Fujifilm Objektive

Fujifilm hat ein Problem mit der Qualität der eigenen Objektive

Es mehren sich Berichte, dass Fujifilm derzeit Objektive ausliefert, die nicht mit einer einwandfreien Qualität überzeugen können. Teilweise sind die Objektive im Inneren verschmutzt oder beschädigt.

Kameras mit Schwachstellen

Sensoren, die nicht einwandfrei funktionieren, Verschlussmechaniken, die für Abrieb und Dreck sorgen, Autofokussysteme, auf die man sich in einigen Situationen nicht verlassen kann – wir haben in den letzten Jahren recht häufig erlebt, dass Kameras verschiedener Hersteller mit Problemen zu kämpfen haben. Als Beispiel könnte man hier die Nikon D750 (Erneut Ärger mit der Nikon D750: Verschlussprobleme halten an) oder die Canon EOS 750D (Canon EOS 750D & 760D: Offizielle Stellungnahme zum Sensorproblem) heranziehen.

Fujis GF-Objektive möglicherweise mit Problemen

Nun scheint es Berichten zufolge auch bei Fujifilm Probleme zu geben, konkret geht es um die GF-Objektive für Fujis spiegellose Mittelformatkamera – sprich um Objektive, die alles andere als günstig sind und von denen man als Kunde selbstverständlich eine einwandfreie Qualität erwarten darf.

Genau diese einwandfreie Qualität scheint Fujifilm aktuell aber nicht konstant liefern zu können. So berichten Photography Life und Fujiaddict gleichermaßen, dass GF-Objektive mit Dreck im Inneren ausgeliefert werden. Es soll sich hier ausdrücklich nicht um Verschmutzungen auf der äußeren Linse handeln, sondern um Abrieb im Inneren, den man selbst nicht entfernen kann.

Das Ganze kann ungefähr so aussehen (mehr Beispielbilder auf Fujiaddict.com):

Des Weiteren soll es teilweise Risse am Gehäuse der Objektive und starke Unterschiede in Sachen Bildqualität und „corner to corner performance“ geben.

Noch keine Stellungnahme von Fujifilm

Es scheint also bei Fujifilm möglicherweise ein Problem bei der Qualitätskontrolle zu geben und die Berichte erzeugen den Eindruck, dass Fujifilm derzeit darauf bedacht zu sein scheint, so viele GF-Objektive wie möglich zu produzieren – und darunter leidet dann eben möglicherweie die Qualität.

Fujifilm hat sich zu den Berichten noch nicht offiziell geäußert, auch können wir euch nicht sagen, wie viele GF-Objektive tatsächlich betroffen sind.

Lesetipp: Fujifilm: Jahresvorschau für 2018

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

7 Kommentare

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  • Für mich ist es unerklärlich, dass eine Qualitätskontrolle (sofern sie hier aus Kostengründen nicht auch abgeschafft wurde) die mangelhafte Produktion der teuren GF-Objektive nicht gestoppt hat. Das kann auch dem bisher guten Ruf der Fujinon-(XF) Objektive schaden, die ja auch nicht gerade billig sind!

  • ….einfach mal „Staub im neuen Objektiv“ bei Google eingeben und man bekommt genügend zum lesen, zusammengefasst hier ein kleiner Artikel

    http://www.objektiv-verleih.de/wissen/staub_im_objektiv/

    Zu den aktuellen Fuji Fällen, Autor A und Autor B der verlinkten Artikeln kauften ihre Objektive bei B&H und tauschten sie dort auch problemlos wieder um ist zwar ärgerlich aber die Autoren blieben auf den Linsen auch nicht sitzen. Und im deutschen Fuji Forum gibt es ja genügend GF System Fotografen aber bis jetzt ist da noch keine Massenpanik ausgebrochen 😉

    • hallo Mirko,

      hast Du zufällig mal die Olympus OM D M5 mit den (40 mögl MP = 8 Bilder) incl dem 12-100 objektiv gehabt ?
      Diese Kombi schwebt mir in Zukunft vor, ebenso die Fuji X h1 mit dem Wackel-Dackel

      Bei der Oly kommt mir das 12-100 sehr sympathisch vor ev. noch ein 7-14 das könnte mir reichen, finde ich das gut, d a n n könnte ich mir noch 300mm vorstellen – also max 3 Objektive
      Bei Fuji tue ich mich sehr schwer mit der Objektivauswahl. Entweder probieren mit 18-55 und später ergänzen oder wie ist das 18-135 ??
      Löst das scharf auf ?? Bei Olympus ist das einfacher.
      Und durch den Wackel-Dackel benötige ich wohl auch keine Stativ mehr, das kommt mir ebenso entgegen.

      Danke erst einmal für Deine Einschätzung.

      • Volker,
        zu Olympus kann ich Dir leider nicht soviel sagen nur das es wenn es die Fuji XT Serie nicht gäbe wäre ich jetzt wohl Olympianer 🙂
        Bei Fuji kannst Du ruhig das 18-55 nehmen als Ergänzung noch das 50-200 und als drittes das 10-24, die X-H1 bräuchtest Du eigentlich nicht da alle genannten Objektive OIS haben. Das 18-135 finde ich nicht schlecht für eine Reisezoom aber es ist nicht gerade klein,leicht und preiswert 😉

  • Immer weniger Fach Geschäfte, immer weniger Service…..

    Ich arbeite mit dem System bisher ohne Probleme. Die Objektive sind „sauber“ und liefern eine hervorragende Bildqualität. Wie überall wo gearbeitet wird können die unmöglichsten Fehler auftreten.

    Viel wichtiger ist wie der Hersteller damit umgeht. Mit dem defekten Teil zum Service gehen und entweder problemlos umgetauscht bekommen oder bis zur Klärung mit einem kostenlosen Leihgerät den Service Punkt wieder verlassen ist eine Ansage. Teilweise hat das aber auch mit dem Vertriebssystem zu tun. Bei billiger de im Internet gekauft, Pech gehabt!

  • Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht:
    Als die X-T1 rauskam habe ich mein Aystem gewechselt und sie mir gleich geholt. Sie schien mir die absolute Traumkamera zu sein, vorallem wegen der Gewichtseinsparung und dem Klappmonitor. Dazu kam das XF18-50 als Standardobjektiv, das XF14, XF23, XF35 und das XF60Makro.
    Kurz nach dem Kauf der X-T1 die Meldung wegen der lichtdurchlässigen Abdeckug – Glück gehabt, meine war dicht. Kurz darauf war dann das vordere Einstellrad defekt. Eingesendet auf Garantie. Kam zurück, angeblich konnte kein Fehler festgestellt werden. Nochmal eingesendet, Kamera kam dann endlich repariert zurück. 6 Monate war das hintere Einstellrad defekt – gleiches Spiel. 1,5 Jahre später ging dann zeitgleich beim 23er die Blendensteuerung und beim 60er die Fukuseinheit kaputt…
    Diese Erfahrung hat mir gereicht und bin reumütig zurück zu meinem alten System, diesmal die K70.

    Nur als Beispiel für Qualität: meine vorherige Pentax (K5ii) ist mir beim Objektivwechsel aus hüfthöhe runtergefallen, das Gehäuse hatte an der oberen Kante eine Make, fotografiert hat sie weiterhin ohne Probleme…

    Bitte nicht falch verstehen: die Fuji macht hervorragende Bilder. Aber was nutzt ein System, bei dem man sich ständig Gedanken machen muss wann wieder was kaputt geht? Und andere Hersteller machen auch hervorragende Bilder, jede auf seine Art, wobei das auch Geschmackssache ist….