis 150 mm Brennweite, f2.8, AF und Anitwackel, evtl. konvertertauglich mit runden Unschärferkreisen von Blende 2.8 – 22? Kannst mir gerne eines nennen … vielleicht schaue ich es mir sogar an.

        Und übrigens … runde Unschärfekreise bis Blende 22????

        Mirko, ich fotografiere in der Regel zwischen f2.8 und 5.6. Es sollte sich ausserdem schon langsam herumgesprochen haben, dass man bei VF nicht auf mehr als f16, bei APS-C nicht mehr als f11 und bei MFT nicht mehr als auf f8 abblenden sollte. Also ist deine Erklärung nur reine Theorie, die mit der praktischen Fotografie überhaupt nichts zu tun hat.

        Und eben, es spricht nichts gegen Altglas, wenn dir das gefällt, wieso nicht. Ich wüsste allerdings nicht, wozu ich das gebrauchen könnte, denn meine Unschärfekreise sind genau so, wie ich sie gerne haben möchte …

      • Rolf,
        wo schrieb ich das ich mit f22 fotografiere und wenn ich das Objektiv nehme und hindurchschaue und dabei abblende und dann sehe ich dabei das die Blende IMMER rund bleibt, so ist es Tatsache und keine Theorie. Wackeldackel ? Warst Du nicht Verfechter vom Stativ ? Aber Du hast Recht man wird kein Altglas mit AF finden aber ich benötige ihn auch nicht wenn ich ein Blümchen fotografiere 😉

      • Mirko,

        du schriebst, dass du bei manchen Objektiven auf f22 abblenden kannst und die Blende immer noch rund sei (vermutlich meintest du die Unschärfekreise). Ja, es ist tatsächlich eine Tatsache, wie wenn ein Auto 240 Kmh läuft, aber du nur 130 fahren kannst, also nutzlos. Und was nutzlos ist, ist überflüssig und nicht der Rede wert.

        Und ja, ich benütze gerne das Stativ, nur nicht bei Makro, da ist es eher hinderlich, aber auch dies ist Geschmacksache.

        Und dass du bei deiner Blümchenfotografie keinen AF brauchst, verstehe ich auch gut, da die Bilder sowieso für den Papierkorb sind …

      • Ach, keine Argumente mehr???

        Ganz schwach … wie gehabt … Hauptsache am Thema vorbeigeredet und auf Blende 22 gestellt, inklusive runder Unschärfekreise, und einer gewaltigen Ladung Beugungsunschärfe … na, was soll man da noch sagen … Laiengeschwätz halt …

      • Großer Rolf,
        ein Fall für den Papierkorb ist zB so etwas hier,
        http://www.naturfotografen.ch/tl_files/naturfotografen/verein/mitglieder/Carl%20Rolf/Bild7.jpg

        das strotzt ja nur von langer Weile und ist weit von deinen großen Tönen die Du hier spuckst weit entfernt, Zeichnung in den Federn? Fehlanzeige…braucht ein Rolf Carl nicht, Hauptsache ich habe die Ausrüstung der Profis 😂
        Wenn ich von Blende 22 schreibe und Du nun „runde Unschärfekreise“ hinein interpretierst sooo ist das Dein Problem….

      • Ach, Mirko,

        dir gehen die Argumente aus, jetzt wirds persönlich, wie immer die gleiche Leier. Aber weisst du was? Ich weiss was ich kann und bin auf dein Urteil nicht angewiesen, da kannst du gerne noch uralte Bilder rumreichen, das kratzt mich nicht im Geringsten. Hast du übrigens ein besseres? Denke ich ehrlich gesagt nicht. Und auf ein Urteil Z.B. des Chefredaktors von der Zeitschrift „Naturfoto“, der schon Bilder von mir veröffentlicht hat, gebe ich einiges mehr als auf das eines Anfängers in deiner Kategorie. Alles klar soweit?

        Hast du übrigens ausser deinem Hündchen und deinen Blümchen im Garten auch schon etwas fotografiert, das erwähnenswert wäre????????? Und das auch noch sehenswert wäre????????????????

      • Rolf,
        wie sagt man „Hunde die bellen die beißen nicht“ und Du tönst halt gerne aber kannst nichts. Du zeigst gerne die Großen der Szene und verlinkst diese auch gerne ABER obwohl Du selbst dazu gehörst ( internationale Wettbewerbe gewonnen, ganzseitige Ablichtungen in Zeitschriften und sogar vom Chefredakteur der Naturfoto wirst Du bewundert) musst Du aber immer auf die anderen Großen der Szene verweisen.
        Glaubst Du eigentlich selber den Scheiß den Du da schreibst ??? (ist nicht böse gemeint)
        Ansonsten wünsche ich Dir noch eine schöne Nacht, bekomme langsam Ohrenschmerzen (sinnbildlich) von deinen Tönen

      • Mirko,

        wie wärs mal mit Fragen beantworten, statt weitere Angriffe zu platzieren?

        Also, was fotografierst du ausser deinem Hündchen und Blümchen im Garten noch???

        Bring doch mal was von dir, statt einfach auf den anderen rumzuhacken …

        Und übrigens, meine Aussagen zur Zeitschrift „Naturfoto“ kann ich belegen, die Bilder sind in den entsprechenden Ausgaben gedruckt. Und was hast du so zu bieten in diesem Bereich??? Auch schon Wettbewerbe gewonnen oder Veröffentlichungen gehabt? Oder nur eine grosse Klappe??

        Na, dann schiess mal los, aber ich erwarte Antworten und Greifbares, und keine weiteren und nicht fundierten Angriffe …

      • @Rolf, @Mirko: Ich hab so das Gefühl dass das hier mal wieder aus dem Ruder läuft 😉 Beide bitte mal tief durchatmen und die Diskussion an dieser Stelle bitte beenden.

      • @Rolf
        Bildwirkung SW und Color sind natürlich unterschiedlich. Aber in SW erkennt man die Komposition deutlich besser. Deshalb habe ich meine Fujis auch meistens auf SW eingestellt (für die RAF´s ist das Banane), um die Bildwirkung schon vor der Aufnahme besser beurteilen zu können. Das ist noch so eine Angewohnheit aus analogen Zeiten mit SW-Polaroid. Diese Erfahrung hast Du jetzt n o c h nicht , weil das ja mit DSLR nicht möglich ist.
        Und dann solltest Du vielleicht mal versuchen, ein „Hündchen “ zu fotografieren. Ich mach das mit unserer Hündin immer wieder gerne. Die absolute Herausforderung für jeden Autofokus. Dagegen ist Fussball eine Rollatorveranstaltung:-)) Und dazu gebe ich Dir jetzt noch mal einen Tip: https://www.ingoundelse.de/portfolio/
        Tanja Brandt hat es wirklich drauf (viel auch mit Photoshop) und ist nicht umsonst von Nikon umworben.
        @Mirko
        Hi, Ihr habt ja nun lange aneinander vorbeigeredet. Aber es war ne schöne Battle:-))
        Vetragt Euch wieder…

      • Hallo Matthias,

        absolut top, die Bilder! Den Raubvogel unter dem Pilz hatte ich schon zuvor in einer Fotozeitschrift gesehen. So etwas gelingt einem einmal im Leben. Sie könnte mit diesem Bild vermutlich auch einen Wettbewerb für witzige Tierfotos gewinnen, Spitze!

        Ich denke nicht, dass die Hündchenfotografie für mich eine grosse Herausforderung wäre, abgesehen davon, dass mich Hunde nicht interessieren, sondern nur Wildtiere (also auch keine Zoo- und Gehegetiere). Denn ich bin es mir gewohnt, beispielsweise Eichhörnchen, Kiebitze im Balzflug, sowie Ufer- und Flussseeschwalben in Aktion und schnellem Flug zu fotografieren, also hors cathégorie. Für den, der dies schafft, ist Hundefotografie schon fast wie Landschaftsfotografie …

        Zu schwarz/weiss: ich fotografiere alles in Farbe. Aber wenn ich denke, dass ein Bild ohne Farben eine bessere Wirkung erzielt, wandle ich um. Sehr gut anwendbar ist die schwarz/weiss-Fotografie auch in der Landschaftsfotografie bei grellem Licht und ausgewaschenen Farben. Da lassen sich bei guter Komposition sehr schöne Bilder erzeugen.

        Ein Paradebeispiel dafür ist der Schweizer Bergsteiger und Profifotograf Robert Bösch, vermutlich in diesem Bereich der Weltbeste. In einem seiner neueren Bücher „Moments“ sind fast alle Bilder in s/w.

  • hallo,

    ich habe irgendwann aufgehört die kommentare zu lesen, obwohl es amüsant war, weil ich in der zeit lieber bilder auswerte und bearbeite.
    ich kann sowohl mit meiner alten großformat plaubel als auch mit meiner kleinen canon t3i tolle fotos machen. die bereits angesprochene lochkamera funktioniert auch perfekt (objektiv ab – alufolie drüber – mit stecknadel loch reinstechen – klappt super).
    ich versuche stimmungen und emotionen einzufangen und wie der name schon sagt mit licht zu malen.
    auch wenn ich die 100mp für überflüssig halte – wie schon vor vielen jahren die 200mp von hasselblad – soll jeder machen wie er will.
    schließlich sehen kack-fotos mit ner 11000€ kamera immer noch kacke aus – nur größer 😉
    und für die rumheuler denen der abstand zwischen amateur und profi zu klein ist kann ich nur folgendes sagen: es kann sich auch jeder pinsel, farbe und leinwand kaufen – zu einem kunstwerk gehört mehr.
    gebt die 11000 lieber für objektive aus als für bodys. die betrachter werden es euch danken.

    zu guter letzt noch an die grammatik- und rechtschreibspezialisten… sämtliche fehler sind absicht und werden unter künstlerischer freiheit verbucht.

    schönen tag noch und vergesst nicht lieb zueinander zu sein ;p

    • Ich würde die Rechtschreibhinweise nicht allzu ernst nehmen – man sollte sie einfach im Kontext belassen. Ansonsten unterstütze ich deine Aussagen vollkommen. Der (Profi-)Fotograf macht (erschafft) das Bild und nicht die Kamera. Insofern bleibe ich auch bei meiner Annahme, dass es gar keine professionellen Kameras gibt – allenfalls Kameras für Professionals. Würden diese Kameras aber nicht in weit überwiegendem Umfang von Amateuren gekauft werden (einfach, weil es gar nicht genügend Professionals gibt), wäre dieses Segment für die Hersteller hoch defizitär, falls es das nicht ohnehin schon ist.

  • „Ich habe fertig..“

    Nachdem nun sehr viele Aspekte rund um das Thema Fuji Mittelformat kundgetan wurden kann man eines sagen: Das Interesse ist groß an solchen Systemen!

    Im Prinzip geht es darum für jeden Zweck ein passendes Handwerkszeug zu benutzen. Wer schon mal versucht hat ein Brett mit einem Bohrmaschinen Vorsatz zu hobeln und wer gesehen hat wie einfach dieser Vorgang beim Schreiner an der Hobelmaschine funktioniert wird das Vorsatzteil nie mehr benutzen.

    Auf den Punkt gebracht bedeutet das, das jeder Kaufinteressent erst einmal seine eigene Bedarfsanalyse machen sollte bevor er in die Fotografie einsteigt.

    Es könnte sein das eine 1 Zoll Bridge-Kamera das richtige ist, oder das es unbedingt eine Vollformat Ausrüstung sein muss.

    In den letzten Tagen gab es einen „Wahlomat“ um für sich die richtige Partei zu finden. Leider habe ich noch nie etwas ähnliches für die Fotografie gesehen.

    Fuji hat mit der GFX100 gezeigt was sie momentan drauf haben, nämlich sehr gute Kameras am oberen Ende der Fahnenstange zu bauen. Wenn man nach “unten“ schaut finden sich dort mit dem X-System ebenfalls gute Gerätschaften für jeden Foto Begeisterten. Das sie im heiß umkämpften Vollformat nicht mitmischen wollen halte ich für eine kluge Entscheidung.

    • Alfred,
      noch ein ergänzendes Schlusswort: fühle mich wie Flasche leere:-)) Scherz! Ich finde wirklich sehr gut, dass dieser Blog so unfangreich geworden ist. Zum Teil technische Kommentare aber auch viele Diskussionen über Fotos, unabhängig vom Equipment. Und ganz besonders: keine so richtig beleidigenden Anfeindungen. Und da kann man nur sagen:
      Daumen hoch an alle…