Fujifilm Objektive

Fujifilm: Neues GF 100-200mm f/5.6 Objektiv vorgestellt

Fujifilm hat ein neues Objektiv für die eigenen Mittelformatkameras vorgestellt, das 100-200mm f/5.6.

Fujifilm baut Mittelformatsystem aus

Fujifilm baut das eigene Mittelformatsystem weiter aus. Noch im Jahr 2019 soll ja die neue GFX 100S mit beeindruckenden 100 Megapixeln auf den Markt kommen, bis dahin versüßt uns Fujifilm aber die Wartezeit mit einem neuen Objektiv – dem GF 100-200mm f/5.6 R LM OIS WR.

Neues 100-200mm Objektiv

Das neue Objektiv, welches mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 79 bis 158mm daherkommt, arbeitet mit 20 Linsen, welche in 13 Gruppen angeordnet sind. Mit dabei sind auch zwei Super-ED-Linsen sowie eine asphärische Linse, Fujifilm spricht von einer erstklassigen Abbildungsleistung.

Wer mit den Kürzeln von Fujifilm vertraut ist, der kann bereits am Namen des Objektivs erkennen, dass es mit einem optischen Bildstabilisator (gleicht 5 Blendenstufen aus) sowie einer wetterfesten Konstruktion zu überzeugen weiß. Auch ein linearer Autofokus-Motor (kurz: LM) ist mit von der Partie, das Gewicht des 100-200mm Objektivs beläuft sich derweil auf 1.050 Gramm bei Abmessungen von 90 x 183mm.

Erhältlich sein soll das 100-200mm f/5.6 ab Mitte Februar zum Preis von 2.000 Euro.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

18 Kommentare

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  • Dieses Fuji „Mittelformat“ ist kaum größer als das Kleinbild. Kameras und insbesondere Objektive sind so teuer. Für eine KB-Reflex würde ein solches Objektiv so etwa 200 Euro kosten. Fuji hängt einfach noch eine Null hinten dran. Kauft das wohl wer?

    • Ich glaube es sind so ca. 30%, also doch mehr als fast nix. Und die Qualität die sie liefert wird überall gelobt. Ich denke wer das braucht kauft sich sowas. Ich würde sie gerne haben, denn wenn ich schon mehr will als APS-C, dann nehme ich halt gleich die Fuji.

      • Es ist etwa der Schritt wie von m43 zu APS-C. Also kaum wahrnehmbar. Zumal es für das Kleinbild viel lichtstärkere Objektive gibt, als für dieses „Mittelformat“ von Fuji, die einen eventuellen Vorteil mehr als wettmachen.

      • Na sag ich doch. Ich habe APS-C. Ich sehe in Vollformat keine großen Mehrgewinn, wenn dann will MF.

        Ich kann mir überdies vorstellen, das Fujifilm noch weitere Linsen auf den Markt knallt. Eventuell auch noch lichtstärkere Linsen. Wenn ich an die 100MP MF denke und dazu 110mm f2, dann wird mir schon warm ums Herzl…

        Aber das hat noch Zeit 😀

  • Erst mal sollte man klar stellen das man die Lichtstärke im Verhältnis zum Linsendurchmesser und der Brennweite sehen muss. Das Fuji GF 2,8/45mm R WR entspricht im Vollformat einem 36mm Objektiv, hat aber durch die wenigen mm mehr einen besseren Freistellungseffekt als ein 35mm Vollformat selbst bei 2,0 Offenblende.

    Das „FUJINON GF110mm F2 R LM WR“ entspricht einem 87mm Porträt Objektiv im VF, das müsst um den selben Bokeh-Effekt zu erzielen schon die Lichtstärke 1,2 haben.

    System übergreifend Vergleiche zu ziehen ist deswegen schwierig. Da ich die beiden Objektive benutze kann ich nur sagen das es ein Gedicht ist damit zu arbeiten.

    Als Ergänzung im längeren Brennweitenbereich könnte ich mir das relativ preiswerte 100-200mm gut vorstellen.

    • @ Alfred Proksch

      Der Cropfaktor vom Gfx System beträgt 0,79:
      Somit sind die Brennweiten (in KB umgerechnet), die du genannt hast natürlich richtig, aber die umgerechnete Lichtstärke ist meiner Meinung nach nicht richtig, da die Blende auch mit 0,79 multipliziert werden muss: das 110mm F2 ist meiner Meinung nach in KB umgerechnet ein 87mm F1.58 und somit das 100-200 F5.6 in KB umgerechnet ein 79-158 F4.424.

      Mit freundlichen Grüßen

      • Herr Proksch hat recht!
        Da prallen physikalische Gesetzte und Meinung aufeinander.
        Wenn Jip recht hätte müssten die Objektive eine Erweiterungs- oder Schrumpfkur veranstalten, wenn man diese an ein anderes Gehäuse setzt. Die Offenblende ergibt sich aus Brennweite und Durchmesser der Frontlinse da spielt der Cropfaktor in der Berechnung keine Rolle.
        Das ist unabhängig von dem Cropfaktor, der bei den verschiedenen Chipggrößen einen unterschiedlichen Freistellungseffekt ergibt.
        Maßgeblich zu messen für die Belichtung ist die Lichtmenge auf dem Chip in EV(Lichtwerten) gemessen; die ist bei gleichen Blendenwerten und gleicher Isoeinstellung gleich, sonst könnte kein Mensch mit Belichtungsmesser extern oder intern arbeiten.

        Herzlichen Gruß

        Peter Wagner

      • Peter,
        der Durchmesser der Frontlinse könnte auch einen Meter betragen es sagt nichts über die Größe der Offenblende aus.
        Die Offenblende des 110/2.0 beträgt genau 55mm nicht mehr und nicht weniger, bei 87/1.2 wäre der Durchmesser 72,5mm. Nehmen wir nur den Faktor von Jip kommen wir auf eine Öffnung von 55,06 mm und somit hat Jip recht.
        Es gibt zB ein 50/1.4 von Hersteller X und ein 50/1.4 von Hersteller Z, beide haben die gleiche Offenblende aber nicht beide haben den gleichen Durchmesser von der Frontlinse 😉

      • eigentlich braucht man zum beispiel bei einem 55mm objektiv um eine lichtstärke von 1,0 zu erreichen, auch einen mindestdurchmesser von 55mm. das heißt aber tatsächlicht nicht automatisch, daß 55mm frontlinse auch eine lichtstärke von 1,0 bedeutet. aber es kann mit sicherheit keine höhere lichtstärke erziehlt werden. 😉

      • Mir geht es gar nicht darum unbedingt auf die genaue Zahl recht zu haben sondern um die andere Charakteristika in der Bildsprache größerer Aufnahmemedien.

        Weil ich nun seit Jahren beruflich mit Vollformat und unterschiedlichen digitalen Rückteilen gearbeitet habe kann ich die Vor- und Nachteile in der Praxis sehr gut beschreiben und beurteilen.

        Auf den Punkt gebracht, Hubraum (großes Sensor Format) ist durch nichts zu ersetzen. Je nach Art der Fotografie können aber trotzdem kleinere Sensorformate von Vorteil sein weil in Verbindung mit weniger Millimeter beim Objektiv die Schärfentiefe bei selbem Abstand ansteigt.

        Moderne MFT Kameras können heute schon High Resolution-Shot, Post Focus Funktion und vieles andere mehr. Das Mittelformat ist von solchen Möglichkeiten leider weit entfernt. Die Leistung einer Photomaschine wird immer mehr durch die Kamera interne Signalverarbeitung und die klugen „Zusatznutzen“ bestimmt.

        In naher Zukunft sehe ich eine weiteres schrumpfen bei DSLR, einen kurzzeitigen Anstieg bei DSLM, egal mit welchem Sensor, aber insgesamt bestenfalls stagnierende Stückzahlen. Das liegt am anderen Verhältnis der jungen Kundschaft zu Bildern und Videos. Es geht eher um schnellste Kommunikation in allen Bereichen, Printmedien spielen da kaum noch eine Rolle.

        Ich sehe da eher erstklassige Videosysteme die auch „Bilder können“ (6k-8k Fotofunktion) im Vormarsch. Sowie die ersten riesigen bezahlbaren 8k Bildschirme an der Wand hängen hat das herkömmliche Poster endgültig ausgedient, egal mit welchem System es fotografiert wurde.

      • @mirko
        K = Blendenzahl= f (Brennweite) / D (Durchmesser der Eintrittspupille)

        und da ändert sich nichts, wenn ich den Durchmesser vergrößere??????
        Bei einer Gleichung ändert sich nichts wenn ich auf einer Seite einen Wert verändere?????

        Warum nur sind lichtstarke Objektive relativ groß????Doch nicht etwa weil bei größeren Linsen bei gleicher Glasqualität mehr Licht durchfällt?

        Gruß

        Peter Wagner

        Gruß
        Peter Wagner

      • Peter,
        natürlich ändert sich der Wert wenn ich die Öffnung der Eintrittspupille verändere, streitet hier niemand ab.
        Ich hoffe nur das du die Eintrittspupille ( Apertur) nicht mit der Frontlinse verwechselt, die Frontlinse kann eben so groß sein wie sie will nur eben kleiner nicht.

        Alfred,
        ich habe Dich schon verstanden, dieses präzise umrechnen in äquivalente Brennweite/Blende scheint bei „Kleinbild Fotografen“ sehr beliebt zu sein.
        Wenn die Blende „offen“ ist so ist die Konstruktion des Objektiv mehr oder weniger für das Bokeh verantwortlich. Die Blende kommt ins Spiel wenn abgeblendet wird, zB Blendensterne oder eben Lichter die mal als „kreisrund“ oder eben als „eckig“ daher kommen.
        Letztendlich arbeitest Du mit dem GFX System und bist hochzufrieden, das ist doch die Hauptsache 👍
        Und für die Zweifler ob sich jemand so ein Objektiv kauft, es war nicht Fujifilm die Fabriken schließen mussten, die Serien kurz vor dem erscheinen wieder eingestampft haben, die ihre Wirksamkeit aus manchen Ländern komplett abgezogen haben (Nikon CH wurde ja auch mit in die Nikon Deutschland GmbH eingegliedert) und man bekam auch nichts zu lesen über die schlechte Finanzlage (Fotosparte) des Konzerns, eher das Gegenteil 😉

  • Ich bin froh von 1980 bis 2006 mit Mittelformat fotografiert zu haben. Die Scans auf dem Nikon 9000er sind ein Traum. Da kann kein Kleinbilddia mithalten. Und selbst heute würde ich gern wieder mit größerem Sensor als 24×36 arbeiten wollen. Jedoch bin ich verwöhnt durch Nikon. Mittelformat mit Zoom-Objektiven 2,8er, Schlitzverschluss (nicht elektronisch) und Serienbilder RAW ab 5 Bilder Sekunde, schneller AF. Da könnte ich schwach werden. Denn ein Mittelformat sieht immer anders aus, als APS-C (was für eine Abkürzung…) oder „Vollformat“ (köstlich, früher haben wir als Mittelformatfotografen immer Kleinbilddias als „Schnipseldias“ bezeichnet, wie sich die Zeiten ändern).