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Fuji X-T100: Neue DSLM für nur 600 Euro offiziell vorgestellt

Fujifilm präsentiert mit der X-T100 die erste Einsteiger-DSLM mit elektronischem Sucher. Der Preis liegt bei nur 600 Euro.

Fuji X-T100 für 600 Euro präsentiert

Wie erwartet hat Fujifilm heute Morgen eine neue spiegellose Systemkamera präsentiert, die Fuji X-T100. Hierbei handelt es sich um die erste Einsteiger-DSLM des Herstellers, die mit einem integrierten elektronischen Sucher auf den Markt kommt.

Der Preis der Fuji X-T100 wird bei 600 Euro liegen, es ist also eine der günstigsten Kameras von Fujifilm – das sollte man bei der Bewertung der technischen Daten im Hinterkopf behalten. Für einen Aufpreis von 100 Euro erhält man zusätzlich zur Kamera das Fujinon XC 15-45mm f/3.5-5.6 OIS PZ Objektiv, der Gesamtpreis beläuft sich dann also auf 700 Euro. Angeboten wird die DSLM in verschiedenen Farben, siehe Bild oben.

Sensor und Autofokus

Der APS-C-Sensor der Fuji X-T100 löst mit 24 Megapixeln auf und es handelt sich nicht um einen X-Trans-Sensor wie bei den teureren Fuji Kameras, sondern um einen normalen Bayer-Sensor. Der ISO-Bereich erstreckt sich von ISO 200 bis 12.800 und lässt sich auf ISO 100 bis 51.200 erweitern, die Serienbildgeschwindigkeit beträgt 6 Bilder pro Sekunde.

Der Autofokus der Fuji X-T100 arbeitet mit 91 Messfeldern und wird unterstützt von dem AF-Algorithmus, der auch bei den teureren Kameras der X-Serie zum Einsatz kommt – man kann also mit einem recht flotten Autofokus rechnen. Für Einsteiger interessant ist außerdem der SR+ Automatikmodus, der gleichermaßen Motiv und Objekte erkennt und optimale Einstellungen auswählt. Zudem gibt es auch diverse Filmsimultationsmodi und Filterprogramme.

Sucher und Display

Das Highlight der X-T100 ist wie schon angedeutet der elektronische OLED-Sucher, der mit 2,36 Millionen Bildpunkten auflöst und mit einer 0,62-fachen Vergrößerung arbeitet. Unterstützt wird der EVF von einem 3 Zoll großen Touchscreen, der sich nicht nur nach oben und unten, sondern auch um 180 Grad zur Seite klappen lässt. So lassen sich unkompliziert Selfies anfertigen.

4K-Videos nimmt die Fujifilm X-T100 leider nur mit mehr oder weniger unbrauchbaren 15 Bildern pro Sekunde auf. Full-HD-Videos werden aber mit 60 Bildern pro Sekunde und HD-Videos mit 120 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Zudem gibt es auch einen Mikrofonanschluss.

Abgerundet werden die wichtigsten technischen durch eine Akkulaufzeit von 430 Bildern, einen TTL-Systemblitzschuh, einen integrierten Blitz, WLAN und Bluetooth. Das Gewicht beläuft sich auf 361 Gramm.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

26 Kommentare

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  • Das wäre eine interessante Kamera für mich, leider werden die 4k Videos mit unbrauchbaren 15p aufgenommen. Eine Zeitbegrenzung auf 10-15 Minuten bei 30p würde ich noch verstehen, aber so, ist es auch bei einer Einsteigerkamera ein Unding. Dann lieber ganz weglassen. Meine Meinung.

    • Mittlerweile gibt es einige Videos auf Youtube über diese Kamera. Das Bedienungsprinzip und die Bildschirmkinetic finde ich ziemlich interessant. Bin gespannt auf die Bildqualität. Wenn die BQ passt (höchstwahrscheinlich wird sie an die X-Trans Modelle nicht heran kommen), dann wäre es mit dem XF 18-55 f2. 8-4 Objektiv eine Alternative zu X-T20.
      Eine X-E3 mit dem Bedingungs- und Bildschirmprinzip dann wäre es meine erste Wahl gewesen.

    • Ich denke auch, dass die Kamera als Antwort auf die M50 gedacht ist. Der 4K Modus ist leider nur Marketing-Gag aber auch bei der M50 ist 4K beschnitten worden, bei Canon ist es aber „nur“ der AF der in 4K nicht so gut arbeitet (normaler Kontrast AF) wie der DualPixel AF der in FHD zur Verfügung steht.
      Insgesamt finde ich, ist die X-T100 ein sehr faires Angebot und hoffe, dass vor allem die Klappfunktion vom Monitor in künftige Kameras übernommen wird.

  • Ein schickes Gerät…

    Obwohl der Sensor für mich nicht in Frage kommt finde ich die Einsteiger Kamera in das X-System sehr sympathisch. Wem Video nicht so wichtig ist hat damit bestimmt eine gute Kamera zur Auswahl. Ein Argument für das Fuji System sind die sehr guten Festbrennweiten. Ob die Kombination Bayer Sensor mit den XF Objektiven ähnlich gute Bilder abliefert?

    Der Preis ist in Ordnung.

    • Mythos X-Trans Sensor – ich darf mal verlinken:
      https://petapixel.com/2017/03/03/x-trans-vs-bayer-sensors-fantastic-claims-test/
      Und von solchen Vergleichen gibt es viele im Netz.
      Fujis Kameras sind sehr gut keine Frage. Die Objektive grandios.
      Aufgrund des Fehlens des Tiefpassfilters kann Fuji ihre Kameras „schärfer“ abstimmen. Das machen aber Andere auch (ohne X-Trans Sensor) sehr gut (Sony, Nikon).
      Im Endeffekt ist es egal wie man zum Ergebnis kommt, aber dieser Sensor ist nicht das non plus Ultra wie einem ständig verklickert wird.

      • Ich schreibe es gerne öfter. Solange nicht die nachvollziehbaren Standards bei den Tests veröffentlicht werden sind diese für den „A…..“!

        Der Persönliche Test mit einem Fotogerät in den Standarteinstellungen für das Endprodukt Foto im JPEG Format zeigt eine mehr oder weniger gute Kamera interne Bildbearbeitung. Mehr nicht!

        Bei einem RAW Test mit einem kalibrierten System sind wir schon eher bei vergleichbaren Ergebnissen, wenn immer die selbe Referenz Optik, eine ausgemessene Beleuchtung und der selbe Konverter mit den selben Einstellungen verwendet wurde. Nur dann kann man vernünftige Aussagen machen. Sobald zum Beispiel ein anderer Konverter für die Probanden verwendet wird kann sich plötzlich das Ergebnis umkehren. Deswegen geben die Hersteller oft eine Empfehlung für ihr Gerät aus welcher Konverter besonders geeignet ist.

        Das ist dann ein Test auf hohem Niveau dem ich eher Glauben schenken kann.

        Wer also die besten JPEG haben möchte soll sich die zwei favorisierten Kameras ausleihen, ein Reset machen und selbst ausprobieren was einem am besten gefällt.

        Wer mit der besten möglichen BQ arbeiten möchte benötigt dazu ein kalibrierte Arbeitsumfeld, den zum Hersteller passenden Konverter und natürlich die für sein System am besten passenden Objektive.

        Ob der Aufwand für den Hobbyisten sein muss? Ich meine nicht denn die Ausbelichtungsmaschinen der Großlabore arbeiten mit JPEG und im kleinerem sRGB Farb Modus. Außerdem verwenden sie eigene Algorithmen zur Bildverbesserung.

      • Alfred,
        genauso sieht es aus….und im Laufe der digitalen Fotografie bekam man immer „nette“ Lektüre zum lesen,
        CCD vs CMOS
        CCD vs Super CCD
        Foveon vs Bayer usw

      • Ich stimme euch beiden zu. Vergleichbare Test nach gleichen Standards sind eigentlich nicht (herauszu)finden. Man kann entweder dem Einen glauben oder dem Anderen. Ich bin aber der Meinung dass es auch Andere gibt (und da präferiere ich keinen) der auch tolle Sensoren bauen kann. Meiner Meinung nach „entscheidender“ ist mittlerweile eher der Softwareprogrammierer. Das sieht man ja am Handy.

      • …was nützt es wenn man den „besten“ Sensor hat und gerade im Auto sitzt. Es ist mir gestern passiert auf der Autobahn in Ungarn, links der Plattensee und rechts ein Weiher und plötzlich zieht ein Seeadler hoch und hält seinen Fisch in den Fängen…naja zumindest im Kopf ist dieses imposante Bild abgespeichert. Bin ja noch ein paar Tage hier vielleicht darf ich mal meine Frau alleine lassen und mich auf Lauer legen 😳

      • @ Thomas Wurm Mit den Programmierern hast du Recht. Ich konnte auf einer „Hausmesse“ mit einem Service Techniker (Fachrichtung-Software) aus dem Hause Canon sprechen.

        Auf den Punkt gebracht ging es um die Zusammenarbeit mit den Konverter Anbietern und natürlich um die Haus eigene Digital Photo Professional (DPP) Software. Seine Aufgaben sind auf der einen Seite dafür zu sorgen das die JPEG Kette bis zu der Bildausgabe (Monitor-Ausdruck) möglichst reibungslos funktioniert. Auf der anderen Seite muss eine verlässliche RAW Verarbeitung für die „Boliden“ gewährleistet sein.

        Sein Fazit: Es gibt für die weniger befasste Kundschaft zu viele Möglichkeiten Fehler zu begehen die den Bildeindruck negativ verändern können. Mehr als die Hälfte der Kunden Reklamationen beruhen auf Fehleinstellungen.

        Ich finde das sagt eine Menge über die digitale Fotografie aus und beschreibt die Probleme aller Hersteller am besten.

      • Tatsächlich ein sehr interessante Aussage von dem Canon Mitarbeiter. Danke Ihnen Herr Proksch für die Info.

    • Der Bayer Sensor kommt ja bereits in der X-A Serie zum Einsatz und liefert da auch sehr gute Ergebnisse und so wirds wohl auch bei der X-T100 sein. Der X-Trans liefert ein wenig bessere Ergebnisse, ist aber auch teurer und somit den hochpreisigeren Modellen vorbehalten.

  • Das Display ist sehr spannend, da es klappbar ist (ohne die Kamerafläche zu verlassen) und zugleich auf die Seite schwenkbar (Selfiemodus), das bietet meines Wissens bislang noch keiner. Und auf das Bedienkonzept bin ich gespannt, da sind zwei unbeschriftete Räder oben auf der Kamera und eines hinten, wobei es kein vorderes Rad hat, dafür zwei, die mit dem rechten Daumen zu bedienen sind. Ungewöhnlich, bin gespannt.

    • ja das mit dem display finde ich auch sehr gut. bei anderne displays muss man entweder zur seite schwenken ums nach oben oder unten drehen zu können, es geht nur nach oben und nach unten,… aber diese form habe ich auch noch nirgends gesehen. gefällt mir.

  • Die ist bestimmt sehr nett in meinen Augen auch sehr ausreichend ausgerüstet. Ich frage mich jedoch, wer bei welcher Gelegenheit und unter haushaltsüblichen Bedingungen einen Unterschied zwischen 4K und UHD herausfinden kann?

    Selbst im Kino ist im Blindvergleich zwischen einer 4K Sony Projektion und einem gut justiertem (zB.) Christie 2K nur mit sehr, sehr geübtem Auge zuverlässig zu erkennen. Und da reden wir mal tatsächlich von Projektionsentfernung und „Aufriss“ – zudem auf einer perforierten Leinwand. „Blindvergleich“ natürlich nur im übertragenden Sinne, klar.

    4K gehört sicherlich zunächst in die nice2have Ecke gestellt und ist wie auch ISO >51.200 plus, eher als Marketinggimmick tauglich. Praxis+Alltag ergeben da keinen Zusammenhang.